Alles ok?
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Alles ok? episodes

  • Miriam Junge: Wie bringe ich Ordnung in meinen Kopf?

    Es gibt Tage, da scheint der Kopf nicht zu arbeiten, sondern zu rotieren. Gedanken springen, Reize kleben, jeder Impuls wirkt dringlich. Die moderne Überforderung kommt selten als Ausnahmezustand, meist als leise Dauerbegleitung. Die Psychologin und Verhaltenstherapeutin Miriam Junge beobachtet dieses innere Getriebensein als Symptom einer Gesellschaft, die Geschwindigkeit belohnt und Innehalten verdächtig findet. Paradox sei dabei, dass es nie mehr Werkzeuge zur Selbstregulation gegeben habe – und zugleich immer weniger echte Ruhe. „Diese Option, ja was dafür machen zu können, bedeutet ja wieder Stress“, sagt Junge. Selbstfürsorge wird zur nächsten Aufgabe, Gelassenheit zur erklärungsbedürftigen Abweichung.

    Genau hier setzt ihr neues Hörbuch "Aufräum-Coaching für den Kopf: Mehr Struktur und Klarheit in 3 Schritten" an. Ordnung versteht Junge darin nicht als Disziplinierungsprogramm, sondern als innere Orientierung. Im Zentrum steht ein dreistufiger Ansatz, der mit etwas beginnt, das im Alltag oft verloren geht: Wahrnehmung. Was denke ich gerade, was fühle ich, was brauche ich wirklich? Es gehe dabei ausdrücklich nicht um sofortige Veränderung oder Optimierung, sondern um das wertfreie Benennen dessen, was da ist. Erst daraus entstehe überhaupt Handlungsspielraum – und die Möglichkeit, zwischen hilfreichen und schädlichen Gewohnheiten zu unterscheiden.

    Besonders kritisch sieht Junge die permanente digitale Reizflut, die kurzfristig beruhigt und langfristig erschöpft. Das Gehirn sei auf diese Form der Dauerstimulation nicht vorbereitet; Ablenkung werde zur Betäubung. Die Lösung liege nicht in großen Versprechen, sondern in kleinen, realistischen Schritten: bewusste Atemzüge, kurze Pausen, minimale Rituale. Ordnung im Kopf, so ihre Perspektive, ist kein Zustand, den man erreicht und abhakt, sondern ein fortlaufender Prozess. Manchmal genügt ein einziger Moment des Innehaltens, um wieder Anschluss an sich selbst zu finden.

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    Fotoquelle: Audible - Marcus Hoehn

    48 min
  • Dr. Pablo Hagemeyer und Bernhard Tewes: Hypnose und Narzissmus

    Hypnose wirkt dort, wo das Ich kurz leiser wird. Sie zeigt, wie formbar unser Erleben ist – und wie schnell wir Suggestionen übernehmen, ohne es zu merken. Der Psychiater Dr. Pablo Hagemeyer beschreibt das Ich als notwendige Konstruktion und zugleich als Illusion: ein Ankerpunkt des Bewusstseins, der Stabilität gibt, aber auch leicht in Selbstüberhöhung oder Selbstabwertung kippt. Besonders im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz, die Empathie simuliert und permanent spiegelt, können narzisstische Muster verstärkt werden. Die KI bestätigt, validiert, beruhigt – und ersetzt damit scheinbar das Gegenüber, ohne dessen Widerspruch und echte Berührung leisten zu können.

    Narzissmus erscheint dabei weniger als übersteigerte Selbstliebe denn als Schutz vor einem tief sitzenden Gefühl von Wertlosigkeit. Der Hypnose-Therapeut Bernhard Tewes bringt es auf einen Nenner: Selbstwert ist das zentrale Thema fast jeder therapeutischen Arbeit, oft verdichtet in dem Glaubenssatz „Ich bin nicht gut genug“. Hypnose setzt dort an, wo der Zugang zu inneren Ressourcen blockiert ist. Mit sogenannten „Glimmern“ – positiven Sicherheitssignalen – lassen sich im Gehirn neue Verknüpfungen schaffen, die Angst- oder Traumanetzwerke relativieren. Das Bedrohliche verliert an Macht, wenn das Nervensystem lernt, dass Sicherheit ebenfalls real ist.

    Gleichzeitig verweist das Thema auf eine gesellschaftliche Dimension. Suggestion ist nicht nur therapeutisches Werkzeug, sondern auch Mittel der Manipulation – in Politik, Führung und Alltag. Wer in Stress gerät, gibt Verantwortung ab, wird regressiv und anfällig für einfache Antworten und autoritäre Figuren. Bewusstheit wird damit zur Voraussetzung von Selbstbestimmung: der Fähigkeit, den Raum zwischen Reiz und Reaktion wahrzunehmen und nicht automatisch zu folgen. Diese Fragen standen im Zentrum eines Fireside Chats mit Dr. Pablo Hagemeyer und Bernhard Tewes beim 48forward Festival 2025 in der Alten Kongresshalle.

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    33 min
  • Carolin Oder: Was bleibt, wenn die Welt aus den Fugen gerät?

    Carolin Oder hat in zwanzig Jahren mehr erlebt als viele in einem ganzen Leben: den Krebstod ihres Vaters, eine eigene Hirntumor-Diagnose, die chronische Krankheit ihres Sohnes mit über zwanzig Operationen – und schließlich eine posttraumatische Belastungsstörung, die sie aus der Bahn warf. Sie funktionierte lange, hielt durch, schwieg. Bis es nicht mehr ging. Im Rückblick erkannte sie, wie sie sich selbst systematisch vergessen hatte – und entwickelte daraus ein Prinzip, das sie heute weitergibt: sieben Wege durch die Krise, aus der Praxis gewachsen, nicht aus der Theorie. In ihrem Buch "Plötzlich Krise – Was jetzt?" beschreibt sie, wie man Halt findet, wenn Sicherheiten wegbrechen.

    Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass Resilienz nicht Stärke bedeutet, sondern die Fähigkeit, mit Unsicherheit zu leben. Oder spricht offen über Scham, Kontrollverlust und die stille Selbstaufgabe von Angehörigen: „Ich musste erst lernen, dass es reicht, Mama zu sein. Und dass meine Erfüllung nicht egoistisch ist, sondern notwendig.“ Sie beschreibt, wie kleine Schritte – Dankbarkeit, echte Hilfe annehmen, eigene Wünsche ernst nehmen – mehr verändern können als jedes Durchhalte-Mantra. Und wie entscheidend es ist, Grenzen zu setzen, bevor der Körper sie zieht.

    Was bleibt, ist kein Versprechen, dass alles gut wird. Aber der Gedanke, dass selbst in der tiefsten Unsicherheit ein Licht entstehen kann – wenn man sich erlaubt, den Blick zu heben. Oder nennt das ihren „Best Case“: nicht als naive Hoffnung, sondern als mentale Technik, um nicht im Schwarz zu versinken. Wer so denkt, sagt sie, lebt nicht leichter – aber bewusster. Und vielleicht auch wahrhaftiger.

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    46 min
  • Dr. Sarah Straub: Was wir über Demenz wissen sollten

    Demenz ist weit mehr als ein schleichender Gedächtnisverlust. Sie betrifft das Wesen eines Menschen, sein Verhalten, seine Sprache – oft lange, bevor Angehörige oder Betroffene es selbst erkennen. Und doch wird die Erkrankung in unserer Gesellschaft nach wie vor tabuisiert. „Die Leute haben eine wahnsinnig fatalistische Haltung“, sagt die Psychologin und Musikerin Dr. Sarah Straub. Viele versuchten zunächst, ihre Symptome zu verstecken – aus Angst, aus Scham, aus Unsicherheit. Dabei wären frühe Diagnosen möglich, die Therapieoptionen vielfältiger, als gemeinhin angenommen.

    Straub weiß, wie individuell Demenz verlaufen kann. Als Forscherin betreut sie Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichsten Ursachen und Ausprägungen – von genetisch bedingten Erkrankungen bis hin zu vaskulären Formen. Medikamente, die die Krankheit aufhalten, sind bisher rar und wirken meist nur begrenzt. Umso wichtiger sei es, so Straub, sich auf nicht-medikamentöse Wege zu besinnen: Ergotherapie, Logopädie – und vor allem Musik. Denn Musik erreiche Bereiche des Gehirns, die selbst eine fortgeschrittene Demenz nicht zerstören könne. Sie spreche Identität an, erinnere Menschen an ihr früheres Ich und stifte spürbares Wohlbefinden – oft, wenn sonst kaum noch etwas durchdringt.

    Sarah Straub bringt ihre Forschung auf die Bühne – wortwörtlich. Als Liedermacherin singt sie über das Vergessen, über Nähe, über den Wunsch, sich nicht selbst zu verlieren. In ihren Konzerten sitzen immer wieder auch Menschen mit Demenz. Für sie ist das keine Nebensache, sondern ein Akt der Inklusion. „Das Leben ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, sagt sie. „Und auch mit einer Demenz hat jeder Mensch das Recht auf Lebensqualität.“

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    41 min
  • Dr. Bärbel Wardetzki: Was ist eigentlich Narzissmus - und was nicht?
    Wo hört Selbstliebe auf und wann beginnt Narzissmus?

    Narzissmus ist mehr als bloße Selbstverliebtheit; er umfasst ein starkes Bedürfnis nach Bewunderung und eine geringe Empathie. Dr. Bärbel Wardetzki, Psychotherapeutin, Autorin und Expertin auf diesem Gebiet, beschreibt Narzissmus als ein Kontinuum, das von gesunder Selbstliebe bis zu einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung reicht. Sie betont, dass der Begriff oft inflationär und undifferenziert verwendet wird: „Menschen, die unangenehm sind, werden sofort als Narzissten betitelt und kommen dann in eine Schublade, aus der sie nicht mehr rauskommen.“

    Wardetzki erklärt, dass Narzissmus nicht immer eindeutig diagnostiziert wird, da er unterschiedlich definiert wird. Besonders wichtig sei, zu verstehen, dass Narzissmus nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gesellschaftliches Phänomen ist. „Unsere Gesellschaft ist so konstruiert, dass alles Narzisstische enorm positiv sanktioniert wird“, bemerkt sie. Diese Struktur begünstigt das Entstehen von Narzissmus, da Menschen lernen, sich durch äußere Anerkennung zu definieren.

    In Beziehungen zeigt sich Narzissmus oft durch ein Ungleichgewicht in der emotionalen Dynamik. Wardetzki hebt hervor, dass narzisstische Persönlichkeiten oft Schwierigkeiten haben, echte Nähe zuzulassen, da sie sich hinter einer Fassade von Überlegenheit verstecken. Diese Fassade dient als Schutzschild gegen tiefere Verletzungen und Unsicherheiten, die die Betroffenen oft nicht wahrnehmen oder anerkennen wollen.

    Wardetzki weist darauf hin, dass Narzissmus häufig mit anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout einhergeht. Sie betont die Wichtigkeit professioneller Hilfe, um diese komplexen Dynamiken zu verstehen und zu bewältigen. „Narzissmus ist eine Schutzfunktion vor neuen Verletzungen“, erklärt sie. Diese Schutzfunktion kann jedoch langfristig zu einer erheblichen Belastung werden, sowohl für die Betroffenen als auch für ihr Umfeld.

    Informationen rund um die Bücher und Online-Kurse von Bärbel Wardetzki gibt es unter:

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    31 min
  • Dr. Gitta Jacob: Wann sollten wir unser inneres Kind in Ruhe lassen - und wann nicht?
    Wie gehen wir mit unserer Vergangenheit um?

    In den letzten Jahren hat sich die Beschäftigung mit dem inneren Kind zu einem regelrechten Trend entwickelt. Zahlreiche Selbsthilfebücher und Therapieansätze widmen sich diesem Konzept und ermutigen dazu, sich intensiv mit den Erfahrungen der Kindheit auseinanderzusetzen. Doch ist das immer der richtige Weg? Die Schematherapeutin Dr. Gitta Jacob stellt in ihrem neuen Buch "Leben geht nur vorwärts" die Frage: Wann sollten wir das innere Kind in Ruhe lassen und einfach weitermachen?

    Eine zu intensive Selbstbeschau kann die Gefahr bergen, Verantwortung für das eigene Handeln zu untergraben. Dr. Jacob betont, dass Psychotherapie an ihre Grenzen kommt, wenn sie sich ausschließlich um die Vergangenheit dreht. Das ständige Kreisen um die eigene Kindheit kann dazu führen, in alten Mustern gefangen zu bleiben und den Blick für die Gegenwart zu verlieren. Besonders problematisch wird es, wenn in der Gegenwart keine akuten Probleme bestehen, die eine solche Fokussierung rechtfertigen würden.

    Im ausführlichen Gespräch mit Daniel Fürg erläutert Dr. Jacob, wie ein ausgewogenes Verhältnis zur eigenen Vergangenheit gefunden werden kann. Es gehe darum, das innere Kind zu erkennen und zu akzeptieren, ohne ihm die Kontrolle über das heutige Leben zu überlassen. Ihr Buch bietet konkrete Denkanstöße und praktische Tipps, wie dieser Balanceakt gelingen kann.

    "Leben geht nur vorwärts" ist ein Aufruf zur Selbstverantwortung und ein Plädoyer für einen pragmatischen Umgang mit der eigenen Geschichte. Dr. Jacob zeigt auf, dass es manchmal besser ist, das innere Kind loszulassen und sich auf das Erwachsenen-Ich zu konzentrieren. Nur so können die Herausforderungen des Lebens wirklich gemeistert werden. Ihre Botschaft: Lernen wir, mit unserer Vergangenheit in Frieden zu leben, ohne uns von ihr beherrschen zu lassen. Denn letztlich geht das Leben nur vorwärts.

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    32 min
  • Prof. Dr. Volker Busch: Wie bleiben wir in herausfordernden Zeiten mental gesund?
    Wie können wir mit Krisen besser umgehen?

    Fast minütlich ploppen auf unseren Smartphones neue Nachrichten aus aller Welt auf. Viele davon sind eher negativ und machen uns betroffen. Zugleich rücken große Krisen gefühlt immer näher an uns heran. Das kann uns schnell überfordern und zu einem zusätzlichen Risiko für unsere mentale Gesundheit werden. Dabei sieht unsere ganz persönliche, individuelle Zukunft meist gar nicht so schlimm aus.

    Prof. Dr. Volker Busch ist Psychiater und Neurowissenschaftler. Er leitet eine Arbeitsgruppe an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg und erforscht mit seinem Team die psychophysiologischen Zusammenhänge von Stress, Schmerz und Emotionen. Außerdem arbeitet er therapeutisch mit Menschen, die unter Belastungen verschiedenster Art leiden und begleitet sie auf dem Weg zu psychischer Gesundheit und Zufriedenheit. Nebenher schreibt er Bücher und produziert mit "Gehirn gehört" einen eigenen Podcast.

    Er ist fest davon überzeugt, dass wir gerade in diesen herausfordernden Zeiten mehr Zuversicht brauchen, wenn wir mental fit bleiben möchten. In seinem aktuellen Buch "Kopf hoch!" erklärt er, welche Faktoren uns aktuell psychisch belasten und wie wir besser mit diesen umgehen können.

    Alle Informationen rund um das Buch "Kopf hoch!" gibt es unter:

    https://kopf-hoch.online

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    36 min
  • Esther Pauchard: Wie hängen körperliche und psychische Gesundheit zusammen?
    Welchen Einfluss hat unser mentales Wohlbefinden?

    In einer Welt, in der die Medizin oft nach schnellen, technischen Lösungen für Krankheiten sucht, bietet das jüngste Buch von Esther Pauchard, "Jenseits der Sprechstunde: Das Rezept sind Sie", eine erfrischende Perspektive. Die Psychiaterin argumentiert, dass der Schlüssel zu einer nachhaltigen Gesundheit auch in unserer eigenen mentalen Haltung liegt. Durch die Förderung eines starken mentalen Setups können wir nicht nur den Verlauf von Erkrankungen positiv beeinflussen, sondern auch deren Entstehung vorbeugen.

    Die Bedeutung von Selbstwirksamkeit, also der Überzeugung, schwierige Situationen aus eigener Kraft bewältigen zu können, wird oft unterschätzt. Unsere Gesellschaft tendiert dazu, Verantwortung an Fachleute abzugeben, was dazu führen kann, dass wir vergessen, wie viel Einfluss wir selbst auf unser Wohlbefinden haben. Pauchard betont, dass ein Umdenken erforderlich ist: Weg von einem rein biologisch-technischen Menschenbild, hin zu einer Anerkennung der Komplexität des Menschseins und der multifaktoriellen Ursachen von Krankheiten.

    Dieser ganzheitliche Ansatz schlägt eine Brücke zur Resilienz, nicht nur im Kontext mentaler, sondern auch physischer Gesundheit. Es geht nicht darum, Gesundheit als Glückssache zu betrachten, sondern als etwas, das aktiv gestaltet werden kann. Die Autorin weist darauf hin, dass unsere Gedanken, Gefühle und sozialen Interaktionen einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

    Darüber hinaus kritisiert Pauchard die Neigung, sich in Selbstmitleid und negativen Gedanken zu verlieren. Sie plädiert für einen bewussteren Umgang mit unseren Emotionen und für eine Kultur der Dankbarkeit und des Genusses als Mittel zur Steigerung der mentalen Gesundheit.

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    35 min
  • Dr. Nils Backhaus: Wie ungesund ist unsere Arbeitswelt?
    Wie gesund ist ein Plus an Flexibilität?

    Unsere Arbeitswelt hat sich in den vergangenen zehn Jahren stark verändert. Auch die Pandemie hat hierzu einen starken Beitrag geleistet. Doch welche Auswirkungen haben all diese Veränderungen auf Arbeitnehmer? Tragen ein Plus an Flexibilität, ein höheres Maß an Remote-Work und ein immer stärker ausgeprägter Arbeitnehmermarkt zu einem Umfeld bei, das mentale Gesundheit eher fördert oder gefährdet?

    Dr. Nils Backhaus beschäftigt sich mit dieser Frage intensiv. Er leitet die Gruppe Arbeitszeit und Flexibilisierung an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Im ausführlichen Gespräch mit Daniel Fürg gibt er spannende Einblicke in seine Arbeit, beurteilt die gegenwärtige Situation und macht klar, worauf es am Ende wirklich ankommt, wenn wir unsere mentale Gesundheit schützen wollen.

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    Fotoquelle: Uwe Völkner / Fotoagentur FOX

    34 min
  • Wie können wir ein Trauma nachhaltig hinter uns lassen?
    Im Gespräch mit Christine Seidel

    Angstgefühle, Panikattacken und Depressionen: Viele kennen die Symptome immer wieder aufflammender mentaler Verletzungen. Diese Retraumatisierungen können durch alle möglichen Situationen eintreten - und lähmen uns komplett. Sie sind die Folge von häufig fehlender Therapie, von verschiedensten Formen von Traumen. Wir scheuen professionelle psychologische Hilfe immer noch zu häufig und müssen dann mit den langfristigen Folgen leben.

    Christine Seidel arbeitet als Traumatherapeutin und energetischer Coach mit eigener Praxis in Berlin. Sie ist Dipl. Sozialpädagogin, Heilpraktikerin Psychotherapie, Vortragende und Autorin. In ihren Büchern "Wenn die Seele nicht heilen will" und "Dein Herz heilt" gibt sie ihr umfangreiches Wissen rund um die Welt der Traumen weiter - und erklärt Übungen, die im Rahmen der Selbsthilfe in schwierigen Situationen funktionieren können.

    Im ausführlichen Gespräch mit Alexander Nusselt und Daniel Fürg geht sie auf verschiedene Arten und Formen der Traumatisierung und Retraumatisierung ein und erklärt, was wirklich nachhaltig helfen kann.

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    Fotoquelle: fizkes / Shutterstock.com

    53 min

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Heute dies, morgen das. Immer ist irgendetwas Neues, etwas Anderes auf das wir uns einstellen müssen, mit dem wir klar kommen müssen. Das kann uns schon einmal überfordern, wütend machen und aus der Spur werfen. Es ist ok, wenn es uns manchmal einfach etwas zu viel wird. Lasst uns darüber reden!

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