Helle Panke

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Helle Panke episodes

  • Wladislaw Hedeler: Leonhard Kossuth - Ein Leben für die Völkerfreundschaft
    Leonhard Kossuth - Ein Leben für die Völkerfreundschaft
    Wladislaw Hedeler im Gespräch mit dem Lektor, Übersetzer und Nachdichter im Jahr 2014.
    Leonhard Kossuth veröffentlichte 2002 das Buch "Autobiographisches Zeugnis von einem legendären Verlag", das von seiner Tätigkeit im Berliner Verlag Volk und Welt vom 1. Januar 1958 bis zum 31. März 1989 handelt. Sein neuestes Buch "Granin auf Reisen" knüpft daran an. Die 2014 erschienene verlegerische Bilanz enthält 28 Essays und Gespräche, die zwischen 1964 und 2007 geschrieben wurden und von der eigenen Entdeckerfreude bei der multinationalen Erschließung der Sowjetliteratur künden. Leonhard Kossuth stellt darin 21 Autoren – von Abaj bis Wosnessenski – vor. Es kommen auch jene zu Wort, wie Ajtmatow oder Okudshawa, mit denen ihn und seine Frau Charlotte eine langjährige Freundschaft verband. Es lag nahe, dass der in Kiew gebürtige Verleger Reisen in die Ukraine nutzte, um den Spuren seiner Familie nachzugehen. Im Ergebnis langjähriger Recherchen entstand ein Buch, das die wechselvolle Geschichte seiner Familie in den Jahren 1850 bis 2010 in den Blick nimmt.
    1 hr 52 min
  • Philipp Sturm: Von Krankfurt nach Mainhattan - Wie wurde Frankfurt zur Hochhausstadt?
    Referent: Philipp Sturm (Kurator am Dt. Architekturmuseum F/M)
    Mitschnitt einerVeranstaltung aus dem Jahr 2014
    Die Geschichte der Hochhausstadt Frankfurt
    Frankfurt am Main ist mit 700.000 Einwohnern die kleinste Global-City der Welt und besitzt eine Besonderheit in Kontinentaleuropa: eine Skyline. Wie wurde Frankfurt zur Hochhausstadt?
    Nachdem 1949 die Hoffnung zerschlagen war, Hauptstadt der Bundesrepublik zu werden, setzte die Stadt alles daran, sich als wichtigstes Bankenzentrum zu etablieren. Der damit einhergehende Bauboom und die Grundstücksspekulationen in den 1960er und 1970er Jahren führten zum Frankfurter Häuserkampf - der Begriff "Krankfurt" entstand. Nach einem Paradigmenwechsel ab 1977 scheint die Stadt heute Frieden mit ihren Hochhäusern gefunden zu haben…
    59 min
  • Ein Jahr nach dem Volksentscheid - Wie steht es um die Berliner Energieversorgung?
    Mitschnitt einerVeranstaltung aus dem Jahr 2014
    Dr. Michael Efler (Berliner Energietisch) und Harald Wolf (MdA, DIE LINKE).
    Vor genau einem Jahr stimmten 599.588 Berlinerinnen und Berliner für den Versuch, eine Energieversorung, die demokratisch, ökologisch und sozial sein sollte, per Volksentscheid „Neue Energie“ zu erstimmen. Dieser Volksentscheid bekam 24,1 % der wahlberechtigten Stimmen und eine überwältigende Mehrheit von 83 Prozent der Abstimmenden für Stadtwerke und Stromnetz in Berliner Hand. Es fehlten aber einige Stimmen zum Überspringen des Quorums von 25 %.
    Die Frage, wie die Berliner Energieversorgung heute und morgen zu organisieren ist, um sozial, ökologisch und demokratisch kontrolliert zu sein, steht immer noch im Raum.
    Was ist aus den Plänen des Berliner Senats geworden, ein Stadtwerk zu gründen? Wie schaut die Berliner Energieversorgung zurzeit aus, und was wird sich in naher Zukunft ändern? Was kann die Politik und der einzelne Berliner tun, damit die Forderung nach einer demokratischen, ökologischen und sozialen Berliner Energieversorgung wirksam wird?
    37 min
  • Jörg Roesler: Vom Partner zum Adoptivkind
    Mitschitt einer Veranstaltung im Jahr 2014
    Referent: Jörg Roesler
    Der Wandel in der Haltung der Bundesregierung zur DDR im Verlauf der Herbstrevolution (November 1989 bis Februar 1990)
    Auch wenn es heute keiner mehr glauben mag: Kanzler Kohls 10-Punkte-Plan vom 28. November 1989 stand noch ganz in der Tradition einer deutsch-deutschen Partnerschaft, wie sie sich seit Anfang der 1980er Jahre herausgebildet hatte. Erst seit Mitte Januar 1990 trat bei ihm an Stelle der Vorstellung von einem langfristig zu planenden schrittweisen Zusammenschluss beider deutscher Staaten der Plan eines kurzfristigen Anschlusses der DDR an die BRD.
    Bewirkte diesen Gesinnungswandel beim Kanzler der Verlauf der Revolution? Oder eine zusammenbrechende ostdeutsche Wirtschaft? Welche Rolle spielten machtpolitisches Kalkül oder veränderte außenpolitische Konstellationen?
    51 min
  • Matti Steinitz: Black Power
    Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Alexander-v.-Humboldt-Gesellschaft und interbrigadas e.V. im Jahr 2015
    Referent: Matti Steinitz (freischaffender Journalist, er forscht zu afroamerikanischer Geschichte und Kultur und bereitet seine Promotion zum Thema „Soul und Black Power in interamerikanischer Perspektive“ am Center for InterAmerican Studies der Universität Bielefeld vor)
    Afroamerikanische Nord-Süd-Dialoge in der Black-Power-Ära
    Ein unterbeleuchtetes Kapitel der Beziehungen zwischen den USA und Lateinamerika
    Die allgemeine Wahrnehmung der Beziehungen zwischen den USA und Lateinamerika in den 1960er und 1970er Jahren ist von asymmetrischen Machtbeziehungen, Militärinterventionen und der Unterstützung diktatorischer Regime vor dem Hintergrund des Kalten Krieges geprägt. Weitgehend unbeachtet sind bis jetzt jedoch die mannigfaltigen kulturellen und politischen Austauschprozesse zwischen den schwarzen Communities der westlichen Hemisphäre: Die afroamerikanische Bevölkerung der USA setzte mit Bürgerrechts- und Black-Power-Bewegung globale Impulse, die auch zahlreiche Afro-Latinas in der Karibik, Kolumbien, Brasilien und anderswo dazu inspirierte, die nationalen Mythen von der Abwesenheit des Rassismus in ihren Gesellschaften in Frage zu stellen und ein Bewusstsein für die Zugehörigkeit zur afrikanischen Diaspora zu entwickeln.
    Der Vortrag gibt einen vergleichenden Einblick in die widersprüchliche Geschichte von Rassismus und Antirassismus in den USA und Lateinamerika mit einem Fokus auf der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nicht zuletzt wird es darum gehen, wie Migrationsbewegungen und Musik dazu beigetragen haben, einen Nord-Süd-Dialog zwischen afrodiasporischen Communities in den Amerikas zu entfalten, bei dem die durch nationalistische und essentialistische Ideologien und Diskurse vorgegebenen Trennlinien überschritten wurden und neue, transnationale Identitätskonstruktionen entstanden sind.
    38 min
  • Thomas Tetzner: Der kollektive Gott - Zur Ideengeschichte des «Neuen Menschen» in Russland
    Referent: Dr. Thomas Tetzner (Autor des gleichnamigen Buches)
    Die russische Revolution richtete sich nicht nur gegen überkommene Eigentums- und Machtverhältnisse. Auch der bisherige Typ Mensch sollte überwunden werden, um einer neuen, höheren Existenzform Platz zu machen - dem "Neuen Menschen". So träumte man etwa vom Beherrschen des Unterbewusstseins, der genetischen Veränderung des Körpers, seiner Verschmelzung mit der Maschine oder vom Aufheben der Grenzen zwischen den Geschlechtern und Individuen.
    Thomas Tetzner zeigt, dass es sich bei der Idee vom "Neuen Menschen" um das ursprünglich christliche Motiv einer "korporativen Vergöttlichung" handelte. Demnach konnten "göttliche" Eigenschaften wie Unsterblichkeit oder Schöpferkraft durch den Zusammenschluss zu einer größeren, "allmenschlichen" Einheit erlangt werden. Dabei wird die geistesgeschichtliche Entwicklung jener Idee vom antiken Christentum bis ins Russland des 19. und frühen 20. Jahrhunderts offengelegt.
    Erstmals wird so eine zentrale utopische Hoffnung der russischen Revolution ideengeschichtlich entschlüsselt und erklärt.
    1 hr 2 min
  • Michael Brie: Wie der Sozialismus praktisch wurde
    Robert Owen (1771 - 1858) – Reformer, Visionär, Experimentator
    Mitschnitt einer Veranstaltung am 16. Oktober 2014 in der Reihe „Vielfalt sozialistischen Denkens“
    Referent: Prof. Dr. Michael Brie
    Der Unternehmer Robert Owen war der wirksamste Sozialreformer seiner Zeit, erst auf der Ebene der von ihm geleiteten Fabrik in New Lanark, dann bei der Durchsetzung der ersten Arbeitsgesetzgebung in England, die die Kinderarbeit begrenzte. Ausgehend von diesen Erfahrungen und den Grenzen der damit verbundenen Projekte wurde Owen zum Sozialisten und Kommunisten. Mit ihm erhielt der Sozialismus in England seine erste theoretische Grundlage und wurde praktisch. Seine Ideen werden zu einem entscheidenden Orientierungspunkt der entstehenden Arbeiterbewegung in England, inspirieren deren »organische Intellektuelle« und Aktivisten über die Chartistische Wahlrechtsreform hinaus. Wie Edward P. Thompson schreibt: Die Führer der entstehenden Arbeiterbewegung hatten von Owen gelernt, »den Kapitalismus nicht als eine Ansammlung von Einzelereignissen, sondern als System“ zu betrachten.
    Drei große praktische kommunistische Experimente gehen von Robert Owen aus bzw. werden von ihm gefördert:
    - erstens die Bildung von Kommunen gemeinsamer Produktion, der Bildung und des Lebens,
    - zweitens die Schaffung von Produktionsgenossenschaften und schließlich
    - drittens eine Börse des direkten Austauschs der Produkte mit eigener Arbeitszeitwährung.
    Viele Projekte des 20. Jahrhunderts wurden von ihm vorweggenommen. Seine Vision einer freien Gesellschaft der Gleichen in demokratischer Selbstverwaltung in Einklang mit der Natur ist heute genauso aktuell wie vor 200 Jahren.
    48 min
  • Johannes Heinrichs: Geht Demokratie auch anders?
    Um eine nicht-kapitalistische Synthese von direkter und parlamentarischer Demokratie
    Mitschnitt einer Veranstaltung am 11. September 2014 in der Reihe „Philosophische Gespräche“
    Referent: Prof. Johannes Heinrichs
    Leider löst das Thema Demokratie heute meist intensive Langeweile und Resignation aus. Was gibt es dazu Neues zu sagen – außer dass wir sie nicht haben? Wir haben allenfalls eine Halbdemokratie, wenn man unter Demokratie tatsächliche Selbstbestimmung der Bevölkerung über ihre Geschicke versteht. Wie solche Selbstbestimmung ernsthaft zu organisieren wäre, darüber spricht die politische Klasse gar nicht mehr. Wenigstens die Bewegung für direkte Demokratie findet derzeit viele Unterstützer – und wird doch nicht richtig ernst genommen, weil gelegentliche Volksabstimmungen nur die parlamentarische Demokratie ergänzen könnten.
    Dem Referenten geht es dagegen um eine innere und alltägliche Synthese beider historisch getrennten Demokratieströmungen. Wie das? Durch einen systemtheoretisch fundierten, konstruktiv-revolutionären Parlamentarismus, an dem gemessen wir bisher sogar nur eine Vierteldemokratie haben.
    Und ist es wahr, dass wirkliche Demokratie und Kapitalismus sich ausschließen, wie es nun auch Jakob Augstein proklamiert hat?
    51 min
  • Diskussion: Wie viel V-Mann war der NSU?
    Rechter Terrorismus und Geheimdienste
    Mitschnitt einer Veranstaltung am 15. September in der Reihe „Politik im Gespräch“
    Moderation: Dr. Gerd Wiegel
    Referenten: Martina Renner und Dirk Laabs
    V-Mann "Tarif", V-Mann "Corelli", V-Mann "Otto", V-Mann "Hagel", V-Mann "Küche", V-Mann "Piatto" - dies sind nur einige der bekannt gewordenen V-Männer unterschiedlicher Geheimdienste im nahen und weiteren Umfeld des "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU). Der NSU war die neonazistische Terrorgruppe, welche hinter den Morden an neun Migranten und einer Polizistin, drei Bombenanschlägen sowie etlichen Raubüberfällen stecken soll.
    Die linke Innenpolitikexpertin im Bundestag, Martina Renner, vermutet, dass es noch weitere staatliche Spitzel im engsten Umfeld des NSU oder sogar unter den Terror-Unterstützern gab, die den Untersuchungsausschüssen vorenthalten wurden.
    Dirk Laabs ist neben Stefan Aust der Autor des Buchs "Heimatschutz". Auf über 800 Seiten wird darin die Geschichte der NSU-Protagonisten sowie der verschiedenen V-Männer erzählt.
    Laabs und Renner werden an diesem Abend der Frage nachgehen, "Wie viel V-Mann war der NSU"?
    26 min
  • Hans-Christoph Rauh: Was verbirgt sich in Heideggers "Denktagebüchern" (Schwarze Hefte)?
    Das Alltagspolitische eines "Meisterdenkers"
    Mitschnitt einer Veranstaltung am 9. Oktober 2014 in der Reihe „Philosophische Gespräche“
    Referent: Prof. Dr. Hans-Christoph Rauh
    Wie konnte ausgerechnet Martin Heidegger, ein weltweit anerkannter Meisterdenker aus Deutschland, den Nazis verfallen? Diese Frage erhält neue Aktualität durch die im Rahmen der Heidegger-Gesamtausgabe begonnene Erstveröffentlichung der "seinsphilosophischen Denktagebücher", die den Zeitraum von 1931 bis 1941 umfassen.
    Der Vortrag analysiert die Denktagebücher und stellt sie in den Gesamtzusammenhang von Heideggers Philosophie.
    1 hr 17 min

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