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Was war der erste Gedanke, den Sie heute beim Aufwachen hatten? Vielleicht war es: „Blöder Wecker, ich will noch ein bisschen weiter dösen“? Oder vielleicht ist Ihnen direkt Ihre Einkaufsliste eingefallen oder Sie haben sich gefreut, dass die Sonne scheint. Vielleicht haben Sie auch gedacht: „Lobe den Herrn, ihm gebührt der Lobgesang“? So beginnt Psalm 147.
So würde ich gerne jeden Tag beginnen – mit einem „Lobe den Herrn!“ – Lobe den Herrn, dass ich heute Morgen aufgewacht bin, in meiner kuscheligen Decke! Lobe den Herrn, dass ein neuer Tag immer auch eine neue Chance bedeutet! Leider ist dieses „Lobe den Herrn“ oft nicht mein erster Gedanke. Schon gar nicht, wenn ich in einer schwierigen Situation stecke, wenn ich traurig bin, wenn ich mir Sorgen um einen geliebten Menschen mache – oder um die Zukunft. Gerade deshalb macht mir Psalm 147 Mut, in guten und auch in schwierigen Zeiten innezuhalten und bewusst ein „Lobe den Herrn“ auszusprechen. Jede Zeile des Psalms zeigt mir, dass ich mich auf Gott verlassen kann und dass er den Überblick hat. Vers 4 zum Beispiel: „Er zählt die Zahl der Sterne und nennt sie alle mit Namen.“
Unvorstellbar, dass Gott wirklich alle Sterne gezählt hat – und dass er jedem einen Namen gegeben hat. Ich frage mich, was das wohl für Namen sind. Es gibt zum Beispiel einen Stern, den wir Menschen „Elektra“ nennen. Aber gibt es da draußen im Weltall vielleicht einen Stern, den Gott „Franz“ getauft hat? 😊 man weiß es nicht.
Für mich ist es tröstlich du wissen, dass Gott den Überblick hat – über den Stern Franz und auch über alles andere. Für den Psalmisten muss das wohl auch beruhigend gewesen sein, denn im Vers 5 lobt er Gottes Verstand, der „unermesslich“ ist. Wenn Gottes Verstand unermesslich ist und sein Verstand sogar die Anzahl der Sterne umfassen kann… wieso versuche ich dann die Welt in meinen räumlich nun ja doch begrenzten Verstand zu quetschen? Könnte ich auch einfach die Dinge, die ich nicht verstehe, loslassen, Gott überlassen und vertrauen, dass er besser planen kann als ich? Und wäre das nicht wie ein Verband um meine Herzenswunden?
Im Vers 3 lobt der Psalmschreiber Gott dafür, dass er zerbrochene Herzen heilt.
Als Kind habe ich Pflaster geliebt. Selbst wenn der Kratzer auf dem Knie mit bloßem Auge kaum zu erkennen war, bin ich zu meinem Papa gerannt, der mich dann verarztet hat. Er hat mir ein buntes Pflaster auf die Wunde geklebt – und schon ging es mir besser. Das Pflaster spielte dabei nur eine kleine Rolle – das Zum Vater-Rennen und von ihm umsorgt werden, das ist, was der Seele guttut. Können Sie zu Gott laufen, ihn als Ihren himmlischen Vater begreifen und sich von ihm ihr zerbrochenes Herz verbinden lassen? Ich mache Ihnen heute Mut dazu. Wenn wir uns Gott anvertrauen, richtet er uns auf, auch wenn wir „elend“ sind – wie es einen Vers weiter heißt. Das hat das Volk Israel immer wieder erfahren, und das können auch wir erfahren.
Gott hat nicht nur die Sterne im Blick, die ganze Natur spiegelt uns laut des Psalms wider, dass wir auf Gottes Führung vertrauen können: Ob er es über der Erde regnen oder das saftige Gras wachsen lässt. Oder den Tieren ihr Futter gibt. Ob er sich um die Jahreszeiten kümmert oder es frieren oder tauen lässt. Und wenn Gott doch das „Vieh und die Raben“ versorgt, wie in Vers 9 beschrieben – können wir uns dann nicht auch darauf verlassen, dass er uns Menschen mit „Weizen sättigt“ (Vers 14)?
Was sollen wir also tun, dem Psalmschreiber zufolge? Eine Antwort finde ich für mich in den Versen 10-11: Gott ist nicht beeindruckt, wenn wir alles alleine auf die Reihe kriegen und uns am Ende noch etwas auf unsere Stärke einbilden. Ganz im Gegenteil. Er wünscht sich, dass wir auf seine Gnade hoffen, dass wir ihn nach seinen Ideen und Plänen für unser Leben fragen und ihm vertrauen, dass er uns hilft. Dass er uns sogar Frieden schenkt, wie es in Vers 14 heißt.
In einer anderen Bibelübersetzung heißt es in Vers 1 „Gott zu loben macht froh!“ Ich kann mich jeden Morgen – und auch jede Minute – entscheiden: ob ich mir Sorgen mache, ob ich meine Gedanken um ein Problem kreisen lasse, ob ich verbittert oder unbarmherzig bin – oder ob ich Gott lobe. Gott loben, auch wenn mir gar nicht danach ist, das fühlt sich im ersten Moment vielleicht komisch an. Vielleicht fällt mir nichts ein, wofür ich Gott loben kann, weil meine Lage so aussichtslos erscheint. Weil mir das, was in der Welt passiert, Angst macht. Weil eine Beziehung zerbrochen ist.
Und dann erinnere ich mich daran: Gott heilt die zerbrochenen Herzen, richtet die Elenden auf, versorgt seine Schöpfung, hat den Überblick über Sterne, Regen, Schnee und Sonne. Es gefällt Gott, uns gnädig zu sein – und uns Frieden zu gewähren.
Psalm 147 beginnt und endet mit einem „Halleluja!“ – Vielleicht können wir das in dieser Woche bewusst tun? Den Tag mit einem „Halleluja“ beginnen und ihn auch so beenden. Ich möchte das mit meinem ganzen Leben so handhaben: am Anfang, in der Mitte und am Ende soll ein „Lob den Herrn!“ stehen.
Ich bete, dass Sie und ich selbst zu einem Lobespsalm für Gott werden, damit die Menschen um uns herum seine Güte und Herrlichkeit kennenlernen.
Autor: Corinna Schmid
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By ERF - Der Sinnsender5
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Was war der erste Gedanke, den Sie heute beim Aufwachen hatten? Vielleicht war es: „Blöder Wecker, ich will noch ein bisschen weiter dösen“? Oder vielleicht ist Ihnen direkt Ihre Einkaufsliste eingefallen oder Sie haben sich gefreut, dass die Sonne scheint. Vielleicht haben Sie auch gedacht: „Lobe den Herrn, ihm gebührt der Lobgesang“? So beginnt Psalm 147.
So würde ich gerne jeden Tag beginnen – mit einem „Lobe den Herrn!“ – Lobe den Herrn, dass ich heute Morgen aufgewacht bin, in meiner kuscheligen Decke! Lobe den Herrn, dass ein neuer Tag immer auch eine neue Chance bedeutet! Leider ist dieses „Lobe den Herrn“ oft nicht mein erster Gedanke. Schon gar nicht, wenn ich in einer schwierigen Situation stecke, wenn ich traurig bin, wenn ich mir Sorgen um einen geliebten Menschen mache – oder um die Zukunft. Gerade deshalb macht mir Psalm 147 Mut, in guten und auch in schwierigen Zeiten innezuhalten und bewusst ein „Lobe den Herrn“ auszusprechen. Jede Zeile des Psalms zeigt mir, dass ich mich auf Gott verlassen kann und dass er den Überblick hat. Vers 4 zum Beispiel: „Er zählt die Zahl der Sterne und nennt sie alle mit Namen.“
Unvorstellbar, dass Gott wirklich alle Sterne gezählt hat – und dass er jedem einen Namen gegeben hat. Ich frage mich, was das wohl für Namen sind. Es gibt zum Beispiel einen Stern, den wir Menschen „Elektra“ nennen. Aber gibt es da draußen im Weltall vielleicht einen Stern, den Gott „Franz“ getauft hat? 😊 man weiß es nicht.
Für mich ist es tröstlich du wissen, dass Gott den Überblick hat – über den Stern Franz und auch über alles andere. Für den Psalmisten muss das wohl auch beruhigend gewesen sein, denn im Vers 5 lobt er Gottes Verstand, der „unermesslich“ ist. Wenn Gottes Verstand unermesslich ist und sein Verstand sogar die Anzahl der Sterne umfassen kann… wieso versuche ich dann die Welt in meinen räumlich nun ja doch begrenzten Verstand zu quetschen? Könnte ich auch einfach die Dinge, die ich nicht verstehe, loslassen, Gott überlassen und vertrauen, dass er besser planen kann als ich? Und wäre das nicht wie ein Verband um meine Herzenswunden?
Im Vers 3 lobt der Psalmschreiber Gott dafür, dass er zerbrochene Herzen heilt.
Als Kind habe ich Pflaster geliebt. Selbst wenn der Kratzer auf dem Knie mit bloßem Auge kaum zu erkennen war, bin ich zu meinem Papa gerannt, der mich dann verarztet hat. Er hat mir ein buntes Pflaster auf die Wunde geklebt – und schon ging es mir besser. Das Pflaster spielte dabei nur eine kleine Rolle – das Zum Vater-Rennen und von ihm umsorgt werden, das ist, was der Seele guttut. Können Sie zu Gott laufen, ihn als Ihren himmlischen Vater begreifen und sich von ihm ihr zerbrochenes Herz verbinden lassen? Ich mache Ihnen heute Mut dazu. Wenn wir uns Gott anvertrauen, richtet er uns auf, auch wenn wir „elend“ sind – wie es einen Vers weiter heißt. Das hat das Volk Israel immer wieder erfahren, und das können auch wir erfahren.
Gott hat nicht nur die Sterne im Blick, die ganze Natur spiegelt uns laut des Psalms wider, dass wir auf Gottes Führung vertrauen können: Ob er es über der Erde regnen oder das saftige Gras wachsen lässt. Oder den Tieren ihr Futter gibt. Ob er sich um die Jahreszeiten kümmert oder es frieren oder tauen lässt. Und wenn Gott doch das „Vieh und die Raben“ versorgt, wie in Vers 9 beschrieben – können wir uns dann nicht auch darauf verlassen, dass er uns Menschen mit „Weizen sättigt“ (Vers 14)?
Was sollen wir also tun, dem Psalmschreiber zufolge? Eine Antwort finde ich für mich in den Versen 10-11: Gott ist nicht beeindruckt, wenn wir alles alleine auf die Reihe kriegen und uns am Ende noch etwas auf unsere Stärke einbilden. Ganz im Gegenteil. Er wünscht sich, dass wir auf seine Gnade hoffen, dass wir ihn nach seinen Ideen und Plänen für unser Leben fragen und ihm vertrauen, dass er uns hilft. Dass er uns sogar Frieden schenkt, wie es in Vers 14 heißt.
In einer anderen Bibelübersetzung heißt es in Vers 1 „Gott zu loben macht froh!“ Ich kann mich jeden Morgen – und auch jede Minute – entscheiden: ob ich mir Sorgen mache, ob ich meine Gedanken um ein Problem kreisen lasse, ob ich verbittert oder unbarmherzig bin – oder ob ich Gott lobe. Gott loben, auch wenn mir gar nicht danach ist, das fühlt sich im ersten Moment vielleicht komisch an. Vielleicht fällt mir nichts ein, wofür ich Gott loben kann, weil meine Lage so aussichtslos erscheint. Weil mir das, was in der Welt passiert, Angst macht. Weil eine Beziehung zerbrochen ist.
Und dann erinnere ich mich daran: Gott heilt die zerbrochenen Herzen, richtet die Elenden auf, versorgt seine Schöpfung, hat den Überblick über Sterne, Regen, Schnee und Sonne. Es gefällt Gott, uns gnädig zu sein – und uns Frieden zu gewähren.
Psalm 147 beginnt und endet mit einem „Halleluja!“ – Vielleicht können wir das in dieser Woche bewusst tun? Den Tag mit einem „Halleluja“ beginnen und ihn auch so beenden. Ich möchte das mit meinem ganzen Leben so handhaben: am Anfang, in der Mitte und am Ende soll ein „Lob den Herrn!“ stehen.
Ich bete, dass Sie und ich selbst zu einem Lobespsalm für Gott werden, damit die Menschen um uns herum seine Güte und Herrlichkeit kennenlernen.
Autor: Corinna Schmid
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