Versteh einer den amerikanischen Wechselwähler: erst verschmäht er Donald Trump, weil der frauenfeindliches Zeug von sich gibt. Dann will er ihn doch wählen, weil Hillary Clinton vor dem TV-Duell angeblich die Fragen zugesteckt bekam. Das könnte man jedenfalls meinen, wenn man die Umfragen und die Berichterstattung der letzten Wahlkampfwoche ungefiltert zu sich nimmt. Aber Meinungsforscher können sich ja auch mal irren. Und wer weiß, ob die Amerikaner ihnen auch ehrlich sagen, wen sie wählen werden. Clintons Truppe ist jedenfalls unruhig und zieht noch einmal alle Register, während Trump sich möglich wenig bewegt, um keine Fehler mehr zu machen. Der vielleicht schmutzigste Wahlkampf der US-Geschichte hat ein dramatisches und verwirrendes Finale.