Selbst wenn wir eine Covid 19 Erkrankung vermeiden oder überstehen, heißt das nicht, dass wir ewig leben werden. Irgendwann ist auf jeden Fall Schluss. Sich die eigene Endlichkeit bewusst zu machen, gehört nicht gerade zu den Lieblingsbeschäftigungen des Menschen, aber unser Verhalten ist dennoch geprägt davon. Bei manchen mehr, bei manchen weniger. Welche Risiken gehen wir bereitwillig ein, welche vermeiden wir? Unsere Risikobewertung ist häufig irrational. Wir setzen uns meist völlig angstfrei in ein Auto, bekommen aber ein mulmiges Gefühl im Flugzeug, obwohl im Straßenverkehr deutlich mehr Menschen zu Tode kommen als in der Luftfahrt. Wir rauchen, trinken, ernähren uns schlecht und bewegen uns zu wenig, fürchten uns aber viel mehr vor einem Terroranschlag als vor den Konsequenzen unseres Verhaltens. Und möglicherweise schätzen wir auch bei Covid 19 unser eigenes Risiko und das der Anderen nicht richtig ein. Dabei wäre das so wichtig, um gesund und einigermaßen unversehrt aus dem verordneten Stillstand herauszukommen.