Es werde eine Hungersnot "biblischen Ausmaßes“ geben, eine globale humanitäre Katastrophe wegen Corona. So die Warnung von David Beasley. Er ist der Leiter des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen. Zu den Hotspots zählen der afrikanische Kontinent und der Nahe Osten. Im Gazastreifen ist das Virus bereits angekommen, bei 1,9 Millionen Menschen, die in engen Gassen leben, schlecht ernährt sind und Vorerkrankungen haben. Ein klares Bild der Lage fehlt. Die Schulen sind geschlossen. Es fehlt an Tests, Kontrollen, Essen. Auf dem afrikanischen Kontinent ist die Pandemie mit Verzögerung voll ausgebrochen: in weniger Tagen stieg die Zahl der Infizierten um mehr als 50 Prozent. In drei bis sechs Monaten wird mit 10 Millionen Infizierten gerechnet. Entwicklungshilfeminister Gerd Müller will mit großer Wucht gegensteuern und die gesamte EU bewegen, millionenfaches Sterben und einen Sturz vieler afrikanischer Länder ins Chaos zu verhindern. Unruhen und Bürgerkriege könnten die Folge sein - aber auch zahlreiche Flüchtlinge, die nach Europa kommen.