Künste im Gespräch

Künste im Gespräch

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Künste im Gespräch episodes

  • Etüde über den Tod und die Angst vor dem anderen
    Schonungslos und präzise untersucht Tomas Espedal im Roman «Lieben», wie der Lebenshunger eines zum Tod Entschlossenen erwacht. Mit augenzwinkerndem Humor untersucht Choreographin Tabea Martin in ihrem Tanzstück für Kinder die Angst vor dem Fremden.
    Plötzlich baut sich ungeahnter Lebenshunger auf. Dabei hat die Hauptfigur im Roman «Lieben» des Norwegers Tomas Espedal eben beschlossen, in einem Jahr den Freitod zu wählen. Der Autor nimmt mit seinem schonungslos präzisen Stil gefangen.
    Wer anders ist als die Norm verurteilen wir schnell einmal. Dieser Ansicht ist die Basler Choreographin Tabea Martin. In ihrer jüngsten Arbeit für Kinder, «Geh nicht in den Wald, im Wald ist der Wald», untersucht sie, wie diese Angst vor den anderen sich körperlich ausdrückt. Weitere Themen: Tomas Espedals Etüde über den Tod - Ein Tanzstück über Vorurteil und Ausschluss von anderen
    28 min
  • Bühnen für sephardische Musik und für rassistische Polizeigewalt
    Die jüdisch-spanische Musik hat sich ab dem Spätmittelalter in Europa und Nordafrika verbreitet. Diese sephardische Musik hat andere Musikstile beeinflusst. Das Stück «Bullestress» bringt das Thema der rassistischen Polizeigewalt in der Schweiz ins Theater.
    Die Musik der sephardischen Jüdinnen und Juden entstand in Spanien. Mit ihrer Vertreibung im Spätmittelalter hat sie sich auf Musik in ganz Europa ausgewirkt. Am Festival Mizmorim in Basel lässt sich erleben, wie.
    Rassistische Polizeigewalt in der Schweiz ist Thema des Stücks «Bullestress». Verfasst hat es das Spoken Word-Duo Fatima Moumouni und Laurin Buser. Es feiert Premiere am Schauspielhaus Zürich. Weitere Themen: Musik der Vertreibung: Jüdische Diaspora und ihre Klänge - «Bullestress»: Smoother Sound, starke Statements
    27 min
  • 400 Jahre Molière
    Jean-Baptiste Poquelin alias Molière (1622-1637), Schauspieler, Theaterdirektor und einer der wirkmächtigsten Dramatiker aller Zeiten, erhob die Komödie zu einer der Tragödie gleichwertigen Gattung.
    Künste im Gespräch ergründet seine Art, menschliche Verhaltensweisen auszuleuchten und seinen Einfluss auf die Musik.
    Molières Studien über menschliche Charaktere und Verhaltensweisen treffen in den Kern unserer Spezies. Schonungslos und humorvoll hält er uns allen den Spiegel vor. Der grosse Dramatiker war aber auch ein Freund der Musik. In seinen Stücken räumt er der Musik immer wieder Raum ein, um Stimmungen auszudrücken und zu steigern. Molière hat sowohl das Theater als auch - mit Jean-Baptiste Lully - die Musik weitergebracht. Weitere Themen: Komödien, die geradesogut tragisch ausgehen könnten - Musikalische Komödien: Wie Molière die Komponisten inspirierte
    28 min
  • Maler Franz Fedier und Schriftstellerin E.S. Özdamar
    Der Film «Fedier – Urner Farbvirtuose» ist ein Roadtrip und eine Würdigung zugleich anlässlich des 100. Geburtstages des Malers Franz Fedier. Und das Buch «Ein von Schatten begrenzter Raum» von E.S. Özdamar erzählt eindringlich und poetisch von zwei Diktaturen.
    Franz Fedier (1922–2005) zählt zu den wegweisenden Vertretern der abstrakten Malerei in der Schweiz. Der Zürcher Filmemacher Felice Zenoni würdigt den Künstler zu seinem 100. Geburtstag mit dem Film «Fedier – Urner Farbenvirtuose». Wie eine Art Roadmovie führt der Film an Orte und zu Landschaften, die für Fedier und seine Kunst prägend waren. Er zitiert Familie, Freunde, Wegbegleiter. Und vor allem den Künstler selbst. Mit leichter Hand erklärt der Film so, warum Fedier gemalt hat, wie er gemalt hat.
    Achtzehn Jahre nach ihrem letzten Roman legt die seit langem in Deutschland lebende Schriftstellerin und Schauspielerin mit «Ein von Schatten begrenzter Raum» noch einmal ein Erinnerungsbuch vor. Seit sie die von Militärputschen geschüttelte Türkei verliess und nach Berlin kam, um Brechts Theater zu erlernen, ist ihre Stimme in Gedichten, Theaterstücken und eben Romanen zu vernehmen. Nun geht sie auf ihre eigene, hochpoetische Art erneut zurück in die 1970er und 80er Jahre, – Zeitzeugin und Chronistin, die aus gleich zwei Diktaturen und von künstlerisch aufregenden Zeiten zu erzählen weiss. Weitere Themen: Ein Roadtrip zur Kunst: Film über Franz Fedier - Die gleiche Reise nochmal: Erinnerungen von E. S. Özdamar
    29 min
  • Podcast-Tagebuch und Coghufs Wiederentdeckung
    Die innere Zerrissenheit des Genfer Philologen Henri Frédéric Amiel als vielstimmiger Podcast. Eine neue Monographie ermöglicht es, den Schweizer Künstler Coghuf wiederzuentdecken.
    Nach aussen wirkte er wie ein erfolgreicher Universitätsprofessor, in seinem Inneren aber war er ein verhindertes Genie. Zweifelnd, unzufrieden, unglücklich. Diese zerrissene Seite des Genfer Philologen Henri Frédéric Amiel (1821-1881) erzählt ein neuer Podcast der Bibliothèque de Genève.
    Gesehen haben dürften seine bunten Werke schon die meisten. Coghufs Wandmalereien und Kirchenfenster schmücken in mehreren Deutschschweizer Städten den öffentlichen Raum. Und doch geriet er nach seinem Tod 1976 in Vergessenheit. Der Kunsthistoriker Yves Guignard hat nun eine Monographie über Coghuf geschrieben, in der man den Schweizer Künstler neu entdecken kann. Weitere Themen: Selbstanalyse als Kunst: Das Journal des Henri Frédéric Amiel - Coghuf, der vergessene Schweizer Künstler
    27 min
  • Erdogan, Godot und abhauen
    Der türkische Journalist und Regimekritiker Can Dündar hat das Leben seines Verbanners Erdogan in eine Graphic Novel verpackt. Und der französische Regisseur Emmanuel Courcol erzählt von Gefängnisinsassen, die eine «Warten auf Godot»-Aufführung zur Flucht in die Freiheit nutzen.
    «Erdogan» heisst Can Dündars Graphic Novel über den türkischen Präsidenten. Der Journalist, der von Erdogan ins Gefängnis gesteckt und ins Exil getrieben wurde, zeichnet mit dem ägyptischen Karikaturisten Mohamed Anwar zusammen den Weg Erdogans vom Jungen aus dem Armenviertel zum Autokraten im Präsidentenpalast nach.
    1985 hat der schwedische Regisseur Jan Jönson mit Gefängnisinsassen Samuel Becketts «Warten auf Godot» einstudiert. Am Tag der Premiere sind fünf der sechs Schauspieler getürmt. Aus dieser Geschichte hat Emmanuel Courcol seinen aktuellen Spielfilm «Un triomphe» gemacht. Weitere Themen: Wie entstehen Autokraten? – Can Dündars Graphic Novel zu Erdogan - Film «Un triomphe»: Warten auf Godot – und dann abhauen
    28 min
  • Ein eleganter Globetrotter und eine grosse Cartoonistin
    Camille Saint-Saëns war nicht nur ein erfolgreicher Komponist, sondern auch ein grosser Globetrotter. Und die französische Cartoonistin Catherine Meurisse war die erste Zeichnerin, die für Charlie Hebdo arbeitete.
    Der Komponist Camille Saint-Saëns schuf nicht nur den populären "Carnaval des animaux". Er komponierte zahlreiche Opern und weitere Werke. Und wenn er keine Musistücke schuf, dann ging er gern auf Reisen. Am liebsten unter einem Decknamen. Auf Streifzügen durch die ferne Welt des Orients liess er sich inspirieren.
    Die Cartonistin Catherine Meurisse war die erste Frau, dir für das legendäre Satire-Magazin Charlie Hebdo zeichnete. Nur durch Glück entkam sie dem Anschlag auf die Redaktion 2015. Eine Ausstellung in Basel präsentiert jetzt das Werk der französischen Zeichnerin. Weitere Themen: Camille Saint-Saëns - Erfolgskomponist und Globetrotter - Charlie Hebdo überlebt: Catherine Meurisse
    28 min
  • Mummenschanz und «Ain gefress»
    1972 begann in Paris die Laufbahn von "Mummenschanz", der stillen, musiklosen Schweizer Theatergruppe mit den eigenwilligen Kostümen. Und: Das Ensemble "Dragma" führt mittelalterliche Lieder übers Essen auf - und kredenzt zeitgenössische Speisen.
    Seit 50 Jahren tummelt sich die Schweizer Theatergruppe "Mummenschanz" wortlos und in abenteuerlichen Kostümen auf den Bühnen der Welt. "Künste im Gespräch" lässt diese Laufbahn Revue passieren und fragt nach dem
    Erfolgsgeheimnis. Einige Jahrhunderte zuvor, im Mittelalter, hatten Lieder übers Essen und Schlemmen Hochkonjunktur. Das Ensemble "Dragma" führt sie auf - und serviert Menus à la médiévale. Ein synästhetisches Erlebnis. Weitere Themen: 50 Jahre Mummenschanz - «Ain gefress» - Wie das Mittelalter die Speisen besang
    29 min
  • Künste im Gespräch: Hotel-Träume und Sozial-Utopien
    Träume und Illusionen zeichnen den Weg des Kurhotels Bergün vom ehemaligen Grand Hotel zur billigen Ferienunterkunft hin zu einem geschützten Jugendstilhotel.Ein französischer Teenager kämpft um den Erhalt seiner Sozialsiedlung im Spielfilm «Gagarine» von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh.
    Aus dem Grand Hotel «Kurhotel Bergün» wurde eine günstige Ferienunterkunft. Bis eine optimistische Gruppe ihm anfangs des neuen Jahrtausends seinen Glanz zurückgab. Seine wechselvolle Geschichte veranschaulicht ein Buch.
    Der Spielfilm «Gagarine» von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh spielt in einer maroden französischen Sozialsiedlung und erinnert an die Aufbruchsstimmung und die Gesellschaftsentwürfe der 1960er Jahre. Weitere Themen: Kurhaus Bergün: Der Traum vom Grand Hotel - «Gagarine» - Ein Film gegen die Sozialdystopie
    29 min
  • Künste im Gespräch: Freddie Mercury und Adania Shibli
    Auf den Spuren des legendären Queen Sängers in Montreux. Weitere Themen: Literatur Schreiben ohne Schriftstellerin zu sein.
    The Show Must Go On, der erfolgreiche Queen-Hit aus dem Jahr 1991, galt Fans lange als Vermächtnis des bereits an HIV erkrankten Sängers Freddie Mercury. Er starb im selben Jahr. Noch heute pilgern Fans auf seinen Spuren nach Montreux. Was sie dort finden, ist Thema in Künste im Gespräch. Ausserdem berichtet die Autorin Adania Shibli über ihr Schreiben als Palästinenserin. Shibli hat derzeit die «Friedrich Dürrenmatt Gastprofessur für Weltliteratur» an der Uni Bern inne. Weitere Themen: Zum 30. Todestag: Auf den Spuren von Freddie Mercury in Montreux - Adania Shibli: Schreiben als Freiheitsgefühl
    30 min

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«Künste im Gespräch» nimmt aktuelle Ereignisse, Publikationen und Veranstaltungen auf und ordnet sie kritisch ein.

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