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Quantencomputing hat den Ruf des schwer Fassbaren längst hinter sich gelassen und wandelt sich zur industriellen Realität. Firmen wie IQM bauen Maschinen, die in Rechenzentren weltweit laufen, ohne permanente Eingriffe von Physikern. Für Dr. Jan Goetz ist das erst der Anfang: Entscheidend sei nicht, bestehende Probleme schneller zu lösen, sondern Fragen anzugehen, die heute aufgrund ihrer Komplexität gar nicht gestellt werden. Die exponentielle Leistungsfähigkeit quantenbasierter Systeme eröffnet einen Raum, den klassische Rechner nie erreichen werden – etwa bei der Simulation chemischer Prozesse, der Echtzeitoptimierung von Logistik oder der Entwicklung neuer Materialien.
Europa steht dabei überraschend gut da. Die Grundlagenforschung ist stark, die Zahl junger Unternehmen hoch – doch die Fragmentierung bleibt ein Risiko. Während in den USA wenige große Player Milliarden sammeln, verteilt sich die europäische Landschaft auf viele kleine Projekte. Goetz warnt davor, erneut jene Dynamik zu wiederholen, in der Europa die frühen Phasen finanziert und die Wertschöpfung danach abwandert. Hoffnung setzt er auf den geplanten Quantum Act der EU, der – anders als regulierende Vorgängermodelle – echte Förderung ermöglichen soll. Gleichzeitig mahnt er zur Vorsicht im Bereich Sicherheit: Ein ausreichend großer Quantencomputer könnte gängige Verschlüsselungen brechen, weshalb quantensichere Systeme frühzeitig implementiert werden müssten.
Trotz der Risiken sieht Goetz im Quantencomputing vor allem eine gesellschaftliche Chance. Unternehmen bauen bereits interne Teams auf, auch wenn Software-Stacks und Tools noch reifen müssen. Langfristig soll die Technologie so im Hintergrund verschwinden, dass Nutzerinnen und Nutzer gar nicht merken, ob eine klassische oder eine Quantenmaschine rechnet.
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By The 48forward StudiosQuantencomputing hat den Ruf des schwer Fassbaren längst hinter sich gelassen und wandelt sich zur industriellen Realität. Firmen wie IQM bauen Maschinen, die in Rechenzentren weltweit laufen, ohne permanente Eingriffe von Physikern. Für Dr. Jan Goetz ist das erst der Anfang: Entscheidend sei nicht, bestehende Probleme schneller zu lösen, sondern Fragen anzugehen, die heute aufgrund ihrer Komplexität gar nicht gestellt werden. Die exponentielle Leistungsfähigkeit quantenbasierter Systeme eröffnet einen Raum, den klassische Rechner nie erreichen werden – etwa bei der Simulation chemischer Prozesse, der Echtzeitoptimierung von Logistik oder der Entwicklung neuer Materialien.
Europa steht dabei überraschend gut da. Die Grundlagenforschung ist stark, die Zahl junger Unternehmen hoch – doch die Fragmentierung bleibt ein Risiko. Während in den USA wenige große Player Milliarden sammeln, verteilt sich die europäische Landschaft auf viele kleine Projekte. Goetz warnt davor, erneut jene Dynamik zu wiederholen, in der Europa die frühen Phasen finanziert und die Wertschöpfung danach abwandert. Hoffnung setzt er auf den geplanten Quantum Act der EU, der – anders als regulierende Vorgängermodelle – echte Förderung ermöglichen soll. Gleichzeitig mahnt er zur Vorsicht im Bereich Sicherheit: Ein ausreichend großer Quantencomputer könnte gängige Verschlüsselungen brechen, weshalb quantensichere Systeme frühzeitig implementiert werden müssten.
Trotz der Risiken sieht Goetz im Quantencomputing vor allem eine gesellschaftliche Chance. Unternehmen bauen bereits interne Teams auf, auch wenn Software-Stacks und Tools noch reifen müssen. Langfristig soll die Technologie so im Hintergrund verschwinden, dass Nutzerinnen und Nutzer gar nicht merken, ob eine klassische oder eine Quantenmaschine rechnet.
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