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Das, liebe Leute, ist ein Experiment: Der erste Haubentaucher Live-Podcast. Aufgezeichnet im März 2022 im Grazer Museum der Wahrnehmung. Der Programm-Manager des Kulturjahrs 2020/2021, der Grazer Filmregisseur und der langjährige Bezirksvorsteher des bevölkerungsreichsten Grätzls der Stadt diskutieren über das Bauen und Stauen, über Vergangenheit und Zukunft von Jakomini und natürlich über Graz und den Rest der Welt.
Anlass ist „Im Jakotop“, der neue Dokumentarfilm von Markus Mörth, der am 9. April bei der DIAGONALE seine Premiere feiert und danach in die heimischen Kinos kommt. Entstanden nach einer Idee von Klaus Strobl, stellt Mörth Personen aus dem Bezirk vor, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und die doch eines verbindet: Das Gefühl, hier zu Hause zu sein. Im Podcast sprechen wir über den Film und seine Entstehung, aber auch über das, was aus Graz geworden ist.
Hört rein und lasst uns wissen, ob ihr das öfter wollt: Einen Live-Podcast zum Thema Kunst und Kultur. Und ansonsten gilt: Danke an die Herren und an das Team im MUWA beim Augarten. Ein wunderbares Museum, das ihr öfter mal wieder besuchen solltet. Und jetzt: Viel Vergnügen bei dieser ganz besonderen Folge!
Seine musikalische Karriere begann der Grazer Paul Pfleger mit einem Kinderschlagzeug, gefolgt von wildem pubertärem Geschrei. Nach dem Stimmbruch entdeckte er, dass Singen eigentlich auch eine Option wäre. Zugleich zeichnete er leidenschaftlich gern Sprungschanzen, Kruzifixe und Hirsche. „Langweilig war mir wirklich nie“, sagt er im Podcast. Mit Stereoface und Polkov hat er heimische Indiemusik-Geschichte mit geschrieben und sich vom prominenten Papa bei aller Verbundenheit doch ganz ordentlich emanzipiert.
Über sein neues Solo-Projekt, über Mainstream und Pointen auf TikTok, seine Erfahrungen als Produzent, über all das erzählt Paul sehr entspannt bei uns im Studio. Mit Haube, wie es sich gehört. Und was wir schon immer wollten, diesmal haben wir es auf Band: Einen spannenden Gastro-Tipp. Noch dazu einen, nachdem letztlich eine Platte benannt wurde.
Warum er „Nerd“ für ein Kompliment hält, wieso er eine Zeitlang Angst vor großen Tourneen
Viel Vergnügen wünschen wir.
Eine Zeitung im öffentlichen Raum. Voller spannender Geschichten und Gedanken. Und das kostenlos. Klingt eigentlich naheliegend, gibt es aber in regelmäßiger Form offenbar auf diesem Planeten nur in einer Stadt: Ja, ausgerechnet Graz. Evelyn Schalk, Grazer Autorin und Journalistin, gründete 2004 gemeinsam mit Ulrike Freitag den „ausreißer“, eine Literaturzeitschrift zum Auf- und Aushängen. In Großformat auf vielen Wänden in der Stadt. Im Faltformat für das Eigenheim. Ohne Werbung. Ohne Presseförderung. Zweiteres dürfte sich übrigens gerne ändern.
Der „ausreißer“ ist ein wichtiges Projekt unserer Podcast-Gästin, bei weitem aber nicht das einzige. Sie schreibt Essays und Texte über das Reisen, sie kooperiert mit anderen Literaturinstitutionen und sie engagiert sich für Menschenrechte. Im Gespräch erzählt Evelyn Schalk über standortbezogene Aufregung rund um ausgehängte Beiträge, über erstaunlich hohe Zugriffe auf ihre Website, über prekäre Arbeitsbedingungen im Literaturbereich, über den Briefwechsel mit einem Gefängnis. Und sie schildert die skurrilen bis zynischen Reaktionen der heimischen Außenpolitik, wenn es darum geht, das Leben einer angesehenen Wissenschafterin zu retten.
Und weil das Leben manchmal schön, aber sicher nicht immer leicht ist, wenn man Literatur auf die Mauern der Stadt affichiert, wäre jetzt der richtige Moment, um euch etwas vorzuschlagen: Schaut auf die Website des „ausreißer“ und bestellt euch ein Soli-Abo. Dann bekommt ihr eure persönliche Ausgabe nach Hause und müsst nicht immer raus in die unwirtliche Außenwelt. https://ausreisser.mur.at/support/
Und jetzt? Reinhören in diese schöne spannende Folge voller neuer Erkenntnisse.
Dieses Trio aus Graz dürfte eine der dienstältesten Bands des Landes sein: „The Base“ rund um Norbert Wally wurde 1989 gegründet. Die jüngst erschienene Platte ist freilich frisch, erdig und basisnah. „Wird schwer, eine Alternative-Rock-Scheibe dieser Qualität im Quartal 1/2022 anderswo zu finden“, meinte der Haubentaucher in der ersten Rezension weltweit. Und deshalb lag der Gedanke nahe, den stadtbekannten Sänger mit der Brummbärenstimme zu uns ins Podcast-Studio zu laden.
Norbert Wally erzählt dabei nicht nur über die Anfänge in der einstigen Jazz-Hochburg, sondern auch über ein recht skurriles Konzert, bei dem sich Frank Stronach mit einer Miss World im Paartanz übte. Über Höhenflüge, Amerika-Reisen, aufdringliche Fliegen und das Nuckeln am Stein. Dabei gibt es interessante Fragen wie: „Kann man sich aus der Komfortzone lehnen und dabei immer noch der selbe bleiben?“
Über das harte Leben im Indie-Sektor, die Zusammenarbeit mit dem Nachwuchs und die nächsten Pläne berichtet Wally in gemütlichen 40 Minuten. Über die Arbeit in der PR-Redaktion der größten kleinen Zeitung Südösterreichs. Und über einige vergleichsweise faule Jahre, die er im Q und den Probekellern dieser Stadt verbrachte. An dieser Stelle sei das neue Album von „The Base“ wärmstens empfohlen. Ebenso wie die kommenden Konzerte, soweit sie halt über die Bühne gehen werden. Hartberg am 5.3. haben wir uns mal rot in den Kalender eingetragen.
Vorher aber gilt: Podcast hören und Platte kaufen. Danke!
Sie hat in Rom und Neapel gewohnt, in Mexico City, in Edinburgh und in Sarajevo. Trotzdem hat sie sich nach Studienjahren in Graz letztlich für Wien entschieden, wo Filmemacherin Lotte Schreiber nicht nur lebt und arbeitet, sondern wo sie auch demnächst mit Gleichgesinnten zur Bauherrin wird. Und das kam so...
Ihr Film „Der Stoff, aus dem Träume sind“ aus dem Jahr 2019 zeigt kollektive Bau- und Wohnmodelle, unter anderem die Terrassenhaussiedlung in Graz St. Peter. Die Doku inspirierte sie in weiterer Folge auch zu tiefergehenden Recherchen, zur Teilnahme an einem Architekturwettbewerb und zur Mitgründung von „Living For Future“. Ziel: Eines beziehungsweise eigentlich zwei unverkäufliche Häuser in Wien Penzing zu bauen. Wie und warum man so etwas macht, erzählt Lotte Schreiber exklusiv bei uns.
Was kommt noch zur Sprache? Der italienische Faschismus, der großartige Film „Pi“, die legendären Feste im Zeichensaal an der TU in Graz und die Bedeutung von Awards und Preisen. Von denen hat unsere Gästin nämlich erfreulich viele bekommen.
So etwas in der Art hätten wir übrigens auch gern. Der große staatliche Kommerzradiosender sucht die interessantesten Podcasts des Landes. Für den Fall, dass ihr unsere bescheidenen Werke da auch in der Wertung sehen wollt, müsst ihr bitte vor dem 6. Februar 2022 hier draufdrücken: https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3020908/
Und ansonsten gilt wie immer: Reinhören, weitersagen. Und im kommenden Monat wieder einschalten, wenn unser Podcast on air geht. Merci vielmals!
Kaum einer wäre in der Winterzeit wohl besser als Gast geeignet als einer, der quasi 42 Jahre lang an einer Weihnachtsplatte gearbeitet hat. Okay, das war übertrieben, aber zumindest hat sich der EAV-Mastermind lange lange mit dem Gedanken gespielt, den er heuer umsetzen konnte. Thomas Spitzer, der grandiose Texter und Zeichner, Songschreiber und politische Spaßvogel beehrt uns im Haubentaucher-Studio und spricht über die wilden Jahre ohne Marie und Kohle, das chronische Schulschwänzen in Graz und eine Jugend ohne Radio, Fernsehen, Comics oder Plattenspieler.
Spitzer, der von seinem Schulfreund Franz Voves vor einigen Jahren sogar zum Professor gekürt wurde, erzählt außerdem über seine Wahlheimat Kenia und wie er dort zu einem Weihnachtsbaum kommt, über das Phänomen Abba und darüber, warum Udo Jürgens ein Supertyp war. Und vor allem, warum es eben doch so lange gedauert hat, bis die legendäre 1979er Tour durch Norddeutschland tatsächlich auf Platte gepresst wurde.
Die bisher raumgreifendste Folge unseres Podcasts ist das, aber wir können eines versprechen: Es zahlt sich aus bis zur letzten Sekunde. Ihr werdet nur hier erfahren, welcher solide steirische Sänger sich in seiner Jugend schlimmer aufführte als Iggy Pop. Und ihr bekommt sogar exklusiv ein kleines derbes Weihnachtsgedicht. Wir wünschen gute Unterhaltung und trotz allem: Ein schönes Fest.
Wie immer gilt: Reinhören, weitersagen. Und im kommenden Monat dann wieder
Pippa, bürgerlich Phillippa Galli, wollten wir schon länger in unser Studio einladen. Weil? Ihr werdet es gleich hören.
Live in Graz, wie geplant, hat es dann zwar nicht geklappt, Pandemie sei's gedankt. Aber die Internetleitung nach Wien war so einigermaßen okay, wie man auch hört. Die kommenden Minuten werden euch eine Frau zeigen, die vielseitige Talente hat, eine wunderbare Stimme, Charme und Humor.
Die Sängerin, Schauspielerin, Sprecherin und - ja! - Malerin, die uns unter anderem mit ihrem Album "Idiotenparadies" begeistert hat, erzählt über die schönen Seiten des Künstlerinnenlebens, aber auch über Hass im Netz und andere Idiotien. Warum sie dann doch lieber mit Lady Gaga musizieren würde, was genau Tagada ist und welche Erfahrungen sie mit Werbung und Theater gemacht hat, gibt es in kompakten 33 Minuten.
Für alle, die ihre Musik lieben – aber auch für diejenigen unter euch, die noch nichts mit dem Namen anfangen können. Ganz speziell auch für unsere Freunde von Backwood aus Hartberg. Hört euch das an!
Ein Auswärtsspiel diesmal im Haubentaucher Podcast. Wir besuchen einen malerischen Garten mit Blick auf das schöne Weiz, wo unser Gast, FM4-Moderator und TV-Showmaster Roland „Roli“ Gratzer sich vor seiner Maturafeier für uns Zeit nimmt. Er erzählt von seinem Weg durch die Medienlandschaft. Als da wären „Die Furche“, die Tageszeitung „Österreich“, der ORF. Da bleibt kein Auge trocken.
Außerdem: Wie der Februarputsch in Anger bei Weiz verlief, warum die Gebrüder Gratzer ein Kunst- und Kulturfestival in der Oststeiermark organisieren und wie es zur kongenialen Partnerschaft mit Hannes Duscher kam. Bei einer Flasche steirischen Biers geht es im Gespräch außerdem um die Frage: Wie böse sind Piraten? Wie ist es als Urenkel eines steirischen Spitzenpolitikers aufzuwachsen? Und: Hat Youtube überhaupt eine Zukunft?
Eine erfrischende Begegnung, bei der wir aus guten Gründen nur ein Thema ausgespart haben: Fußball. Dafür aber erfahren wir von einer Eishockey spielenden Theaterkompagnie, die nach jeder Aufführung gemeinsam duschen geht.
Reinhören und weitersagen. Bitte, danke!
Diesmal dehnen wir den Rahmen der „Popkultur“ ein wenig aus. Zu Gast ist eine Frau, deren Musik sowohl auf Ö1 gespielt wird als auch auf FM4. Sie experimentiert mit Death Metal, mit japanischem Noise, aber neuerdings auch mit den Klängen von Elementarteilchen. Und sie veranstaltet in der steirischen Provinz ein Festival, das in internationalen Medien gelobt wird.
Mia Zabelka ist Musikerin, Sängerin, Komponistin, eine der wichtigsten heimischen Musikerinnen im Bereich elektronische respektive experimentelle Musik und Gewinnerin des heurigen österreichischen Kunstpreises für Musik. Sie ist eine begnadete Netzwerkerin, hat bereits mit sieben Jahren die Geige für sich entdeckt, sie kennt sich mit Mathematik aus und mit Violinen-Robotern.
Im Interview erzählt sie, warum es in St. Johann im Saggautal angenehmer zu leben ist als in Wien, London oder New York. Wie sie ihren Co2-Abdruck verringern wird, was sie am wenigsten interessiert und warum Fair Pay eine legitime Forderung in der Musik ist. Und gesungen hat Mia Zabelka auch für uns. Aber das werdet ihr ja gleich hören...
Alles neu beim Haubentaucher Podcast. Wir verlassen das Studio und treffen den großen Musiker und Sänger Boris Bukowski im Wirtshaus Greiner in Graz. Wir sprechen über sein neues Engagement in der ORF-Show „Dancing Stars“, über die wilden Jahre in der Oststeiermark und über den Wunsch, immer nach vorne zu schauen und neue Sachen auszuprobieren.
Warum seine Karriere mit einem Weihnachtsgeschenk begann, wieso ausgerechnet ein spontanes „Drübersingen“ bei der Plattenaufnahme für den Wechsel von den Drums zum Mikro verantwortlich war und wieso lange Haare in den 1960ern einfach wichtig waren, erzählt der Mann, dem man seine 75 Jahre definitiv nicht anmerkt.
Und dann gibt es eine Frage, die wir uns fast nicht zu stellen trauten – und nun sind wir froh, uns doch überwunden zu haben. Wie war das mit Linksanwalt und Rechtsanwalt, wie war die Kriegszeit für die Familie Bukowski? Wir haben uns im Vorfeld viele Interviews mit BB angesehen und angehört – und wir wagen zu behaupten: DAS war so noch nie ein Thema.
Wir sind stolz und froh, dass sich ein so vielbeschäftigter Mensch Zeit für unseren kleinen Podcast genommen hat. Und freuen uns über Reaktionen von euch, über Likes und Shares, über Abos und einfach über klassische: „Mundpropaganda“.
Und Mr. Bukowski: Alles Gute für die kommenden Wochen bei der Tanz-Show, verletzungsfreie Tangos, leidenschaftliche Walzer und viel Spaß.
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