Maschinenraum

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Maschinenraum episodes

  • Wahlkampfpodcast '25 - Folge 3
    In der letzten Bundestagsdebatte vor der Wahl flogen die Fetzen. Wer hat das erste TV-Duell gewonnen?
    • Host und Gäste

      • Konrad Göke (Host), Chefredakteur von Politik und Kommunikation.
      • Wigan Salazar, Chef der Agentur MSL.
      • Kajo Wasserhövel, Wahlkampfberater (Elephantlogic).
      • Torben Werner, Herausgeber von Politik und Kommunikation.
      • Inhalt

      • Bundestagsdebatte vor der Wahl [00:00:11]

        • Kajo Wasserhövel hebt die Rede von Kevin Kühnert hervor [00:01:51].
        • Wigan Salazar empfand die Reden von Scholz und Merz als "zerfasert" [00:02:48].
        • Merz' Breitseite gegen Scholz ("Was war das denn?") wurde von der Süddeutschen Zeitung aufgegriffen [00:03:21].
        • Torben Werner fand Kühnerts Rede einen würdigen Abschluss, kritisiert aber die Verwendung von Fachbegriffen [00:04:11].
        • Kajo Wasserhövel betont, dass die Bundestagsdebatte kurz vor der Wahl nicht mehr viel Einfluss auf die Entscheidung der Wähler hat [00:05:41].
        • Das TV-Duell Scholz vs. Merz [00:15:33]

          • Die Diskussion über das TV-Duell wird eingeleitet [00:15:33].
          • Wigan Salazar meint, dass Merz' Strategie, Fehler zu vermeiden, aufgegangen ist [00:15:43].
          • Er fand es bemerkenswert, dass Scholz im Duell den harten Abschieber gab [00:16:14].
          • Kajo Wasserhövel sieht eine Bandbreite bei Scholz, die bisher nicht öffentlich wahrgenommen wurde [00:18:19].
          • Er findet, dass Merz eine Reihe von fachlichen Fehlern gemacht hat, die aber wenig Beachtung finden [00:19:13].
          • Das Duell brachte laut Kajo Wasserhövel keine zusätzliche Dynamik in den Wahlkampf [00:19:55].
          • Die Umfrage des ZDF, die nur Duell-Zuschauer befragte, ist laut Konrad Göke nicht repräsentativ [00:20:30].
          • Wigan Salazar fand es interessant, dass viele erwartet hatten, dass Merz im Duell in Führung gehen würde [00:21:25].
          • Torben Werner findet die Ergebnisse des Duells zu eng beieinander [00:22:48].
          • Vierer-Duell mit Habeck und Weidel [00:24:16]

            • Die Experten sprechen über das kommende Vierer-Duell mit Robert Habeck und Alice Weidel [00:24:16].
            • Wigan Salazar sieht einen strukturellen Vorteil für Weidel in diesem Format, da sich die anderen drei Kandidaten von ihr abgrenzen müssen [00:25:11].
            • Kajo Wasserhövel betont die Notwendigkeit für Scholz, seine Botschaften präzise zu vermitteln [00:27:01].
            • Er hofft, dass Merz sich auf seine politischen Ziele fokussiert und keine Details von Gewalttaten schildert [00:29:15].
            • Die Rolle der Linkspartei im Wahlkampf [00:29:51]

              • Die Experten diskutieren die Rolle der Linkspartei, die in Umfragen auf 6% gestiegen ist [00:30:06].
              • Torben Werner sieht einen Zusammenhang zwischen dem Aufstieg der Linken und der Migrationsdebatte, die von Friedrich Merz angestoßen wurde [00:30:33].
              • Er erwähnt die Heimatlosigkeit linker Wähler bei SPD und Grünen [00:31:15].
              • Die Rolle von Heidi Reichenek, die offenbar viele junge Wähler anspricht, wird besprochen [00:31:50].
              • Kajo Wasserhövel sieht auch einen Zusammenhang mit dem Abrutschen des BSW [00:33:44].
              • Er merkt an, dass SPD und Grüne beim Thema Migration eine Flanke aufgemacht haben [00:34:00].
              • Wigan Salazar betont die gute Kommunikation der Linkspartei [00:35:57].
              • Er sieht auch Themen wie Gaza als Gründe für den Aufstieg der Linken [00:36:08].
              • 39 min
              • p&k LIVE #2: Der Wahlkampf aus Sicht der Profis
                Erfahrene Wahlkampfmanager diskutieren darüber, welche Kampagnen sie überzeugen - und was sie bei allen vermissen

                Host : Tobias Schmidt, Autor von Politik und Kommunikation und Manager des Politikportfolios der Quadriga.

                Gäste:

                • Hans Langguth, CEO der Hirschen Group
                • Sebastian Turner, Herausgeber von Table Briefings
                • Matthias Machnig, langjähriger Staatssekretär und Landesminister
                • Thematische Inhaltsabschnitte:

                  00:00:49 Rückblick auf die Ära Schröder/Fischer und die erste rot-grüne Koalition

                  • Hans Langguth betont, dass die damaligen Herausforderungen kaum mit den heutigen zu vergleichen sind.
                  • Er hebt hervor, dass die Protagonisten auf rot-grüner Seite damals schon viel für den Wahlkampf mitgebracht haben.
                  • 00:03:01 Die Revolutionierung des Wahlkampfs in den 1990er-Jahren

                    • Matthias Machnig sieht eine Professionalisierung des Wahlkampfs in den 90ern, die er heute vermisst.
                    • Er kritisiert den aktuellen Wahlkampf als inhaltsleer und themenlos.
                    • Die veränderte Medienlandschaft mit der Bedeutung von Social Media wird als wesentlicher Unterschied zu früheren Wahlkämpfen hervorgehoben.
                    • 00:05:10 Anekdoten und Erfahrungen aus vergangenen Wahlkämpfen

                      • Sebastian Turner stellt klar, dass Scholz und Friends nie Wahlkampfwerbung gemacht hat.
                      • Er berichtet von einer Anzeige mit Angela Merkel, die auf Natürlichkeit setzte.
                      • Turner teilt seine Erfahrungen aus einem Oberbürgermeister-Wahlkampf.
                      • 00:07:07 Die Gewollte Unprofessionalität im Wahlkampf

                        • Sebastian Turner erklärt, dass vieles, was unprofessionell wirkt, oft gewollt ist und die Verankerung der Parteien in der Bevölkerung widerspiegelt.
                        • Er betont die vielen Machtzentren in Parteien und die Schwierigkeit, diese konzertant zu steuern.
                        • Die Medien spielen eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung von Ambivalenzen.
                        • 00:08:57 Negative Dynamik in den Sozialen Medien

                          • Sebastian Turner sieht eine Gefahr im Negativismus der sozialen Medien, der den Verschleiß von Institutionen und Repräsentanten beschleunigt.
                          • Er fragt, ob es aufgrund dieser Dynamik unmöglich geworden ist, wiedergewählt zu werden.
                          • 00:11:13 Segmentierte Teilöffentlichkeiten und die Notwendigkeit von Programm und Performance

                            • Matthias Machnig widerspricht der These, dass segmentierte Teilöffentlichkeiten etwas Neues seien.
                            • Er betont die Notwendigkeit, unterschiedliche Wählergruppen zu einem Bündnis zusammenzuführen.
                            • Machnig fordert, dass Person, Programm und Performance einer Partei zusammenpassen müssen.
                            • Er lobt das Merkel-Rhombus als wunderbares Symbol, um Dinge zusammenzuholen.
                            • Kampagnen funktionieren gut, wenn ein Momentum vorhanden ist.
                            • 00:14:55 Die Schwierigkeit der Steuerung von Wahlkämpfen und die Eigendynamik der Bevölkerung

                              • Sebastian Turner räumt ein, dass die Steuerung von Wahlkämpfen immer schwierig war, aber die Eigendynamik aus der Bevölkerung heraus und die Steuerbarkeit durch Bots die Situation zusätzlich verkomplizieren.
                              • 00:17:11 Sehnsucht nach zentraler Steuerung von Botschaften

                                • Hans Langguth nimmt eine Sehnsucht nach zentraler Steuerung von Botschaften bei Wahlkämpfern wahr.
                                • Sebastian Turner sieht den Kandidaten-Malus und den Negativismus als Problem der neuen Mediensituation.
                                • 00:18:19 Äußere Umstände und die Regierungsbilanz als entscheidende Faktoren

                                  • Tobias Schmidt wirft die Frage auf, ob die äußeren Umstände und die wirtschaftliche Lage nicht auch eine Rolle spielen.
                                  • Hans Langguth zitiert Jürgen Roth: "80 % der Leute wollen einfach gut regiert werden".
                                  • 00:20:30 Politische Zyklen und die Fehler der Ampel-Regierung

                                    • Matthias Machnig analysiert den Merkel-Zyklus und die besonderen Umstände, die zu ihrem Erfolg führten.
                                    • Er kritisiert die Ampel-Koalition für ihre vermeintliche Fortschrittlichkeit und die fehlende realistische Einschätzung der Lage.
                                    • Die Vorstellung, Koalitionsverträge für vier Jahre im Voraus zu machen, sei apolitisch.
                                    • 00:23:53 Aktuelle Kampagnen aus der Expertenperspektive

                                      • Tobias Schmidt fragt nach Kampagnen, die den Dreiklang aus Person, Programm und Performance erfüllen.
                                      • Hans Langguth lobt die handwerklich gut gemachten Plakate der FDP, bemängelt aber das fehlende Produktversprechen.
                                      • Er sieht die Grünen im Response-Digital gut aufgestellt und die AfD erntet die Früchte ihrer langjährigen TikTok-Strategie.
                                      • Die Linke profitiert von TikTok und der Zusammenstellung ihrer Spitzenkandidaten.
                                      • Sebastian Turner hält die Kampagne von Sahra Wagenknecht für handwerklich beeindruckend, lehnt aber die Inhalte ab.
                                      • 00:28:56 Fehlende Kampagnen und die Benennung der Herausforderungen

                                        • Matthias Machnig sieht überhaupt keine überzeugende Kampagne und kritisiert das Fehlen von Themen.
                                        • Er zitiert Moritz Schularick, der die 2020er-Jahre als die schwierigsten Jahre in der bundesdeutschen Wirtschaftsgeschichte bezeichnet.
                                        • Machnig zitiert Angus Deaton, der kritisiert, dass die Demokratie seit Jahrzehnten nicht mehr das liefert, was sie verspricht.
                                        • Die CDU macht mit dem Begriff Politikwechsel zumindest einen Punkt, da viele Menschen das Gefühl haben, es muss sich etwas ändern.
                                        • 00:32:09 Demokratiefragen und die Polarisierung der Gesellschaft

                                          • Matthias Machnig thematisiert die Frage, ob sich Wähler für Vorschläge entscheiden, die europapolitisch und rechtlich nicht machbar sind.
                                          • Er sieht eine mögliche Mobilisierung der "Demokratie-Freunde" als Gegengewicht.
                                          • Machnig prognostiziert ein Parlament mit vielen Parteien und eine schwierige Regierungsbildung.
                                          • Die Parteien leisten aus seiner Sicht keinen Beitrag, den Leuten mehr Gewissheit, mehr Klarheit und mehr Orientierung zu geben.
                                          • 00:35:22 Marktzutrittskosten für Parteien und die Repräsentanzkrise

                                            • Sebastian Turner sieht die Marktzutrittskosten für Parteien als erstaunlich gefallen an.
                                            • Hans Langguth betont die Repräsentanzkrise und wünscht sich, dass möglichst viele Stimmen im Parlament vertreten sind.
                                            • Sebastian Turner kritisiert die Hegemonie der Akademikerkinder in den Parlamenten und das Fehlen von Handwerkern und anderen Berufsgruppen.
                                            • 00:40:24 Parlamentarische Debatten und die Diskrepanz zwischen Aufwand und Ergebnis

                                              • Matthias Machnig bemängelt die Intensität parlamentarischer Debatten, die in keinem Verhältnis zum Ergebnis stehen.
                                              • Er zitiert Marseille: Ziele und Möglichkeiten müssen miteinander in Verbindung stehen.
                                              • Der Eindruck entsteht, dass Ziele und Möglichkeiten nicht mehr korrespondieren.
                                              • 00:42:48 Binnenkommunikation der Verhandlung wird öffentlich

                                                00:44:07 Deutsche Einheit als Beispiel

                                                00:47:35 Blick auf 2029 und die Notwendigkeit einer Einigung der Parteien der Mitte

                                                00:51:26 Lehren aus der Ampel-Zeit und Prioritäten für die Zukunft

                                                00:55:40 Abschlussworte und Appell für eine neue Fortschrittskoalition

                                                57 min
                                              • Wahlkampfpodcast '25 - Folge 2
                                                Friedrich Merz hat schwierige zwei Wochen hinter sich. Am Sonntag steht das erste TV-Duell Scholz vs. Merz an.
                                                • Host und Gäste
                                                  • Konrad Göke (Host), Chefredakteur von Politik und Kommunikation.
                                                  • Wigan Salazar, Chef der Agentur MSL.
                                                  • Kajo Wasserhövel, Wahlkampfberater (Elephantlogic).
                                                  • Torben Werner, Herausgeber von Politik und Kommunikation.
                                                  • .

                                                    • Kritik an Friedrich Merz
                                                      • Die Presse hat Friedrich Merz kritisiert [00:01:20].
                                                      • Wigan Salazar sieht unterschiedliche Bewertungen von Friedrich Merz in verschiedenen Medien [00:01:45].
                                                      • Kajo Wasserhövel findet, dass Friedrich Merz in einer Zeit großer Verunsicherung das Steuer verrissen hat [00:06:08].
                                                      • Die Rolle der Demonstrationen im Wahlkampf
                                                        • Kajo Wasserhövel betont, dass Gewalt und Drohung kein Mittel der Auseinandersetzung sein dürfen [00:03:59].
                                                        • Kajo Wasserhövel verweist auf eine Entgrenzung in der politischen Auseinandersetzung, die übers Netz aufgeheizt wird [00:04:07].
                                                        • Kajo Wasserhövel erinnert an den Bundestagswahlkampf 1980 und die Mobilisierung von Gegenprotesten [00:13:03].
                                                        • Wigan Salazar hält die Politisierung für nicht so schlimm, weil sie auf beiden Seiten mobilisiert [00:16:04].
                                                        • Der Migrationsplan der Grünen
                                                          • Torben Werner ist der Meinung, dass Robert Habeck eine Rolle in der Diskussion spielen muss, auch wenn es kontrovers ist [00:20:01].
                                                          • Torben Werner würde den Grünen raten, sich von den jungen Grünen zu distanzieren, wenn sie weiterhin mitregieren wollen [00:20:53].
                                                          • Das TV-Duell zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz
                                                            • Wigan Salazar sieht das TV-Duell als Chance für Friedrich Merz, die Dämonisierung zu durchbrechen [00:21:37].
                                                            • Wigan Salazar betont, dass Scholz nicht zu unterschätzen ist [00:22:00].
                                                            • Kajo Wasserhövel erwartet keine großen Überraschungen von Scholz und Merz [00:23:33].
                                                            • Kajo Wasserhövel glaubt, dass die Gefahrenbeurteilung bei Merz höher ist als bei Scholz [00:23:56].
                                                            • Kajo Wasserhövel über Friedrich Merz: "Ich denke da ans Herz für Kinder oder was auch immer. Also wo irgendwie eine offene Situation ist und nicht gescripted. Und was macht er denn da jetzt eigentlich ne so und wie reagiert er wenn unter Druck ist" [00:24:14].
                                                            • Ausblick auf die kommenden Wochen
                                                              • Torben Werner glaubt, dass Christian Lindner eine Überraschung braucht, um seine politische Karriere zu retten [00:30:34].
                                                              • Wigan Salazar sieht die höchste Wahrscheinlichkeit für eine Überraschung bei Donald Trump [00:31:16].
                                                              • Kajo Wasserhövel sieht eine Destabilisierungskampagne einer ehemaligen Supermacht und betont die Notwendigkeit einer starken, handlungsfähigen Regierung [00:31:43].
                                                              • 35 min
                                                              • p&k LIVE #1: Migration, Koalitionen und die Rolle der Jugend
                                                                Junge Polit-Aktive diskutieren über die aktuelle politische Lage, Migrationspolitik und die Herausforderungen des Wahlkampfs 2025"
                                                                • Host und Gäste im Quadriga Café:
                                                                  • Tobias Schmidt ist Autor für politik&kommunikation und Manager des Politik- und Public Affairs-Portfolios von Quadriga.
                                                                  • Clara von Nathusius ist Bundesschatzmeisterin der Jungen Union.
                                                                  • Cord Schulz ist Büroleiter von Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP).
                                                                  • Dario Schramm (SPD) ist Public Affairs Manager der Lernplattform Simple Club.
                                                                  • Bewertung des Vorgehens von CDU/FDP und AfD in der Migrationspolitik [00:02:37]
                                                                    • Die Gäste bewerten die letzte Woche im Bundestag, wo ein CDU-Antrag zur Migrationspolitik mit Stimmen der AfD angenommen, aber später gescheitert ist.
                                                                    • Clara Nathusius argumentiert, dass eine Wende in der Migrationspolitik notwendig sei, trotz der Kontroverse.
                                                                    • Dario Schramm betont die Notwendigkeit von Kompromissen und kritisiert die gemeinsame Abstimmung mit der AfD.
                                                                    • Cord Schulz hinterfragt den Wert der Aktion, da die Union wusste, dass sie scheitern würde.
                                                                    • Alle sind sich einig, dass die demokratische Mitte versagt hat, eine Antwort auf die Migrationsfrage zu finden.
                                                                    • Strategie im Wahlkampf [00:08:12]
                                                                      • Die Reaktionen der SPD und Grünen auf das Vorgehen der CDU werden diskutiert.
                                                                      • Dario Schramm betont, dass die Empörung nicht nur ein Wahlkampfmanöver sei, sondern eine tiefe politische Überzeugung gegen die Zusammenarbeit mit Rechtsextremisten.
                                                                      • Clara von Nathusius verteidigt den Schritt der Union in der Migrationspolitik.
                                                                      • Cord Schulz kritisiert die Kommunikation der Union.
                                                                      • Interne Konflikte und die Rolle der Parteiführung [00:11:57]
                                                                        • Die Diskussion dreht sich um die Zerrissenheit innerhalb der Parteien. Cord Schulz erwähnt die Uneinigkeit in der FDP.
                                                                        • Clara von Nathusius sieht eine Geschlossenheit innerhalb der Union trotz Kritik von einzelnen Politikern.
                                                                        • Dario Schramm kritisiert die mangelnde Unterstützung für die eigenen Positionen durch die Partei.
                                                                        • Die Rolle der FDP und Koalitionsoptionen [00:17:37]
                                                                          • Die interne Zerrissenheit der FDP und ihre Position in der Migrationspolitik werden diskutiert.
                                                                          • Cord Schulz betont, dass die FDP für Rechtssicherheit steht und eine klare Position hat und spricht sich gegen eine "Ausschließeritis" bei Koalitionsgesprächen aus.
                                                                          • Die Frage nach potenziellen Koalitionen und deren Stabilität wird aufgeworfen.
                                                                          • Deutschlandkoalition und die Rolle der Opposition [00:23:44]
                                                                            • Die Möglichkeit einer Deutschlandkoalition wird diskutiert.
                                                                            • Dario Schramm äußert Bedenken, dass eine große Koalition die AfD stärken könnte.
                                                                            • Clara Nathusius betont die Notwendigkeit von schnellen Veränderungen, um die AfD nicht weiter zu stärken.
                                                                            • Wirtschaftspolitik und die Notwendigkeit von Veränderungen [00:28:28]
                                                                              • Die Wirtschaftspolitik wird als ein zentrales Thema für die Wähler identifiziert.
                                                                              • Clara von Nathusius betont die Notwendigkeit radikaler Veränderungen im Bereich der Wirtschaftspolitik.
                                                                              • Cord Schulz sieht Unterschiede zwischen FDP und Union in der Wirtschaftspolitik.
                                                                              • Kanzlerkandidaten und mangelnde Begeisterung [00:32:13]
                                                                                • Die Diskussion wechselt zur Rolle der Kanzlerkandidaten und mangelnder Begeisterung.
                                                                                • Dario Schramm beklagt, dass es keinen Kandidaten mit Charisma gibt.
                                                                                • Clara von Nathusius und Cord Schulz sehen bei einigen Politikern Führungsstärke.
                                                                                • Politikverdrossenheit und die Rolle der sozialen Medien [00:39:04]
                                                                                  • Es wird festgestellt, dass es in Deutschland eine Sehnsucht nach klaren Führungspersönlichkeiten gibt.
                                                                                  • Dario Schramm und Clara von Nathusius betonen die Komplexität von Politik und die Schwierigkeit, die Bevölkerung zu erreichen.
                                                                                  • Die Notwendigkeit, die Leute vor Ort zu erreichen und soziale Medien zu nutzen wird angesprochen.
                                                                                  • Die Bedeutung von Infoständen wird diskutiert.
                                                                                  • Einigkeit und Streit in der Politik [00:43:26]
                                                                                    • Die unterschiedlichen Haltungen der Parteien, und ein Reinigungsprozess werden betont.
                                                                                    • Die unterschiedlichen Positionen in der SPD werden erwähnt.
                                                                                    • Blick in die Zukunft: Die Rolle der Jugend [00:46:42]
                                                                                      • Die zunehmende Überalterung des Bundestags wird thematisiert.
                                                                                      • Es wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, junge Menschen für politische Arbeit zu gewinnen.
                                                                                        • Clara von Nathusius betont die Möglichkeit auch außerhalb von Parteien Politik zu gestalten.
                                                                                        • Cord Schulz kritisiert den harten Alltag von Politikern.
                                                                                        • 57 min
                                                                                        • Wahlkampfpodcast '25 - Folge 1
                                                                                          Wie die Anträge der Union zur Migration den Wahlkampf verändern

                                                                                          Host und Gäste:

                                                                                          • Konrad Göke (Host), Chefredakteur des Magazins "politik&kommunikation"
                                                                                          • Kajo Wasserhövel, politischer Kommunikationsberater und mehrfacher SPD-Wahlkampfmanager
                                                                                          • Wigan Salazar, Chef der Agentur MSL
                                                                                          • Torben Werner, Herausgeber von "politik&kommunikation"
                                                                                          • Inhalt

                                                                                            • Bundestagsdebatte und ihre Auswirkungen
                                                                                              • Die Union hat mit Stimmen der AfD einen Antrag zur Verschärfung der Migrationspolitik durchgebracht [ca. 00:00:26].
                                                                                              • Wigan Salazar sieht drei Perspektiven auf die "Brandmauer" zur AfD: sie steht, sie ist eingerissen, oder sie wurde zum Wanken gebracht [ca. 00:02:20].
                                                                                              • Kajo Wasserhövel findet, die Union hätte ohne diese Aktion im Wahlkampf erfolgreicher sein können [ca. 00:04:12].
                                                                                              • Die Entscheidung der Union habe eine Mobilisierung bei SPD und Grünen ausgelöst [ca. 00:05:26].
                                                                                              • Verantwortung und Vertrauen
                                                                                                • Hat die Union durch die Annahme der AfD-Stimmen oder haben SPD und Grüne durch mangelnde Gesprächsbereitschaft die Situation verursacht? [ca. 00:06:59].
                                                                                                • Torben Werner sieht die Verantwortung vor allem bei Friedrich Merz, der dadurch Vertrauen verloren und seine Partei gespalten habe [ca. 00:07:26].
                                                                                                • Auch SPD und Grüne tragen laut Werner Mitverantwortung, da sie sich in den letzten Jahren zu wenig um die bürgerliche Mitte gekümmert hätten [ca. 00:08:54].
                                                                                                • Wahlkampfstrategien
                                                                                                  • Wasserhövel glaubt, die CDU sei aus ihrem "Schlafwagen-Wahlkampf" ausgebrochen [ca. 00:04:27]. Für SPD und Grüne sei die aktuelle Lage eine Herausforderung [ca. 00:03:55].
                                                                                                  • Wasserhövel sieht die Gefahr, dass Ereignisse, die die Menschen tief berühren, in den Wahlkampf hineingezogen werden könnten [ca. 00:05:52].
                                                                                                  • Salazar betont, dass die Union das Thema Wirtschaft in den Vordergrund stellen muss [ca. 00:31:31].
                                                                                                  • Emotionen in der Politik
                                                                                                    • Werner findet die erste Reaktion von Friedrich Merz auf die Ereignisse gut, da sie authentische Emotionen zeigte [ca. 00:14:14].
                                                                                                    • Politik sollte laut Werner auch Emotionen beinhalten, da sie ansonsten Menschen verliere [ca. 00:15:15].
                                                                                                    • Die Rolle von Donald Trump und Elon Musk
                                                                                                      • Wasserhövel sieht in der Unterstützung der AfD durch Elon Musk eine Gefahr für die Demokratie [ca. 00:21:28].
                                                                                                      • Die Parteien sollten sich laut Salazar nicht zu sehr auf Trump konzentrieren, sondern ihre eigenen Stärken betonen [ca. 00:25:41].
                                                                                                      • Mögliche Überraschungen und das Ende des Wahlkampfs
                                                                                                        • Die Experten sind sich einig, dass noch viel passieren kann und es Überraschungen geben wird [ca. 00:10:14].
                                                                                                        • Wasserhövel betont die Bedeutung von Vertrauen und Direktansprache im Wahlkampf [ca. 00:30:21].
                                                                                                        • Salazar sieht eine mögliche Stärkung der Linken im Windschatten der aktuellen Ereignisse [ca. 00:32:18].
                                                                                                        • Die Wähler tendieren dazu, ein unklares Mandat zu vergeben [ca. 00:32:49].
                                                                                                        • 35 min
                                                                                                        • 07 - Die stv. Regierungssprecherin über Deepfakes und die Verteidigung der Demokratie
                                                                                                          Interview mit Christiane Hoffmann vom Kommunikationskongress in Berlin

                                                                                                          Gast: Christiane Hoffmann, stellvertretende Regierungssprecherin der Bundesregierung

                                                                                                          Host: Judit Čech, Redakteurin politik&kommunikation
                                                                                                          Aufzeichnungsort: Kommunikationskongress in Berlin

                                                                                                          Zentrale Themen und Thesen:

                                                                                                          • Deepfakes und Satire: Ausgehend von dem Deepfake-Video von Bundeskanzler Scholz, das ein AfD-Verbot forderte, erklärt Frau Hoffmann die Herausforderungen der Unterscheidung zwischen Satire und gezielter Desinformation, besonders wenn staatliche Insignien missbraucht werden. Die Bundesregierung erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen das Video.
                                                                                                          • Desinformationskampagnen: Groß angelegte Desinformationskampagnen, hauptsächlich aus dem Ausland, zielen darauf ab, die Gesellschaft zu spalten und die Demokratie zu destabilisieren, indem sie das Vertrauen in staatliche Institutionen untergraben.
                                                                                                          • Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und Desinformationsbekämpfung: Frau Hoffmann betont das Spannungsfeld zwischen Meinungs- und Pressefreiheit und dem Vorgehen gegen Desinformation. Die Bundesregierung konzentriert sich auf das frühzeitige Erkennen, die Aufklärung und die Warnung vor Desinformationskampagnen, insbesondere in Zusammenarbeit mit Plattformen.
                                                                                                          • Rolle Russlands: Russland wird als Hauptquelle von Desinformation identifiziert, verstärkt seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die Desinformation ist Teil der russischen Militärdoktrin und zielt darauf ab, die Unterstützung für die Ukraine in Deutschland zu unterminieren. Narrative wie "Die Ukraine wird von Faschisten beherrscht" oder "Die Ukraine wird den Krieg sowieso verlieren" werden gezielt verbreitet.
                                                                                                          • Bekämpfung von Desinformation: Die Bundesregierung hat eine neue zentrale Einheit im Innenministerium zur Bekämpfung von Desinformation gegründet. Diese Einheit arbeitet eng mit anderen Ministerien und dem Auswärtigen Amt zusammen. Vernetzung und Kommunikation sind entscheidend.
                                                                                                          • Langfristige Gefahr: Desinformation stellt eine langfristige Gefahr dar, für die es keine einfache Lösung gibt. Die Bundesregierung sieht sich noch am Anfang im Verständnis der Auswirkungen von Desinformation auf die Gesellschaft.
                                                                                                          • Internationale Zusammenarbeit: Es gibt eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern, insbesondere Frankreich und Schweden, sowie innerhalb der EU, um Desinformation zu bekämpfen.
                                                                                                          • US-Präsidentschaftswahlen: Das US-Justizministerium hat eine russische Desinformationskampagne im Hinblick auf die US-Präsidentschaftswahlen publik gemacht, wobei Deutschland als besonderes Ziel russischer Desinformation genannt wurde.
                                                                                                          • Israelbezogene Fake News: Israelbezogene Fake News sind weniger staatlich organisiert und kleinteiliger als die russische Desinformation. Die Schwierigkeit liegt im Nachweis der Quelle solcher Falschinformationen.
                                                                                                          • Stärkung des Vertrauens in staatliche Institutionen [00:22:26]: Das Bundespresseamt setzt auf transparente und barrierearme Kommunikation. Die Bundesregierung ist auf sozialen Medien aktiv, steht aber auch vor schwierigen Abwägungen, z.B. im Umgang mit Twitter/X. Direkter Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern durch Townhall-Formate und Kanzlergespräche ist wichtig.
                                                                                                          • Aufklärung über Desinformation: Aufklärung über Desinformation ist auf allen Ebenen wichtig. Die Bundesregierung arbeitet mit Zivilgesellschaft und NGOs zusammen.
                                                                                                          • Medienkompetenz: Es gibt Programme und Unterstützung für NGOs zur Förderung der Medienkompetenz. Die Bundeszentrale für politische Bildung engagiert sich in diesem Bereich. Desinformation ist nicht nur ein Problem von Jugendlichen, sondern betrifft alle Generationen.
                                                                                                          • Umfrageergebnisse: Umfragen zeigen, dass die meisten Menschen schon einmal Desinformation begegnet sind, aber gleichzeitig glauben, nicht darauf reingefallen zu sein.
                                                                                                          • 20 min
                                                                                                          • 06 - US-Wahlkampf: Zwischen Memes, Messaging und der Macht der Wirtschaft
                                                                                                            Kampagnenexperte Julius van de Laar über den US-Wahlkampf, die Strategien von Trump und Harris und die Rolle der sozialen Medien
                                                                                                            • Gast: Kampagnenberater Julius van de Laar
                                                                                                            • Host : p&k-Redakteurin Judit Čech
                                                                                                            • Ort: Aufgezeichnet auf dem Kommunikationskongress in Berlin
                                                                                                            • I. Die Spitzenkandidaten im Vergleich: Messaging und Zielgruppenansprache (ca. 00:00:10 - 00:02:45):

                                                                                                              • Worauf es im Wahlkampf ankommt: Van de Laar betont, dass es für die Kandidaten entscheidend ist, die Bedürfnisse der Wähler zu verstehen und die eigene Biografie und Positionierung darauf abzustimmen.
                                                                                                              • Die Wirtschaft im Fokus: Laut van de Laar deuten Umfragen darauf hin, dass die Wirtschaft und insbesondere die Inflation die wichtigsten Themen im Wahlkampf sind.
                                                                                                              • "Perception is Reality": Obwohl die US-Wirtschaft im Vergleich zur deutschen Wirtschaft relativ gut dasteht, ist die Wahrnehmung in der Bevölkerung eine andere. Diese Wahrnehmung spielt Trump in die Karten.
                                                                                                              • II. Analyse des TV-Duells: Wer konnte punkten? (ca. 00:02:45 - 00:05:12):

                                                                                                                • "Bauchgefühl vs. Strategie": Van de Laar analysiert das TV-Duell zwischen Harris und Trump und hinterfragt erste Eindrücke.
                                                                                                                • Trumps Strategie: Der Fokus von Trumps Argumentation liegt auf seinen vermeintlichen Erfolgen in der Wirtschaftspolitik und der Diskreditierung von Kamala Harris.
                                                                                                                • Harris' Herausforderung: Van de Laar sieht Harris vor der Herausforderung, eine überzeugende Gegenstrategie zu Trumps Fokus auf die Wirtschaft zu entwickeln.
                                                                                                                • III. Social Media im Wahlkampf: Vom Neuland zur Manipulationsmaschine (ca. 00:05:12 - 00:06:58):

                                                                                                                  • Die Entwicklung der sozialen Medien: Van de Laar zeichnet die Entwicklung der sozialen Medien im US-Wahlkampf nach – von "Neuland" (2008) über "Big Data" (2012) und "Fake News" (2016) bis hin zum "virtuellen Wahlkampf" (2020).
                                                                                                                  • "Influction Point": Im Jahr 2024 sieht van de Laar durch die Kombination von Social Media, Fake News und KI einen Wendepunkt.
                                                                                                                  • "The Power of Memes": Van de Laar analysiert die Rolle von Memes im Wahlkampf und kommt zu dem Schluss, dass sie Trump nutzen, indem sie von wichtigen Themen ablenken.
                                                                                                                  • IV. Der unerwartete Kandidatenwechsel und Trumps juristische Herausforderungen (ca. 00:06:58 - 00:09:41):

                                                                                                                    • "Schock und Neuorientierung": Van de Laar beschreibt die Reaktion des Trump-Lagers auf den unerwarteten Kandidatenwechsel von Biden zu Harris.
                                                                                                                    • Angriffe auf Harris: Van de Laar analysiert die Angriffe der Trump-Kampagne auf Kamala Harris und ihre Glaubwürdigkeit.
                                                                                                                    • "Laserfokus auf Wirtschaft und Inflation": Trump konzentriert sich laut van de Laar weiterhin auf die Themen Wirtschaft und Inflation und bedient dabei einfache Botschaften und Narrative.
                                                                                                                    • Juristische Herausforderungen ohne Wirkung: Van de Laar stellt fest, dass die juristischen Probleme Trumps bisher keinen negativen Einfluss auf seine Kampagne hatten. Im Gegenteil, sie stärken sein Narrativ vom "Deep State".
                                                                                                                    • V. Umgang mit Desinformation, Polarisierung und der "Taylor-Swift-Faktor" (ca. 00:09:41 - 00:17:12):

                                                                                                                      • Russlands Einfluss: Van de Laar verweist auf Berichte über russische Einflussnahme im Wahlkampf zugunsten von Trump.
                                                                                                                      • Harris' Strategie gegen Desinformation: Im Gegensatz zu Hillary Clinton im Jahr 2016 geht Harris nicht auf Trumps Angriffe ein, sondern konzentriert sich auf die Sachthemen.
                                                                                                                      • Die Rolle der Kampagnen im Umgang mit Polarisierung: Van de Laar bezweifelt, dass es die Aufgabe von Wahlkämpfen ist, die Polarisierung in der Gesellschaft zu bekämpfen. Vielmehr sei Polarisierung ein Mittel der Mobilisierung.
                                                                                                                      • Taylor Swift und ihre Bedeutung für den Wahlkampf: Van de Laar analysiert den Einfluss von Taylor Swifts Unterstützung für Harris. Entscheidend sei dabei, ob Swift ihre Reichweite nutzt, um Wähler zu mobilisieren.
                                                                                                                      • VI. Mögliche Überraschungen und unerwartete Entwicklungen im Wahlkampf (ca. 00:17:12 - 00:17:12):

                                                                                                                        • "October Surprises": Van de Laar spricht über mögliche unerwartete Ereignisse, die den Wahlkampf beeinflussen könnten, wie z.B. Skandale oder außenpolitische Krisen.
                                                                                                                        • Trump profitiert von Krisen: Van de Laar ist der Meinung, dass Trump von Krisen profitieren könnte, da er sich als Garant für Stabilität und Sicherheit inszenieren könnte.
                                                                                                                        • Skandale – bereits eingepreist?: Laut van de Laar sind Skandale bei Trump bereits "eingepreist" und haben daher wahrscheinlich keinen Einfluss auf seine Kernwählerschaft.
                                                                                                                        • Entscheidend sind die Unentschlossenen: Van de Laar sieht das Potenzial für Veränderungen bei den Wählern, die noch keine feste Meinung zu Kamala Harris haben.
                                                                                                                        • Hinweis: Die Zeitangaben in den Shownotes sind ungefähre Richtwerte und dienen der groben Orientierung.

                                                                                                                          18 min
                                                                                                                        • 05 - Wie tickt die Mitte Deutschlands?
                                                                                                                          Milieuforscherin Dr. Silke Borgstedt über gesellschaftliche Trends, die Macht der Mitte und die Bedeutung von Begegnungsräumen
                                                                                                                          • Host: Konrad Göke, Chefredakteur des Magazins politik&kommunikation.
                                                                                                                          • Gast: Dr. Silke Borgstedt, Geschäftsführerin des Sinus Instituts.
                                                                                                                          • Ort: Podcast-Box auf dem *Kommunikationskongress in Berlin.
                                                                                                                          • I. Milieus – Ein Modell der Gesellschaft (ca. 00:00:10 - 00:02:32):

                                                                                                                            • Qualitative Ansätze: Beschreibung der qualitativen Methoden der Milieuforschung, die über die reine Zuordnung von Personen zu bestimmten Gruppen hinausgehen.
                                                                                                                            • Die Mitte – ein heterogenes Gebilde: Dr. Borgstedt betont, dass die Mitte kein einheitliches Konstrukt ist und sich aus verschiedenen Gruppen zusammensetzt.
                                                                                                                            • II. Die Macht der Mitte und ihre Zersplitterung (ca. 00:02:32 - 00:07:02):

                                                                                                                              • Die "Normalbürger": Beschreibung des Selbstverständnisses der Mitte als "Normalbürger" und die Bedeutung dieser Gruppe für politische Entscheidungen.
                                                                                                                              • Von der bürgerlichen Mitte zur gespaltenen Mitte: Dr. Borgstedt analysiert den Wandel der bürgerlichen Mitte und die Herausbildung einer nostalgischen und einer modernen Mitte.
                                                                                                                              • Die Sehnsucht nach Sicherheit und Stabilität: Die Bedeutung des Themas Sicherheit für verschiedene Milieus, insbesondere für die Mitte, wird hervorgehoben.
                                                                                                                              • Die übersehene Mitte: Dr. Borgstedt kritisiert, dass die moderne Mitte in der politischen Kommunikation oft übersehen wird.
                                                                                                                              • III. Nachhaltigkeit – Ein Begriff mit Stolperfallen (ca. 00:07:02 - 00:11:09):

                                                                                                                                • Nachhaltigkeit im Mainstream: Diskussion über die Verbreitung des Begriffs "Nachhaltigkeit" und seine Ambivalenz in der öffentlichen Wahrnehmung.
                                                                                                                                • Kommunikationsstrategien: Dr. Borgstedt plädiert dafür, den Begriff "Nachhaltigkeit" in der Kommunikation durch konkrete Benefits für die jeweiligen Milieus zu ersetzen.
                                                                                                                                • Von "Giftfrei" bis "Pioniergeist": Beispiele für die zielgruppengerechte Ansprache verschiedener Milieus beim Thema Nachhaltigkeit, z.B. durch die Betonung von Langlebigkeit und Energieeffizienz für die moderne Mitte oder Pionieraspekte für Performer.
                                                                                                                                • IV. Der Verlust der Begegnungsräume (ca. 00:11:09 - 00:18:15):

                                                                                                                                  • Transnationale Milieus: Diskussion über die Gemeinsamkeiten von Milieus über Ländergrenzen hinweg.
                                                                                                                                  • Die Bedeutung von Begegnungsräumen: Dr. Borgstedt betont die Wichtigkeit von Begegnungsräumen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die demokratische Kultur.
                                                                                                                                  • Der Rückgang zwischenmenschlicher Interaktion: Analyse der Gründe für den Rückgang von Begegnungsräumen, z.B. durch die zunehmende Virtualisierung und den Wegfall von Infrastruktur.
                                                                                                                                  • Mehr als nur "dritte Orte": Kritik an der alleinigen Fokussierung auf die Schaffung neuer "dritter Orte" und die Bedeutung von niedrigschwelligen Angeboten im Alltag.
                                                                                                                                  • V. Wahlkampf und die Ansprache der Mitte (ca. 00:18:15 - 00:20:16):

                                                                                                                                    • Konkrete Lösungen statt leerer Parolen: Dr. Borgstedt appelliert an die Parteien, im Wahlkampf konkrete Lösungen für die Alltagsprobleme der Menschen anzubieten, anstatt auf leere Parolen zu setzen.
                                                                                                                                    • Die Bedürfnisse der Menschen ernst nehmen: Forderung, die Bedürfnisse und Sorgen der Menschen, wie z.B. das Sicherheitsbedürfnis, ernst zu nehmen und zu adressieren.
                                                                                                                                    • Positive Zukunftsbilder zeichnen: Dr. Borgstedt betont die Bedeutung von positiven Zukunftsbildern in der politischen Kommunikation, um Menschen für Veränderungen zu gewinnen.
                                                                                                                                    • Hinweis: Die Zeitangaben in den Shownotes sind ungefähre Richtwerte und dienen der groben Orientierung.

                                                                                                                                      21 min
                                                                                                                                    • 04 - Volt: So machen Newcomer Wahlkampf
                                                                                                                                      Damian Boeselager, EU-Abgeordneter von Volt, spricht über den Erfolg seiner Partei bei der Europawahl, ihre digitale Strategie und ihre Pläne für die Zukunft.

                                                                                                                                      I. Vorstellung und Einordnung (ca. 00:00:10 - 00:02:27):

                                                                                                                                      • Gast: Damian Boeselager, Spitzenkandidat von Volt zur Europawahl 2024 und Mitglied des Europäischen Parlaments.
                                                                                                                                      • Host: Judit Čech, Redakteurin von politik&kommunikation.
                                                                                                                                      • Einordnung: Die paneuropäische Partei Volt erzielt einen beachtlichen Erfolg bei der Europawahl und gewinnt 5 Sitze – 3 davon in Deutschland.
                                                                                                                                      • II. Volts Erfolgsrezept: Ein anderer Wahlkampf (ca. 00:01:02 - 00:06:32):

                                                                                                                                        • "Klein aber fein": Boeselager hebt den Unterschied zwischen Volts Wahlkampf und dem anderer Parteien hervor, insbesondere die schlanke Teamstruktur und den Fokus auf aktiven Wahlkampf.
                                                                                                                                        • Analyse der Konkurrenz: Einordnung der Wahlkampfstrategien anderer Parteien: Zurückhaltung bei CDU/CSU, personenzentrierte Kampagne der FDP, unklares Profil der Grünen und "Anti-Haltung" der AfD.
                                                                                                                                        • Europäische Ausrichtung: Ein gemeinsames europäisches Wahlprogramm und ein einheitliches Branding werden als wichtige Faktoren für den Erfolg in Deutschland und den Niederlanden genannt.
                                                                                                                                        • Digital first: Boeselager betont den Fokus auf digitale Medien im Wahlkampf, insbesondere TikTok, Instagram, und Youtube.
                                                                                                                                        • Mut zur Andersartigkeit: Der Einsatz von Humor und Emotionen, die Ansprache junger Wähler sowie die Bereitschaft, sich von traditionellen Parteien abzuheben, werden als Kern der Kampagne beschrieben.
                                                                                                                                        • III. Parlamentarische Arbeit und Visionen für die Zukunft (ca. 00:06:33 - 00:12:56):

                                                                                                                                          • Disruption im EU-Parlament: Boeselager schildert seine Erfahrungen im EU-Parlament und betont die Möglichkeit, durch gute Argumentation und Kompromissbereitschaft Einfluss zu nehmen.
                                                                                                                                          • Fokus Bundestagswahl: Boeselager selbst ist sich noch nicht sicher, ob er kandidieren wird.
                                                                                                                                          • Politische Schwerpunkte: Thematische Schwerpunkte für die Bundestagswahl sind unter anderem Föderalismus und Digitalisierung, insbesondere die Modernisierung und Effizienzsteigerung staatlicher Strukturen.
                                                                                                                                          • Junge Wähler im Blick: Die Ansprache junger Wähler und die Positionierung als positive Alternative zum Status quo spielen eine wichtige Rolle in Volts Strategie, wie die 9% Zustimmung bei den 16- bis 24-Jährigen zeigen.
                                                                                                                                          • Parteiaufbau: Vorstellung der Parteistruktur in Deutschland: 16 Landesverbände mit eingespielten Teams. Auf europäischer Ebene ist Volt in 28 bis 30 Ländern aktiv, mit unterschiedlichen Entwicklungsgraden.
                                                                                                                                          • Paneuropäische Idee: Boeselager erklärt, wie Volt die Vision eines vereinten Europas im EU-Parlament umsetzt, durch die Bildung einer gemeinsamen Fraktion mit Abgeordneten aus verschiedenen Ländern.
                                                                                                                                          • 14 min
                                                                                                                                          • 03 - Demokratie im Stresstest
                                                                                                                                            Ein Blick auf Parteien, Populismus und die Sehnsucht nach einfachen Antworten
                                                                                                                                            • Gast: Prof. Dr. Benjamin Höhne, Professor für Europäische Regierungssysteme im Vergleich an der TU Chemnitz
                                                                                                                                            • Host: Konrad Göke, Chefredakteur politik&kommunikation
                                                                                                                                            • Höhne forscht und publiziert unter anderem zur Alternative für Deutschland (AfD).
                                                                                                                                            • Zentrale Themen und Thesen:
                                                                                                                                              • Parteien im Wandel:
                                                                                                                                                • Höhne beobachtet eine Krise der Volksparteien. [ca. 00:13:26] Die Bindung zwischen Bürgern und Parteien habe im Laufe der Zeit abgenommen. [ca. 00:11:56]
                                                                                                                                                • Insbesondere in Ostdeutschland seien Parteibindungen schwächer ausgeprägt. [ca. 00:11:56] Ein Grund dafür liege in den Erfahrungen der Menschen in der DDR. [ca. 00:11:56]
                                                                                                                                                • Junge Menschen finden die Arbeit in Parteien häufig unattraktiv. [ca. 00:17:45]
                                                                                                                                                • Höhne plädiert für mehr innerparteiliche Demokratie, um die Partizipation zu fördern. [ca. 00:03:12] Konkret schlägt er vor, Primaries nach US-amerikanischem Vorbild durchzuführen. [ca. 00:19:04]
                                                                                                                                                • Der Aufstieg des Populismus:
                                                                                                                                                • Höhne sieht im Aufstieg des Populismus eine Gefahr für die Demokratie. [ca. 00:26:12]
                                                                                                                                                • Populistische Parteien wie die AfD würden versuchen, sich als einziges Sprachrohr des Volkes zu inszenieren und die Legitimität anderer politischer Akteure zu untergraben. [ca. 00:26:12]
                                                                                                                                                • Populistische Strömungen würden zudem zu einer zunehmende "Versicherheitlichung" von Debatten führen. [ca. 00:22:19] Als Beispiel nennt Höhne das Thema Migration. [ca. 00:22:19]
                                                                                                                                                • Bedeutung der Zivilgesellschaft:
                                                                                                                                                  • Höhne betont die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft für eine funktionierende Demokratie. [ca. 00:15:31]
                                                                                                                                                  • Sie sei ein "Seismograph" für politische Themen und könne rechten Umtrieben entgegenwirken. [ca. 00:23:54], [ca. 00:15:31]
                                                                                                                                                  • Gerade in Ostdeutschland sei die Zivilgesellschaft jedoch oft schwach aufgestellt. [ca. 00:15:31]
                                                                                                                                                  • Repräsentation und Teilhabe:
                                                                                                                                                  • Höhne sieht in Deutschland ein Repräsentationsproblem: Ostdeutsche seien in Führungspositionen unterrepräsentiert. [ca. 00:16:00]
                                                                                                                                                  • Diese fehlende Repräsentation könne dazu führen, dass sich Menschen von der Politik nicht mehr abgeholt fühlen und sich radikalen Strömungen zuwenden. [ca. 00:16:35]
                                                                                                                                                  • Filterblasen und Echokammern:
                                                                                                                                                    • Höhne warnt vor der zunehmenden Abschottung in "Filterblasen". [ca. 00:24:22]
                                                                                                                                                    • In diesen Echokammern würden sich Menschen nur noch mit Gleichgesinnten austauschen und seien für andere Meinungen kaum noch zugänglich. [ca. 00:24:51]
                                                                                                                                                    • Dies stelle eine Gefahr für den demokratischen Diskurs dar.
                                                                                                                                                    • Lösungsansätze:
                                                                                                                                                      • Höhne sieht in politischer Bildung einen wichtigen Schlüssel, um den Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen. [ca. 00:25:46]
                                                                                                                                                      • Es sei wichtig, den Menschen die Bedeutung von Demokratie und Kompromissfähigkeit wieder näherzubringen. [ca. 00:25:46]
                                                                                                                                                      • 29 min

                                                                                                                                                      About Maschinenraum

                                                                                                                                                      From the publisher's feed

                                                                                                                                                      Konrad Göke spricht über die Kommunikation in der politischen Öffentlichkeit. Die Analyse mit seinen Gästen geht eine Ebene tiefer als bei anderen Politikpodcasts. Nicht: Wer hat was gesagt? Sondern:…

                                                                                                                                                      More shows like Maschinenraum

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                                                                                                                                                      Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

                                                                                                                                                      103 Listeners

                                                                                                                                                      Machtwechsel by Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander

                                                                                                                                                      Machtwechsel

                                                                                                                                                      118 Listeners

                                                                                                                                                      Table Today by Table.Briefings

                                                                                                                                                      Table Today

                                                                                                                                                      22 Listeners

                                                                                                                                                      RONZHEIMER. by Paul Ronzheimer

                                                                                                                                                      RONZHEIMER.

                                                                                                                                                      141 Listeners

                                                                                                                                                      POLITICO Berlin Playbook by POLITICO

                                                                                                                                                      POLITICO Berlin Playbook

                                                                                                                                                      16 Listeners