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In Bonn entdeckte ich ein Plakat, auf dem die Frage stand: »Wo willst du in 800 Jahren leben?« Dahinter steht die »Partei für schulmedizinische Verjüngungsforschung«. Anliegen dieser politischen Gruppierung ist »die schnellere Entwicklung von Medizin, die Schäden des Alterns repariert und mit der Menschen Tausende Jahre gesund leben können«.
Doch auch wenn diese Partei ihr ambitioniertes Ziel wirklich erreichen könnte – wäre das tatsächlich erstrebenswert? Losgelöst von Fragen der Überbevölkerung bliebe nämlich ein grundsätzliches Problem bestehen: Dass der Mensch des Menschen Wolf ist, dass er zu Gewalt, Unterdrückung und jeder bösen Tat neigt. Eine moralische Verbesserung seines Naturells würde sich auch bei einer noch so langen Lebenserwartung nicht einstellen. Es wäre eher zu befürchten, dass der Mensch bei einer solchen Lebensperspektive erst recht seine letzten Hemmungen verliert. Doch unabhängig von dieser Erwägung bin ich davon überzeugt, dass das Ziel jahrtausendelangen Lebens auf dieser Erde nicht realisierbar ist. Der Tagesvers macht deutlich, dass sich unsere Lebenserwartung statistisch bei rund 80 Jahren einpendelt. Überdies deutet er an, dass das Leben in der Summe nicht von der Qualität ist, die man sich Tausende Jahre wünscht: Es gibt Leid, Schmerz, Tränen, Enttäuschung, Gewalt usw. Das lehrt uns auch die tägliche Lebenserfahrung.
Allerdings gibt es tatsächlich eine realistische Perspektive auf ewiges Leben in einer wunderbaren Qualität: Jesus Christus lädt jeden Menschen ein, an ihn zu glauben, durch seine Vergebung und Erneuerung das Problem unseres verderbten Wesens zu lösen und dadurch ein Anrecht auf die Ewigkeit im Himmel zu erhalten. Dort wird es keine böse Tat, keine Tränen, keine Schmerzen mehr geben.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
»Wohin mit meiner Schuld?« Das ist und bleibt eine der schwierigsten Fragen unseres Lebens. Wie viele große Ideen sind gescheitert, weil sie darauf keine Antwort geben konnten. So hat es sinngemäß Alexander Solschenizyn bei der Verleihung des Literaturnobelpreises (1970) gesagt, als er gefragt wurde, woran seiner Meinung nach der Kommunismus gescheitert sei.
Aber jetzt sehen wir auf Jesus Christus, den Sohn Gottes. Er wurde soeben ans Kreuz genagelt. Und was tut er? Er flucht nicht. Er bittet seinen Vater um Vergebung für seine Peiniger. Was für ein Gegensatz: Menschen höhnen, Jesus will versöhnen. Menschen laden Schuld auf sich. Jesus will Schuld vergeben. Damit der Mensch nicht unter der Last seiner Schuld verzweifelt, baut Jesus mit seinem Gebet eine neue Brücke zwischen dem heiligen Gott und dem sündigen Menschen.
Aber – was meint Jesus mit dem zweiten Teil seiner Bitte? Haben sie nicht falsche Zeugen aufgerufen? Hat Pilatus ihnen nicht gesagt, dass er keine Schuld an Jesus findet? Ja – sie wissen, dass sie Unrecht tun, aber sie ahnen nicht, wie groß das Unrecht ist. Sie ahnen nicht, dass sie »den Fürsten des Lebens« hinrichten (vgl. Apostelgeschichte 3,14-18). Sie verstehen zwar ihr mörderisches Handwerk, haben aber keine Ahnung davon, dass sie Handlanger Gottes sind. Denn was Ostern geschieht, ist Gottes Plan. Schon Jahrhunderte zuvor hat er es angekündigt.
Jesus Christus bezahlt unsere Schuld. Damit schafft er die Voraussetzung für Vergebung. Der Apostel Johannes schreibt: »Wenn wir unsere Schuld bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt« (1. Johannes 1,9). Was für eine befreiende Botschaft! Denn ohne Gottes Vergebung können wir nicht in Frieden leben und auch nicht beruhigt sterben.
Hartmut JaegerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
In einem Interview vor einigen Jahren, stellte ein Mitarbeiter des christlichen Medienmagazins Pro dem Schuhunternehmer Heinz-Horst Deichmann (1926–2014) doch tatsächlich u. a. folgende Frage: »Warum sind Sie reich, Herr Deichmann?« – »Am Ende meines Lebens wird Gott mich nicht fragen, wie viele Schuhpaare ich verkauft habe, sondern, ob ich wie ein wahrer Christ gelebt und das Evangelium verkündet habe!«, äußerte daraufhin der Schuhunternehmer. Heinz-Horst Deichmann hatte den wahren Lebenssinn erkannt und machte sein Leben nicht an seinem irdischen Erfolg fest. Er behielt das wahre Lebensziel im Blick.
Auch in der Bibel (im Lukasevangelium) finden wir die Geschichte eines reichen Mannes. Dieser fragte Jesus, was er denn tun müsste, um das ewige Leben zu bekommen? Weiterhin erläuterte er seine Treue beim Befolgen der Gebote Gottes seit seiner Kindheit. Augenscheinlich schien sein Leben perfekt zu laufen. Daraufhin erwiderte Jesus, dass es aber noch eines geben würde, was ihm fehlte: »Verkaufe alles, was du hast, und gib das Geld den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben. Dann komm und folge mir nach!« Als der reiche Mann dies hörte, wurde er traurig, denn er hing sehr an seinem Reichtum. Jesus verdeutlichte im Anschluss daran seinen Jüngern, dass es für Reiche schwer sei, in den Himmel zu kommen.
Was meinte er damit? Wirtschaftlicher Erfolg an sich reicht nicht aus, um vor Gott bestehen zu können. Die Bestimmung des Menschen liegt nicht in der unermüdlichen Erwirtschaftung von Gütern, sondern darin, dass er sein Leben auf Gott ausrichtet und nach seinem Willen und Plan lebt. Dabei stützt er sich nicht auf das, was er selbst schafft, sondern auf das, was Gott in seinem Sohn für uns Menschen getan und bereitgestellt hat.
Manuela BasistaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Kennen Sie das? Sie schreiben eine Mail an jemanden. Aber es kommt einfach keine Antwort, noch nicht einmal eine kurze Bestätigung, dass die Mail angekommen ist. Man fragt sich: Ist die Person vielleicht verreist oder gar krank oder nur zu beschäftigt? Bei unwichtigen Mails spielt eine Antwort nicht unbedingt eine Rolle, aber bei wichtigen schon ...
Manche Verfasser von Mails haben deswegen den Button »Lesebestätigung« eingebaut, d. h., der Empfänger hat die Option, diese Lesebestätigung mit »Ja« oder »Nein« zu beantworten. Oder der Empfänger muss sogar »Ja« anklicken, um die Mail öffnen zu können. Dann weiß der Absender: Die Nachricht ist angekommen und wurde vermutlich auch gelesen. Aber ob daraufhin eine Kommunikation entsteht, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Der Tagesvers beschreibt eine Situation aus der Geschichte des Volkes Israel. Gott sagt, dass er den ganzen Tag seine Hände nach diesem Volk ausstreckt. Aber es ist widerspenstig. Es lebt nach seinen eigenen Gedanken und nimmt nicht zur Kenntnis, dass Gott mit seinem Volk reden will, um es von seinem falschen Weg zurückzuholen und damit vor (ewigem) Schaden zu bewahren.
Mich bewegt es, dass wir Gott nicht gleichgültig sind. Dass er, obwohl wir gar nicht an ihn denken, die Hände nach uns ausstreckt. Gott, unser Schöpfer, hat nicht nur Interesse an einer »Lesebestätigung«, sondern viel mehr an einer innigen Gemeinschaft mit seinen Geschöpfen mit dem Ziel, sie von einem Weg zurückzuholen, der nicht gut ist. Deshalb sandte er seinen Sohn, Jesus Christus, auf die Erde, um die kaputte Beziehung zwischen uns und Gott wiederherzustellen. Dafür hat Jesus sein Leben eingesetzt, »damit er uns zu Gott führe« (1. Petrus 3,18).
Martin ReitzDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Der ehemalige Staatsratsvorsitzende der DDR, Erich Honecker, und seine Frau Margot mussten sich nach der Wende ein neues Zuhause suchen. Denn Wandlitz, die Wohnsiedlung der SED-Prominenz, wurde aufgelöst. Die Honeckers baten ausgerechnet bei der Kirche um Aufnahme. Ihre Anfrage wurde an die »Hoffnungstaler Anstalten Lobetal« weitergeleitet. Dieses Werk war ursprünglich gebaut worden, um Berliner Obdachlosen eine Unterkunft zu bieten. Nun waren die Honeckers genau dies: obdachlos und aus Berlin. Doch der Leiter dieser Anstalten, Pastor Uwe Holmer, der am 25. September 2023 verstarb, hatte unter dem Regime Honeckers viel gelitten. Man hatte ihm mit Gefängnis gedroht und seine Arbeit oft behindert. Sollte man die Täter von einst nun aufnehmen?
Nach drei Stunden Beratung war klar: Das Ehepaar Honecker kann bei Familie Holmer privat untergebracht werden. Viele konnten nicht verstehen, dass dem, der so vielen DDR-Bürgern ein freies Leben verwehrt hatte, nun im Pfarrhaus Asyl gewährt werden sollte. Pastor Holmer und seine Mitarbeiter erklärten mit Geduld den vielen Empörten, warum sie sich zu diesem Schritt entschlossen hatten: Man kann nicht zu Gott beten »Und vergib uns unsere Schuld …«, wenn man selbst unwillig bleibt, anderen zu vergeben. Sie erlebten, wie Menschen mit Wut im Bauch kamen und nach den Gesprächen mit Verständnis wieder gegangen sind. Seinen Kritikern erklärte Holmer: »Ich habe Honecker nur vergeben, was er mir angetan hat. Aber Vergebung ist der einzige Weg, um den Hass aus seinem Herzen zu räumen. Vergebung ist wie eine Waffe, die Frieden schafft.« Holmer wusste: Gottes Liebe, Vergebung und Fürsorge sind doch für alle da, auch für die Tiefgesunkenen.
Stefan TaubeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Der biblische Prophet Jesaja im Alten Testament weist sehr oft auf den kommenden Retter und Erlöser hin, der Segen über Israel und seine Nachkommen geben wird. Er lebte zur Zeit des assyrischen Königs Sanherib, der in Juda einmarschierte und alle befestigten Städte eroberte. Das bedeutete für das Volk Israel viel Leid und Trauer. Viele Juden mussten ihre Heimat verlassen und wurden in die Gefangenschaft geführt. In dieser Zeit tröstete Jesaja seine Landsleute mit dem obigen Tagesvers. Er kündigte sogar in dem gleichen Kapitel den persischen König Kyros II. an, der erst ca. 120 Jahre später geboren werden würde. Dieser König würde den Juden um 536 v. Chr. die Heimkehr aus der Verbannung erlauben. Tatsächlich ist es so 150 Jahre nach der Prophezeiung von Jesaja eingetroffen. Die Perser erlaubten den Juden, nach Jerusalem zurückzukehren und den jüdischen Tempel wiederaufzubauen (vergleiche Esra 1,2).
Es ist Gott, der die Geschichte lenkt und in der Lage ist, seinem Volk zu helfen. Er hat lange zuvor angekündigt, was passieren wird, um den Menschen Hoffnung zu machen. So wie Gott im Alten Testament gehandelt hat, so kann er auch heute noch jedem Menschen helfen und Trost und Hoffnung in schwierigen Zeiten spenden. Er kann Segen ausgießen, wenn wir auf ihn fest vertrauen. Er kann seinen Heiligen Geist denen geben, die zum Glauben an den Herrn Jesus Christus, den Retter, kommen. Auch in unserer Zeit ist es Gott nicht gleichgültig, wie es uns geht. Er möchte segnen, auch wenn alles hoffnungslos erscheint. Die Frage ist, ob wir Gott wirklich suchen. Im Neuen Testament heißt es: »Wer zu Gott kommen will, muss glauben, dass es ihn gibt, und dass er die belohnt, die ihn aufrichtig suchen« (Hebräer 11,6).
Uwe Harald BöhmDiese und viele weitere Andachten online lesen
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In einem englischen Lied, das ich sehr schätze, heißt es sinngemäß über Jesus: Mit einem Gebet sättigte er die Hungrigen, mit einem Wort stillte er das Meer, und nun leidet er still, damit die Schuldigen frei werden können. Diese Aussagen beschreiben treffend einen großen Gegensatz: in Bezug auf die Schöpfung Allmacht, in Bezug auf unsere Erlösung freiwilliger Machtverzicht.
Auch unser Tagesvers drückt diese große Wahrheit aus. Es ist erstaunlich, dass Jesus kraft seines Wortes die Macht hatte, die Erde zu erschaffen und zu erhalten. Alles, was um uns herum zu sehen ist, ist seiner Kreativität entsprungen. Jede Blume, jeder Berg und jeder Fluss wurde durch Jesus nur durch sein Wort geschaffen. Was für ein gewaltiges Wunder!
Andererseits war es durch ein Wort von ihm allein nicht möglich, dass Menschen von ihren Sünden gereinigt werden. Als es um die Erlösung und Befreiung des Menschen ging, geschah dies nicht einfach durch ein machtvoll gesprochenes Wort. Nein, ein vollkommenes und ewig wirksames Opfer war notwendig. Jesus Christus selbst, der heilige Sohn Gottes, musste sein Leben geben, um die Reinigung von Sünden möglich zu machen.
Diese Reinigung von Sünden kann man mit einem Gutschein vergleichen. Ein Gutschein, der in der Schublade liegt, hat keine Wirkung. Erst wenn man den Gutschein einlöst, hat man einen Nutzen davon. Jesus hat durch sein Sterben am Kreuz einen solchen Gutschein ausgestellt. Er gilt für alle, die an ihn glauben und die Erlösung durch seinen stellvertretenden Tod für sich in Anspruch nehmen. Nichts sollte uns davon abhalten, diesen Gutschein einzulösen. Tun Sie es am besten heute noch und danken Sie ihm dafür, dass er sein Leben für Sie gegeben hat!
Joachim FranzDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Es war Liebe auf den ersten Blick, als ich das wunderschöne, schwarze glänzende Auto sah. Es hatte alles, was man sich nur wünschen kann: Glasschiebedach, Schlafaugen, coole Tonanlage, Verstärker, große Boxen. Es war mit großen, breiten Reifen ausgestattet, ein schöner, niedriger, sportlicher Wagen in besonderer Ausführung, mit Spoiler hinten.
Nach dem Kauf war ich nur noch mit dem Auto unterwegs. Es fuhr sehr gut, hatte eine super Straßenlage, auch in den Kurven. Ich hatte das Gefühl, ich würde in einem großen Schiff sitzen. Ich ließ es aufpolieren, damit es noch schöner glänzte und die Blicke der anderen auf sich zog. Dann näherte sich der TÜV-Termin. Zuversichtlich brachte ich mein Auto in eine Werkstatt. Das Ergebnis war allerdings erschreckend. Die Untersuchung zeigte viele Mängel. Vor allem aber waren die Träger komplett durchgerostet. Eine Reparatur lohnte sich daher nicht mehr. Es blieb nur der Weg zum Schrottplatz.
Solch ein böses Erwachen kann es aber nicht nur beim TÜV geben. Denn viel genauer als jeder Autoprüfer beurteilt Gott unser Leben. Das mag nach außen – wie das Auto – wunderbar aussehen, glänzen und einen schönen Schein haben. Aber kein Mensch ist fähig, ohne Sünden zu leben. Und wenn Gottes Licht in die versteckten Winkel unserer Seele dringt, wird letztlich alles aufgedeckt. Die dann zutage tretenden Mängel unseres Lebens können wir nicht selbst beseitigen, und sie haben fatale Folgen, die schlimmer sind als jeder Schrottplatz: Sie trennen uns ewig von Gott. Doch das ist nicht Gottes Absicht. Er bietet uns durch den Glauben an Jesus die Vergebung jeder Schuld an. Wer dies in Anspruch nimmt, dessen Leben macht er heil, und dann erst kann es auch vor den Augen Gottes bestehen.
Beatrix WeißbacherDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (kurz DZNE) hat auf seiner Homepage spannende Fakten über die Erkrankung Demenz zusammengestellt. Es gibt nicht die Demenz, sondern Demenz hat viele verschiedene Formen – am bekanntesten ist vermutlich der Alzheimer. Schätzungen zufolge lebten 2021 rund 1,7 Millionen Menschen ab 65 Jahren mit Demenz in Deutschland, was ca. 2 % der gesamten Bevölkerung entspricht.
Während Demenz-Erkrankte ihr Leiden im frühen Stadium meist noch gut überspielen können, nimmt im Laufe der Zeit die Fähigkeit, sich anhand von Orten, Situationen oder Personen richtig zu orientieren, immer mehr ab. Interessant ist allerdings, dass die Fähigkeit, die nonverbale Kommunikation (also Mimik und Gestik) anderer Menschen zu deuten, nicht verloren geht. Auch das Ansprechen der Sinne wie Sehen, Riechen, Hören, Tasten usw. zeigt mitunter große Erfolge. So ist zu beobachten, dass Demenz-Erkrankte beim Hören und Singen von Volksliedern, die sie aus frühester Kindheit kennen, regelrecht aufblühen können. Trotz allem bleibt Demenz für die Erkrankten selbst sowie für die sie betreuenden Angehörigen eine große Belastung. Das frustrierende Hauptmerkmal von Demenz ist das ständige Vergessen.
Unglaublich, aber wahr ist, dass Gott bewusst vergessen kann. Und zwar sagt er in Jesaja 43,25, dass er unserer Sünden nicht mehr gedenkt, sie also aktiv vergisst. Das meint kein »Ich weiß nicht mehr, wo ich meinen Schlüssel hingelegt habe«, sondern die bewusste Entscheidung, nicht mehr daran zu denken. Ist es nicht ein unglaubliches Vorrecht, zu Gott kommen zu dürfen, seine Sünden bekennen zu können und keine Angst haben zu müssen, sie irgendwann doch wieder vorgehalten zu bekommen?
Rebecca GrimmDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Meine Frau und ich besuchten unsere Kinder. Es wurde ein wunderschöner Nachmittag. Wir haben das Zusammensein mit unseren Kindern und besonders unseren zwei kleinen Enkelkindern sehr genossen. Die Kinder waren gerade zu Bett gebracht, und wir vier saßen noch zusammen und tauschten uns aus. In der Nachbarschaft war ein junger Mann mit Mitte 30 kurz zuvor an Krebs gestorben. Unsere Kinder waren eng mit der Familie befreundet und hatten sie durch diese schwere Zeit begleitet. Wie weit das auch unsere Enkelkinder bewegt hat, war uns nicht bewusst.
Plötzlich hörten wir ein jämmerliches Schluchzen aus der oberen Etage. Und da stand auch schon unser 4-jähriger Enkel auf den Stufen der Treppe und kam, so schnell er eben konnte, heruntergelaufen. Er fiel seinem Papa in die Arme und schluchzte: »Ich muss sterben Papa. Ich muss jetzt sterben.« Er war völlig aufgelöst, und seine Eltern brauchten einige Zeit, um ihn wieder zu beruhigen. Als er dann geborgen zwischen Mama und Papa auf der Couch saß, erzählte er, wie er in seinem Bett noch gebetet hatte. Er wollte Gott bitten, dass er nicht auch sterben müsse. Doch dann meinte er, sich versprochen und dafür gebetet zu haben, dass Gott ihn sterben lässt. Erneut schüttelte ihn ein Weinkrampf, und er fragte: »Muss ich jetzt sterben?«
Wir beruhigten ihn, und mein Sohn erklärte ihm, dass Gott die Worte ernst nimmt, die wir ihm im Gebet sagen, dass er aber auch weiß, was wir eigentlich möchten, auch wenn wir uns versprechen. So beteten wir noch alle gemeinsam. Unser Enkel erklärte Gott im Gebet alles noch einmal und wurde wieder froh. Mein Sohn machte dann noch den Vorschlag, doch immer gemeinsam zu beten und mit Gott zu reden. Seit diesem Abend tun sie das voller Freude.
Bernd GrünewaldDiese und viele weitere Andachten online lesen
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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