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Wann sind Sie das letzte Mal mit dem Zug gefahren? Ging alles gut? Es sollte eigentlich die Regel sein, dass ein Zug planmäßig fährt, pünktlich ankommt und es auch ausreichend Sitzplätze gibt. Dann ist das Bahnfahren eine richtig großartige Sache.
Das Image der Bahn ist leider etwas beschädigt. Zu den wesentlichen Kritikpunkten gehört die Unpünktlichkeit wegen technischer Störungen oder sonstiger Probleme. „Verlässt man sich einmal auf den Zug, dann fährt er nicht pünktlich, oder er fällt einfach aus. Was sollen wir jetzt machen?“ So hören sich enttäuschte und frustrierte Stimmen von Bahnnutzern an.
Ich war vor kurzem mit einem RE unterwegs. Bei einem Halt in einem Bahnhof kam plötzlich die Durchsage: „Die Weiterfahrt verzögert sich um einige Minuten wegen der Unfähigkeit eines Mitarbeiters der Deutschen Bahn.“ Es gab lautes Gelächter und Beifall bei den Reisenden. Die humorvolle und kecke Art des Zugführers löste Verständnis bei den Reisenden aus und erzeugte eine freundliche Stimmung.
Paulus reiste damals nicht mit den Zug nach Korinth. Aber sein Besuch bei der Gemeinde in Korinth ist trotzdem ausgefallen. Das kam bei den Christen gar nicht gut an. Er musste sich rechtfertigen. Paulus wollte die Gemeinde mehrmals besuchen, aber er musste seine Pläne anpassen. Es wurde ihm deshalb vorgeworfen, er sei unzuverlässig. Aber seine guten Absichten wurden nur durch äußere Umstände durchkreuzt. Deswegen hat Paulus trotz dieser geänderten Reisepläne ein gutes und reines Gewissen. Er ist sich sicher, dass seine Entscheidungen und seine Pläne mit Gottes Willen übereinstimmen. Sein Herz ist aufrichtig. Er will der Gemeinde in Korinth zur Seite stehen und sie ermutigen. Er will das Beste für die Christen in Korinth. Er vertraut darauf, dass Gott ihn und auch seine Pläne leitet. Selbst wenn menschliche Pläne sich ändern, bleibt Gottes Plan und Führung zuverlässig. Paulus will es noch deutlicher zeigen: wahre Freude und Zufriedenheit entstehen dann, wenn wir in der Übereinstimmung mit Gottes Willen und unserem Gewissen leben.
Was heißt das für uns? Also einerseits muss unser Motiv stimmen. Anderseits gilt es zu erkennen, dass wir von Gott abhängig sind. Wenn wir akzeptieren, dass wir Gottes Gnade brauchen, dann müssen wir es nicht aus eigener Kraft schaffen. Dann erleben wir Gottes Gnade wie ein Geschenk und dürfen uns darüber freuen, ja sogar stolz darauf sein.
Paulus hört nicht auf zu betonen, dass genau das Gottes Charakter ist. Gott ist gerne barmherzig und gnädig. Er ist für uns. Jesus Christus verkörpert die ganze Treue und Zuverlässigkeit Gottes. In Jesus Christus finden alle Verheißungen ihre Erfüllung. Wenn Gott durch Jesus spricht, ist es immer ein klares und endgültiges „JA“ und „Amen“. Das Amen bedeutet, dass es fest und sicher ist, vollendet und fertig.
Diese Zuverlässigkeit Jesu soll auch das Vertrauen der Christen in Korinth in Paulus stärken, da Paulus in Jesu Namen predigt: Paulus stellt Jesus ins Zentrum. Er ist es, der unseren Glauben festigt. Durch seine Kraft und durch seinen Geist wird unser Glaube gestärkt. Gott selbst bestätigt uns, dass wir zu ihm gehören. Er hat seinen Geist in unser Herz gelegt und will uns erinnern an das Leben, das Christus uns schenken will.
Paulus ist mit der Gemeinde in Korinth eng verbunden und zeigt großes Verständnis für die schwierige Situation, in der sie steckt. Es gibt ausreichend Spannungen und Konflikte, weshalb Paulus entschieden hat, erst später nach Korinth zu kommen. Er wollte der Gemeinde die Möglichkeit geben, erst mal mit sich selbst klarzukommen. Paulus kneift nicht. Er weicht der unangenehmen Situation nicht aus. Er sieht in seiner Abwesenheit mehr Möglichkeiten, die Gemeinde weiter begleiten und ihr dienen zu können.
Hier lohnt es sich nun hinzuschauen, welche Ansätze Paulus aufzeigt, mit Konflikten umzugehen:
1. Geduld und Rücksichtnahme
Geduld und Rücksichtnahme können helfen, Spannungen zu entschärfen. Bevor Paulus persönlich eingreift, gibt er den Christen Zeit zur Orientierung und zur Aufarbeitung der Konfliktherde.
2. Schriftliche Kommunikation
Durch schriftliche Kommunikation können Missverständnisse vermieden werden. Eigene Gedanken lassen sich so besser ordnen. Das ist ein Grund für diesen Brief von Paulus. Darin kann er seine Gedanken und Gefühle klar ausdrücken. Das kennen Sie bestimmt auch, oder? Lieber schreiben, sich ein bisschen Zeit nehmen, noch mal drüber schauen, dann erst abschicken.
3. Liebe, Fürsorge und nur Sorge zeigen
Paulus liebt die Christen in Korinth. Er will, dass sie wissen, dass seine Worte aus liebevollem Herzen kommen. Er will ihnen einfach Zeit geben. Diese Liebe befähigt, die Spannung auszuhalten, auch wenn der Druck noch da ist und es noch nicht gut ist.
4. Selbstreflexion
Selbstreflexion hilft, die eigenen Motive zu prüfen und weise Entscheidungen zu treffen. Paulus reflektiert über seine eigene Rolle und seine Absichten. Er will sicherstellen, dass seine Handlungen im Einklang mit Gottes Willen und zum Wohl der Gemeinde sind.
5. Ermutigung und Unterstützung
Freude und Ermutigung können Menschen helfen, ihre eigenen Herausforderungen zu meistern. Paulus sieht sich nicht als Herr oder gar Herrscher über den Glauben der Christen. Er sieht sich als Mitarbeiter und Ermutiger, der mit viel Freude die Christen in Korinth im Glauben unterstützen will.
Schwierige oder unerwartete Situationen sind immer eine Herausforderung. Nicht immer sind die positiven Aspekte sofort sichtbar. Wie im Beispiel mit dem Zug, der einfach ausfällt. Wir müssen in der Lage sein, uns an neue Umstände anzupassen. Kommt es dann zu unerwarteten Wartezeiten, kann das auch wie eine geschenkte Zeit sein. Momente, die man nutzen kann zum Entspannen, oder um einfach mal nichts zu tun. Diese geschenkte Zeit bietet oft Raum für neue Begegnungen, weil man sich in einer ähnlichen Situation befindet. So kann es zu interessanten Gesprächen und Erlebnissen kommen. Und wenn bei der nächsten Bahnfahrt alles reibungslos läuft, kann ich es umso mehr schätzen. Bei der nächsten unerwarteten Situation wünsche ich Ihnen, dass Sie diesen Moment als Chance begreifen für eine neue, gute Erfahrung.
Autor: Renate Brunck-Rieger
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By ERF - Der Sinnsender5
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Wann sind Sie das letzte Mal mit dem Zug gefahren? Ging alles gut? Es sollte eigentlich die Regel sein, dass ein Zug planmäßig fährt, pünktlich ankommt und es auch ausreichend Sitzplätze gibt. Dann ist das Bahnfahren eine richtig großartige Sache.
Das Image der Bahn ist leider etwas beschädigt. Zu den wesentlichen Kritikpunkten gehört die Unpünktlichkeit wegen technischer Störungen oder sonstiger Probleme. „Verlässt man sich einmal auf den Zug, dann fährt er nicht pünktlich, oder er fällt einfach aus. Was sollen wir jetzt machen?“ So hören sich enttäuschte und frustrierte Stimmen von Bahnnutzern an.
Ich war vor kurzem mit einem RE unterwegs. Bei einem Halt in einem Bahnhof kam plötzlich die Durchsage: „Die Weiterfahrt verzögert sich um einige Minuten wegen der Unfähigkeit eines Mitarbeiters der Deutschen Bahn.“ Es gab lautes Gelächter und Beifall bei den Reisenden. Die humorvolle und kecke Art des Zugführers löste Verständnis bei den Reisenden aus und erzeugte eine freundliche Stimmung.
Paulus reiste damals nicht mit den Zug nach Korinth. Aber sein Besuch bei der Gemeinde in Korinth ist trotzdem ausgefallen. Das kam bei den Christen gar nicht gut an. Er musste sich rechtfertigen. Paulus wollte die Gemeinde mehrmals besuchen, aber er musste seine Pläne anpassen. Es wurde ihm deshalb vorgeworfen, er sei unzuverlässig. Aber seine guten Absichten wurden nur durch äußere Umstände durchkreuzt. Deswegen hat Paulus trotz dieser geänderten Reisepläne ein gutes und reines Gewissen. Er ist sich sicher, dass seine Entscheidungen und seine Pläne mit Gottes Willen übereinstimmen. Sein Herz ist aufrichtig. Er will der Gemeinde in Korinth zur Seite stehen und sie ermutigen. Er will das Beste für die Christen in Korinth. Er vertraut darauf, dass Gott ihn und auch seine Pläne leitet. Selbst wenn menschliche Pläne sich ändern, bleibt Gottes Plan und Führung zuverlässig. Paulus will es noch deutlicher zeigen: wahre Freude und Zufriedenheit entstehen dann, wenn wir in der Übereinstimmung mit Gottes Willen und unserem Gewissen leben.
Was heißt das für uns? Also einerseits muss unser Motiv stimmen. Anderseits gilt es zu erkennen, dass wir von Gott abhängig sind. Wenn wir akzeptieren, dass wir Gottes Gnade brauchen, dann müssen wir es nicht aus eigener Kraft schaffen. Dann erleben wir Gottes Gnade wie ein Geschenk und dürfen uns darüber freuen, ja sogar stolz darauf sein.
Paulus hört nicht auf zu betonen, dass genau das Gottes Charakter ist. Gott ist gerne barmherzig und gnädig. Er ist für uns. Jesus Christus verkörpert die ganze Treue und Zuverlässigkeit Gottes. In Jesus Christus finden alle Verheißungen ihre Erfüllung. Wenn Gott durch Jesus spricht, ist es immer ein klares und endgültiges „JA“ und „Amen“. Das Amen bedeutet, dass es fest und sicher ist, vollendet und fertig.
Diese Zuverlässigkeit Jesu soll auch das Vertrauen der Christen in Korinth in Paulus stärken, da Paulus in Jesu Namen predigt: Paulus stellt Jesus ins Zentrum. Er ist es, der unseren Glauben festigt. Durch seine Kraft und durch seinen Geist wird unser Glaube gestärkt. Gott selbst bestätigt uns, dass wir zu ihm gehören. Er hat seinen Geist in unser Herz gelegt und will uns erinnern an das Leben, das Christus uns schenken will.
Paulus ist mit der Gemeinde in Korinth eng verbunden und zeigt großes Verständnis für die schwierige Situation, in der sie steckt. Es gibt ausreichend Spannungen und Konflikte, weshalb Paulus entschieden hat, erst später nach Korinth zu kommen. Er wollte der Gemeinde die Möglichkeit geben, erst mal mit sich selbst klarzukommen. Paulus kneift nicht. Er weicht der unangenehmen Situation nicht aus. Er sieht in seiner Abwesenheit mehr Möglichkeiten, die Gemeinde weiter begleiten und ihr dienen zu können.
Hier lohnt es sich nun hinzuschauen, welche Ansätze Paulus aufzeigt, mit Konflikten umzugehen:
1. Geduld und Rücksichtnahme
Geduld und Rücksichtnahme können helfen, Spannungen zu entschärfen. Bevor Paulus persönlich eingreift, gibt er den Christen Zeit zur Orientierung und zur Aufarbeitung der Konfliktherde.
2. Schriftliche Kommunikation
Durch schriftliche Kommunikation können Missverständnisse vermieden werden. Eigene Gedanken lassen sich so besser ordnen. Das ist ein Grund für diesen Brief von Paulus. Darin kann er seine Gedanken und Gefühle klar ausdrücken. Das kennen Sie bestimmt auch, oder? Lieber schreiben, sich ein bisschen Zeit nehmen, noch mal drüber schauen, dann erst abschicken.
3. Liebe, Fürsorge und nur Sorge zeigen
Paulus liebt die Christen in Korinth. Er will, dass sie wissen, dass seine Worte aus liebevollem Herzen kommen. Er will ihnen einfach Zeit geben. Diese Liebe befähigt, die Spannung auszuhalten, auch wenn der Druck noch da ist und es noch nicht gut ist.
4. Selbstreflexion
Selbstreflexion hilft, die eigenen Motive zu prüfen und weise Entscheidungen zu treffen. Paulus reflektiert über seine eigene Rolle und seine Absichten. Er will sicherstellen, dass seine Handlungen im Einklang mit Gottes Willen und zum Wohl der Gemeinde sind.
5. Ermutigung und Unterstützung
Freude und Ermutigung können Menschen helfen, ihre eigenen Herausforderungen zu meistern. Paulus sieht sich nicht als Herr oder gar Herrscher über den Glauben der Christen. Er sieht sich als Mitarbeiter und Ermutiger, der mit viel Freude die Christen in Korinth im Glauben unterstützen will.
Schwierige oder unerwartete Situationen sind immer eine Herausforderung. Nicht immer sind die positiven Aspekte sofort sichtbar. Wie im Beispiel mit dem Zug, der einfach ausfällt. Wir müssen in der Lage sein, uns an neue Umstände anzupassen. Kommt es dann zu unerwarteten Wartezeiten, kann das auch wie eine geschenkte Zeit sein. Momente, die man nutzen kann zum Entspannen, oder um einfach mal nichts zu tun. Diese geschenkte Zeit bietet oft Raum für neue Begegnungen, weil man sich in einer ähnlichen Situation befindet. So kann es zu interessanten Gesprächen und Erlebnissen kommen. Und wenn bei der nächsten Bahnfahrt alles reibungslos läuft, kann ich es umso mehr schätzen. Bei der nächsten unerwarteten Situation wünsche ich Ihnen, dass Sie diesen Moment als Chance begreifen für eine neue, gute Erfahrung.
Autor: Renate Brunck-Rieger
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