Freier Verkehr - Der Podcast zu Zoll & Exportkontrolle

Freier Verkehr - Der Podcast zu Zoll & Exportkontrolle

Download on the App Store

Freier Verkehr - Der Podcast zu Zoll & Exportkontrolle episodes

  • #21: Zoll, Poesie, KI und ein Rückblick auf 2023 – die große Weihnachtsfolge
    Zu Gast: Die Freier-Verkehr-Crew

    In dieser Folge hören wir in die Highlights aus 12 Episoden in diesem Jahr.

    Und wir haben ChatGPT ein Zoll-Weihnachtsgedicht schreiben lassen. Der erste Versuch ging ziemlich schief. Der zweite war aber gar nicht schlecht, daher hier unsere Prompts. Frohe Weihnachten!

    "Bitte erstelle mir ein Gedicht zum Thema "Wie Zollmanager in Industrie- und Handelsunternehmen die Lieferketten am Laufen halten". Das Gedicht sollte sich reimen und nicht länger als 1000 Zeichen sein. Es soll zudem im Stile des Poetry Slammers Lars Ruppel gestaltet sein."

    Und hier das daraus resultierende Gedicht (das wir minimal nachbessert haben):

    In einer Welt aus Zahlen, Container und Fracht,

    Da wirken Zollmanager, Tag und auch Nacht.
    In Industrie und Handel, ein unsichtbares Band,
    Hält die Lieferketten, stark und stabil, wie geplant.

    Im Hafen der Bürokratie, Kapitäne so klug,

    Verhindern sie Stürme und hält das Schiff im Flug.
    Mit Computer und Stempel, ein unsichtbarer Held,
    Sorgt er dafür, dass alles glatt läuft durch die Welt.

    So erheben wir unser Glas, auf die Zollabteilung heut,

    Die uns vor Fallstricken und Stolpersteinen befreut.
    Ein Prosit auf ihre Arbeit, ein Lächeln auf unserm Gesicht,
    denn ohne sie wär's ziemlich zollig, wie dieses Gedicht!

    22 min
  • #20: ATLAS Challenges: Der Weg durchs AES-3.0-Chaos und Ausblick auf 2024
    Zu Gast: Michael Sell, Produktmanager, AEB SE

    ATLAS Release AES 3.0

    „Wir haben schon relativ früh gesehen, dass da ein ziemlicher Koloss auf uns zu kommt.“ Der ATLAS Release AES 3.0 ist eine der umfangreichsten Änderungen des ATLAS bisher. Der Ablauf ist aber alles andere als reibungslos geglückt. Nicht nur einmal, sondern gleich zweimal wurde das neue Release verschoben und bei der Kommunikation zu neuen Pflichtfeldern wurde unklar kommuniziert. Warum der Release so holprig lief und wie man sich als Anwenderunternehmen am besten auf neue Releases vorbereitet, erzählt Michael im Podcast.

    Klassische Probleme bei Umstellungen

    Im Grunde lassen sich Kundenprobleme bei ATLAS Umstellungen in zwei Kategorien einteilen. Zum einen technische Probleme, wie Herausforderungen mit den Schnittstellen und APIs. Auf der anderen Seite ist es die generelle Informationslage und das konkrete Wissen um die Updates. „Viele Kunden haben sich in falscher Sicherheit gewogen, weil die letzten Jahre und Änderungen immer geschmeidig gelaufen sind.“ Gerade letztere Probleme lassen sich bei guter Vorbereitung allerdings vermeiden.

    Nach der Ausfuhr kommt die Einfuhr

    ATLAS AES 3.0 Release geschafft – und was kommt jetzt? „Ich hoffe auf eine Verschnaufpause, aber wissen können wir das nicht“, mahnt Michael. Denn auch bei der Einfuhr steht ein großer Umbau des Datenmodels bevor. Wie und wann genau dieser Umbau stattfindet, ist noch nicht bekannt, planen sollte man trotzdem schon. Gut, dass Michael auch allgemeine Tipps zur Vorbereitung für Umstellungen in Freier Verkehr gibt.

    59 min
  • #19: Insiderwissen Importcontrolling: Erfolge & Tipps aus der Praxis
    Zu Gast: Holger Schmidbaur, Head of Customs Europe, Siemens Energy / Geschäftsführer AZVZ

    Mit Importcontrolling stellt man das eigene Unternehmen vor allem rechtssicher und compliant auf. Zwar sei die Gefahr groß, dass was rauskommt, was man vielleicht nicht unbedingt sehen möchte, wenn man erstmal den Deckel aufmache. Aber dies sei der falsche Ansatz. Denn wenn man nicht genau analysiert und kontrolliert und die Fehler nicht findet, ändere sich auch nichts. Es ist viel schlimmer, Fehler unbemerkt fortzuführen, als diese zu entdecken und aus diesen lernen zu können. Und "wenn ich selbst schon weiß, dass meine Importe immer richtig gelaufen sind und ich auch selbst immer anpasse, dann kann in der Zollprüfung ja faktisch nichts schlimmes mehr herauskommen“, schildert Holger.

    Großes Einsparpotenzial möglich

    Aber es geht nicht nur um Sicherheit. Gutes Importcontrolling kann auch wirtschaftliche Potenziale aufdecken und so das ganze Unternehmen voranbringen. „Was viele erstaunt ist, dass sich mit Importcontrolling dann schnell 20.000 bis 40.000 Euro sparen lassen“, sagt Holger.

    Aller Anfang ist schwer

    Allerdings kann der Anfang beim Importcontrolling recht mühsam sein, steht dort doch die Analyse des Ist-Zustands. Hier sollten Unternehmen schauen, ob beispielsweise mögliche Präferenzzolle nicht genutzt werden oder ob falsch tarifiert wird. Wie es dann von der Bestandsaufnahme weiter geht, erklärt Holger im Podcast.
    Jetzt anhören

    54 min
  • #18: Transparent und sicher: Kommt der Siegeszug der Blockchain?
    Zu Gast: Roman Koller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik

    Roman Koller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Fraunhofer IML und untersucht, wie man Finanz- und Materialflüsse mithilfe einer Blockchain verbessern könnte. In seinem aktuellen Projekt erforscht der studierte Logistiker Einsatzmöglichkeiten der Technologie in der Zollabwicklung, die das Potenzial für eine kleine Revolution in der Zollwelt hat.

    Was ist eigentlich eine Blockchain?

    Was eine Blockchain ist, ist gar nicht so einfach zu erklären. Zum Glück hat Roman darin bereits viel Erfahrung und schafft es anhand anschaulicher Beispiele, für Klarheit und Verständnis zu sorgen. Und er zeigt auf, wie die Technologie bereits heute für eine durchgängig digitale Abwicklung des Ausfuhrbegleitdokuments (ABD) sorgen kann.

    Vorteile einer Blockchain-Implementierung im der Zollwelt

    „Wir haben das Ausfuhrbegleitdokument als Beispiel, da stehen Daten ja schon digital bereit, warum müssen diese dann an der Grenze versickern?“ Diese Problematik skizziert recht deutlich, wo die Vorteile einer Blockchain in der Zollwelt liegen. Diese Daten werden auf ein Token in der Blockchain geschrieben und sind dann für alle relevanten Behörden und Dienstleister dezentral einsehbar. Dadurch wird verhindert, dass Prozesse unnötig doppelt abgewickelt werden müssen.

    Problematiken einer Blockchain-Implementierung in der Zollwelt

    „Es gibt durchaus auch Stimmen, die auch Kritik äußern“, erzählt uns Roman in Freier Verekehr. Viele Menschen machen sich Sorgen, dass aufgrund der dezentralen Speicherung Unbefugte Einblick in sensible Daten bekommen könnten. „Das ist aber zum Glück nicht so“, denn auch eine Blockchain hat Sicherheitsvorkehrungen, damit nicht jeder alles sehen kann. Welche das sind, erklärt Roman im Podcast.

    58 min
  • #17: Fit für die ATLAS Releases: Wie funktioniert die Zertifizierung von Teilnehmersoftware?
    Zu Gast: Karin Völkl-Pflaum, Sachbearbeiterin Team Zertifizierung & Probebetrieb, Generalzolldirektion, Informationstechnik

    ATLAS AES 3.0 ist bisher das Zoll-Top-Thema dieses Jahres. Wohl kein Release hat die Global-Trade-Welt in letzter Zeit so beschäftigt. Dabei veröffentlicht der Zoll ja regelmäßig neue ATLAS-Versionen. Im Podcast erklärt Karin die Hintergründe und warum diese Releases so wichtig sind.

    Probebetrieb von Software beim Zoll

    Außerdem gewährt Karin Einblicke in den Probebetrieb für Teilnehmer-Software. Dieser ist ein freiwilliges Angebot vom Zoll, das Unternehmen die Möglichkeit bietet, in einer Testumgebung ihre Zollsoftware auf Herz und Nieren zu prüfen. Teilnehmende am Probebetrieb bekommen für den Betrieb eigene Daten, mit denen Abläufe vor dem Echtbetrieb in einer Testumgebung ausprobiert werden können. Zum Angebot selbst sagt Karin: „Wir stellen sicher, dass die Software mit der gearbeitet wird, das macht, was sie machen soll“.

    Dass das Angebot dankend angenommen wird, zeigt sich schon daran, dass mittlerweile die Nummern zur Vergabe des Probebetriebs eng werden. Wie genau so ein Probetrieb abläuft, mit wie viel Vorlaufzeit gerechnet werden muss und alles, was man sonst noch rund um den Probebetrieb wissen sollte, erzählt Karin im Podcast

    Zertifizierung von Software beim Zoll

    Auch die Anwender von Software haben natürlich Interesse daran, dass in ihren Lösungen alles wie erwartet funktioniert. Und auch hierfür hat der Zoll das passende Angebot: Die Softwarezertifizierung. Und diese hat große Vorteile: „Die Softwarefirmen, die mit uns zertifizieren wissen, dass ihre Software das kann, was sie soll.“

    Im Podcast erklärt Karin, wie man einer Zertifizierung beantragt, was bei einer Zertifizierung geprüft wird und mit wie viel Vorlauf ein Softwareanbieter vom Einreichen bis zur Zertifizierung einplanen sollte.

    Weiterführende Links

    Website des Probebetriebs: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/ATLAS/Voraussetzungen-Teilnahme/ATLAS-Probebetrieb/atlas-probebetrieb_node.html

    Website der Zertifizierung:

    https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/ATLAS/Voraussetzungen-Teilnahme/Zertifizierung/zertifizierung_node.html

    56 min
  • #15: Chancen und Grenzen der Digitalisierung
    Zu Gast: Michael Lisci, Manager Foreign Trade Compliance EME bei Agco und COO bei Digicust

    Michael Lisci ist einer dieser Menschen, die Global Trade Management regelrecht atmen. Nach einer Ausbildung zum Speditionskaufmann folgte ein Logistikstudium und mit einer Position als Standortleiter beim Dienstleister Zoll.ution die erste Anstellung im Global-Trade-Umfeld, ehe er zu seinem heutigen Arbeitgeber, der Agco Corporation, wechselte. Hier ist er heute als Manager Foreign Trade Compliance EME tätig.

    Um auch nachhaltig für eine Veränderung im Außenwirtschaftsumfeld zu sorgen, hatte er zudem im Jahr 2013 begonnen, als Dozent Vorlesungen an der Dualen Hochschule Mannheim zu halten. Und 2020 gründete er noch das Start-up Digicust mit, das sich auf die Digitalisierung der Zollprozesse fokussiert.

    Schlankere Prozesse dank Digitalisierung

    Im Podcast erzählt Michael, dass die meisten Menschen im Global-Trade Umfeld bei Digitalisierung zuerst an die Vermeidung von Dokumenten denken. Aber damit ist es noch lange nicht getan. Denn für Michael ist Digitalisierung auch die Standardisierung und Verschlankung von Prozessen. Doch gerade die Standardisierung ist auf internationaler Ebene oft herausfordernd, da jeder Staat beim Thema Zoll sein eigenes Süppchen kocht.

    Michael erzählt nicht nur von den Hürden, die er überwunden hat, sondern er gibt auch Einblicke in Projekte, die am Ende leider keine Früchte getragen haben.

    Löst die KI bald den Menschen ab?

    Mit dem gerade einhergehenden Aufstieg von KI entstehen bei vielen Menschen aber auch neue Sorgen über zu viel Digitalisierung. Denn gerade in Berufen, die besonders datenbasiert sind, wächst die Angst vor Jobverlusten durch künstliche Intelligenzen. Michael ist sich aber sicher, dass diese Angst komplett unbegründet ist. „Ja ChatGPT kann ich bei vielen Dingen fragen, aber ich muss ja dann auch in der Lage sein zu beurteilen, ob die Antwort der KI auch wahr ist. Und um das zu machen, dafür brauchen wir Menschen mit Wissen.“

    53 min
  • #14: Erfolgsfaktoren für ein globales Broker-Netzwerk
    Zu Gast: Steve Kunzelmann, Customs Heroes

    Um ein Held zu sein, braucht man vor allem eines: Mut. Und Mut hat Steve Kunzelmann definitiv. So kündigte er seinen Job in einem Großkonzern, in dem er sich sehr wohl fühlte, um zu Customs Heroes zu wechseln. Das Start-up mit heute gerade einmal drei Mitarbeiter*innen übernimmt für Kunden die Tarifierung von Waren, übernimmt für diese mit einem internationalen Partnernetzwerk an Brokern die Verzollung in mehr als 20 Ländern - und ist dabei oftmals sogar günstiger. Das gelingt, indem man nicht nur Mittelsmann ist, sondern auch gleich die Zusammenarbeit mit den Brokern digitalisiert und optimiert.

    Wann lohnt es sich, auf Zollbroker zu setzen

    Im Podcast erzählt Steve, wann es sich überhaupt lohnt, auf Zollbroker. Aus seiner Sicht ist es immer eine Frage der Strategie. Als Unternehmen sollte man sich zudem fragen, ob man in den Zielmärkten vielleicht schon qualifiziertes Personal hat, das Zollaufgaben erledigen kann. Wenn das der Fall ist, braucht man keinen Broker.

    Der Einsatz eines Brokers könne sich aber lohnen, wenn man sich auf dem Zielmarkt noch wenig auskennt. „Da wo ich persönlich selbst keine Erfahrungen und große Aufwände habe, mir das Know-How anzueignen, dort macht es definitiv immer Sinn einen Broker zu nutzen – und im Hintergrund mitzulernen, wenn ich es zukünftig unbedingt selbst machen möchte.“

    ***Wie prüft man die Kompetenz von Brokern? ***

    Zollbroker ist nicht gleich Zollbroker. Das weiß Steve aus Erfahrung: „Für die Prüfung im Vorfeld sollte man sich Zeit nehmen einen Broker auf Herz und Nieren zu prüfen, dass er auch zu dem Geschäftsmodell passt, das ich als Unternehmen habe“ Aber wie prüft man eigentlich einen Zollbroker? Die wichtigsten Faktoren sind Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Vertrauen. Um das zu prüfen, sollte man sich nicht nur auf Versprechen verlassen, sondern am besten einfach eine anspruchsvolle Testsendung versenden.

    Was bringt die Zukunft für Zollbroker?

    Im Podcast wagt Steve auch einen Blick in die Glaskugel und erzählt, was sich in Zukunft hinsichtlich Zollbroker ändern könnte. Dabei spielt auch das Thema Digitalisierung eine große Rolle. Ein Beispiel hierfür ist die Schweiz die gerade dabei ist, ihre Zollprozesse komplett zu digitalisieren, soweit, dass es bald keine Grenzverzollungen mehr geben muss.

    Weiterführende Infos

    Mehr Infos zu Customs Heroes: www.customsheroes.com
    Kontakt zu Steve Kunzelmann: https://www.linkedin.com/in/steve-kunzelmann/
    Kontakt zum Freier-Verkehr-Team: [email protected]
    AEB-Newsletter abonnieren und keine Folge mehr verpassen: aeb.com/newsletter

    53 min
  • #13: Start-up-Impulse fürs Global Trade Management
    Zu Gast: Pascal von Briel, Co-Founder & CPO, exporto

    „Nur weil andere es nicht lösen können, heißt es nicht, dass es dafür keine Lösung gibt“. Paco sieht den Erfolg von exporto darin begründet, dass sie ein Nein nicht einfach hinnehmen. Auf dem Weg zu einer Lösung setzt das Unternehmen auf Hartnäckigkeit und das Trial- und Error-Prinzip. „Wir probieren, merken es funktioniert nicht und probieren es dann wieder – wenn es sein muss, drehen wir auch 20 Schleifen”, erklärt er.

    **Neues Verfahren zur Retourenabwicklung **

    Das Vorgehen zahlt sich in der Praxis aus: „Als wir 2021 einen großen Modehändler für uns gewonnen haben war klar, dass wir jetzt nicht mehr 10 Retouren in der Woche haben, sondern 500 am Tag“, erzählt Paco ein Beispiel. Exporto sprach mit ganz vielen Zollämtern und entwickelte einen Vorschlag für einen Abwicklungsprozess. „Alle haben uns gesagt, dass das so nicht möglich ist. Aber wir haben immer weiter gefragt und am Ende hatten wir eine Lösung, die tatsächlich funktioniert hat.“ Durch diese Herangehensweise konnten die beiden Firmengründer enger mit dem Zoll zusammenarbeiten und neue Herangehensweisen ausprobieren von denen jetzt ihre Kunden profitieren.

    Erfolgsgeheimnis Unternehmenskultur

    Ein Erfolgsrezept ist die Kultur bei exporto, die vor allem Spaß und Flexibilität bei der Arbeit in den Vordergrund stellt: „Ich glaube tatsächlich, dass das auch mit eines der Geheimnisse ist, warum wir so schnell wachsen konnten und warum wir so schnell so viele Fortschritte gemacht haben“, erklärt Paco. „Weil wir einfach die richtigen Leute an die richtigen Stellen gesetzt haben und ihnen auch die nötige Freiheit gegeben haben, um das umzusetzen, was sie können.“ Und es sei ihnen immer wichtiger gewesen, einen guten Umgang miteinander zu haben, „als noch ein Prozent mehr Wachstum rauszuholen.“

    Digitalisierung ist die Zukunft – auch im Zoll

    “Wir versuchen dieses Thema, dass aus meiner Sicht nach komplett unterdigitalisiert ist zu digitalisieren” Mit dieser Idee versucht exporto die Welt des Zolls zu verändern. Im Podcast erzählt Paco, dass das viele Chancen mit sich bringt, aber das Unternehmen auch vor große Herausforderungen stellt. “Die Baustellen, die es [im Bereich Digitalisierung] gibt, können einen dann manchmal auch erschlagen […] aber wir versuchen eben die Baustellen nach und nach zu fertigen Gebäuden zu machen”

    Organisches Wachstum trotz Kriese

    Manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit die richtigen Ideen haben. Und dann können einem selbst Krisen in die Karten spielen. So auch bei exporto. Durch den Boom von E-Commerce während der Coronakriese wuchs auch der Bedarf an Zollabwicklungen. Als junges Unternehmen konnte exporto direkt von dieser gesteigerten Nachfrage profitieren und schnell neue Kund*innen gewinnen. Welche Herausforderungen dieses schnelle Wachstum für ein noch junges Unternehmen mit sich brachte und wie exporto diese Hürden überwunden hat, erzählt Paco im Podcast

    Weiterführende Links:

    • Mehr Infos zu exporto unter www.exporto.de
    • Kontakt zu Paco via Linked.in
    • Kontakt zum Freier-Verkehr-Team: [email protected]
    • AEB-Newsletter abonnieren: www.aeb.com/newsletter
    • 1 hr 3 min
    • #12: Wie Unternehmen Global-Trade-Nachwuchs ausbilden können
      Zu Gast: Prof. Dr. Martin Keim, Professor für Außenwirtschaft, Hochschule Worms

      Wer diesen Podcast hören sollte

      • Zoll- und Außenwirtschaftsverantwortliche, die wissen wollen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es für den eigenen Nachwuchs gibt
      • Zollinteressierte, die einen akademischen Blickwinkel auf die Welt des Global Trade Managements erhalten wollen
      • Außenwirtschaftler*innen, die verstehen wollen, warum kritisches Denken essenziell für den Beruf ist
      • Die Inhalte des Podcasts

        Sapere aude! Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Mit diesem für die Aufklärung bedeutsamen Zitat begrüßt Martin Keim, Professor für Global Trade Management, neue Student*innen in seinem Studiengang.. „Mir ist wichtig, dass junge Leute kritisches Denken von Beginn an mitnehmen.“ Und so sei die Aussage von Imanuel Kants Aussage immer noch wichtig, wenn über die großen Themen der Außenwirtschaft gesprochen wird.

        Praktika, IHK oder Studiengang?

        Mit Martin diskutieren unsere Hosts Luisa und Tabea, wie Menschen den Weg ins Global Trade Management finden – und welche Wege Unternehmen ihren Nachwuchskräften zur Aus- und Weiterbildung anbieten können. Martin spricht unter anderem über Praktika, IHK-Weiterbildungen und wie sich Firmen bei seinem Studiengang engagieren können.

        Strategisches Denken für die Außenwirtschaft

        „Ich glaube, dass unser Ansatz mehr zu akademisieren, mehr theoretisches Denken, aber besonders auch mehr strategisches und taktisches Denken zu unterrichten, diesen Beruf aufwerten kann“ , ist Martin überzeugt. Der Studiengang Global Trade Management an der Hochschule Worms sei einzigartig. An keiner anderen akademischen Bildungseinrichtung in Deutschland werden Studierende so zielgerichtet auf eine Laufbahn im Global Trade Management vorbereiten wie hier. Martin spricht im Podcast darüber, was seinen Studiengang noch besonders macht, wie Berufsperspektiven aussehen und wie Unternehmen kompetente Fachkräfte frühzeitig binden können.

        Weiterführende Informationen

        • Infos zum Bachelor-Studiengang Global Trade Management an der HS Worms
        • Infos zum Master-Studiengang Global Trade Management
        • Feedback, Fragen, Vorschläge für das Freier Verkehr-Team: [email protected]
        • 57 min
        • #11: Neue Zollorganisation für weiteres Wachstum
          Zu Gast: Werner Pechmann, Customs Manager, Bergfreunde GmbH

          Zollprozesse zu optimieren ist herausfordernd – vor allem in einem stark wachsenden Unternehmen. Für den Online-Händler Bergfreunde bedeutet das, das Themen wie Export und Retourenabwicklung, aber auch Import und Tarifierung immer wichtiger werden. So nimmt beispielsweise die Produktanzahl im Online-Shop zu, und damit auch der Tarifierungsaufwand.

          300.000 Artikel pro Saison

          „Man kann davon ausgehen, dass wir so in einer Saison – also etwa in einem Halbjahr – um die 300.000 Artikel haben“, erklärt Werner. Bei der Tarifierung

          sieht er vor allem das Thema Stammdaten im Fokus. Und man müsse gerade in den angestoßenen Veränderungsprozessen den Menschen das notwendige Wissen vermitteln: Was sind eigentlich Zollstammdaten, und was ist eigentlich diese Zolltarifnummer?
          Durch den Expansionskurs wird auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen immer wichtiger. „Zoll hat eben eine Querschnittsfunktion, die mit vielen anderen Feldern im Unternehmen zu tun hat.“, weiß Werner. Besonders wichtig sei daher die Analyse der Schnittstellen, wenn es darum gehe, die Organisation zu überdenken. In Freier Verkehr erzählt er, wo bei den Bergfreunden überall Berührungspunkte zu anderen Teams liegen, und was bei der Gestaltung einer zielführenden Zusammenarbeit wichtig ist. Zudem berichtet er, warum eigenes Zoll-Know-How auch bei einem Großteil ausgelagerter Prozesse essenziell ist.

          Vertrauen statt Überwachung

          Was Werner zudem umtreibt: Die generelle Zusammenarbeit mit dem Zoll. Was ihn hier stört: Die Kommunikation mit den Behörden ist oft von einem Überwachungsgedanken geprägt und zu selten von Vertrauen. Er erzählt, warum er sich wünscht, dass die deutsche Zollverwaltung ihre Leitgedanken überdenkt und anders mit den Unternehmen umgeht. Weg von der Überwachung und hin zum Unterstützer. Dann könnten die Zollbehörden helfen, Verbesserungspotenziale zu finden, statt nur zu überprüfen, ob ja auch alles richtig gemacht wurde.

          Weiterführende Infos:

          • Wissenswertes zu den Bergfreunden
          • Werner Pechmann auf Linkedin
          • Werners Fotografie-Blog
          • Feedback und Themenvorschläge bitte an [email protected]
          • 1 hr

          About Freier Verkehr - Der Podcast zu Zoll & Exportkontrolle

          From the publisher's feed

          Wir glauben an echte Geschichten von echten Typ:innen im Umfeld Zoll, Außenhandel und Exportkontrolle. Hier gibt es so viele interessante, spannende und liebenswerte Menschen mit jeder Menge Know-how und Praxiserfahrung verfügen, die jeden Tag Außergewöhnliches leisten und erleben.