Werden wir wissen, was wir tun - nächstes Jahr bei der Bundestagswahl? Oder werden wir am Ende Entscheidungen treffen, die jeder Grundlage entbehren? Weil wir uns auf falsche Informationen stützen, die uns "von außen" untergeschoben wurden? Immer mehr Geheimdienste und immer mehr Politiker scheinen genau das zu befürchten. Sie sprechen von "gezielter Infiltration", von Hacker-Angriffen auf Fraktionen und Parteizentralen und vom jüngsten US-Präsidentschaftswahlkampf, der direkt von Moskau aus beeinflusst worden sei. Was an diesen Meldungen wirklich dran ist, wissen wir nicht. Mit Händen zu greifen ist dagegen die Angst unseres Führungspersonals. Dabei ist doch in Wahlkämpfen immer schon gelogen und desinformiert worden, ohne dass die spätere Wahl deshalb als "manipuliert" anfechtbar gewesen wäre. Ist Desinformation heutzutage wirkungsvoller, weil immer mehr Leute im Internet hängen, und zwar auch solche, die um Informationsstände und Fernsehduelle einen weiten Bogen machen Können also Wahlkämpfe im digitalen Zeitalter stärker manipuliert werden, als es unsere Demokratie verträgt?