ERF Plus - Bibel heute

Freude über die Umkehr der Gemeinde


Listen Later

1. Gott will Freiraum füreinander

Gebt uns Raum bei euch! bei den Gliedern der Gemeinde von Korinth war es „eng in ihren Herzen!“ die hatten sich geärgert über den Apostel Paulus. Ein Gegeneinander hat sich entwickelt zwischen ihnen. Wenn sich das entwickelt, zerbrechen Beziehungen. Zuerst ganz schleichend, doch langsam stirbt das Miteinander. Man sieht sich vielleicht noch, doch man geht sich aus dem Weg. Im Herzen ist kein Raum mehr da für den anderen. Der kann mir mal…! vielleicht kennen sie dies Empfinden ja auch.

Wo wir dem anderen Raum geben in unserm Herzen, da wird auch Platz für die Liebe zu ihm. Das ist ermutigend. Im Herzen des Paulus war viel Raum für die Gemeinde in Korinth gewachsen. Ein frohes gegenseitiges Ja zueinander ist entstanden. Das geschah nicht aus einer neuen Sympathie heraus. Nein, Hoffnung ist neu geweckt worden. Der Tröster, Gottes Geist, hat diese Hoffnung geweckt. Nun ist Raum für neues Miteinander. Misstrauen ist überwunden, Vertrauen hat Raum gewonnen. Beide Seiten wollen wieder Anteil nehmen am Leben des anderen.

Paulus sagt gute Worte: dieser Freiraum für die Christen in Korinth voll großer Freimütigkeit. Er ist neu erfüllt mit Freude und Hoffnung. Der Freiraum schafft Freimut, d.h., einer kann mutig und offen sagen, was er denkt.

Große Freude trotz Bedrängnis hat er nun. Welch ein großer Gegensatz zu all der Enge, all dem Ärger, all dem Misstrauen zuvor.

Aber es wird noch besser: andere haben sich mitgefreut und die haben es dem Paulus offensichtlich auch gesagt: Er sagt: mir wird viel Ruhm zuteil euretwegen; ich bin erfüllt mit Trost.

Da ist erfreuliche Veränderung geschehen. Es gibt sicher Tage, da würden wir uns heute auch so etwas wünschen. Ich will mal praktisch denken. Könnte der Text nicht vorgelesen werden, wo das Miteinander in Gemeinde oder Familie umzukippen droht?   Wo Menschen sich auseinandergelebt haben?

Jesus kann und will neue Freude schenken, neuen Freiraum füreinander geben. Das ist ja schon lange zuvor passiert. Paulus ist nicht der erste mit diesem Anliegen. Wir sind auch nicht die letzten, die Hilfe benötigen.

2. Jesus selbst bringt das neue Miteinander.

Als am Abend des ersten Ostertages die Jünger voller Angst hinter verschlossenen Türen sitzen, tritt Jesus in ihren Raum ein und sagt: „Friede sei mit euch! - Da wurden die Jünger froh, dass sie den Herrn sahen.“

Da war es also Jesus selbst, der Frieden und Freude zu seinen Jüngern brachte. Diese gute Erfahrung Friede und ein frohes Miteinander ist nötig seit den ersten Tagen der Gemeinde Jesu. diese Erfahrung ist auch nötig. Das ist dem Paulus sehr bewusst. Weil die Gemeinde belastet ist – von außen durch Streit und von innen durch Angst. Elfmal steht vor allem in seinen Briefen der Gruß „Friede und Gnade sei mit euch!“

3. Freude über die Umkehr der Gemeinde

Jesu Frieden und Gnade sind stark geworden in der Gemeinde. Titus hat entscheidend dazu beigetragen: Er hat vermittelt. Er hat getröstet, d.h., Hoffnung hat er vermittelt. die Glieder der Gemeinde sind nicht mehr nur den eigenen Ansichten ausgeliefert. Sie bemerken, welcher Eifer, welche Hingabe es in der Gemeinde gibt. Das hat neue Freude und Festigkeit bewirkt.

Da ist noch die Rede von der gottgewollten Traurigkeit oder Betrübnis. Einfacher gesagt: heilsame Traurigkeit – wie Gott sie will – die bringt Rettung. Wodurch kommt sie zustande? Durch Umkehr, also Sinnesänderung. Gottes Geist will sie dem Menschen geben, der sich an ihn wendet und fragt, „Herr, was willst du mir durch die traurigen, betrüblichen Erfahrungen zeigen?“ sie haben Menschen in einen Kampf geführt. Entscheidungen sind zu treffen, die voll herausfordern können. Sorgen oder Anklagen gegen sich selbst wollen sich breit machen. Herr, das schaff ich nicht, das halt ich nicht durch.

Wer dies Wort als Zusage annimmt, der empfängt Gutes. Er könnte dann so beten: Herr Jesus, wenn du mich in diese Traurigkeit hineingeführt hast, so wirst du einen Grund dafür haben. Dir steht auch ein Ziel vor Augen. Ich kann es noch nicht sehen. Darum hilf mir, in dieser Angelegenheit umzukehren und Buße zu tun, damit dein Wille geschehen kann. Dich bitte ich um Vergebung für die falschen Schritte. Gib mir deine Leitung. Danke. Amen.

Das ist Umkehr, eine Reue, die niemand bereut! Traurigkeit, von Gott ins Leben eingeordnet, ist kein Holzweg, der ins Aus führt. Sie ist der erste Schritt auf dem Weg in ein verändertes und erneuertes Leben.

Die Bibel gibt uns guten Anschauungsunterricht. Petrus, der Apostel, hat Jesus dreimal verleugnet. Als er den Hahn zum zweiten Mal krähen hört, wird ihm bewusst, was Jesus ihm zuvor gesagt hat. Er fängt an zu weinen. Da hat iPetrus große Traurigkeit überfallen.

Nach der Auferstehung trifft Jesus die Jünger am See Genezareth. Er hat für sie Brot und Fisch vorbereitet. Nach dem sie gegessen haben, stellt Jesus dem Petrus die Frage: hast du mich mehr lieb als diese anderen hier? Dreimal stellt er ihm diese Frage. Petrus wird traurig, als Jesus ihm zum dritten Mal diese Frage stellt. Diese dreimalige Frage ist auch die Erinnerung an die dreimalige Verleugnung einst im Hof des Hohenpriesters. Doch nicht nur diese Erinnerung und die damit geweckte Traurigkeit werden uns gezeigt. Auch den dreimaligen neuen Auftrag an Petrus hat Jesus hier genannt.

Die Traurigkeit ist nicht das Ziel, das Jesus hat. Die Sinnesänderung, die innere Umkehr sind ihm wichtig. Er will seine Jünger nach schwierigen Lebensphasen, sicher auch nach sündigen Wegstrecken zurückholen.

Das stellt er uns vor Augen. Seine Liebe und seine Hoffnung für uns lassen sich nicht erschüttern. Er will uns bei sich behalten. Er wird keinen hinausstoßen, der mal auf Abwege geraten ist.

Sicherlich ist das Gespräch mit ihm und miteinander ganz wichtig. Er schickt seine Leute auch mal in die Seelsorge, um sie auf seinen Weg zurückzuholen. Das große Ziel will er erreichen, einst seine Gemeinde bei sich zu haben. Das gibt Freimut und Lebensraum.

Autor: Udo Naber

Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

...more
View all episodesView all episodes
Download on the App Store

ERF Plus - Bibel heuteBy ERF - Der Sinnsender

  • 5
  • 5
  • 5
  • 5
  • 5

5

1 ratings


More shows like ERF Plus - Bibel heute

View all
ICF München | Podcast by ICF München e.V.

ICF München | Podcast

7 Listeners

Johannes Hartl über die Philosophie des wahren Lebens by Dr. Johannes Hartl

Johannes Hartl über die Philosophie des wahren Lebens

11 Listeners

Das Wissen | SWR by SWR

Das Wissen | SWR

108 Listeners

Worthaus Podcast by Worthaus

Worthaus Podcast

5 Listeners

ERF Plus - Wort zum Tag by ERF - Der Sinnsender

ERF Plus - Wort zum Tag

0 Listeners

ERF Plus - Anstoß by ERF - Der Sinnsender

ERF Plus - Anstoß

1 Listeners

Psychologie to go! by Dipl. Psych. Franca Cerutti

Psychologie to go!

53 Listeners

Spektrum-Podcast by detektor.fm – Das Podcast-Radio

Spektrum-Podcast

16 Listeners

Unter Pfarrerstöchtern by DIE ZEIT

Unter Pfarrerstöchtern

63 Listeners

11KM Stories by Tagesschau

11KM Stories

299 Listeners

Quarks Daily by Quarks

Quarks Daily

37 Listeners

Das Wort und das Fleisch by Worthaus

Das Wort und das Fleisch

3 Listeners

Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin by NDR

Die Ernährungs-Docs - Essen als Medizin

18 Listeners

Kalenderblatt by Deutschlandfunk

Kalenderblatt

2 Listeners

Gedanken zur Tageslosung by Christus Zentrum Arche Elmshorn

Gedanken zur Tageslosung

1 Listeners