Das Mehl ist alle, die Bohrmaschine kaputt, sie brauchen einen Hundesitter - was tun? Die Nachbarn fragen, so war das früher. Die Nachbarn fragen, so ist das auch heute noch, nur bald heißt es: klicken statt klingeln. Neben den digitalen Nachbarschaftsplattformen wie Nebenan.de drängt jetzt auch das amerikanische Unternehmen Nextdoor auf den deutschen Markt, das Nachbarn vernetzen will. Mit einem Klick in Windeseile unzählige neue Kontakte im eigenen Stadtteil, so das Versprechen. Idealerweise setzen sie sich irgendwann auch offline fort, also im echten Leben. Und wer verspricht, dass sich dort wirklich nur Nachbarn tummeln? Wer, dass die Daten nicht anderen zur Verfügung gestellt werden? Der Preis für ein bisschen Mehl kann so sehr hoch werden.