Helle Panke

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Helle Panke episodes

  • Stefan Bollinger: Mosambikanische Vertragsarbeiter in der DDR-Wirtschaft (1/3)
    Referent: Dr. Stefan Bollinger
    Mitschnitt einer Veranstaltung aus dem Jahr 2015.
    Es gibt wohl kaum ein Kapitel aus der DDR-Geschichte, wo so viele unwidersprochene Verleumdungen, Verdrehungen und Halbwahrheiten kolportiert werden, wie in Bezug auf den Einsatz von Vertragsarbeitern aus Ländern der Dritten Welt in der DDR-Wirtschaft.
    Da wird etwa behauptet, dass die "ausländischen Werktätigen" keine Kontakte zu ihrem sozialen Umfeld haben durften, auf offener Straße mehrere Ausländer massakriert wurden, junge Vertragsarbeiter kaserniert untergebracht, schlecht bezahlt und ausgebeutet waren. Diese und weitere Behauptungen werden selbst in wissenschaftlichen Abhandlungen aufgestellt – jedoch ohne die geringste Quellenkenntnis, vor allem ohne die Betroffenen, in der DDR zu Ausbildung und zu Arbeit gekommenen Vertragsarbeiter zu Wort kommen zu lassen.
    Dies wird nun am Beispiel der mosambikanischen Vertragsarbeiter nachgeholt. Gemeinsam mit der Auswertung der überlieferten Archivquellen ergibt sich ein ganz anderes Bild.
    10 min
  • Ulrich van der Heyden: Mosambikanische Vertragsarbeiter in der DDR-Wirtschaft (2/3)
    Referent: Prof. Dr. mult. Ulrich van der Heyden (Humboldt-Universität zu Berlin und University of South Africa)
    Mitschnitt einer Veranstaltung aus dem Jahr 2015.
    Es gibt wohl kaum ein Kapitel aus der DDR-Geschichte, wo so viele unwidersprochene Verleumdungen, Verdrehungen und Halbwahrheiten kolportiert werden, wie in Bezug auf den Einsatz von Vertragsarbeitern aus Ländern der Dritten Welt in der DDR-Wirtschaft.
    Da wird etwa behauptet, dass die "ausländischen Werktätigen" keine Kontakte zu ihrem sozialen Umfeld haben durften, auf offener Straße mehrere Ausländer massakriert wurden, junge Vertragsarbeiter kaserniert untergebracht, schlecht bezahlt und ausgebeutet waren. Diese und weitere Behauptungen werden selbst in wissenschaftlichen Abhandlungen aufgestellt – jedoch ohne die geringste Quellenkenntnis, vor allem ohne die Betroffenen, in der DDR zu Ausbildung und zu Arbeit gekommenen Vertragsarbeiter zu Wort kommen zu lassen.
    Dies wird nun am Beispiel der mosambikanischen Vertragsarbeiter nachgeholt. Gemeinsam mit der Auswertung der überlieferten Archivquellen ergibt sich ein ganz anderes Bild.
    10 min
  • Ralf Straßburg: Mosambikanische Vertragsarbeiter in der DDR-Wirtschaft (3/3)
    Referent: Ralf Straßburg (vormals Mitarbeiter des Staatssekretariat für Arbeit und Löhne der DDR, zuständig für den Einsatz der mosambikanischen Vertragsarbeiter)
    Mitschnitt einer Veranstaltung aus dem Jahr 2015.
    Es gibt wohl kaum ein Kapitel aus der DDR-Geschichte, wo so viele unwidersprochene Verleumdungen, Verdrehungen und Halbwahrheiten kolportiert werden, wie in Bezug auf den Einsatz von Vertragsarbeitern aus Ländern der Dritten Welt in der DDR-Wirtschaft.
    Da wird etwa behauptet, dass die "ausländischen Werktätigen" keine Kontakte zu ihrem sozialen Umfeld haben durften, auf offener Straße mehrere Ausländer massakriert wurden, junge Vertragsarbeiter kaserniert untergebracht, schlecht bezahlt und ausgebeutet waren. Diese und weitere Behauptungen werden selbst in wissenschaftlichen Abhandlungen aufgestellt – jedoch ohne die geringste Quellenkenntnis, vor allem ohne die Betroffenen, in der DDR zu Ausbildung und zu Arbeit gekommenen Vertragsarbeiter zu Wort kommen zu lassen.
    Dies wird nun am Beispiel der mosambikanischen Vertragsarbeiter nachgeholt. Gemeinsam mit der Auswertung der überlieferten Archivquellen ergibt sich ein ganz anderes Bild.
    26 min
  • Bernd Löffler: Utopien und Dystopien in der neueren deutschen Literatur
    Utopien und Dystopien in der neueren deutschen Literatur
    Eine Veranstaltung der Reihe Literatur und Gesellschaft im Januar 2015
    Referent: Bernd Löffler (Büroleiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Erfurt)
    Utopische Literatur gehört seit langem zum Ensemble literarischer Gattungen. Dabei wechselten sich mehrfach utopische und dystopische Ansätze ab. Erinnert sei an "Planet der Habenichtse", "1984", "Schöne neue Welt" und viele Beispiele mehr. In letzter Zeit häufen sich im deutschsprachigen Raum jedoch vor allem dystopische Ansätze. Warum dies so ist und welche utopischen Bücher dagegen halten, soll an diesem Abend vorgestellt und diskutiert werden. Zu nennen sind hier beispielsweise Reinhard Jirgl: "Nichts von Euch auf Erden", Dietmar Dath: "Feldevayé" und Volker Braun: "Die hellen Haufen" und "Die vier Werkzeugmacher".
    57 min
  • Alexander Amberger: Bahro - Harich – Havemann
    Bahro - Harich – Havemann
    Marxistische Systemkritik und politische Utopie in der DDR
    Referent: Alexander Amberge
    Eine Veranstaltung aus dem Jahr 2015.
    Die Grenzen ungebremsten Wirtschaftswachstums wurden nach 1970 auch von der DDR-Opposition diskutiert. Im Ergebnis entstanden u.a. drei Öko-Utopien, die bei aller Sperrigkeit erstaunlich relevante Fragen aufwerfen: Wolfgang Harichs "Kommunismus ohne Wachstum?" (1975), Rudolf Bahros "Die Alternative" (1977) und Robert Havemanns "Morgen" (1980). Ihre Autoren waren die wohl bekanntesten linken SED-Kritiker in der DDR. Im Gegensatz zu den Bürgerrechtlern der achtziger Jahre reichten ihre Forderungen weit über eine Demokratisierung des Realsozialismus hinaus. Die Verknüpfung des Kommunismus mit der ökologischen Frage war für sie zentral, wobei sich ihre Ergebnisse unterschieden. Gemeinsam hatten sie jedoch den Rückgriff auf die unter Marxisten als "unwissenschaftlich" verpönte Utopie.
    48 min
  • Timo Daum: Understanding Digital Capitalism – wie Google & Co. den Kapitalismus verändern
    Understanding Digital Capitalism – wie Google & Co. den Kapitalismus verändern
    Eine Veranstaltung der Jungen Panke zur Politischen Ökonomie des Digitalen Kapitalismus (Januar 2015)
    Referent: Timo Daum
    Amazon, Facebook, Google & Co. sind die "ruling class of the digital world" (Nenad Romic). Sie verändern durch ihre Strategien, Geschäftsmodelle und Unternehmenskulturen unser Leben und die Funktionsweise des Kapitalismus selbst.
    War das Auto Schlüsseltechnologie, infrastrukturelles Paradigma und ideologischer Bezugspunkt für den Kapitalismus des 20. Jahrhunderts, so wird diese Rolle heute durch das Internet übernommen: Das Netz ist die Meta-Struktur, auf denen diese Unternehmen ihre Imperien aufbauen.
    Womit verdienen sie ihr Geld? Welche Infrastrukturen benötigen sie? Welche Auswirkungen hat das auf Politik und Gesellschaft? Was ist der Kern der "Californian Ideology" und wie gelingt es dem Silicon Valley, der Welt seine Produkte und Services aufzuzwingen?
    Was bedeuten user generated content, social media und shareconomy für den Kapitalismus – wird noch irgendwo Wert produziert? Sind die Facebook-User das neue Proletariat?
    Eine Kritik der politischen Ökonomie heutzutage muss verstehen, wie Google und Co. funktionieren…
    42 min
  • Tobias Schulze: Innovationen - was haben sie mit emanzipatorischer Politik zu tun?
    Wie können Forschungs- und Innovationspolitik wirksamer dazu beitragen dringende gesellschaftliche Probleme zu lösen?
    Referent: Tobias Schulze (Sprecher der BAG Wissenschafts- und Hochschulpolitik der Berliner LINKEN)
    Mitschnitt einer Veranstaltung am 25.02.2015 statt.
    Berlin setzt auf Forschung und Innovation. An mehreren Standorten, die in den letzten Jahren gegründet und/oder ausgebaut worden sind, wird geforscht und Technologie entwickelt. Welche Ergebnisse konnten bisher erzielt werden? Welche Chancen und Risiken bestehen, die Wirksamkeit des Forschungs- und Technologiestandorts Berlin zu erhöhen? Inwieweit geschieht dies auch im Sinne gesellschaftlicher Erfordernisse, oder stehen Profitinteressen im Vordergrund?
    In der Diskussion werden wir der Frage auf den Grund gehen, was Innovationen überhaupt sind. Welche Chancen bieten sie (insbesondere für unsere Region), und was für Risiken gibt es? Welchen Einfluss hat die Politik darauf, dass es zu einem stärkeren Einbezug von sozialen, nichttechnischen Innovationen, zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsmodellen sowie zur Demokratisierung der Innovationspolitik kommen kann? Denn Innovationspolitik heute ist Gesellschaftspolitik und muss entsprechend mit einem hohen Maß an Umsichtigkeit, Gestaltungswillen und Voraussicht agieren.
    21 min
  • Christian Hammel: Innovationen - was haben sie mit emanzipatorischer Politik zu tun?
    Wie können Forschungs- und Innovationspolitik wirksamer dazu beitragen dringende gesellschaftliche Probleme zu lösen?
    Referent: Dr. Christian Hammel (Technologiestiftung Berlin, Leiter des Bereichs Technologie und Innovation)
    Mitschnitt einer Veranstaltung am 25.02.2015 statt.
    Berlin setzt auf Forschung und Innovation. An mehreren Standorten, die in den letzten Jahren gegründet und/oder ausgebaut worden sind, wird geforscht und Technologie entwickelt. Welche Ergebnisse konnten bisher erzielt werden? Welche Chancen und Risiken bestehen, die Wirksamkeit des Forschungs- und Technologiestandorts Berlin zu erhöhen? Inwieweit geschieht dies auch im Sinne gesellschaftlicher Erfordernisse, oder stehen Profitinteressen im Vordergrund?
    In der Diskussion werden wir der Frage auf den Grund gehen, was Innovationen überhaupt sind. Welche Chancen bieten sie (insbesondere für unsere Region), und was für Risiken gibt es? Welchen Einfluss hat die Politik darauf, dass es zu einem stärkeren Einbezug von sozialen, nichttechnischen Innovationen, zur Entwicklung von Nachhaltigkeitsmodellen sowie zur Demokratisierung der Innovationspolitik kommen kann? Denn Innovationspolitik heute ist Gesellschaftspolitik und muss entsprechend mit einem hohen Maß an Umsichtigkeit, Gestaltungswillen und Voraussicht agieren.
    27 min
  • Matthias Bormuth: Hannah Arendt und Karl Jaspers – Skizze einer philosophischen Freundschaft
    Hannah Arendt und Karl Jaspers – Skizze einer philosophischen Freundschaft
    Referent: Prof. Dr. Matthias Bormuth (lehrt als Heisenberg-Professor an der Universität Oldenburg Vergleichende Ideengeschichte und leitet dort das Karl-Jaspers-Haus, ein Forum des Austausches zwischen Universität und Öffentlichkeit)
    Die Veranstaltung fand am 30.01.2015 statt.
    Seit Jahren ist in aller Munde das spektakuläre Liebesverhältnis, das Hannah Arendt mit Martin Heidegger verbindet. Viel weniger bekannt ist Arendts lebenslange Freundschaft mit dem Existenzphilosophen Karl Jaspers. Der Vortrag skizziert die wichtigsten Etappen ihres philosophischen Austausches, der um 1933 mit dem Scheitern der deutsch-jüdischen Symbiose einsetzte und nach 1945 in ein tiefes Vertrauensverhältnis mit jährlichen Besuchen mündete.
    Die Briefe, die zwischen New York und Basel gewechselt wurden, spiegeln ein immer offener und radikaler werdendes Gespräch über die politisch-philosophische Entwicklung des Westens. Während Arendt die Begeisterung von Jaspers für Kants weltbürgerliches Denken herausstellte, pries Jaspers ihre „Unabhängigkeit des Denkens“. Gemeinsam ist beiden die sokratische Vitalität des Denkens, die zum je eigenen Leben des Geistes herausfordert, wie es Hannah Arendt in ihrem letzten Buch beschrieb.
    48 min
  • Alexander Häusler: PEGIDA - außerparlamentarischer Arm der AfD?
    Mitschnitt einerVeranstaltung aus dem Jahr 2014
    Referent: Alexander Häusler (Forschungsschwerpunkt
    Rechtsextremismus/Neonazismus der FH Düsseldorf – FORENA)
    Mit dem Aufstieg der "Alternative für Deutschland" (AfD) scheint sich die bislang in Deutschland vorhandene rechtspopulistische Lücke parteipolitisch zu füllen: Auferstanden als national(istisch)-wohlstandschauvinistische Antwort auf das Merkelsche Credo einer Alternativlosigkeit zur austeritätsfixierten Euro-Rettungspolitik, schlägt die Partei nun die Brücke zum fremdenfeindlichen "Pegida"-Wutbürgertum.
    Dort bietet sich die AfD gewissermaßen als weltanschauliches wie organisatorisches Dach für einen rechten Kulturkampf an, der in den Pegida-Protesten auf der Straße zum Ausdruck kommt. Denn die Teilnahme von über zwanzigtausend Menschen an Protestmärschen unter derartigen Forderungen ist als Ausdruck einer Entwurzelung eines rechtsgerichteten politischen Milieus in der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft zu deuten, das sich nicht mehr entsprechend politisch repräsentiert sieht.
    58 min

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