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„Ja – Ja – Ja!“, ist meine Antwort auf die in den Versen 11 bis 13 gestellten drei Fragen! Entscheidend sind die Antworten offensichtlich für einen Menschen, der einsam und in seinem Gottesglauben zutiefst erschüttert am Rande des Todes steht. Entscheidend für einen Menschen, der in seiner lebensbedrohlichen Not kaum noch die Kraft dazu findet, diese drei Fragen zu stellen, um danach sofort wieder kraftlos in seinem Leid zu versinken (V. 14). Wie bedrängend können Fragen nach dem Sinn des Leides im Angesicht des Todes angesichts der Erfahrung des Schweigens und des Zornes Gottes sein (V. 18)? Wie übermächtig dieses Erleben für ihn ist und wie ohnmächtig er dem allen alleine gegenübersteht, beschreibt er mit den Worten: „Warum, HERR, verstößt du mich, verbirgst dein Angesicht vor mir? Elend bin ich und krank zum Tode von Jugend auf, schutzlos deinem Schrecken ausgesetzt (V.15,16).“
Erstaunlich finde ich, dass alle drei Fragen nichts mit dem von Leid, Not und Tode bedrohten Menschen zu tun haben! Alle drei Fragen haben im Angesicht seines Todes Gottes Handeln und letztlich Gottes Ehre zum Inhalt. Der Mensch selbst tritt hier in den Hintergrund, obwohl es vordergründig um ihn als Hauptperson und sein leidvolles Ergehen geht.
Die drei Fragen lauten:
Alle drei Fragen habe ich mit „Ja“ beantwortet. Zugegeben, so ganz einfach war das auch für mich nicht, zu einem Ja zu kommen. Das sind Fragen, die man nicht so einfach zwischen Tür und Angel beantworten kann. Dafür sind sie zu bedeutsam und schwerwiegend für den, der sie stellt.
Die Frage: „Tust du an den Toten Wunder, stehen Schatten auf, dich zu preisen?“ habe ich mit JA beantwortet, weil im AT wie im NT von Totenauferweckungen berichtet wird: vom Sohn der Witwe zu Zarpath durch Elia (1. Kön. 17), der Tabita durch Simon Petrus (Apg. 9) oder von dem durch einen Fenstersturz zu Tode gekommenen Jungen durch Paulus (Apg. 20). Gott begabte seine Diener dazu, mit seiner Kraft das Wunder der Auferstehung eines Toten zu vollbringen. Und diese Zeiten sind keineswegs vergangen! Oder hat sich an Jesu Auftrag an seine Jünger und Gemeinde (Mt. 10) etwas geändert?
„Geht aber und predigt und sprecht: ‚Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus!“ Aus welchem Grund, mit welchem Recht gilt „weckt Tote auf“ heute nicht mehr, während sich die Gemeinde Jesu allen anderen Aufträgen Jesu verpflichtet weiß? Aber entscheidend für mein eindeutiges Ja als Antwort auf die Frage ist das Ostergeschehen, die Auferstehung Jesu selbst. Gott macht in der Auferweckung seines Sohnes unmissverständlich deutlich, dass er allein in der Frage von Leben und Tod das letzte Wort hat – und nicht der Tod. Diese Tatsache und der Auftrag Jesu zur Auferweckung von Toten wirft die Frage auf, warum die Gemeinde Jesu diesem Auftrag Jesu heute nicht mehr nachkommt und ihre gottgegebene Vollmacht zur Auferweckung der Toten nutzt? Der Fragesteller in Psalm 88 würde diese erste Frage dann sicher nicht mehr stellen!
Auch die zweite Frage „Wird deine Güte im Grab verkündet, deine Treue im Abgrund?“ habe ich mit JA beantwortet. Frage zwei und Frage drei zielen letztlich in die gleiche Richtung. Im 1. Petrusbrief (4,6) sagt der Apostel Petrus Weg weisend und Mut machend: Deshalb wurde sogar den schon Verstorbenen die Gute Nachricht verkündet, damit sie wie alle Menschen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden können, aber auch die Möglichkeit erhalten, zum Leben bei Gott zu gelangen. Die drei Tage seines Todes hat Jesus also nicht ungenutzt gelassen, sondern ist auch im Totenreich seiner göttlichen Mission nachgekommen und hat den Toten das Evangelium verkündet. Das bedeutet vor allem, dass Gott gerecht ist. Jeder Mensch bekommt die Chance, sich für oder gegen Gott zu entscheiden, selbst wenn er zu Lebzeiten nichts davon gehört hat oder keine Chance dazu hatte (Joh. 5,28,29).
In dem eben beschriebenen Sinne habe ich auch die dritte Frage für mich mit Ja beantwortet: Werden deine Wunder in der Finsternis kund und deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens? Menschlich mag ich mir das schwerlich vorstellen können. Wenn im Lukasevangelium, Kapitel 16, Jesus beschreibt, dass von Lazarus im Schoß Abrahams gesagt werden kann: „Nun wird er hier getröstet (V. 25)“, dann werden das Worte der Heiligen Schrift gewesen sein, die Lazarus von Abraham gesagt bekommt. Abraham wird Lazarus die großen Taten Gottes verkündet haben. Denn welchen größeren Trost – im Leben oder im Tod – kann es geben, als von den großen Taten Gottes zu hören, Gottes Gute Nachricht in Jesus Christus verkündet zu bekommen?
Im Psalm 88 bleiben die drei Fragen des leidenden Menschen unbeantwortet – leider! Im Neuen Testament wird jede der drei Fragen durch Jesus Christus, sein Reden und Handeln auf Erden, beantwortet – tröstend, ermutigend, beauftragend!
Autor: Pastor Achim Brückel
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By ERF - Der Sinnsender5
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„Ja – Ja – Ja!“, ist meine Antwort auf die in den Versen 11 bis 13 gestellten drei Fragen! Entscheidend sind die Antworten offensichtlich für einen Menschen, der einsam und in seinem Gottesglauben zutiefst erschüttert am Rande des Todes steht. Entscheidend für einen Menschen, der in seiner lebensbedrohlichen Not kaum noch die Kraft dazu findet, diese drei Fragen zu stellen, um danach sofort wieder kraftlos in seinem Leid zu versinken (V. 14). Wie bedrängend können Fragen nach dem Sinn des Leides im Angesicht des Todes angesichts der Erfahrung des Schweigens und des Zornes Gottes sein (V. 18)? Wie übermächtig dieses Erleben für ihn ist und wie ohnmächtig er dem allen alleine gegenübersteht, beschreibt er mit den Worten: „Warum, HERR, verstößt du mich, verbirgst dein Angesicht vor mir? Elend bin ich und krank zum Tode von Jugend auf, schutzlos deinem Schrecken ausgesetzt (V.15,16).“
Erstaunlich finde ich, dass alle drei Fragen nichts mit dem von Leid, Not und Tode bedrohten Menschen zu tun haben! Alle drei Fragen haben im Angesicht seines Todes Gottes Handeln und letztlich Gottes Ehre zum Inhalt. Der Mensch selbst tritt hier in den Hintergrund, obwohl es vordergründig um ihn als Hauptperson und sein leidvolles Ergehen geht.
Die drei Fragen lauten:
Alle drei Fragen habe ich mit „Ja“ beantwortet. Zugegeben, so ganz einfach war das auch für mich nicht, zu einem Ja zu kommen. Das sind Fragen, die man nicht so einfach zwischen Tür und Angel beantworten kann. Dafür sind sie zu bedeutsam und schwerwiegend für den, der sie stellt.
Die Frage: „Tust du an den Toten Wunder, stehen Schatten auf, dich zu preisen?“ habe ich mit JA beantwortet, weil im AT wie im NT von Totenauferweckungen berichtet wird: vom Sohn der Witwe zu Zarpath durch Elia (1. Kön. 17), der Tabita durch Simon Petrus (Apg. 9) oder von dem durch einen Fenstersturz zu Tode gekommenen Jungen durch Paulus (Apg. 20). Gott begabte seine Diener dazu, mit seiner Kraft das Wunder der Auferstehung eines Toten zu vollbringen. Und diese Zeiten sind keineswegs vergangen! Oder hat sich an Jesu Auftrag an seine Jünger und Gemeinde (Mt. 10) etwas geändert?
„Geht aber und predigt und sprecht: ‚Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus!“ Aus welchem Grund, mit welchem Recht gilt „weckt Tote auf“ heute nicht mehr, während sich die Gemeinde Jesu allen anderen Aufträgen Jesu verpflichtet weiß? Aber entscheidend für mein eindeutiges Ja als Antwort auf die Frage ist das Ostergeschehen, die Auferstehung Jesu selbst. Gott macht in der Auferweckung seines Sohnes unmissverständlich deutlich, dass er allein in der Frage von Leben und Tod das letzte Wort hat – und nicht der Tod. Diese Tatsache und der Auftrag Jesu zur Auferweckung von Toten wirft die Frage auf, warum die Gemeinde Jesu diesem Auftrag Jesu heute nicht mehr nachkommt und ihre gottgegebene Vollmacht zur Auferweckung der Toten nutzt? Der Fragesteller in Psalm 88 würde diese erste Frage dann sicher nicht mehr stellen!
Auch die zweite Frage „Wird deine Güte im Grab verkündet, deine Treue im Abgrund?“ habe ich mit JA beantwortet. Frage zwei und Frage drei zielen letztlich in die gleiche Richtung. Im 1. Petrusbrief (4,6) sagt der Apostel Petrus Weg weisend und Mut machend: Deshalb wurde sogar den schon Verstorbenen die Gute Nachricht verkündet, damit sie wie alle Menschen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden können, aber auch die Möglichkeit erhalten, zum Leben bei Gott zu gelangen. Die drei Tage seines Todes hat Jesus also nicht ungenutzt gelassen, sondern ist auch im Totenreich seiner göttlichen Mission nachgekommen und hat den Toten das Evangelium verkündet. Das bedeutet vor allem, dass Gott gerecht ist. Jeder Mensch bekommt die Chance, sich für oder gegen Gott zu entscheiden, selbst wenn er zu Lebzeiten nichts davon gehört hat oder keine Chance dazu hatte (Joh. 5,28,29).
In dem eben beschriebenen Sinne habe ich auch die dritte Frage für mich mit Ja beantwortet: Werden deine Wunder in der Finsternis kund und deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens? Menschlich mag ich mir das schwerlich vorstellen können. Wenn im Lukasevangelium, Kapitel 16, Jesus beschreibt, dass von Lazarus im Schoß Abrahams gesagt werden kann: „Nun wird er hier getröstet (V. 25)“, dann werden das Worte der Heiligen Schrift gewesen sein, die Lazarus von Abraham gesagt bekommt. Abraham wird Lazarus die großen Taten Gottes verkündet haben. Denn welchen größeren Trost – im Leben oder im Tod – kann es geben, als von den großen Taten Gottes zu hören, Gottes Gute Nachricht in Jesus Christus verkündet zu bekommen?
Im Psalm 88 bleiben die drei Fragen des leidenden Menschen unbeantwortet – leider! Im Neuen Testament wird jede der drei Fragen durch Jesus Christus, sein Reden und Handeln auf Erden, beantwortet – tröstend, ermutigend, beauftragend!
Autor: Pastor Achim Brückel
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