Bleibt in Bayern noch ein Stein auf dem anderen? Beginnt gar nach der Landtagswahl eine neue Zeitrechnung? Für die Staatspartei CSU ganz sicher, und zwar unabhängig von Prozentzahlen. Die Christsozialen haben nämlich schon im Wahlkampf in den Abgrund geschaut. Erschreckt mussten sie begreifen, dass sie nicht länger die unbestrittene Nummer Eins der Bayern-Versteher sind. Irgendwie, irgendwann kam der Partei das Gespür für Stimmungen abhanden. Davon wird sich die CSU lange nicht erholen. Weil andere inzwischen mitmischen. Weil die auch nach Posten streben. Weil sie ein etwas anderes Bild von Bayern haben. Es gibt viele Gründe, diese bayrische Landtagswahl für ein ganz besonderes Datum zu halten. Sie betrifft die gesamte Union. Und das Brüllen des bayrischen Löwen hören furchtsam auch die Preußen in Berlin.