Hons meldet sich diesmal aus dem Studio – mit dem Ansteckmikro, weil das moderne noch immer beim Service hängt – und erzählt erstmal von daheim. Der Stier Attila, der erste reinrassige aus der eigenen Zucht, wurde nach Pucking verkauft, ist friseurfein abrasiert und brav auf den Hänger spaziert.
Dann geht's in die Kultursäle. Hons spielt am Wochenende in Pettnau in Tirol und erklärt, warum er das kleine Dorf jeder Großstadt vorzieht: Weil es dort Gemeinden gibt, die ihren Saal mit Leben füllen, statt drei Mal im Jahr aufzusperren.
Bei den Nachrichten wird's dann richtig deftig. 16.880 Bewerber, 1.950 Studienplätze – Hons rechnet vor, warum 14.000 potenzielle Ärzte rausgesiebt werden, während man auf einen Augenarzttermin in Völkermarkt bis Juni warten darf. Für den Hund gibt's den MRT-Termin schneller. Die Titanic-Schwimmweste für 600.000 Euro kriegt ihr Fett ab, ebenso die Ö3-These, dass die Influencer schuld am Übergewicht der Kinder sind – während Coca-Cola, McDonalds, Lays und ein gewisser Salzburger Sprudelkonzern Fußballwelten und Champions League sponsern.
Schwerer Stoff zur Causa Gusenbauer: Hausdurchsuchungen, zehn Millionen Euro Abschlagszahlung bei Signa Prime und Development, fehlende Aufsichtsratszustimmung. Hons fragt offen, was aus einem ehemaligen sozialdemokratischen Bundeskanzler wird, der in solche Geschäfte verwickelt ist – und warum die Krankenkasse beim Hörgerät spart, das es jetzt nur noch alle sechs statt fünf Jahre gibt.
Im Landwirtschaftsblock wird gerechnet. Erdäpfelpreise im Minus – die Bauern müssen für die Abholung zahlen –, Milchpreis von 53 auf 44 Cent gefallen, Düngerpreise wegen Iran-Krieg explodiert. Hons macht den großen Kassasturz Bio gegen konventionell, mit Stickstoff, Kalkammonsalpeter, Dieselverbrauch und Hektarerträgen, und kommt zum Ergebnis: So einfach ist das alles nicht. Dazu der nötige Faktencheck zur ewigen Mär vom Wasserräuber Rindfleisch und den 15.000 Litern pro Kilo.
Zum Schluss noch zwei Themen, die nicht ungesagt bleiben dürfen: ein berührender Nachruf auf Alexander Manninger, den vielleicht meistunterschätzten österreichischen Tormann, und Bayern Münchens Champions-League-Sieg gegen Real – inklusive einer Liebeserklärung an Vincent Kompany und einer kleinen Abrechnung mit Canal Plus.