Was drei Monate Produktentwicklung, erste Kunden und echte Makler-Demos zeigen
Vor gut drei Monaten haben Silab Kamawall und Robert Kaiser PropGen im ImmoKaiser Podcast vorgestellt – ein Makler-CRM, in dem KI nicht angeflanscht, sondern nativ eingebaut ist.
Jetzt sind sie zurück. Diesmal zu dritt: Christoph Theil, dreieinhalb Jahre bei PropStack und seit vier Wochen erster Mitarbeiter von PropGen, erzählt, warum er aus einem etablierten Unternehmen in ein drei Monate altes Startup gewechselt ist – und was er seitdem in Demos und Onboardings von Maklern hört.
Drei Monate nach dem Launch ist Zeit für einen Reality-Check.
Was kann der KI-Agent inzwischen tatsächlich? Was funktioniert im Alltag? Und warum nutzen viele Makler den Agenten trotzdem noch nicht, obwohl die Technik längst da ist?
Die Beispiele sind konkret: Echtzeit-Sprachdiktat, das Aufgaben direkt im CRM anlegt. Eigentümerversammlungsprotokolle, deren Auswertung von Stunden auf wenige Minuten schrumpft. Interaktive HTML-Berichte und CSV-Exporte. Und eine Enterprise-Migration, die nicht 12 bis 18 Monate, sondern wenige Monate gedauert hat.
Gleichzeitig sprechen die drei über die weniger sichtbaren Seiten von KI im CRM: Token-Kosten, Modellqualität, DSGVO, nicht-deterministische Ergebnisse und die Frage, wie viel Kontrolle ein Makler behalten muss.
Und über die vielleicht spannendste Frage: Was passiert, wenn der Makler nicht mehr im CRM arbeitet, sondern einfach mit ihm spricht?
Silabs Vision geht deshalb deutlich weiter als ein KI-Assistent im CRM. Sprache wird zum Eingang, der Agent erledigt Aufgaben im Hintergrund und das CRM selbst rückt immer stärker in den Hintergrund.
Was wir in dieser Episode besprechen
Drei Monate PropGen: Warum Silab das Gefühl hat, zu langsam zu sein, obwohl wöchentlich neue Releases erscheinenEchtzeit-Sprachdiktat: Wie aus einem gesprochenen Auftrag direkt mehrere CRM-Aktionen werdenEigentümerversammlungsprotokolle: Von zwei bis drei Stunden Arbeit auf etwa fünf MinutenDaten statt Klicks: Hierarchische Immobilien auswerten, Excel importieren, HTML-Berichte erzeugen und CSV exportierenKI-Kosten: Warum PropGen die Token-Kosten selbst trägt und warum Silab lieber die bessere KI bezahlt als an der Modellqualität zu sparenMCP oder CLI: Warum die onOffice-Schnittstelle Silab als Techie begeistert – und PropGen trotzdem einen anderen Weg gehtDer Agent als Hilfe: Warum Makler ihn trotzdem noch selten fragen, obwohl er jeden Hilfeartikel kenntKI-generierte Anforderungslisten: Was passiert, wenn eine 98-Punkte-Liste plötzlich niemand mehr geschrieben hatChristophs Wechsel zu PropGen: Warum man ein etabliertes Unternehmen für ein drei Monate altes Startup verlässtEnterprise-Migration: Warum ein Kunde mit Hunderten Vorlagen und Landingpages in wenigen Monaten migriert wurdePersonalmangel: Warum Makler und Softwareanbieter vor derselben Herausforderung stehen: mit demselben Team mehr schaffenDas eigene CRM: Wie PropGen selbst mit dem System arbeitet – und warum Slack dort keine Rolle spieltDie nächste Stufe: Sprache statt Tippen, ein Agent, der zurückspricht, und WhatsApp als Eingang ins CRM24 Monate voraus: Was Silab mit „Parallelisierung“ meintDie Grenzen von LLMs: Warum KI-Ausgaben mit Preisen, Flächen und anderen Fakten immer geprüft werden müssenUnd zwei Bereiche ganz ohne KI: Warum Christoph ausgerechnet Automatisierung und Datenräume besonders spannend findet💡 5 KEY TAKEAWAYS
Sprache ist der einfachste Einstieg in den Agenten.Zwischen zwei Besichtigungen ins Mikrofon sprechen: Termin, Wiedervorlage, Besichtigungsnotiz, Telefonnotiz – der Agent erledigt die Aufgaben im Hintergrund. Für den Makler ist die Information aus dem Kopf, für das Büro landet sie direkt im System.
Die Technik ist da – das Vertrauen noch nicht.Viele Makler nutzen PropGen zunächst wie ein klassisches CRM und klicken sich durch. Wer sich auf den Agenten einlässt, gibt ihm dagegen schnell immer mehr Aufgaben. Die Herausforderung ist deshalb nicht mehr nur Technik, sondern Veränderung.
KI im CRM kostet – und die Frage ist, wer zahlt.PropGen übernimmt die Token-Kosten selbst. Silabs Haltung: lieber ein besseres Modell und eine kleinere Marge als schlechtere Ergebnisse und mehr Gewinn.
Agentisch arbeiten bedeutet: mit demselben Team mehr schaffen.Das gilt für Makler genauso wie für PropGen. Automatisierung und Parallelisierung sollen nicht einfach Arbeit ersetzen, sondern die Kapazität eines bestehenden Teams vervielfachen.
LLMs sind nicht deterministisch.Der Agent kann sich verrechnen, falsch runden oder etwas erfinden. Preise, Flächen und andere kritische Angaben gehören deshalb geprüft, bevor sie das Haus verlassen.
🎤 5 SOUND BYTES
⚡ „Nach meinem Gefühl sind wir zu langsam. Für andere sind wir wahrscheinlich viel zu schnell.“ – Silab
⚡ „Was früher zwei, drei Stunden pro Objekt gekostet hat, wird jetzt in fünf Minuten erledigt.“ – Christoph
⚡ „Lieber das bessere LLM nehmen und die Marge verkleinern, als einen schlechteren Output haben und mehr Gewinn machen.“ – Silab
⚡ „Die Kundin sagte: Wo soll ich unterschreiben? Dann habe ich aufgelegt und gesagt: Ich weiß gar nicht, wie das jetzt geht.“ – Christoph
⚡ „Wir sind noch auf Stufe null. Stufe eins von hundert startet erst jetzt.“ – Silab
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