Lobo – Der Debatten-Podcast

Lobo – Der Debatten-Podcast

By DER SPIEGELSociety & Culture
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Lobo – Der Debatten-Podcast episodes

  • Anleitung in fünf Schritten: So klappt es mit dem Rechtsruck
    Hier eine simple Anleitung in fünf Schritten, wie man den ganz persönlichen Rechtsruck hinbekommt.

    1. Ungleichwertigkeit
    2. Gruppennarzissmus
    3. Wir gegen die
    4. Differenzierung bei uns, Vereinfachung bei denen
    5. Rechte Bigotterie

    Wunderbar beobachten kann man diese Anleitung an den Beispielen “Cancel Culture” und “Hanau”.

    Im Podcast geht Sascha Lobo auf die Kommentare seiner Leserinnen und Leser ein: Sind Rechts- und Linksruck gleichwertig? Wie kann man einem Rechtsruck begegnen? Wie rechts können Menschen mit Migrationshintergrund sein?

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 1 min
  • Gesellschaft in der Coronakrise: Wir Wutsnobs
    Abiturientendeutschland hat ein neues Feindbild. Es ist der Mensch, dessen Nase über die Maske ragt. Wir sind zu Wutsnobs geworden. Wutsnobs sind die Leute, die auf einen Sündenbock einteufeln, die ihre Wut auf das einfachste, das billigste, das für sie selbst angenehmste Ziel richten und sich wenig bis gar nicht um die Beseitigung der Gründe für die Wut kümmern.

    Die schale, schnelle Wut auf den Nasenmann - noch bevor man überhaupt nachgefragt hat - hat enorm viele Geschwister. Wutsnobismus findet sich überall dort, wo Alltagskonflikte nur an der Oberfläche betrachtet werden. Wo Erklärungen, Hintergründe, gesellschaftliche Strukturen ausgeblendet werden. Über den Nasenmaskenmann kann man sich besonders leicht erheben, wenn man ganz genau über Corona Bescheid weiß, ohne jedoch eigene Konsequenzen zu ziehen, die mal etwas unangenehmer sein könnten.

    Im Podcast geht Sascha Lobo darauf ein, welche Wut in diesem Zusammenhang berechtigt ist. Und warum das Tragen einer Maske relevant ist.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 4 min
  • QAnon: Verschwörungs-Ideologie zum Mitmachen
    Am ersten Augustwochenende 2020 fand in Berlin eine Demonstration unter dem Motto "Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit" statt. Wovon man hier u.a. hörte: Von der derzeit erfolgreichsten und bedrohlichsten Verschwörungs-Ideologie im Netz: QAnon. Deren Theorie: Unicef hole Kinder und bringe sie den Eliten, die sie dann quälten und aßen.

    Sascha Lobo thematisiert die Kolumne auch auf seinem Instagram-Account und bekommt viele Kommentare von QAnon-Anhängern. Im Podcast greift er diese nun auf und demontiert ihre Verschwörungswelt. Außerdem geht er der Frage nach, was der richtige Umgang mit Verschwörungs-Ideologen sein könnte.

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    1 hr 5 min
  • Verkehrsminister Andreas Scheuer: Dieser Mann ist so unglaublich gut im Schlechtsein
    Ende Juli des unglaublichen Jahres 2020 lautet das größte politische Rätsel in Deutschland: Warum ist Andreas Scheuer noch Bundesverkehrsminister?
    Der plagiatsgeplagte Ex-Doktor Scheuer hat auch mit dem Augustus-Intelligence-Skandal zu tun. Er hängt hinterher, was digitale Infrastruktur in Deutschland betrifft. Zur Corona-Pandemie hat Scheuer ein fabelhaftes Maskenfiasko hingelegt. Der Maut-Misserfolg.
    Warum also ist Andreas Scheuer noch Bundesverkehrsminister? Gemeinsam mit den Leserinnen und Hörerinnen versucht Sascha Lobo der Frage auf den Grund zu gehen.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 4 min
  • Donald Trumps Monstrositäten: Die Hornhaut auf unserem Demokratieempfinden
    Sascha Lobo ist regelmäßig übel, wenn er eine bestimmte Sorte Schlagzeile über Donald Trump liest. Er forscht dieser Empfindung hinterher - mit einer aktuellen Schlagzeile: "Donald Trump lässt offen, ob er Wahlniederlage akzeptieren würde."

    Der Satz ist sachlich korrekt, stellt aber eine Selbstverständlichkeit her, die keine sein darf: In einer Demokratie muss egal sein, ob eine Machtfigur eine Wahlniederlage akzeptiert oder nicht.

    Die Übelkeit, die Sascha Lobo bei solchen Schlagzeilen verspürt, rührt aus einer Sorge: Dass die demokratierelevante Kontrolle der Mächtigen durch die Medien versagt.

    Im Podcast bespricht Sascha Lobo die Kommentare zu seiner aktuellen Kolumne Es geht um Selbstdisziplin zu demokratischem Handeln, die Rolle der Medien und die Verantwortung des Einzelnen.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    59 min
  • Kampf gegen Rechtsextremismus: Die Topflappigkeit der Union
    Der Konservatismus ist in einer Dauerkrise, sagt Sascha Lobo. Und das sei derzeit in Deutschland noch eine günstige Deutung der Lage. Der Hauptgrund ist eine Zwickmühle, in die sich Konservative selbst hineinmanövriert haben - erforderliche Neuerungen zwar zu erkennen, aber sie nicht konservativ organisiert zu bekommen.

    Das aktuellste und bitterste Beispiel ist der Umgang mit dem, was Bundesinnenminister Horst Seehofer jüngst selbst als "größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland" bezeichnet hat: Rechtsextremismus. Die Worte sind wahr und richtig, aber faktisch geht die Union dagegen nicht hart und klar, sondern mit großer Topflappigkeit vor.

    Das konservative Law-and-Order-Getöse erweist sich als hohles Geplapper, wenn ein derartiger rechtsstaatlicher Saustall möglich ist. Die Union ist so tief in ihrer politischen Selbstzufriedenheit im Windschatten des Wirtschaftswachstums versunken, dass sie völlig verlernt hat, wie man kämpft. Wenn der Feind nicht links steht, Drogen nimmt oder komische Musik hört.

    Das schlimmste an dieser Analyse ist jedoch, dass sich in der Union kein Nachfolger abzeichnet, der diesen Wandel und diesen Kampf konstruktiv in Angriff nehmen könnte.

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    1 hr 4 min
  • Jair Bolsonaro hat Covid-19: Der Todeswunsch als politische Kontaktanzeige
    "Hoffentlich stirbt Bolsonaro an Covid-19", so ähnlich schallt es durch die sozialen Medien. Manchmal ist der Todeswunsch verschmitzt oder doppeldeutig formuliert, manchmal offen fordernd, nicht selten verachtungsvoll.

    Bolsonaros Erkrankung ist für viele Leute eine Gelegenheit, um gleichzeitig die Abscheu vor rechtsextremen Antidemokraten zu zeigen und der Schadenfreude öffentlich Lauf zu lassen und damit setzt sich eine Hassspirale in Gang. Auf den Todeswunsch folgt der Moralappell, dann der Gegenmoralappel, es kommt zu Polarisierung und endet in Publikumsverwirrung.

    Todeswünsche an prominente Hassfiguren in sozialen Medien gehören damit zu den Bühnenstücken in sozialen Medien, die viel mehr über den Absender verraten als über die Adressaten. Der Todeswunsch ist eine Art politische Kontaktanzeige, ein Signal an vermeintlich Gleichgesinnte und Gegner. Substanz haben solche Todeswünsche anders als Mordaufrufe selten. Das macht sie nicht weniger angreifbar und sicher nicht klüger.

    Über das Verhältnis der Kommentator*innen zu Bolsonaro, Todeswünschen und polarisierter Debattenkultur in sozialen Medien spricht Sascha Lobo in dieser Podcastepisode.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 4 min
  • Trump-Prognosen der Medien: Eng und enger
    Diesmal wird es wirklich eng für Trump. Doch es war, wenn man deutschen Massenmedien glauben möchte, für Trump schon eng, bevor er überhaupt gewählt wurde.

    Es geht nicht um eine Einzelformulierung, es geht um eine dahinter sichtbar werdende Haltung. Nachrichten dienen auch dazu, Gewissheiten herzustellen, und genau diese Funktion wird in chaotisch scheinenden Zeiten wichtiger. Eine einzelne falsche Gewissheit aber kann über Jahre aufgebautes Vertrauen schwer beschädigen. Erst recht, wenn sie nicht aufgearbeitet wird. Die Extremismusforschung zeigt, dass Misstrauen gegenüber Medien eine der wichtigsten Grundlagen für Radikalisierungen aller Art ist.

    Vielleicht aber könnte der erste Schritt für publizistisch Tätige sein, zuvor gelernte Selbstverständlichkeiten infrage zu stellen und eherne Gewissheiten erst recht. Eine Fehlerkultur zu entwickeln, die es ermöglicht, transparent über eigene Irrtümer zu sprechen.

    Die Kommentare zu seiner aktuellen Kolumne greift Sascha Lobo in dieser Podcastepisode auf.

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    58 min
  • Agenda Cutting: Horst Seehofers misslungener PR-Stunt
    Horst Seehofers Absicht, "als Bundesinnenminister" eine Kolumnist*in anzuzeigen, mutet auf den ersten Blick an wie populistische Kraftmeierei irgendwo im pressefeindlichen Bermudadreieck zwischen Trump, Putin und Orbán. Oder: Seehofer ist weniger autoritär-pressefeindlich, sondern ihm ist vielmehr ein PR-Stunt misslungen.

    Sein Fehler war, die Wucht einer sozial-medial geprägten Öffentlichkeit zu unterschätzen. Er hat sein Gespür für mediale Inszenierungen verloren. Er hat völlig verkannt, dass Merkel mit Blick auf die Symbol- und Signalwirkung gar nicht zulassen konnte, dass sich Seehofer per Presseanzeige zum Erdogan macht. Die publizistische Öffentlichkeit hat sich weiterentwickelt.

    Die Kommentare zu Lobos Kolumne drehten sich vielmehr um die Rechtmäßigkeit der Satire von Hengameh Yaghoobifarah. Sascha Lobo geht darauf in dieser Podcast-Episode ein.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    57 min
  • Philipp Amthor: Ein düsterer Digitaltraum
    Philipp Amthor sagt, er sei nicht käuflich. Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt, ob ein Anfangsverdacht der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern vorliegt. Ob Amthor der Firma "Augustus Intelligence" in ungesetzlicher Weise Vorteile verschafft hat.

    Augustus könnte ein deutsches Palantir werden. Palantir steht wie kaum ein Unternehmen für die Privatisierung der Sicherheitsbehörden, für die Übernahme eines Teils staatlicher Hoheitsgewalt mit digitalen Mitteln.

    Die Privatisierung der Sicherheitsbehörden bedeutet: Unternehmen werden weniger stark demokratisch kontrolliert als Exekutivbehörden. Endlich könnten die vielen schönen Sicherheitsprojekte mit ordentlich künstlicher Intelligenz drin ungestört umgesetzt werden. Wie Palantir es vorgemacht hat.

    In dieser Episode diskutiert Sascha Lobo, wie die Fehltritte von Amthor und anderen Politikern und Politikerinnen sich auf die Demokratie auswirken.

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    1 hr 2 min

About Lobo – Der Debatten-Podcast

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Der Debatten-Podcast von Sascha Lobo erscheint wöchentlich sonntags und befasst sich mit kontroversen Themen rund um Soziale Medien, Überwachungstechnologie, Digitalisierung, Internet und Social…

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