Indoxylsulfat kann bei Katzen mit chronischer Nierenerkrankung (CNE) problematisch sein: Es wirkt sich nicht nur schädigend auf die Nieren aus, sondern beeinträchtigt auch Herz-Kreislauf-, sowie Immunsystem, Knochen- und Mineralstoffwechsel, sowie den Darm selbst. In diesem Podcast-Special mit Fachtierärztin Dr. Dr. Susanne Voß wird erläutert, warum dieses urämische Toxin relevant ist, welche Rolle die Darm-Nieren-Achse spielt und welche Therapien helfen können, das Fortschreiten der CNE zu verlangsamen und die Lebensqualität der Katze zu verbessern.
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Deine Katze hat eine chronische Nierenerkrankung – und du beobachtest, wie sie schleichend müder wird, schlechter frisst, vielleicht Maulgeruch hat oder der Toilettengang nicht mehr rund läuft? Du willst bestimmt verstehen, was hinter diesen Veränderungen steckt und wie du die Situation sinnvoll beeinflussen kannst, ohne planlos „alles gleichzeitig“ auszuprobieren.
Denn bei CNE gibt es einen Faktor, der besonders tückisch ist: Ein zentraler Antreiber kann im Hintergrund wirken, ohne dass du ihn sofort erkennst – und er betrifft nicht nur die Nieren, sondern kann gleich mehrere Systeme im Körper belasten. Genau das macht die Erkrankung so frustrierend: Du siehst deiner Katze lange nicht an, was in ihr passiert, bis die Folgen spürbar werden.
In diesem Special erklärt Fachtierärztin Dr. Dr. Susanne Voß, warum dieses Thema so relevant ist, welche Verbindung zwischen Darm und Niere dabei eine Schlüsselrolle spielt und an welchen Stellschrauben du gemeinsam mit deiner Tierarztpraxis ansetzen kannst. Hör rein, wenn du bessere Entscheidungen für deine CNE-Katze treffen willst – mit klarem Verständnis statt Bauchgefühl.
In der Folge geht es darum, warum Indoxylsulfat als urämisches Toxin bei chronisch nierenkranken Katzen zu den besonders schädlichen Stoffen zählt und wie es überhaupt entsteht – mit einem entscheidenden Ursprung im Darm über mikrobielle Abbauprozesse. Es wird erklärt, warum gesunde Nieren damit meist gut umgehen können, während es sich bei CNE im Körper anreichern und in Geweben Schäden auslösen kann, die Entzündungen und Vernarbungsvorgänge fördern und so das Fortschreiten der Erkrankung begünstigen. Außerdem wird eingeordnet, dass Indoxylsulfat nicht nur die Nieren betrifft, sondern mit weiteren Belastungen wie Herz-Kreislauf-Problemen, Blutdruckthemen, Immunveränderungen, Anämie, Darmproblemen und auch Auswirkungen auf andere Körperfunktionen in Verbindung gebracht wird. Es wird besprochen, warum man hohe Werte nicht zuverlässig „mit bloßem Auge“ erkennt und weshalb viele Veränderungen erst auffallen, wenn sich der Zustand wieder verbessert. Zum Abschluss geht es um die Priorisierung der Behandlugsbausteine nach Diagnose: welche Labor- und Begleitfaktoren in die Entscheidung einfließen können, warum CNE individuell betrachtet werden muss und weshalb Monitoring (inklusive Blutdruck und Urin) so wichtig ist. Hör dir die Folge an, wenn du die Zusammenhänge wirklich verstehen und dir konkrete Orientierung für die nächsten Schritte holen willst.