Lobo – Der Debatten-Podcast

Lobo – Der Debatten-Podcast

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Lobo – Der Debatten-Podcast episodes

  • Brandenburg wählt: Natürlich wird es schlimm
    In Brandenburg und in Sachsen wird in wenigen Tagen gewählt. In Brandenburg wird eine große Zahl von Menschen einen Nazi wählen. Es wird aber in Prozentzahlen weniger schlimm als befürchtet. Zu dieser Einschätzung kommt Sascha Lobo mithilfe sozialer Medien und der Verknüpfung von zwei Thesen.

    Die erste These nennt Lobo das "Kleistsches Prinzip": Beim Kommentieren in sozialen Medien verfertigen Menschen ihre Gedanken und verfestigen ihre Gefühle. Die zweite These: Die meisten gesellschaftlichen Akteure scheinen zu glauben, dass Polarisierung schlecht ist.

    Politische Polarisierung im 21. Jahrhundert bedeutet etwas vereinfacht, dass viele Menschen jemanden wählen, der einfach die Gegenseite aufregt. So zeigt sich im Vorfeld der Wahl die Identifikation mit der CDU immer dann, wenn sie von Linken attackiert wurde. Daraus ergibt sich eine einfache Handlungsanleitung für Linke, die die Chancen der AfD reduzieren wollen: Maximale Lautstärke gegen die CDU.

    Die Podcast-Frage: Ist Andreas Kalbitz ein Nazi?

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 3 min
  • Trumps Ablenkungsmanöver: Wir verlieren den Kampf um unsere Köpfe
    Nein, dieser Trump, jetzt will er Grönland kaufen, was für ein Irrwitz. Zweieinhalb Jahre ist der US-Präsident im Amt, und noch immer haben weder redaktionelle Medien noch die sozialmediale Öffentlichkeit ein Mittel gefunden gegen Trumps Strategie der ständigen Eskalation.

    Trump betreibt damit erfolgreich politische Verdrängungs-PR, eine neue Form des so genannten Agenda-Cutting.

    Allerdings ist es eben nicht nur Trump, der manipulativ redaktionelle wie soziale Medien hacken kann. Es ist auch schon anderen gelungen - auch aus dem linken Spektrum. Doch nur Narren können das für eine positive Entwicklung halten.

    Die Podcast-Frage:
    Wie gewinnen wir den Kampf um unsere Köpfe?

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 13 min
  • Deutschlands digitale Rezession: Nichts Neues bitte, läuft doch auch so
    Die nächste Rezession wird eine digitale sein. Darunter verstehe ich einen Rückgang der wichtigsten Wirtschaftszahlen in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen aufgrund digitaler Versäumnisse. Die digitale Rezession also wird offenbaren, dass dieses superreiche Land auf zerstörerische Weise von seiner Substanz gelebt hat.

    Wenn also der überfällige Wandel nicht mehr rechtzeitig gelingt und eine Rezession kommen sollte, dann ist Deutschland trotz des beinahe jahrzehntelangen Großerfolges gerade in Schlüsselindustrien - Automobil, Energie, Digital - schlecht vorbereitet. Dann werden wir den Umfang dieser Versäumnisse von Wirtschaft und Politik voll erkennen: Deutschland hat sich tatsächlich abgeschafft - digital.

    Sascha Lobo richtet im Anschluss die Frage ans Publikum: Und jetzt?

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 6 min
  • Social Media: Anatomie eines deutschen Shitstorms
    Aus aktuellem Anlass rund um die Empörungswelle um einen CDU-Politiker, der sich vermeintlich rassistisch geäußert habe, als er in einem Interview ein Grundschulverbot für nicht deutschsprechende Kinder forderte, aber auch weil solche Shitstorms immer wieder auftauchen, versucht sich Sascha an einer nicht ganz ernstgemeinten Analyse.

    Dabei ist er keineswegs der Meinung, dass Shitstorms nicht ihre Daseinsberechtigung haben. Im Gegenteil könnten Empörungs-Stürme in sozialen Medien zu einem wichtigen gesellschaftlichen Korrektiv werden. Wenn sie nicht ständig in Gefahr wären, zum allseitigen Eskalationsritual zu verkümmern und am Ende ein Adorno-Zitat bellt.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 3 min
  • Die Tat von Frankfurt und die sozialen Medien: Wenn Empörung zur Lust wird
    Die Nachricht um den monströsen Tötungsdelikt am Frankfurter Hauptbahnhof erreicht die Öffentlichkeit und ist nichts weniger als eine Horrorvorstellung. Die ersten Reflexe sind Fassungslosigkeit und tiefe Traurigkeit. Diese Fassungslosigkeit verwandelt sich bei einem Teil des Publikums in Wut auf den Täter. Dann aber, mit der Information, dass offenbar ein schwarzer Mann das Kind getötet hat, teilt sich das Publikum schlagartig in zwei Lager: Hilflose und Radikale. Hier beginnt die doppelte Wirkung der Empörungslust: Multiplikatoren beider Gruppen beginnen, Äußerungen der Gegengruppe zu suchen, die das eigene Lager am stärksten und am zuverlässigsten empören. Gegenruhm durch Empörungslust.

    Der Effekt ist letztlich, dass beide Gruppen den Tod eines Kindes in einen Anlass für politische Kommunikation verwandeln, und das Opfer völlig aus dem Fokus gerät.

    Sascha Lobo stellt in dieser Episode die Frage: Wie funktioniert Widerspruch ohne Empörungslust?

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    54 min
  • Feindeslisten von Rechtsextremen: Das Problem der deutschen Politik heißt Nazi-Ignoranz
    Im Internet kursieren Todeslisten gewalttätiger Nazis. Das MDR-Magazin FAKT hat den Umgang der verschiedenen Polizeibehörden der Bundesländer mit rechten Droh- und Todeslisten recherchiert. Das Ergebnis ist erschütternd: Es gibt keine bundesweite Koordination, es gibt keine verbindlichen Umgangsregeln, es gibt keine Pflicht zur Information der Betroffenen.

    Die FAKT-Recherchen beweisen, muss man im richtigen Bundesland wohnen, um als bedrohte Person informiert zu werden oder gar in den Genuss eines sachkundigen und alerten LKA zu kommen. In den anderen wird man nach Hause geschickt mit dem Tipp, seine Telefonnummer nicht mehr herauszugeben und weniger Präsenz im Internet zu zeigen.

    Sascha Lobo stellt in dieser Episode die Frage: Todeslisten - Panikmache oder Terror?

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 8 min
  • E-Scooter im Stadtverkehr: Gegenwehr aus Gewohnheit
    Es wird in Deutschland ernsthaft über die Gefährlichkeit von E-Scootern diskutiert unter kompletter Aussparung jenes Geräts, das die Gefahr wirklich verursacht - des Autos. Mikromobilität aber wird größer und wirkmächtiger, als die meisten Menschen heute glauben.

    Das ist die Revolution der digital vernetzten Mobilität, die bisher verkannt wird - es handelt sich um öffentlichen Individual-Nahverkehr.


    Die Gesellschaft beginnt, die Alternativlosigkeit bisheriger Technologien infrage zu stellen. Zum Beispiel die des eigenen Autos. Jeder Meter, der mit E-Scootern oder Fahrrädern zurückgelegt wird, erhöht den Druck auf das Transportsystem "eigenes Auto", auf dessen Altar sich im 20. Jahrhundert sämtliche Städte selbst geopfert haben.

    Sascha Lobo stellt in dieser Episode die Frage: Wie gelangen wir endlich zur E-Scooter-gerechten Stadt?

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 4 min
  • Schule der Zukunft: Weniger Bildung für die nächste Schüler-Generation!
    Sascha Lobo fordert: Weniger Bildung für die Schule! Und mehr Erziehung. Der Mülheimer Fall der Schulkinder, die eine Frau vergewaltigt haben sollen, zeigt das Versagen der Eltern. Es sagt aber auch etwas über Funktion und Möglichkeiten des Schulsystems aus. Das Bundesverwaltungsgerichts stellt einen schulischen Erziehungsauftrag fest.

    Während also die Schule der Zukunft stärker Erziehung in den Fokus nehmen muss, um Integrationsleistungen aller Art zu erbringen, ist ein Teil der Aufgaben aus ihrer Verantwortung herausdiffundiert - durch die Lernenden selbst. Die Jugendlichen bilden sich über YouTube Vorlesungen.

    Sascha Lobo diskutiert in dieser Episode vor allem mit Schülerinnen und Schülern, was Schule im Digitalzeitalter leisten kann und muss.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 12 min
  • Die Methode von der Leyen: Inszenieren, emotionalisieren, die Realität ausblenden
    Ursula von der Leyen soll Präsidentin der Europäischen Kommission werden. Ein Blick in die Vergangenheit lohnt, um ihren Politikstil und ihre Methoden näher kennenzulernen.

    Beim Beispiel der Netzsperren - dem sogenannten "Zugangserschwerungsgesetz" - lässt sich ab Frühjahr 2009 nicht mehr verbergen, dass von der Leyen konzeptlos vorgegangen ist. Die meisten Fachleute raten ab. Trotzdem: Das "Zugangserschwerungsgesetz" wird von der Großen Koalition im Sommer 2009 verabschiedet. Im Februar 2010 tritt es in Kraft, wird aber auf Erlass umgehend ausgesetzt und schließlich 2011 aufgehoben.

    Retrospektiv ist die größte, netzpolitische Leistung von der Leyens eine indirekte. Sie war Anlass für das bis dahin größte und wirksamste, deutsche Politik-Mem: “Zensursula”. Ohne dieses Mem wäre der Protest - der auch zur Aufhebung des Gesetzes geführt hat - kaum so erfolgreich gewesen.

    In dieser Episode bespricht Sascha Lobo anhand der Kommentare aus dem SPIEGEL ONLINE-Forum die Personalie Ursula von der Leyen.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    57 min
  • Anleitung in 20 Schritten: So verschieben Sie eine Debatte nach rechts
    Selbst Konservative sagen inzwischen, dass der Mord an Walter Lübcke auch eine Folge aufgeheizter, rechter Kommunikation ist. Dahinter steht die Analyse, dass sich die öffentliche Debatte nach rechts verschoben hat - aber wie funktioniert das eigentlich? Sascha Lobo gibt in seiner letzten Kolumne eine “Anleitung in 20 Schritten: So verschieben Sie eine Debatte nach rechts”. In dieser Episode bespricht Lobo gemeinsam mit der Taz-Journalistin Malaika Rivuzumwami die Reaktionen im SPON-Forum.

    Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY

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    1 hr 20 min

About Lobo – Der Debatten-Podcast

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Der Debatten-Podcast von Sascha Lobo erscheint wöchentlich sonntags und befasst sich mit kontroversen Themen rund um Soziale Medien, Überwachungstechnologie, Digitalisierung, Internet und Social…

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