Das ist sie wieder. Mit einem angekündigten Anschlag im nordirischen Londonderry, der keine Menschenleben forderte, hat sich die IRA zurückgemeldet. Doch wer genau sich hinter dem Namen "Neue IRA“ verbirgt, ist noch unklar. Von den fünf festgenommenen Verdächtigen jedenfalls sind vier inzwischen wieder auf freiem Fuß. Vize-Polizeipräsident Mark Hamilton sagte, die Neue IRA sei "klein, weitgehend unrepräsentativ und darauf ausgerichtet, Menschen wieder dorthin zurück zu bringen, wo sie nicht hin wollen." Dieser Anschlag allerdings ist kein Einzelfall. Immer wieder kam es zu Auseinandersetzungen, trotz des Karfreitagsabkommens vor 20 Jahren, das den blutigen Konflikt in Nordirland beendete. Dabei stehen katholische Nationalisten, die eine Vereinigung mit Irland anstreben, protestantischen Unionisten gegenüber, die weiterhin zu Großbritannien gehören wollen. Aber ändert sich das nach dem Brexit und ist dieser Anschlag nun eine Antwort auf die Frage, ob der Brexit die Gewalt an der inneririschen Grenze wieder aufleben lässt?