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In dieser Folge von „Mutig und Klug fragt“ spricht Janina Rüger-Aamot mit Colette Rückert-Hennen, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der EnBW, über eine Frage, die viele Organisationen heute neu beantworten müssen: Unter welchen Bedingungen können Menschen dauerhaft Leistung erbringen?
Das Gespräch beginnt an einem unerwarteten Punkt. Colette Rückert-Hennen erzählt, dass sie als junge Frau ernsthaft darüber nachgedacht hat, Musicalstar zu werden. Eine Bühne verlangt Disziplin, Kritikfähigkeit und die Bereitschaft, sich ständig weiterzuentwickeln. Diese Erfahrung führt schnell zu einem Gedanken, der sich durch das gesamte Gespräch zieht: Leistung entsteht nicht allein durch Talent oder Motivation, sondern durch Strukturen und Rahmenbedingungen, die sie möglich machen.
Rückert-Hennen beschreibt Menschenzentrierung deshalb nicht als romantische Idee von Unternehmenskultur, sondern als wirtschaftliche Logik. Wer Verantwortung für ein Unternehmen trägt, müsse verstehen, was Mitarbeitende brauchen, um „optimal und effizient und performant“ arbeiten zu können. Gute Rahmenbedingungen seien keine Zugabe, sondern Teil von Performance.
Wir sprechen darüber, wie Führung in unsicheren Zeiten Orientierung geben kann, wie Organisationen mit technologischen Veränderungen wie KI umgehen und warum flexible Arbeitsmodelle auch in Führungsrollen funktionieren können. Rückert-Hennen sagt dazu klar: Ein großer Teil ihres oberen Managements arbeitet in Teilzeit – „und das klappt sensationell gut“.
Auch Themen, über die in Unternehmen oft wenig gesprochen wird, kommen zur Sprache: Inklusion, gesellschaftliches Engagement neben der Arbeit und Lebensphasen wie die Menopause, die viele Frauen im Berufsleben betreffen, aber selten offen diskutiert werden.
Colette Rückert-Hennen ist Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der EnBW und verantwortet dort die Personalstrategie eines der größten Energieunternehmen Deutschlands.
Mehr über Colette Rückert-Hennen
Mehr über den Podcast „Mutig und Klug fragt“
Als ich gesehen habe, dass Sabrina Hanner Juristin ist und heute eine Bildungsakademie in der Energiewirtschaft leitet, war ich sofort neugierig. Wie kommt man von der juristischen Analyse in die Gestaltung von Lernformaten? Und was treibt jemanden an, sich ausgerechnet der Weiterbildung im Kontext der Energiewende zu widmen?
Im Gespräch hat mich besonders ihr Satz beschäftigt: „Ich wollte raus aus der Betrachtung von Problemen rein in die Gestaltung von Lösungen.“ Diese Bewegung – weg vom Prüfen, hin zum Gestalten – zieht sich durch unser gesamtes Gespräch. Und sie macht deutlich, dass Bildung für Sabrina kein Nebenschauplatz ist, sondern ein strategischer Hebel.
Worum geht's?
Wir sprechen darüber, warum die Energiewende „nicht nur ein technisches Projekt, sondern auch ein Bildungsprojekt“ ist. Das klingt zunächst groß – wird im Gespräch aber sehr konkret. Es geht um Fachkräfte, um offiziell anerkannte Abschlüsse, um Durchlässigkeit im Bildungssystem und um die Frage, wie Lernen in ein volles Berufsleben passen kann.
Besonders spannend fand ich ihre Haltung zur Mitarbeiterbindung. Bildung soll kein Instrument sein, um Menschen festzuhalten. „Ich würde nicht sagen, dass Bildung ein Hemmnis dafür sein sollte, dass man jemanden im Unternehmen klammern möchte.“ Das ist eine klare Führungsposition.
Auch das Thema Skepsis bei Veränderungen kommt zur Sprache. Was passiert, wenn man Strukturen neu denkt? Und wie entsteht Vertrauen? Für alle, die sich umorientieren, führen oder Organisationen weiterentwickeln, steckt in diesem Gespräch viel Substanz.
Zur Gästin
Sabrina Hanner ist Geschäftsführerin der Bayernwerk Akademie, einer eigenständigen GmbH im Umfeld des Bayernwerks. Sie hat Jura studiert, im Konzernumfeld gearbeitet und verantwortet heute eine Bildungsstrategie, die technische Qualifikation, akademische Abschlüsse und moderne Lernformate verbindet. Ihr Fokus liegt auf Durchlässigkeit, Qualität und strategischer Wirkung.
Links:
Mehr zur Bayernwerk Akademie: https://www.bayernwerk.de/de/akademie.html
Mehr Folgen von „Mutig und Klug fragt“: https://mutig-und-klug.de/
Es gibt viele Wege, sich mit Geld auseinanderzusetzen. Immobilien, ETFs, Aktien, die eigene Bildung, eine Gründung – und seit einigen Jahren eben auch Krypto. Mich hat an diesem Thema weniger der Hype interessiert als die Frage, wie Menschen verantwortungsvoll und informiert damit umgehen. Als ich auf Vera Claas gestoßen bin, war meine Neugier sofort geweckt. Nicht nur wegen ihrer heutigen Rolle, sondern vor allem wegen ihres Weges dorthin. Ich wollte verstehen, wie sie in einer Branche arbeitet, die oft als abstrakt, technisch oder exklusiv wahrgenommen wird – und wie sie sich darin selbst verortet.
Vera Claas ist Managing Director der nxtAssets GmbH. Sie kommt aus dem klassischen Banking, war viele Jahre in Beratung und Kapitalmarktumfeld tätig und bringt eigene Gründungserfahrung mit. Ihre Perspektive verbindet technisches Verständnis, regulatorische Realität und eine klare Haltung zu Kundenverantwortung und Transparenz.
Im Gespräch ist mir besonders ihre Klarheit hängen geblieben. Vera Claas spricht ruhig, präzise und ohne Überhöhung über Verantwortung, Risiko und Vertrauen. Sie war zudem die erste Gästin, die mir im Interview selbst eine Frage gestellt hat – ein Moment, der mich kurz sprachlos gemacht hat und der mir dieses Gespräch nachhaltig in Erinnerung behalten wird. Es geht hier nicht um schnelle Antworten, sondern um Haltung.
Wir sprechen über finanzielle Selbstbestimmung als Voraussetzung von Freiheit, über Kundenorientierung im Finanzmarkt und über das Spannungsfeld zwischen Regulierung und Innovation. Es geht um Gründungserfahrung, um Führung in einem jungen, hochregulierten Umfeld und um die Frage, was Sicherheit eigentlich bedeutet – für Anlegerinnen, für Unternehmen und für die eigene Entscheidungsfindung. Auch der Blick auf Krypto jenseits von Schlagzeilen, Betrugsfällen und Versprechungen spielt eine Rolle, ebenso wie die Verantwortung, Wissen verständlich zugänglich zu machen.
Mehr zu Vera Claas und ihrer Arbeit: https://nxtassets.com
Ich war wirklich aufgeregt vor diesem Gespräch.
Christian Berg ist CEO der AllBright Stiftung und ehemaliger Diplomat. Seit Jahren hält er deutschen Vorständen den Spiegel vor – mit Zahlen, Analysen und den inzwischen legendären roten, gelben und grünen Briefen. Und genau darüber sprechen wir auch in dieser Folge.
Wir reden darüber, warum Frauen in Krisenzeiten besonders häufig von Beförderungen ausgeschlossen werden. Warum sich Unternehmen dann für das vermeintlich „Sichere“ entscheiden. Christian sagt dazu einen Satz, der hängen bleibt:
Ein zentrales Thema ist der sogenannte Thomas-Kreislauf. „Thomas befördert Thomas“, sagt Christian. Gemeint ist kein Name, sondern ein Muster: Führungskräfte fördern Menschen, die ihnen ähnlich sind – im Alter, im Werdegang, im Denken. Das Ergebnis sind erstaunlich homogene Führungsteams. Und wenig Innovation.
Wir sprechen darüber, warum eine einzelne Frau im Vorstand noch keine Diversität bedeutet. Christian formuliert es sehr klar:
Besonders spannend fand ich unseren Blick nach Schweden. Dort ist Elternzeit für Männer keine nette Option, sondern gesellschaftliche Erwartung. „Dann ist es peinlich, wenn du nicht sechs Monate Elternzeit nimmst“, sagt Christian. Nicht nur gegenüber der Partnerin, sondern auch gegenüber dem Arbeitgeber. Ein Satz, der viel über Kultur, Normalität und Karrierechancen sagt.
Am Ende wird das Gespräch sehr grundsätzlich. Es geht um Macht, Privilegien und Verantwortung. Und um eine Frage, die sich jede Führungskraft stellen sollte:
Hör rein – und lass uns darüber sprechen, was sich wirklich ändern müsste.
In dieser Episode von „Mutig und Klug fragt“ sprechen wir über ein Thema, das in der Start-up-Szene tabuisiert wird: Insolvenz. Host Janina Rüger-Aamot trifft auf Anwalt und Startup-Begleiter Felix Buchmann. Er erklärt, was drohende Zahlungsunfähigkeit wirklich bedeutet, warum Überschuldung oft unbemerkt bleibt und wieso Geschäftsführer:innen persönlich haften, wenn zu spät reagiert wird.
Felix bricht die romantisierte Vorstellung vom Gründen: Teamkonflikte, falsche Motive und fehlende Verträge sind die häufigsten Gründe, warum Start-ups implodieren – nicht die Idee oder der Markt. Gleichzeitig zeigt er, weshalb ein gut geführtes Insolvenzverfahren Unternehmen retten kann und wie Gründer:innen durch Vorbereitung, ehrliche Gespräche und professionelle Beratung Krisen überstehen.
Wenn Du gründest, an einem Geschäftsmodell arbeitest oder wissen willst, wie Du Haftungsfallen vermeidest, ist diese Folge Dein Realitätscheck und Mut-Booster. Du erfährst, was Du vor der Gründung klären solltest, wie Teamdynamiken Start-ups zerlegen können und warum Mut nicht darin liegt, alles allein zu stemmen, sondern frühzeitig Hilfe zu holen. Folge anhören, Wissen mitnehmen, besser entscheiden.
Hier geht's zur Mutig und Klug Seite:
https://mutig-und-klug.de/podcast/s06-e06-start-up-anwalt-felix-buchmann/
Ich durfte mit Sabine Hahn sprechen – Vorständin bei Züblin und eine Frau, die Veränderung liebt. Vom ersten Bungee-Sprung über dem Neckar bis zum Vorstandsposten zieht sich bei ihr ein Thema durch: Mut.
Worum geht’s?
Wer ist die Gästin?
Was war besonders spannend?
Das Interview mit Dominik war für mich eine Herzensangelegenheit, da ich alle Fragen, auf die ich gerne eine Antwort gehabt hätte vor 20 Jahren, stellen konnte. Als ich Akkordeon studierte und die ersten Schritte auf meinen Weg als freie Musikerin ging, war die Welt noch eine andere. Social Media – was ist das? Und doch sind viele Dinge gleich geblieben: Wie stelle ich mich dar? Wie positioniere ich mich? Wer soll meine Kunst hören? Wer soll sie zahlen? Ich hoffe, dass viele, die sich gerade auf den Weg machen, von diesem Interview profitieren.
Worum geht’s?
Wer ist der Gast?
Besonders spannend:
👉 Mehr über Dominik: www.joelsohn.com
Mutig und Klug fragt – S06-E03 mit SWR-Kommunikationschefin Anja Görzel
„Als Journalistin damals nirgendwo konnte ich unabhängiger arbeiten.“ – dieser Satz von Anja Görzel zieht sich wie ein roter Faden durch unser Gespräch.
In dieser Folge spreche ich mit ihr über Pressefreiheit, Vertrauen in Medien, Fehlerkultur, Rundfunkbeitrag und die Verantwortung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Zeiten von Fake News und Shitstorms. Wir sprechen über Nahbarkeit, Wandel und darüber, warum es dringend ein Schulfach Medienkompetenz geben müsste.
Besonders spannend: Anja erzählt offen von Karriereknicken, Selbstzweifeln und davon, wie sie es geschafft hat, ihren Weg im SWR über drei Jahrzehnte zu gestalten – bis hin zur Rolle als Kommunikationschefin.
Warum wir über Pressefreiheit sprechen müssen
Anja Görzel – Drei Jahrzehnte im SWR
Finanzierung und Unabhängigkeit
Fehlerkultur im Journalismus
Medienkompetenz als Schulfach
Kritik, Shitstorms und Nahbarkeit
Karrierewege, Gleichstellung und Selbstzweifel
Links & weiterführende Infos
Was nimmst Du aus dieser Folge mit?
Diskutiere mit uns und lass uns wissen, welche Themen Dich besonders berührt haben.
Was für ein Energiebündel ist denn bitte diese Frau? Katharina Wolff gibt uns die Ehre, mit voller Power und vielen Geschichten. Sie erzählt uns von ihrem Alltag als Herausgeberin.
Worum geht’s?
Wer ist die Gästin?
Was war besonders spannend?
Mehr zu Katharina und STRIVE: www.strive-magazine.de
Mehr zu uns: www.mutig-und-klug.de
Folgt uns für mehr auf Spotify und Apple Podcasts.
Mutig und Klug fragt… eine Möglichmacherin.
Petra Nabinger hat gerade ihr achtes Buch veröffentlicht: Frauen in Spitzenpositionen. In der Podcastfolge erzählt sie, warum ihr Engagement für Gleichberechtigung mehr ist als ein Herzensthema. Ob im Verein FidAR, im Netzwerk FiF der Sparkassen-Finanzgruppe oder beim Schreiben – Petra macht Frauen sichtbar. Ihre Ausdauer und ihr Mut beeindrucken mich zutiefst.
Wir sprechen über Rückschläge, über Mut zur Sichtbarkeit, über Netzwerke – und darüber, warum das Patriarchat nicht durch Leistung gestürzt wird, sondern durch Systemveränderung.
Wie Petra vom Pseudonym zur FAZ-Autorin wurde
Petra Nabinger ist Autorin, Bankerin, Netzwerkerin – und kämpft mit Leidenschaft für mehr Frauen in Entscheidungspositionen. In ihrem neuen Buch porträtiert sie acht Frauen, die mit ganz unterschiedlichen Lebensmodellen Karriere gemacht haben – ungeschönt, offen, inspirierend.
🔗 Zur Website von Petra Nabinger:
Zum Buch auf Amazon: Frauen in Spitzenpositionen:
Hier geht's zur Mutig und Klug Website: https://mutig-und-klug.de/podcast/s06-e01-autorin-petra-nabinger-frauen-in-spitzenpositionen/
„Mutig und Klug fragt“ ist eine kostenfreie Audiobibliothek für Gründerinnen und künftige Führungskräfte. Entstanden aus dem Wunsch, etwas zurückzugeben – an die Community, die Vera Lyko und Janina Rüger-Aamot bei ihrer eigenen Gründung von econoyou.de gestärkt hat.
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