Während die "Reds“ feiern, versinken die "Roten“ im Tal der Tränen. Wie glücklich wäre die SPD, wenn sie einen Vorsitzenden wie Jürgen Klopp hätte! Einen Teamführer, der die Mannschaft zusammenbindet und positive Energien weckt - selbst nach Niederlagen. Es ist das Unglück der ältesten Partei Deutschlands, dass sie Persönlichkeiten wie Klopp nicht findet. Stattdessen läuft es in der SPD so: Nach Niederlagen wird der Trainer gemobbt und gedemütigt. Die Mannschaft zerfällt in Einzelkämpfer ohne Sinn fürs Teamspiel. Und das Publikum wendet sich mit Grausen ab. Wünscht sich jemand auf hoher See bei schwerem Wetter einen Skipper aus der SPD? Wer über die Meere fährt, braucht starke Führung und klare Befehlsstrukturen. Dann weiß auch die Mannschaft, was sie zu tun hat, um das Schiff zu retten. Genauso ist es auf dem Rasen. Jürgen Klopp hat es geschafft, seine Mannschaft in Liverpool zu einem widerstandsfähigen Team zusammen zu schweißen. Andrea Nahles gelang das weder in der SPD noch in der Bundestagsfraktion. Und das ist ein Versagen, das weit über ihre Partei hinaus Folgen hat.