Die Zahl der Migranten und Flüchtlinge, die auf den griechischen Ägäis-Inseln ankommen, steigt. So sehr, wie seit 2016 nicht mehr. Sie brechen von der türkischen Küste auf. Eine lebensgefährliche Überfahrt. In den völlig überfüllten Lagern auf den Inseln sitzen bereits Zehntausende fest, oft monatelang, bevor über ihre Asylanträge entschieden wird. Die Zustände dort sollen erbärmlich sein. Krankheiten breiten sich aus. Immer wieder wird von gewalttätigen Auseinandersetzungen berichtet. Der neue griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hat Sofortmaßnahmen ergriffen. Er lässt jetzt Migranten aufs Festland in andere Aufnahmelager bringen. Aber auch diese Lager stehen bald vor Engpässen. Warum kommen plötzlich so viele Menschen wieder über das Meer? Das Wetter spielt mit. Das EU-Türkei Abkommen scheint also seine Wirksamkeit zu verlieren. Im März 2016 wurde festgelegt, dass alle Migranten, die von der Türkei aus gestartet waren, um auf die griechischen Inseln zu gelangen, wieder in die Türkei zurückgeführt werden sollen. Dafür bekam das Land Milliarden Euro. Jetzt schiebt die Türkei syrische Flüchtlinge gegen ihren Willen wieder nach Syrien ab. Mitten in den Krieg. Steht das Abkommen nun vor dem Scheitern?