Maschinenraum

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Maschinenraum episodes

  • Fakten zu KI-Fakes im Wahlkampf
    Simon Kruschinski hat ein Tool gebaut, das die Wirkung von KI-Fakes misst. Er verrät, warum der KI-Bildersturm erst beginnt.

    Gast: Dr. Simon Kruschinski, Politikwissenschaftler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er forscht zum Einsatz von KI in politischen Kampagnen und betreibt mit einem interdisziplinären Team das Projekt CampaignTracker.de.

    Host: Konrad Göke, Chefredakteur politik&kommunikation

    Zentrale Themen und Thesen:

    KI im Wahlkampf: Hype vs. Realität

    • [00:02:10.669] Simon Kruschinski erklärt, dass die Befürchtung eines von KI überschwemmten Wahlkampfs ("AI Election Year") 2024 in Deutschland bisher nicht eingetreten ist. Die Nutzung sei eher experimentell als flächendeckend strategisch.
    • [00:03:07.080] Simon Kruschinski beobachtet eher vereinzelte Experimente von Parteien mit KI-generierten Texten, Bildern oder Videos, aber keine umfassende Integration.
    • [00:15:19.610] Simon Kruschinski stellt fest, dass von ca. 70.000 analysierten Social-Media-Beiträgen nur etwa 550 mittels KI erstellt wurden, was den experimentellen Charakter in Deutschland unterstreicht.
    • Erkennung von KI-Inhalten

      • [00:05:03.889] Simon Kruschinski argumentiert, dass die Zugänglichkeit und einfache Bedienbarkeit von KI-Tools (z.B. über ChatGPT statt früher Mid-Journey auf Discord) die Verbreitung von KI-Inhalten (auch offline) erhöht.
      • [00:06:24.040] Simon Kruschinski betont, dass selbst Experten oft Schwierigkeiten haben, KI-generierte Bilder von echten zu unterscheiden, da klassische Fehler (z.B. sechs Finger) immer seltener werden.
      • [00:07:19.819] Simon Kruschinski weist auf ein Dilemma bei der Kennzeichnung hin: Sie hilft zwar bei der Erkennung, kann aber auch dazu führen, dass Menschen gekennzeichneten echten Bildern misstrauen oder negative Bilder eher für KI halten.
      • [00:08:18.000] Simon Kruschinski merkt an, dass zwar noch Artefakte wie "glatte Haut" oder Hintergrundfehler existieren, diese aber durch den technischen Fortschritt bald verschwinden dürften.
      • Das Projekt "Campaign Tracker"

        • [00:09:17.629] Konrad Göke fragt nach dem Projekt Campaign Tracker.
        • [00:09:41.940] Simon Kruschinski erläutert, dass sich das Projekt auf Bilder und Videos konzentriert, da die zuverlässige Identifikation von KI-Texten extrem schwierig ist. Ziel sei Transparenz über den KI-Einsatz (Parteien, Themen, Tonalität).
        • [00:11:18.940] Simon Kruschinski beschreibt die Methode: Analyse von ca. 3000 Social-Media-Accounts (Facebook, Instagram) von Parteien und Kandidierenden (Bund bis Lokal). Zweistufige Identifikation: KI-Detektionsmodell plus menschliche Expertenprüfung bei Verdachtsfällen anhand eines Kriterienkatalogs.
        • Wer nutzt KI und wie?

          • [00:16:12.340] Simon Kruschinski stellt fest, dass insbesondere kleinere Parteien (genannt von Konrad Göke [00:18:24.470]: PDF, Bergpartei, NPD/Die Heimat) verstärkt KI nutzen, vermutlich aus Ressourcengründen (Effizienz).
          • [00:16:54.929] Simon Kruschinski hebt hervor, dass die AfD KI am häufigsten und am strategischsten einsetzt.
          • [00:17:43.210] Simon Kruschinski berichtet, dass 85% der identifizierten KI-Inhalte ohne Kennzeichnung (Disclaimer) veröffentlicht wurden.
          • [00:19:13.220] Simon Kruschinski beschreibt die AfD-Strategie: Einsatz auf allen Ebenen, einheitliche Bildsprache, Emotionalisierung von Themen wie Migration, Innere Sicherheit, Kritik an Umweltpolitik, sowie die negative Darstellung gegnerischer Politiker (z.B. Friedrich Merz (CDU), Nancy Faeser (SPD), Olaf Scholz (SPD), Robert Habeck (Grüne)) mittels KI.
          • Wirkung von KI-Inhalten

            • [00:21:42.039] Simon Kruschinski präsentiert Ergebnisse eines Wirkungsexperiments: KI-Bilder wirken oft ebenso überzeugend wie echte Fotos. Entscheidend für die emotionale Reaktion (Angst, Wut, Hoffnung) sei der Inhalt, nicht die Quelle (KI oder echt). Die Kennzeichnung spiele für die Wirkung kaum eine Rolle.
            • [00:22:53.690] Simon Kruschinski ergänzt, dass ausgelöste Emotionen politische Urteile beeinflussen (z.B. negative Emotionen -> Skepsis gegenüber KI-nutzenden Parteien) und die eigene politische Haltung die Bewertung von Inhalten (egal ob KI oder echt) stark prägt (Confirmation Bias).
            • Darstellung echter Personen und Deepfakes

              • [00:24:29.319] Simon Kruschinski bestätigt, dass die AfD KI zur Darstellung echter Politiker nutzt und die technische Hürde dafür sinkt (z.B. durch ChatGPT, GROC). Dies werfe rechtliche (Persönlichkeitsrechte, Fall Eckart von Hirschhausen vs. Facebook) und ethische Fragen auf.
              • [00:28:48.240] Simon Kruschinski erwähnt, dass die AfD und das BSW den Ethikkodex zum KI-Einsatz nicht unterzeichnet haben und die AfD ihren Akteuren freie Hand lässt.
              • Engagement und Video-KI

                • [00:29:35.420] Simon Kruschinski erklärt die höheren Likezahlen für KI-Posts damit, dass KI oft für Inhalte genutzt wird, die ohnehin stark emotionalisieren, personalisiert sind und kontroverse Themen (Innenpolitik, Migration) behandeln – was generell auf Social Media gut funktioniert.
                • [00:31:37.539] Simon Kruschinski sieht Video-KI als nächstes großes Feld. Die AfD habe bereits damit experimentiert (als einzige Partei im Sample), sowohl mit reinen KI-Videos als auch mit KI-Schnipseln in realen Videos zur emotionalen Untermauerung (z.B. bei Themen wie Migration). Tools wie Sora würden realistische KI-Videos bald einfacher zugänglich machen.
                • Was ist zu tun? Handlungsempfehlungen

                  • [00:35:31.780] Simon Kruschinski betont, dass die Herausforderung nicht die Technologie selbst, sondern ihre Nutzung ist. Ziel sei ein verantwortungsvoller Rahmen.
                  • [00:36:03.650] Simon Kruschinski fordert eine klare und verständliche Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte. Die Verantwortung müsse geklärt werden (Tool-Anbieter vs. Plattformen). Eine Lösung erfordere die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Plattformen und Entwicklern.
                  • [00:38:11.380] Simon Kruschinski plädiert für verbindliche ethische Standards für politische Akteure. Freiwillige Ethikkodizes reichen nicht aus, wenn sie nicht von allen unterzeichnet oder eingehalten werden, was den Ruf nach Regulierung verstärke.
                  • [00:39:08.190] Simon Kruschinski unterstreicht die dringende Notwendigkeit einer massiven Stärkung der Medienkompetenz für alle Altersgruppen. Diese müsse über Basiswissen hinausgehen und das Verständnis von Plattformlogiken, Algorithmen, Targeting und KI-Missbrauchspotenzialen umfassen. Hier sei die Politik gefordert, für flächendeckende und nachhaltige Bildungsangebote zu sorgen.
                  • 42 min
                  • Der SPD-Kanzlerwahl-Krimi Scholz vs. Pistorius
                    Stern-Politikchef Veit Medick spricht über die Stern-Recherche zur SPD-Kandidatenkür

                    Gast: Veit Medick, Leiter Politik beim Stern.

                    Host: Tobias Schmidt, Podcast-Host und Autor bei Politik und Kommunikation.

                    Zentrale Themen und Thesen:

                    Hintergrund und Relevanz der Enthüllungen:

                    • Die Rekonstruktion der SPD-Kanzlerkandidatenfrage Scholz vs. Pistorius basiert auf einer gemeinsamen Recherche von Stern, RTL und NTV. [ca. 00:01:17]
                    • Medick erklärt die Relevanz der Geschichte, da die SPD-Führung von damals, inklusive der entscheidenden Player, immer noch im Amt ist und die Partei in die Große Koalition führen soll. [ca. 00:02:00]
                    • Die Ereignisse im November 2024 [ca. 00:02:37] geben Aufschluss über Führungsfähigkeiten und -stil. [ca. 00:02:43]
                    • Die Geschichte hatte eine Vorgeschichte mit dem Stern-Cover vom 21. November, das Pistorius und die Frage "Warum denn nicht er?" zeigte, am selben Tag, an dem die Entscheidung für Scholz fiel. [ca. 00:02:57]
                    • Medick sieht den Vorfall als einen seltenen, echten politischen "Krimi" mit großer Fallhöhe, vergleichbar dem Streit zwischen Laschet und Söder in der CDU. [ca. 00:03:32]
                    • Die Recherche hinter der Story:

                      • Die Recherche war eine gemeinsame Arbeit von Stern, RTL und NTV. [ca. 00:04:09]
                      • Es wurden über 20 Beteiligte befragt, um die Ereignisse der 10 Tage zu rekonstruieren. [ca. 00:04:13]
                      • Die Recherche dauerte ungefähr vier Wochen. [ca. 00:04:17]
                      • Das Team teilte sich auf Basis von Kontakten in verschiedene Lager und zu Protagonisten auf. [ca. 00:04:46]
                      • Ziel war es, der Wahrheit so nahe wie möglich zu kommen, obwohl nur Olaf Scholz, Lars Klingbeil und Boris Pistorius die absolute Wahrheit kennen. [ca. 00:05:12]
                      • Wie die Situation der SPD-Führung entglitt:

                        • Der Ursprung liegt in der Präsidiumssitzung am 11. November nach dem Zusammenbruch der Ampelkoalition. [ca. 00:06:04]
                        • Die SPD war verunsichert, aber auch erleichtert über das Ende der Ampel. [ca. 00:06:15]
                        • Es gab keinen Beschluss zur Kanzlerkandidatur von Scholz, was Medick als Fehler wertet. [ca. 00:06:50]
                        • Dies öffnete die Tür für Pistorius als "Sehnsuchtsfigur" und eine Debatte über Alternativen zu Scholz. [ca. 00:07:21]
                        • Die Debatte wurde von der Basis, Landräten (auch aus Ostdeutschland, trotz Vorbehalten gegen Pistorius' Ukraine-Politik) und einzelnen Landesverbänden getrieben. [ca. 00:07:48]
                        • Die Situation wurde für die Parteispitze schwer kontrollierbar. [ca. 00:08:12]
                        • Der Knackpunkt: Die "Pizzarunde":

                          • Ein entscheidender Punkt war eine Runde im Kanzleramt am 17. November, am Abend vor Scholz' Brasilienreise. [ca. 00:08:42]
                          • Diese Runde wird intern "Pizzarunde" genannt, benannt nach dem Ort, an dem Scholz' erste Kanzlerkandidatur festgelegt wurde. [ca. 00:08:59]
                          • Teilnehmer waren die engste Führungsrunde der SPD: Lars Klingbeil, Saskia Esken, Olaf Scholz, Rolf Mützenich, Matthias Miersch und Wolfgang Schmidt. [ca. 00:09:27]
                          • In dieser Runde wurde offen über die Kanzlerkandidatur diskutiert. [ca. 00:09:57]
                          • Olaf Scholz schloss das Szenario Boris Pistorius nicht kategorisch aus, sondern ließ sich argumentativ darauf ein. [ca. 00:10:16]
                          • Medick interpretiert dies so, dass die Parteispitze die Chance hatte, zuzugreifen, es aber nicht tat. [ca. 00:10:40]
                          • Die Rolle von Boris Pistorius:

                            • Pistorius war in der Regel nicht bei den entscheidenden Runden dabei. [ca. 00:10:51]
                            • Seine Rolle war ambivalent; er schloss sich nicht zu 100% aus dem Spiel. [ca. 00:11:44]
                            • Die Debatte lief dadurch weiter und schmeichelte ihm offenkundig. [ca. 00:11:48]
                            • Er drängte sich nicht auf, zog sich aber auch nicht frühzeitig zurück, was die SPD in eine Bredouille brachte. [ca. 00:12:10]
                            • Dass er am Ende private Gründe nannte, die gegen eine Kandidatur sprechen, führte zu kritischen Reaktionen ("Du traust dich nicht," "Hättest du früher sagen können"). [ca. 00:12:42]
                            • Pistorius wird in dieser Angelegenheit zweischneidig gesehen. [ca. 00:12:53]
                            • Lars Klingbeils Zögern:

                              • Lars Klingbeil hatte eine besonders schwierige Rolle als Parteivorsitzender mit eigenen Ambitionen. [ca. 00:13:14]
                              • Er wollte nicht als "Vatermörder" von Scholz in die Geschichte eingehen, aber auch nicht an jemanden gekettet sein, mit dem die SPD untergeht. [ca. 00:13:46]
                              • Sein Problem war, dass er sich nicht traute, sich klar festzulegen. [ca. 00:14:02]
                              • Er sagte Scholz nie direkt, dass es Zweifel gab, was Scholz das Gefühl gab, nichts von der Parteispitze befürchten zu müssen. [ca. 00:14:12]
                              • Medick hebt hervor, dass dies bemerkenswert war, da Scholz schon damals der "absehbar unpopulärste Kanzlerkandidat aller Zeiten" war. [ca. 00:14:50]
                              • Klingbeil ist kein Mann, der ins Risiko geht. [ca. 00:19:51]
                              • Saskia Eskens Haltung und Zukunft:

                                • Saskia Esken hatte eine sehr klare Positionierung pro Scholz bzw. anti-Pistorius. [ca. 00:20:44]
                                • Medick sieht sie als unterschätzten Machtfaktor in der SPD, gewählt von der Basis mit besonderer Legitimation. [ca. 00:20:59]
                                • Sie hatte eine Brückenfunktion zum linken Lager während Scholz' Kanzlerschaft und Scholz suchte ihren engen Draht. [ca. 00:21:32]
                                • Ihre klare Haltung ("Olaf ist unser Kanzler, den können wir hier nicht stürzen") [ca. 00:22:06] begrenzte Klingbeils Manövrierspielraum und verhinderte einen offenen Streit in der Spitze. [ca. 00:22:24]
                                • Medick sieht Saskia Esken im Kabinett, da sie als Parteivorsitzende am Personaltableau mitwirkt und einen Posten einfordern kann (z.B. Entwicklungshilfeministerium). [ca. 00:23:19]
                                • Sie wird nicht einfach abtreten wie Norbert Walter-Borjans. [ca. 00:24:24]
                                • War die Entscheidung für Scholz eine "fatale Fehlentscheidung"?

                                  • Der Artikel nennt die Entscheidung eine "fatale Fehlentscheidung". [ca. 00:24:46]
                                  • Medick stimmt dem aus seiner Sicht zu, auch wenn es eine Hypothese bleibt. [ca. 00:24:57]
                                  • Das Ergebnis mit Scholz (historisch schlechte 16,5%, kein Aufwind) ist bekannt, die Kandidatur gescheitert. [ca. 00:25:14]
                                  • Boris Pistorius ist der populärste Politiker [ca. 00:25:51] und steht für zentrale Bereiche (Innere und Äußere Sicherheit). [ca. 00:26:06]
                                  • Er hätte mehr Glaubwürdigkeit gegen Friedrich Merz gehabt. [ca. 00:26:20]
                                  • Wahlen werden heute über Energieschübe und klare Haltung gewonnen, und Pistorius spricht eine Sprache, die Leute verstehen. [ca. 00:26:35]
                                  • Der Vergleich mit Martin Schulz (wenig Regierungserfahrung in Berlin, Fehler, kein Team) sei unfair, da Pistorius stabiler gewesen wäre. [ca. 00:26:53]
                                  • Auch wenn Pistorius auf sozialdemokratischen Kernthemen weniger Profil zeigte, sei der Stil und die Anschlussfähigkeit an Milieus wichtiger als Detailwissen. [ca. 00:29:15]
                                  • Medick hält die These, dass es eine Fehlentscheidung war, mit Scholz anzutreten, für nicht besonders mutig. [ca. 00:29:49]
                                  • Ausblick und Machtgefüge in der GroKo:

                                    • Medick ist unsicher, ob Klingbeil und Pistorius die verspäteten Gewinner sind. Klingbeil hat zwar nun die Führungsfigur, trägt aber das 16,5%-Ergebnis. [ca. 00:16:46]
                                    • Er hält es für unwahrscheinlich, dass Pistorius 2029 eine weitere Kanzlerchance bekommt, obwohl man "nie, nie sagen" sollte. [ca. 00:30:15]
                                    • Klingbeil sei im Moment die Nummer eins in der SPD, Pistorius die Nummer zwei. [ca. 00:31:02]
                                    • Klingbeil hält die Zügel in der Hand, um die Kandidatenfrage 2029 zu klären, wenn es normal läuft. [ca. 00:31:11]
                                    • Medick glaubt, dass Klingbeil ins Kabinett gehen wird, um Regierungserfahrung zu sammeln, trotz Gegenargumenten (wie Carsten Linnemann, der durch Verzicht parteiintern an Glaubwürdigkeit gewann). [ca. 00:31:35]
                                    • Klingbeil könnte als "König der SPD" außerhalb des Kabinetts ein starkes Machtzentrum bilden und Distanz zur GroKo halten, aber Medick zweifelt, ob er dazu die Kraft hat. [ca. 00:32:32]
                                    • Die Kombination aus Juniorpartner in der GroKo und den Ämtern Parteivorsitz und Fraktionsvorsitz (wie bei Andrea Nahles) ist schwierig. [ca. 00:32:57]
                                    • Sollte Klingbeil ins Kabinett gehen, müsste er Parteivorsitzender bleiben (Vizekanzler + Parteichef), um Gewicht im Koalitionsausschuss zu haben und auf Augenhöhe mit Friedrich Merz zu sein. [ca. 00:34:07] Fraktionschef kann er nicht bleiben. [ca. 00:34:25]
                                    • 36 min
                                    • Der Koalitionsvertrag steht - wie geht es weiter?
                                      Verena Hubertz (SPD), Philipp Amthor (CDU) und Andreas Audretsch (Grüne) im Live-Talk

                                      Union und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Die Vize-Fraktionsvorsitzende der SPD, Verena Hubertz, der Mitgliederbeauftragte der CDU und Generalsekretär der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Philipp Amthor und der Vize-Fraktionsvorsitzende der Grünen, Andreas Audretsch sprechen mit p&k-Autor Tobias Schmidt über den Koalitionsvertrag und Oppositionsarbeit in der kommenden Legislatur. Anlass war Brot&Salz, das traditionelle Homecoming-Event für neugewählte Bundestagsabgeordnete von politik&kommunikation und Quadriga.

                                      37 min
                                    • Wer hat sich im Migrationskapitel im Koalitionsvertrag durchgesetzt?
                                      Der Migrationsexperte Prof. Daniel Thym im Gespräch.

                                      Daniel Thym, Professor für Öffentliches Recht, Europa- und Völkerrecht an der Universität Konstanz, analysiert bei uns das Ergebnis aus den Verhandlungen der AG1 - Innen, Recht, Migration und Integration, inklusive aller strittigen Punkte in den eckigen Klammern. Außerdem sprach er mit Moderator Tobias Schmidt über sein neues Buch "Migration steuern - Eine Anleitung für das Hier und Jetzt", erschienen für 16 Euro im C.H. Beck-Verlag.

                                      48 min
                                    • Was bedeutet Trumps Politik für die Ukraine und Deutschland?
                                      Mit Nico Lange (Münchner Sicherheitskonferenz) und Karina Mößbauer (The Pioneer)

                                      Gäste:

                                      • Nico Lange, Senior Fellow bei der Münchner Sicherheitskonferenz
                                      • Karina Mößbauer, Chefreporterin Politik (The Pioneer)
                                      • Host: Tobias Schmidt, Autor politik&kommunikation

                                        Zentrale Themen und Thesen:

                                        Einigung zwischen USA und Ukraine?

                                        • Überraschende Verhandlungen: Nico Lange äußert sich überrascht über die Verhandlungen zwischen den USA und der Ukraine, da diese nicht im Krieg miteinander stehen. [00:01:26] Er deutet an, dass es sich um eine Art "Kleinkrieg" gehandelt haben könnte, bei dem die USA Druck auf die Ukraine ausgeübt haben.
                                        • Strategiewechsel der Ukraine: Nico Lange interpretiert die ukrainische Zustimmung zu den amerikanischen Forderungen als taktischen Zug, um den Fokus von der Ukraine auf Russland zu lenken. [00:01:56]
                                        • Mulmiges Gefühl: Tobias Schmidt thematisiert das unsichere Gefühl, da die USA militärische Hilfen ebenso schnell wieder abschalten könnten, wie sie sie eingeschaltet haben. [00:02:32]
                                        • Abhängigkeit der Ukraine: Karina Mößbauer betont die Abhängigkeit der Ukraine von militärischer Unterstützung und Geheimdienstinformationen der USA. [00:02:47]
                                        • Druck auf Russland: Karina Mößbauer sieht positiv, dass die USA möglicherweise den Druck auf Russland erhöhen könnten. [00:03:31] Sie zitiert Marco Rubio, der Russland als Friedenshindernis bezeichnet, sollten sie die Waffenruhe ablehnen. [00:03:43]
                                        • Russland als Hindernis seit 2014: Nico Lange kritisiert die Annahme der USA, Vermittler zwischen Kriegsparteien sein zu müssen, da Russland bereits seit 2014 als Aggressor agiert. [00:04:09]
                                        • Wandel in der US-Tonalität: Karina Mößbauer bemerkt eine veränderte Tonalität der USA, bei der Selenskyj zeitweise als "Diktator" und die Ukraine nicht mehr als Opfer wahrgenommen wurde. Sie begrüßt die Rückkehr zu einer differenzierteren Sichtweise. [00:04:34]
                                        • Europäische Sicherheit und Deutschlands Rolle

                                          • Vertrauensverlust in die USA: Nico Lange sieht einen Vertrauensverlust europäischer Entscheidungsträger gegenüber den USA und betont die daraus resultierende Angst. [00:05:11]
                                          • Europäische Eigenständigkeit: Nico Lange sieht Europa gefordert, mehr Verantwortung zu übernehmen und militärische Unterstützung für die Ukraine zu leisten, möglicherweise auch unabhängig von den USA. [00:05:40]
                                          • NATO-Austritt der USA als Gefahr: Nico Lange warnt vor der Möglichkeit, dass die USA den Artikel 5 der NATO in Frage stellen oder sogar mit einem NATO-Austritt drohen könnten. [00:06:26]
                                          • Europäische Sicherheitsdebatte ohne Deutschland?: Nico Lange kritisiert die deutsche Politik und warnt davor, dass wichtige europäische Sicherheitsfragen ohne deutsche Beteiligung entschieden werden könnten. [00:21:07] Er plädiert für eine aktive Rolle Deutschlands in der europäischen Sicherheitspolitik. [00:21:42]
                                          • Führung durch Großbritannien und Dänemark: Nico Lange stellt fest, dass in Fragen der europäischen Sicherheit aktuell Großbritannien und Dänemark führend sind, während vermeintliche "Übereuropäer" weniger Initiative zeigen. [00:20:11]
                                          • Mutlose deutsche Politik: Karina Mößbauer kritisiert eine "mutlose Politik" Deutschlands, die unbequeme Fragen umschifft und sich nicht ausreichend auf zukünftige Herausforderungen vorbereitet. [00:21:29]
                                          • Abhängigkeit von den USA: Karina Mößbauer betont die massive Abhängigkeit Europas von den USA in Sicherheitsfragen und die Schwierigkeit, diese kurzfristig zu reduzieren. [00:07:56]
                                          • Verlässlichkeit des Allianzsystems in Frage: Karina Mößbauer konstatiert, dass das verlässliche Allianzsystem möglicherweise nicht mehr existiert und Europa autarker werden muss. [00:07:35]
                                          • Trump-Faktor und mögliche Strategien

                                            • Trumps Fokus auf Ölpreis: Nico Lange analysiert Trumps Strategie, den Ölpreis zu senken, um Russland finanziell unter Druck zu setzen. Er bezweifelt jedoch die kurzfristige Wirksamkeit dieser Strategie. [00:08:30]
                                            • Russische Umgehungsstrategien: Karina Mößbauer weist darauf hin, dass Sanktionen durch Drittstaaten wie Indien unterlaufen werden und russisches Öl über Umwege wieder nach Europa gelangt. [00:09:40]
                                            • Russland profitiert von Europas "Dummheit": Nico Lange kritisiert den indirekten Ölkauf Europas über Drittmärkte als "dumm" und widersinnig. [00:09:59]
                                            • Disruption als Friedensbeschleuniger?: Tobias Schmidt fragt, ob Trumps disruptive Politik den Friedensprozess beschleunigen könnte. [00:10:18]
                                            • Russland führt Krieg und Gespräche parallel: Nico Lange warnt vor der Illusion, dass Friedensgespräche unter Trump zu einem schnellen Waffenstillstand führen. Er prognostiziert, dass Russland den Krieg fortsetzen und gleichzeitig Verhandlungen für eigene Vorteile nutzen wird. [00:10:37]
                                            • Trump will "Dealmaker" sein: Karina Mößbauer glaubt, dass es Trump weniger um Frieden als um sein Image als "Dealmaker" geht. [00:13:58]
                                            • Mögliche Eskalation durch Trump: Karina Mößbauer und Nico Lange diskutieren die Möglichkeit, dass Trump bei Scheitern seiner Verhandlungsversuche zu Eskalation greifen könnte, z.B. durch verstärkte Waffenlieferungen an die Ukraine. [00:14:26], [00:14:34]
                                            • Putin als berechenbarer Verhandlungspartner: Nico Lange betont Putins Berechenbarkeit in Verhandlungen und warnt vor überzogenen Erwartungen an Gespräche mit ihm. [00:14:38]
                                            • Trump will Zelensky loswerden?: Tobias Schmidt thematisiert die Lesart, dass Trump Selenskyj loswerden und mit einem genehmeren Präsidenten verhandeln möchte. [00:15:47]
                                            • Zelensky als "Dorn im Auge": Karina Mößbauer vermutet, dass Selenskyj Trump missfallen könnte, da er an seinen Überzeugungen festhält und sich nicht unterwirft. [00:16:02]
                                            • Hohe Zustimmung für Selenskyj in der Ukraine: Nico Lange verweist auf Umfragen, die eine hohe Zustimmung für Selenskyj in der Ukraine zeigen und bezweifelt, dass ein anderer Präsident zu Zugeständnissen bereit wäre. [00:16:32]
                                            • Kritik an Trump für "Diktator"-Vorwurf: Karina Mößbauer kritisiert Trumps Vorwurf, Selenskyj sei ein Diktator, als "grotesk" und betont Selenskyjs Verdienste um den Fortbestand der Ukraine. [00:17:11]
                                            • Deutsche Innenpolitik und Verteidigungsausgaben

                                              • Schockstarre und schnelle Reaktion Europas: Tobias Schmidt beschreibt die anfängliche Schockstarre Europas nach Trumps Auftreten, gefolgt von einer schnellen Reaktion, insbesondere durch Großbritannien und Frankreich. [00:18:15]
                                              • Deutschland im Interregnum: Tobias Schmidt thematisiert die deutsche Führungslosigkeit und das "Interregnum" aufgrund der Regierungsbildung. [00:23:16]
                                              • Europäische Hauptstadt blicken auf Deutschland: Karina Mößbauer berichtet, dass andere europäische Hauptstädte die deutsche Führungslosigkeit wahrnehmen und sich Staats- und Regierungschefs direkt an Friedrich Merz wenden. [00:23:43]
                                              • "Lame Duck" Kanzler: Karina Mößbauer bezeichnet den amtierenden Kanzler als "absolute lame duck". [00:24:17]
                                              • Fehlerhafte Regierungsbildung?: Nico Lange kritisiert die lange Dauer der Regierungsbildung in Deutschland als Fehler und warnt vor den Folgen für die Handlungsfähigkeit des Landes. [00:24:46]
                                              • Hohe Erwartungen an neue Regierung, schwaches Mandat innenpolitisch: Nico Lange sieht eine wachsende Kluft zwischen den hohen Erwartungen an Deutschland in Europa und der innenpolitischen Realität einer möglicherweise schwachen und kompromissorientierten Regierung. [00:36:12]
                                              • Kritik an Schuldenfinanzierung der Verteidigung: Nico Lange und Karina Mößbauer äußern sich kritisch zur geplanten Schuldenfinanzierung der Verteidigungsausgaben und bemängeln fehlende Strukturreformen und eine klare Ausgabenstrategie. [00:27:35], [00:28:35]
                                              • "Teils, teils" Reaktion auf Verteidigungspaket: Karina Mößbauer bewertet das geplante Verteidigungspaket als "teils, teils" angemessene Reaktion auf Trump, sieht aber auch innenpolitische Motive und Investitionsstau als Triebfedern. [00:26:48]
                                              • Verteidigungsbudget ja, aber mit Reformen: Nico Lange befürwortet höhere Verteidigungsausgaben, fordert aber gleichzeitig grundlegende Reformen im Beschaffungswesen und in der Bundeswehr selbst. [00:28:57]
                                              • Grüne als "Zünglein an der Waage": Tobias Schmidt und Karina Mößbauer diskutieren die Rolle der Grünen in den aktuellen Verhandlungen um das Verteidigungspaket und das Sondervermögen. [00:31:04]
                                              • Riss bei den Grünen: Karina Mößbauer beschreibt einen Riss innerhalb der Grünen bezüglich der Zustimmung zum geplanten Finanzpaket. [00:31:46]
                                              • Sondervermögen "muss kommen": Karina Mößbauer prognostiziert, dass das Sondervermögen am Ende kommen muss, da ansonsten die schwarz-rote Regierung scheitern würde. [00:34:40]
                                              • Konkordanzdemokratie vs. Handlungsfähigkeit: Nico Lange analysiert das deutsche System der Konkordanzdemokratie und die damit verbundene Stabilität, fragt aber, ob in der aktuellen Lage nicht schnellere Entscheidungen und mehr Handlungsfähigkeit wichtiger wären. [00:35:03]
                                              • "Whatever it takes"-Signal an Putin: Karina Mößbauer erläutert den Hintergedanken hinter der unbegrenzten Schuldenfinanzierung der Verteidigung als Signal an Putin, dass Deutschland bereit ist, "koste es, was es wolle" in die Verteidigung zu investieren. [00:37:21]
                                              • Verwaltungsreformen und Beschaffungswesen als Bottleneck: Nico Lange und Karina Mößbauer thematisieren die Notwendigkeit von Verwaltungsreformen und Verbesserungen im Beschaffungswesen, um die Gelder effektiv einzusetzen. [00:38:00], [00:39:33]
                                              • Europäische Rüstungskooperation als Lösung: Karina Mößbauer betont die Notwendigkeit europäischer Rüstungskooperationen, um Skalierungseffekte zu erzielen und Kosten zu senken. [00:40:50]
                                              • Falsche Prioritäten im Beschaffungswesen?: Nico Lange kritisiert vermeintlich falsche Prioritäten im Beschaffungswesen der Bundeswehr und plädiert für moderne Technologien wie Drohnenabwehr und digitale Führungsfähigkeiten statt traditioneller Waffensysteme. [00:41:49]
                                              • Grüner Stahl für Rüstungsgüter als Kompromiss?: Nico Lange schlägt ironisch vor, "grünen Stahl" für die Rüstungsproduktion zu verwenden, um einen Kompromiss mit den Grünen zu finden. [00:42:54]
                                              • Prognose zur Wehrpflicht

                                                • Wehrpflicht-Comeback wahrscheinlich: Karina Mößbauer und Nico Lange erwarten beide die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht in Deutschland, wobei das "schwedische Modell" als wahrscheinlichste Form gilt. [00:43:22], [00:43:53]
                                                • "Fragebogen-Halbpflicht" ohne Wirkung: Nico Lange kritisiert symbolische Maßnahmen und plädiert für eine klare Entscheidung und Umsetzung der Wehrpflicht, um sicherheitspolitische Ziele zu erreichen. [00:43:53]
                                                • Allgemeine Dienstpflicht bessere Lösung, aber politisch unrealistisch: Nico Lange hält eine allgemeine Dienstpflicht für die bessere Lösung, sieht aber die politische Durchsetzbarkeit der "einfacheren" Wehrpflicht als wahrscheinlicher an. [00:44:45]
                                                • 45 min
                                                • Wahlnachlese mit Karl-Rudolf Korte
                                                  Regierungsbildung unter Druck, junge Wähler zwischen Links und Rechts, und die Suche nach Europas neuer Rolle.

                                                  Gast: Prof. Karl-Rudolf Korte, Politikwissenschaftler und Direktor der NRW School of Governance.

                                                  Host: Konrad Göke, Chefredakteur politik&kommunikation

                                                  Zentrale Themen und Thesen:

                                                  • Einleitung und Wahlnachlese aus Japan (00:00:08)

                                                    • Prof. Korte berichtet von seinen Eindrücken aus Japan: Großes Interesse an Deutschlands Führungsrolle in Europa und der Stabilisierung der Nachkriegsordnung.
                                                    • Betonung der stabilen Mehrheitsverhältnisse in Deutschland im Gegensatz zu Minderheitsregierungen (z.B. in Japan).
                                                    • Koalitionsverhandlungen und der Einfluss internationaler Ereignisse (00:02:47)

                                                      • Der Wahlkampf war zukunftsarm, Migrationsthemen dominierten.
                                                      • Aktuelle weltpolitische Ereignisse bieten die Chance für einen "Neustart" der Koalitionsverhandlungen.
                                                      • Deutsche sind traditionell europafreundlich, die "Zeitenwende" verstärkt das.
                                                      • Herausforderungen für die neue Regierung (00:05:57)

                                                        • Friedrich Merz (CDU) muss Kompromisskompetenz entwickeln.
                                                        • Die SPD muss sich nach der Wahlniederlage neu aufstellen und ihre Kernwählerschaft (Arbeitermilieu) zurückgewinnen.
                                                        • Olaf Scholz mit "Kanzlermalus"
                                                        • Wählerwanderungen und junge Wähler (00:09:12)

                                                          • Junge Wähler tendieren zu Oppositionsparteien (AfD, Die Linke).
                                                          • Es gibt eine geschlechtsspezifische Tendenz: Junge Frauen wählen eher links, junge Männer eher rechts.
                                                          • Prof. Korte betont die Notwendigkeit, Alltagsprobleme zu lösen, um Vertrauen zu gewinnen.
                                                          • Deutsche mit Migrationshintergrund (00:13:47)

                                                            • Diese Wählergruppe wird immer größer, aber im Wahlkampf kaum gezielt angesprochen.
                                                            • Unterschied zwischen Alteingesessenen und neu Zugezogenen
                                                            • Moderne Wahlkampfformate (00:14:59)

                                                              • Kurzer und zukunftsarmer Wahlkampf ohne innovative Ansätze.
                                                              • Positive Bewertung des "Town Hall"-Formats, bei dem Kandidaten direkt mit Bürgern diskutieren.
                                                              • Nichtwähler und die Rolle der Opposition (00:16:51)

                                                                • Demokratie erfordert aktive Teilnahme, Nichtwählerstimmen nutzen oft der AfD.
                                                                • Die Grünen müssen sich als Oppositionspartei neu finden und das Thema Klimaschutz besetzen.
                                                                • Kritik an der AfD: Pöbelei und Inszenierung für soziale Medien statt parlamentarischer Arbeit.
                                                                • Sahra Wagenknecht und ihre Ausrichtung auf die Kameras.
                                                                • Die Linke muss sich auf soziale Gerechtigkeit konzentrieren und ihre außenpolitische Position überdenken.
                                                                • Die Zukunft der FDP und des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) (00:25:41)

                                                                  • Die FDP braucht eine Erneuerung von innen, möglicherweise ausgehend von starken Landesverbänden.
                                                                  • Das BSW hat laut Prof. Korte wenig Zukunftsaussichten, da die Gründung nicht auf einer klaren Konfliktlinie basiert.
                                                                  • 100-Tage-Bilanz und Ausblick (00:28:02)

                                                                    • Wichtige Punkte: Sichtbare Zusammenarbeit mit Macron und Tusk (West-Ost-Achse), Fortschritte bei Infrastrukturprojekten (Beispiel Riedbahn) und die Bekämpfung der Inflation.
                                                                    • 31 min
                                                                    • p&k Interview: Peter Altmaier
                                                                      Ex-Minister Peter Altmaier (CDU) im Gespräch über die bevorstehende Regierungsbildung, rote Linien und die Lehren aus vergangenen Koalitionen.

                                                                      Gast: Peter Altmaier (CDU), ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, kommissarisch Bundesfinanzminister und Bundesumweltminister.

                                                                      Host: Konrad Göke, Chefredakteur des Magazins Politik und Kommunikation.

                                                                      Zentrale Themen und Thesen (aus Altmaiers Sicht):

                                                                      • Der "seltsame" Wahlkampf (00:01:58):

                                                                        • Altmaier findet es "seltsam", dass im Wahlkampf "relativ wenig über Inhalte geredet" wurde. [00:02:26]
                                                                        • Dieser sei überlagert gewesen von außenpolitischen Krisen und dem Scheitern der Ampel.
                                                                        • Der Ton sei "rauer geworden", Kontroversen und Polemiken hätten Sachthemen verdrängt.
                                                                        • Sondierungen und rote Linien (00:03:34):

                                                                          • Sondierungen sind für Altmaier eine Phase des Vertrauensaufbaus in kleiner Runde. [00:04:23]
                                                                          • Öffentlich kommunizierte rote Linien erschweren aus seiner Sicht die Kompromissfindung. [00:05:38]
                                                                          • Altmaier betont die Notwendigkeit von Kompromissen, da Koalitionsregierungen in Deutschland die Regel seien. [00:06:03]
                                                                          • Koalitionsverhandlungen: Abkürzungen und Fallstricke (00:11:25):

                                                                            • Altmaier kritisiert ausufernde Koalitionsverträge, die "man kaum noch lesen konnte". [00:11:50]
                                                                            • Er plädiert für einen "abgespeckten Koalitionsvertrag" mit großen Linien. [00:13:50]
                                                                            • Der Koalitionsausschuss sollte laut Altmaier als zentrales Steuerungsgremium dienen. [00:14:58]
                                                                            • Der Anfangsakkord: Vertrauen und Hypotheken (00:15:46):

                                                                              • Positive Bilder können laut Altmaier anfangs Vertrauen schaffen, bei einem Scheitern aber zur Hypothek werden. Beispiel: Die Jamaika-Sondierungen ("da tausendmal auf dem Balkon stehen und nichts zustande bringen"). [00:16:13]
                                                                              • Altmaier sieht die fehlende Einigung über zentrale Erfolge in der Ampelkoalition als "kardinalen Fehler". [00:17:20]
                                                                              • Er betont die Notwendigkeit von Kompromissen, bei denen alle Partner etwas erreichen können: "Es gibt nicht die eine absolute Wahrheit." [00:19:51]
                                                                              • Durchstechen und Nachtsitzungen (00:22:59):

                                                                                • Durchstechen ist für Altmaier eine politische Realität. Er empfiehlt, damit durch Distanzierung und Zeitgewinn umzugehen. [00:23:19]
                                                                                • Nachtsitzungen sieht er als Ritual, bei dem jede Seite zeigen möchte, "dass sie bis zum Letzten gekämpft hat". [00:27:13]
                                                                                • Meister des Kompromisses: Altmaiers Strategien (00:28:33):

                                                                                  • Ein Vertrauensverhältnis zu den Verhandlungspartnern aufzubauen, ist für Altmaier essentiell.
                                                                                  • Er betont, dass zugesagte Kompromisse eingehalten werden müssen. [00:29:32]
                                                                                  • Altmaier hält einen "Kuhhandel" für ein legitimes Mittel, um Erfolge für alle Partner zu ermöglichen, auch wenn dies "nicht als schick gilt". [00:31:27]
                                                                                  • Die Priorisierung von Themen innerhalb der Partei hält er für entscheidend. [00:33:25]
                                                                                  • Die Rolle des Kanzleramtsministers (00:34:15):

                                                                                    • Der Kanzleramtsminister sollte laut Altmaier ein Politiker mit Gestaltungsanspruch sein und als Vermittler zwischen den Koalitionspartnern fungieren.
                                                                                    • Er nennt Beispiele für erfolgreiche Konfliktlösung in der Großen Koalition. [00:36:03]
                                                                                    • Sollbruchstellen und faule Kompromisse (00:38:12):

                                                                                      • Altmaier warnt eindringlich vor "faulen Kompromissen", die später zu Konflikten führen.
                                                                                      • Als Beispiel nennt er den Streit um Windrad-Abstandsregeln im Klimaschutzgesetz. [00:39:27] Sein Ratschlag: "keine faulen Kompromisse", sondern Lösungen, mit denen man leben kann.
                                                                                      • Die CSU als Koalitionspartner (00:41:21):

                                                                                        • Altmaier beschreibt die CSU als bürgernahe Partei mit spezifischen Interessen (Mütterrente, Migration, Landwirtschaft). [00:41:49]
                                                                                        • Er stellt fest, dass die CSU in der Sozialpolitik oft näher an der SPD sei als die CDU. [00:43:18]
                                                                                        • Altmaier plädiert dafür, "Win-Win-Situationen" zu schaffen (z.B. Photovoltaik für Landwirte). [00:44:26]
                                                                                        • Umgang mit neuen Themen und Ideen während der Legislatur (00:46:41)

                                                                                          • Die "Frühkoordinierung" im Kanzleramt und die Ressortabstimmung sind für Altmaier zentrale Verfahren, um Gesetzesvorhaben in Koalitionen abzustimmen. [00:46:54]
                                                                                          • Das politische Geschick der verantwortlichen Minister ist laut Altmaier entscheidend für die Durchsetzungsfähigkeit neuer Vorhaben. [00:48:52]

                                                                                          • Streit, Sprachlosigkeit und Käsekuchen (00:52:21):

                                                                                            • Konflikte und Antipathien sind für Altmaier Teil der politischen Realität ("gab es auch in meiner Zusammenarbeit"). [00:53:43]
                                                                                            • Er betont die Bedeutung gemeinsamer Auftritte von Ministern in Krisenzeiten als Signal der Handlungsfähigkeit. [00:54:12]
                                                                                            • Altmaier kritisiert fehlende Erfolgsmomente und die Kommunikation in der Ampel: "Am Ende haben alle einen Preis bezahlt." [00:55:22]
                                                                                            • Prioritäten für die nächste Legislatur (aus Altmaiers Sicht) (00:58:48):

                                                                                              • Wirtschaftswachstum als zentrale Voraussetzung für Handlungsfähigkeit ("It's the economy, stupid"). [00:59:17]
                                                                                              • Zusammenhalt des Westens und Europas in außen- und sicherheitspolitischen Fragen ("die Europäer sind darauf nicht ausreichend vorbereitet"). [01:01:19]
                                                                                              • Festhalten an Klimazielen trotz schwieriger Zeiten ("an den grundsätzlichen klimapolitischen Zielen festhalten"). [01:02:47]
                                                                                              • Sozialverträgliche Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen ("dass nicht die Bürgerinnen und Bürger die Zeche zahlen"). [01:05:37]
                                                                                              • 1 hr 10 min
                                                                                              • Wahlkampfpodcast '25 - Folge 5
                                                                                                Ein Blick auf die Ergebnisse - und wie es jetzt schnell zu einer Koalition kommt.

                                                                                                Konrad Göke (Chefredakteur politik&kommunikation) diskutiert in der letzten Folge des Wahlkampfpodcasts '25 mit MSL-Chef Wigan Salazar, Elephantlogic-Inhaber Kajo Wasshövel und p&k-Herausgeber Torben Werner die Ergebnisse der Bundestagswahl in Deutschland, insbesondere den Sieg der Union und die Niederlage der SPD. Die Gesprächspartner reflektieren über die Wahlkampfstrategien, die Mobilisierung junger Wähler und die zukünftige politische Landschaft. Es wird auch die Frage aufgeworfen, wie Wahlkämpfe in Zukunft gestaltet werden sollten, um effektiv zu sein und die Wähler zu erreichen. In dieser Episode diskutieren die Teilnehmer die Herausforderungen der politischen Kommunikation in Deutschland. Sie erörtern die Notwendigkeit einer neuen Koalitionskultur und die Stolpersteine, die auf dem Weg zur Regierungsbildung liegen. Abschließend wird ein Ausblick auf die zukünftige politische Zusammenarbeit gegeben.

                                                                                                30 min
                                                                                              • Wahlkampfpodcast '25 - Folge 4
                                                                                                TV-Duelle, Strategien im Endspurt und die große Unbekannte: Was bewegt die Unentschlossenen?
                                                                                                • Host und Gäste

                                                                                                  • Konrad Göke (Host), Chefredakteur "politik&kommunikation".
                                                                                                  • Wigan Salazar, Kommunikationsberater, Chef von "MSL".
                                                                                                  • Kajo Wasserhövel, SPD-Wahlkampfmanager, Inhaber von "Elephantlogic".
                                                                                                  • Torben Werner, Herausgeber "politik&kommunikation".
                                                                                                    • Das TV-Quadrell in Adlershof [00:05]

                                                                                                      • Kajo Wasserhövel berichtet von seinen Eindrücken als Besucher beim TV-Quadrell in Adlershof: „Also es hat keine Saalschlägereien gegeben“, sagt er augenzwinkernd. [01:45]
                                                                                                      • Er beschreibt die Atmosphäre als ruhig und konzentriert, aber auch mit Spannungen, besonders beim Thema Russland/Ukraine. [03:03]
                                                                                                      • Beim Spin-Doctoring nach der Sendung ging es um professionelle Einschätzungen und darum zuzuhören, wie Journalisten das Duell wahrgenommen haben. [03:53]
                                                                                                      • Es gab nicht die klassische Debatte, wer die Sendung gewonnen hat. [04:45]
                                                                                                      • Spontane Reaktionen und Social Media [05:08]

                                                                                                        • Die Runde diskutiert die viralen Clips, in denen sich Merz und Scholz gegen Alice Weidel positionierten. [05:08]
                                                                                                        • Wigan Salazar glaubt, dass die Reaktion von Merz auf Weidels Aussage zur Neutralität Deutschlands im Ukrainekrieg spontan und effektiv war. [06:03]
                                                                                                        • „Ich glaub, dass das in dem Fall spontan war, denn dass Weidel sowas wie Neutralität gegenüber Russland raushaut, das war jetzt nicht zu erwarten und das war jetzt tatsächlich schnell reagiert und auch gut reagiert.“

                                                                                                          • Es wird die Professionalisierung der Social-Media-Arbeit der Parteien, besonders der CDU, besprochen. [07:34]
                                                                                                          • Die besten TV-Formate [09:38]

                                                                                                            • Torben Werner findet bürgerdialogische Formate aufgrund ihrer Spontanität und Unvorhersehbarkeit spannend. [10:28]
                                                                                                            • Er lobt die Moderation des Duells bei Bild und Welt. [11:14]
                                                                                                            • Kajo Wasserhövel kritisiert Springer, findet aber auch, dass man ausblenden kann, was sonst in dem Konzern passiert. [12:02]
                                                                                                            • Übersehene Geschichten und Themen [12:30]

                                                                                                              • Die Diskussion dreht sich um Geschichten, die im Wahlkampf untergegangen sind oder nicht die erwartete Resonanz fanden (z.B. Scholz' Bezeichnung von Joe Chialo als "Hofnarr"). [12:50]
                                                                                                              • Kajo Wasserhövel betont: „Also die Abstimmung der Union im Bundestag gemeinsam mit der AfD war schon ein Punkt, der den Wahlkampf verändert hat.“ [13:35]
                                                                                                              • Er kritisiert, dass über grundlegende Fragen, wie die geopolitische Lage und die Zukunft der Bündnispolitik, zu wenig gesprochen wird. [15:15]
                                                                                                              • Wigan Salazar findet, dass die neue Situation, veruracht durch US-Präsident Trump, zu wenig beachtet wird. [19:45]
                                                                                                              • Torben Werner spricht über den Wahlkampf der FDP und die interne Dynamik der Partei. [22:02]
                                                                                                              • Strategien im Wahlkampf-Endspurt [25:31]

                                                                                                                • Die Runde diskutiert die hohe Zahl der unentschlossenen Wähler (laut ZDF Politbarometer 28%). [25:47]
                                                                                                                • Wigan Salazar ist skeptisch bezüglich der Umfragemethoden und der tatsächlichen Größe dieser Gruppe. [26:18]
                                                                                                                • Kajo Wasserhövel glaubt, dass viele Wähler sich erst am Wahlwochenende entscheiden. [27:59]
                                                                                                                • Torben Werner beobachtet eine Tendenz, dass Wähler zwischen CDU und FDP oder SPD und Grünen schwanken, oft aus strategischen Gründen. [30:11]
                                                                                                                • Die Experten sind sich einig, dass im Endspurt vor allem direkte Ansprache und Mobilisierung vor Ort entscheidend sind. [33:23]
                                                                                                                • > Wasserhövel: „Das ist dann wirklich nur Ground Game.“
                                                                                                                  36 min
                                                                                                                • p&k LIVE #3: Jetzt reden die Journalisten
                                                                                                                  Politikjournalisten sprechen über die Lage kurz vor der Bundestagswahl 2025

                                                                                                                  Host: Tobias Schmidt, Autor von Politik und Kommunikation und Manager des Politikportfolios der Quadriga.

                                                                                                                  Gäste:

                                                                                                                  • Sara Sievert: Chefreporterin Politik, T-Online
                                                                                                                  • Beatrice Achterberg: Redakteurin im Berliner Büro, Neue Zürcher Zeitung (NZZ)
                                                                                                                  • Julius Betschka: Redakteur im Hauptstadtbüro, Stern
                                                                                                                  • Inhalt:

                                                                                                                    TV-Duelle und Wahlkampfstrategien:

                                                                                                                    • Julius Betschka merkt an, dass die TV-Duelle den Kandidaten immer wieder Chancen bieten, Botschaften zu platzieren, aber auch Risiken bergen. [ca. 00:01:07]
                                                                                                                    • Er beobachtet, dass Friedrich Merz (CDU) auf eine klare Botschaft gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD setzt. [ca. 00:01:16]
                                                                                                                    • Beatrice Achterberg stellt fest, dass Klimaschutz im Vergleich zu 2021 kaum noch Thema im Wahlkampf ist. [ca. 00:02:15]
                                                                                                                    • Sie findet es bemerkenswert, wie stabil die Umfragewerte sind und wenig einfluss die politischen Ereignisse haben.
                                                                                                                    • Tobias Schmidt bemerkt, dass Olaf Scholz (SPD) in den TV-Duellen solide abgeschnitten hat, die Umfragewerte aber stabil bleiben. [ca. 00:03:09]
                                                                                                                    • Sara Sievert ergänzt, dass die Umfragen bemerkenswert stabil sind, und politische Ereignisse scheinen wenig Einfluss zu haben. [ca. 00:03:53]
                                                                                                                    • Tobias Schmidt fasst zusammen, dass ein Fokus auf "Politics" (Personal) statt auf "Policy" (Inhalte) liegt. [ca. 00:06:16]
                                                                                                                    • Koalitionsoptionen und Herausforderungen:

                                                                                                                      • Beatrice Achterberg stellt fest, dass die Union Schwierigkeiten hat, die erhofften Umfragewerte zu erreichen, was Koalitionsverhandlungen erschwert. [ca. 00:08:06]
                                                                                                                      • Sie betont, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD von der Union ausgeschlossen wird. [ca. 00:09:05]
                                                                                                                      • Julius Betschka kritisiert Merz' Schlingerkurs und widersprüchliche Aussagen zur AfD, die für Verwirrung sorgen. [ca. 00:10:56]
                                                                                                                      • Er äußert Bedenken, ob den Wählern Merz vertrauen können. [ca. 00:12:07]
                                                                                                                      • Beatrice Achterberg sieht eine Dreierkoalition (z.B. Schwarz-Rot-Grün) als großes Problem für die Union. [ca. 00:13:37]
                                                                                                                      • Julius Betschka hält die Frage für offen, inwieweit Kompromisse bei strittigen Themen (z.B. Migration, Schuldenbremse) möglich sind. [ca. 00:21:16]
                                                                                                                      • Sara Sievert bemerkt, dass die FDP als "aufschnutziger" Koalitionspartner auftreten könnte. [ca. 00:26:44]
                                                                                                                      • Tobias Schmidt geht davon aus,, dass Markus Söder (CSU) ein "Quälgeist" für Merz bleiben wird. [ca. 00:27:50]
                                                                                                                      • Außenpolitische Lage:

                                                                                                                        • Tobias Schmidt erwähnt, dass die Verhandlungen zwischen den USA und Russland über die Ukraine ohne europäische Beteiligung für Kritik sorgen. [ca. 00:30:24]
                                                                                                                        • Beatrice Achterberg kritisiert, dass Europa die Chance verpasst hat, die Ukraine stärker zu unterstützen. [ca. 00:30:56]
                                                                                                                        • Sie weist darauf hin, dass die USA unter Trump eine "America First"-Politik verfolgen, die Europa vor Herausforderungen stellt. [ca. 00:31:23]
                                                                                                                        • Julius Betschka äußert die Befürchtung, dass die USA einen "Staatsstreich" erleben könnten. [ca. 00:32:17]
                                                                                                                        • Sara Sievert berichtet, dass Friedrich Merz plant, ein außenpolitisch aktiver Bundeskanzler zu werden. [ca. 00:34:22]
                                                                                                                        • Sie findet, dass die Beziehungen zu anderen Ländern (z.B. China, Indien, afrikanische Staaten) neu bewertet werden müssen. [ca. 00:35:04]
                                                                                                                        • Beatrice Achterberg findet die Reaktion von Merz überraschend unsouverän. [ca. 00:41:04] Julius Betschka findet die Reaktion von Merz richtig. [ca. 00:41:55]
                                                                                                                        • 47 min

                                                                                                                        About Maschinenraum

                                                                                                                        From the publisher's feed

                                                                                                                        Konrad Göke spricht über die Kommunikation in der politischen Öffentlichkeit. Die Analyse mit seinen Gästen geht eine Ebene tiefer als bei anderen Politikpodcasts. Nicht: Wer hat was gesagt? Sondern:…

                                                                                                                        More shows like Maschinenraum

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                                                                                                                        Eine Stunde History - Deutschlandfunk Nova

                                                                                                                        103 Listeners

                                                                                                                        Machtwechsel by Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander

                                                                                                                        Machtwechsel

                                                                                                                        118 Listeners

                                                                                                                        Table Today by Table.Briefings

                                                                                                                        Table Today

                                                                                                                        22 Listeners

                                                                                                                        RONZHEIMER. by Paul Ronzheimer

                                                                                                                        RONZHEIMER.

                                                                                                                        141 Listeners

                                                                                                                        POLITICO Berlin Playbook by POLITICO

                                                                                                                        POLITICO Berlin Playbook

                                                                                                                        16 Listeners