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Microgreens: schmackhafte Vitaminbomben


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Wie kommt man im Winter an natürliche Vitamine und schützt gleichzeitig Samenresten vor dem Ablaufdatum? Die Lösung: Microgreens – junge Gemüsekeimlinge. Diese schmecken intensiver als das ausgewachsene Gemüse, eher wie Gewürz, und enthalten deren Nährstoffe quasi im Konzentrat.«Im Gegensatz zu Sprossen wie Kresse zieht man Microgreens wie echtes Gemüse in Erde und im Sonnenlicht», erklärt Eveline Dudda, die als Agronomin und Gartenbuchautorin viel Erfahrung mit Gartenpflanzen hat. Eignen würden sich dieselben Samen wie für Salate, Gemüse und Kräuter, die in ausgewachsenem Zustand geerntet werden. Eine Ausnahmen würden Nachtschattengewächse und Bohnen bilden, denn davon esse man ja auch die Blätter nicht.Eveline Dudda erklärt, wie die Microgreens gelingen:Am besten eigne sich der Daumen als Massstab: Man nimmt eine Aussaatschale oder ein Gefäss, das etwa einen Daumen hoch ist, und füllt es mit Erde.Eveline Dudda holt Erde vom Maulwurfhügel direkt aus dem Garten.Man säht relativ dicht, ähnlich wie Kresse, drückt die Samen an und bedeckt sie dünn mit etwas Erde.Konzentriert bewässern! Die Erde muss immer etwas feucht sein, aber nicht zu nass. Am besten eignet sich eine kleine Brause, damit man die Samen nicht wegschwemmt.Die Schalen auf den Fenstersims innen stellen, wo es warm und hell ist. Dann: Warten.Nach zwei bis vier Wochen sind die Microgreens bereit für die Ernte.Geerntet werden die jungen Pflanzen, wenn sie mindestens zwei voll entwickelte Keimblätter und höchstens zwei echte Laubblätter aufweisen. Gegessen werden Stängel und Blätter.Microgreens eignen sich auch dafür, angefangene Saatgutpäckchen aufzubrauchen. Denn die Keimfähigkeit von Samen nimmt meistens nach zwei, drei Jahren ab. Um das Saatgut für Microgreens zu verwenden, lohnt es sich, biologisch produzierte Samen zu kaufen. Hat man kein Saatgut, kann man auch das Chuchichäschtli öffnen: Linsen, Chiasamen, Leinsamen oder Buchweizen keimen auch, sofern die Samen ganz sind.Da Microgreens intensiver schmecken als das Gemüse selber, eher wie ein Gewürz, eignen sie sich für Salate oder auf das Butterbrot, als Gewürz auf der Suppe oder als Hingucker am Tellerrand.
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