Fast eine halbe Million Menschen nennen ihn ihr Zuhause: den Wiener Gemeindebau. Einst war es das leuchtende Versprechen des Roten Wien, Arbeiterinnen und Arbeiter aus feuchten Kellern in lichtdurchflutete Höfe zu holen. Heute steht dieser soziale Mikrokosmos vor einer Zerreißprobe.
In der dritten Reportage unseres Demokratie-Schwerpunkts tauchen wir tief ein in die Wiener Hinterhöfe, Waschsalons und Hobbykeller – einen Lebensraum, in dem Sprachen, Kulturen und Lebensentwürfe auf engstem Raum aufeinandertreffen. Dabei begegnen wir Menschen, die hinter doppelt verriegelten Türen Schutz vor einer fremd gewordenen Umwelt suchen, und jenen, die mit Nachbarschaftsprojekten und Chorgesang gegen die wachsende Einsamkeit ansingen. Ist der Gemeindebau noch die soziale Heimat, als die er international gefeiert wird? Es geht um das kulturelle Miteinander, die mediale Darstellung des Gemeindebaus und die politische Dimension des Wohnens – eine Reportage über das oft anstrengende und doch unverzichtbare Aushandeln von Demokratie auf engstem Raum.
Diese Reportage entstand im Auftrag der Büro für Mitwirkung der Stadt Wien, im Rahmen des Wiener Demokratiejahres. Produziert von INSELMILIEU Reportage in redaktioneller Unabhängigkeit.
Musik:
Wiener Gemeindebauchor - Mamma Mia, I have a dream, Money Money Money, Die Blume aus dem Gemeindebau
Yogi an der Spieluhr - Die Internationale, Bella Ciao
Marianne Mendt - Kaisermühlen Blues
Jingle Sound: Christoph Punzmann
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INSELMILIEU Reportage wird produziert von Julia “Yogi” Breitkopf (www.sorgfuerfurore.at / www.instagram.com/sorgfuerfurore) und Jana Mack (www.instagram.com/jana__sowas)