
Sign up to save your podcasts
Or


Bei einem Einkauf in einem Lebensmittelmarkt wurden wir unangenehm überrascht. Nachdem wir eine größere Menge Fleisch für eine Geburtstagsfeier vorbestellt hatten, schlenderten wir durch das Geschäft. Dabei erblickten wir ein äußerst günstiges Angebot für ein Marken-Waschmittel. Auf dem Preisschild wurde es für 19,99 Euro angeboten. Also rein damit in den Einkaufswagen. An der Kasse kam die Ernüchterung. Auf der Rechnung wurden 24,99 Euro ausgewiesen. Wir reklamierten. Die Filialleiterin berief sich auf ein kleingedrucktes Datum auf dem Preisschild und behauptete, dass die Aktion bereits abgelaufen sei und wir kein Anrecht auf den Aktionspreis mehr hätten. Ja, man muss eben in der heutigen Zeit immer mehr darauf bedacht sein, auch das Kleingedruckte zu lesen.
Ich bin sehr froh, dass es mit den geschriebenen und gedruckten Ziffern und Worten der Heiligen Schrift, der Bibel, anders ist. In ihr gibt es kein »Kleingedrucktes«. Alle Worte Gottes sind offen aufgedeckt. Gott verschweigt nichts. Er ändert auch im Nachhinein nichts. Es ist so, und es wird so sein, wie er gesagt und versprochen hat. Sein Wort ist absolute Wahrheit und daher zuverlässig.
Wenn jemand sagt: »Das darf man heute nicht mehr so annehmen, wie es geschrieben steht; heute muss man das anders verstehen; das gilt für die Zeit und für die Menschen von damals, aber nicht mehr für uns«, dann ist das falsch. Denn Gott ändert seine Meinung nicht. Er selbst verändert sich nicht. Bei Gott werden wir keine Überraschung erleben, dass sein Angebot nicht mehr gilt. Allerdings können wir durchaus den Zeitpunkt verpassen, es rechtzeitig zu nutzen. Es ist wichtig, dass wir ihm unser Herz öffnen, wenn wir in der Bibel seine Worte lesen. Er will uns den Weg zu ihm zeigen.
Sebastian WeißbacherDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Hitze. Lachende Kinder. Badespaß im Pool. In vielen Gärten sind in den letzten Jahren größere und kleinere Wasserbecken eingezogen, um an heißen Tagen eine erholsame Abkühlung zu ermöglichen. Gerade bei größeren Poolanlagen ist es notwendig, dass mithilfe unterschiedlicher Mittel eine Reinigung stattfindet. So bleibt der Badespaß noch lange bestehen, ohne dass das Wasser »kippt«. Die Mühe, die wir in den Pool und das dort enthaltene Wasser stecken, ist teilweise enorm. Wie schön wäre es, wenn wir diesen Einsatz auch in unserem Leben aufbringen würden!
Die Bibel sagt uns sehr deutlich, dass unser Herz »überaus bösartig und trügerisch ist« (Jeremia 17,9), und gleichzeitig heißt es, dass wir es bewahren sollen, denn »von ihm geht das Leben aus« (Sprüche 4,23). Kein Mensch ist davon ausgenommen, dass sein Herz böse ist und dies in seinem Leben sichtbar wird (z. B. durch Lügen oder schlechte Nachrede). Die Bibel nennt das Sünde. Gibt es auch ein Reinigungsmittel für unser Herz? Ja. Die Reinigung unseres Herzens ist sogar dringend notwendig! Denn mit unserem von Geburt an bösem Herzen gibt es keine Chance auf eine enge Beziehung mit Gott. In Römer 6,23 steht: »Denn der Lohn der Sünde ist der Tod.« Das bedeutet, dass eine ewige Trennung von Gott nach dem Tod für jeden Menschen unumgänglich ist.
Doch Gott möchte enge Gemeinschaft mit uns Menschen haben, und daher ist Jesus Christus stellvertretend für die Schuld jedes einzelnen Menschen am Kreuz gestorben und wiederauferstanden. Wenn wir dies glauben, so reinigt Gott unser Herz, die Bibel nennt dies Vergebung. Doch weil das nicht automatisch passiert, muss sich jeder Mensch persönlich dafür entscheiden.
Ann-Christin BernackDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Der Sommer vor drei Jahren war heiß. Schon seit Längerem war eine dreitägige Jungs-Wandertour in der Eifel geplant. Begeistert machten sich die acht Jugendlichen mit zwei Erwachsenen auf den Weg. Jeder schleppte in seinem Rucksack Proviant, Isomatte, Schlafsack und Co mit. Am Freitagabend, als die ersten Kilometer gelaufen waren und das Nachtlager aufgebaut war, tranken sie aus dem nahegelegenen Bach Wasser, da das mitgebrachte Wasser schon aufgebraucht war. Auch am Samstag tranken sie weiterhin das Bachwasser, bis sie an einem Supermarkt vorbeikamen, in dem sie frisches, abgefülltes Wasser kauften.
Gegen Samstagabend wurde dem ersten Jugendlichen übel, er verschwand hinter den Büschen und kam nicht wieder. Alle zwei Stunden kamen weitere Jungs dazu. Die Wanderung musste schließlich abgebrochen werden, und alle Jungs waren im Anschluss bis zu einer ganzen Woche lang krank – einschließlich des Jugendlichen, der eigentlich kein Bachwasser trinken wollte, jedoch im Dunkel der Nacht dummerweise die falsche Flasche gegriffen hatte. Nachdem der Infekt überstanden war, können heute alle über die Geschichte lachen.
Was in den Alpen auf 2000 Metern Höhe gut gehen mag, entpuppte sich hier als sehr schlechte Entscheidung. Und doch lehrt es uns eine wichtige Sache: Man sollte sich immer sicher sein, ob die Quelle, aus der man trinkt, sauber ist. Das ist im Leben ganz genauso – seinen Lebensdurst kann man mit allem Möglichen zu stillen versuchen, das sich später jedoch als krankmachend und sogar tödlich entpuppt. Wie schön, dass Jesus Christus uns lebendiges Wasser (= Worte des Lebens) anbietet, das uns nicht nur gesund werden lässt, sondern auch das ewige Leben schenkt. Wir brauchen es nur noch zu trinken.
Rebecca GrimmDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Wie ging es mit Paul Schneider und seiner Gretel weiter? Aufgrund seines Widerstands gegen den Nationalsozialismus wurde Paul dreimal in »Schutzhaft« genommen. Aus der dritten Gefangenschaft wurde er am 27. November 1937 direkt in das neu errichtete Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar verlegt. Dort wurde er u. a. zur Zwangsarbeit im Straßenbau abgestellt. Als er anlässlich des Führergeburtstags am 20. April 1938 den Hitlergruß verweigerte, kam er in eine Einzelzelle, den sogenannten Bunker, unter die Aufsicht Martin Sommers. Dort erlitt er schwerste Misshandlungen und ließ es sich trotzdem nicht nehmen, am Ostersonntag unter großen Schmerzen durch die Gitterstäbe seiner Zelle seinen Mithäftlingen zuzurufen, dass heute Ostern sei und dass Jesus selbst gesagt hat: »Ich bin die Auferstehung und das Leben.« Diese und ähnliche Aktionen brachten ihm den Beinamen »Prediger von Buchenwald« ein.
Über ein Jahr lang wurde Paul in seiner Einzelzelle gefangen gehalten und dann am 18. Juli 1939, noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges, ermordet. Paul Schneiders Leichnam war der Einzige, der aus Buchenwald im Sarg herausgegeben wurde, daher konnte er in Dickenschied unter großer Anteilnahme beigesetzt werden. Gretel war trotz allem die Versöhnung sehr wichtig, und so suchte sie Jahre später den Massenmörder Martin Sommer auf, um mit ihm Frieden zu schließen, was dieser jedoch ablehnte. Sie lebte gemäß dem Motto: »Wir sind alle Menschen, die von der Gnade leben.« Und so wundert es nicht, dass heute im KZ Buchenwald, in der ehemaligen Arrestzelle Paul Schneiders, folgender Bibelvers auf einer Gedenktafel zu lesen ist: »Lasst euch versöhnen mit Gott!« (2. Korinther 5,20). Das war sowohl für Paul als auch für Gretel die wichtigste Botschaft – und sie ist es auch heute noch!
Rebecca GrimmDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Heute vor 86 Jahren, am 18. Juli 1939 wurde der evangelische Pfarrer Paul Schneider im Konzentrationslager Buchenwald nach knapp zweijähriger Haftzeit durch eine Überdosis des Herzmedikaments Strophanthin ermordet. Er wurde nur 41 Jahre alt. Geboren wurde er am 29. August 1897 in Pferdsfeld im Hunsrück, zog jedoch mit 13 Jahren nach Hochelheim (heutiges Hüttenberg, Hessen), wo sein Vater eine Pfarrstelle antrat. Nachdem er im Ersten Weltkrieg gekämpft hatte, studierte Paul Theologie und wurde zunächst Pfarrer in Hüttenberg und später in Dickenschied. Wenige Tage vor seinem Amtsantritt heiratete Paul seine Margarete (geb. Dieterich), die er während seines Studiums in Tübingen kennengelernt hatte. Zusammen hatte das Paar sechs Kinder.
Nach der Machtergreifung Hitlers wurde Paul schnell klar, dass die Kirche nicht die gleichen Ziele wie die Nationalsozialisten verfolgte, und so weigerte er sich z. B., die Kirchenglocke zur Reichstagswahl am 21. März 1933 zu läuten. Paul Schneider machte sich die Entscheidung nicht leicht, wie er sich gegenüber den Nationalsozialisten zu verhalten habe. Dennoch kamen er und seine Frau Gretel durch Gebet zu dem Entschluss, dass der Staat kein Recht hat, sich in die Belange der Kirche einzumischen. Für Paul war die oberste Instanz Gott, dem er sich allein zur Rechenschaft verpflichtet sah.
In dem Musical »Paul und Gretel – kein Märchen« von Peter Menger über das Leben des Ehepaars Schneider gibt es ein Lied, das seine Entscheidung zum Widerstand verdeutlicht: »Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen, / auf seine Worte mehr als alles and’re hör’n. / Wer auf Gottes Wort vertraut, / der hat sein Haus auf festen Grund gebaut.« Mit dieser kompromisslosen Haltung ist uns Paul Schneider auch heute noch ein nachahmenswertes Vorbild.
Rebecca GrimmDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
»Es ist eine Lektion in Sachen Widerstandsfähigkeit und Hartnäckigkeit. Wenn man weiß, dass man unschuldig ist, muss man dranbleiben und darf nie aufgeben«, sagte der Afroamerikaner Glynn Simmons, der einen traurigen Rekord aufstellt: Niemand saß länger unschuldig im Gefängnis als er, nämlich 48 Jahre lang. Im Alter von 71 Jahren erhielt Simmons endlich den Freispruch einer Richterin, die überzeugende Beweise seiner Unschuld feststellte. Zusammen mit einem Mitangeklagten war er 1975 wegen Raub und Mord zum Tode verurteilt worden, die Strafe wurde später in lebenslänglich umgewandelt.
Während der ganzen Zeit hatte Simmons unbeirrt seine Unschuld beteuert. Der Fall wurde 2023 auf Antrag der Verteidigung neu aufgerollt. Die Staatsanwaltschaft selbst beantragte die Aufhebung des Urteils, da damals ein Polizeibericht nicht ausgehändigt wurde, der auf Widersprüche der Hauptbelastungszeugin hinwies. Glynn Simmons’ eiserne Beharrlichkeit führte letztlich zum Erfolg, und er kam zu seinem Recht, obwohl ein Freispruch nach so langer Zeit eigentlich schon fast chancenlos war.
Es ist schlimm, wenn Unschuldigen etwas zur Last gelegt wird, was sie gar nicht getan haben. Die Strafe für etwas zu tragen, was man nicht verbrochen hat, ist in höchstem Maße ungerecht. Umso erstaunlicher, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, genau dies freiwillig getan hat. Er war vollkommen unschuldig, absolut gerecht. Und doch hat er am Kreuz das Gericht Gottes für die Sünden der Menschen getragen. Warum tat er das? Unser Tagesvers gibt den Grund an: damit er uns zu Gott führte. Der Zugang zu einem heiligen Gott ist frei, seitdem der Gerechte für die Ungerechten starb. Und zwar für jeden, der ihm seine Schuld bekennt.
Daniela BernhardDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Als Pastor Wilhelm Busch von den Nationalsozialisten wegen seiner Predigten ins Gefängnis kam, sperrte man ihn in eine finstere kleine Zelle. Durch die dicke Betonwand hörte er die verzweifelten Rufe seines Zellennachbarn. Tag für Tag und Nacht für Nacht weinte dieser bitterlich und verzweifelte an seinem Leben. Es lag dem Pastor daher auf dem Herzen, einzugreifen und diesem Menschen Trost zuzusprechen, doch die Betonwand trennte die beiden. Ein Austausch war unmöglich, und ein Besuch wurde trotz freundlicher Nachfrage vom Wachpersonal versagt. Busch stand weiter vor der dicken Betonwand, hörte das Elend und alle Not und hätte sich dabei am liebsten durchgegraben, um seinem Mitmenschen beizustehen. Doch es ging nicht. Die Mauer war undurchdringbar und trennte die beiden bis zum Schluss.
Dieses Erlebnis benutzte Wilhelm Busch später gern als Illustration für den menschlichen Zustand: Wie viele Menschen sind verzweifelt und in tiefem Elend und in ihrer Schuld gefangen! So viel Einsamkeit, so viel Schrecken, so viele Tränen und so viel Kummer! Gott hört und sieht das alles, doch der Zugang ist versperrt. In Jesaja 59,2 heißt es: »Eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott!«
Wie eine unüberwindbare Mauer trennen uns unsere Vergehen und unsere Schuld von Gott, der so gern eingreifen und helfen möchte. Doch schon Jesaja zeigte einen Ausweg aus der Misere des Menschen: »Ein Erlöser wird kommen!« (V. 20). Das war Jesus Christus. Durch sein Sterben am Kreuz wurde die trennende Mauer eingerissen. Nun kann jeder zu Gott kommen. Er wartet nur darauf, uns unsere Schuld zu vergeben, wenn wir ihn im Glauben ernstlich darum bitten. Wir brauchen nicht länger zu verzweifeln, sondern können frei werden.
Alexander StrunkDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Lot, ein Neffe Abrahams, war in die seinerzeit fruchtbare Ebene des Jordans gezogen, wo wir heute das Tote Meer finden. Dort existierten zwei Städte: Sodom und Gomorra. Diese beiden Städte sind bis heute Sinnbild für Unmoral und Ausschweifung. »Hier geht es ja zu wie in Sodom und Gomorra« sagt man, wenn man auf unhaltbare moralische Umstände hinweisen möchte. Tatsächlich war in diesen Städten keiner sicher vor Raub, Mord und Vergewaltigung. Die Täter waren nicht nur ein paar wenige böse Verbrecher. Vielmehr beteiligten sich Menschen aus allen Altersstufen und gesellschaftlichen Schichten an solchen Taten. Unrecht war dort gesellschaftsfähig geworden.
Gott hatte dieses Treiben eine Zeit lang genau beobachtet, bevor er sein Urteil fällte: Eine Gesellschaft, die dermaßen böse und menschenverachtend ist, muss vernichtet werden. Doch obwohl das Gericht über diese Städte angesichts des aufgehäuften Schuldenberges berechtigt war, sollte es immer noch eine Chance der Rettung geben. Deshalb wurde Lot von zwei Boten Gottes auf das unmittelbar bevorstehende Gericht hingewiesen. Und er sollte auch die Menschen in seiner Umgebung davor warnen, dass sie todgeweiht sind, wenn sie nicht Gottes Botschaft Vertrauen schenken und diese böse Umgebung verlassen. Doch die Gewarnten nahmen Lot nicht ernst. Sie hielten das Ganze für einen dummen Scherz – und bezahlten diese Fehleinschätzung kurz darauf mit ihrem Leben.
Ich befürchte, dass auch viele meiner Zeitgenossen sehr wohl die Warnung Gottes vor einem endgültigen Gericht über alle Menschen hören. Doch sie halten diese Warnung für einen Scherz, statt sich von einer zunehmend egoistischen und gottfeindlichen Gesellschaft zu lösen und Rettung bei Gott zu suchen.
Markus MajonicaDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
»Er ging morgens über ein Feld. Da hörte er in der Ferne das Gebell von Jagdhunden. Als er durch eine Lücke in dem hohen Zaun neben sich sah, bemerkte er ein flüchtiges kleines Reh. Es rannte direkt auf ihn zu – abgehetzt, mit heraushängender Zunge und völlig erschöpft. Das kleine Geschöpf hatte gerade noch Kraft genug, um zu ihm über das Gatter zu springen. Dann stand es einen Moment lang und schaute mit seinen großen wässrigen Augen umher. Schon kam der erste Jagdhund kleffend über den Zaun gesprungen. Der erste Impuls des Rehs war davonzurennen. Aber stattdessen kam es zitternd zu meinem Freund und fiel vor ihm nieder. Ein kleines Häuflein zu seinen Füßen. Er berichtete mir später: ›Ich stand da und kämpfte fast eine halbe Stunde gegen die Hunde. Aber ich spürte, dass die ganze Meute das kleine Reh nicht antasten konnte, nachdem seine Schwachheit bei meiner Stärke Zuflucht genommen hatte!‹« (Dr. A. C. Dixon, amerikanischer Pastor und Autor, 1854–1925).
Ist das nicht anrührend? Rettung bedeutet: Das Schwache findet Schutz bei dem Starken. Genauso darf ich Zuflucht finden bei Jesus, denn »er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne« (2. Korinther 12,9).
Diese Kraft steht mir heute zur Verfügung! Gott will seinen Schutz über jeden breiten, der sich bei ihm birgt. Wenn ich mich zu ihm flüchte, werde ich ganz sicher Zuflucht finden, denn er ist stark! Ich allein kann nichts ausrichten. Erst wenn ich erkenne: »Meine Möglichkeiten sind ausgeschöpft«, wird seine Kraft mich retten und machtvoll über mir wachen.
Andreas FettDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Wieder einmal bin ich beruflich zu Besuch in einer Familie mit einem kleinen autistischen Kind mit deutlicher Beeinträchtigung. Es kann sich gut bewegen, spricht aber nicht, äußert sich vorrangig durch Schreien, lebt irgendwie in einer eigenen Welt, spielt nicht und hat bei Weitem noch nicht das Maß an Selbstständigkeit entwickelt wie gesunde Kinder im gleichen Alter.
Immer häufiger begegnen uns auch Kinder mit der Diagnose ADHS oder anderen Störungsbildern. Einige von ihnen verarbeiten Sinneseindrücke anders, sind oftmals zerstreut, schnell abgelenkt und irgendwie ungeschickt, kommen teilweise überaus schlecht mit dem Schulstoff zurecht oder weisen ein schwieriges Sozialverhalten auf. Manche geraten oft in Streit, andere dagegen scheuen jeglichen Kontakt, leiden stark unter Ängsten oder verletzen sich sogar selbst. Die einen haben ihre Gefühlswelt nicht unter Kontrolle und werden schnell wütend oder weinen, andere wiederum zeigen kaum überhaupt irgendwelche Emotionen. Die Kinder selbst können nichts dafür, dass sie solche Veränderungen haben, und für die Eltern bedeutet es häufig eine große Not. Die Medizin kann vielfach helfen, hat aber auch ihre Grenzen.
In der Bibel lesen wir wiederholt, wie verzweifelte Eltern ihre geplagten Kinder zu Jesus brachten. Manches Mal ließ er tatsächlich ein Kind durch ein Wunder völlig gesunden, da, wo es nichts mehr zu hoffen gab. Jesus zeigte damit seine Vollmacht und Liebe als Sohn Gottes. Aber immer erbarmte er sich über die Kleinen, nahm sie in seine Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie. Er war mitfühlend, wusste auch, wie man die besorgten Eltern tröstet, hatte ein gutes Wort für sie und gab Kraft, das Leid auszuhalten. So kann ihn jeder, der heute zu ihm kommt, auch erleben.
Arndt PlockDiese und viele weitere Andachten online lesen
Weitere Informationen zu »Leben ist mehr« erhalten Sie unter www.lebenistmehr.de
Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
From the publisher's feed
»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
Ranked by our users in the last 21 days

106 Listeners

246 Listeners

43 Listeners

51 Listeners

30 Listeners

17 Listeners

2 Listeners

2 Listeners

8 Listeners

19 Listeners

95 Listeners

30 Listeners

0 Listeners

5 Listeners

11 Listeners