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Wer in Amerika an einen ungesicherten Bahnübergang kommt, wird trotzdem durch ein merkwürdiges Zeichen darauf hingewiesen, dass an dieser Stelle Gefahr droht. In seiner Form ist es ein Kreuz, denn hier kreuzen sich ja Schiene und Straße. Das ist also nichts Besonderes. Aber dieses Kreuz ist beschriftet. »Stop, Look, Listen, Live« ist zu lesen. Anhalten, sehen, hören und leben. In einigen Ländern wird durch diese Worte ebenfalls vor dem Überqueren einer Straße gewarnt. Und da viele Leute nur noch über ihr Handy gebeugt durch die Straßen gehen, wurde »Stop, Look, Listen, Live« zusätzlich auch auf den Gehweg gemalt.
Diesen Hinweis können wir auch gut in unser Leben mit hineinnehmen. Immer einmal wieder anhalten und auf das gelebte Leben zurückschauen. Vielleicht auf Warnsignale hören und sich neu ausrichten. Mose, der Anführer des Volkes Israel, hat das so ausgedrückt: »Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden« (Psalm 90,12; LUT). Die Menschen setzen sich allerdings ungern mit dem Tod auseinander. Terroranschläge, Massenunfälle, Wirbelstürme; täglich müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass Menschen sterben. Trotzdem wird diese Tatsache verdrängt.
Auch Christen dürfen immer mal wieder innehalten, Bilanz ziehen, sich fragen: Lebe ich als Kind des großen Gottes? Kann ich danken für das gelebte Leben? Habe ich alles richtig sortiert? Meine Zeit, meine Kraft und mein Geld? Denn auch für Christen gilt, dass ihr natürliches Leben irgendwann zu Ende ist. Bin ich mir da noch bewusst, dass die ewige Herrlichkeit mein Ziel und der Himmel meine eigentliche Heimat ist? Denn Christen wissen, dass sie durch das Blut Jesu Christi Frieden mit Gott haben und ein ewiges Leben bei Gott auf sie wartet.
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Vor Jahren bekamen wir einen Gutschein für ein Erholungsbad. Der Wert des Gutscheins war nicht gering. Es handelte sich um ein großzügiges Geschenk. Es umfasste alle Möglichkeiten, die dieses Bad bot: Sauna, Massagen – und natürlich auch das Schwimmen. Eigentlich gehen meine Frau und ich gerne ins Schwimmbad. Doch wir legten den Gutschein erst einmal beiseite. Wir wollten dieses schöne Angebot durchaus wahrnehmen. Für den Besuch hätten wir allerdings ins Auto steigen und rund eine Stunde fahren müssen. Also wurde dieser Ausflug immer wieder aufgeschoben. Monate vergingen. Und der Gutschein versank unter immer neuen Briefen. Ab und an, beim Aufräumen, stießen wir wieder auf ihn. »Ach, das wollten wir doch immer einmal machen ...« Und wieder wurde er wegsortiert. Bis er nach Jahren wieder auftauchte. Doch da war das Angebot längst abgelaufen. Der wertvolle, mit besten Wünschen geschenkte Gutschein war verfallen. Für uns war das wirklich peinlich. Denn der Schenker hatte sich viele Gedanken gemacht und uns wirklich etwas Gutes tun wollen. So achtlos waren wir mit diesem Geschenk umgegangen.
Gott ist auch ein wohlmeinender Schenker. Es ist sein ausdrücklicher Wille, dass wir Menschen in den Genuss seiner Herrlichkeit kommen. Er will uns nichts weniger als die Ewigkeit schenken! Dafür hat er schon alles vorbereitet und den vollen Preis bezahlt. Er übermittelt sein Angebot durch seinen Sohn Jesus Christus. Allein der Glaube an diesen ist nötig, um dieses Angebot anzunehmen. Doch ich fürchte, dass viele Menschen mit diesem einzigartigen Angebot umgehen wie wir mit unserem Gutschein. Und irgendwann, mit dem Ende unseres irdischen Lebens, verfällt dieses Angebot für immer und ewig.
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Sie waren auf der Hochzeitsreise und besahen sich an einer Raststätte die nächste Reiseetappe. Die Straße machte einen gewaltigen Umweg, bevor sie die beiden an ihr Ziel brachte. Aber dann war auf der Karte noch eine viel kürzere Strecke zu erkennen, die außer einigen kleinen Kurven direkt auf ihr Ziel zulief. »Die nehmen wir«, beschlossen beide.
Als sie an die bewusste Abzweigung kamen, lasen sie ein Schild: »Schlechte Wegstrecke«. Die Frau riet, auf der großen Straße weiterzufahren. Er aber dachte, dies sei eine Gelegenheit, seiner jungen Frau zu zeigen, welch tüchtigen und mutigen Mann sie geheiratet hatte. So achtete er nicht auf ihre Warnung und fuhr einfach los. Weil es viel geregnet hatte, versanken die Räder schon bald in tiefem Matsch. Es ging auch nicht rückwärts, noch konnte man wenden. Zum Glück ließ sich die Tür noch öffnen. So wateten sie durch den tiefen Matsch zur Straße zurück. Wie die Stimmung der beiden frisch Vermählten nun war, lässt sich erahnen. Hoffentlich hat die Achtung der jungen Frau vor ihrem Mann hier keinen dauerhaften Schaden erlitten, und hoffentlich hat er gelernt, nicht »aus dem Bauch heraus« zu handeln, sondern reif und besonnen zu werden.
Hätten sie unseren Tagesvers gekannt, so wäre ihnen wenigstens klar geworden, dass sie nicht die Einzigen waren, denen es so erging. Aber dieser Spruch enthält – wie viele andere Bibelworte trotz der Negativaussage noch einen Trost, indem er Gott ins Spiel bringt. Gott lässt zwar Stolz, Überheblichkeit und Hochmut gerade bei denen kläglich scheitern, die sich von ihm abwenden; aber solche, die auf ihn vertrauen, lässt er nicht fallen, sondern hilft ihnen wieder auf die Beine, wenn sie ihr Versagen vor ihm bekennen.
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Die ersten Gedanken nach einer Corona-Infizierung gelten natürlich auch der Frage, bei welcher Gelegenheit man sich wohl angesteckt hat. Wem habe ich das zu verdanken? Damit einher geht der Drang, das aufzuklären, was sich aber meist als aussichtsloses Unterfangen herausstellt.
Der Grund für den Drang nach Aufklärung ist vielleicht der, dass wir uns für ungerechtfertigt Betroffene halten, für solche, denen das eigentlich nicht hätte widerfahren dürfen. So will man wenigstens denjenigen finden, der mutmaßlich dafür verantwortlich ist. Das steckt tief in uns drin, dass ein Schuldiger gefunden wird und für das geradesteht, wofür er verantwortlich ist. Im Rechtswesen ein durchaus üblicher Vorgang. Was aber, wenn es alle gleichermaßen betrifft? Weil sich schließlich jeder anstecken kann und auch selbst dazu ein Stück weit beiträgt. Wenn alle betroffen sind, macht es keinen Sinn mehr, einen einzelnen Verursacher festzustellen, weil potenziell jeder so einer sein oder werden kann. Jeder hat dann mit sich selbst genug zu tun.
So ist es im Grunde auch mit der Sünde – oder sogar noch mehr als das. Jeder ist so sehr selbst darin verstrickt, dass es keinen Sinn ergibt, einen Einzelnen dafür verantwortlich zu machen. Das Schreckliche ist: Sünde führt immer zum Tod. Sie tötet jeden, es sei denn, sie ließe sich »isolieren«, d. h. eingrenzen auf maximal eine Person, die von ihrer tödlichen Wirkung betroffen ist. Und tatsächlich ist das geschehen. Jesus wurde am Kreuz für uns zur Sünde gemacht (2. Korinther 5,21). Sie wurde auf ihn konzentriert. Er starb an unserer statt. Nicht in einem Krankenhausbett, dahinsiechend, sondern für alle sichtbar am Kreuz, sozusagen im Mittelpunkt des Weltgeschehens.
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Ihre Mutter hatte als junges Dienstmädchen in einer fremden Stadt gearbeitet und war einige Zeit später von einem verheirateten Mann schwanger geworden. Ihr Baby Luise musste sie zur Adoption freigeben. Ein älteres, kinderloses Ehepaar nahm das Mädchen auf. Doch kaum war es zwölf Jahre alt, starben beide Pflegeeltern. Luise kam zu ihrer »Tante«, nicht wissend, dass diese oft so harte Frau ihre eigentliche Mutter war. Sie hatte inzwischen geheiratet und ließ die kleine Luise, die sie wohl an ihre demütigende Zeit als Dienstmädchen erinnerte, ihre Ablehnung spüren. Luise wuchs zu einer jungen Frau heran, hungrig nach Liebe und Annahme. Als sich ein charmanter Mann für sie interessierte, Inhaber einer Bäckerei, schienen sich ihre Mädchenträume doch noch zu erfüllen. Doch schon kurz nach der Hochzeit spürte sie, dass weniger die große Liebe als mehr das Erbe ihrer Pflegeeltern und ihre jugendliche Arbeitskraft bei der Partnerwahl die entscheidende Rolle gespielt hatten.
In dieser schwierigen Zeit lernte sie Menschen kennen, die ihr von Jesus Christus erzählten. Die vaterlose, oft vom Leben enttäuschte Luise fand bei Gott die Liebe und Annahme, nach der sie sich sehnte. Sie erkannte, dass sie Jesus brauchte, und schenkte ihm ihr Leben. Treu besuchte sie die Gottesdienste, auch als diese während der Nazi-Zeit verboten wurden und ihr Mann ihr das Leben deswegen oft schwer machte.
Luise starb mit 91 Jahren. Sie war meine Urgroßmutter und die Erste aus unserer Familie mit einem persönlichen, lebendigen Glauben an Jesus Christus. Sie liebte ihn bis an ihr Lebensende, und ich erinnere mich, wie sehr ihre blauen Augen strahlten, wenn sie von ihm redete. Jesus war ihr Halt, ihre Freude, ihre Hilfe und ihr Lebensinhalt – bis zum Schluss.
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Wenn man sich in einem Land aufhält, dessen Sprache man nur sehr lückenhaft beherrscht, kommt es im Gespräch mit den Einheimischen immer wieder zu lustigen Situationen, aber auch zu Missverständnissen. Dies habe ich vor einiger Zeit, als ich mich in Kolumbien aufhielt, mehrmals erlebt. Einmal unterhielt ich mich mit ein paar jungen Leuten und versuchte, ihnen etwas auf Spanisch mitzuteilen. Nach einem Satz begannen meine Zuhörer, plötzlich zu lachen, doch ich wusste nicht, was ich falsch gemacht hatte. Sie klärten mich anschließend über meinen Fauxpas auf: Ich wollte »Fisch« sagen (spanisch: pescado), sagte aber stattdessen »Sünde« (spanisch: pecado).
Als ich später nochmals darüber nachdachte, wurde mir klar, wie gering der Unterschied zwischen den Wörtern war: nur durch einen einzigen Buchstaben. Durch diesen einen falschen Buchstaben ergab sich jedoch ein völlig anderer Sinn, der die Bedeutung des Wortes und damit des Satzes, in dem das Wort verwendet wurde, völlig veränderte. Durch meinen »kleinen« Fehler hatte ich das eigentliche Ziel meiner Aussage verfehlt, da der Sinn entstellt wurde.
In der Bibel ist diese »Zielverfehlung« auch die eigentliche Bedeutung des Wortes »Sünde«. Wenn man sündigt, verfehlt man laut Aussage der Bibel das Ziel, das Gott mit unserem Leben hat, nämlich zu seiner Ehre zu leben. Manchmal denkt man vielleicht, dass man ein guter Mensch sei und Gott mit einem schon zufrieden sein könne. Aber in Wirklichkeit lebt man an dem Ziel, das Gott den Menschen gegeben hat, völlig vorbei. Eines der Ziele Gottes mit uns Menschen ist beispielsweise, dass wir in ständiger Dankbarkeit ihm gegenüber leben sollen. Dieses Ziel verfehlen wir sicher oft, ohne uns dessen bewusst zu sein.
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Da ist noch Gartenarbeit zu erledigen, und das kleine Bauprojekt im Haus muss jetzt auch endlich angegangen werden. Ich mache mir Gedanken und bin in Unruhe über das, was da auf mich zukommt. Schaffe ich das, bin ich dem gewachsen?
Je älter ich werde, desto mehr spüre ich, wie meine Kräfte nachlassen. Interessant, aber auch beklemmend ist, dass offenbar nicht nur die körperlichen, sondern auch die seelischen Kräfte schwinden. Bei körperlichen Arbeiten bin ich längst nicht mehr so belastbar wie noch vor ein paar Jahren, und ich merke, dass mich diese Arbeiten auch psychisch mehr belasten. Ich mache mir zu viele Gedanken um eigentlich einfache Dinge und werde viel schneller ungeduldig als früher. Damit belaste ich oft meine Umgebung und auch meine Familie. Selbst meine Liebsten sind oft ratlos wegen meiner körperlichen, aber vor allem meiner seelischen Erschöpfungszustände.
Meine abnehmenden Kräfte machen mir zu schaffen, ich bin unzufrieden und in gewisser Weise in einer Lebenskrise. Wie geht es weiter? Wird das alles noch schlimmer werden? Ich denke, ja! Vielleicht können Sie sich als jüngerer Leser nicht vorstellen, dass auch Sie Ihr Alter irgendwann deutlich spüren werden. Doch ich kann Ihnen versichern, dass das auch bei Ihnen der Fall sein wird.
Ich bin dankbar, dass ich mich in dieser Situation immer wieder von Gott trösten und tragen lassen kann. Ich darf Zuflucht zu Gott nehmen und ihm meine Gedanken, meine Unruhe und Schwächen bringen. Er hat versprochen, mich bis zum Greisenalter zu tragen. Er hat zugesagt, sich um mich zu kümmern, auch wenn Körper und Seele mehr und mehr erschöpft sind. Deshalb will ich Gott beim Wort nehmen und zuversichtlich meinen Weg bis zum Ende gehen.
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»Irgendwie ist das komisch«, sagte meine Freundin erstaunt, »immer, wenn wir zusammen in der Bibel lesen, kommt etwas zur Sprache, was mich gerade sehr bewegt. Woran liegt das? Suchst du immer die entsprechenden Verse heraus?« Natürlich tat ich das nicht, denn ich weiß ja gar nichts über ihre persönlichen Gedanken. Dass uns ein Bibelwort oft so direkt trifft, liegt einfach daran, dass die Bibel ein besonderes Buch ist. Sie ist lebendig und wirksam. Gott spricht durch sie zu unserem Herzen.
Der Prediger Paul Deitenbeck war nach dem Zweiten Weltkrieg als junger Mann in russischer Kriegsgefangenschaft. Das bedeutete harte Arbeit, Hunger, Kälte. Zusammen mit einem Freund schmiedete er einen Fluchtplan. Sie sammelten Brot und organisierten sich eine Landkarte. »Gott, bitte verhindere unser Unternehmen, wenn es nicht sein soll«, betete er. Am Tag vor der geplanten Flucht versuchten drei andere Häftlinge ihr Glück. Sie wurden geschnappt, fürchterlich bestraft und die Sicherheitsvorkehrungen im Lager massiv verstärkt. An Flucht war nun nicht mehr zu denken. Hungrig nach Trost las Deitenbeck an diesem Abend in seinem Losungsbuch, das für jeden Tag einen Bibelvers vorgab, folgende Worte: »Der HERR wird deine Sache selbst ausführen, und du darfst stille sein.« Da wusste er, dass Gott alles im Griff hatte und ihm eines Tages die Freiheit schenken würde. Drei Jahre später war das dann der Fall.
Nicht jeden Tag erlebe ich Gottes Reden durch die Bibel so ganz direkt wie Paul Deitenbeck an diesem Abend. Aber immer wieder trifft mich ein Wort so passgenau, dass ich merke, es ist Gott selbst, der da zu mir redet. Deswegen liebe ich die Bibel mehr als alle anderen Bücher.
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Auf Youtube gibt es einen amüsanten Videoclip, in dem ein Athlet gegen einen Strauß antritt. Der Athlet, durchtrainiert und bestens vorbereitet, tritt gegen einen urwüchsigen, interessant proportionierten, schwerfälligen und flugunfähigen Vogel an! Man könnte meinen, eine klare Sache. Doch als der Pistolenschuss erschallt, prescht der Vogel Strauß ohne Mühe vor und läuft dem Menschen mit Leichtigkeit um einige Meter davon!
Auch die Bibel beschreibt den Strauß als einen schnellen Sprinter (siehe Tagesvers). Ja, selbst ein Usain Bolt, der beste Sprinter der Welt, würde von einem Strauß verlacht werden, was seine Schnelligkeit betrifft! Was der Strauß in den Füßen hat, das hat er jedoch anscheinend nicht im Kopf. Denn nur einen Vers vorher heißt es, dass Gott ihm die Weisheit versagt und ihm keinen Verstand zugewiesen hat. Der Vogel Strauß kann nur »Hals über Kopf« wegrennen (oder den Kopf in den Sand stecken), für mehr reicht sein Verstand nicht. Gott hat ihn eben »einfach gestrickt« geschaffen.
Gott sei Dank, sind wir anders geschaffen als der Strauß. Wir müssen nicht kopflos durch die Gegend rennen oder im Sand unsere Zuflucht nehmen! Schnelligkeit reicht nämlich bei Weitem nicht aus, um der größten Gefahr, dem ewigen Tod, zu entfliehen. Dazu braucht man schon eher Weisheit und Einsicht, z. B. darüber, wie man Gottes Rettung in Anspruch nehmen und ewiges Leben gewinnen kann. Darüber informiert uns die Bibel ebenfalls: »So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat« (Johannes 3,16).
Nur der Glaube an Jesus zählt. Alles, was Sie und ich in unserem ganzen Leben leisten könnten, reicht auf keinen Fall aus.
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Erinnern Sie sich noch an diese Werbebotschaft? Darin vermittelte ein Lebensmittelhersteller den Eindruck, man könne die von ihm auf den Markt gebrachten Produkte unbeschwert ohne Gefahr der Gewichtszunahme genießen. Diese Werbung richtete sich an alle, die »auf nichts verzichten« wollten und sich gerne an allem satt essen, worauf sie gerade Lust haben. Allerdings schob die Justiz dieser Werbung einen Riegel vor. Im Jahr 2012 urteilte das Landgericht Hamburg: »Ein Werbespot, der darauf ausgerichtet ist, die Botschaft zu vermitteln, der Verbraucher könne kalorienreduzierte Lebensmittel einer Marke unbeschwert genießen, also ohne die bei anderen Produkten bei unkontrolliertem Verzehr bei vielen Menschen zu beobachtende Gewichtszunahme, ist irreführend.«
Im Bereich der christlichen Botschaft von der Vergebung der Sünde grassiert eine ähnlich irreführende Werbung: Du kannst so bleiben, wie du bist. Hauptsache, du glaubst an Jesus, dann ist alles gut. Gott wird schon niemanden ablehnen, der sich auf seinen Sohn beruft. – Ist das nicht die wahre Gnade? Weiterleben wie bisher, befreit von der Last der Schuld? Doch das ist nur die halbe Wahrheit, es ist eine falsche, eine billige Gnade. Dass Gott aus Gnade Schuld vergibt, war für Gott selbst nicht billig. Es erforderte den Tod seines Sohnes unter unsäglichem Leiden und Verachtung. Dieses Leiden seines Sohnes soll Menschen dazu befreien, ein Leben in der Nachfolge Jesu zu führen. Das bedeutet, das alte ichbezogene Leben abzulegen und ein neues, auf Christus bezogenes Leben anzunehmen. Selbstverleugnung statt Selbstverwirklichung. Die wahre, teure Gnade Gottes rechtfertigt den Sünder, aber nicht das Beibehalten der Sünde.
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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