Kannste Vergessen? – Der Podcast vom Lernen, Vergessen und Erinnern

Kannste Vergessen? – Der Podcast vom Lernen, Vergessen und Erinnern

By SFB 1280, Ruhr-Universität BochumScienceHealth & FitnessEducation
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Kannste Vergessen? – Der Podcast vom Lernen, Vergessen und Erinnern episodes

  • Ein kleiner Chip für einen Menschen ...
    Neurotechnologie, Hirnimplantate, Cyborgs und das Brain-Computer-Interface

    Unsere Gäste sind diesmal Christian Klaes und Nikolai Axmacher, die beide aus unterschiedlichen Richtungen daran forschen, wie wir Hirn-Technik-Verbindungen bauen und nutzen können. Anfang des Jahres 2024 war die mediale Aufmerksamkeit auf diese Themen für kurze Zeit sehr groß. Denn da stellte die US-amerikanische Firma Neuralink in einem Livestream ihren Patienten Noland Arbaugh vor, der gelähmt ist und nun nach einer Implantation eines innovativen Hirnchips mittels seiner Gedanken einen Computer steuern kann. Abseits der Medienöffentlichkeit ist die Neuroprothetik und die Forschung an Neurotechnologien bereits weit fortgeschritten. Und natürlich bedeutet ein Chip im Hirn, der mit unseren Gedanken und kognitiven Funktionen verbunden ist, eine ganze Menge offener Fragen auch für Lernen, Vergessen und Erinnern. Wofür wir diese Technologien nutzen könnten, was Risiken und Chancen, Bedenken und technische Möglichkeiten sind, darum geht es also in dieser Folge.

    Wir lernen: Der Weg von „Science Fiction“ zu „Science“ ist oft kürzer, als man vermuten würde. Wir wünschen viel Freude beim Hören dieser ziemlich augenöffnenden Folge.

    Mehr zu unseren Gästen findet ihr hier:

    Christian Klaes und sein Klaes-Lab
    Nikolai Axmacher und die Neuropsychologie an der Ruhr-Uni Bochum

    Nachtrag: Zum Zeitpunkt der Aufnahme war noch nicht bekannt, dass sich im Brain-Computer-Interface von Noland Arbaugh inzwischen 85 % der elektrischen Verbindungen gelöst haben sollen. In einem Artikel der New York Times heißt es, viele Funktionen seien dennoch erhalten geblieben, wenn auch durch neue Nutzungsweisen. Arbaugh bereue die Operation auch nicht. Neuralink hat sich bisher nicht zu dem Vorkommnis geäußert. Link zum NY Times-Artikel

    Weil das heutige Thema so viele Vertiefungsmöglichkeiten hergibt, gibt es hier eine ganze Menge Links zu den relevanten Artikeln in der Wikipedia, um von dort aus weiterzulesen:

    Neuroprothesen

    Was ist ein Cyborg?
    Brain-Computer-Interfaces
    Neurotechnik
    Kybernetik
    Neurobionik
    Biologische Kybernetik

    Weitere Infos zu unserer Forschung findet ihr wie immer beim SFB 1280 Extinktionslernen

    Auch unser Moderator und Poetry Slammer Rainer Holl macht viele Dinge: Rainer Holl

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    51 min
  • Changing Minds
    Motivation, Ziele und die Psychologie der guten Pläne

    Scherz beiseite: Moderator und Poetry Slammer Rainer Holl fragt Marlies Pinnow, was die Psychologie über unsere inneren Beweggründe weiß, wie sich neurowissenschaftliche Erkenntnisse in der Praxis bewähren und was die Motivationspsychologie für erstaunliche Erkenntnisse über unsere gesteckten Ziele zutage gefördert hat.

    Diese Folge steckt voller Tipps für alle, die nicht so genau wissen, wohin ihre guten Vorsätze eigentlich schon wieder verschwunden sind (Es ist doch erst April …) und wie sie ihre Ziele und Wünsche wirklich umsetzen können. Bei all der Praxis bleibt natürlich auch die Grundlagenforschung nicht auf der Strecke, denn Marlies Pinnow hat viel Erfahrung und ein vielfältiges Forschungsleben in Psychologie und Neurowissenschaft, aus dem sie erzählt.

    Zu Marlies Pinnow und der AG Motivation gibt es hier mehr zu lesen:

    Arbeitsgruppe Motivation

    Hier geht es zu einem Artikel aus der Bochumer Biopsychologie zu der Frage, was im Gehirn manche Menschen zögerlich und was manche zu eher handlungsfreudigen Menschen macht: The Structural and Functional Signature of Action Control

    Hier findet ihr eine Zusammenfassung des Artikels auf Deutsch: Wie sich die Gehirne von Aufschiebern und Machern unterscheiden
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    49 min
  • Hirnforschen und Tee trinken
    Über Open Science, den ReproducibiliTEA Bochum und Transparenz in der Wissenschaft

    Auch, wenn das Konzept schon älter ist: Ein echter Standard ist Open Science nicht überall. Der SFB 1280 Extinktionslernen hat sich selbst Regeln gegeben, nach denen die Wissenschaftler:innen hier offen arbeiten. Und unsere Gäst:innen Lianne Wolsink und Robert Reichert haben einen Journal Club gegründet, in dem sich Wissenschaftler:innen schon ab Beginn ihrer Karriere fortwährend treffen, um kritisch über Forschungspraktiken zu reflektieren, voneinander zu lernen, Fehler zu vermeiden und Techniken zu entwickeln, die ihre Wissenschaft wasserdicht machen: Das ist der ReproducibiliTEA der Ruhr-Uni Bochum, Teil einer internationalen Graswurzelbewegung, die Open Science und Wissen um die bessere Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen in die Welt tragen will.

    Und das braucht es heute eben auch: Gemeinsames kritisches Arbeiten an Transparenzstrategien für eine immer komplexere Wissenschaft. Denn größtmögliche Nachvollziehbarkeit ist letztlich auch die einzige echte Option, um Phänomenen wie Wissenschaftsskeptizismus entgegenzuarbeiten.
    Zeit für ein Gespräch über das Forschen an der Forschung also!

    Hier geht es zur Open Science Framework (OSF)-Seite von ReproducibiliTEA: OSF-ReproducibiliTEA RUB

    Zu den UNESCO-Leitlinien zu Open Science geht es hier entlang: UNESCO – Recommendations on Open Science 2021
    Zu unseren Gästen gibt es hier mehr zu lesen:
    Lianne Wolsink
    Robert Reichert

    Weitere Infos zu unserer Forschung findet ihr wie immer beim SFB 1280 Extinktionslernen

    Auch unser Moderator und Poetry Slammer Rainer Holl macht viele Dinge: Rainer Holl

    P.S. In den Aufnahmen zu dieser Folge hatten wir ausnahmsweise ein bisschen mit der Raumakustik zu ringen. Die Lüftung des Raums machte etwas mehr Nachbearbeitung nötig und an einigen Stellen ist das zu hören. Wir bitten um Entschuldigung.

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    Mit der neuen Folge von #KannsteVergessen bewerben wir uns für den Fast Forward Science 2024 #FFSci #AudioAward bei @fastforwardscience (www.fastforwardscience.de)

    44 min
  • The Dark Side of Memory
    Forschende Therapie an einer neuropsychologischen Hochschul-Ambulanz

    In dieser Folge von Kannste Vergessen? widmen wir uns einem oft nachgefragten Thema: Kognitiven Störungen, demenziellen Veränderungen und aktuellen Ansätzen zu Therapie und Aufklärung. Hierzu spricht Poetry Slammer und Moderator Rainer Holl mit den Neuropsycholog:innen Patrizia Thoma und Boris Suchan. Denn die beiden haben in Bochum eine besondere Einrichtung gegründet: Das Neuropsychologische Therapie Centrum (NTC). Das NTC ist eine Institution, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Therapie, Forschung, Lehre und Weiterbildung des therapeutischen Nachwuchses an einem Ort zu bündeln.

    Patrizia Thoma und Boris Suchan erzählen im Gespräch von den Menschen, die im NTC zur Therapie kommen, von der Vielfalt der demenziellen Erkrankungen, von Aufklärung, Prävention und Behandlung kognitiver Störungen, von der Arbeit am NTC, der Ausbildung zu neuropsychologischen Therapeut:innen und von der Idee hinter einer Hochschulambulanz.

    Übrigens: Weil unsere Gäste für Aufklärung und Präventionsarbeit brennen, haben sie mit Partner:innen zwei kostenlose Online-Ratgeber für neuropsychologische Notfälle und Krankheitsbilder veröffentlicht:

    Einen für Erwachsene: Ratgeber Neuropsychologie
    … und einen für Kinder (oder solche, die es bleiben möchten): Dein Gehirn

    Zum Neuropsychologischen Therapie Centrum geht es hier entlang: NTC

    Zu unseren Gästen gibt es hier mehr zu lesen:
    Patrizia Thoma & Boris Suchan

    Weitere Infos zu unseren Forschungen findet ihr wie immer hier: SFB1280.

    Auch unser Moderator und Poetry Slammer Rainer Holl macht viele Dinge: Rainer Holl

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    53 min
  • Das Streben nach Glück
    Von der Wissenschaft des Wohlbefindens, ausschweifendem Frühstück und glücklichen Finnen

    Mit den Glücksforscher*innen Julia Krasko und Bernd Schäfer

    Beide forschen im Happiness Research Lab zu Glück und subjektivem Wohlbefinden und sind in der aktuellen Folge von „Kannste vergessen“ zu Gast bei Rainer Holl. In der Folge sprechen sie über die komplexen Wege zum Glück und betonen, dass wir das mit dem Glück ganz entspannt angehen können. Freut euch auf eine Folge, die glücklich macht!

    In dieser Folge erfahrt ihr …

    …wie die Psychologie und die Philosophie Glück oder Wohlbefinden definieren
    …warum interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Glücksforschung sinnvoll ist
    …welche kognitiven und affektiven Aspekte zum Glück beitragen und wie sie zu messen sind
    …ob und wie das aktive Streben nach Glück erfolgreich sein kann
    …wie sich unser subjektives Wohlbefinden über unsere Lebensspanne entwickelt
    …warum die Finnen so gut im World Happiness Report abschneiden
    …wie man aktiv etwas im Alltag für das eigene Wohlbefinden tun kann
    …warum es auch dazugehört, unglücklich zu sein
    …was unsere Glücksforscher*innen glücklich macht
    …uvm.

    Weitere Infos zu unseren Forschungen findet ihr wie immer unter https://sfb1280.ruhr-uni-bochum.de/.

    Zu unseren Gästen gibt es hier mehr zu lesen:

    Julia Krasko & Bernd Schäfer

    Julia Kraskos Dissertation "Krasko, J. (2023). Many Paths Lead to Happiness: Examining Happiness Goal Orientations, Happiness Definitions, and Happiness-Related Intentions and Behaviors in Everyday Life. Dissertation, Ruhr-Universität Bochum." findet ihr hier: https://hss-opus.ub.rub.de/opus4/frontdoor/deliver/index/docId/9944/file/diss.pdf

    Auch unser Moderator Rainer Holl macht viele Dinge: https://rainerholl.de/

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    50 min
  • Graue Zellen & Grüne Ideen
    Von den Herausforderungen des Klimawandels (aus Neuro-Sicht)

    Die aktuelle Folge von Kannste Vergessen – aufgenommen am bisher heißesten Tag des Jahres 2023 in Deutschland – wirft einen Blick darauf, was die Klimakrise für unser Gehirn bedeutet, in welchem Verhältnis Umweltfaktoren und Gehirn stehen, was Psychologie, Neurowissenschaft und aktivistische Wissenschaft überhaupt zu einem Umgang mit den klimabedingten Herausforderungen beitragen können und welchen Nutzen das Extinktion angesichts dieser Krisen haben kann. Hierzu spricht Rainer Holl mit den beiden Neurowissenschaftler*innen Dorothea Metzen und Sebastian Ocklenburg über die Klimaveränderungen und ihre Auswirkungen auf Lebewesen aus neurowissenschaftlicher Sicht. Die beiden haben ein Buch zum Thema geschrieben, das im Sommer 2023 veröffentlicht wurde: Unter dem Titel „Die Psychologie und Neurowissenschaft der Klimakrise. Wie unser Gehirn auf Klimaveränderungen reagiert“ machen die beiden eine knappe und wirkungsvolle Bestandsaufnahme aus der Sicht der Neuroklimawissenschaft.

    In dieser Folge erfahrt ihr …

    … was die Psychologie und die Neurowissenschaft über die Klimakrise wissen
    … vor welchen Herausforderungen unser Gehirn, unsere Psyche und unser Körper angesichts der Klimakrise stehen
    … wie abhängig verschiedene Organismen von gleichbleibenden Umwelt- und Klimabedingungen sind und was das mit Hirnevolution zu tun hat
    … welche Strategien das Gehirn hat, um auf Veränderungen in der Umwelt zu reagieren
    … welchen Einfluss unsere Umwelt wiederum auf unser Gehirn ausübt
    … in welchem Verhältnis Wissenschaft und Aktivismus derzeit stehen und warum viele Wissenschaftlerinnen heute auch Aktivistinnen sind
    … was Psychologie und Neurowissenschaft zu einem guten Umgang mit den klimatischen, psychischen und sozialen Herausforderungen beitragen können
    … was Extinktion angesichts der Klimakrise noch bedeuten kann
    … und wie zwei Hirnforscher*innen zum Aktivismus kamen.

    Hier gibt es noch ein begleitendes Interview mit unseren heutigen Gäst*innen bei Springer Pflege:

    https://www.springerpflege.de/content-plus/online-only/interview/2585757

    Hier findet ihr den Weg zum Buch von Dorothea Metzen und Sebastian Ocklenburg: Die Psychologie und Neurowissenschaft der Klimakrise. Wie unser Gehirn auf Klimaveränderungen reagiert, Springer, Berlin 2023.

    Weitere Infos zu unseren Forschungen findet ihr wie immer unter https://sfb1280.ruhr-uni-bochum.de/.

    Zu unseren Gästen gibt es hier mehr zu lesen:

    Dorothea Metzen &
    Sebastian Ocklenburg auch unter http://www.rd.ruhr-uni-bochum.de/neuro/wiss/pi/ocklenburg/index.html

    Auch unser Moderator Rainer Holl macht viele Dinge: https://rainerholl.de/

    Hier noch Wissenswertes zu Psychologists & Psychotherapists for Future: https://www.psy4f.org/

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    Mit der neuen Folge von #KannsteVergessen bewerben wir uns für den Fast Forward Science 2024 #FFSci #AudioAward bei @fastforwardscience (www.fastforwardscience.de)

    54 min
  • Bots & Brains
    Vom ChatGPT-Gespenst, neuronalen Netzen und digitalen Ratten

    Mit den KI-Forschern Nicolas Diekmann und Michael Kamp

    Wir starten stolz die 3. Staffel unseres Podcasts „Kannste Vergessen?“ mit einer Folge zu einem Thema, das seit einigen Monaten weltweit die Gesellschaft umtreibt: Künstliche Intelligenz. Moderator Rainer Holl befragt die beiden KI-Forscher Nicolas Diekmann und Michael Kamp dazu, wie sie maschinelles Lernen in ihrer Grundlagenforschung praktisch einsetzen, wie sie sie testen, vor welchen Rätseln sie dabei stehen – und natürlich auch, was Hirne und Bots gemeinsam haben und was sie unterscheidet. Es geht darum, ob wir es je schaffen können, KI zu verstehen, wie eine vertrauenswürdige KI dabei helfen könnte, im klinischen und neurowissenschaftlichen Feld verlässliche Daten und diagnostisch sichere Aussagen zu generieren und wie die Forschung versucht, diese Verlässlichkeit zu erreichen.

    Die drei Gesprächspartner sprechen über Chancen, Probleme und Risiken der Nutzung von KI und wagen einen vorsichtigen Blick auf das, was wir in Zukunft wissenschaftlich und gesellschaftlich noch zu erwarten haben – und das alles natürlich vor dem Hintergrund des Lernens: einer stetig wachsenden Superpower von Maschinen, die es immer schwieriger macht, im Netz das Menschliche vom Maschinengemachten zu unterscheiden.
    Diese Folge ist ein technischer Deep Dive – graue Zellen, aufgepasst! :)

    In dieser Folge erfahrt ihr …

    … was Hirne und Bots gemeinsam haben und was sie unterscheidet

    … was Lernen für Gehirne und Künstliche Intelligenzen bedeutet
    … wie man Künstliche Intelligenz trainiert
    … welche besonderen Herausforderungen Machine Learning im klinischen Alltag mit sich bringen und welchen Herausforderungen man mit KI besser begegnen kann
    … welche Schwierigkeiten Menschliche Intelligenz dabei hat, zu verstehen, wie Künstliche Intelligenz arbeitet
    … warum es so schwierig ist, eine Künstliche Intelligenz zu einer vertrauenswürdigen Instanz zu machen
    … wie wir Lernen als Prozess verstehen können, der mit künstlichen Agenten nachgebildet werden kann
    … was computergestützte Forschung mit Hilfe künstlicher Agenten für das Verstehen von Extinktionslernen beisteuern kann
    … dass sich auch Bots und Künstliche Intelligenzen belohnen und bestrafen lassen – und wie das funktioniert
    … ob das Gehirn wirklich das Vorbild für die Funktionsweise von neuronalen Netzen ist

    Weitere Infos zu unseren Forschungen findet ihr wie immer unter https://sfb1280.ruhr-uni-bochum.de/.

    Zu unseren Gästen gibt es hier mehr zu lesen:

    Nicolas Diekmann & Michael Kamp auch unter https://michaelkamp.org/

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    Hier noch Wissenswertes zu

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    46 min
  • Staffel 2, Folge 10: Menschen erzählen
    Von Narrativer Medizin, Neurowissenschaft und einer ungewöhnlichen Kooperation

    Mit den Erzählforscherinnen Mita Banerjee und Amina Touzos

    In dieser Folge hat unser Moderator Rainer Holl ein Heimspiel: Denn der studierte Literaturwissenschaftler trifft die Amerikanistinnen Mita Banerjee und Amina Touzos von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu einem Gespräch über das, was die Fachwelt „Narrative Medizin“ nennt. Dieser Ansatz wird im Sonderforschungsbereich 1280 Extinktionslernen gerade in der Studie „Menschen erzählen“ praktisch angewendet. Zeit also, um einmal über die Fachgrenzen hinaus ins Gespräch zu kommen!

    Mita Banerjee und Amina Touzos ordnen uns hierfür ein, was angewandte Erzählforschung ist, was sie als klinische Methode in der Neurowissenschaft zu suchen hat, welche Herausforderungen es dabei gibt und was Literatur und persönliches Sprechen über Krankheiten, Beschwerden oder das eigene Leiden mit einander gemeinsam haben. So viel vorab: Hier können alle voneinander lernen.

    In dieser Folge erfahrt ihr …

    … was Narrative Medizin ist und wofür wir sie brauchen
    … warum Patientinnen oft gute Autorinnen sind, ohne es zu wissen
    … weshalb Menschen, die aufmerksam lesen, oft gute Ärzt*innen werden
    … warum es wichtig ist, wie wir erzählen und nicht nur, was wir erzählen
    … was die Sprache über den Menschen weiß, der spricht
    … welche Rolle Geschichten für die klinische Behandlung spielen, die wir uns selbst erzählen
    … welche Methoden Geistes- und Kulturwissenschaften der klinischen Forschung hinzufügen können
    … weshalb alle Fächer davon profitieren, wenn transdisziplinär gearbeitet wird
    … wie die Narrative Medizin den klinischen Alltag genauso bereichern kann wie umgekehrt

    Zur ersten gemeinschaftlichen Projektstudie des SFBs 1280 mit Mita Banerjee und Amina Touzos geht es hier: https://sfb1280.ruhr-uni-bochum.de/menschen-erzaehlen/

    Weitere Infos zu unseren Forschungen findet ihr wie immer unter https://sfb1280.ruhr-uni-bochum.de/.

    Zu unseren Gästen gibt es hier mehr zu lesen:

    Mita Banerjee auch unter http://www.obama-institute.com/banerjee/ &
    Amina Touzos

    Auch unser Moderator Rainer Holl macht viele Dinge: https://rainerholl.de/

    Hier noch Wissenswertes zu David Foster Wallace, der prototypisch über seine Erkrankungen schrieb.

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    52 min
  • Staffel 2, Folge 9: Chips & Chunks
    Von Menschen mit Methoden und Dinos, die's geschafft haben

    Nach zugegeben recht langem Winterschlaf öffnen wir wieder die Mikrofone für Euch, ziehen die Regler auf 100 % und bringen euch eine taufrisch produzierte 9. Folge der 2. Staffel unseres Podcasts »Kannste Vergessen?« aufs Smartphone. – Diesmal haben wir eine echte Hands on-Folge: Denn Moderator Rainer Holl befragt heute die beiden gut befreundeten Wissenschaftler Jonas Rose und Roland Pusch dazu, wie im SFB 1280 geforscht wird und welche Methoden die Neurowissenschaft zur Verfügung hat. Es geht um Intelligenz, Hirnevolution und darum, wie man eine Forschungsfrage mit den geeigneten Methoden in Einklang bringt, was wir mit diesen Methoden heute erforschen und noch erforschen wollen – und ganz nebenbei auch darum, wie es so ist, wenn die Mehrheit der Kolleg*innen Vögel sind – also „Dinos, die es geschafft haben“, mitten unter uns.

    In dieser Folge erfahrt ihr …

    … wie man eigentlich Intelligenz erforscht
    … was die Hirne von Säugetieren und Vögeln eint und was sie unterscheidet
    … wie man für wissenschaftliche Fragestellungen die richtigen Methoden findet
    … welche Rolle Technik bei der Forschung spielt
    … wie man für neurowissenschaftliche Grundlagenforschung eigentlich herausfindet, welche Tiere für die Forschung geeignet sind
    … wie man mit Licht Zellen steuern kann
    … ob das heißt, dass die Zukunft schon da ist
    … und: was die KI-Entwicklung von Neurowissenschaftler*innen z.B. im SFB 1280 lernen könnte, um neuronale Netze vorbildgetreuer zu entwickeln als bisher geschehen …

    Weitere Infos zu unseren Forschungen findet ihr wie immer unter https://sfb1280.ruhr-uni-bochum.de/.

    Zu unseren Gästen gibt es hier mehr zu lesen:

    Roland Pusch & Jonas Rose.

    Auch unser Moderator Rainer Holl macht viele Dinge: https://rainerholl.de/

    Und hier noch Lesenswertes zu dem Stuhl, der sich in dieser Folge leider ab und an zu Wort meldet: Freischwinger

    44 min
  • Staffel 2, Folge 8: Keine Bange!
    Vom Vermeiden, von luftigen Höhen und Wegen aus der Angst

    Auf dem Förderturm des deutschen Bergbaumuseums auf über 50 Metern begrüßt Rainer Holl in Folge 8 unseres Podcasts „Kannste vergessen?“ seine Gästin Beray Macit. Die Doktorandin und Verhaltenstherapeutin forscht im SFB 1280 zur Expositionstherapie. Was ist Angst? Und wie wird man Angststörungen wieder los? Das erfahrt ihr in unserer ersten Folge „außer Haus“. Und keine Angst: wir hören uns im neuen Jahr wieder!😊

    In dieser Folge erfahrt ihr…

    …was Forschende des SFB 1280 auf den Förderturm des Bergbaumuseums führt
    …was eigentlich Angst ist
    …ab wann man von einer Angststörung oder Phobie spricht
    …was Agoraphobie und Panikstörungen sind
    …wie wir uns erfolgreich unseren Ängsten stellen können
    …wie sich die „Expo“ und Expositionstherapie gestaltet
    …wie sich der Effekt der Konfrontationstherapie nachhaltig verstärken lässt
    …wie man dem alltäglichen Grübeln und Sorgen entgegenwirkt
    …und zuversichtlich in das neue Jahr startet.

    32 min

About Kannste Vergessen? – Der Podcast vom Lernen, Vergessen und Erinnern

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Lernen ist schwer. Vergessen ist manchmal noch schwerer. Wie wird man Gelerntes wieder los? Das möchte Rainer Holl, Autor, Moderator und Poetry Slammer, wissen und verstehen. Dazu interviewt er Wissenschaftler*innen des Sonderforschungsbereichs „Extinktionslernen“ zu ihrer Forschung. Freut euch darauf, dem Gehirn in die Karten zu gucken! Es erwarten euch faszinierende Erkenntnisse aus den Bereichen Psychologie, Biopsychologie und Neurowissenschaften, ein Blick hinter die Kulissen des wissenschaftlichen Alltags – und am Ende jeder Folge: Slam-Poetry.

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