In die Hände spucken, investieren, Arbeitsplätze schaffen. Das will der Elektro-Autobauer Tesla aus den USA in Brandenburg. Die dortige Landesregierung will sich dieses Angebot auch nicht entgehen lassen. Und sehr zügig erlaubte das zuständige Landesumweltamt die Rodung von Bäumen auf dem Gelände des geplantes Tesla-Werks. Aber statt in die Hände spucken zu können, wird Elon Musk, dem Chef von Tesla, jetzt in die Suppe gespuckt. Von Umweltverbänden, die wichtige Verfahrensregeln verletzt sehen, und vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, das die Rodungen vorerst gestoppt hat. Immer wieder trifft in Deutschland kurzentschlossenes Unternehmertum auf prüfende Blicke aus dem Auge des Gesetzes. Gerade wenn es um den Umwelt- und Naturschutz geht. Brauchen wir diesen Paragraphen-Dschungel, um zu verhindern, dass sich Unternehmen wie die Axt im Walde benehmen? Oder verjagen wir damit - zum eigenen Schaden - wichtige Investoren, die sich dann wie ein scheues Reh andere Reviere suchen?