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In Österreich läuft derzeit der Wahlkampf auf seine Hochphase zu. Zwei Wochen noch, dann wählen die Österreicherinnen und Österreicher ein neues Parlament – und so indirekt eine neue Regierung.
Was jetzt schon feststeht: Die Regierungsbildung wird schwierig werden, vielleicht so schwierig wie noch nie. Die rechtspopulistische FPÖ liegt in Umfragen auf Platz eins, aber keine Partei möchte mit ihrem Vorsitzenden Herbert Kickl koalieren. Eine Alternative wäre eine Dreierkoalition ohne FPÖ. Und so ein Bündnis könnte für eine Partei der Sprung aufs große politische Parkett sein: die liberalen Neos.
Aber die Neos saßen noch nie in einer Bundesregierung. Kann eine Partei mit so wenig Erfahrung tatsächlich Juniorpartner werden? In Deutschland regiert die liberale FDP dagegen seit 2021 in einer Dreierkoalition. Aber gerade die Performance der FDP in der deutschen Ampelregierung sorgt hierzulande eher für Kopfschütteln. Ein abschreckendes Beispiel?
In dieser Folge von "Inside Austria" sprechen wir über Österreichs Liberale: die Neos. Wir wollen wissen, wie groß ihre Chancen sind, tatsächlich in der Regierung zu landen. Und was sie dabei vielleicht aus den Erfahrungen von Deutschlands liberaler Partei, der FDP, lernen können.
In dieser Folge zu hören: Sebastian Fellner (Innenpolitikredakteur DER STANDARD), Katharina Mittelstaedt (Leitende Redakteurin Innenpolitik DER STANDARD), Serafin Reiber (Korrespondent DER SPIEGEL); Skript: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Moderation: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Redigat: Yasemin Yüksel, Zsolt Wilhelm; Produktion: Marc Glücks
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Der Regierungseintritt der FPÖ im Jahr 2000 ist für ihren damaligen Shootingstar der Anfang vom Ende. Von der Kränkung, dass er selbst nicht an den Machthebeln der Republik sitzen darf, wird sich Jörg Haider bis zu seinem Tod nicht mehr erholen. Parteiinterne Machtkämpfe führen schließlich dazu, dass es zur Spaltung kommt.
Als "den größten Fehler seines Lebens" bezeichnen Wegbegleiter Haiders Bruch mit der FPÖ. Wie weit er es mit seinem neuen Bündnis Zukunft Österreich tatsächlich gebracht hätte, bleibt unbeantwortet. Jörg Haider verstirbt vorzeitig bei einem Autounfall.
Doch seine Methoden und Strategien haben sich längst festgesetzt. Und zwar nicht nur in Österreich – Haiders populistische Handschrift ist heute weltweit wiederzuerkennen.
Hinweis: Die Angelobung der schwarz-blauen Regierung fand am 4. Februar 2000 statt, nicht wie im Podcast genannt am 7. Februar. In der Folge war ursprünglich die Rede davon, dass Thüringens Ministerpräsident den russischen Präsidenten Wladimir Putin besucht hätte. Dabei handelte sich um den sächsischen Regierungschef Michael Kretschmer (CDU). Er traf 2019 mit Putin in St. Petersburg zusammen. Wir entschuldigen uns, der Fehler wurde am 9.9.2024 um 10:06 korrigiert.
In dieser Folge zu hören: Peter Westenthaler (Ex-FPÖ- bzw. Ex-BZÖ-Politiker), Andreas Mölzer (Publizist und FPÖ-Politiker), Kathrin Stainer-Hämmerle (Politikwissenschafterin), Petra Stuiber (stv. Chefredakteurin DER STANDARD), Hans Rauscher (Kolumnist DER STANDARD); Skript: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Moderation: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Redigat: Yasemin Yüksel, Tobias Holub; Produktion: Felix Klein
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Ohne Jörg Haider und sein Verständnis von Politik wäre die FPÖ heute wohl nicht da, wo sie jetzt ist: in Umfragen auf Platz 1, eine Partei mit Macht und Einfluss. In Folge zwei dieser Serie sehen wir uns an, wie Haider in den 1990er-Jahren seine rechtspopulistischen Methoden so weit perfektioniert, dass er die Freiheitliche Partei aus eigener Kraft in Regierungsverantwortung hievt. Ein Tabubruch, von dem später auch Haiders Nachfolger Heinz-Christian Strache und heute Herbert Kickl profitieren werden.
In dieser Folge zu hören: Franz Vranitzky (ehemaliger Bundeskanzler von Österreich), Heide Schmidt (ehemalige Dritte Nationalratspräsidentin, Gründerin Liberales Forum), Peter Westenthaler (Ex-FPÖ- bzw. Ex-BZÖ-Politiker), Kathrin Stainer-Hämmerle (Politikwissenschafterin), Petra Stuiber (stv. Chefredakteurin DER STANDARD), Hans Rauscher (Kolumnist DER STANDARD); Skript: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Moderation: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Redigat: Zsolt Wilhelm, Sandra Sperber; Produktion: Marc Glücks
**In der Folge erwähnt: **Herbert Kickl – Aufstieg eines Angstmachers (1/4): Die Haider-Jahre
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Wenn Ende September der Nationalrat gewählt wird, könnte die FPÖ zum ersten Mal stärkste Kraft in Österreich werden. Wie kam es dazu? Man kann den Aufstieg der FPÖ nicht verstehen ohne den Mann, der die Freiheitlichen groß gemacht hat: Jörg Haider.
In dieser neuen Serie von Inside Austria sprechen wir mit Wegbegleitern und Expertinnen, um herauszufinden, wie Haider für seine Anhänger zum politischen Popstar wurde - und zum Wegbereiter des modernen Rechtspopulismus. Und wir sehen uns an wie sein Mythos bis heute fortbesteht. In der ersten Folge gehen wir zurück zu Haiders Anfängen.
In dieser Folge zu hören: Franz Vranitzky (ehem. Bundeskanzler von Österreich), Christa Zöchling (Journalistin, Autorin), Kathrin Stainer-Hämmerle (Politikwissenschaftlerin), Petra Stuiber (stv. Chefredakteurin DER STANDARD), Hans Rauscher (Kolumnist DER STANDARD); Skript: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Moderation: Margit Ehrenhöfer und Lucia Heisterkamp; Redigat: Zsolt Wilhelm, Yasemin Yüksel; Produktion: Christoph Neuwirth
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Mehr als 1000 Menschen sind allein im Jahr 2024 an den Außengrenzen der Europäischen Union ums Leben gekommen. Viele begeben sich auf der Suche nach Sicherheit und Zuflucht auf die riskante Reise, andere suchen Arbeit und ein besseres Leben in Europa und Österreich.
Pro Kopf habe Österreich in den vergangenen zehn Jahren mehr Menschen aufgenommen als alle anderen Länder der EU, sagt Gerald Knaus, Leiter der Europäischen Stabilitätsinitiative. Er ortete einen Zusammenbruch des Rechtsstaats in der EU. Denn immer mehr europäische Länder würden die Kontrolle von Migrations- und Fluchtbewegungen über geschlossene Grenzen, Pushbacks und das Aussetzen von Menschenrechten in Erwägung ziehen – oder bereits so handhaben. Auch in Österreich gibt es Vertreter, die einen harten Asyl- und Migrationskurs fordern.
Im Vorfeld der Nationalratswahl verhärten innenpolitische Debatten rund um steigende Kriminalität und hohe Sozialhilfen für Migrantinnen und Migranten die Fronten auch in der Bevölkerung. Migrationsforscherin Judith Kohlenberger plädiert daher für ganzheitliche Lösungen, bei denen auch Integration besser organisiert wird. Populistische Ansagen wie irreguläre Migration vollkommen einzuschränken seien hingegen utopische Vorstellungen, so Kohlenberger.
In diesem dritten und letzten Sommerinterview von "Inside Austria" sprechen Judith Kohlenberger und Gerald Knaus darüber, was in der Migrationsdebatte schiefläuft und welche Strategien es braucht, damit das Sterben an den Grenzen Europas ein Ende hat. Wir sprechen darüber, warum sich auch Expertinnen und Experten im Umgang mit der sogenannten irregulären Migration nicht einig sind – und worauf es ankommt, damit Integration gelingen kann.
In dieser Folge zu hören: Gerald Knaus (Leiter Europäische Stabilitätsinitiative, "Wir und die Flüchtlinge"), Judith Kohlenberger (Migrationsforscherin Wirtschaftsuniversität Wien, "Gegen die neue Härte"); Interview & Gestaltung: Margit Ehrenhöfer; Redigat: Zsolt Wilhelm, Jannis Schakarian; Produktion: Christoph Neuwirth
"Wütende Userinnen und User interagieren stark, und viele Algorithmen sind darauf eingestellt, dass sie das belohnen", sagt Ingrid Brodnig. Sie ist eine der führenden Expertinnen zu Hass im Netz und Desinformation. Wut spielt laut Brodnig eine entscheidende Rolle dabei, wie Parteien versuchen, die Massen zu begeistern – insbesondere in den sozialen Medien. Zum Beispiel wenn sich Grüne für Naturschutz einsetzen oder wenn Sozialdemokraten mobilisieren. Und natürlich wenn die FPÖ Migration thematisiert.
Im zweiten von drei Sommerinterviews des STANDARD-Podcasts "Inside Austria" erklärt Digitalpublizistin Brodnig, wie Österreichs Parteien online Wahlkampf betreiben und welche Tricks sie dabei einsetzen. Sie beantwortet auch, ob auf Tiktok, Instagram und X Inhalte überhaupt noch eine Rolle spielen, wieso Wut so ein beliebtes Werkzeug von Parteien ist und ob es auf diesen Plattformen einfacher geworden ist, Wut zu schüren. Im Gespräch gibt sie einen Ausblick darauf, was das alles mit unserer Gesellschaft macht, und erklärt, wieso Wahlen auch ohne Wut gewonnen werden können.
In dieser Folge zu hören: Ingrid Brodnig (Autorin); Interview & Gestaltung: Zsolt Wilhelm; Redigat: Margit Ehrenhöfer; Produktion: Christoph Neuwirth
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"Herbert Kickl will kein Selfie mit mir", sagt der österreichische Satiriker Peter Klien. Im ersten von drei Sommerinterviews des STANDARD-Podcasts "Inside Austria" erzählt Klien über seine Erfahrungen als Spaßreporter mit der heimischen Spitzenpolitik. Und darüber, wie die Vertreterinnen und Vertreter der Republik im Wahlkampf ticken – und in unbequemen Situationen. Ist Österreichs Politik zwischen Skandalen und Scheindebatten mittlerweile zum Witz verkommen?
Nicht verpassen: Premiere unserer neuen Youtube-Serie „Österreich, erklärt“ https://youtu.be/OIJ8mw25QGg?si=PNMk4AE61v0lsDf4
In dieser Folge zu hören: Peter Klien (Satiriker und Kabarettist); Interview & Gestaltung: Zsolt Wilhelm; Redigat: Margit Ehrenhöfer; Produktion: Christoph Neuwirth
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Die FPÖ liegt in allen Umfragen klar auf Platz eins. Im Herbst finden in Österreich Wahlen statt. Herbert Kickl greift nach der Macht. Er will "Volkskanzler" werden. Und viele fragen sich, ob Österreich nach den Nationalratswahlen einen Rechtsruck erlebt. Und welche Folgen das für das Land hätte.
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Immer wieder wird Wien in internationalen Erhebungen zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. Zuletzt zeichnete die britische Economist Group Wien zum dritten Mal in Folge mit dem ersten Platz aus. Gleichzeitig gibt es aber einen Aspekt, bei dem Wien im internationalen Vergleich besonders schlecht abschneidet – und der betrifft die Bewohnerinnen und Bewohner der österreichischen Hauptstadt.
Die Wienerinnen und Wiener gelten als extrem unfreundlich. Expats fühlen sich in Wien laut Studien alles andere als willkommen. Das Wesen von Wien sei der Wiener Grant – diese Behauptung steht nicht nur in manchen Reiseführern, man findet den Grant auch in Kunst und Kultur, und auch die Wienerinnen und Wiener selbst nennen sich Raunzer. Aber sind die Wiener wirklich so übel? Oder liegt das schlechte Ergebnis vielleicht daran, dass der Wiener Schmäh von internationalen Besuchern einfach nicht richtig verstanden wird?
In dieser Folge von "Inside Austria" wollen wir wissen, wie lebenswert Wien tatsächlich ist. Dazu machen wir einen Selbsttest. Und wir sprechen mit Besuchern, Expats und einer Stadtpsychologin darüber, was es mit dem Wiener Schmäh und dem Grant auf sich hat.
In der Folge erwähnt:
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Auf dem Screenshot eines Handyvideos sieht man die Umrisse eines Hotelzimmers. Das Bild ist verschwommen, aber man erkennt eine junge Frau, die auf dem Boden liegt. Verkrümmt, zwischen einem Bett und einem Tisch mit Pappbechern drauf. Ihre Haare sind nass. Es sieht aus, als wäre sie benommen oder sogar ohnmächtig.
Das Mädchen ist nicht allein in dem Zimmer, mehrere Burschen sind auch dort. 15, 16 Jahre alt. Aber niemand hilft ihr. Einer zückt sein Handy, um ein Video zu machen. Ein paar Minuten später schreibt er seinem Kumpel eine Nachricht: "Hahaha, was machen Bruder?" Die Antwort kommt Sekunden später: "Hahaha. Fick ma die Bruder." Die Jungs, die da chatten, gehören zu einer Bande. Sie nennt sich die "antons", nach dem Antonspark in Wien-Favoriten. Dort verbringen sie meistens ihr Zeit. Die Chats und die Videoscreenshots sind inzwischen Teil von Ermittlungen. Denn die "antons" sollen mutmaßlich mehrere Mädchen missbraucht haben.
Wer die junge Frau im Hotelzimmer ist, ist bislang nicht bekannt. Aber es gibt ein weiteres mutmaßliches Opfer. Ein Mädchen, damals zwölf Jahre alt. Im Herbst 2023 geht das Mädchen zur Polizei und bringt damit den Fall ins Rollen. In dieser Folge von "Inside Austria" rekonstruieren wir die Geschichte der "antons" aus Wien. Es geht um Drogen, um Gewalt und um sexuellen Missbrauch. Und um junge Männer, die glauben, sie würden ihre Ehre verteidigen, in dem sie Frauen demütigen.
**Gewalt an Frauen
Gewalt von Männern gegen Frauen gibt es in allen sozialen Schichten, Nationen, Familienverhältnissen und Berufsgruppen. Morde an Frauen werden auch als Femizide bezeichnet. Der Begriff soll ausdrücken, dass hinter diesen Morden oft keine individuellen, sondern gesamtgesellschaftliche Probleme wie etwa die Abwertung von Frauen und patriarchale Rollenbilder stehen.
**Hilfe für Gewaltbetroffene gibt es hier:
(Mo–So, 0–24 Uhr, anonym und kostenlos): 0800 / 222 555
Gewaltschutzzentren (anonym und kostenlos): 0800 / 700 217
Männernotruf (Mo–So, 0–24 Uhr, anonym und kostenlos): 0800 / 246 247
Verein für Männer und Geschlechterfragen
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