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Jesus ist in seinem Heimatort unerwünscht. Seine Botschaft trifft die Zuhörer hart. Sie fühlen sich derart auf den Schlips getreten, dass sie Jesus loswerden wollen. Der aufgebrachte Mob will ihn sogar töten. Doch Jesus geht mitten durch die aufgebrachte Menschenmenge hinweg. Jesus geht weiter nach Kapernaum, einer Stadt am Nordwestufer vom See Genezareth.
Heute steht über dem Eingang zur Stadt ein Schild mit der Aufschrift: „The Town of Jesus“, also „die Stadt Jesu“.
Es ist Sabbat. Die jüdische Gemeinde ist wie üblich in der Synagoge versammelt. Sonst predigen hier die Schriftgelehrten. Doch heute ist alles anders. Heute ist Jesus hier. Er predigt mit Vollmacht. Ganz anders als sie es sonst erleben. So eine Verkündigung haben sie noch nicht gehört. Es hält sie kaum noch auf ihren Plätzen. Besonders hat es ein Gemeindeglied getroffen. Ob dieser Mensch ständig zur Gemeinde ging und unerkannt unter vielen war, wird nicht berichtet. Wir erfahren aber über ihn, dass er von einem unreinen Geist besessen war.
Jedenfalls hält dieser es nicht länger aus. Jesus hat ihn entlarvt. Laut schreiend kommt all das heraus, was ihn belastet und niedergemacht hat. Das Böse in ihm wehrt sich mit aller Kraft. „Was willst du von uns, Jesus? Wir haben Angst, dass du uns vernichtest, uns den Platz in diesem Menschen streitig machst. Wir kennen dich, du hast die Macht über uns, schließlich bist du der Heilige Gottes.“
Jesus kennt kein Pardon. Drohend spricht er das göttliche Machtwort: „Schweig und verschwinde!“ Sofort verschwindet der böse Geist. Er wirft den Menschen zwar noch zu Boden, doch der bleibt unverletzt. - Wie befreit wird dieser zuvor geplagte Mensch anschließend aufgestanden sein!
Damit hatte niemand in der Synagoge von Kapernaum gerechnet. Der Schreck sitzt noch tief. Was war das denn jetzt? Zuerst eine Predigt, wie sie zuvor noch nie eine gehört hatten. Und dann erleben sie auch noch die Vollmacht Jesu über das Böse in einem Menschen mit. Diesen Sabbatgottesdienst werden sie sicher nicht vergessen.
Drei Gedanken sind mir besonders wichtig geworden:
Da ist ein junger Mann, der nur dann in die Gemeinde geht, wenn er von einem Mitarbeiter abgeholt wird. Ihn selbst zieht nichts zum Gottesdienst. Gottes Wort und andere Menschen sind ihm völlig gleichgültig. Er sieht nur sich selbst. Gott und die Welt sind ihm egal. So geht das jahrelang. Immer das Gleiche - Leute, Lieder, Predigtstil. Er geht nur mit, weil sich der Mitarbeiter so sehr um ihn kümmert. Dann, an einem ganz normalen Sonntag, ändert sich alles. Plötzlich spürt er, dass dieser Jesus ganz persönlich für ihn da ist. Jesus und ich, wir gehören zusammen!
Das ganze Leben des jungen Mannes wird umgekrempelt. Gerne geht er von nun an unter Gottes Wort. Dann arbeitet er im CVJM mit, lädt andere ein, ja holt sie sogar zu Hause ab. Später studiert er Theologie und wird Pfarrer.
Dieser junge Mann hat es ganz hautnah erfahren, was der Apostel Paulus im Brief an die Christen in Korinth geschrieben hat: „Gehört also jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen.“ 2. Korinther 5, 17 (HFA).
So ist auch der Mensch in der Synagoge in Kapernaum durch Jesus verändert worden. Als er wieder aufstehen kann, fängt für ihn ein völlig neues Leben an.
Was bereits der Prophet Jesaja erkennen durfte, ist Realität geworden. Als aber die von Gott festgesetzte Zeit kam, sandte er seinen Sohn zu uns. Galater 4, 4
Jesus ist in diese Welt gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Er soll den Armen das Evangelium verkünden. Gefangene sollen durch Jesus von der Freiheit hören, Blinde sollen wieder sehen können. Selbst Unterdrückte, Zerschlagene, ja sogar Besessene sollen wieder frei werden.
Wir leben in einer Zeit der vielen Worte. Viele meinen, sich zu Dingen äußern zu müssen, von denen sie wenig Ahnung haben. Bei Jesus ist das ganz anders. Er weiß, wovon er spricht. Jesus kennt Himmel und Erde, wie kein anderer. Er war schon bei den ersten Schöpfungsgedanken Gottes dabei.
Und nun ist er als Mensch unter Menschen unterwegs. Hautnah mit Gottes Geschöpfen, ihren Sorgen, Problemen, ihren Krankheiten. Jesus sieht die Last von Schuld und Sünde, die die Menschen mit sich herumtragen. Jesus sieht, wie die Menschheit vor ihrem Ende steht. Hilflos den Machtgierigen und Skrupellosen ausgeliefert.
Aber Jesus weiß ganz genau, welche Kompetenz er von seinem Vater erhalten hat. Jesus spricht: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Matthäus 28,18.
Deshalb sind Jesu Worte ganz besondere Worte. Kein „Basta“, wie Politiker sagen, um damit ihre Bedeutung zu demonstrieren. Wenn Jesus spricht, erfahren Menschen die Macht seiner Worte. Unmittelbar, persönlich, zuverlässig, eindeutig.
Schon im Psalm 33 wird uns das Besondere an Gottes Wort überzeugend dargestellt: „Des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss. Wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da.“
Wer Antworten im Leben, fürs Leben sucht, ist bei Jesus genau richtig. Schon sein Mitarbeiter Petrus hat das erkannt, als er Jesus fragt: „Herr, wohin sonst sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“
Autor: Henning Kämpf
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By ERF - Der Sinnsender5
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Jesus ist in seinem Heimatort unerwünscht. Seine Botschaft trifft die Zuhörer hart. Sie fühlen sich derart auf den Schlips getreten, dass sie Jesus loswerden wollen. Der aufgebrachte Mob will ihn sogar töten. Doch Jesus geht mitten durch die aufgebrachte Menschenmenge hinweg. Jesus geht weiter nach Kapernaum, einer Stadt am Nordwestufer vom See Genezareth.
Heute steht über dem Eingang zur Stadt ein Schild mit der Aufschrift: „The Town of Jesus“, also „die Stadt Jesu“.
Es ist Sabbat. Die jüdische Gemeinde ist wie üblich in der Synagoge versammelt. Sonst predigen hier die Schriftgelehrten. Doch heute ist alles anders. Heute ist Jesus hier. Er predigt mit Vollmacht. Ganz anders als sie es sonst erleben. So eine Verkündigung haben sie noch nicht gehört. Es hält sie kaum noch auf ihren Plätzen. Besonders hat es ein Gemeindeglied getroffen. Ob dieser Mensch ständig zur Gemeinde ging und unerkannt unter vielen war, wird nicht berichtet. Wir erfahren aber über ihn, dass er von einem unreinen Geist besessen war.
Jedenfalls hält dieser es nicht länger aus. Jesus hat ihn entlarvt. Laut schreiend kommt all das heraus, was ihn belastet und niedergemacht hat. Das Böse in ihm wehrt sich mit aller Kraft. „Was willst du von uns, Jesus? Wir haben Angst, dass du uns vernichtest, uns den Platz in diesem Menschen streitig machst. Wir kennen dich, du hast die Macht über uns, schließlich bist du der Heilige Gottes.“
Jesus kennt kein Pardon. Drohend spricht er das göttliche Machtwort: „Schweig und verschwinde!“ Sofort verschwindet der böse Geist. Er wirft den Menschen zwar noch zu Boden, doch der bleibt unverletzt. - Wie befreit wird dieser zuvor geplagte Mensch anschließend aufgestanden sein!
Damit hatte niemand in der Synagoge von Kapernaum gerechnet. Der Schreck sitzt noch tief. Was war das denn jetzt? Zuerst eine Predigt, wie sie zuvor noch nie eine gehört hatten. Und dann erleben sie auch noch die Vollmacht Jesu über das Böse in einem Menschen mit. Diesen Sabbatgottesdienst werden sie sicher nicht vergessen.
Drei Gedanken sind mir besonders wichtig geworden:
Da ist ein junger Mann, der nur dann in die Gemeinde geht, wenn er von einem Mitarbeiter abgeholt wird. Ihn selbst zieht nichts zum Gottesdienst. Gottes Wort und andere Menschen sind ihm völlig gleichgültig. Er sieht nur sich selbst. Gott und die Welt sind ihm egal. So geht das jahrelang. Immer das Gleiche - Leute, Lieder, Predigtstil. Er geht nur mit, weil sich der Mitarbeiter so sehr um ihn kümmert. Dann, an einem ganz normalen Sonntag, ändert sich alles. Plötzlich spürt er, dass dieser Jesus ganz persönlich für ihn da ist. Jesus und ich, wir gehören zusammen!
Das ganze Leben des jungen Mannes wird umgekrempelt. Gerne geht er von nun an unter Gottes Wort. Dann arbeitet er im CVJM mit, lädt andere ein, ja holt sie sogar zu Hause ab. Später studiert er Theologie und wird Pfarrer.
Dieser junge Mann hat es ganz hautnah erfahren, was der Apostel Paulus im Brief an die Christen in Korinth geschrieben hat: „Gehört also jemand zu Christus, dann ist er ein neuer Mensch. Was vorher war, ist vergangen, etwas völlig Neues hat begonnen.“ 2. Korinther 5, 17 (HFA).
So ist auch der Mensch in der Synagoge in Kapernaum durch Jesus verändert worden. Als er wieder aufstehen kann, fängt für ihn ein völlig neues Leben an.
Was bereits der Prophet Jesaja erkennen durfte, ist Realität geworden. Als aber die von Gott festgesetzte Zeit kam, sandte er seinen Sohn zu uns. Galater 4, 4
Jesus ist in diese Welt gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Er soll den Armen das Evangelium verkünden. Gefangene sollen durch Jesus von der Freiheit hören, Blinde sollen wieder sehen können. Selbst Unterdrückte, Zerschlagene, ja sogar Besessene sollen wieder frei werden.
Wir leben in einer Zeit der vielen Worte. Viele meinen, sich zu Dingen äußern zu müssen, von denen sie wenig Ahnung haben. Bei Jesus ist das ganz anders. Er weiß, wovon er spricht. Jesus kennt Himmel und Erde, wie kein anderer. Er war schon bei den ersten Schöpfungsgedanken Gottes dabei.
Und nun ist er als Mensch unter Menschen unterwegs. Hautnah mit Gottes Geschöpfen, ihren Sorgen, Problemen, ihren Krankheiten. Jesus sieht die Last von Schuld und Sünde, die die Menschen mit sich herumtragen. Jesus sieht, wie die Menschheit vor ihrem Ende steht. Hilflos den Machtgierigen und Skrupellosen ausgeliefert.
Aber Jesus weiß ganz genau, welche Kompetenz er von seinem Vater erhalten hat. Jesus spricht: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ Matthäus 28,18.
Deshalb sind Jesu Worte ganz besondere Worte. Kein „Basta“, wie Politiker sagen, um damit ihre Bedeutung zu demonstrieren. Wenn Jesus spricht, erfahren Menschen die Macht seiner Worte. Unmittelbar, persönlich, zuverlässig, eindeutig.
Schon im Psalm 33 wird uns das Besondere an Gottes Wort überzeugend dargestellt: „Des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss. Wenn er spricht, so geschieht’s; wenn er gebietet, so steht’s da.“
Wer Antworten im Leben, fürs Leben sucht, ist bei Jesus genau richtig. Schon sein Mitarbeiter Petrus hat das erkannt, als er Jesus fragt: „Herr, wohin sonst sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“
Autor: Henning Kämpf
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