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In dieser Folge hören wir in die Highlights aus 12 Episoden in diesem Jahr.
Und wir haben ChatGPT ein Zoll-Weihnachtsgedicht schreiben lassen. Der erste Versuch ging ziemlich schief. Der zweite war aber gar nicht schlecht, daher hier unsere Prompts. Frohe Weihnachten!
"Bitte erstelle mir ein Gedicht zum Thema "Wie Zollmanager in Industrie- und Handelsunternehmen die Lieferketten am Laufen halten". Das Gedicht sollte sich reimen und nicht länger als 1000 Zeichen sein. Es soll zudem im Stile des Poetry Slammers Lars Ruppel gestaltet sein."
Und hier das daraus resultierende Gedicht (das wir minimal nachbessert haben):
In einer Welt aus Zahlen, Container und Fracht,
Im Hafen der Bürokratie, Kapitäne so klug,
So erheben wir unser Glas, auf die Zollabteilung heut,
ATLAS Release AES 3.0
„Wir haben schon relativ früh gesehen, dass da ein ziemlicher Koloss auf uns zu kommt.“ Der ATLAS Release AES 3.0 ist eine der umfangreichsten Änderungen des ATLAS bisher. Der Ablauf ist aber alles andere als reibungslos geglückt. Nicht nur einmal, sondern gleich zweimal wurde das neue Release verschoben und bei der Kommunikation zu neuen Pflichtfeldern wurde unklar kommuniziert. Warum der Release so holprig lief und wie man sich als Anwenderunternehmen am besten auf neue Releases vorbereitet, erzählt Michael im Podcast.
Klassische Probleme bei Umstellungen
Im Grunde lassen sich Kundenprobleme bei ATLAS Umstellungen in zwei Kategorien einteilen. Zum einen technische Probleme, wie Herausforderungen mit den Schnittstellen und APIs. Auf der anderen Seite ist es die generelle Informationslage und das konkrete Wissen um die Updates. „Viele Kunden haben sich in falscher Sicherheit gewogen, weil die letzten Jahre und Änderungen immer geschmeidig gelaufen sind.“ Gerade letztere Probleme lassen sich bei guter Vorbereitung allerdings vermeiden.
Nach der Ausfuhr kommt die Einfuhr
ATLAS AES 3.0 Release geschafft – und was kommt jetzt? „Ich hoffe auf eine Verschnaufpause, aber wissen können wir das nicht“, mahnt Michael. Denn auch bei der Einfuhr steht ein großer Umbau des Datenmodels bevor. Wie und wann genau dieser Umbau stattfindet, ist noch nicht bekannt, planen sollte man trotzdem schon. Gut, dass Michael auch allgemeine Tipps zur Vorbereitung für Umstellungen in Freier Verkehr gibt.
Mit Importcontrolling stellt man das eigene Unternehmen vor allem rechtssicher und compliant auf. Zwar sei die Gefahr groß, dass was rauskommt, was man vielleicht nicht unbedingt sehen möchte, wenn man erstmal den Deckel aufmache. Aber dies sei der falsche Ansatz. Denn wenn man nicht genau analysiert und kontrolliert und die Fehler nicht findet, ändere sich auch nichts. Es ist viel schlimmer, Fehler unbemerkt fortzuführen, als diese zu entdecken und aus diesen lernen zu können. Und "wenn ich selbst schon weiß, dass meine Importe immer richtig gelaufen sind und ich auch selbst immer anpasse, dann kann in der Zollprüfung ja faktisch nichts schlimmes mehr herauskommen“, schildert Holger.
Großes Einsparpotenzial möglich
Aller Anfang ist schwer
Roman Koller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Fraunhofer IML und untersucht, wie man Finanz- und Materialflüsse mithilfe einer Blockchain verbessern könnte. In seinem aktuellen Projekt erforscht der studierte Logistiker Einsatzmöglichkeiten der Technologie in der Zollabwicklung, die das Potenzial für eine kleine Revolution in der Zollwelt hat.
Was ist eigentlich eine Blockchain?
Vorteile einer Blockchain-Implementierung im der Zollwelt
Problematiken einer Blockchain-Implementierung in der Zollwelt
ATLAS AES 3.0 ist bisher das Zoll-Top-Thema dieses Jahres. Wohl kein Release hat die Global-Trade-Welt in letzter Zeit so beschäftigt. Dabei veröffentlicht der Zoll ja regelmäßig neue ATLAS-Versionen. Im Podcast erklärt Karin die Hintergründe und warum diese Releases so wichtig sind.
Probebetrieb von Software beim Zoll
Außerdem gewährt Karin Einblicke in den Probebetrieb für Teilnehmer-Software. Dieser ist ein freiwilliges Angebot vom Zoll, das Unternehmen die Möglichkeit bietet, in einer Testumgebung ihre Zollsoftware auf Herz und Nieren zu prüfen. Teilnehmende am Probebetrieb bekommen für den Betrieb eigene Daten, mit denen Abläufe vor dem Echtbetrieb in einer Testumgebung ausprobiert werden können. Zum Angebot selbst sagt Karin: „Wir stellen sicher, dass die Software mit der gearbeitet wird, das macht, was sie machen soll“.
Zertifizierung von Software beim Zoll
Auch die Anwender von Software haben natürlich Interesse daran, dass in ihren Lösungen alles wie erwartet funktioniert. Und auch hierfür hat der Zoll das passende Angebot: Die Softwarezertifizierung. Und diese hat große Vorteile: „Die Softwarefirmen, die mit uns zertifizieren wissen, dass ihre Software das kann, was sie soll.“
Weiterführende Links
Website des Probebetriebs: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/ATLAS/Voraussetzungen-Teilnahme/ATLAS-Probebetrieb/atlas-probebetrieb_node.html
Website der Zertifizierung:
Michael Lisci ist einer dieser Menschen, die Global Trade Management regelrecht atmen. Nach einer Ausbildung zum Speditionskaufmann folgte ein Logistikstudium und mit einer Position als Standortleiter beim Dienstleister Zoll.ution die erste Anstellung im Global-Trade-Umfeld, ehe er zu seinem heutigen Arbeitgeber, der Agco Corporation, wechselte. Hier ist er heute als Manager Foreign Trade Compliance EME tätig.
Um auch nachhaltig für eine Veränderung im Außenwirtschaftsumfeld zu sorgen, hatte er zudem im Jahr 2013 begonnen, als Dozent Vorlesungen an der Dualen Hochschule Mannheim zu halten. Und 2020 gründete er noch das Start-up Digicust mit, das sich auf die Digitalisierung der Zollprozesse fokussiert.
Schlankere Prozesse dank Digitalisierung
Im Podcast erzählt Michael, dass die meisten Menschen im Global-Trade Umfeld bei Digitalisierung zuerst an die Vermeidung von Dokumenten denken. Aber damit ist es noch lange nicht getan. Denn für Michael ist Digitalisierung auch die Standardisierung und Verschlankung von Prozessen. Doch gerade die Standardisierung ist auf internationaler Ebene oft herausfordernd, da jeder Staat beim Thema Zoll sein eigenes Süppchen kocht.
Löst die KI bald den Menschen ab?
Mit dem gerade einhergehenden Aufstieg von KI entstehen bei vielen Menschen aber auch neue Sorgen über zu viel Digitalisierung. Denn gerade in Berufen, die besonders datenbasiert sind, wächst die Angst vor Jobverlusten durch künstliche Intelligenzen. Michael ist sich aber sicher, dass diese Angst komplett unbegründet ist. „Ja ChatGPT kann ich bei vielen Dingen fragen, aber ich muss ja dann auch in der Lage sein zu beurteilen, ob die Antwort der KI auch wahr ist. Und um das zu machen, dafür brauchen wir Menschen mit Wissen.“
Um ein Held zu sein, braucht man vor allem eines: Mut. Und Mut hat Steve Kunzelmann definitiv. So kündigte er seinen Job in einem Großkonzern, in dem er sich sehr wohl fühlte, um zu Customs Heroes zu wechseln. Das Start-up mit heute gerade einmal drei Mitarbeiter*innen übernimmt für Kunden die Tarifierung von Waren, übernimmt für diese mit einem internationalen Partnernetzwerk an Brokern die Verzollung in mehr als 20 Ländern - und ist dabei oftmals sogar günstiger. Das gelingt, indem man nicht nur Mittelsmann ist, sondern auch gleich die Zusammenarbeit mit den Brokern digitalisiert und optimiert.
Wann lohnt es sich, auf Zollbroker zu setzen
Im Podcast erzählt Steve, wann es sich überhaupt lohnt, auf Zollbroker. Aus seiner Sicht ist es immer eine Frage der Strategie. Als Unternehmen sollte man sich zudem fragen, ob man in den Zielmärkten vielleicht schon qualifiziertes Personal hat, das Zollaufgaben erledigen kann. Wenn das der Fall ist, braucht man keinen Broker.
***Wie prüft man die Kompetenz von Brokern? ***
Zollbroker ist nicht gleich Zollbroker. Das weiß Steve aus Erfahrung: „Für die Prüfung im Vorfeld sollte man sich Zeit nehmen einen Broker auf Herz und Nieren zu prüfen, dass er auch zu dem Geschäftsmodell passt, das ich als Unternehmen habe“ Aber wie prüft man eigentlich einen Zollbroker? Die wichtigsten Faktoren sind Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Vertrauen. Um das zu prüfen, sollte man sich nicht nur auf Versprechen verlassen, sondern am besten einfach eine anspruchsvolle Testsendung versenden.
Was bringt die Zukunft für Zollbroker?
Im Podcast wagt Steve auch einen Blick in die Glaskugel und erzählt, was sich in Zukunft hinsichtlich Zollbroker ändern könnte. Dabei spielt auch das Thema Digitalisierung eine große Rolle. Ein Beispiel hierfür ist die Schweiz die gerade dabei ist, ihre Zollprozesse komplett zu digitalisieren, soweit, dass es bald keine Grenzverzollungen mehr geben muss.
Weiterführende Infos
„Nur weil andere es nicht lösen können, heißt es nicht, dass es dafür keine Lösung gibt“. Paco sieht den Erfolg von exporto darin begründet, dass sie ein Nein nicht einfach hinnehmen. Auf dem Weg zu einer Lösung setzt das Unternehmen auf Hartnäckigkeit und das Trial- und Error-Prinzip. „Wir probieren, merken es funktioniert nicht und probieren es dann wieder – wenn es sein muss, drehen wir auch 20 Schleifen”, erklärt er.
**Neues Verfahren zur Retourenabwicklung **
Erfolgsgeheimnis Unternehmenskultur
Digitalisierung ist die Zukunft – auch im Zoll
Organisches Wachstum trotz Kriese
Weiterführende Links:
Wer diesen Podcast hören sollte
Die Inhalte des Podcasts
Sapere aude! Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Mit diesem für die Aufklärung bedeutsamen Zitat begrüßt Martin Keim, Professor für Global Trade Management, neue Student*innen in seinem Studiengang.. „Mir ist wichtig, dass junge Leute kritisches Denken von Beginn an mitnehmen.“ Und so sei die Aussage von Imanuel Kants Aussage immer noch wichtig, wenn über die großen Themen der Außenwirtschaft gesprochen wird.
Praktika, IHK oder Studiengang?
Mit Martin diskutieren unsere Hosts Luisa und Tabea, wie Menschen den Weg ins Global Trade Management finden – und welche Wege Unternehmen ihren Nachwuchskräften zur Aus- und Weiterbildung anbieten können. Martin spricht unter anderem über Praktika, IHK-Weiterbildungen und wie sich Firmen bei seinem Studiengang engagieren können.
Strategisches Denken für die Außenwirtschaft
„Ich glaube, dass unser Ansatz mehr zu akademisieren, mehr theoretisches Denken, aber besonders auch mehr strategisches und taktisches Denken zu unterrichten, diesen Beruf aufwerten kann“ , ist Martin überzeugt. Der Studiengang Global Trade Management an der Hochschule Worms sei einzigartig. An keiner anderen akademischen Bildungseinrichtung in Deutschland werden Studierende so zielgerichtet auf eine Laufbahn im Global Trade Management vorbereiten wie hier. Martin spricht im Podcast darüber, was seinen Studiengang noch besonders macht, wie Berufsperspektiven aussehen und wie Unternehmen kompetente Fachkräfte frühzeitig binden können.
Weiterführende Informationen
Zollprozesse zu optimieren ist herausfordernd – vor allem in einem stark wachsenden Unternehmen. Für den Online-Händler Bergfreunde bedeutet das, das Themen wie Export und Retourenabwicklung, aber auch Import und Tarifierung immer wichtiger werden. So nimmt beispielsweise die Produktanzahl im Online-Shop zu, und damit auch der Tarifierungsaufwand.
300.000 Artikel pro Saison
„Man kann davon ausgehen, dass wir so in einer Saison – also etwa in einem Halbjahr – um die 300.000 Artikel haben“, erklärt Werner. Bei der Tarifierung
Vertrauen statt Überwachung
Was Werner zudem umtreibt: Die generelle Zusammenarbeit mit dem Zoll. Was ihn hier stört: Die Kommunikation mit den Behörden ist oft von einem Überwachungsgedanken geprägt und zu selten von Vertrauen. Er erzählt, warum er sich wünscht, dass die deutsche Zollverwaltung ihre Leitgedanken überdenkt und anders mit den Unternehmen umgeht. Weg von der Überwachung und hin zum Unterstützer. Dann könnten die Zollbehörden helfen, Verbesserungspotenziale zu finden, statt nur zu überprüfen, ob ja auch alles richtig gemacht wurde.
Weiterführende Infos:
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