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Wer schon mal durch eine Waschstraße gefahren ist, hat igus-Technik gesehen: Die Energiekette oben am Rand, die Kabel und Wasserschläuche führt, kommt aus Köln. igus stellt „Motion Plastics“ her. Das sind Gleitlager, Energieketten und Leitungen aus Kunststoff für alles, was sich bewegt, und zwar ohne Schmierung. Damit macht das Unternehmen 1,1 Milliarden Euro Umsatz, mit 5.800 Mitarbeitenden in 38 Ländergesellschaften.
Ich hatte CEO Artur Peplinski auf der DMEXCO 2026 bei mir im Podcast-Bus. Für ein deutsches Industrieunternehmen ist seine Vertriebsstrategie erstaunlich modern. Bei igus ist ein Produkt nur dann ein Produkt, wenn es drei Bedingungen erfüllt: Es verbessert die Technik oder senkt die Kosten, es ist online konfigurierbar und es ist ab Lager lieferbar. Die ersten Konfiguratoren gab es schon in den 90ern auf Diskette und CD-ROM. Heute sind über 40 online, und sie berechnen sogar die Lebensdauer, gestützt auf 6.000 Tests pro Jahr im eigenen Labor. Eine Mindestbestellmenge gibt es nicht. Wer zwei Gleitlager braucht, bestellt zwei. Trotzdem stellt igus gerade weltweit 120 zusätzliche Leute im Außendienst ein, dazu Content Creators.
Wir sprechen außerdem über:
350 Mio. € Investitionen am Standort Köln und warum Arthur trotzdem ambivalent auf Deutschland schaut
Am Ende stelle ich die Frage, ob der nächste igus-CEO aus China kommen könnte. Arturs Antwort: „Ich würde es nicht ausschließen.“
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Bis 2022 wurden Rolex Daytona und Patek Nautilus auf Chrono24 zum dreifachen Ladenpreis gehandelt, mit Wartelisten von bis zu zehn Jahren. Dann kam die Zinswende und der Markt brach ein. Mit Chrono24-Gründer Tim Stracke spreche ich darüber, wo der Luxusuhrenmarkt heute steht. Er sieht seit sechs bis neun Monaten wieder eine stabile Erholung.
Die Zahlen zeigen eine paradoxe Lage. Die Schweizer Uhrenexporte sinken nach Stückzahl seit zehn Jahren um fünf bis zehn Prozent pro Jahr, und Rolex hat die Produktion wohl um rund zehn Prozent gedrosselt. Trotzdem wächst der Markt im Wert. Das Segment zwischen 500 und 2.000 Euro ist an die Smartwatch verloren, oben wird weiter verdient. Wachstumsmarkt Nummer eins sind nicht mehr die Chinesen auf Shoppingtour in Frankfurt, sondern die USA.
Wir reden außerdem über:
a) Rolex’ Certified-Pre-Owned-Programm mit über einer halben Milliarde Euro Handelsvolumen und warum es dabei um Kontrolle geht, nicht um Umsatz
Dazu eine Gründungsgeschichte aus Karlsruhe: ein Markenname, den das Team furchtbar fand und den die Händler in Asien und den USA liebten.
Konferenz: https://blackforestspace.de/
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Vor über zehn Jahren haben Andre Alpar und ich hier „SEO ist tot“ ausgerufen. SEO lebt immer noch. Jetzt heißt es überall: GEO ist doch nur SEO mit neuem Label, und eigentlich lohnt sich beides nicht mehr. Höchste Zeit für die Fortsetzung.
Andre hat eine der größten unabhängigen Suchmaschinenagenturen Deutschlands aufgebaut und verkauft. Heute berät er als Beirat und hat ein Buch über Generative Engine Optimization geschrieben. Seine These: Wer GEO für SEO hält, hört nur Google zu. Und Google spricht nur über zwei von fünf Disziplinen.
Darüber sprechen wir:
Warum Google sagt, es gebe kein GEO. SEO besteht aus Strategie, Monitoring, Technik, Content und Off-Page. Google redet nur über Technik und Content. Genau dort überschneiden sich SEO und GEO stark, überall sonst nicht.
Außerdem: eine Wette um eine Kiste Dom Pérignon, ein Live-Test mit Grok und Gemini und die Frage, warum Otto 2008 dachte, Google müsse das eigene Ranking reparieren.
🎁 Verlosung: Wir verlosen ein Exemplar von Andrés GEO-Buch.
📍 Live-Event: „Wer braucht schon Agentic Commerce?“ – am 17. November in Berlin, 18–22 Uhr. Live-Podcast und Streitgespräch mit Bastian Siebers (Flaconi), mit exklusivem Dinner, zusammen mit Productsup. Kostenlos für Händler und Hersteller. Link in den Shownotes. https://www.productsup.com/de/events/wer-braucht-schon-agentic-commerce/
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In dieser Folge sprechen wir zunächst über ein Treffen mit Peter Thiel bei einem Axel-Springer-Event. Wir ordnen ein, dass seine Aussagen oft zugespitzt wirken, aber komplex gedacht und schlecht in kurze Fragmente übersetzbar sind. Danach geht es um das neue KI-Produkt Muse von Meta.
Wir sprechen darüber, dass das Produkt stark auf persönliche Daten wie Kalender, E-Mails und Alltagsplanung setzt und damit an einen KI-Companion erinnert. Wir vergleichen das mit Googles Ansatz rund um Gemini, das ebenfalls immer stärker in Kalender, Gmail, Maps und Automatisierung integriert wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist eine neue Perspektive auf Plattformen: LLMs können nicht nur Inhalte liefern, sondern auch Interfaces und kleine Anwendungen on the fly erzeugen. Wir greifen die Idee auf, dass dadurch vor allem Zugang und Integration wichtig werden, nicht mehr die reine Fähigkeit, Software zu bauen. Außerdem sprechen wir über aktuelle E-Commerce-Zahlen von SHEIN, Chewy und Allegro. Bei SHEIN sehen wir den starken Börsenrückgang und halten fest, dass der Kostenvorteil vermutlich wichtiger ist als die reine Innovationsstory.
Chewy bewerten wir operativ solide, aber ohne große Wachstumsfantasie. Allegro sehen wir deutlich positiver, weil das Geschäft in Polen stark bleibt und noch Potenzial in Payment, Werbung und Logistik hat. Außerdem sprechen wir über mögliche Folgen zur Energiepolitik in einer kommenden Folge.
Stratechery Artikel: https://stratechery.com/2026/apps-agents-and-aggregation/
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Kundenbindung, Punkte-Währungen und Multipartner-Modelle: Mit über 35 Millionen aktiven Kund:innen und rund 18 Millionen App-Nutzer:innen gehört PAYBACK zu den reichweitenstärksten Shopping-Begleitern Deutschlands. In dieser Folge beleuchten Karo und Geschäftsführer Dominik Dommick die strategische Ausrichtung des Bonusprogramms, die aktuellen Dynamiken im Bereich der Kundenbindung und die Herausforderungen eigener Loyalty-Programme.
Wie lässt sich das Kaufverhalten von Konsument:innen gezielt über Punkte und Coupons steuern? Warum scheitern viele Händler beim Versuch, ein eigenes Kundenbindungsprogramm profitabel aufzubauen? Und welche Rolle spielen chinesische Super-Apps wie WeChat oder Alipay als Vergleichsmaßstab für den europäischen Markt?
Dominik teilt außerdem seine Perspektive darauf, weshalb eine Einlösequote von 95 % entscheidend für den Wert des Systems ist, wie PAYBACK hybride KI-Suche im Kundendialog einsetzt und warum echtes Bestandskundenmanagement nicht mit einem einfachen Rabattprogramm gleichzusetzen ist.
Podcast-Host – Karo Junker de Neui:
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In dieser Folge sprechen wir mit Rauf Aliyev, dem Gründer von Toolbrothers, über den Aufbau eines Handels- und Markenunternehmens im Bereich Elektrowerkzeuge. Wir beginnen mit seiner Entwicklung vom Digitalkamera-Händler hin zum Werkzeughandel und erklären, wie Toolbrothers aus einem klassischen Handelsgeschäft entstanden ist. Wir sprechen darüber, wie wir mit Multichannel-Vertrieb auf Plattformen wie Amazon, eBay und eigenen Shops gewachsen sind und wie wichtig Einkaufskonditionen, Bündelungen und eigene Logistik für das Geschäft wurden. Rauf beschreibt auch, wie sich der Markt durch neue Wettbewerber, sinkende Margen und steigende Kosten verändert hat. Wir sprechen darüber, wie Toolbrothers mit einer eigenen Community, einem markanten Auftritt und Creator-Content Reichweite aufbaut und dadurch sowohl Produkte als auch Dienstleistungen vermarktet. Dazu gehören auch Kooperationen mit Herstellern und bezahlte Medienleistungen. Außerdem geht es um Marken, Akkusysteme und die Entwicklung im Powertool-Markt. Wir besprechen, wie sich Hersteller wie Makita, Bosch, Milwaukee und Parkside verhalten, warum Akkusysteme für Kunden oft entscheidend sind und weshalb neue Marken oder Importmarken überhaupt Chancen haben.
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Im Kassenzone-Bus auf der DMEXCO analysieren Alex und Pip Klöckner schonungslos die aktuelle Lage im E-Commerce und die tiefgreifenden Veränderungen durch Künstliche Intelligenz – von der Automatisierung in der Softwareentwicklung bis hin zur potenziellen Disruption der Google-Suche und traditioneller Managementstrukturen in deutschen Konzernen.
Im Fokus stehen außerdem der drastische Wertverlust von Shein aufgrund fallender regulatorischer Schranken, die schwindenden Margen im Multichannel-Handel und die Frage, welche Geschäftsmodelle künftig überhaupt noch profitabel wachsen können.
Warum gibt es abseits von Amazon, Meta und Google im digitalen Handel kaum noch E-Commerce-Gewinner, die profitabel wachsen? Und welche Berufsbilder bieten im Commerce- und Tech-Sektor überhaupt noch Zukunftssicherheit, wenn KI klassische Rollen zunehmend verändert?
Energiezone: https://www.energiezone.org/
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Tarek Müller (AboutYou) hat mich in den letzten Wochen mehrfach angepingt: unsere Einschätzung zu Shein sei zu positiv. Nach dem Börsengang (Kurs eine Woche später schon 10% im Minus) habe ich ihn eingeladen, um das auszudiskutieren.
Seine Kernthese: Der Erfolg von Shein, Temu und Alibaba beruht eben nicht nur auf Innovation, sondern zu einem erheblichen Teil auf Kostenvorteilen, die wir als Europäer selbst finanziert haben. Rund 20% Marktanteil im europäischen Online-Modemarkt, etwa 20 Mrd. Euro Volumen, aufgebaut in sechs, sieben Jahren, flankiert von rund 3 Mrd. Euro nicht erhobener Zollgebühren pro Jahr.
Wir rechnen durch, was das konkret bedeutet: Bei 75-80% Direktversand aus China und 15% Zollsatz hätte Shein nicht bei +4% EBIT operiert, sondern bei -6%. Damit fällt die Fähigkeit weg, Investorengeld einzusammeln, Marketing zu finanzieren, Volumen und damit Einkaufspreise und Skaleneffekte aufzubauen. Tareks Hypothese: mit Level Playing Field von Anfang an wären die China-Modelle bei maximal 5% Marktanteil gelandet.
Außerdem: warum Factory-to-Consumer ohne Zollumgehung ökonomisch nicht funktioniert und warum AboutYou das Modell zwar gebaut, aber bewusst nicht skaliert hat. Warum Temus Umschwenken auf europäische Händler den Preisvorteil auflöst. Warum die E-Commerce-Branche das Thema politisch sechs Jahre lang verschlafen hat.
Im zweiten Teil wird es grundsätzlich: Ist Online überhaupt noch ein gutes Geschäftsmodell? Inditex mit 19-20% EBIT-Marge gegen Zalando mit 5% – aber 5 Mio. Euro CapEx pro Zara-Store gegen drei Klicks für ein neues Land. Wir streiten über meine These, dass es im E-Commerce keinen "Arztberuf" mehr gibt, über Googles Auktionsmechanik als binäres Spiel, über gestapelte Plattformökonomien und darüber, was ich meinem Sohn fürs Wirtschaftspraktikum empfehlen soll.
Tareks Prognose zum Schluss: Shein und Temu werden in Kontinentaleuropa in den nächsten fünf bis sieben Jahren schleichend schrumpfen (anteilig), inflationsbereinigt etwa um die Hälfte. Und: Der China-Druck hat die europäischen Player effizienter gemacht, als sie es ohne ihn je geworden wären.
Folge mit Karo: https://kassenzone.podigee.io/682-shein-ipo-2-0-zerbricht-das-margenversprechen-des-e-commerce-douglas-inditex-china-marken-k-662
Folge mit Florian: https://kassenzone.podigee.io/681-shein
Energiezone: https://www.energiezone.org/
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Warum war Walmart eigentlich bei der großen Kassenzone Party vor der OMR dabei? Dieser Podcast verrät es:
Wichtigster Punkt zur Einordnung: Es geht ausdrücklich nicht um Walmart-Filialen in Deutschland. Es geht um lokale Beziehungen zu Händlern und Marken. Ein Team vor Ort löst laut Newton die Probleme, an denen Remote-Betreuung scheitert – Sprache, Kultur, Zeitzonen. Aufgebaut wurden bisher Business Development, Account Management, Marketing, Events sowie Services wie Walmart Fulfillment.
Newton räumt außerdem mit der Wahrnehmung auf, Walmart sei ein reiner Stationärhändler. Sein Framing: ein Retail-Ökosystem aus Filialen, Supply Chain, E-Commerce, Marketplace, Walmart Plus und Walmart Connect. Beispiele: Abholung und Retouren in der Filiale, vorgelagerte Bestände für schnellere Lieferung, Kombination aus Produktverkauf und Service wie Reifenmontage.
Warum europäische Marken? Kunden in Nord- und Südamerika schätzen Qualität und Herkunft. Walmart sucht nachgefragtes Sortiment statt billiger Commodity-Ware. Als Beispiel nennt Newton Lavazza, das den Marketplace nutzt, um die eigene Markengeschichte zu erzählen und ein breiteres Sortiment anzubieten. Scheint zu funktionieren!
Meldet euch über https://ecrm.marketgate.com/Walmart/2026/MarketplaceGermany/About an, um euer Interesse zu registrieren, oder schreibt direkt eine E-mail, um ein 1:1-Meeting zu vereinbaren: [email protected]
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Offline-Stores, TikTok Shop, KI-Content und Community-Building: Der E-Commerce fordert D2C-Marken immer wieder neu heraus. In dieser Folge spricht Karo mit Alisa Jahnke, Mitgründerin und CEO der Schmuckmarke Purelei, über den Weg von der ersten 500-Euro-Investition zu einem E-Commerce-Unternehmen mit knapp 70 Millionen Euro Jahresumsatz.
Wie hat Purelei den Wandel von reinem Social-Media-Marketing hin zu eigenen Offline-Stores in München, Köln und Palma gemeistert? Welche Rolle spielen die eigene App und das etablierte Subscription-Modell für die langfristige Kundenbindung? Und warum sorgte die erste Live-Shopping-Session auf TikTok Shop bei Purelei für Ernüchterung?
Alisa teilt außerdem ihre praktischen Erfahrungen mit KI in der Content-Produktion, verrät die Internationalisierungspläne für die kommenden Jahre und erklärt, warum der direkte Kontakt zur Community und ein strategischer Markenaufbau für Purelei unverzichtbar bleiben.
Das Gespräch im Überblick:
(1:30) 10 Jahre Purelei: Von 500 Euro zu 70 Mio. Umsatz
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