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Menschen sind zum Glück keine Maschinen, sondern haben eine Seele und sind zu Gefühlen und anderen Regungen fähig. Der Zorn ist so eine menschliche Gefühlsregung, so ein Affekt. Und zwar ein ganz besonderer.
Zorn hat in der Regel einen Anlass, ist begründet. Da gibt es etwas, das bringt mich auf die Palme. Oder da ist jemand, der versetzt mich in Rage durch sein Tun oder Nichstun. Das macht mich zornig, und das löst etwas aus. Eine nahe Verwandte des Zorns ist die Wut, aber die ist oft maßlos und selbstzerstörerisch. Zorn ist auch nicht ohne, ist aber nicht nur und nicht immer schlecht.
Es gibt den sprichwörtlichen gerechten Zorn; in der Bibel ist manchmal die Rede vom Zorn Gottes, aber selbst wenn Gott zürnt, ist er immer noch ein Muster an Selbstbeherrschung. Bei zornigen Menschen kann man da nicht so sicher sein. Und anders als der allwissende Gott können Menschen wie Sie und ich auch daneben liegen mit der eigenen Einschätzung der Lage und zu Unrecht zornig sein. Da ist es dann gut, wenn jemand eingreift und die Temperatur wieder herunterregelt. Auf den Zorn mäßigend einwirkt. Das ist buchstäblich eine Moderationsaufgabe.
In Salomos 3.000 Jahre alter Sammlung von Sprichwörtern findet sich in Kapitel 15 eine hilfreiche Empfehlung zum Umgang mit Zorn. Zitat: „Eine freundliche Antwort dämpft den Zorn, aber ein verletzendes Wort steigert ihn.“ Zornigen Menschen nicht noch weiter einheizen, sondern ihnen dazu verhelfen, dass sie überlegt vorgehen und nichts tun, was ihnen hinterher leid tut - das ist ehrenvoll. Auch das erfordert emotionalen Einsatz, nämlich Einfühlungsvermögen. Und darin will ich mich gern üben.
Autor: Markus Baum
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
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Zorn hat in der Regel einen Anlass, ist begründet. Da gibt es etwas, das bringt mich auf die Palme. Oder da ist jemand, der versetzt mich in Rage durch sein Tun oder Nichstun. Das macht mich zornig, und das löst etwas aus. Eine nahe Verwandte des Zorns ist die Wut, aber die ist oft maßlos und selbstzerstörerisch. Zorn ist auch nicht ohne, ist aber nicht nur und nicht immer schlecht.
Es gibt den sprichwörtlichen gerechten Zorn; in der Bibel ist manchmal die Rede vom Zorn Gottes, aber selbst wenn Gott zürnt, ist er immer noch ein Muster an Selbstbeherrschung. Bei zornigen Menschen kann man da nicht so sicher sein. Und anders als der allwissende Gott können Menschen wie Sie und ich auch daneben liegen mit der eigenen Einschätzung der Lage und zu Unrecht zornig sein. Da ist es dann gut, wenn jemand eingreift und die Temperatur wieder herunterregelt. Auf den Zorn mäßigend einwirkt. Das ist buchstäblich eine Moderationsaufgabe.
In Salomos 3.000 Jahre alter Sammlung von Sprichwörtern findet sich in Kapitel 15 eine hilfreiche Empfehlung zum Umgang mit Zorn. Zitat: „Eine freundliche Antwort dämpft den Zorn, aber ein verletzendes Wort steigert ihn.“ Zornigen Menschen nicht noch weiter einheizen, sondern ihnen dazu verhelfen, dass sie überlegt vorgehen und nichts tun, was ihnen hinterher leid tut - das ist ehrenvoll. Auch das erfordert emotionalen Einsatz, nämlich Einfühlungsvermögen. Und darin will ich mich gern üben.
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