Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Genau!

    Wenn ich Gespräche, Diskussionen oder Vorträge verfolge, kann ich fast auf ein »Genau« am Ende des einen oder anderen Satzes warten. Wie ein Pfahl rammt sich das »Genau« in den Sprach-Fluss einer beliebigen Konversation. Wollen die Redenden etwa das Gesagte bestätigen und sich selbst zustimmen? Oder nutzen sie das »Genau« zum Luftholen und Nachdenken, was sie als Nächstes sagen wollen?

    Doch auch so etwas geschieht: Zwei Menschen haben gemeinsam etwas erlebt und erzählen abwechselnd, was geschehen ist. Einer beginnt, und der andere setzt die Erzählung fort. Er bestätigt das, was der andere gerade gesagt hat, mit den Worten: »Ja, genau, und dann …« In solchen Fällen kann ich verstehen, dass wir Menschen unsere Aussagen immer wieder mit Nachdruck bestätigen müssen. Genau!

    Vor diesem Hintergrund staune ich, dass auch Jesus oft mit einer bekräftigenden Redewendung beginnt: »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch ...« Das verwendete hebräische Wort entspricht unserem Wort »Amen«. Jesus kündigt damit an, dass etwas sehr Wichtiges und Erstaunliches folgt. Etwas, das vorher noch nie jemand gewagt hatte auszusprechen. Weil seine Zuhörer aber so »schwerhörig« waren, musste Jesus seine Aussagen oftmals doppelt bestätigen und bekräftigen. Ich denke, nicht nur zu seiner Zeit war das notwendig. So wurde diese Bekräftigung auch uns überliefert. Jesus liegt nämlich viel daran – egal, wie seltsam, erschütternd und unglaublich seine Worte auch klingen mögen –, dass die Zuhörer oder Leser sie als Wahrheit anerkennen.

    Damals wie heute versichert uns Jesus durch die Worte »Wahrlich, wahrlich, ich sage euch«, dass wir uns auf seine Aussagen bedingungslos verlassen können. Durch sein Leben und Sterben hat er bewiesen, dass wir ihm vertrauen können.

    Herbert Laupichler

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    6 min
  • Entlassen auf See

    Der 15. April soll an den Untergang der Titanic im Jahr 1912 erinnern, denn einen Tag zuvor – gegen 23.45 Uhr – kollidierte sie mit einem Eisberg. Das damals größte Passagierschiff sank innerhalb von zweieinhalb Stunden und riss rund 1500 Menschen mit in den Tod. Ein Stewart überlebte und trug in seinem Seefahrtsbuch ein: 15. April 1912 – Entlassen auf See. Reportern erzählte er später, wie er die Passagiere der 1. Klasse weckte und warnte. Wie z. B. Isidor Straus, den Politiker und Mitinhaber einer New Yorker Kaufhauskette. »Was ist, Stewart?«, soll Straus gefragt haben, als der Bedienstete kurz nach dem Zusammenstoß an die Kabinentür klopfte. »Wir haben einen starken Wassereinbruch. Das Schiff sinkt«, so der Stewart. Die Antwort: »Ich werde aufstehen, aber ich denke nicht, dass es so ernst ist.« Straus überlebte nicht.

    In der Bibel erzählt Jesus von einem reichen Bauern, der sein rasches Ende nicht für möglich gehalten hatte. Vier Fehler machte dieser Bauer: 1) Er dachte nur an sich. 2) Er hängte sein Herz an sein Vermögen. 3) Er fragte nicht nach Gott, und 4) er plante sein Leben an Gott vorbei. »Du Narr!«, ist Gottes Urteil über diesen Menschen. Nun musste dieser nämlich vor ihn treten, ohne die Frage seiner Schuld vor Gott geregelt zu haben. Für Vergebung und Versöhnung war es nun zu spät.

    In seiner Güte setzt uns Gott vier Tatsachen entgegen, durch die wir einen Totalverlust vermeiden können. 1) Gott liebt uns. Er hat uns geschaffen und will, dass wir eine persönliche Beziehung zu ihm haben. 2) Die Gemeinschaft mit Gott ist durch die Sünde des Menschen zerstört. 3) Jesus ist Gottes Weg heraus aus der Sünde. Unverzichtbar ist dann Schritt 4): Wir dürfen auf ewig Gemeinschaft mit Gott haben, wenn wir Jesus als unseren Herrn und Erlöser annehmen.

    Herbert Laupichler

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    7 min
  • Gigantischer Stolz der Menschheit

    Der 14. April 1912 war ein Tag, an dem die Menschheit den Atem anhielt. Es war ein großer Meilenstein in der Geschichte. Die Menschheit hatte etwas Großes geschaffen, und dafür brauchten sie keinen Gott. Die Anzahl der Rettungsboote blieb begrenzt, weil man die Titanic für unsinkbar hielt. Doch dann geschah das, womit keiner gerechnet hatte. Kurz nachdem John Phillips, der Funkoffizier dieses damals größten Schiffes, der in der Nähe weilenden California nach der sechsten Eisbergwarnung »Shut up!« zurief, was so viel bedeutet wie »Halt den Mund!«, rammte dieser gigantische Stolz der Menschheit einen Eisberg. Das Ergebnis? 1495 Menschen starben. Welche Dramen sich dabei abspielten, zeigen diverse Filme drastisch und anschaulich.

    Natürlich müssen wir aufpassen, solche Geschehnisse nicht zu missbrauchen, dennoch möchte ich auf eine Sache hinweisen: Wenn wir unser Leben ohne Gott bauen und ohne ihn unterwegs sind, kommen wir niemals in Gottes »neuer Welt« an, die er für uns Menschen vorgesehen und vorbereitet hat. Der sicherste Weg, damit unser Lebensschiff ans Ziel kommt, ist, wenn wir auf dem Kurs unterwegs sind, den Gott uns weist. Und wo finden wir diesen Hinweis? In seinem Buch, der Bibel. Darin zeigt er uns den Weg zum ewigen Leben.

    Um den richtigen Kurs zu halten, brauchen wir Jesus als den Kapitän unseres Lebens. Er hat den Weg von allem frei gemacht, was unseren Untergang besiegeln könnte: von unserem Hochmut und Stolz, unserem Eigenwillen und Aufbegehren, unserem Egoismus und unserer Maßlosigkeit. All das findet ein Ende, wenn wir ihn um Vergebung unserer Schuld und Sünde bitten und uns von ihm neu ausrichten lassen. Dann geschieht genau das, was unser Tagesvers beschreibt. Und dann werden wir auch sicher am Ziel ankommen.

    Johannes Unger

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    4 min
  • Mitleid

    »Du kannst doch gar nicht mitreden!« Wer einem anderen in dessen Leid Trost spenden will, wird leicht mit diesem Vorwurf konfrontiert, wenn man die konkrete Not noch nie selbst erlitten hat. Man kann zwar Mitleid haben, aber die Schwere der Lage nicht wirklich nachvollziehen.

    Anders ist es bei Jesus Christus. Der Mensch gewordene Sohn Gottes hat menschliches Leid in seiner extremsten Form erlebt: Sein Leid – vor und während seiner Kreuzigung – war kein Leid, das er mit anderen teilen konnte. Oft ist es leichter, Not zu ertragen in der Gemeinschaft der Familie, mit Freunden oder Gleichgesinnten. Christus aber litt ganz allein und verlassen. Manches Leid wird dadurch gelindert, dass es verbunden ist mit Ehre, etwa, wenn man dabei wie ein Held gefeiert wird. Doch Jesus litt in Schande, unter Hohn und Verachtung. Manche Menschen leiden körperlich, und das ist schwer. Aber Jesus Christus litt nicht nur unglaubliche physische Schmerzen, sondern auch an Geist und Seele, um die Sündenlast der ganzen Welt zu tragen und zu sühnen.

    Vielleicht kennen Sie auch schweres Leid: einsam, verlassen, vergessen, ohne jede Wertschätzung. Vielleicht kennen Sie neben körperlichen Leiden auch die Schmerzen an Geist und Seele. Und vielleicht finden Sie keinen, der Sie in Ihrer Not begleitet und wirklich versteht, was Sie erleiden. Dann wissen Sie ab heute, dass es doch einen gibt, der jede Schwere menschlichen Leids selbst durchlebt hat. Jesus versteht Sie und hat echtes, tiefes Mitleid. Denn er hat unser Leid zu seinem eigenen gemacht.

    Für mich ist dabei das Größte, dass Jesus Christus all dieses Leid nicht aus Zwang getragen hat, sondern freiwillig, um jedem Menschen in seinem Leid ganz nahe sein zu können.

    Markus Majonica

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    7 min
  • Augenzeuge der Auferstehung

    Die Auferstehung Jesu, die wir an Ostern feiern, liegt nun schon fast 2000 Jahre zurück. Sie ist in der Bibel vielfach bezeugt und wurde bis heute weitererzählt. Angefangen hatte dies mit der allerersten Zeugin der Auferstehung Jesu. Ja, es war eine Frau: Maria Magdalena. Jesus hatte sie von sieben bösen Geistern befreit, und sie war eine der wenigen Frauen, die mit Jesus gegangen waren. Sie war Augenzeugin vieler Wunder Jesu. Auch die Kreuzigung Jesu hatte sie selbst miterlebt (Johannes 19,25). Das war der absolute Tiefpunkt ihres Lebens gewesen, denn sie liebte ihren Herrn. Aber dann folgte ihr absoluter Höhepunkt, denn sie war es, die als Erste dem auferstandenen Jesus Christus begegnete (siehe Tagesvers).

    An der besonderen Art, wie Jesus ihren Namen »Maria« aussprach, erkannte sie ihn. Das ging ihr durchs Herz. Da wurde ihr klar, wer vor ihr stand. Es war Jesus, der von den Toten auferstanden war. Obwohl das Zeugnis von Frauen zu damaliger Zeit wenig galt, wählte Jesus Maria zur allerersten Zeugin seiner Auferstehung.

    Was würde uns diese Zeugin heute sagen? Ich denke, sie würde in etwa Folgendes sagen: »Ihr Lieben, ich bin überglücklich, bis in alle Ewigkeit bei diesem Herrn sein zu dürfen. Das Himmelreich hatte er mir fest versprochen. Weil er nie lügt, war ich mir auch hier seiner Zusage absolut gewiss. Nichts kann mich mehr von ihm trennen. Und jeder von euch, der sich zu ihm wendet und seine Sünden bei ihm ablegt, wird von aller Schuldenlast befreit und erhält von ihm das Geschenk des Himmels. Verpasse dieses Angebot nicht. Er hat fest versprochen, niemanden abzuweisen, der zu ihm kommt. Auch das habe ich, wer weiß, wie oft, beobachtet.«

    Werner Gitt

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    6 min
  • Nur Zwischenlager

    Am 4. April 2025 kam eine besondere Müll-Lieferung an der Isar an: Ein Castor-Transport mit ca. 100 Tonnen Atommüll landete im Zwischenlager in Niederaichbach. Die Protestbewegungen gegen den Atommüll sind zwar zurückgegangen, die Kritik aber bleibt: Wo soll der Müll endgültig gelagert werden? Es gibt noch kein Endlager, der Müll wird hin und her gefahren, jede Fahrt ist ein Risiko. Auch der Zustand der Zwischenlager verschlechtert sich zunehmend. Ausgelegt und genehmigt waren diese für 40 Jahre, werden aber wohl mindestens 80 bis 100 Jahre gebraucht werden. Eine endgültige Lösung scheint somit in weiter Ferne.

    Das erinnert mich an unseren Umgang mit einem schlechten Gewissen: Wir wissen, dass wir einem anderen Menschen unrecht getan oder gelogen haben, um einer prekären Situation glimpflich zu entkommen. Vielleicht haben wir etwas entwendet, das nicht unser Eigentum ist. Wir verletzen Mitmenschen – oft sogar gezielt. Dann plagt uns unser Gewissen, doch wir finden oft nur Zwischenlösungen – »Zwischenlager«:

    • Wir wollen es mit guten Taten besänftigen: Wir helfen in der Nachbarschaft oder spenden für einen wohltätigen Zweck.

    • Wir versuchen, uns abzulenken, und füllen uns mit TV oder Serien.

    • Wir schicken ein Gebet Richtung Himmel.

    Eine endgültige Lösung bleibt in weiter Ferne. Dieses Problem haben Sie und ich nicht ausschließlich; es betrifft jeden Menschen: Jeder von uns lässt sich täglich etwas zuschulden kommen, begeht einen Fehltritt. Die Bibel nennt diese Fehltritte »Sünde«. Sie trennt uns von Gott. Doch Gott akzeptiert nicht das Zwischenlager, sondern hält ein Endlager bereit: Sein Sohn Jesus Christus hat durch seinen stellvertretenden Opfertod all unseren Müll auf sich genommen und will uns vergeben.

    Tim Petkau

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    5 min
  • Sicheres Erbe?

    Zuerst der Vater, dann die Mutter – innerhalb kurzer Zeit verstarben die Eltern eines Freundes. Der Vater hatte im Testament festgelegt, dass mein Freund alleiniger Erbe des elterlichen Hofes sein sollte – und nicht seine drei Geschwister! Sonst gab es kein weiteres Erbvermögen. Jeder kann sich vorstellen, dass die übrigen Kinder mit dem Testament nicht einverstanden waren. Sie wollten zwar mit dem Grundeigentum nichts zu tun haben, aber einen Anteil in Cash erhalten. Mein Freund hatte in der Vergangenheit seine Eltern regelmäßig besucht und sich bereits zu ihren Lebzeiten um den Erhalt der Gebäude gekümmert. Auch sein Sohn fühlt sich auf dem Hof der verstorbenen Großeltern wie zu Hause. Aus diesen Gründen will mein Freund den Hof weiter erhalten. Doch dieser müsste verkauft werden, sollten die Ansprüche seiner Geschwister zu hoch sein. Was die Eltern ihrem Sohn vererben wollten, ist also keineswegs sicher. Und so geht es leider oft: Testamente werden angefochten, ein letzter Wille wird ignoriert, und die Prozesse um das Erbe ziehen sich manchmal über Jahre hin.

    Völlig anders ist das bei Gott. Bei ihm gibt es auch ein »Erbrecht«. Das allerdings kann nicht angefochten werden und steht fest für Zeit und Ewigkeit. Nichts kann den Wert dieses Erbes mindern. Doch wie wird man hier zum Erben? Gott verspricht: »Wer meinem Sohn – Jesus – sein Vertrauen schenkt, dessen Name wird im göttlichen Nachlass eingesetzt: ewiges Leben und ein unvergängliches Erbe. Alles, was meinem Sohn gehört, gehört jedem wahren Gläubigen.« Ist das sicher? Aber ja. Denn der Sohn Gottes selbst musste dafür sterben und auferstehen, damit wir Menschen durch Glauben Kinder Gottes werden und dieses Erbe antreten können – ohne Neid und Streit unter den Erben.

    Sebastian Weißbacher

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    5 min
  • Das größte Ereignis der Weltgeschichte

    Was war das bisher größte Ereignis, das die Welt je gesehen hat? War es die Entdeckung Amerikas? War es der Flug zum Mond? War es die Erfindung des Computers? Gemessen an der Bedeutung und Auswirkung, die sie zweifelsfrei für jeden Menschen hat, war es die Auferstehung Jesu von den Toten.

    Wir leben in einer in Sünde gefallenen Welt. Da darf es uns nicht wundern, dass die Wahrheit nicht hoch im Kurs steht. Es gibt Kritiker bzw. Leugner der Auferstehung ohne Zahl. Schon zur Zeit Jesu selbst gab es sie. So zieht sich eine Linie des Unglaubens durch alle Jahrhunderte. Der Marburger Theologie-Professor Rudolf Bultmann (1884–1976) sagte: »Eine Leiche kann nicht auferstehen!« Dem Herausgeber des größten deutschsprachigen Nachrichtenmagazins »Der Spiegel«, Rudolf Augstein, wurde kurz vor seinem Tod die Frage gestellt: »Glauben Sie an Gott?« Darauf antwortete er: »Nein ... Ich glaube nicht an die Auferstehung irgendeines Toten, und dann muss ich mich damit auch gar nicht weiter beschäftigen. Wenn ich weg bin, dann bin ich weg!« Wie schade! Diese Kritiker kannten doch die Bibel, in der auch steht: »Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden« (Markus 16,16).

    Was tut Gott? Er hat uns durch die Zeugen der Auferstehung verkündigen lassen: »Die Auferstehung Jesu ist geschehen. Er wurde aus dem Tod zurückgeholt.« Jesu Auferstehung wurde aber nicht nur durch Worte bezeugt, sondern er selbst zeigte sich nach seiner Auferstehung mehrfach an unterschiedlichen Orten selbst. Das Neue Testament berichtet von 15 Gelegenheiten, bei denen sich der Auferstandene verschiedenen Personen und Personengruppen als der vom Tode Zurückgekehrte zeigte. Wer nicht glaubt, erlebt trotzdem die Auferstehung, allerdings die zum Gericht.

    Werner Gitt

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    5 min
  • Elster frisst Spatz

    Ich betrat den Raum und traf auf eine völlig aufgeregte Physiotherapeutin. Auf meine Frage, was sie so bewegte, zeigte sie auf das Fenster. Da draußen flogen die Federn. Eine Elster hatte sich auf einen Spatz gestürzt. Entweder waren sich die beiden feind, oder die Elster hatte großen Hunger. Offensichtlich verspeisen nicht nur Katzen kleine Spatzen. Nachdem ich auf der Behandlungsliege Platz genommen hatte, entstand ein angeregtes Gespräch mit meiner Therapeutin über die grausame Natur. Das größere oder stärkere Tier bekämpft das schwächere oder kleinere; die Nahrung mancher Tiere besteht aus anderen Tieren, eins frisst das andere. Woher kommt das?

    Mit dieser Frage kamen wir auf uns Menschen zu sprechen. Geht es unter uns nicht viel brutaler und grausamer zu? Warum sind Menschen so böse, gemein, egoistisch, verlogen und grausam zu ihren Mitmenschen und auch zu Tieren? Bemerkenswert ist, dass die Bösen meistens die anderen sind, nur wir selbst nicht: der Nachbar, der seinen Gartenabfall auf der falschen Seite des Zauns loswird; der Autofahrer, der drängelt und die Lichthupe benutzt; Kriegsgegner, die den jeweils anderen als den Bösen und Aggressor anprangern und sich selbst als Opfer darstellen.

    Ein junger Mann kam eines Tages zu Jesus und fragte ihn: »Guter Lehrer, was muss ich tun, um ewiges Leben zu erben?« Jesus antwortete ihm: »Niemand ist gut als nur einer, Gott« (Lukas 18,18-19). An diesem Maßstab müssen wir uns messen! Und da müssen wir eingestehen: Wir genügen diesem Maßstab nicht. In den Augen Gottes haben alle gesündigt und erreichen seine Herrlichkeit nicht (Römer 3,23). Doch die wunderbare Botschaft ist: Gott will uns seine Herrlichkeit und ewiges Leben durch den Glauben an seinen Sohn Jesus schenken.

    Sebastian Weißbacher

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    5 min
  • Hoffnung

    Heute möchte ich einmal – veranlasst durch eigenes Erleben – für diejenigen schreiben, die um ihre Gesundheit bangen und durch Krankheit und schwierige Behandlung vielleicht schon längere Zeit Schweres erdulden müssen. Von heute auf morgen ändert sich oft alles: Schmerzen, die man so schlimm noch nicht kannte, ein Krankenhausaufenthalt, eine OP, eine manchmal langwierige Nachbehandlung und obendrein die Unsicherheit, was aus alledem noch werden wird. Wer ersehnt dann nicht, dass alles wieder so wird, wie es einmal war?

    Mir hat in dieser Situation der Blick auf Jesus geholfen, der sich aller Menschen und besonders der Notleidenden und Kranken erbarmt. Wie bei einem Arzt kamen bei ihm alle möglichen Kranken in die »Sprechstunde«: ein Gelähmter, den vier Freunde durchs Dach herabließen (Lukas 5,17-26); eine Frau, die bereits zwölf Jahre unter »Blutfluss« litt (Lukas 8,43-48); oder jemand, der schon 38 Jahre krank daniederlag und sich bislang vergeblich Heilung erhofft hatte (Johannes 5). Sie alle heilte Jesus auf wunderbare Weise. Aber es ging ihm um noch mehr, nämlich darum, dass diese Menschen auch an ihrer Seele gesund wurden.

    Was beinhaltet ein »Gesundwerden der Seele«? Die Vergebung der Schuld und das Geschenk des ewigen Lebens durch den persönlichen Glauben an Jesus Christus und seinen Opfertod am Kreuz. So darf man Krankheiten und Nöte auch zum Anlass nehmen, sich von seinen Sünden zum ewigen Leben retten zu lassen. Und wenn keine vollständige körperliche Genesung erfolgt? Dann darf jeder, der an Jesus glaubt, voller Zuversicht das Versprechen der Bibel für sich in Anspruch nehmen, an einer Zukunft teilzuhaben, in der es kein Leid, keinen Schmerz, keinen Tod und keine Tränen mehr geben wird (Offenbarung 21,3-4)!

    Joachim Pletsch

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    6 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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