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Rettungshubschrauber im Death Valley in Kalifornien starten nicht, weil es zu heiß ist: Das lässt erstmal stutzig werden. Aber die Meldung von zwei abgelehnten Einsätzen im Nationalpark Joshua Tree an einem Wochenende sind kein Fake. Tatsächlich wurden in der Gegend im Death Valley tageweise Temperaturen bis zu 53 Grad Celsius erreicht und das scheint Auswirkungen auf die Helikopter zu haben. TR-Redakteur Gregor Honsel hat sich dazu Gedanken gemacht und auch mal Rechnungen mit Luftdruckwerten gemacht.
Außerdem im Weekly:
Medizin: Ein Forscherteam ist durch Zufall auf ein relativ schlichtes Mittel gestoßen, das gegen hormonell bedingten Haarausfall – der Androgenetischen Alopezie – helfen.
Tipp der Woche: der Newsletter „Ein Song reicht“
Was tun gegen die vielen Lieferfahrzeuge in den Innenstädten? Das kürzlich abgeschlossene Projekt „LogIKTram“ in Karlsruhe hat eine originelle Antwort darauf: Pakete mit einer Straßenbahn transportieren. Wie sie genau aussieht und was, darum geht es in dieser Ausgabe. Und auch um mögliche Hürden für dieses Konzept. Diese liegen vermutlich, wie so oft, nur zum Teil im technischen Bereich.
Außerdem im Weekly:
Werden Sprachmodelle immer dümmer? Schon lange wird vermutet, dass große Sprachmodelle immer unfähiger werden, wenn Sprachmodelle mit Texten von Sprachmodellen trainiert werden. Statt eloquenter Aufsätze kommt am Ende womöglich nur Gestammel heraus. Eine Studie in Nature bestätigt diesen Verdacht – doch es gibt auch Kritik.
Tipp der Woche: das Buch "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?" von Philip K. Dick
„Der Begriff ‚Nachhaltigkeit‘ wird so inflationär verwendet. Man kann nachhaltig reisen, man kann nachhaltig einkaufen, Hotels sind nachhaltig, alles. Aber was heißt das eigentlich?“, das fragte sich der promovierte Chemiker Bernhard Weßling lange. Um die Nachhaltigkeit eines Produktes oder einer Dienstleistung anzugeben, fallen oft Begriffe wie „CO2-Fußabdruck“ oder „Energiebilanz“. Doch diese bilden nur einen Teil der Wirklichkeit ab, denn sie ignorieren Faktoren wie Rohstoff- oder Flächenverbrauch. Weßling plädiert daher für die Entropie als Maßstab, also das „Maß der Unordnung“.
Weßling, Jahrgang 1951, hat sich als Forscher viel mit Thermodynamik beschäftigt und darüber ein Sachbuch mit dem Titel „Was für ein Zufall. Über die Unvorhersehbarkeit, Komplexität und das Wesen der Zeit“ geschrieben.
1990 war er Mitgründer einer der ersten Windparks in den neuen Bundesländern. Er setzt sich zudem stark für den Artenschutz ein, zum Beispiel im Rahmen eines Auswilderungsprojekts für Schreikraniche in Nordamerika. Heute ist er Mitgesellschafter und Geschäftsführer des Biolandwirtschaftsbetriebs „Kattendorfer Hof“ in Schleswig-Holstein, der mit rund 90 Mitarbeitenden 450 Hektar Fläche bewirtschaftet.
Warum er Entropie als besseren Maßstab sieht, um Energiebilanzen anzugeben und zu vergleichen, erklärt er im Gespräch mit TR-Redakteur Gregor Honsel.
Nachtrag: Das gedruckte Interview mit Bernhard Weßling findet sich in der gedruckten Ausgabe von MIT Technology Review, Ausgabe 6/2024.
Das US-Unternehmen Kalocyte arbeitet an einem Blutersatz als Pulver. Man versetzt es im Bedarfsfall mit reinem Wasser und dann steht es auch schon zur Verfügung. Das Pulver ist dem Unternehmen nach zwei Jahre haltbar und muss nicht gekühlt werden. Damit umgeht es zwei Nachteile von menschlichem Blut: Es muss gekühlt werden und ist nur 42 Tage haltbar. Woraus das Pulver von Kalocyte genau besteht und wie gut es funktioniert, erklärt TR-Autorin Veronika Szentpétery-Kessler.
Außerdem im Weekly:
Künstliche Intelligenz: Konkrete Details rund um das Project Strawberry von OpenAI sind noch streng geheim. TR-Redakteur Wolfgang Stieler hat zwei Ideen, welche Ansätze drin stecken könnten.
Tipp der Woche: der Podcast „Shell Game“ von dem Journalisten Evan Ratliff
Forscher:innen in Schweden ist es erstmals gelungen, einzelne Lagen an Gold zu erschaffen, die nur eine Atomschicht dünn sind. Golden – mit Betonung auf dem „e“ nennen sie diese Schicht – ganz nach dem Vorbild der ebenfalls einatomigen Lage von Kohlenstoff, Graphen. Das Ganze ist ein 2D-Gitter, das praktische Eigenschaften mit sich bringt, welche das sind und wie die Forscher:innen vorgegangen sind, berichtet TR-Redakteurin Andrea Hoferichter.
Außerdem im Weekly:
Mobilität: Die italienische Staatsbahn Trenitalia möchte ab 2026 die Fernstrecke München – Mailand bedienen. TR-Redakteur Gregor Honsel gibt Einblick in das Vorhaben.
Tipp der Woche: Auf der Plattform „Data Workers Inquiry“ ist ein Podcast zu hören, der sich um die prekären Arbeitsverhältnisse von Content Moderatoren dreht:(https://t3n.de/news/ki-clickworker-ausbeutung-1634433/)
Für das überlichtschnelle Reisen interessieren sich Forscher:innen schon lange – sowohl Star-Trek-Fans als auch weniger Science-Fiction-Affine. Vorrangig geht es da um die mathematische Durchführbarkeit dieser Antriebsart. Der Astrophysiker Prof. Dr. Tim Dietrich und seine Kolleg:innen Katy Clough und Sebastian Khan setzen mit ihrer Veröffentlichung allerdings an einem anderem Punkt an. Ihr Ausgangsszenario: Wenn es außerirdische Zivilisationen gäbe, die einen Warp-Antrieb bereits entwickelt und eingesetzt haben, wonach müssten die Menschheit suchen, um die Spuren eines Kollabs der Warp-Blase zu belegen? Die Antwort liegt in den Gravitationswellen. [Wie das alles zusammenhängt, erklärt TR-Redakteur Wolfgang Stieler.](https://t3n.de/news/star-trek-warp-drive-signatur-simulieren-1634576/)```
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Außerdem im Weekly:
Tipp der Woche: der Podcast "A Sense of Rebellion" von Evgeny Morozov
Mal ehrlich: Könnt ihr die Emotionen eures Gegenübers immer genau einordnen? Wir Menschen sind darin nicht besonders gut. Zwischen 60 und 70 Prozent liegt die Trefferquote. Da ist es schon beachtlich, dass das neuronale Netz von Forscher:innen des KIT und der Uni Duisburg-Essen auf 69 Prozent kommt: Es hat die „affektiven Zustände“ von Tennisspieler:innen erkannt. Was sich hinter dem Begriff verbirgt, wie er sich von Emotionen unterscheidet - und warum gerade Tennisspieler:innen als Training und Untersuchungsgruppe dienten, das berichtet TR-Redakteur Wolfgang Stieler.
Außerdem im Weekly:
Mobilität: Der Biodiesel HVO100 ist seit einigen Wochen an Tankstellen in Deutschland erhältlich. Er gilt als umweltfreundlich, doch es gibt da eine Lücke, die offenbar zu Auf und Trug einlädt, weiß TR-Redakteur Gregor Honsel.
Tipp der Woche: die neueste Folge des Podcasts „The Conversation Weekly“, in der es um einen Typen geht, der die Anleitung für eine 3D-gedruckte Waffen online gestellt hat.
Auf der Konferenz "KI-basierte Robotik 2024" in Berlin hatte Angela Schoellig das Robotics Institute Germany neben Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger und Prof. Tamim Asfour vom Karlsruher Institut für Technologie vorgestellt. Das Institut soll künftig die zentrale Anlaufstelle für Robotik in Deutschland sein.
Deshalb ist es für TR-Redakteur Wolfgang Stieler im Gespräch mit Schoellig zum einen interessant herauszufinden, welchen Schub die Künstliche Intelligenz der Robotik verleihen kann. Des Weiteren geht es darum zu klären, wie Deutschland im Bereich Robotik aufgestellt ist, gerade vor dem Hintergrund der vielen Medienmeldungen über Roboter von großen US-Firmen wie Boston Dynamics oder auch Tesla.
Kürzlich hat der OpenAI-Mitbegründer Ilya Sutskever das Unternehmen verlassen und jetzt ein eigenes Startup gegründet. Safe Superintelligence Inc. heißt es und laut Sutskever will man auch erst mit einem Produkt an die Öffentlichkeit treten, wenn dies sicher ist. Daher gibt es aktuell nicht viele Informationen über das KI-Konzept oder das Geschäftsmodell. Dennoch schauen wir uns die Person Sutskever mal genauer an und TR-Redakteur Wolfgang Stieler erläutert, was von Safe Superintelligence zu erwarten ist.
Außerdem im "Weekly":
Elektromobilität: Alle, die gerade überlegen, sich ein Elektroauto zuzulegen, sollten genau hinhören. TR-Redakteur Gregor Honsel erklärt, welche Maßangabe besonders wichtig ist, aber bisher wenig Beachtung findet.
Tipp der Woche: der Podcast „Das Leben des Brain“ des Journalisten Bent Freiwald
Im US-Bundesstaat Wyoming hat der Bau eines neuen AKWs begonnen. Nach den Plänen des Unternehmens Terrapower soll dort ein Atomkraftwerk entstehen, das auf Natrium-Reaktoren setzt. Das Konzept sieht die Anlage als sogenannte kleine, modulare Reaktoren vor, auch SMR (small, modular reactors). Sie sollen durch ihre kompaktere Bauweise weniger kosten und geringere Umwelt- und Finanzrisiken mit sich bringen. Mit an Bord des Projekts ist Bill Gates, der Terrapower vor einigen Jahren mitbegründet hat und mitfinanziert. Wie das AKW funktioniert, das Natrium als Kühlungsmittel benutzt, erläutert TR-Redakteur Wolfgang Stieler.
Außerdem im "Weekly":
Tipp der Woche: der Fantasy-Roman „Der Rabengott“ ist das neueste Werk der Autorin Ann Leckie. Wolfgang, der bereits ihren Debüt-Science-Fiction-Roman „Die Maschinen“ gelesen hatte, gibt einen Einblick, wie überzeugend er die Fantasy-Geschichte fand.
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