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Klöster, Bischöfe und die Kirche allgemein sprachen im Mittelalter genauso Recht wie die Kaiser und Fürsten. Mit einem speziellen Blick auf die Situation am Bodensee zu Beginn des 11. Jahrhunderts gehen wir gemeinsam mit Cornelia Scherer der Frage nach, welche Rechtstexte in dieser Zeit rezipiert und genutzt wurden. Dabei klären wir auch ganz grundlegend die Frage, wie Recht und Rechtsprechung im Mittelalter allgemein funktionierte.
Mehr Informationen zur Großen Landesausstellung „Welterbe des Mittelalters – 1300 Jahre Klosterinsel Reichenau“ findet ihr unter www.ausstellung-reichenau.de
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Neben den zahlreichen Männerklöstern gab es im Mittelalter ebenso viele Gemeinschaften für Frauen. Doch inwiefern unterschied sich deren Leben von dem der Mönche? Gemeinsam mit der Theologin Gisela Muschiol sprechen wir über die Entstehung dieser Nonnengruppen, welche Rolle Männer für sie spielten und die Bildung der Frauen.
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Krankheiten und Behinderungen waren im Mittelalter genauso üblich wie in unserer modernen Welt. Der straff strukturierte Klosteralltag scheint auf den ersten Blick jedoch kaum Rücksicht auf die betroffenen Personen zuzulassen. Wie schwierig es ist, diese Phänomene überhaupt quellenkritisch zu greifen, und wie die Klöster mit dieser Aufgabe umgingen, besprechen wir mit Jan Ulrich Büttner.
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Zum Geschichtspodcast der Uni Bremen
Die Handschriften aus dem Kloster Reichenau gehören zu den prachtvollsten des europäischen Mittelalters. Kaiser, Könige und Bischöfe schätzten ihre Qualität und so verwundert es kaum, dass 10 besonders imposante Schriften in das UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen. Gemeinsam mit Klaus Gereon Beuckers sprechen wir über die Entstehung dieser Highlight-Exponate, die auch in der Großen Landesausstellung ab April 2024 zu sehen sein werden. Dabei entstanden die Handschriften natürlich nicht ohne Zweck und so gibt unser Gesprächspartner auch detaillierte Einblicke in die Verwendung der "Bücher aus Gold".
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Liebe im Kloster? Kann das sein? Gemeinsam mit dem Historiker Albrecht Diem begeben wir uns auf eine spannende Reise durch die Quellen des Frühmittelalters. Neben literarischen Werken werfen wir einen Blick in die Klosterregeln der Zeit, um zu ergründen, wie Freundschaft, Liebe und sexuelle Anziehung zwischen Mönchen im Kloster Reichenau des 9. Jahrhunderts diskutiert wurden.
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Das eingangs zitierte Gedicht im Lateinischen Original:
Gelesen durch Dr. Katharina Gedigk vom Podcast Epochentrotter: https://epochentrotter.de/
Der Investiturstreit zwischen Papst und Kaiser war für das Europa des 11. Jahrhunderts ein erschütterndes Ereignis. Auch die bis hierhin in Freundschaft koexistierenden Klöster Reichenau und St. Gallen fanden sich auf unterschiedlichen Seiten des Konflikts wieder. Zusammen mit dem Historiker Prof. Dr. Thomas Zotz sprechen wir darüber, was diese Kriegssituation für die Mönche mit sich brachte, wie sie damit umgingen und wie sehr die Klöster in gewaltsame Auseinandersetzungen involviert waren.
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Musik war im Kloster mehr als nur Freizeitgestaltung. Die Klänge von singenden Stimmen und einzelnen Instrumenten waren wichtige Elemente des Gottesdienstes – teils mehr als acht Stunden am Tag sangen die Mönche und Nonnen. Mit dem Musikhistoriker Stefan Morent schauen wir uns genauer an, wie Musik im Kloster funktionierte und wie sie klang. Nicht unerwähnt bleiben kann dabei der Mönch Hermann von der Lahme, der im 11. Jahrhundert bedeutende Abhandlungen zur Musik schrieb und eigene Werke auf der Reichenau komponierte. Unser Interviewpartner gibt zudem spannende Einblicke in die Praxis seines Ensembles für mittelalterliche Musik, mit dem er zuletzt noch einige Werke Hermanns eingesungen hat.
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Das Ensemble 'Ordo Virtutum' von Stefan Morent findet ihr unter folgendem Link:
Ordo Virtutum – Musik des Mittelalters
Die Vorstellung vom dunklen Mittelalter bringt es meist auch mit sich, dass das Latein des Mittelalters als 'Küchenlatein' verschrien und schlecht gemacht wird. Inwieweit dieses Geschichtsbild zutrifft, klären wir mit dem Latinisten Tino Licht. Dabei sprechen wir über kreative Spottverse, Bildung und Lernen im Kloster des Mittelalters sowie das Reichenauer Dichtergenie Walahfrid Strabo. Zusätzlich rezitiert unser Interviewpartner einige lateinische Verse und gibt so einen Einblick, wie die Sprache in den klösterlichen Mauern geklungen hat. Einschalten lohnt sich also!
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Bauen wie im 9. Jahrhundert – diese Zielvorgabe hat sich der Campus Galli gesetzt. Das Projekt in Meßkirch, unweit des Bodensees, hat sich den St. Galler Klosterplan zum Vorbild genommen und möchte auf seiner Grundlage ein frühmittelalters Kloster mit ebenso mittelalterlichen Techniken errichten. Wir sprechen mit dem Geschäftsführer des Campus, Hannes Napierala, darüber, was es bedeutet, die Theorie in die Praxis umzusetzen und welche neuen Erkenntnisse daraus gezogen werden können. Begebt euch mit uns auf eine Reise in die Experimentelle Archäologie und Living History!
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Die Angebote des Campus Galli findet ihr unter den folgenden Links:
Webseite: Campus Galli
Instagram: campusgallimesskirch
Facebook: CampusGalliMesskirch
Er ist eines der bekanntesten und spannendsten Zeugnisse aus dem Mittelalter: der St. Galler Klosterplan. Die um 825 auf der Klosterinsel Reichenau angefertigte Zeichnung fasziniert seit Jahrhunderten die Wissenschaft und hat schon allerlei Interpretationen erfahren. Zusammen mit dem Bewahrer des Klosterplans, dem St. Galler Stiftsbibliothekar Cornel Dora, sprechen wir über die lange Forschungsgeschichte und werfen anhand jüngster Forschungen ein neues Licht auf den Plan.
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Die Angebote der Stiftsbibliothek St. Gallen findet ihr unter den folgenden Links:
Instagram: @stiftsbezirk_stiftsbibliothek
Facebook: Stiftsbibliothek St. Gallen
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