In Deutschland fließen von den jährlich über 12 Milliarden € Kirchensteuern gerade einmal zwei Prozent in die caritative oder soziale Arbeit der katholischen oder evangelischen Kirche. Als zweitgrößter Arbeitgeber sind die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland vom geltenden Arbeitsrecht ausgenommen und dürfen geschiedene, homosexuelle oder Menschen anderer Konfessionen als Beschäftigte ablehnen. Der Religionsunterricht ist auch in staatlichen Schulen konfessionsgebunden.
Und das, obwohl hierzulande mittlerweile weniger als die Hälfte aller Menschen noch Mitglied in einer der beiden christlichen Kirche ist.
Philipp Möller, Vorsitzender des Zentralrats der Konfessionsfreien, fordert deshalb: Setzt endlich den Artikel 140 des Grundgesetzes um! Trennt Staat und Kirche!
Im Gespräch mit Jürgen Deppe analysiert Philipp Möller, wie groß der Einfluss von katholischer und evangelischer Kirche bis heute auf den Alltag aller ist und warum das massiv die Demokratie gefährdet.