Kaleidoskop Leben
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Kaleidoskop Leben episodes

  • Zurück ins Leben: Warum Reha auch ambulant geht
    Ein Podcast-Gespräch mit Dr. Adrian Mirtl und Maximilian Luger-Neuhold BSc MSc

    Ein Herzinfarkt, eine schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung oder ein anderes akutes gesundheitliches Ereignis kann das Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Nach der medizinischen Akutversorgung beginnt deshalb ein mindestens ebenso wichtiger Weg: wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu gewinnen und Schritt für Schritt in den Alltag zurückzukehren. Genau hier setzt Rehabilitation an. Doch muss Reha eigentlich immer bedeuten, für mehrere Wochen von zu Hause weg zu sein?

    In dieser Folge von„Kaleidoskop Leben – der Podcast der Elisabethinen für ein inspiriertes Leben“ sprechen Sr. Helena Fürst und Michael Etlinger mit dem Kardiologen Dr. Adrian Mirtl und dem Sportwissenschafter Maximilian Luger-Neuhold BSc MSc über die Möglichkeiten der ambulanten Rehabilitation. Anlass für das Gespräch ist das 25-jährige Bestehen von Cardiomed Linz.

    Die beiden Gäste erklären, was eine ambulante Reha von einem stationären Aufenthalt unterscheidet und für wen dieses Modell geeignet sein kann. Ein wesentlicher Vorteil: Patient*innen bleiben während ihrer Rehabilitation in ihrem vertrauten Umfeld. Was sie in der Therapie lernen, können sie dadurch unmittelbar in Familie, Beruf und Alltag ausprobieren und integrieren.

    Dabei geht es um weit mehr als Sport. Medizin, Trainingstherapie, Physiotherapie, Psychologie und Diätologie greifen ineinander. Gemeinsam sollen sie Menschen dabei unterstützen, nach einer Erkrankung wieder selbstbestimmter mit der eigenen Gesundheit umzugehen. Bewegung wird nicht als kurzfristiges Therapieprogramm verstanden, sondern als etwas, das langfristig zum Leben gehören soll.
    Doch wie gelingt das, wenn Sport bisher überhaupt keine Rolle gespielt hat? Und wie findet man die richtige Form und Intensität von Bewegung, ohne sich gleich überfordern zu müssen? Auch darüber sprechen die beiden Experten. Eine zentrale Botschaft lautet: Effektives Training muss nicht bedeuten, sich zu quälen.
    Besonders spannend ist der Blick auf die verschiedenen Phasen der Rehabilitation. Während die klassische Phase 2 über mehrere Wochen läuft, kann sich die Betreuung in der ambulanten Rehabilitation in Phase 3 deutlich länger erstrecken. Das schafft Zeit, damit aus neu erlernten Verhaltensweisen tatsächlich Gewohnheiten werden können. Im Idealfall mündet dieser Weg schließlich in Phase 4: Bewegung und ein gesundheitsfördernder Lebensstil werden dauerhaft und eigenständig fortgeführt.
    Zur Sprache kommt auch der konkrete Alltag bei Cardiomed Linz. Die Patient*innen verbringen dort üblicherweise mehrere Stunden pro Tag mit aufeinander abgestimmten Therapieeinheiten. Damit soll sich die Rehabilitation möglichst gut mit dem übrigen Leben verbinden lassen. Die Elisabethinen führen Cardiomed Linz auch aktuell als Angebot zur persönlichen Rehabilitation für Herz- und Lungengesundheit.
    Doch Rehabilitation beginnt nicht zwangsläufig erst dann, wenn etwas passiert ist. Ein wichtiger Teil des Gesprächs widmet sich deshalb der Prävention. Wie können Bewegung, Ernährung und ein bewusster Umgang mit Risikofaktoren dazu beitragen, Erkrankungen möglichst früh entgegenzuwirken? Und warum fällt es uns oft leichter, auf Krankheit zu reagieren, anstatt Gesundheit frühzeitig zu fördern?

    Dass Bewegung weit über Rehabilitation hinaus eine Rolle spielt, zeigt auch das Bewegungskompetenzzentrum der Elisabethinen Linz. Dort stehen medizinisch begleitetes individuelles Training, Physiotherapie sowie Angebote zu Selbstmanagement und Prävention im Mittelpunkt. Bei einer Veranstaltung zur Herz-Kreislauf-Gesundheit 2026 präsentierte das Therapeutenteam von Cardiomed zudem die ambulante Herzrehabilitation.

    Vor allem aber macht das Gespräch Mut. Denn die Geschichten ehemaliger Patient*innen zeigen, wie viel sich verändern kann, wenn Menschen einen Weg finden, Bewegung tatsächlich in ihr Leben einzubauen. Niemand muss dafür zum Ultraläufer werden. Entscheidend sind vielmehr passende, realistische Schritte und eine Form der Bewegung, die langfristig zum eigenen Leben passt.
    Eine Folge über Rehabilitation, Eigenverantwortung und Prävention und über die Erkenntnis, dass der Weg zurück ins Leben manchmal mitten im ganz normalen Alltag beginnt.

    Unsere Gäste

    **Dr. Adrian Mirtl **ist Internist und Kardiologe und zum Zeitpunkt der Aufnahme ärztlicher Leiter von Cardiomed Linz. Bevor er diese Aufgabe übernahm, war er laut Gespräch rund 15 Jahre im Krankenhaus tätig. Zusätzlich führt er eine eigene Praxis in Puchenau. An der ambulanten Rehabilitation fasziniert ihn besonders die Verbindung zwischen Kardiologie und Bewegung. Im Podcast macht er deutlich, dass Rehabilitation für ihn nicht bei medizinischen Kontrollen oder Medikamenten endet. Entscheidend ist vielmehr, Menschen wieder Sicherheit im Umgang mit dem eigenen Körper und ihrer Erkrankung zu vermitteln. Dabei setzt er konsequent auf Bewegung als wichtigen Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Diesen Zugang lebt er auch persönlich: Er läuft selbst und ist unter anderem im Ultralauf aktiv. Kraft und Inspiration findet der Vater von drei Söhnen vor allem in seiner Familie und in der Natur.

    Maximilian Luger-Neuhold BSc MSc ist Sportwissenschafter bei Cardiomed Linz und hat sich bereits während seines Studiums auf Trainingstherapie spezialisiert. Seinen Weg zu Cardiomed fand er zunächst über ein Praktikum und blieb anschließend im Team. Im Podcast wird schnell deutlich, dass ihn vor allem die langfristige Entwicklung der Patient*innen interessiert. Training soll nicht nur während der Reha funktionieren, sondern auch danach einen realistischen Platz im Alltag finden. Dafür braucht es aus seiner Sicht keine allgemeingültige Patentlösung. Bewegung kann im Fitnessstudio stattfinden, draußen in der Natur oder in den eigenen vier Wänden. Entscheidend ist, dass sie zur jeweiligen Person und zu ihrem Leben passt. Auch persönlich begleitet ihn Sport seit seiner Kindheit, und zwar in ganz unterschiedlichen Disziplinen. Inspiration zieht der Vater von drei Söhnen besonders aus Begegnungen mit Menschen, seiner Familie und dem direkten Blick seiner Kinder auf das Leben.

    Weiterführende Links
    • Cardiomed Linz: https://www.cardiomed.at/
    • Bewegungskompetenzzentrum der Elisabethinen Linz: https://www.die-elisabethinen.at/die-wirkfelder/gesundheit-leben/bewegungskompetenzzentrum
    • Gesundheitsangebote der Elisabethinen: https://www.die-elisabethinen.at/die-wirkfelder/gesundheit-leben/alle-angebote/
    • 41 min
    • Helfen beginnt mit Begegnung
      Ein Podcast-Gespräch mit Bruder Matthias Maier

      Wenn Bilder von Naturkatastrophen um die Welt gehen, ist die Hilfsbereitschaft oft groß. Menschen möchten möglichst schnell helfen, Spenden werden gesammelt und Hilfsorganisationen versuchen, das Notwendigste zu den Betroffenen zu bringen. Doch was geschieht, wenn die Kameras längst weitergezogen sind? Und wie gelingt Hilfe so, dass sie Menschen nicht abhängig macht, sondern ihnen langfristig neue Perspektiven eröffnet?

      Darüber sprechen Schwester Helena Fürst und Michael Etlinger in dieser Folge von Kaleidoskop Leben mit Bruder Matthias Maier. Er ist Franziskaner und leitet die Missionszentrale des Hilfswerks „Franziskaner helfen“, das in Österreich auch unter „Franz hilft“ bekannt ist.

      Für Bruder Matthias beginnt gute Hilfe nicht mit Geld, sondern mit Begegnung. Sein Hilfswerk versteht er dabei als eine Art „Transformator“ zwischen Menschen in Not und jenen, die bereit sind, sie zu unterstützen. Entscheidend ist der unmittelbare Kontakt mit Partnerinnen und Partnern vor Ort. Was wird tatsächlich gebraucht? Was können die Menschen und Gemeinschaften selbst umsetzen? Und wie kann aus akuter Nothilfe eine Unterstützung entstehen, die auch morgen noch trägt?

      In einem weltweiten franziskanischen Netzwerk werden Projekte begleitet und gefördert. Zugleich arbeitet das Hilfswerk im Katastrophenfall auch mit anderen Ordensgemeinschaften zusammen, wenn vor Ort keine eigenen franziskanischen Partner verfügbar sind. Denn wenn Menschen Hilfe benötigen, sollte Konkurrenz zwischen Hilfsorganisationen keine Rolle spielen.
      Dabei geht es nicht nur um möglichst schnelle Unterstützung. Bruder Matthias betont, wie wichtig es ist, bereits während der ersten Nothilfe an die Zeit danach zu denken. Häuser müssen wieder aufgebaut, Schulen instand gesetzt und soziale Einrichtungen neu geschaffen werden. Gerade dann, wenn eine Katastrophe aus den Schlagzeilen verschwunden ist, beginnt oft die langfristige Arbeit.
      Doch wer um Spenden bittet, muss auch Geschichten erzählen. Und damit stellt sich eine schwierige Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen authentischem Storytelling und Voyeurismus? Bruder Matthias spricht offen darüber, warum sein Hilfswerk bewusst auf KI-generierte Bilder von Not verzichtet und stattdessen authentische Bilder und Geschichten aus den Projekten verwenden möchte. Menschen in schwierigen Lebenssituationen haben für ihn eine Würde und Intimität, die auch beim Fundraising geschützt werden müssen.
      Fundraising darf deshalb keinen moralischen Druck erzeugen. Es soll Menschen berühren und ihnen gleichzeitig die Freiheit lassen, selbst über ihre Unterstützung zu entscheiden. Hilfe entsteht nicht aus Schuldgefühl, sondern im besten Fall aus echter Anteilnahme.
      Bei seinen Reisen erlebt Bruder Matthias immer wieder, dass diese Beziehung keineswegs nur in eine Richtung funktioniert. Wer vermeintlich als Helfender kommt, fährt manchmal selbst beschenkt nach Hause. Eine bewegende Begegnung aus Indien hat sich ihm besonders eingeprägt und stellt ganz nebenbei unsere europäischen Vorstellungen davon infrage, was Reichtum, Armut und Mitmenschlichkeit eigentlich bedeuten.
      Auch junge Menschen spielen im Gespräch eine wichtige Rolle. Im Rahmen von Freiwilligendiensten können sie anderen Ländern und Kulturen begegnen. Viele kehren mit Erfahrungen zurück, die ihren Blick auf das eigene Leben verändern. Für Bruder Matthias liegt darin auch eine große Chance für Europa und für die Kirche: über kulturelle und nationale Grenzen hinweg Beziehungen aufzubauen.
      Und schließlich geht es um ein Wort, das man in Zusammenhang mit einem Bettelorden durchaus wörtlich nehmen darf: Betteln. Bruder Matthias hat damit kein Problem. Fundraising bedeutet für ihn weit mehr als Geld zu sammeln. Es bedeutet, eine Geschichte weiterzutragen, Beziehungen entstehen zu lassen und Menschen miteinander zu verbinden.
      Dieser Gedanke prägt auch die Auswahl der Projekte. „Franziskaner helfen“ versteht sich nicht als Projektentwickler, sondern als Projektförderer. Die Ideen sollen von den Menschen vor Ort kommen und ihrer Lebensrealität entsprechen. Hilfe soll zur Selbsthilfe werden und Projekte langfristig auf eigenen Beinen stehen können.
      Was all diese Gedanken verbindet, ist die Begegnung. Mit Menschen, Kulturen und Lebenswirklichkeiten, die weit entfernt erscheinen und uns mitunter doch sehr nahekommen. Bruder Matthias erzählt von Hilfsprojekten und Fundraising, vor allem aber von Menschen, die seinen eigenen Blick auf das Leben verändert haben.
      Und vielleicht bleibt nach diesem Gespräch eine Frage besonders hängen: Wenn wir anderen helfen, wer ist am Ende eigentlich der Beschenkte?

      Unser Gast

      Bruder Matthias Maier ist Franziskaner der Deutschen Franziskanerprovinz und leitet seit vielen Jahren die Missionszentrale des Hilfswerks „Franziskaner helfen“. In Österreich ist das Hilfswerk auch unter dem Namen „Franz hilft“ bekannt.

      Der gebürtige Österreicher lebt mit seinen Mitbrüdern in Bonn, wo sich die Zentrale des Hilfswerks befindet. Doch sein Arbeitsalltag führt ihn immer wieder weit über Bonn hinaus. Er besucht Hilfsprojekte und begegnet dabei Schwestern, Brüdern und Menschen, die vor Ort mit schwierigen Lebensbedingungen konfrontiert sind.
      Diese persönlichen Begegnungen sind für ihn weit mehr als Projektbesuche. Sie bilden die Grundlage dafür, zu verstehen, welche Unterstützung tatsächlich gebraucht wird. Gleichzeitig bringt Bruder Matthias die Geschichten aus diesen Projekten zurück zu den Menschen, die sie mit ihren Spenden ermöglichen.
      Dass zu seiner Arbeit auch das „Betteln“ gehört, sagt er selbst ganz offen. Für einen Franziskaner ist das durchaus passend, bekommt bei ihm aber eine überraschend moderne Bedeutung: Fundraising ist für Bruder Matthias vor allem Kommunikation, Beziehung und Begegnung.
      Seine weltweiten Erfahrungen haben dabei auch seinen eigenen Blick auf Europa, Kirche und Wohlstand geprägt. Menschen, denen er auf seinen Reisen begegnet, werden für ihn zur Inspiration und manchmal sogar zu Lehrmeisterinnen und Lehrmeistern. Gerade das macht seinen Zugang zur Entwicklungszusammenarbeit besonders: Nicht nur die Frage „Was können wir geben?“ zählt, sondern ebenso „Was können wir voneinander lernen?“.

      Weiterführende Links
      • Franziskaner helfen: https://franziskaner-helfen.de/
      • Franz hilft: https://www.franz-hilft.at/
      • Porträt von Bruder Matthias und seiner Arbeit: https://katholisch.de/artikel/53654-franziskaner-sammelt-fuer-hilfsprojekte-es-ist-schon-eine-bettelei
      • 40 min
      • Transitus: Wenn das Leben in Fülle mündet
        Ein Podcast-Gespräch mit Schwester Elisabeth Bäbler

        Was bedeutet es, den Tod nicht als Ende, sondern als Übergang zu verstehen? In dieser Folge von Kaleidoskop Leben tauchen Schwester Helena Fürst und Michael Etlinger gemeinsam mit Schwester Elisabeth Bäbler tief in die franziskanische Spiritualität ein. Anlass ist das Jubiläumsjahr des sogenannten Transitus, mit dem die franziskanische Ordensfamilie an das Sterben des heiligen Franziskus von Assisi erinnert.

        Doch was verbirgt sich hinter diesem besonderen Fest? Schwester Elisabeth erklärt, warum Franziskanerinnen und Franziskaner nicht den Tod des Franziskus feiern, sondern sein Hinübergehen ins ewige Leben. Sie nimmt uns mit in die letzten Lebenstage des Heiligen und zeichnet ein überraschend menschliches Bild: Franziskus versammelt seine Brüder, teilt Brot mit ihnen, lässt sich die Passion vorlesen und bereitet sich sehr bewusst auf seinen Abschied vor.

        Im Gespräch wird deutlich, dass die letzten Jahre seines Lebens alles andere als leicht waren. Franziskus litt unter schweren Krankheiten, war nahezu blind und erlebte tiefe innere Krisen. Er musste mit Enttäuschungen kämpfen, fühlte sich zeitweise von Gott verlassen und sah seinen Orden Entwicklungen einschlagen, die nicht seinen Vorstellungen entsprachen. Gerade deshalb berührt sein versöhnter und friedvoller Abschied bis heute.
        Schwester Elisabeth gewährt spannende Einblicke in die aktuelle franziskanische Forschung. Sie erklärt, warum viele bekannte Geschichten über Franziskus kritisch betrachtet werden müssen und weshalb seine eigenen Schriften oft ein verlässlicherer Zugang zu seiner Persönlichkeit sind als manche spätere Biografie. Dabei wird deutlich, wie schwer es ist, dem historischen Franziskus wirklich nahezukommen, und warum jede Generation ihr eigenes Bild von ihm gezeichnet hat.
        Die Folge lädt dazu ein, einen Heiligen neu kennenzulernen, der weit mehr war als der freundliche Tierliebhaber aus Legenden und Filmen. Franziskus erscheint hier als Mensch mit Zweifeln, Verletzungen, Krisen und großer Lebenserfahrung. Gerade diese Menschlichkeit macht ihn bis heute so faszinierend.
        Außerdem sprechen die Gastgeberinnen und Gastgeber über aktuelle Feierlichkeiten rund um das Transitus-Jahr, über die große Franziskus-Ausstellung in Salzburg und darüber, wie franziskanische Spiritualität auch heute noch Menschen inspiriert.
        Zum Abschluss wird es persönlich: Schwester Elisabeth verrät, warum der Transitus sie jedes Jahr neu bewegt und weshalb die letzten Tage des Franziskus für sie eine Erinnerung daran sind, das eigene Leben immer wieder vom Ziel her zu betrachten. Seine Versöhnung mit sich selbst, mit den Menschen und mit Gott wird dabei zu einer Quelle der Hoffnung und Inspiration.
        Eine Folge über Abschied und Neubeginn, über Krisen und Versöhnung und über die Frage, wie ein erfülltes Leben aussehen kann.

        Unser Gast

        Schwester Elisabeth Bäbler ist Franziskanerin von Siessen und leitet das Geistliche Zentrum Eremit in Nordrhein-Westfalen. Ursprünglich stammt sie aus der Schweiz, wo sie in Zug aufgewachsen ist. Ihre große Leidenschaft gilt der franziskanischen Spiritualität und ihrer wissenschaftlichen Erforschung. Nach ihrer Zeit als Lehrerin absolvierte sie unter anderem einen Masterstudium in franziskanischer Forschung in Rom und beschäftigt sich seither intensiv mit den Quellen des Franziskus von Assisi.

        Wer mit Schwester Elisabeth spricht, erlebt eine außergewöhnliche Verbindung aus wissenschaftlicher Präzision, spiritueller Tiefe und lebensnaher Menschlichkeit. Besonders faszinierend ist ihr Blick auf historische Quellen, mit dem sie vertraute Bilder des Franziskus kritisch hinterfragt und gleichzeitig neue Zugänge zu seiner Person eröffnet. Als Referentin, Autorin und geistliche Begleiterin bringt sie franziskanisches Denken auf inspirierende Weise in die Gegenwart.
        Neben ihrer theologischen Arbeit liebt sie die Natur, ist gerne draußen unterwegs und hat eine Leidenschaft für Fotografie. Außerdem liest sie mit Begeisterung theologische Fachliteratur – nach eigenen Angaben sogar besonders schnell. In dieser Podcast-Folge verbindet sie Forschung, Spiritualität und persönliche Erfahrung zu einem eindrucksvollen Gespräch über Leben, Sterben und Hoffnung.

        Weiterführende Links
        • Franziskanische Forschungswerkstatt: https://www.franziskanische-forschung.de
        • Franziskaner in Österreich: https://www.franziskaner.at
        • Franziskaner Deutschland: https://www.franziskaner.de
        • Internationales Franziskanisches Zentrum Assisi: https://www.sanfrancesco.org
        • Sonnengesang des heiligen Franziskus: https://www.franziskaner.de/sonnengesang
        • DomQuartier Salzburg: https://www.domquartier.at
        • Informationen zu aktuellen Sonderausstellungen im Dommuseum Salzburg: https://www.domquartier.at/ausstellungen
        • Franziskanerinnen von Siessen: https://www.franziskanerinnen-siessen.de
        • Geistliches Zentrum Eremit: https://www.eremit.de
        • 44 min
        • Sommerpause mit Ausblick: Zwischen Erholung und Inspiration
          Der Sommer ist da – und mit ihm die Sehnsucht nach Erholung, Leichtigkeit und neuen Eindrücken.

          In dieser Folge von Kaleidoskop Leben nehmen Sie Michael Etlinger und Schwester Helena Fürst mit in ihre ganz persönlichen Sommerpläne und laden gleichzeitig dazu ein, auch selbst bewusst eine Zeit des Auftankens zu gestalten. Die beiden sprechen über Reisen, kleine Auszeiten und darüber, wie wichtig es ist, die eigenen Lebensgeister immer wieder neu zu beleben.

          Während Michael von seinen geplanten Tagen in den Bergen und einem besonderen kulturellen Erlebnis bei den Bregenzer Festspielen erzählt, gibt Schwester Helena Einblick in eine ganz besondere Erfahrung: Sie wird im Domquartier Salzburg Teil einer Ausstellung rund um 800 Jahre Franziskus sein und dort mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen. Es geht um Begegnung, um Austausch und darum, gelebte Spiritualität sichtbar zu machen.

          Die Folge greift dabei auch die unterschiedlichen Facetten von Erholung auf. Es geht nicht nur um klassische Urlaubsbilder, sondern auch um die Frage, wie wir im Alltag kleine Inseln schaffen können, die uns gut tun. Ob beim Radfahren, am Wasser oder im Gespräch mit anderen – überall steckt die Möglichkeit, Kraft zu schöpfen.

          Gleichzeitig ist diese Episode auch ein bewusstes Innehalten im Podcast selbst. Kaleidoskop Leben verabschiedet sich in eine Sommerpause und nutzt die Gelegenheit, zurückzublicken: Über 125 Folgen voller Inspiration sind bereits entstanden – ein Schatz, der auch in den kommenden Wochen entdeckt werden kann.
          Und natürlich wagen Michael Etlinger und Schwester Helena auch einen Ausblick in den Herbst. Die erste Folge nach der Pause widmet sich einem besonderen Jubiläum: 800 Jahre Transitus des heiligen Franziskus. Mit einer spannenden Gästin wird dieses Thema vertieft und neue Perspektiven auf franziskanische Spiritualität eröffnet.

          Diese Sommerfolge lädt ein, bewusst langsamer zu werden, die eigene Balance zwischen Aktivität und Ruhe zu finden und offen zu bleiben für Begegnungen – mit anderen und mit sich selbst. Vielleicht ist gerade diese Zeit eine Chance, Inspiration neu zu entdecken.

          Genießen Sie den Sommer – wir hören uns im Herbst wieder.

          Unsere Gäste

          In dieser Folge stehen ausnahmsweise die beiden Gastgeber selbst im Mittelpunkt: Michael Etlinger und Schwester Helena Fürst.

          Michael Etlinger führt mit seiner ruhigen und reflektierten Art durch den Podcast und bringt immer wieder persönliche Erfahrungen ein, die Nähe schaffen und zum Nachdenken anregen. Seine Begeisterung für Bewegung in der Natur und kulturelle Erlebnisse zeigt sich auch in dieser Episode, in der er Einblicke in seine Sommerplanung gibt.

          Schwester Helena Fürst verbindet auf besondere Weise Spiritualität und Alltag. Ihre Offenheit für Begegnungen und ihre Freude am Dialog spiegeln sich in ihrem Engagement wider – etwa bei ihrem Einsatz im Domquartier Salzburg. Sie versteht es, Glauben lebendig und zugänglich zu machen und lädt dazu ein, neue Perspektiven einzunehmen.

          Gemeinsam schaffen sie einen Raum, in dem Inspiration wachsen kann – authentisch, persönlich und lebensnah.

          Weiterführende Links

          Domquartier Salzburg (Ausstellung): https://www.domquartier.at

          Informationen zu Franziskus und franziskanischer Spiritualität: https://www.franziskaner.at

          Podcastübersicht von Kaleidoskop Leben: https://www.die-elisabethinen.at/podcast

          Bregenzer Festspiele: https://www.bregenzerfestspiele.com

          10 min
        • Der Mensch im Mittelpunkt – auch digital
          Ein Podcast-Gespräch mit Primar Dr. Matthias Kölbl

          Wer kennt es nicht: Ein gesundheitliches Problem taucht auf – und sofort stellt sich die Frage, was jetzt der richtige Weg ist. Ist es dringend genug für die Notaufnahme? Reicht ein Termin beim Hausarzt? Oder fühlt sich das eigene Anliegen schon wieder zu klein an, um sofort Hilfe zu suchen? Genau an diesem Punkt setzt ein Konzept an, das zunehmend an Bedeutung gewinnt: Telemedizin.

          In dieser Folge sprechen Michael Etlinger und Sr. Helena Fürst mit Primar Dr. Matthias Kölbl darüber, wie medizinische Versorgung auch aus der Ferne funktionieren kann – und warum „Ferne“ dabei oft gar nicht mehr so weit weg ist. Denn moderne Technologien ermöglichen es, Patientinnen und Patienten digital ganz nah zu sein.

          Anhand eines konkreten Projekts wird greifbar, wie Telemedizin im Alltag eingesetzt werden kann: Ein Seniorenheim arbeitet eng mit einer Notfallambulanz zusammen und ermöglicht so fachärztliche Konsultationen ohne Transport ins Krankenhaus. Was zunächst nach Technik klingt, bringt vor allem eines: Entlastung für Patientinnen und Patienten, aber auch für Pflegepersonal und Rettungsdienste. Gleichzeitig entsteht ein neuer Zugang zur Versorgung, der Zeit spart und dennoch hohe medizinische Qualität bietet.

          Doch wie funktioniert das praktisch? Wie fühlt es sich an, wenn eine Untersuchung über einen Bildschirm stattfindet? Und können Ultraschall, Stethoskop und Diagnostik wirklich „digital“ ersetzt werden? In dieser Folge wird deutlich, dass Telemedizin heute weit mehr ist als nur ein Videoanruf – sie ist ein komplexes Zusammenspiel aus Technik, Erfahrung und Zusammenarbeit.

          Gleichzeitig wird auch klar: Telemedizin hat Grenzen. Gerade in akuten Notfallsituationen oder wenn unmittelbares Eingreifen notwendig ist, bleibt die persönliche medizinische Betreuung unverzichtbar. Es geht also nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein sinnvolles Ergänzen bestehender Strukturen.

          Spannend wird es auch beim Blick in die Zukunft. Welche Rolle wird künstliche Intelligenz spielen? Wird die klassische Ordination irgendwann ersetzt werden? Und wie verändert sich die Beziehung zwischen Arzt und Patientin in einer zunehmend digitalen Welt?

          Trotz aller technologischen Möglichkeiten zeigt sich eines immer wieder: Medizin bleibt menschlich. Neben Daten und Diagnosen braucht es Erfahrung, Intuition und manchmal auch ein Bauchgefühl, das sich nicht digitalisieren lässt. Genau dieses Zusammenspiel macht deutlich, warum Telemedizin zwar viel verändern kann – aber den Menschen im Mittelpunkt nicht ersetzt.

          Eine Folge, die zeigt, wie moderne Medizin heute schon gelebt wird – und wohin die Reise in Zukunft gehen könnte.

          Unser Gast

          Primar Dr. Matthias Kölbl ist jemand, der nicht nur medizinisches Fachwissen mitbringt, sondern auch Begeisterung für Innovation. Als Leiter der Notfallambulanz am Ordensklinikum Elisabethinen denkt er Medizin konsequent weiter – immer mit dem Blick auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten.

          Sein beruflicher Weg ist geprägt von Dynamik und Veränderungswillen. Bereits früh übernahm er Verantwortung, baute Strukturen auf und brachte neue Ideen in die Organisation ein. Besonders auffallend ist dabei seine Fähigkeit, Technik und Menschlichkeit miteinander zu verbinden.
          In Projekten wie der telemedizinischen Versorgung von Seniorinnen und Senioren zeigt sich, wie wichtig ihm praxisnahe Lösungen sind. Dabei geht es ihm nicht nur um Effizienz, sondern vor allem um Lebensqualität – für Patientinnen und Patienten ebenso wie für das medizinische Personal.
          Kollegen beschreiben ihn als engagiert, vorwärtsgewandt und inspiriert von der täglichen Arbeit mit Menschen. Auch privat bleibt er in Bewegung: Die Natur, das Wandern und sportliche Aktivitäten sind für ihn ein wichtiger Ausgleich zum intensiven Klinikalltag.
          Ein Arzt, der zeigt, wie moderne Medizin aussehen kann – kompetent, innovativ und gleichzeitig zutiefst menschlich.

          Weiterführende Links
          • https://www.gesundheit.gv.at
          • https://www.sozialministerium.at
          • 38 min
          • Warum Bewegung mehr ist als Sport
            Ein Podcast-Gespräch mit Maria Schürz und Jürgen Vogel zu Bewegung im Alltag

            Unser Körper ist gemacht für Bewegung – und doch scheint es, als würden wir diese Fähigkeit im Laufe des Lebens ein Stück weit verlernen. Genau hier setzt diese Folge von „Kaleidoskop Leben“ an. Ausgangspunkt ist eine erstaunliche Zahl: Rund 140 frei bewegliche Gelenke besitzt der menschliche Körper. Sie zeigen, wie sehr Bewegung zu unserem Wesen gehört – und wie komplex das Zusammenspiel ist, das dafür notwendig ist.

            Doch Bewegung ist weit mehr als Sport oder Training. Sie beginnt im Alltag, oft ganz unbemerkt. Während Kinder ganz selbstverständlich aktiv sind, verändert sich der Umgang mit Bewegung im Laufe des Lebens. Im Erwachsenenalter wird sie häufig zur Stressbewältigung oder zur Prävention eingesetzt, im höheren Alter wird sie entscheidend, um Mobilität und Selbstständigkeit zu erhalten.

            In dieser Folge wird deutlich, dass Bewegung keine Frage des Alters ist, sondern ein lebenslanger Prozess. Gleichzeitig wird spürbar, dass viele Menschen den Zugang dazu verlieren oder sich unsicher fühlen, wie sie beginnen sollen. Genau hier brauchen es neue Ansätze – und vor allem ein neues Verständnis davon, was Bewegung eigentlich bedeutet.
            Im Gespräch wird ein ganzheitlicher Blick auf Gesundheit entwickelt. Bewegung wird nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines größeren Ganzen. Körperliche, psychische, soziale und emotionale Aspekte greifen ineinander und beeinflussen sich gegenseitig. Gesundheit bedeutet daher mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit – sie umfasst das gesamte Wohlbefinden eines Menschen.
            Ein zentraler Gedanke der Folge ist die sogenannte Bewegungskompetenz. Dabei geht es nicht nur darum, was Einrichtungen oder Expert*innen können, sondern vor allem darum, Menschen zu befähigen, ihren eigenen Körper besser kennenzulernen. Statt starrer Trainingspläne stehen individuelle Wege im Mittelpunkt.
            Die Gäste zeigen, dass es keinen perfekten Einstieg geben muss. Oft reicht schon ein kleiner Schritt, um etwas in Bewegung zu bringen. Besonders hervorzuheben ist die Botschaft, dass es nie zu spät ist, aktiv zu werden. Selbst kleine Veränderungen können langfristig eine große Wirkung entfalten.
            Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Motivation. Bewegung gelingt oft leichter, wenn sie realistisch in den Alltag integriert wird und Freude macht. Gemeinschaft kann dabei eine entscheidende Rolle spielen – sei es in Kursen oder gemeinsam mit anderen Menschen.
            Auch die Rolle der Elisabethinen wird in dieser Folge beleuchtet. Es geht darum, Brücken zu bauen: zwischen medizinischer Versorgung, Therapie und langfristigem Training. Ziel ist ein lückenloses Angebot, das Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen begleitet.
            Das Konzept eines Bewegungskompetenzzentrums zeigt, wie dieser Ansatz konkret umgesetzt werden kann. Hier werden verschiedene Angebote miteinander verbunden, um sowohl Prävention als auch Nachsorge abzudecken.
            Gleichzeitig wird deutlich, dass Bewegung kein exklusives Thema ist. Sie betrifft alle Menschen – unabhängig von Alter, Fitnesslevel oder Vorerfahrungen. Gerade deshalb braucht es Angebote, die niederschwellig und individuell angepasst sind.
            Die Folge lädt dazu ein, den eigenen Zugang zu Bewegung zu hinterfragen. Wann habe ich mich zuletzt bewusst bewegt? Was tut mir gut? Und welche kleinen Veränderungen könnte ich heute schon umsetzen?
            Am Ende bleibt eine einfache, aber kraftvolle Botschaft: Bewegung ist keine Pflicht, sondern eine Möglichkeit. Eine Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun und die eigene Lebensqualität nachhaltig zu beeinflussen.

            Unsere Gäste

            Maria Schürz und Jürgen Vogel stehen für einen modernen Zugang zu Gesundheit und Bewegung, der weit über klassische Trainingskonzepte hinausgeht. Beide verbindet die Überzeugung, dass Gesundheit nicht nur im Fitnessstudio entsteht, sondern im Alltag jedes einzelnen Menschen.

            Maria Schürz bringt einen vielseitigen beruflichen Hintergrund mit. Sie begann ihre Laufbahn als diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester und sammelte anschließend Erfahrungen im Gesundheitsministerium sowie im Ordensklinikum Linz. Heute gestaltet sie als Wirkfeldentwicklerin für Gesundheit und Leben aktiv neue Angebote bei den Elisabethinen und ist im Bereich der ambulanten Rehabilitation tätig. Sie steht für einen ganzheitlichen Blick auf Gesundheit, der sich nicht nur auf körperliche Aspekte beschränkt, sondern auch psychische und soziale Dimensionen einbezieht. Dabei geht es ihr besonders darum, Menschen zu stärken und ihnen Selbstvertrauen im Umgang mit ihrem eigenen Körper zu vermitteln.

            Jürgen Vogel verbindet Management-Erfahrung mit einer großen Leidenschaft für Bewegung. Seine beruflichen Stationen führten ihn unter anderem nach Steyr, Dublin und Cambridge. Bei den Elisabethinen verantwortet er mehrere Einrichtungen, darunter das Physiotherapieinstitut und ein Fitnesscenter.

            Seine Stärke liegt darin, Bewegung greifbar und alltagstauglich zu machen. Er weiß, wie wichtig Motivation und realistische Ziele sind, um langfristig dranzubleiben. Gemeinsam arbeiten sie daran, Menschen zu inspirieren, ihren eigenen Zugang zu Bewegung zu finden – individuell, nachhaltig und ohne Leistungsdruck.

            Weiterführende Links
            • Bewegungskompetenzzentrum: https://www.die-elisabethinen.at/bewegungskompetenzzentrum
            • Ordensklinikum Linz Elisabethinen: https://www.ordensklinikum.at
            • WHO Bewegungsempfehlungen: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/physical-activity
            • Gesundheitsportal Österreich: https://www.gesundheit.gv.at
            • 37 min
            • Wenn Medizin ganzheitlich denkt
              Ein Podcast-Gespräch mit Prim. Doz. Dr. Johannes Kovarik, PhD, Vorstand Innere Medizin im Franziskus Spital Landstraße

              Gesundheit ist etwas, das wir oft als selbstverständlich hinnehmen – bis sie ins Wanken gerät. Gerade im Alter oder bei chronischen Erkrankungen wird spürbar, wie eng im menschlichen Körper alles zusammenhängt: Herz, Stoffwechsel, Nieren, Bewegung und Lebensstil. In dieser Folge von Kaleidoskop Leben laden Schwester Helena Fürst und Michael Etlinger dazu ein, Medizin einmal bewusst ganzheitlich zu betrachten. Es geht um neue Zugänge, die den Menschen nicht auf einzelne Diagnosen reduzieren, sondern ihn in seiner Gesamtheit sehen.

              Im Gespräch wird deutlich, warum Prävention kein Thema nur für junge Menschen ist und weshalb kleine Veränderungen im Alltag oft große Wirkung entfalten können. Statt komplizierter Fachbegriffe stehen Verständlichkeit, Orientierung und Ermutigung im Mittelpunkt. Unser Gast erzählt davon, wie wichtig es ist, Patientinnen und Patienten ernst zu nehmen und sie zu motivieren, selbst aktiv zu werden – unabhängig von Alter, Herkunft oder finanziellen Möglichkeiten.

              Auch die Frage nach Eigenverantwortung spielt eine zentrale Rolle: Was kann moderne Medizin heute leisten, und wo beginnt unser persönlicher Beitrag zu einem guten Leben? Die Folge lädt dazu ein, einmal bewusst „vom Gas zu gehen“, den eigenen Lebensstil zu reflektieren und Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit zu verstehen. Ein Gespräch, das Denkanstöße gibt – für jede Lebensphase und weit über den medizinischen Kontext hinaus.

              Unser Gast

              Prim. Doz. Dr. Johannes Kovarik verbindet medizinische Spitzenkompetenz mit einem sehr klaren Blick auf den Alltag der Menschen, die er begleitet. Als Facharzt für Nephrologie und Intensivmedizin denkt er Gesundheit nicht in einzelnen Organen, sondern in Zusammenhängen. Seine Arbeit ist geprägt von der Überzeugung, dass Medizin nur dann wirklich wirksam ist, wenn sie den ganzen Menschen im Blick behält.

              Seit 2025 leitet er den Standort Landstraße im Franziskusspital in Wien und bringt dort einen Ansatz ein, der moderne Forschung, klinische Erfahrung und menschliche Haltung vereint. Besonders wichtig ist ihm, Patientinnen und Patienten zu ermutigen, sich mit ihrem eigenen Leben, ihren Gewohnheiten und ihren Ressourcen auseinanderzusetzen. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um realistische, alltagstaugliche Schritte hin zu mehr Lebensqualität.

              Weiterführende Links
              • Franziskus Spital, Innere Medizin Landstraße https://www.franziskusspital.at/innere-medizin-landstrasse/innere-medizin
              • 38 min
              • Möglichkeitsorientiert unterwegs: Wie der Standort Wien Zukunft gestaltet
                Ein Podcast-Gespräch mit Sr. Barbara Lehner und Michaela Vogl

                Der Standort der Elisabethinen in Wien ist weit mehr als ein Krankenhaus oder ein Kloster. In dieser Folge von Kaleidoskop Leben nehmen uns Schwester Barbara Lehner und Michaela Vogl mit auf eine Reise durch einen Ort, der Geschichte atmet und gleichzeitig mutig Zukunft gestaltet. Ausgangspunkt ist die Fusion der Standorte Linz und Wien und die große Frage, wie sich ein traditionsreicher Ort weiterentwickeln kann, ohne seine Wurzeln zu verlieren.

                Wir hören von Herausforderungen, Stolpersteinen und entscheidenden Momenten – etwa vom Brief zur Spitalsreform, der alles infrage stellte, und von der Entschlossenheit, dennoch dranzubleiben. Aus dieser Haltung heraus entstand Schritt für Schritt ein einzigartiges Zentrum für ältere Menschen, das Akutversorgung, Übergangspflege, Langzeitpflege und Palliativangebote unter einem Dach vereint.

                Doch Wien kann mehr: Der Standort öffnet sich bewusst nach außen, wird zum Begegnungsraum für alle Generationen. Ein öffentliches Café, ein physikalisches Institut, Führungen durch Kirche, Barockapotheke und Gärten sowie der Kulturtreffpunkt Frohsinn bringen Leben hinter die historischen Mauern. Musik, Gespräche und Gemeinschaft werden hier zu einem Teil der Gesundheits‑ und Seelsorge.
                Diese Podcast‑Folge erzählt von Architektur, die beruhigt, von Begegnungen, die berühren, und von einem Ort, an dem Pflege, Kultur und Geschichte ineinandergreifen. Ein inspirierender Blick auf einen Standort, der zeigt, was möglich ist, wenn man den Mut hat, unterwegs zu bleiben.

                Unsere Gäste

                Sr. Barbara Lehner, Generaloberin der Elisabethinen Linz‑Wien, prägt seit vielen Jahren den Weg der Gemeinschaft mit Weitblick, Ausdauer und einem tiefen Vertrauen ins Unterwegssein. Ihr Blick auf den Standort Wien ist geprägt von Geschichte, Ordensauftrag und der Überzeugung, dass sich im Gehen neue Möglichkeiten eröffnen. Besonders wichtig ist ihr dabei das Durchhaltevermögen – auch dann, wenn Wege steinig werden.

                Michaela Vogl ist seit 2019 Standortleiterin der Elisabethinen Wien Mitte und Mitgestalterin des Kulturtreffpunkts Frohsinn. Mit viel Gespür für Menschen, Räume und Atmosphäre setzt sie Impulse für Öffnung, Begegnung und Lebendigkeit. Ihr Anliegen ist es, den Standort nicht als abgeschlossenen Ort, sondern als Teil der Stadt und des gesellschaftlichen Lebens erfahrbar zu machen.

                Weiterführende Links

                Die Elisabethinen https://www.die-elisabethinen.at

                Franziskus Spital Wien https://www.franziskusspital.at
                Kulturtreffpunkt Frohsinn (Wien) https://www.die-elisabethinen.at/frohsinn
                Café Lounge Elisabeth (Standort Wien) https://www.die-elisabethinen.at/standorte/wien
                Geschichte & Barockapotheke der Elisabethinen Wien https://www.die-elisabethinen.at/geschichte

                40 min
              • Zurück ins Leben – wie Übergangspflege neue Wege eröffnet
                Ein Podcast-Gespräch mit Mag. Dr. Harald Reisner, Pflegedienstleitung der St. Elisabeth Pflege in Wien

                Ein Sturz, eine Operation, ein Krankenhausaufenthalt – und dann die große Frage: Wie geht es weiter? In dieser Folge von Kaleidoskop Leben sprechen Schwester Helena Fürst und Michael Etlinger über einen sensiblen Moment im Leben vieler älterer Menschen. Denn nach der Akutversorgung im Spital beginnt oft eine Phase der Unsicherheit: Reicht die Kraft für ein selbstständiges Leben zu Hause noch aus oder braucht es langfristige Betreuung?

                Die St. Elisabeth Pflege in Wien setzt genau hier an. Als Übergangs‑ bzw. Überleitungspflege begleitet sie Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt und gibt ihnen Zeit, sich zu erholen, neue Stabilität zu gewinnen und wieder Vertrauen in den eigenen Körper zu entwickeln.

                In der Folge wird deutlich, warum Pflege mehr ist als Versorgung. Es geht um Geduld, um Beziehung, um Motivation – und um ein Umfeld, das nicht von Hektik, sondern von Wohnlichkeit geprägt ist. Harald Reisner erzählt eindrucksvoll, warum sich Menschen in Pflegeeinrichtungen oft schneller erholen als im Krankenhaus und welche Rolle Zeit, Ruhe und individuelle Zuwendung dabei spielen.
                Ein berührendes Beispiel einer hochbetagten Bewohnerin zeigt, was möglich wird, wenn Wille, professionelle Begleitung und ein passendes Setting zusammenkommen. Zugleich wird offen darüber gesprochen, dass nicht jeder Weg zurück nach Hause führt – und dass auch das respektvoll begleitet werden muss.
                Die Folge gibt Einblicke in ein in Wien nahezu einzigartiges Modell, das von vielen Seiten Interesse weckt. Sie macht Mut, Pflege neu zu denken, und zeigt, wie wichtig gut gestaltete Übergänge im Gesundheitssystem sind – für Betroffene ebenso wie für Angehörige.

                Unser Gast

                Mag. Dr. Harald Reisner ist Pflegedienstleiter der St. Elisabeth Pflege in Wien und bringt eine außergewöhnliche Vielfalt an Erfahrungen mit. Sein beruflicher Weg führte ihn von der Technik über die Theologie bis in die Pflege – und genau diese Vielschichtigkeit prägt auch seine Haltung zur Arbeit mit Menschen.

                Neben seiner Leitungsfunktion ist ihm die Ausbildung des pflegerischen Nachwuchses ein großes Anliegen. Als Lehrender verbindet er Theorie und Praxis und begeistert Schülerinnen und Schüler mit Geschichten aus dem echten Pflegealltag. Harald Reisner denkt Pflege nicht als Endstation, sondern als Entwicklungsraum – für Bewohnerinnen und Bewohner ebenso wie für Mitarbeitende. Ruhe, Achtsamkeit und Begegnung sind für ihn zentrale Inspirationsquellen, die auch seinen Führungsstil prägen.

                Weiterführende Links

                St. Elisabeth Pflege: https://www.elisabeth-pflege.at

                Fonds Soziales Wien (FSW): Informationen zu Pflege‑ und Betreuungsangeboten in Wien:
                https://www.fsw.at

                31 min
              • Im Suchen ist das Finden schon drinnen
                Ein Podcast-Gespräch mit Abt Bernhard Eckersdorfer vom Stift Kremsmünster

                Abt Bernhard Eckersdorfer spricht offen darüber, was es bedeutet, Gott zu suchen – ein Leben lang. Er macht deutlich, dass diese Suche nie abgeschlossen ist und dass im Suchen selbst bereits das Finden liegt. Dabei kehrt sich die Perspektive um: Nicht nur der Mensch sucht Gott, sondern Gott sucht den Menschen. Diese dynamische Bewegung prägt sein Verständnis von Glauben, Kirche und Ordensleben.

                Ein zentrales Thema ist die Rolle von Klöstern in der heutigen Zeit. Abt Bernhard beschreibt sie als geistliche Leuchttürme: Orte, an denen gebetet wird, an denen Gott im Zentrum steht – unabhängig davon, wie viele Menschen gerade da sind. Klöster seien Räume der Kontinuität und zugleich offen für Wandel. Aktion und Kontemplation gehören für ihn untrennbar zusammen.

                Das Gespräch führt auch zu jungen Menschen, die sich heute für ein Ordensleben entscheiden. Ihre Motive haben sich verändert: Gemeinschaft, Identität, Gebet und die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben stehen im Vordergrund. Dabei fällt ein Satz, der nachklingt: Es gibt erfülltes Leben trotz unerfüllter Wünsche.
                Abt Bernhard spricht über Tradition als Schatz – und manchmal auch als Bürde. Gebäude, Verantwortung und Geschichte fordern heraus, doch Tradition versteht er vor allem als „Vermittlung von Leben“. Sie wird lebendig, wenn sie immer neu ins Heute übersetzt wird. Auch Themen wie Führung, Delegieren, Social Media, Schule, Seelsorge und die eigene geistliche Praxis kommen zur Sprache.
                Am Ende zeigt sich ein Abt, der mit großer Leidenschaft glaubt, denkt und lebt – und der überzeugt ist, dass Gott mit uns unterwegs ist, gerade in Zeiten des Wandels.

                Unser Gast

                Abt Bernhard Eckersdorfer ist Benediktiner aus Überzeugung und Theologe aus Leidenschaft. Geboren in Linz, hat ihn sein Weg früh in die Welt der Theologie geführt – bis nach Rom und in die internationale Weltkirche. Er denkt Glauben nicht abstrakt, sondern immer in Beziehung zu den konkreten Lebensrealitäten von Menschen. Seine Sprache ist klar, reflektiert und zugleich zutiefst pastoral.

                Als Abt des Stiftes Kremsmünster steht für ihn nicht das Amt im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Unterwegssein mit seinen Mitbrüdern und mit den Menschen. Er verbindet geistliche Tiefe mit Offenheit für gesellschaftliche Entwicklungen. Besonders wichtig ist ihm die Suche nach Gott als lebenslanger Prozess – ehrlich, fragend und nie abgeschlossen. Seine Freude an Bildung, jungen Menschen, Natur und Spiritualität prägt auch seine Art zu führen. Abt Bernhard ist überzeugt: Ohne Gott wäre vieles sinnlos – mit Gott wird selbst das Unfertige tragfähig.

                Weiterführende Links
                • Benediktinerstift Kremsmünster: https://www.stift-kremsmuenster.at
                • Benediktinerorden: https://www.benediktiner.at
                • Instagram von Abt Bernhard Eckersdorfer: https://www.instagram.com/abt.bernhard
                • 45 min

                About Kaleidoskop Leben

                From the publisher's feed

                Was braucht es für ein inspiriertes Leben? Gesundheit, Spiritualität, Nachhaltigkeit, Zufriedenheit? Wie können wir nachhaltig leben und zufrieden älter werden?

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