Ein Podcast-Gespräch mit Maria Schürz und Jürgen Vogel zu Bewegung im Alltag
Unser Körper ist gemacht für Bewegung – und doch scheint es, als würden wir diese Fähigkeit im Laufe des Lebens ein Stück weit verlernen. Genau hier setzt diese Folge von „Kaleidoskop Leben“ an. Ausgangspunkt ist eine erstaunliche Zahl: Rund 140 frei bewegliche Gelenke besitzt der menschliche Körper. Sie zeigen, wie sehr Bewegung zu unserem Wesen gehört – und wie komplex das Zusammenspiel ist, das dafür notwendig ist.
Doch Bewegung ist weit mehr als Sport oder Training. Sie beginnt im Alltag, oft ganz unbemerkt. Während Kinder ganz selbstverständlich aktiv sind, verändert sich der Umgang mit Bewegung im Laufe des Lebens. Im Erwachsenenalter wird sie häufig zur Stressbewältigung oder zur Prävention eingesetzt, im höheren Alter wird sie entscheidend, um Mobilität und Selbstständigkeit zu erhalten.
In dieser Folge wird deutlich, dass Bewegung keine Frage des Alters ist, sondern ein lebenslanger Prozess. Gleichzeitig wird spürbar, dass viele Menschen den Zugang dazu verlieren oder sich unsicher fühlen, wie sie beginnen sollen. Genau hier brauchen es neue Ansätze – und vor allem ein neues Verständnis davon, was Bewegung eigentlich bedeutet.
Im Gespräch wird ein ganzheitlicher Blick auf Gesundheit entwickelt. Bewegung wird nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines größeren Ganzen. Körperliche, psychische, soziale und emotionale Aspekte greifen ineinander und beeinflussen sich gegenseitig. Gesundheit bedeutet daher mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit – sie umfasst das gesamte Wohlbefinden eines Menschen.
Ein zentraler Gedanke der Folge ist die sogenannte Bewegungskompetenz. Dabei geht es nicht nur darum, was Einrichtungen oder Expert*innen können, sondern vor allem darum, Menschen zu befähigen, ihren eigenen Körper besser kennenzulernen. Statt starrer Trainingspläne stehen individuelle Wege im Mittelpunkt.
Die Gäste zeigen, dass es keinen perfekten Einstieg geben muss. Oft reicht schon ein kleiner Schritt, um etwas in Bewegung zu bringen. Besonders hervorzuheben ist die Botschaft, dass es nie zu spät ist, aktiv zu werden. Selbst kleine Veränderungen können langfristig eine große Wirkung entfalten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Motivation. Bewegung gelingt oft leichter, wenn sie realistisch in den Alltag integriert wird und Freude macht. Gemeinschaft kann dabei eine entscheidende Rolle spielen – sei es in Kursen oder gemeinsam mit anderen Menschen.
Auch die Rolle der Elisabethinen wird in dieser Folge beleuchtet. Es geht darum, Brücken zu bauen: zwischen medizinischer Versorgung, Therapie und langfristigem Training. Ziel ist ein lückenloses Angebot, das Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen begleitet.
Das Konzept eines Bewegungskompetenzzentrums zeigt, wie dieser Ansatz konkret umgesetzt werden kann. Hier werden verschiedene Angebote miteinander verbunden, um sowohl Prävention als auch Nachsorge abzudecken.
Gleichzeitig wird deutlich, dass Bewegung kein exklusives Thema ist. Sie betrifft alle Menschen – unabhängig von Alter, Fitnesslevel oder Vorerfahrungen. Gerade deshalb braucht es Angebote, die niederschwellig und individuell angepasst sind.
Die Folge lädt dazu ein, den eigenen Zugang zu Bewegung zu hinterfragen. Wann habe ich mich zuletzt bewusst bewegt? Was tut mir gut? Und welche kleinen Veränderungen könnte ich heute schon umsetzen?
Am Ende bleibt eine einfache, aber kraftvolle Botschaft: Bewegung ist keine Pflicht, sondern eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun und die eigene Lebensqualität nachhaltig zu beeinflussen.
Unsere Gäste
Maria Schürz und Jürgen Vogel stehen für einen modernen Zugang zu Gesundheit und Bewegung, der weit über klassische Trainingskonzepte hinausgeht. Beide verbindet die Überzeugung, dass Gesundheit nicht nur im Fitnessstudio entsteht, sondern im Alltag jedes einzelnen Menschen.
Maria Schürz bringt einen vielseitigen beruflichen Hintergrund mit. Sie begann ihre Laufbahn als diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester und sammelte anschließend Erfahrungen im Gesundheitsministerium sowie im Ordensklinikum Linz. Heute gestaltet sie als Wirkfeldentwicklerin für Gesundheit und Leben aktiv neue Angebote bei den Elisabethinen und ist im Bereich der ambulanten Rehabilitation tätig. Sie steht für einen ganzheitlichen Blick auf Gesundheit, der sich nicht nur auf körperliche Aspekte beschränkt, sondern auch psychische und soziale Dimensionen einbezieht. Dabei geht es ihr besonders darum, Menschen zu stärken und ihnen Selbstvertrauen im Umgang mit ihrem eigenen Körper zu vermitteln.
Jürgen Vogel verbindet Management-Erfahrung mit einer großen Leidenschaft für Bewegung. Seine beruflichen Stationen führten ihn unter anderem nach Steyr, Dublin und Cambridge. Bei den Elisabethinen verantwortet er mehrere Einrichtungen, darunter das Physiotherapieinstitut und ein Fitnesscenter.
Seine Stärke liegt darin, Bewegung greifbar und alltagstauglich zu machen. Er weiß, wie wichtig Motivation und realistische Ziele sind, um langfristig dranzubleiben. Gemeinsam arbeiten sie daran, Menschen zu inspirieren, ihren eigenen Zugang zu Bewegung zu finden – individuell, nachhaltig und ohne Leistungsdruck.
Weiterführende Links
Bewegungskompetenzzentrum: https://www.die-elisabethinen.at/bewegungskompetenzzentrumOrdensklinikum Linz Elisabethinen: https://www.ordensklinikum.atWHO Bewegungsempfehlungen: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/physical-activityGesundheitsportal Österreich: https://www.gesundheit.gv.at