Willkommen zu Frankfurter Geschmack Ich bin Luisa, und heute nehme ich euch mit auf eine kulinarische Reise durch unsere Stadt – von der feinsten japanischen Haute Cuisine über bewegende Community-Geschichten bis hin zu den Festivals, die unseren Sommer prägen werden.
Ihr Lieben, ich muss euch von einem Restaurant erzählen, das gerade für Furore sorgt: das Yugen Omakase am Eschenheimer Turm. Stellt euch vor ein echter Sushi-Meister, der euch 27 Gänge lang durch die japanische Hochküche führt. Und hier kommt der Clou: Der Meister heißt Jesus, ist Spanier, trägt beeindruckende Tattoos und hat sowohl in spanischen Drei-Sterne-Tempeln als auch in Japan gelernt. Das klingt erstmal ungewöhnlich, oder? Aber genau DAS macht es so spannend!
Was mich wirklich begeistert – Jesus verbindet absolute Perfektion mit echter Herzlichkeit. Während japanische Sushi-Meister oft hochkonzentriert und wortkarg arbeiten, erzählt er Geschichten, beantwortet Fragen er nimmt die Gäste mit auf seine kulinarische Reise. Von der ersten Auster über verschiedene Nigiri bis zur großen Thunfisch-Verkostung – Akami, Zuke, Chutoro und das berühmte Otoro. Der Reis perfekt gesäuert, der Fisch in meisterhaften Schnitten, und die Sojasauce wird nicht gedippt, sondern mit einem breiten Pinsel aufgetragen – genau wie in Tokio.
195 Euro kostet dieses Erlebnis und ja, das ist eine Investierung. Aber es ist eben auch mehr als nur Essen – es ist ein EREIGNIS, das drei bis vier Stunden dauert. Frankfurt hat jetzt endlich ein Sushi-Restaurant auf internationalem Top-Niveau.
Und wo wir gerade von besonderen Orten sprechen Es gibt auch traurige Nachrichten aus Sachsenhausen. Das La Gata, wahrscheinlich die älteste Lesbenbar der Welt, musste schließen. Ricky, wie alle Erika Wild nennen, hat diesen Safe Space jahrzehntelang mit Herz geführt. Aber und jetzt kommt das Schöne daran: Aus Gästen wurden echte Freundinnen. Die Community trifft sich jetzt am Mainufer mit Liegestühlen und einer Erinnerungs-Fotowand. Es ist ein Zeichen dafür, dass gute Orte – egal ob Bars oder Restaurants – immer mehr sind als nur vier Wände. Sie schaffen Verbindungen, die bleiben. Und hoffentlich findet sich bald eine neue feste Bleibe für das La Gata, denn solche Orte braucht unsere Stadt.
Jetzt aber zu etwas, das uns allen Vorfreude macht: der Festivalsommer 2026! Ihr Lieben, es wird GROSSARTIG. Ende April starten schon die Grüne-Soße-Festspiele auf dem Rossmarkt – acht Tage lang wird um die beste Grüne Soße gewetteifert, begleitet von Comedy und Musik. Im Mai folgt das Rock den Acker in Nidderau, das Schlossgrabenfest in Darmstadt mit Jan Delay und Alphaville und natürlich das legendäre Maifeld Derby in Heidelberg.
Im Juni wird's richtig bunt: Der World Club Dome verwandelt den Deutsche Bank Park wieder in den größten Club der Welt, das Flussperle Open Air lädt ans Mainufer ein, und das Rheingau Musik Festival startet mit über 170 Konzerten in traumhaften Locations wie Kloster Eberbach und Schloss Johannisberg. Klassik zwischen Weinreben – gibt es etwas Schöneres?
Der Juli bringt uns „Jazz im Palmengarten" – seit 1959 die älteste kontinuierliche Open-Air-Jazzreihe der Welt! Dazu kommen die Marburger Sommernächte, das Traffic Jam in Dieburg und Ende Juli wird's richtig groß: Der Love Family Park feiert sein 30-jähriges Jubiläum mit Charlotte de Witte, Sven Väth und Solomun. Dreißig Jahre elektronische Musikgeschichte!
Im August erwarten uns das Afrikanische Kulturfest im Rebstockpark, das legendäre Museumsuferfest mit einer Million Besuchern und natürlich ab Ende August das Frankfurter Apfelweinfest auf dem Roßmarkt. Da schlägt mein Herz als Sommelière natürlich höher – auch wenn's um Ebbelwoi geht statt um Wein!
Ihr seht unsere Stadt ist lebendig, vielfältig und voller Geschmack. Von der japanischen Haute Cuisine über Community-Räume, die Menschen verbinden, bis zu Festivals, die uns den ganzen Sommer über begleiten. Das ist es, was ich an Frankfurt so liebe: Diese Mischung aus Weltoffenheit und Bodenständigkeit, aus Tradition und Innovation.
In diesem Sinne geht raus, entdeckt, schmeckt und erlebt! Bis zum nächsten Mal bei Frankfurter Geschmack. Eure Luisa.