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Wer nicht auf Gott hört, muss mit Konsequenzen rechnen. Der Prophet Jeremia erhält von Gott den Auftrag, dem Volk Gottes Gerichtshandeln anzukündigen. Von harten Konsequenzen sprechen zu müssen ist an sich ja schon schwierig. Wenn man diese Konsequenzen aber als lebendiges Beispiel selber erleiden muss, dann ist das sicherlich doppelt hart. Genauso erging es Jeremia. Gott verbietet seinem Propheten drei Dinge: Erstens soll er nicht heiraten und keine Kinder bekommen. Zweitens soll Jeremia in kein Trauerhaus gehen. Er soll an keinen Trauerzeremonien teilnehmen und soll keine Trauernden trösten. Und drittens soll er an keinen Feiern teilnehmen. Er soll nicht mit anderen zusammen fröhlich essen und trinken und mit ihnen Freude teilen.
Damit schickt Gott Jeremia in totale Isolation und Einsamkeit. Er darf keine Gemeinschaft mit anderen Menschen haben. Jeremia erlebt persönlich, wie schwer das Gericht Gottes auf Israel lastet. Gott sagt hier wörtlich: „Ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen“ und er sagt, dass er Israel aus seinem Land verstoßen will.
Das sind harte Gerichtsankündigungen. Den Grund für all das Schlimme, das kommen wird, soll Jeremia seinen Landsleuten auch erklären. Sie folgten ihrem eigenen harten Herzen und hörten nicht auf Gott. Es wird hier klar: Sünde hat Konsequenzen. Allerdings lesen wir später noch im selben Kapitel, dass Gott Israel wieder in das Land zurückführen wird.
Jeremia sagt dann auch in seinen Klageliedern in Kapitel 3 in den Versen 22 und 23: „Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“
Jeremia hatte keine einfachen Botschaften zu verkündigen. Es war für ihn oftmals schwer, ein Prophet Gottes zu sein, und er hatte oft Mühe, Gottes Handeln zu verstehen. Jeremia hatte den Eindruck, dass die Botschaften Gottes an sein Volk auf taube Ohren stießen, und das machte ihm sehr zu schaffen. Und doch weiß er, dass Gottes Barmherzigkeit kein Ende haben wird. Jeden einzelnen Morgen ist Gottes Barmherzigkeit da. Bei allen Schwierigkeiten, bei allem Schweren, das er zu verkündigen hat, verlässt er sich doch auf Gottes große Treue.
Ich arbeite bei der Evangelischen Karmelmission. Wir berichten Muslimen, dass Gottes Barmherzigkeit uns auch heute noch gilt. Einer, der den Eindruck hatte, dass er aufgrund seiner Sünde verloren ist, aber dann Gottes Barmherzigkeit erfahren hat, ist unser Mitarbeiter Mike in Malaysia. 1984 wurde er als Muslim in Malaysia geboren. Sein Vater ist Malaie mit japanischen Wurzeln, die Mutter Chinesin. Aufgrund seines chinesischen Aussehens wurde er von den Muslimen an seinem Wohnort nicht akzeptiert. Somit ging er auch auf eine chinesische Universität, wo er seine erste Freundin kennenlernte. Nach wenigen Monaten war die junge Frau schwanger. In der dortigen Kultur war es ein großes Problem, ein Kind zu erwarten, ohne verheiratet zu sein. Mike drängte seine Freundin gegen deren Willen zur Abtreibung. Nachdem das Kind abgetrieben war, begann für Mike eine sehr schwierige Zeit. Er berichtete mir: „Danach empfand ich unendliche Schuld in meinem Herzen. Ich war mir absolut sicher, dass ich in die Hölle gehen werde. Mein Leben für ein Leben, das ich genommen hatte. Danach war mein Leben wie die Hölle.“
Eines Tages bekam der Zimmernachbar von Mike im Wohnheim eine Einladung zu einem Studententreffen in die Hand. Die Besonderheit daran war, dass ein kostenloses Essen angeboten wurde. Mike ließ sich deshalb überreden mitzukommen. Es gab Hamburger, die man sich selbst zusammenstellen und braten durfte. Als die zwei jungen Männer gerade am Burgerbraten waren, kamen zwei Frauen an ihren Tisch und luden Mike ein, am nächsten Vormittag zu einer Vortragsveranstaltung zu kommen. Mike wusste zwar nicht, um was es ging, und er hatte auch gar keine Lust, sagte aber zu, da es in seiner Kultur üblich ist, nichts umsonst anzunehmen. Er hatte also den Eindruck, da er nun den Hamburger geschenkt bekam, müsste er zustimmen am nächsten Tag teilzunehmen.
Als er an diesem Sonntagmorgen in der Veranstaltung saß und die Lieder hörte, die gesungen wurden, begriff er auf einmal, dass er in einem christlichen Gottesdienst gelandet war. Mike berichtete: „Es war ein Ostergottesdienst. Bis zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar, dass ich in einer Kirche saß. Denn es gab keine Kreuze und keine Bänke. Aber als ich die Anbetungslieder hörte, war mir klar: ich bin in einer Kirche. Ich wollte nur raus!
Auf einmal aber spürte ich einen Frieden in meinem Herzen. Ich blieb und hörte der Predigt zu. Ich hörte vom Tod und der Auferstehung Jesu, ich hörte, dass es nur einen Weg gibt, wie meine Sünde vergeben werden kann und dass ich Gewissheit haben kann, in den Himmel zu kommen. Der einzige Weg, ewigen Frieden in meinem Herzen zu erhalten, ist, Jesus als meinen Erlöser anzunehmen.“ Mike wurde klar, dass Jesus ihm seine Schuld vergeben möchte. Er begriff, dass Gottes Barmherzigkeit auch ihm gilt. Einige Tage dachte Mike darüber nach, ob er wirklich Christ werden sollte. Es war ihm klar, dass dieser Schritt für ihn gefährlich sein und Verfolgung nach sich ziehen würde. Trotzdem ging er nach einigen Tagen wieder in die christliche Gemeinde und suchte das Gespräch mit den Mitarbeitern dort. Er wollte Jesus Christus nachfolgen, obwohl er wusste, welche Konsequenzen das für ihn haben würde. Und tatsächlich, die Polizei in Malaysia machte ihm in der Folgezeit das Leben schwer. Die eigenen Eltern konnten es nicht fassen, dass ihr Sohn den Islam verlassen hatte, und steckten ihn in einen sogenannten Umerziehungskurs. Der Vater versuchte alles in seiner Macht Stehende, um Mike zum Islam zurückzubringen. Er zwang ihn sogar, ihn auf eine Pilgerreise nach Mekka zu begleiten. Mike blieb aber Jesus treu. Er wusste, dass Jesus ihm seine Schuld vergeben hatte und ihm jeden Tag barmherzig ist. Er hatte nun trotz der Schwierigkeiten echten Frieden in seinem Leben.
In unserem Text aus Jeremia Kapitel 16 muss Jeremia davon sprechen, dass Gott Seinen Frieden weggenommen und dem Volk Gnade und Barmherzigkeit entzogen hat. Wir können aber wissen, dass Gott seine Barmherzigkeit nicht für immer entzogen hat, sondern seinem Volk gnädig ist und auch uns jeden Tag Gnade und Barmherzigkeit und seinen Frieden schenken will. Ja, wer nicht auf Gott hört, muss mit schweren Konsequenzen rechnen, aber wenn wir unsere Sünde bekennen, vergibt Gott, und seine Gnade hat kein Ende!
Autor: Stefano Fehr
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By ERF - Der Sinnsender5
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Wer nicht auf Gott hört, muss mit Konsequenzen rechnen. Der Prophet Jeremia erhält von Gott den Auftrag, dem Volk Gottes Gerichtshandeln anzukündigen. Von harten Konsequenzen sprechen zu müssen ist an sich ja schon schwierig. Wenn man diese Konsequenzen aber als lebendiges Beispiel selber erleiden muss, dann ist das sicherlich doppelt hart. Genauso erging es Jeremia. Gott verbietet seinem Propheten drei Dinge: Erstens soll er nicht heiraten und keine Kinder bekommen. Zweitens soll Jeremia in kein Trauerhaus gehen. Er soll an keinen Trauerzeremonien teilnehmen und soll keine Trauernden trösten. Und drittens soll er an keinen Feiern teilnehmen. Er soll nicht mit anderen zusammen fröhlich essen und trinken und mit ihnen Freude teilen.
Damit schickt Gott Jeremia in totale Isolation und Einsamkeit. Er darf keine Gemeinschaft mit anderen Menschen haben. Jeremia erlebt persönlich, wie schwer das Gericht Gottes auf Israel lastet. Gott sagt hier wörtlich: „Ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen“ und er sagt, dass er Israel aus seinem Land verstoßen will.
Das sind harte Gerichtsankündigungen. Den Grund für all das Schlimme, das kommen wird, soll Jeremia seinen Landsleuten auch erklären. Sie folgten ihrem eigenen harten Herzen und hörten nicht auf Gott. Es wird hier klar: Sünde hat Konsequenzen. Allerdings lesen wir später noch im selben Kapitel, dass Gott Israel wieder in das Land zurückführen wird.
Jeremia sagt dann auch in seinen Klageliedern in Kapitel 3 in den Versen 22 und 23: „Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.“
Jeremia hatte keine einfachen Botschaften zu verkündigen. Es war für ihn oftmals schwer, ein Prophet Gottes zu sein, und er hatte oft Mühe, Gottes Handeln zu verstehen. Jeremia hatte den Eindruck, dass die Botschaften Gottes an sein Volk auf taube Ohren stießen, und das machte ihm sehr zu schaffen. Und doch weiß er, dass Gottes Barmherzigkeit kein Ende haben wird. Jeden einzelnen Morgen ist Gottes Barmherzigkeit da. Bei allen Schwierigkeiten, bei allem Schweren, das er zu verkündigen hat, verlässt er sich doch auf Gottes große Treue.
Ich arbeite bei der Evangelischen Karmelmission. Wir berichten Muslimen, dass Gottes Barmherzigkeit uns auch heute noch gilt. Einer, der den Eindruck hatte, dass er aufgrund seiner Sünde verloren ist, aber dann Gottes Barmherzigkeit erfahren hat, ist unser Mitarbeiter Mike in Malaysia. 1984 wurde er als Muslim in Malaysia geboren. Sein Vater ist Malaie mit japanischen Wurzeln, die Mutter Chinesin. Aufgrund seines chinesischen Aussehens wurde er von den Muslimen an seinem Wohnort nicht akzeptiert. Somit ging er auch auf eine chinesische Universität, wo er seine erste Freundin kennenlernte. Nach wenigen Monaten war die junge Frau schwanger. In der dortigen Kultur war es ein großes Problem, ein Kind zu erwarten, ohne verheiratet zu sein. Mike drängte seine Freundin gegen deren Willen zur Abtreibung. Nachdem das Kind abgetrieben war, begann für Mike eine sehr schwierige Zeit. Er berichtete mir: „Danach empfand ich unendliche Schuld in meinem Herzen. Ich war mir absolut sicher, dass ich in die Hölle gehen werde. Mein Leben für ein Leben, das ich genommen hatte. Danach war mein Leben wie die Hölle.“
Eines Tages bekam der Zimmernachbar von Mike im Wohnheim eine Einladung zu einem Studententreffen in die Hand. Die Besonderheit daran war, dass ein kostenloses Essen angeboten wurde. Mike ließ sich deshalb überreden mitzukommen. Es gab Hamburger, die man sich selbst zusammenstellen und braten durfte. Als die zwei jungen Männer gerade am Burgerbraten waren, kamen zwei Frauen an ihren Tisch und luden Mike ein, am nächsten Vormittag zu einer Vortragsveranstaltung zu kommen. Mike wusste zwar nicht, um was es ging, und er hatte auch gar keine Lust, sagte aber zu, da es in seiner Kultur üblich ist, nichts umsonst anzunehmen. Er hatte also den Eindruck, da er nun den Hamburger geschenkt bekam, müsste er zustimmen am nächsten Tag teilzunehmen.
Als er an diesem Sonntagmorgen in der Veranstaltung saß und die Lieder hörte, die gesungen wurden, begriff er auf einmal, dass er in einem christlichen Gottesdienst gelandet war. Mike berichtete: „Es war ein Ostergottesdienst. Bis zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar, dass ich in einer Kirche saß. Denn es gab keine Kreuze und keine Bänke. Aber als ich die Anbetungslieder hörte, war mir klar: ich bin in einer Kirche. Ich wollte nur raus!
Auf einmal aber spürte ich einen Frieden in meinem Herzen. Ich blieb und hörte der Predigt zu. Ich hörte vom Tod und der Auferstehung Jesu, ich hörte, dass es nur einen Weg gibt, wie meine Sünde vergeben werden kann und dass ich Gewissheit haben kann, in den Himmel zu kommen. Der einzige Weg, ewigen Frieden in meinem Herzen zu erhalten, ist, Jesus als meinen Erlöser anzunehmen.“ Mike wurde klar, dass Jesus ihm seine Schuld vergeben möchte. Er begriff, dass Gottes Barmherzigkeit auch ihm gilt. Einige Tage dachte Mike darüber nach, ob er wirklich Christ werden sollte. Es war ihm klar, dass dieser Schritt für ihn gefährlich sein und Verfolgung nach sich ziehen würde. Trotzdem ging er nach einigen Tagen wieder in die christliche Gemeinde und suchte das Gespräch mit den Mitarbeitern dort. Er wollte Jesus Christus nachfolgen, obwohl er wusste, welche Konsequenzen das für ihn haben würde. Und tatsächlich, die Polizei in Malaysia machte ihm in der Folgezeit das Leben schwer. Die eigenen Eltern konnten es nicht fassen, dass ihr Sohn den Islam verlassen hatte, und steckten ihn in einen sogenannten Umerziehungskurs. Der Vater versuchte alles in seiner Macht Stehende, um Mike zum Islam zurückzubringen. Er zwang ihn sogar, ihn auf eine Pilgerreise nach Mekka zu begleiten. Mike blieb aber Jesus treu. Er wusste, dass Jesus ihm seine Schuld vergeben hatte und ihm jeden Tag barmherzig ist. Er hatte nun trotz der Schwierigkeiten echten Frieden in seinem Leben.
In unserem Text aus Jeremia Kapitel 16 muss Jeremia davon sprechen, dass Gott Seinen Frieden weggenommen und dem Volk Gnade und Barmherzigkeit entzogen hat. Wir können aber wissen, dass Gott seine Barmherzigkeit nicht für immer entzogen hat, sondern seinem Volk gnädig ist und auch uns jeden Tag Gnade und Barmherzigkeit und seinen Frieden schenken will. Ja, wer nicht auf Gott hört, muss mit schweren Konsequenzen rechnen, aber wenn wir unsere Sünde bekennen, vergibt Gott, und seine Gnade hat kein Ende!
Autor: Stefano Fehr
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