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Die wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie sind laufendes Thema in allen Medien. Dramatischer Anstieg der Arbeitslosenzahlen, Kurzarbeit, viele Betriebe und EPUs sind in großen Schwierigkeiten. In dieser Sendung beschäftigen wir uns anhand eines Artikels in der „Presse“ mit der Frage, wie sich die Pandemie auf die materielle Situation der Menschen in den ärmeren Ländern auswirkt. Hunderte Millionen Kinder können seit Monaten keine Schule besuchen, für Millionen Menschen, die keine sozialstaatliche Unterstützung bekommen, bedeutet die Pandemie eine dramatische Verschärfung der Armutssituation.
Nach der Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria auf der greichischen Insel Lesbos durch einen Brand waren ca. 13 000 Menschen ohne Obdach. Laute Rufe nach Verteilung dieser Menschen auf dem europäischen Festland ertönten, zumindest Minderjährige und Mütter mit Kindern sollten menschenwürdig untergebracht werden. Einige europäische Staaten sagten Hilfe zu, die ÖVP lehnte kategorisch jede Aufnahme ab. Wir fragen: was bedeutet es für eine Gesellschaft, deren Regierung Hilfe in offensichtlicher Notlage verweigert? Zeigen sich hier Grundzüge des Barbarischen (Andre Heller)?
Seit geraumer Zeit steigen die Infektionszahlen mit dem Corona Virus weltweit wieder an. Auch in Österreich. Wie jetzt sich verhalten? Wie soll die Politik agieren? Die einen geben sich als Scharfmacher, die anderen als Ignoranten, wieder andere fordern eine fundierte Abwägung von Nutzen und Schaden vor dem Erlassen von neuen Maßnahmen. Fest steht, dass politische Spielchen in dieser Situation keinen Platz haben dürfen. Es braucht ein gutes Zusammenspiel von Politik und Eigenverantwortung der Menschen.
In dieser Sendung sprechen wir über das Buch von Lukas Buchholz „Kogi – wie ein Naturvolk unsere moderne Welt inspiriert“. Der Autor hat viele Länder und Kulturen bereist und unter anderem festgestellt, dass sich die Lebensziele der Menschen weltweit sehr angeglichen haben. Gleichzeitig gibt es verschiedene Naturvölker, die diese Angleichung nicht vollzogen haben und ihr Leben gemäß ihren Traditionen und Riten leben. Wieweit können diese Völker und Kulturen Inspiration sein für unsere moderne Welt mit ihrer sozial – ökologischen Krise?
In dieser Sendung beschäftigen wir uns mit Aussagen der indigenen brasilianischen Schauspielerin und Aktivistin Kay Sara sowie des Volkes der Kogi, das im kolumbianischen Hochland lebt. Beides sind dringende Appelle an die westlichen Gesellschaften, die von Menschen kommen, die in einer anderen, naturverbundenen Welt leben. Angesichts der dramatischen Weltlage meinen wir, dass diese Appelle gehört und befolgt werden müssen. Kay Sara: „Es ist Zeit, zuzuhören!“
Verschwörungstheorien sind ein Phänomen, das zu allen Zeiten mehr oder weniger anzutreffen ist. Zurzeit scheinen sie allerdings eine gewisse Konjunktur zu haben. Wir gehen dieser Form der Welterklärung ein Stück weit auf den Grund. Welche Formen dieser „Theorien“ gibt es? Wie sind sie aufgebaut? Auf welchem Boden sprießen sie bevorzugt und was sind ihre Ziele und Funktionen?
Was eigentlich ist Politik? Welchen Dynamiken unterliegt Politik? Welche Rolle spielen alternative Projekte auf diesem Feld? Wir lassen auch Albert Einstein zu Wort kommen, der für ein ausgeglichenes Verhältnis von Geben und Empfangen im gesellschaftlichen Kontext eintrat. Und Genügsamkeit sollte aus seiner Sicht ein leitender Wert sein.
Ein rundes halbes Jahr nach Beginn der Corona Pandemie fragen wir, welche Themen und Problemstellungen derzeit das politische Feld prägen. Die Themen Klimakrise und Migration wurden in den Hintergrund gedrängt, andere Themen stehen im Vordergrund. Zentral dabei sicher die Fragen rund um den Umgang mit den Folgen der Pandemie sowie die brennende Thematik der Zukunftsperspektiven: zurück zum Bisherigen oder tiefgreifender Wandel zu neuen Modellen und Systemen? Welche Rolle spielt die Frage der sozialen Gerechtigkeit? Welche Rolle spielen rechtspopulistische Kräfte? Welche Rolle spielen die traditionellen Parteien?
In Fortsetzung der Sendung der vorigen Woche werden weitere Aspekte unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems im Kontext des Verhaltens der Gier besprochen. Gier als Suchtverhalten, Gier als ein Teil der menschlichen Natur, Gier als eines der Hauptlaster nach Interpretation frühchristlicher Wüstenmönche, Gier als Grundlage des „Raubtierkapitalismus“.
Immer öfter wird das gegenwärtige Weltwirtschaftssystem als ein System der Gier beschrieben. Ein System, das auf Wachstum aufbaut und die Repräsentanten von Unternehmen systematisch zwingt, Produktivität und Profite zu steigern, Kosten zu senken. Zum Erfolg verdammt. Aber: Erfolg und Glück sind nicht dasselbe. Erfolg mag sich kurzfristig duch Gier einstellen, Glück nicht. Dazu braucht es gelungene Kooperation. Ist eine grüne Partei in Regierungsverantwortung in diesem Sinne Anlass zu Hoffnung?
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