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„Du bist der Mann!“
Diese Worte hallen nach, als David diesen authentischen und ehrlichen Psalm formuliert.
Zuvor hatte Nathan ihm eine Geschichte von zwei Männern erzählt. Der eine war reich, der andere arm. Der Reiche hatte viele Schafe und Rinder, während der Arme nur ein kleines Schäflein besaß.
Eines Tages kam ein Gast zu dem Reichen. Von seinen eigenen Tieren wollte er keines opfern. Stattdessen nahm er, ohne zu fragen, das Schaf des Armen, schlachtete es und machte daraus ein Mahl für seinen Gast.
David war empört über dieses Verhalten und rief: „Der Mann ist ein Kind des Todes.“
Denn David hatte Uria in den Tod geschickt, um Bathseba, seine Frau, für sich zu haben. Sie erwartete ein Kind von David. Er glaubte, das hätte keiner gemerkt. Doch das Blut des Uria schrie zum Himmel. Darum sandte Gott den Propheten Nathan, um David die Leviten zu lesen.
Dieser sah seine Schuld auch sofort ein und bekannte, dass er gesündigt hatte. Nathan sagte ihm daraufhin, dass er nicht sterben müsse, wohl aber das Kind, das er gezeugt hatte.
Dies ist die Vorgeschichte zu unserem Psalm. Noch heute spürt man, wie ergriffen David von dem ist, was er getan hatte. Er ist sich bewusst, dass er Gott schwer enttäuscht hat.
Ohne Umschweife und Ausrede gibt er zu, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Gott, dem er doch alles zu verdanken hat, hat er hintergangen. Doch vor Gott kann niemand etwas verbergen. Darum stellt er fest: „Dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust Du mir Weisheit kund.“ Das ist keine vorgegaukelte und vorgespielte Wahrheit, sondern echte Wahrheit. Manche Menschen mögen nach außen Großartiges demonstrieren. Doch in Wirklichkeit schaffen sie Trugbilder, die bei näherem Hinschauen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen.
David hat das am eigenen Leib erfahren. Nach außen hin sah alles perfekt aus, doch im Inneren herrschte das größte Übel. Bitter muss David gestehen: „Ich bin als Sünder geboren und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.“ Ohne Gottes Hilfe ist er verloren. Darum bittet er Gott: „Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde und wasche mich, dass ich schneeweiß werde.“ Allein schafft er das nicht. Nur Gott kann ihn aus dem Schlamm ziehen.
Wir machen manchmal die Erfahrung: Wenn wir Vergebung erfahren haben und neu vor Gott dastehen, geraten wir schnell wieder ins alte Fahrwasser. Und bald stecken wir wieder fest im Sumpf der Sünde. Was kann uns helfen? David findet eine Lösung, die uns heute in unserem Leben helfen kann.
Die erste Lösung ist seine Bitte: „Schaffe in mir ein reines Herz.“ Denn aus dem Herzen kommen oft böse Gedanken, Groll und Wut, die sich in negativen Handlungen entladen können.
Wir sind erschrocken, wie ein unbescholtener Familienvater sich an Kindern vergehen kann oder einen heimtückischen Mord begeht. Diese schrecklichen Taten haben sich im Inneren vorbereitet. Das Herz war voller übler Gedanken, die schließlich realisiert wurden.
Bei David war es ähnlich: Er hatte Übles im Schilde, das er am Ende ausführen ließ.
Das andere, um das David bittet, ist ein neuer, beständiger Geist. Der neue Geist soll sich in unserem Leben ausbreiten. Natürlich hat sich David sein Leben lang an seine frevelhafte Tat erinnern können. Sie blieb Bestandteil seines Lebens. Aber es kamen neue, positive Taten und Erfahrungen hinzu, die ihn ausmachten.
Dieser neue Geist soll beständig sein. Keine Eintagsfliege, kein Strohfeuer. Nein, Gottes neuer Geist muss unser ganzes Leben bestimmen. Jeden Tag. Jede Stunde. Dann wirkt er sich nachhaltig in unserem Leben aus.
David hängt sich ganz an Gott fest. Nach seiner Schandtat weiß er, dass nur der ihn retten kann. Darum bittet er Gott darum, ihn nicht von seinem Angesicht zu verwerfen und seinen heiligen Geist nicht von David zu nehmen. Er bittet Gott um neue Lebensfreude und um einen willigen Geist. An diesen Versen sieht man, wie erschüttert David noch ist, gesündigt zu haben.
Er bittet Gott, ihm die Lippen zu öffnen und Gottes Ruhm zu verkündigen. Außerdem will er die Übertreter Gottes Wege lehren, dass sich die Sünder zu ihm bekehren. David will ein neues Leben führen, das keinen egoistischen Zielen folgt, sondern Gott die Ehre gibt. Damit ist er ein Vorbild für uns heute.
Am Schluss des 51. Psalms hat David eine erstaunliche Erkenntnis: Schlachtopfer und Brandopfer gefallen Gott nicht. Vielmehr sieht Gott auf ein zerknirschtes Herz, das Gott um Vergebung bittet.
Was nützen Opfer, wenn sie nicht von Herzen kommen? Wichtig ist die innere Einstellung. Man kann noch so viele Opfer bringen: wenn keine Umkehr folgt, sind sie umsonst. Man denkt, man hätte seine Pflicht getan, und macht weiter wie vorher. Das gefällt Gott nicht.
Weil er aber darum weiß, dass wir Menschen immer wieder versagen im Leben, hat er ein Opfer gebracht, welches alle Opfer übersteigt: Jesus Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist und damit alle unsere Schuld weggenommen hat. Ihm sei ewig Dank.
Autor: Martin Gohlke
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By ERF - Der Sinnsender5
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„Du bist der Mann!“
Diese Worte hallen nach, als David diesen authentischen und ehrlichen Psalm formuliert.
Zuvor hatte Nathan ihm eine Geschichte von zwei Männern erzählt. Der eine war reich, der andere arm. Der Reiche hatte viele Schafe und Rinder, während der Arme nur ein kleines Schäflein besaß.
Eines Tages kam ein Gast zu dem Reichen. Von seinen eigenen Tieren wollte er keines opfern. Stattdessen nahm er, ohne zu fragen, das Schaf des Armen, schlachtete es und machte daraus ein Mahl für seinen Gast.
David war empört über dieses Verhalten und rief: „Der Mann ist ein Kind des Todes.“
Denn David hatte Uria in den Tod geschickt, um Bathseba, seine Frau, für sich zu haben. Sie erwartete ein Kind von David. Er glaubte, das hätte keiner gemerkt. Doch das Blut des Uria schrie zum Himmel. Darum sandte Gott den Propheten Nathan, um David die Leviten zu lesen.
Dieser sah seine Schuld auch sofort ein und bekannte, dass er gesündigt hatte. Nathan sagte ihm daraufhin, dass er nicht sterben müsse, wohl aber das Kind, das er gezeugt hatte.
Dies ist die Vorgeschichte zu unserem Psalm. Noch heute spürt man, wie ergriffen David von dem ist, was er getan hatte. Er ist sich bewusst, dass er Gott schwer enttäuscht hat.
Ohne Umschweife und Ausrede gibt er zu, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Gott, dem er doch alles zu verdanken hat, hat er hintergangen. Doch vor Gott kann niemand etwas verbergen. Darum stellt er fest: „Dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust Du mir Weisheit kund.“ Das ist keine vorgegaukelte und vorgespielte Wahrheit, sondern echte Wahrheit. Manche Menschen mögen nach außen Großartiges demonstrieren. Doch in Wirklichkeit schaffen sie Trugbilder, die bei näherem Hinschauen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen.
David hat das am eigenen Leib erfahren. Nach außen hin sah alles perfekt aus, doch im Inneren herrschte das größte Übel. Bitter muss David gestehen: „Ich bin als Sünder geboren und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen.“ Ohne Gottes Hilfe ist er verloren. Darum bittet er Gott: „Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde und wasche mich, dass ich schneeweiß werde.“ Allein schafft er das nicht. Nur Gott kann ihn aus dem Schlamm ziehen.
Wir machen manchmal die Erfahrung: Wenn wir Vergebung erfahren haben und neu vor Gott dastehen, geraten wir schnell wieder ins alte Fahrwasser. Und bald stecken wir wieder fest im Sumpf der Sünde. Was kann uns helfen? David findet eine Lösung, die uns heute in unserem Leben helfen kann.
Die erste Lösung ist seine Bitte: „Schaffe in mir ein reines Herz.“ Denn aus dem Herzen kommen oft böse Gedanken, Groll und Wut, die sich in negativen Handlungen entladen können.
Wir sind erschrocken, wie ein unbescholtener Familienvater sich an Kindern vergehen kann oder einen heimtückischen Mord begeht. Diese schrecklichen Taten haben sich im Inneren vorbereitet. Das Herz war voller übler Gedanken, die schließlich realisiert wurden.
Bei David war es ähnlich: Er hatte Übles im Schilde, das er am Ende ausführen ließ.
Das andere, um das David bittet, ist ein neuer, beständiger Geist. Der neue Geist soll sich in unserem Leben ausbreiten. Natürlich hat sich David sein Leben lang an seine frevelhafte Tat erinnern können. Sie blieb Bestandteil seines Lebens. Aber es kamen neue, positive Taten und Erfahrungen hinzu, die ihn ausmachten.
Dieser neue Geist soll beständig sein. Keine Eintagsfliege, kein Strohfeuer. Nein, Gottes neuer Geist muss unser ganzes Leben bestimmen. Jeden Tag. Jede Stunde. Dann wirkt er sich nachhaltig in unserem Leben aus.
David hängt sich ganz an Gott fest. Nach seiner Schandtat weiß er, dass nur der ihn retten kann. Darum bittet er Gott darum, ihn nicht von seinem Angesicht zu verwerfen und seinen heiligen Geist nicht von David zu nehmen. Er bittet Gott um neue Lebensfreude und um einen willigen Geist. An diesen Versen sieht man, wie erschüttert David noch ist, gesündigt zu haben.
Er bittet Gott, ihm die Lippen zu öffnen und Gottes Ruhm zu verkündigen. Außerdem will er die Übertreter Gottes Wege lehren, dass sich die Sünder zu ihm bekehren. David will ein neues Leben führen, das keinen egoistischen Zielen folgt, sondern Gott die Ehre gibt. Damit ist er ein Vorbild für uns heute.
Am Schluss des 51. Psalms hat David eine erstaunliche Erkenntnis: Schlachtopfer und Brandopfer gefallen Gott nicht. Vielmehr sieht Gott auf ein zerknirschtes Herz, das Gott um Vergebung bittet.
Was nützen Opfer, wenn sie nicht von Herzen kommen? Wichtig ist die innere Einstellung. Man kann noch so viele Opfer bringen: wenn keine Umkehr folgt, sind sie umsonst. Man denkt, man hätte seine Pflicht getan, und macht weiter wie vorher. Das gefällt Gott nicht.
Weil er aber darum weiß, dass wir Menschen immer wieder versagen im Leben, hat er ein Opfer gebracht, welches alle Opfer übersteigt: Jesus Christus, der für uns am Kreuz gestorben ist und damit alle unsere Schuld weggenommen hat. Ihm sei ewig Dank.
Autor: Martin Gohlke
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