Nimms Rad

Nimms Rad

By Nimms RadHealth & Fitness
Download on the App Store

Nimms Rad episodes

  • Gutaussehend, belastbar, umgänglich: Besetzt das Mini-Lastenrad einen Sweet Spot?

    Kompakte Maße, starke Transportfähigkeiten, attraktive Ästhetik und Allzweck-Ausrichtung: Aus Frankfurt heraus denkt LAX Cycles das Stadtrad neu. Im Nimms Rad-Podcast erklärt Produkt-Designer und Gründer Jens Renner die multiplen Persönlichkeiten des minimalistischen LAX One.

    Man hört es, spürt es und sieht es im Stadtbild: Der Trend zum kompakten Lastenrad nimmt langsam richtig Fahrt auf. Sie sind entspannt im Handling, fein im Fahrgefühl, haben stadttaugliche Maße und können von Kind über Hund bis Six-Pack dennoch einiges transportieren.

    Eine der Marken, die in dem Segment die Blicke auf sich ziehen, ist LAX Cycles. Die Marke tauchte 2024 erstmals auf dem Fahrrad-Radar auf, gewann auf Anhieb einen Eurobike Gold Award und das Jahr darauf die Goldene Auszeichnung der Düsseldorfer Cyclingworld.

    Made in Frankfurt

    Das LAX One kombiniert Multi-Utility mit Unisize: Der Rahmen ist für Muscle Bike und E-Bike identisch und einfach umrüstbar – und geschweißt wird er im Frankfurter Bahnhofsviertel. Das Rad lässt sich von einer Größe von 155 cm bis 195 cm flexibel anpassen. Es kommt wunschweise mit Kette oder Riemen, stets mit integriertem Licht, integriertem, getränkekistentauglichem Front-Korb und nachrüstbarem Gepäckträger für Kindersitz oder Taschen. Bei einer Länge von 160 cm und 20-Zoll Reifen ist der Radstand kurz, der Schwerpunkt tief und das Gewicht (vollausgestattet 16 kg Muscle Bike bzw. 19 kg E-Bike) gering.

    Im Nimm Rad-Podcast erzählt Jens Renner, was ihn als Produkt-Designer dazu bewegt hat, eine Radmarke zu gründen, und wie man mit einem UX-Hintergrund die Entwicklung eines Fahrrads anders denkt. Warum es von Anfang an klar war, dass der Rahmen in der Heimat geschweißt werden muss. Und welche scheinbar banale Komponente zur großen Herausforderung wurde. Aber Jens verrät Host Sissi auch seinen Blick als Quereinsteiger auf die Branche – und wie sowohl Fisch-Filet wie Flughafen in die Namensgebung einflossen.

    48 min
  • Industry Insights Podcast: Inzucht der Ideen – Wie eng denkt die Rad-Branche?

    Hat die Fahrradbranche ein Kulturproblem? Kreist sie zu sehr (und zu selbstverliebt) um sich selbst und verschließt sich damit neuen Zielgruppen? Entwickelt sie Produkte vor allem für sich selbst und nicht für die Menschen? Host Sissi und Industry Insider Alex Thusbass sind sich in dieser Nimms Rad Podcast-Folge verdächtig einig…

    Ein kleiner Rückblick auf die Cycling World in Düsseldorf muss zum Auftakt der neuen Industry Insights-Folge sein – und was sollen wir sagen: Dabei kommen Alex doch tatsächlich die Tränen. Und das nicht aus Rührung über neue Messerekorde. Vielmehr beschäftigt ihn noch immer ein Gespräch mit einer Besucherin, das aufzeigt, wie fern die Radentwicklung den Menschen da draußen scheinbar ist.

    Zielgruppe: zahlungskräftig, sportlich, männlich

    Und so soll es in dieser Industry Insights-Ausgabe nicht um 32-Zoll gehen, nicht um Rennräder unter 5 Kilogramm oder über 25.000 Euro. Stattdessen stellt Sissi ihre These auf, dass sich die Rad-Branche durch ihre feste Verhaftung in einer Szenekultur zu sehr neuen Entwicklungen und neuen Zielgruppen versperrt. Die Industrie ist bis heute geprägt von Menschen, die aus dem Sport gewachsen sind, von Athleten, Schraubern, Szene-Typen. Und eine Szene definiert sich grundsätzlich über die Abgrenzung von anderen.

    Während sich die Industrie auf die Fahne schreibt, so viele Menschen wie nur möglich auf das Fahrrad bringen zu wollen, bestimmen zugleich Street Cred, Trail Cred, Race Cred Unternehmensentscheidungen – von der Produktentwicklung bis zur Vermarktung. Während wir das Fahrrad und das eBike als demokratischstes Fortbewegungsmittel proklamieren, zielen wir auf eine präferierte Kundengruppe: zahlungskräftig, sportlich, männlich. Während sich die Branche als progressiv und mutig versteht, zeichnet sich seit Jahren eine Inzucht der Ideen ab. Man schaut auf das, was die andere Marke macht – und nicht auf das, was die Menschen tatsächlich benötigen.

    Wege aus der Exklusionskultur

    Und so sprechen Alex uns Sissi über diese wahrgenommene Exklusionskultur, über die Nicht-Beachtung von etwa Frauen, älteren Menschen, ökonomisch schwächer gestellten Gruppen, weniger sport- oder technikaffinen Menschen. Sie sprechen von eigenen Erfahrungen, zitieren Biker-Trauerbekenntnisse zum Untergang der coolen Subkultur und überlegen, ob und wenn ja wie, sich die Industrie von diesen Strukturen lösen und sich effektiv öffnen könnte. Es geht um Perspektivwechsel und um kognitive Überforderung, um die Abkehr von einem Überbieten mit Superlativen und die Hinwendung zum einfachen, intuitiven Design. Oh, und: der Abschied „von mindestens einem Drittel der Fahrradtechnologie“.

    Ihr habt Gedanken, Wünsche, Feedback?

    Schreibt uns unter: [email protected]

    1 hr 12 min
  • Decathlon im Umbruch: Warum der Sport-Riese den Fahrradmarkt jetzt radikal neu denkt

    Decathlon, der weltweit größte Hersteller und Händler von Sportartikeln, feiert 2026 sein 50-jähriges Bestehen – und verabschiedet sich immer mehr vom klassisch-linearen Geschäftsmodell. Warum und wie das Fahrrad dabei eine tragende Rolle spielt, erklärt Urban Mobility Leader Cédric Mollet im Podcast.

    [toc]

    Das Ende der reinen Verkaufskultur?

    Vor 50 Jahren gründete Michel Leclercq Decathlon im Norden Frankreichs, nahe Lille. Bis heute hält die Familie einen Mehrheitsanteil. In den letzten Jahren wurde deutlich, dass Decathlon den Produktzyklus nicht mehr nur von der Entwicklung über Herstellung bis hin zum Vertrieb betrachtet, sondern darüber hinaus gehen möchte: Die traditionelle Verkaufskultur wird abgelöst durch die Kreislaufwirtschaft als Geschäftsmodell der Zukunft. 2024 wurde ein neue Markenidentität eingeführt – samt neuem Logo, das mit einem symbolischen Orbit den zirkulären Gedanken aufgreift.

    Preis-Leistungsverhältnis

    Cédric Mollet ist seit seiner Studienzeit, seit über 20 Jahren beim Unternehmen und das in diversen Positionen, unter anderem auch auf der Produktionsseite in Asien. Im Podcast spricht der Urban Mobility Leader über seinen Weg bei Decathlon, vor allem aber über die ambitionierten und konsequenten Entwicklungen im Fahrradbereich. Als Verantwortlicher für die Marke BTWIN hat er in den vergangenen Jahren auch auf dem deutschen Markt aufhorchen lassen. Das Preis-Leistungsverhältnis der Franzosen ist stark und die Zielgruppe entsprechend groß.

    Was junge Europäer bewegt
Cédric spricht mit Host Sissi im Podcast über den European Urban Mobility Barometer, eine von Decathlon beauftragte Umfrage unter 18- bis 28-Jährigen in sechs europäischen Ländern zu ihrem Mobilitätsverhalten.

    Drei Viertel der jungen Europäer nutzen das Fahrrad zumindest gelegentlich. Aber nur 16 % nutzen das Rad auch zum täglichen Pendeln. Das Potenzial ist enorm und die Hürden klar (und wenig überraschend): 61 % fühlen sich beim Radfahren nicht vollständig sicher und wünschen sich eine verbesserte Infrastruktur.

    Der Sicherheitsaspekt fließt aber auch verstärkt in die Produktentwicklung bei Decathlon ein. Darüber sprechen Cédric und Sissi genauso wie über die Auswirkungen auf R&D (Research & Development) durch die Unternehmensvorgabe, sich weiter in Richtung Kreislaufwirtschaft zu entwickeln.

    Decathlon Pulse als Innovationstreiber

    2024 wurde durch die Gründung der Tochtergesellschaft Decathlon Pulse ein Investment-Arm geschaffen, der die Unternehmensstrategie weiter vorantreiben soll. Eine der ersten Investments flossen in das Münchner Refurbish-Unternehmen Rebike Mobility – im Januar 2026 übernahm Decathlon die Mehrheit. Wenige Wochen zuvor sicherten sie sich 65 % an der Bikeleasing Gruppe – hierzulande die Nummer 2 hinter Jobrad.

    Cédric erklärt, wie die Abkehr von einer reinen Verkaufskultur und Ausrichtung auf den zirkulären Gedanken mit Refurbishment und Wiederverkauf den Blick auf Reparierfähigkeit und Haltbarkeit weiter schärft, wie das Serivce- und Werkstattgeschäfts bei den Franzosen gedacht wird und welche Rolle Abo-Modelle in Zukunft spielen können.

    Außerdem geht es um die Fahrrad-Segmentierung innerhalb Decathlons mit B’Twin für urbane Räder, Cargobikes und Trekking; Rockrider, die den MTB-Bereich abdecken und die – überraschend erfolgreiche – Marke Van Rysel mit ambitionierten, performance-getriebenen Rennrädern. Cédric verrät, wie Decathlon die demokratischen Preise erzielen kann und auf welche Marken er in Deutschland schaut.

    Passender Linktipp: Im Industry Insight-Podcast diskutiert Sissi mit Branchen-Insider Alex Thusbass Decathlons vertikale Integration der neuen Geschäftsfelder und fragen sich, wie die großen Player der Zukunft wohl aufgestellt sein müssen.

    56 min
  • Industry Insights Podcast: Wie rettet sich der Fahrradfachhandel?

    Die Rückkehr von VSF-Geschäftsführer Uwe Wöll lässt es vermuten: In dieser Industry Insights-Folge liegt der Fokus auf dem Radfachhandel. Es geht um die Stimmung zum Saisonauftakt, um Fehlverhalten von Marken, um Eigenpositionierung, das Ökosystem Decathlon – und um die Frage, ob die Industrie dem gemeinschaftlich etwas entgegen stellen könnte.

    [toc]

    Zum zweiten Mal ist Verbund Service und Fahrrad-Geschäftsführer Uwe Wöll bereits im Industry Insights-Podcast zu Gast – auch um ein paar Punkte zu klären, die er in der Vorgänger-Episode falsch dargestellt sah.

    Und so wird es wie erwartet eine unterhaltsame Folge mit spannenden Diskussionen um und über die Lage des Radfachhandels in Deutschland. Es geht um die großen Herausforderungen abseits der Preisinstabilität, um Eigenpositionierung und Professionalisierung.

    Stärkung der Partnerschaften

    Und es geht um die Frage, was man von einem Unternehmen wie Decathlon lernen kann, das sich in seinem 50. Jahr speziell im Radsegment (und speziell auf dem deutschen Markt) massiver und innovativer aufstellt als je zuvor. Bei der Antwort sind sich Uwe und Industry Insider Alex Thusbass einig: Man muss das holistische Geschäftsmodell nicht kopieren, man sollte allerdings gemeinschaftlich ein entsprechend starkes Ökosystem kreieren. Eine vertikale Integration also, die durch Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette errichtet wird.

    Dem steht Uwes Vorwurf gegenüber Herstellern entgegen, die durch ihre schlechte Montagequalität den Handel belasten. Die Endmontage würde bei ihnen im Branchenvergleich zu überdurchschnittlichem Zeit- und Kostenaufwand führen, der

    durch Rückrufaktionen zusätzlich verschärft wird. Wie reagieren die Marken auf den Vorwurf und welche Hebel hat der Handel?

    Und letztendlich sprechen Uwe und Alex noch über das Sammeln und Nutzen von Marktdaten, was man mit gebündelten Daten alles erreichen kann und bei wem die Hoheit liegen sollte.

    Schon reingehört? Dann aber schnell!

    Aufklappen

    Sissi (00:01.03)

    Nimm’s Rad, der Podcast heute mit und

    Alex Thusbass (00:03.896)

    Alex Tuspass.

    Uwe Woell (00:05.53)

    Und Uwe Woell.

    Sissi (00:07.968)

    und einer Industry Insights Ausgabe, die auf den Fachhandel blickt, wie das Comeback des VSF-Geschäftsführers Uwe Wöll schon vermuten lässt. Heute haben wir dabei ganz, ganz, ganz frische Gedanken vom SAZ Prolog, der gestern, also am 26. Februar stattfand. Wir haben dabei die Frage, ob der Radfachhandel ausgebeutet wird und wenn ja, von wem.

    und wie sich das vielleicht verhindern lässt. Außerdem geht es nichts Geringeres als Macht, also Marktmacht. Und vor allem geht es Uwes kritischen Blick auf die Diskussion, die Alex und ich in der vergangenen Ausgabe zum Thema Handel und dem Ökosystem Dekathlon geführt haben. Das ist nämlich der Anlass, warum du heute wieder zu Gast bist, Uwe. Du möchtest ein paar Punkte korrigieren.

    Und das lässt sich nun mal am besten bei einem Glas Wein oder bei alkoholfreiem Bier. Jetzt wollte ich fast den Markennamen sagen, aber das sage ich lieber nicht, weil sonst, wer nimmt dich da noch ernst?

    Alex Thusbass (01:08.302)

    Die Marke.

    Uwe Woell (01:12.941)

    Nehm ich keine mehr ernst.

    Sissi (01:16.92)

    Aber lasst uns doch mal mit dem Wichtigsten beginnen. Uwe, hattest du heute eine frühlingshafte Februarausfahrt?

    Uwe Woell (01:25.594)

    Ja, ich hab das lange nachgesehen. Und jetzt war’s soweit. Nach vielen, Stunden auf der Rolle in der Bude war ich heute draußen und hab mich echt … Das war wie eine Befreiung. Das hat echt gutgetan.

    Sissi (01:38.872)

    Super schön. war gestern, jetzt bin ich krank. Es passiert mir immer diese Verkühlung zum Saisonauftakt im Februar. Also das heißt, wenn du heute auf dem Rad warst, der SAZ Prolog hat nicht überhand genommen, kein übermäßiger Konsum von alkoholigen, alkoholartigen Getränken. Wie war der Tag? Wie war die Stimmung? Wie war der SAZ Prolog? Uwe, beginn du.

    Uwe Woell (01:59.674)

    Nee, das haben wir

    Uwe Woell (02:05.914)

    Ja, also ich finde, was der SRZ-Prolog schafft, ist, dass die Leute mit einer guten Stimmung und mit so einer Erwartungshaltung da zusammenkommen und total Spaß haben, miteinander sich auszutauschen. Also das schafft er wirklich. Ich hätte auch ein paar Kritikpunkte, aber das ist wirklich was, was sehr, sehr gelungen ist dort. ich würde jetzt mal sagen, dass sie schaffen den Rahmen dafür.

    Alex Thusbass (02:22.863)

    Ich Ich Ich bin Schule, Ich

    Uwe Woell (02:35.222)

    Aber es ist auch der richtige Zeitpunkt im Februar, sich mit diesen Menschen zu treffen, die alle irgendwie erwartungsvoll auf die Saison blicken. Das ist genau der richtige Moment, sich auszutauschen und zu quatschen und eigentlich sozusagen zusammen im Nebel zu stöchern.

    Sissi (02:51.261)

    Alex

    Alex Thusbass (02:52.974)

    Vielleicht müssen wir für die, den SAZ Prologue und die SAZ vielleicht nicht ganz kennen kurz sagen, dass die SAZ ist eins der großen Industrie-Branchen-Magazine, richtet sich stark an die Händler. Und die machen unterschiedliche Formate. Eines davon ist der Prologue. Das ist im Grunde genommen das dritte Mal, stattgefunden hat. ist übrigens der Soar Auftakt. Die Logik ist richtig gesagt, die ganze Branche trifft sich, es gibt Vorträge.

    Sissi (02:58.078)

    Gerne.

    Alex Thusbass (03:16.782)

    Und es gibt auch Auswertungen, Zahlen und es gibt auch noch was Schönes. Das hat uns gestern wahnsinnig gefreut. gibt die Händler, wählen dann jedes Jahr ihre Partner. Die stimmen einfach ab, welche Marke war im letzten Jahr gut, weniger gut. Es gibt zig Kategorien und da wählen dann die Händler und das ist ein bisschen ein Sounding Board, ein ziemlich unbeeinflusbares Sounding Board für die Branche. Und da waren wir gestern das erste Mal dabei. Und es war recht gut und das ist der Prolog. Schöne Veranstaltung.

    Ich fand es schön, ich fand schöne Vorträge, ziemlich diverse Vorträge, sehr viel KI und fand ja spannend. Wir haben dann auch auf der Bühne ein bisschen über die Eurobike diskutiert, fand ja ganz gut. Ich fand es ein sehr, sehr klungen Auftakt in der Saison. Vor allem, weil es wieder mal was Gemeinsames ist.

    Sissi (03:46.459)

    und

    Sissi (03:51.934)

    Mhm.

    Sissi (04:02.886)

    Was immer schön ist, schaffen wir es heute nicht über die Eurobike zu sprechen?

    Uwe Woell (04:08.75)

    Schaffen von mir aus auch.

    Alex Thusbass (04:09.486)

    Ja, für mich ist gut.

    Sissi (04:12.441)

    Ja, hervorragend. Alex, wie hast du die Stimmung wahrgenommen?

    Alex Thusbass (04:16.75)

    Gut, hoffnungsfroh. Es gibt immer noch so ein paar Störgefühle in der Branche. Es gibt ziemlich viele Diskussionen über verschiedene Themen, die wir nicht nennen werden. Da gibt es schon unterschiedliche Sichtweisen, aber ich habe durchaus das Gefühl, dass die Branche wieder langsam, aber ziemlich zielsecher anfängt wieder miteinander zu reden. Und ich habe schon das Gefühl, Kass letztes Jahr, die Ordermesse war der große Auftakt, dass die Branche sich jetzt bisschen drauf besinnt.

    Sissi (04:26.56)

    Okay.

    Alex Thusbass (04:45.102)

    Regionalisierung auseinanderfallen ist Marginalisierung, ist Schlechteste, was wir momentan tun können, sondern eher so gemeinsam wieder Sprache finden, gemeinsame Idee finden, wie wir aus den Situationen, die momentan nicht wahnsinnig gut ist, auch draußen im Handel, wie wir da gemeinsam rauskommen.

    Sissi (05:03.004)

    Uwe, lichtet sich der Nebel langsam oder ist da immer noch so ein Blindflug oder so ein Rumgestocher?

    Uwe Woell (05:10.775)

    Naja, ich glaube, dass wir alle, wir werden ja als Experten genannt, ob wir das sind, noch mal eine andere Sache, aber das immer wieder gefragt, was wir von dieser Saison erwarten. Und ich hatte in unserem Podcast, Bikes for Future, haben wir drei Gäste gehabt, die wir befragt haben.

    Alex Thusbass (05:18.254)

    Hmpf!

    Uwe Woell (05:32.154)

    sich auch niemand mehr da ganz deutlich Stellung zu beziehen und zu sagen, das ist meine Prognose für dieses Jahr. Und zwar nicht, weil sie feige sind, sondern weil eigentlich keiner es wirklich genau prognostizieren kann, was passiert. Und das in den letzten zwei Jahren sich ja bewiesen hat. Aber ich würde jetzt mal sagen, vorsichtiger Optimismus ist es. praktisch mit dieser

    Mit dieser Erwartung hat man sich dann praktisch auch in Dreieich, also in der Nähe von Frankfurt, getroffen beim SRZ Prologue. Und ich glaube, war also diese freudige Erwartung, was kommt jetzt dieses Jahr und jetzt starten wir und vielleicht auch mit einer frischen Energie nach einer kleinen Winterpause. Das ist es, glaube ich, das, was dieser Prologue da ausmacht. Und das macht dann auch Spaß. Also da sind ja viele Menschen, sonst nicht zusammenkommen.

    Alex Thusbass (06:15.054)

    Hm.

    Sissi (06:21.12)

    Ja, zusammenkommen haben wir immer wieder als Thema. Wir wollen jetzt heute nicht über die Eurobike oder sonstige Messen sprechen. das ist ein gutes Wort. The fair we won’t mention. Nein, nein, nein. ist einfach, wir haben jetzt so viel drüber gesprochen. Es ist immer noch ein spannendes Thema. Aber wir wollen uns heute mal auf was anderes fokussieren, nämlich auch unter anderem den Punkt,

    Alex Thusbass (06:27.598)

    Da warst du wieder das böse Wort.

    Uwe Woell (06:31.594)

    Das ist fast Voldemort.

    Sissi (06:49.97)

    der dich schier von der Rolle gehauen hat, Uwe. Nämlich unsere letzte Ausgabe von Alex und mir. Du hast mich danach kontaktiert und hast gesagt, du hast auf der Rolle Puls bekommen, was du sonst nie bekommst. Und hat es mir geschrieben, ich habe natürlich prompt zum Telefonhörer gegriffen, meines Festnetz. Nein, ich habe dich natürlich prompt angerufen und gefragt, nein, was haben wir getan? Und deswegen bist du hier, weil du möchtest einen

    Dinge korrigieren. Also es ging die Frage, im Grunde haben wir über Decathlon gesprochen und dieses Ökosystem, das Decathlon geschaffen hat und jetzt zum 50-Jährigen einen massiven Auftritt hinlegt, also 2026 tatsächlich 50-jähriges Jubiläum. Kurzer Hinweis in eigener Sache, in zwei Wochen kommt der Podcast mit Cédric Moyer, dem Urban Mobility Leader von Decathlon.

    Da könnt ihr dann nochmal reinhören. Aber ja, Decathlon scheint massiver und innovativer aufzutreten als je zuvor. wir haben über den Fachhandel gesprochen, wie der sich positionieren müsste. Und Uwe, was hat dich gestört oder wo hast du besondere Pulsspitzen bekommen?

    Uwe Woell (08:09.545)

    Naja, die Frage ist, die Frage war, und hast du, besonders Stellung zu bezogen, die Frage, wer ist davon betroffen? Und ich finde, wenn Decathlon praktisch mit seiner

    mit seiner Struktur, die Sie ja haben, nämlich zu produzieren, eigene Teile zu haben, eigene Komponenten zu haben, eigene Geschäfte zu haben, die ganze Lieferkette in der Hand zu haben, wenn die mit Ihrer Struktur auf den Markt kommen, wen gefährden Sie da eigentlich … im Handel? Und da würde ich gerne auch mit euch noch mal drüber reden, weil ich glaube, es ist nicht per se der kleine Händler …

    der dann, wie du gesagt hast, unter einer Million eigentlich keine Existenzberechtigung hat, sondern ich würde sagen, da würde ich widersprechen, es gibt natürlich kleine Händler, die nicht nur einen guten Job machen, sondern auch wirtschaftlich arbeiten. Und die Frage ist halt immer, welchen Fokus sie haben. mit was verkaufen sie, wie viele Marken haben sie, welche …

    Rahmenbedingungen haben sie. Es gibt ja auch viele, die haben alte Mietverträge oder Eigentum und können deswegen eigentlich ganz sauber mit 500.000, 750.000 Euro Umsatz mit einer ein oder zwei Markenstrategie sehr schön arbeiten und haben vielleicht auch andere Ziele als das große Geld. Deswegen funktioniert das dann wirklich sehr gut, wenn sie sich modern halten und aktuell halten.

    Alex Thusbass (09:25.106)

    Hmm.

    Uwe Woell (09:46.208)

    Wir haben ja einen Blick in den Handel und vertreten alle Handelsgrößenklassen und wissen, dass es auf jeder Stufe funktionieren kann, wenn die Menschen sozusagen am Puls der Zeit bleiben und es hat nichts mit Größe zu tun.

    Alex Thusbass (09:51.63)

    Uwe, Disclaimer, dass die unter einer Million nicht Existenzberechtigung haben, das habe ich ganz sicher nicht gesagt. Also würde man nie anmaßen, dass ich über Existenzberechtigung spreche, sondern das ist sehr, schwer überlebensfähig zu sein.

    Das stimmt, meine Eltern zum Beispiel, haben genauso ein Fahrradgeschäft gehabt. Ich stamme genauso aus einem Fahrradgeschäft. Das ist tatsächlich eigene Immobile, also wirklich am Haus. Also ich kenne es aus der eigenen Vergangenheit. Wäre das jetzt in einer normalen Koststruktur. waren, meine Eltern, die haben das Geschäft mit mir übergeben, die waren da sehr, schlau, die haben das sehr, gut gemacht. Aber da waren natürlich sehr viele glückliche Faktoren. Und nochmal, dass die keine Existenzberechtigung haben, das ist…

    Wenn ich das wirklich gesagt habe, wäre das völlig geistig Nachtung gewesen, weil das würde man nie anmaßlich stammen, so. Dann hätte ich gesagt, meine Eltern haben keine Daseinsberechtigung. Also so weit würde ich nicht mehr hingehen, ich habe sehr gut zu meinen Eltern ich habe den Fahrradladen geliebt, ich habe selber drin gearbeitet. Aber was schon Phase ist, ist, dass wir sehr, viele Händler unterhalb dieser Größe haben und mit normalen Kostenstrukturen ist es sehr, sehr schwer wirtschaftlich darstellbar. Das ist ein Nebenerwerb, das wie gesagt mein Eltern war das volle Werb, muss man ganz klar sagen.

    Daher müssen wir eine spannende Diskussion führen, weil wir dann auch über das Thema sprechen werden, ob Decathlon, jetzt wirklich die Händler in Ammerang belasten würde, da würde ich sagen, nee, ist der Abstand jetzt groß, aber die Dymenamec, die sowas vorbildlich in Gang setzt, über die sollte man dann durchaus sprechen, was das dann mit dem Handel macht. Aber eins, was ich noch gerne sprechen würde, ist die totale Vertikalisierung, dass du alles in der Hand hast. Ich glaube, ehrlicherweise …

    Uwe Woell (11:33.69)

    Ja. Ja.

    Alex Thusbass (11:42.559)

    So Vertikalisierung ist ein interessantes Thema. wird der Rennen starten. Aber das muss man nicht eins zu eins kopieren. kann nicht jeder kopieren. Es gibt ganz andere Modelle. Worauf ich dann gerne später in der Diskussion rausholen will, wenn man sich gegen solche Systeme dann Anführungszeichen zur Wehr setzt, also mit Industrie und Handel und da gemeinsame Sache macht, da man dann sehr gute Möglichkeit, wirkender gegen Anzustinken. Das bedeutet aber gemeinsame Tief- wie vertikale Integration.

    Und das ist der Punkt, den ich gerne anfügen würde, dass jederzeit 2. Decathlon werden wird, das gar nicht das Ziel. ist völlig undenkbar. Aber es passiert schon was im Markt, das merkt man schon. Das Vorbild, da gibt es ja ein andere, die setzen sich eine ähnliche Struktur zusammen. Das kennt man vielleicht nicht, aber da passiert schon was im Markt.

    Uwe Woell (12:18.106)

    Ja.

    Uwe Woell (12:30.49)

    Ja, aber bin ich total bei dir? es ist nicht … Es gibt keinen Dissens. Dass ab einer bestimmten Umsatzgröße, also, wenn die kleiner ist, ich würde jetzt mal sagen, ab 250.000, dann ist das im Nebenerwerb, bis ab dann kann ein Mensch davon leben. Das ist ja eine Frage der, wie viele Menschen arbeiten da? Und es gibt ja viele Alleinkämpfer, die das irgendwie für sich so gebaut haben, dass sie davon leben können. So, und das auch im Vollerwerb.

    unter welchen Bedingungen und so was. Das übersteigt, glaub ich, jetzt im Podcast, wie sozusagen die Situation dann im Einzelnen ist. Aber ganz grundsätzlich ist das natürlich die schwierigste Größenklasse. Also alles, was bis zu, ich sag es mal, anderthalb, zweieinhalb Millionen geht, da ist es sozusagen sehr, sehr schwierig, ökonomisch zu arbeiten. Du hast kein Overhead, du musst alles selbst machen, du drehst dich im Hamsterrad und so weiter. Das ist völlig klar. Also das ist kein einfaches Spiel.

    sondern das ist eigentlich das schwerste Spiel in der Branche. Und da hast du mir schon eine Steilvorlage gegeben, da verstehen wir uns als Verband, genau als Unterstützer solcher Händler, dass wir sagen, den Teil, den sie da nicht hinkriegen, den nehmen wir ihnen vielleicht sogar ab oder bieten ihnen als Serviceleistung an, weil sie eben diesen Overhead nicht haben. Und du musst nicht alles so machen wie Decathlon oder wie vielleicht auch andere Filialisten, das muss man auch sagen, gibt ja viele Filialisten,

    die vielleicht keine Produzenten sind, aber die dadurch, sie sozusagen einen Board haben, die sich sozusagen den Einkauf kümmern und die Warenversorgung und irgendwie vielleicht auch Versicherungen Co., dass die, das haben ja diese vielen kleinen Händler nicht und da bieten wir immer Unterstützung an.

    Alex Thusbass (14:20.847)

    Ja.

    Sissi (14:21.824)

    Ganz kurz, Uwe, merkt ihr ein gesteigertes Interesse an eurem Service? Merkt ihr eine größere Unsicherheit aktuell? Gerade auch die Diskussionen sind wirklich rege, so mein Eindruck.

    Uwe Woell (14:36.278)

    Naja, was wir merken, und das ist, glaube ich, immer eine Frage, was ist jetzt gerade aktuell das Thema? Wir haben gemerkt, kommen wir später noch auf das Haifischbecken, als wir sozusagen die Auseinandersetzung mit Jobrat hatten, haben wir gemerkt, wie stark dann plötzlich auch noch mal oder wie verstärkt das Interesse ist an Werkstatt-Service und Beratung und Schulung in diesem Bereich.

    weil das hat einen Effekt gegeben. die Jobrat Service Pro, der Bonus, der da ausgeschüttet wurde, vielen die Augen geöffnet, dass man vielleicht mit der Werkstatt doch bisschen Geld verdienen kann. Das wissen wir jetzt schon sehr lange. Das ist irgendwie nachweislich so, dass wir da 2009 mit angefangen haben, da ernsthafte Gedanken zu machen. Aber es ist trotzdem so, dass …

    dass sozusagen so eine Welle, so ein Boom, so eine starke Nachfrage ist erst sehr spät gekommen. Und das war irgendwie direkt post-Corona. So, und jetzt aktuell ist die größte Welle, dass ganz viele Menschen sich plötzlich ihre Betriebswirtschaft kümmern wollen und müssen. Und wir in diesem Bereich eben Angebote kreieren und versuchen wollen, sie ein bisschen aufzufangen. Nicht selten, leider zu spät.

    Sissi (15:43.52)

    Mhm.

    Sissi (15:54.72)

    Mhm.

    Uwe Woell (15:54.747)

    Also wo man dann auch gar nichts mehr retten kann, aber zumindest so, dass wir sagen können, wir haben die Tools, wir können euch das anbieten, wir werden noch weitere Angebote machen, dass vielleicht auch das bisschen niederschwelliger wird. Aber so diese betriebswirtschaftliche Begleitung und Beratung, das ist glaube ich aktuell total wichtig, weil der Druck ist hoch.

    Alex Thusbass (16:03.983)

    Ja.

    Sissi (16:16.928)

    Also betriebswirtschaftliche Professionalisierung. Wer muss ich denn jetzt in deinen Augen warm anziehen oder wer muss ich wie positionieren?

    Uwe Woell (16:31.002)

    Also meine Antwort ist immer, und das hat auch was mit unseren Erfahrungen, mit den Insolvenzen zu tun, die wir zum Teil zu begleiten hatten. nur irgendwie, wo wir nur Zaungast waren. da, ich sag das mal wirklich so, äh, weinend am Zaun standen und zugucken mussten, wie eins unserer langjährigen Mitglieder irgendwie da weggegangen ist und nicht zu retten war. Und

    wir auch nichts mehr tun konnten. Also das ist, das ist was, was uns sehr, sehr geprägt hat. Und warm anziehen müssen sich alle die, die, ich würde jetzt mal sagen, vielen, Jahren, eher Jahrzehnten, ihren Stiefel weitermachen und sich nicht erneuert haben. Und das hat erst mal gar nichts mit Größe zu tun, sondern das hat vor allen Dingen damit zu tun, habe ich geguckt, dass meine Ware aktuell ist, habe ich geguckt, dass mein Verkaufsraum modern ist.

    Alex Thusbass (17:16.591)

    Okay.

    Uwe Woell (17:28.954)

    stimmt mein Licht, mein Interieur? Wie ist meine Belegschaft? Sind die mit mir alt geworden oder gibt es auch junge Leute da drin? Wie ist meine Werkstatt strukturiert? Gibt es da Prozesse? Sind die Prozesse so, dass sie schlank sind, dass sie kundenfreundlich sind und dass sie effektiv sind? Und das gibt so viele Ebenen, dass man sagen muss, wenn ich in einen Laden reingehe…

    versuche ich mir erst mal ein Bild zu machen und stelle ganz viele Fragen und höre erst mal zu. Aber in der Regel erkennt man das in der ersten halben, dreiviertel Stunde und weiß, was was die Uhr geschlagen hat. So, und ich würde behaupten, jetzt hinzugucken, was sich in den letzten zehn, 15 Jahren nicht geändert hat. Da würde ich sagen, müsste überall, müssen überall die Alarmglocken schlagen.

    Und da ist dann jemand wie Decathlon oder Little John oder wie sie alle heißen, sehr schnell da und erobern den Markt. Und du hast keine Chance.

    Alex Thusbass (18:34.191)

    Hm.

    Sissi (18:35.773)

    Alex?

    Alex Thusbass (18:37.296)

    Ja, also das ist letztendlich so bisschen das, Uwe, der Tenor vom letzten Mal. Also der Markt ist in einer Umbruchphase. die Zeit des extremen Angebots, der Nachfrage, also der überbordende Nachfrage, da haben wir wirklich nur verteilt und immer verkauft. Und was man schon merkt, ist auf Industrieseite, aber auch auf Händlerseite, man merkt sehr deutlich im Gespräch, wer

    Sie diesen Zug zum Tor, also den Verkaufszug zum Tor bewahrt hat und wer sich so bisschen eingerichtet hat auf dieses, die Saison startet und wir machen uns unter die Tür auf und dann kommen die Kunden, die werden schon kommen. Und ich glaube, jetzt ist es momentan so, dass wir eine sehr raue See haben und wenn es sehr raue See ist, dann glaube ist es wahnsinnig wichtig, den Kurs zu kennen, seine Kiste dichtzumachen, also wirklich hochwetterfest haben und genügend Proviant dabei. Und ich glaube, das ist gerade das größte Problem.

    Weil 26 ist nicht zu erwarten, dass plötzlich ein Knallton platzt und plötzlich ist das Leben wieder so, es früher war. Schlechte Nachricht, das wird wahrscheinlich sehr, sehr lang dauern. Vielleicht wird es dann nie wieder so. Das heißt, wir müssen uns jetzt alle strecken und vom Handel bis zur Industrie wieder so etwas wie aktiv auf Kunden zugehen. Wir müssen uns den Markt zurückwenden. Und daher, wir merken es bei unseren Händlern auch, die sind sehr müde. Wir haben viele Händler jetzt in der Schulung gehabt.

    sind Händler, also gestandene Geschäftsleute, wirklich… Das tut dir wirklich in der Seele weh. Da waren Leute da, die haben dann gesagt, Alex, gib mir bis zum Montag Zeit, ich weiß nicht, ob es einen Montag noch gibt. Dann sind wir da gestanden und haben ehrlich gesagt, das darf man nicht laut sagen, aber wir haben so ein kleines Tränchen verdrückt beide. Weil das geht an uns nicht… Die sind uns ans Herz gewachsen, das sind Menschen. Und die sind sehr, sehr erschöpft.

    Und das Schlimmste, wirklich das Schlimmste ist, dass wir immer dachten, okay, 25 wird es besser. Okay, dann wird es 26 besser. Okay, vielleicht dieses ständig wieder Enttäuschte werden. Das zehrt unglaublich an der Substanz. Und man muss auch ganz klar sagen, wenn wir uns jetzt nicht Mühe geben, dann wird einfach die Kapitaldecke auf allen Ecken und Enden sehr, sehr, sehr dünn. Und da braucht es jetzt ganz viel nimmer. Deswegen bin ich völlig beim Uwe und deswegen ist Segen, dass die BAICO und die VSF, dass sie da wirklich auf die Händler aktiv zugehen und sagen,

    Alex Thusbass (20:54.224)

    jetzt schauen wir uns mal deine Zahnung. Komm, da gibt es tolle Tools, die entwickelt haben. wirklich, die Verbände sind da, muss man ehrlich sagen, ein Segen. Und wir haben schon bei manchen mitgekriegt, die haben dann tatsächlich, also die sind am Gartenzaun gestanden, aber das Tool noch gefunden, sind reingegangen und haben den Menschen vor Suicide, also vor einem Bewart. Und ich glaube, das ist jetzt, muss man ehrlich sagen, wir, also Suicide, meine jetzt nicht, dass jemand wirklich, sondern wirklich vom, also einfach, wir warten so weiter und es wird schon irgendwann gut gehen. Nee, das tut es nicht.

    Uwe Woell (21:23.418)

    Mhm.

    Alex Thusbass (21:23.819)

    Und ich bin da wirklich völlig dabei, dass das eine gemeinsame Aufgabe ist. Ich werde ungefähr hundertmal dieses Wort gemeinsam sagen. ist Verbände, sind wir, die Industrie, und das sind die Händler. Und was wir tun können, wir haben jetzt auch Zahlungsziele teilweise gegeben, also da wird es mir ganz schlecht, weil wir einfach sagen, oder Zeug tatsächlich dann doch noch rausgeliefert, weil wir gesagt haben, okay, wir vertrauen dem. Die Feinen springt man wirklich ins Gesicht und wir uns jetzt dann bald wahrscheinlich töten. Aber wenn wir da nicht ein bisschen einspringen,

    unsere Möglichkeiten als kleine junge Firma sind deutlich begrenzter wie bei den großen, dann ist tatsächlich, dann reißt bei manchen einfach wirklich der Faden. Es gibt andere Beispiele, bei denen es tatsächlich so, da haben wir gemeinsam geschafft, dass wir mit der gemeinsamen Anstellung waren, da haben wir mit verkauft und haben einfach mitkäufen und dann ist eine Maschine angesprungen und dann haben sie zumindest unser Zeug relativ gut verkauft, was im Overstock nicht käufen hat, aber zumindest die Kasse und vor allem die Psyche wieder bisschen aufgeregt hat.

    Das Schlimmste für einen Verkäufer ist, wenn der Kunde kommt, umschaut und er geht wieder. Das passiert drei-, viermal. Das passiert am Montag. Dann ist die Woche ganz schlimm. Ich habe einen Heidenrespekt vor allen, die sich psychologisch aufrichten. Ich werde am Boden zerstören, ich bin ein schlechtes Verkäufer. Sagt einer nein, sagt er zu mir nein und das tut er ja nicht. Da ist, glaube ich, mal ein Punkt, dass wir die Verbände bedienstwirtschaftlich und wir gemeinsam …

    was jetzt Support betrifft und ein Stück weit auch die Psyche. Wir haben es gemerkt, wenn wir bisschen fort sind, ein bisschen mitverkaufen, das ein bisschen anspringt und dann die Psyche dahinter wieder ein Stück weit ein bisschen stabilisiert hat, dass es ein bisschen was nutzt. Es ist kein Wunder, aber ist zumindest vielleicht der kleine Schritt in richtige Richtung.

    Uwe Woell (23:05.28)

    Ich habe eine andere These. Wir Verbände arbeiten ja schon zusammen. dieses Gemeinsam haben wir ja zum Beispiel mit der BAICO, mit der Akademie und wir arbeiten auch was in anderen Stellen zusammen, also die Warenversorgung. Unserer Händler übernimmt auch die BAICO. Also wenn es da irgendwie Fragen gibt oder Bedarfe gibt, dann springt die BAICO da ein und an einer anderen Stelle machen wir einen Job, den die BAICO nicht macht. Also so eine Zusammenarbeit gibt es ja schon.

    Ja, und wir überlegen auch, wie wir sozusagen auf der betriebswirtschaftlichen Seite, gerade über die Akademie, unsere Händler insgesamt auch ein Angebot machen können. So, diese Zusammenarbeit gibt es schon. Was ich erkenne, ist das, was du vorhin gesagt hast, nämlich, irgendwie lange muss man nicht verkaufen. Und jetzt muss man praktisch verkaufen lernen, weil die Zeiten sind andere. Die Ware wird einem nicht mehr aus den Händen gerissen. Ich würde sogar eine andere steile These anschlagen.

    die Händler konnten noch nie verkaufen. Also es ist jetzt irgendwie keine populäre Aussage, aber es ist tatsächlich so, dass in den ganzen Jahren davor man ja sehen konnte, dass es immer leicht irgendwie jedes Jahr so ein leichtes Plus gab. Es war wie so ein ruhiges Fahrwasser. Wenn man sich die die nach Nullerjahre anguckt, also irgendwie 2010 bis 2020, dann wird man sehen, dass es ganz kontinuierlich jedes Jahr eine Umsatzwachstum von ich glaube 12 Prozent gab.

    Ganz gesund, ganz normal, total ruhig, überhaupt nicht spektakulär, es gab keine Ausschläge. Und das haben die Händler dann alle so mitgemacht und mussten dafür nichts tun. So, und dieses Verkaufen lernen ist ja was ganz anderes als nur Ware verteilen oder Menschen zu beraten. So, und das ist, ich, der Teil, den sie lernen müssen, weil das irgendwie ein eigenes Spiel ist und weil sie das auch unterscheidet vielleicht von dem …

    Alex Thusbass (24:56.847)

    Mmh.

    Uwe Woell (24:59.226)

    Händler nebenan oder vielleicht auch von, ich sage jetzt mal der Aushilfe, die beim Decathlon arbeitet, das mal böse zu sagen. Und jetzt wird es spannend. Meiner Meinung nach muss da auch die Industrie mit rein. Das nämlich das, was in anderen Industrien völlig normal ist. Schulungen.

    Alex Thusbass (25:18.287)

    Hm.

    Uwe Woell (25:18.834)

    Ortbildung, Weiterbildung, das Entwickeln von Händlern, so dass sie professionell werden, die wurden ja auch die ganze Zeit allein gelassen. Wir haben eine Verkaufsschulung angeboten über drei Jahre, die kostete 9.000 Euro, ging über ein Dreivierteljahr. Wir haben es wirklich ernst gemeint, haben gesagt, nur so lernst du richtig. Du lernst nicht durch einen Vortrag, wenn du da einmal irgendjemanden zuhörst. Du musst das trainieren, du musst in die Geschäfte reingehen, du musst das üben. Mit dem Team üben.

    kostete 9000 Euro und es gab ein paar Händler, die haben sich das geleistet. Aber eigentlich muss doch die Industrie genau das gleiche Interesse haben. Die muss mit der Industrie an Bord gehen. Und das, glaube ich, das tun wir jetzt gerade. Wir fangen jetzt an, in der Akademie auch umzudenken und sagen, diese Dinge müssen von der Industrie mitgetragen werden. Von mir aus auch mit zwei, drei Lieferanten zusammen. Ja? Und den Händler fit machen, den unterstützen, dafür zu sorgen, dass er das kann, was man von ihm erwartet. Und nicht nur zu sagen, ich erwarte das von dir.

    Alex Thusbass (25:53.679)

    Ja.

    Uwe Woell (26:16.832)

    Und das finde ich, wird höchste Zeit. Da lernen wir von anderen Industrien und haben da dringenden Nachholbedarf.

    Alex Thusbass (26:16.943)

    Ja.

    Alex Thusbass (26:24.367)

    Ja.

    Sissi (26:24.796)

    Kurze Zwischenfrage ist diese Sehnsucht nach Preisstabilität. Die scheint ja irgendwie so der Treiber zu sein. Ihr sprecht beide davon, man von Jahr zu Jahr zu Jahr diese Hoffnung hatte, die Preise werden sich stabilisieren. Das ist das Übel. Das killt unsere Margen. Spürt man da jetzt, dass da noch mehr kommt?

    die Einsicht kommt, dass das nicht der einzige Hebel ist und dass man da noch was anderes spielen muss, weil der Blick auf Decathlon, den finde ich schon sehr interessant, weil im Grunde könnte man auch sagen, Decathlon öffnet eine ganz neue Käuferschicht oder eine sehr spannende Käuferschicht. Und was machen wir? Das ist ja auch noch so ein Punkt, oder?

    Alex Thusbass (27:07.247)

    Jetzt, es nicht so gemütlich werden zu lassen. die Preisdestabilisierung hat vor allem damit zu tun, dass wir, ganze Industrie, gleiche Produkt bauen. Das immer das Gottverdammte gleiche Produkt. Da steht einfach irgendeiner anderen Name drauf, den der Kunde nicht kennt. Und sobald bisschen eine Krise kommt, ist bei der Industrie eigentlich immer, was überbleibt, der Preiskampf. Weil es sonst kein Differenzierungsmerkmal gibt. Und ganz ehrlich,

    Den Zahn müssen wir uns jetzt alle mal ziehen. ist sowieso einer der größten, wie soll ich sagen, ihr Glauben in der Industrie und mittlerweile generell, dass die Marke automatisch dir die Marge stabil hat. wir haben im Fahrradmarkt, im Konsummarkt, im Breitenmarkt, wir Fahrradnamen, aber keine Marken. Die ungestützte Bekanntheit von Fahrradmarken liegt so weit von allem entfernt, was normale, starke Marken

    die wirklich einen Preis-Effekt haben, ausmachen. Klar, wenn man jetzt in einem spezialisierten Bereich geht, Menschen, sich damit beschäftigt haben, schaut die Sache anders aus. Nur, quantitativ ist es nicht besonders groß. Und das Thema Marke, glaube ich, ist ganz ehrlich, ich komme aus dem Design, auch aus der Markenberatung. habe auch lange Zeit dieses Thema total promoted. Aber man kann ja mal Porsche fragen, wie viel in der Marke für diesen kompetenhaften Abstieg der letzten oder der ganzen deutschen Atomobilindustrie, was denn Porsche, jetzt Marke, ob die in irgendeiner Farbe

    den Fahrrad bremst hat. ich würde mal sagen, ich habe sogar beschleunigt. Porsche ist eine Marke, nur durch Gewinnen definiert. Siehe KTM, genau das Gleiche. KTM Motorrad, ganz vorsichtig. KTM Motorrad. So eine Marke hat einen kompetenhaften Abstieg und du bist immer nur so gut wie der letzte Produkt, fertig. Und diese Hoffnung, dass die Marke über alles drüber trägt, ist völlig falsch. Und die ist doppelt falsch im Fahrradbereich. Warum? Weil wir gar keine Marken haben.

    Und deshalb, wenn wir nicht aufhören, gleiche Produkt zu bauen, alle miteinander, dann wird es immer zum Schluss die Marge fressen. Und dritter Punkt, damit ich mich total unbeliebt mache, Marge, Eingangs- und Ausgangsmarge, sind zwar völlig unterschiedliche Dinge und wir haben, was wir nennen, so versteckte Margenkiller. Das ist nicht nur die Marge, der Händler auf das Produkt hat. Da gehört Vormontagequalität dazu, da Serviceabwicklung dazu, da gehört Zuverlässigkeit dazu, da gehört die

    Alex Thusbass (29:23.163)

    die inneren und außen Dienst dazu gehört, Nachorderfähigkeit, die Fähigkeit, man Overstock wieder in der Nachverfüßung, die Redeaps, ich kriege es nicht raus, also neu verteilt und dann also so Themen, dass ich Dinge nachordern kann. Bis dorthin, ob sich ein Produkt schnell dreht, dass ich nur Upselling betreiben kann, dass die Industrie klug genug ist, dass sie Produkte liefert, bei denen der Händler dann schön noch zusätzliches Zubehör verkaufen kann oder sie stopfen alles rein, damit es zu teuer ist, damit er ja

    noch ordentlich Discount geben muss. Und deshalb muss ich ganz ehrlich sagen, ich bin gleich fertig, ich erst einmal sagen, ich suche das immer erst einmal bei uns als Industrie, dass wir da halt noch sehr viel anderes Dinge machen müssen. Da habe ich tatsächlich jetzt tatsächlich einen besseren Stand, weil wir tatsächlich in einer ganz wenigen Marken waren, die jetzt zum UVP verkaufen können und die sind tatsächlich also genauso bewertet, weil wir haben es jetzt schwarz auf weiß. Wie denn bei dieser Auswertung?

    Uwe Woell (29:52.885)

    Okay.

    Alex Thusbass (30:18.319)

    Wir setzen schon einen ganz gewissen Grund, weil es jetzt quasi keine Werbeeinblendung sage den Markennamen nicht, auf einen eigenen Antrieb. Weil dieser Antrieb, den gibt es nur bei uns, damit sind wir aus einer Vergleichbarkeit heraus. Wir reißen uns alles, was wir tun können, auf, damit wir ja aus dieser Vergleichbarkeit rauskommen, dass die Partner da draußen, dass wir ihnen einen Pfeil in ihren Köchersteg mit dem sie scharf schießen können und der nicht einfach zig fidtern lässt. Und daher sage ich ja, ich bin bei Uwe, also verteilen ist nicht verkaufen.

    Die Händler, die wir kennen, da sind viele dabei, können gut verkaufen. und ich habe großen Punkt, deswegen habe ich eine ganz große Hoffnung auf die Verbände in der Ausbildung. Der Nachwuchs, da schaut es tatsächlich anders aus. da ist der Verkaufen ein ein bisschen ein anrühriges Thema. Zumindest unsere Händler sagen dafür, wir haben bisschen Problem, wir kriegen keine Leute mehr, die wirklich verkaufen wollen. Nicht nur beraten, sondern verkaufen.

    Sissi (31:12.128)

    Uwe hat genickt wie so ein Mettler beim Prentera Konzert.

    Alex Thusbass (31:16.398)

    Haha!

    Uwe Woell (31:17.306)

    Die Videobereichung…

    Sissi (31:21.264)

    Ja, möchte trotzdem, also jetzt die Händlerseite und auch nochmal dieser Punkt, ist Preisstabilität immer noch da draußen das Keyword oder hinterfragt man sich auch mal anderweitig?

    Uwe Woell (31:33.6)

    Ja, ich glaube, es waren jetzt so viele Sachen, die Alex gesagt hat, ich versuche. Genau, ist die Verwirrungsstrategie, glaube ich. Und ich muss jetzt mit so viel reden. Ich muss mit paradoxer Intervention jetzt kontern. Ich mache vielleicht mal ganz am Anfang. Du hast was von gesagt, welche Marken sind bekannt. Jetzt würde ich behaupten, der Handel muss natürlich in den …

    Sissi (31:36.934)

    Das macht er immer so. Der hat so viele Köche in seinem Fall, die stecken da alle drin.

    Alex Thusbass (31:42.666)

    Ja genau, einfach so viel reden.

    Sissi (31:49.728)

    Super.

    Alex Thusbass (31:50.094)

    Uwe Woell (32:02.508)
    Da bin ich nicht drauf eingegangen, weil ich finde, das wird zu komplex oder führt zu weit. Der Handel muss anfangen mit seiner eigenen Marke. Also, wer ist er? Was will er mit seinem Laden? Wie präsentiert er sich? Was stellt er da? Was sind seine Ziele? Was verkauft er? Was passt dazu? Wenn er das nicht gemacht hat, hat er sowieso schon ein Problem. Diese Frage, wer bin ich und was will ich mit meinem Laden erreichen, muss er sich stellen und muss authentisch sein.

    Alex Thusbass (32:12.655)

    Mh. Ich Ich bin in ich Ich in Schule Ich in Schule

    Uwe Woell (32:30.554)

    Es gibt auch Händler, die jetzt im Moment in ihrer Not Dinge anfangen, wo ich sagen würde, wie passt das zu dir? Wo kommst du jetzt plötzlich? Seit wann bist du Sportler? So. Und willst aber in den Sportbereich rein. Und das wird nicht funktionieren. Da kann ich jetzt schon sagen, das wird schnell scheitern. So, weil … Was weiß ich? Reiseradler oder Alltagsfahrer, aber kein Radsportler. Und trotzdem tummeln sie in dem Bereich. Und da gibt es viele, die das sehr, sehr toll machen. So, deswegen …

    Natürlich fängt es mit Markenarbeit an und mit Selbstverständnis, mit Corporate Identity. Das ist völlig klar. Wenn du dann Marge ansprichst, dann auch da natürlich, da habe ich wirklich genickt wie ein Metal, weil für mich ist völlig klar, wir betrachten schon lange die Konditionen der Lieferanten nicht nur …

    Alex Thusbass (33:24.116)

    Mhm.

    Uwe Woell (33:25.274)

    anhand der Zahlen, sondern auch anhand der Vormontagequalität. Weil da ist sozusagen das größte faule Ei. Wenn du bei jedem Rad eine Dreiviertelstunde länger brauchst, dann verlierst du einfach schon mal 1,5 Punkte. So, oder 1,4 oder wie auch immer. Also, es kommt jetzt noch mal drauf an. Und das ist den meisten Händlern gar nicht klar. Sie nehmen das in Kauf und sagen, ich hab ja so tolle Konditionen und rechnen das nicht um. Der Lieferant spart sich sozusagen die Vormontage.

    Alex Thusbass (33:32.719)

    Mhm. Hmm?

    Uwe Woell (33:54.17)

    Und der Händler macht sie dann, da geht ihm Zeit verloren, das geht auf die Marge, und das tut echt weh. Und diese Schmerzen spürt er an einer ganz anderen Stelle und weiß nicht, wo kommen jetzt meine Schmerzen her. So, und der zweite Schritt, da sind wir auch richtig laut geworden, wenn man dann noch Gewährleistungen, was schon lange ein Problem ist in der Branche, da haben wir schon 2005, mal richtig laut geworden. Und würde sagen, die Noten haben sich jetzt auch bei der SAZ-Lieferantenbewertung überhaupt nicht geändert.

    Alex Thusbass (34:05.903)

    Mh.

    Uwe Woell (34:24.054)

    Also du bist bei den Noten immer ein Punkt schlechter als in den anderen Bewertungen, in den anderen Kriterien. Das heißt, Frage, wie gehen die Lieferanten mit der Reclamation und mit der Gewährleistung und was kriegen die Händler tatsächlich bezahlt, das ist auch ein Margenkiller und wird nicht berücksichtigt. Und der Gipfel ist es dann, wenn du bei Rückruf, und das ist wieder ein ganz anderer Fall, wird gerne in einem Topf geschmissen, dann auch noch verpflichtet bist.

    und dann deine Arbeit nicht bezahlt bekommst, dann tut’s richtig weh. Und deswegen wehren wir uns so.

    Sissi (35:00.912)

    Ihr habt das im Januar, glaube ich, publik gemacht und zwar massiv. Ihr habt auch einen Markennamen genannt. Möchtest du den nennen, möchten wir spezifisch darauf eingehen. Er schüttelt den Kopf wie kein Mettler. Und es geht darum, dass der hohe Montageaufwand, so habe ich es verstanden, den Fachhandel, der, wie ihr es formuliert habt, glaube ich strukturell sowieso schon unterfinanziert ist, noch weiter unter Druck.

    Uwe Woell (35:12.154)

    Ne.

    Sissi (35:30.44)

    setzt bzw. auch die Rückrufaktionen, die das Ganze zusätzlich verschärfen. Für mich als Lion, die von außen draufblickt, ist es tatsächlich so, dass die Vormontage bei den Lieferanten, bei den Herstellern so unterschiedlich ist.

    Uwe Woell (35:45.031)

    Ja, also das können wir nachweisen, weil das können die Händler, die wirklich eine saubere Werkstatt haben, die trecken die Zeiten und die wissen, dass es bei Lieferant A in der Regel und im Schnitt

    eine dreiviertel Stunde dauert. Das wäre, glaube ich, ein relativ guter, aber auch normaler Schnitt für ein Rad, es verkaufsfertig zu machen. Da zerlegst du das Rad auch nicht, sondern du machst es gründlich, so dass, weil du der Inverkehrbringer bist, auch sauber vormontiert den Kunden übergeben kannst. Dreiviertel Stunde. Und es gibt andere Lieferanten, dazu gehört auch den, den wir im Januar genannt haben. Da brauchst du im Schnitt eineinhalb Stunden.

    Und das kriegst du von allen Händlern unwiderrufend belegt. Also, ist nicht so, dass das dann irgendwie ein Händler sagt, bei mir dauert’s zwei Stunden, und der andere sagt, nee, ich krieg das in 50 Minuten hin, sondern alle sagen sie, dass es anderthalb Stunden dauert. So, und das ist eine Dreiviertelstunde länger, als es sein muss. Das musst du natürlich in der Marge merken. Und wenn das sozusagen vergütet wird, über eine bessere Kondition, ist es ja fair enough. Dann ist es Teil des Deals. Also, da bin ich auch wirklich …

    Alex Thusbass (36:28.494)

    und

    Uwe Woell (36:56.054)

    Da bin ich auch tiefenentspannt und sage mir, wenn das der Deal zwischen Lieferant und Händler ist, dass du weißt, du brauchst länger in der Montage, dann ist es ja fair. Aber beim Rückruf ist es dann nicht mehr fair, weil da musst du, du hast keine Wahl, was du da tust. Du musst reagieren, du musst arbeiten. Du musst auch Fremdfahrräder, die nicht bei dir gekauft worden sind, musst du bearbeiten. Du darfst dem Kunden keine Zusatzkosten in Rechnung stellen, sondern musst das wirklich mit dem Geld

    Alex Thusbass (37:05.034)

    Hmm.

    Uwe Woell (37:25.21)

    was ein Lieferant dir bietet. Und wenn das dann nur, ich sag jetzt mal, ein Viertel von dem ist, was dir rechtlich zusteht, dann haben wir ein echtes Problem. Dann wird hier sozusagen … Dann wird hier auf dem Rücken der Händler was gedealt und was ausgebadet, was richtig böse werden kann. Im letzten Jahr hatte dieser Lieferant zwei Rückrufe. Und das waren wirklich in nennenswerten Stückzahlen, wurden da Arbeiten ausgeführt.

    Also ich kenne einen Händler, hat verkauft 500 von diesen Rädern und musste 300 Rückgrufe bearbeiten. Da geht es dann schnell um 15.000 Euro. Die er verliert.

    Sissi (38:02.56)

    Jetzt habt ihr das rückgespiegelt. Kommt da eine Reaktion?

    Uwe Woell (38:11.638)

    Gar keine. Also wirklich gar keine. Also wir haben auch, bevor wir es veröffentlicht haben, immer gefragt, lass uns reden, lass uns sprechen, lass uns verhandeln, lass uns einen Deal finden, der für beide Seiten in Ordnung ist. Wir haben keine Rückmeldung gekriegt. Es ist eher umgekehrt so, dass ich jetzt erfahre, jetzt sind es sozusagen die ersten Wochen, der Rückruf auch beantragt wurde, dass unsere Händler unter Druck geraten, weil sie in unserem Verband sind.

    So, heißt also, kriegt jetzt hier, das kriegt hier auch eine Entwicklung, die nicht nett ist und wo wir auch aufpassen müssen, wie wir da reagieren.

    Alex Thusbass (38:50.126)

    Mh.

    Sissi (38:51.335)

    Welchen Hebel hätte der Handel?

    Uwe Woell (38:56.218)

    Das ist Marktmacht. Wir haben es ja schon mal erlebt, dass es Marktmacht und der Handel muss extrem vorsichtig sein, weil er sonst den Referanten verliert.

    Alex Thusbass (39:07.466)

    Also da wollen wir kurz reinspringen. Ich glaube, da eine Selbstreinigungskraft von Markthürtenschaft. Also wenn jemand wirklich so das macht, dann gibt es sicherlich jemanden, der alternativ, das muss ich vorsichtig sagen, also wir merken schon, dass viele Hände sich neu orientieren wollen und die ganz klar sagen, ich möchte mir perspektivisch da wegentwickeln, weil das mache ich nicht mehr mit. Das geht nicht schnell, aber da möchte ich mich jetzt entwickeln. Also das heißt, da reinigt sich der Markt.

    über die Zeit hinweg. Aber, und das muss man ganz klar sagen, dieser Markt ist, wir haben einen sehr schwierigen, wir nennen den Tags the most market. Das heißt, auf Zulieferseite, aber teilweise auf Markenseite gibt es Spieler, die den Markt so stark, ich sag mal so, die letzten Jahre dominiert haben, dass es für Markt ungesund geworden ist. Aber ganz ehrlich, jeder Markt reinigt sich in den Punkt. da kannst du jetzt wirklich drauf warten.

    Ich möchte nur zwei Dinge anführen, das man nicht vergessen darf. Gerade bei kleinen Händen, wie bei meinen Eltern zum Beispiel. Wenn da so Montage, wenn du erstmal wirklich Dreifelstunde brauchst, die haben teilweise auch wirklich eine Dreifelstunde braucht, bis sie eine Kiste wirklich fahrbereit gehabt haben. Das kommt ja ein bisschen auf Anspruch an, aber der war halt einfach so, wenn du ein schlecht montiertes Bike in den Verkaufsraum stellst, dann ist die Probefahrt gefährdet. Nicht nur wirklich technisch gefährdet, sondern einfach, das klappert, das schäbert, dann verkaufst du es nicht. Jetzt hast du aber zwei Effekte. Du stehst in der Werkstatt und während du in der Werkstatt stehst, bei einem kleinen

    Unternehmen hast du zwei zusätzliche Kosteneffekte. Erstens, du stehst nicht im Laden und verkaufst. Und B, der Werkstatt wird gerade blockiert. Du brauchst gerade ein neues Radar, was eigentlich nicht unbedingt deine komplette Arbeit sein sollte. die Werkstatt hinten, die Warteschlange wird immer länger. Das heißt, der geht auch da nochmal umsatzvoll an. Oder wie bei meinem Vater, der ist einfach nächtelang da in der Werkstatt gestanden. Und ein kleines Beispiel, ich habe wahrscheinlich den Hintergrund ein bisschen am Blättern.

    Ich habe jetzt gerade mal nachgeschaut, man muss sich vorstellen, die Händler bewerten da unterschiedlichste Dinge wie Order, Montagequalität, Ersatz, Verfügbarkeit in den Außendienst und geben da Noten ab. Und was der Oberbürgermeister gesagt hat, zum Beispiel bei der Montagequalität ist die Spreizung riesengroß. Also da haben wir tatsächlich so, dass der erste Durchschnittsnote von 1,57 hat und die Platz 23, lustigerweise genau die Marke, die du genannt hast, 3,96.

    Alex Thusbass (41:24.255)

    Das sind fast 2,5 Punkte Unterschied. Da sieht man, extrem groß diese Spreizung ist. Und das Gleiche im Rückruf. Bei Reklamationsabwicklung gibt es auch der erste 1,5. Und die Nummer 23, wieder diese Marke, da bleiben wir mit 4,03 drin. Und anhand dieser großen, es ist wirklich die größte Spreizung. Bei den anderen legen die Ergebnisse besser beieinander. das stimmt, in allen Punkten haben sie sich alle verbessert. In den beiden Punkten sind die Schritte …

    Uwe Woell (41:28.286)

    Genau.

    Alex Thusbass (41:54.388)

    zumindest weniger groß gewesen. Also von dem her gibt es dieses Thema. Ich bin noch völlig dabei. Was meiner Meinung nach die neue Partnerschaft zwischen Handel und Industrie ausmachen muss, ist, dass man solche versteckten Margenkiller, dass die Industrie, dass wir uns Mühe geben müssen. Weil eins muss klar sein, ohne Händler ist die Industrie nichts wert.

    online verkaufen, e-Bikes, schöne Idee, wird nicht funktionieren. Da können wir mit allen anderen Liedsingen. Das heißt, unser vitales Interesse in der Industrie, und jetzt rein aus der Industrieperspektive, muss es sein, dass wir gute und gesunde Händler haben. Und das kann nur so gehen, dass wir Dinge tun, sie wirklich zu unterstützen. Und das bedeutet nicht, dass wir sie auf irgendeine dumme Insel einladen, oder einen schönen Joyride machen, oder auf irgendeine blöde Hausmesse und da stundenlang bespaßen, weil das Geschäft wird unterm Jahr gemacht. Und da gehören solche Dinge auch dazu, dass das dem Vormontagequalität stimmt.

    und dass eine Abwicklung auch tatsächlich insofern auch funktioniert. Und ehrlicherweise, es gibt viele Händler, sagen, bitte gib uns ordentliche Datenqualität, weil wir haben teilweise auf unserer Webseite, auf unseren Internet-Jobs, wir brauchen teilweise bis zu einer Stunde, so ein dummes Produkt zu integrieren, weil die Daten halt einfach völlig lückenhaft sind. Und da gibt es ja mittlerweile wirklich gute Möglichkeiten.

    Uwe Woell (43:17.268)

    Ich glaube, Datenqualität ist genau so ein Punkt. Es geht ja im Grunde und zwar bei allen Themen darum, wo ist ein Zeit- oder ein Ressourcenkiller? So, also wenn du ein Lieferant bist, dann musst du es doch deinem Händler und einer Händlerin möglichst leicht machen, dass die mit dir zusammenarbeiten können. Und zeitsparend und ökonomisch und irgendwie entgegenkommend und so weiter. Und du musst es

    Und das muss auch ein Zusammenspiel sein. Umgekehrt muss es der Händler die auch leicht machen, dass du irgendwie die Ware reinliefern kannst und es nicht kompliziert wird. Und der sagt dann kannst du nicht liefern, dann kannst du auch nicht liefern und dann, ich hab nur einen Slot von zwei Stunden in jeder Woche, wo du deine Ware abgeben kannst. Also ich finde, es geht ja auf allen Ebenen darum, dass wir hier die Ressourcenverschwendung, die in dieser Branche stattfindet, endlich mal aufhören.

    Alex Thusbass (44:03.471)

    Ja.

    Ja.

    Uwe Woell (44:09.61)

    Und das fängt bei den Daten an, aber hat auch bei Gewährleistungen und Reklamationen auf jeden Fall auch einen Punkt. und also mir geht es ehrlich gesagt überhaupt nicht einzelne Lieferanten. Mir geht es auch nicht das Benennen von Einzelnen und das Bashen, sondern mir geht es darum, dass wir hier einen Grundthema haben, was wir bei Fachkräftemangel, den wir nachgewiesenermaßen eklatant haben, uns gar nicht leisten können.

    Alex Thusbass (44:24.062)

    Hmm.

    Uwe Woell (44:37.922)

    Und dann kommt so eine Schimanu-Studie raus, die sagt, die Menschen fahren weniger Rad, weil der Service so schlecht ist in Deutschland und weil sie so lange auf ihre Fahrräder warten müssen. Und wir wundern uns über das Ergebnis. Wir haben uns überhaupt nicht zu wundern, sondern wir haben dagegen zu arbeiten. Das ist so meine Intention dabei, dass wir möglichst viel dafür tun, dass möglichst viele Menschen Lust haben, aufs Rad zu steigen und

    die Möglichkeit bekommen, dass unsere Servicezeiten kürzer werden und dass die Händler in dieser Arbeit unterstützt werden. Und eine Sache ist ja ganz klar. wenn der Händler da Geld verliert, ist im Handel, da würde ich jetzt mal andersrum sagen, ist ja nicht so, dass es immer, dass die immer nicht gut wirtschaften können. Weil, Sissi, so was Ähnliches gesagt hast vorhin, dass die

    Alex Thusbass (45:16.573)

    Hm.

    Uwe Woell (45:28.282)

    dass die alle irgendwie am Existenzminimum arbeiten. Das ist nicht der Fall. Sondern es ist so, dass es je nachdem, in welcher Größe sie sind, schon sie sehr gut wirtschaften können. Aber diese Grundbedingungen, nämlich den beim Leasing 6 Prozent weg oder haben die sozusagen Rückruf, kriegen sie 15 Euro für eine Arbeit, die eigentlich 50 Euro abgerechnet werden kann.

    Da wird es dann schnell grenzwertig und kostet sie, macht den Ertrag aufs, bringt den Ertrag ganz runter. So, und das können sie sich auf Dauer nicht leisten und gerade in diesen Zeiten überhaupt nicht.

    Alex Thusbass (45:56.174)

    Mmh.

    Alex Thusbass (46:05.326)

    Hm?

    Sissi (46:09.47)

    Also mich schockiert so ein bisschen dieser, Alex du meintest das Wort, das du am häufigsten sagen würdest, heute ist gemeinsam und jetzt haben wir hier so ein bisschen den Blick auf den anderen Teller, wo schnappt man sich noch einen Krümel weg, während man nicht daran arbeitet, den Kuchen einfach größer zu backen und mal schaut, was da noch für Potenziale da draußen sind, weil die sind einfach riesig und Uwe, du sagtest, also die Leute fahren weniger, die Shimano-Studie kam raus, es wurde

    Alex Thusbass (46:09.646)

    Hmm.

    Sissi (46:39.072)

    wirklich deutlich, dass die Menschen nicht aufs Fahrrad steigen, weil das Fahrrad nicht fahrtüchtig ist. Und wir haben immer noch das Thema, ich bring’s jedes Mal wieder auf, Frauen, die nicht adressiert werden. Und dafür blickt man dann eben auf den anderen da drüben und schaut, wo holt man sich da jetzt noch ein paar Krümel und schadet.

    Alex Thusbass (46:52.974)

    Hm?

    Sissi (47:03.472)

    Diese Räder ineinandergreifen, ist ja eben das, was du meintest, Alex. Oder wir müssen alle gemeinsam diese Schmiere voranbringen oder diese Schmiere haben, uns gegenseitig zu unterstützen.

    Alex Thusbass (47:07.266)

    Also wir sollten einfach eins wirklich mal wahrnehmen, dass der Handel ohne Industrie und die Industrie ohne Handel nicht durchkommen wird. Da kann auch nicht ein anderer sein. Es ist eine Partnerschaft, aufeinander ist, es ist Symbiose, die aufeinander ist, Symbiotische Beziehung, Punkt. Wer das versucht zu ignorieren, kann viel Spaß. Also wir haben genug Erfahrung mit Online-Sales und so weiter. Das heißt,

    Sissi (47:31.504)

    und spannend, dass Decathlon genau dieses Ökosystem selbst aufbaut.

    Alex Thusbass (47:34.918)

    Ja, aber das ist der Händler, der zum Hersteller wird. Die Richtung geht, aber andersherum geht nicht. Muss man mal ganz klar sagen. Also es gibt keinen Hersteller, ich hatte das Zweifel auf den Vergnügen, bei einem Hersteller zu arbeiten, der hat das probiert, sogar, dann haben wir gesagt, Gottes himmels willen. Aber das ist ja genau der Punkt, auf den ich raus will, dass diese Vertikalisierung bedeutet nicht, dass die gesamte Wertschöpfung du komplett owns, sondern wir schielen eben nicht auf den Krümel der beiden Händler, sondern wir teilen den Kuchen.

    Uwe Woell (48:03.258)

    Ja.

    Alex Thusbass (48:03.657)

    Das ist zum Beispiel so ein paar Beispiele. wir sind tatsächlich, das haben wir schon lange vor, wir haben jetzt extra kleine LKWs gekauft, bei denen wir versuchen wollen, wir bieten es den Händlern an, wenn sie es haben wollen, können sie es machen, dass wir eine 100 % Vormontagequalität haben und die Räder werden unverpackt geliefert. Warum? Das Auspacken kostet Zeit, das Entsorgen kostet Zeit, die Vormontage, wenn wir das machen, das ist nur vormontiert, nicht entmontiert. Entmontage ist wirklich, aber

    Das ist was, was der Händler macht. Ich als Händler würde mir das auch nie von irgendjemandem meine Endmontage machen lassen. Aber es ist vormontiert. Das heißt, wir garantieren, das Ding kommt fertig zu dir. Du schiebst das aus dem LKW direkt in den Verkaufsladen rein und ab dem Zeitpunkt, also 10 Minuten später, kannst unter Umständen schon verkauft haben, theoretisch. Wir haben mittlerweile ein entwickelnd tatsächliches System. Das haben wir jetzt tatsächlich draußen. wie gesagt, Vorsicht, es ist keine Eigenwerbung, sondern wir wollen tatsächlich mal bisschen beweisen, dass es geht.

    Uwe Woell (48:40.122)

    Das

    Alex Thusbass (49:02.135)

    Und ehrlicherweise, wenn es keiner tut, es gibt nichts Gutes, also man tut es irgendwann, muss es vielleicht mal machen. Wir haben jetzt ein ergonomisches Einstellungssystem, VARCH, ein einfaches System, das wir mit Kiew-Biomeister zusammenarbeiten, das auf der Webseite, dort beginnt nämlich ganz oft die Customer Germany, die beginnt tatsächlich ganz oft auf der Händler-Webseite. Siehste, das brauche ich dir nicht zusammen, ich habe ja gelernt, dass du die Altair-Studie ja sehr gut kennst. Und was wir tun wollen, ist, wir da die Webseite jetzt, jetzige Webseite schmeißen weg und bauen eine komplett neue Webseite, bei der die Beratung beginnt. Wir helfen schon mal bisschen.

    Grundberatung. Wir sammeln schon mal ein die Einladung der Informationen und wenn der Kunde das dann will, dann übergeben wir jetzt den Händler. Der Händler weiß schon mal ein bisschen was über den Kunden, die wir ihm schicken. Plus bis zu der kompletten Einstellung für das E-Bike ist dann, wenn er das dann will, das muss er nicht mal, es kann er mal, dass er weiß, dass wenn der Endkunde kommt, das Thema Ergonomie. auch daran wird die Testfahrt sicher nicht scheitern.

    Und da haben wir einige Themen, die wir jetzt tatsächlich ausprobieren und mit dem Handel auch probieren. Tiefe Datenintegration gibt es ganz viele Händler, die da wirklich komplett offen sind. Das wir einfach gemeinsam im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung, wenn der Kunde zustimmt, dass wir das austauschen, dass wir sagen, wir schauen, dass wir die Kunden mehr oder weniger in unseren Tunnel kriegen, unseren Pfandel kriegen und dann dem Händler möglichst helfen, dass die Beratungszeit kürzer wird.

    Wir sind keine Gutmenschen, das ist ganz vitales Eigeninteresse. Warum, wenn ich eine perfekte Einstellung für Hefer habe, dann schicke nicht und der verkauft dann doch, ich sage nicht, was wart ihr jetzt nicht. Also das ist schon Eigeninteresse dabei, aber es ist pures Eigeninteresse. Ein gesunder Händler, der gut verkauft wird, einfach ein guter Partner sei. Und andersrum, der wird nicht zu einer anderen Marke gehen, der wird uns dann plötzlich rausschmeißen, sondern der wird dann für uns immer bisschen mehr nehmen. Aber da musst du den Händler bemühen.

    Uwe Woell (50:29.274)

    Ja.

    Alex Thusbass (50:46.603)

    Punkt. Und anders wird es nicht gehen. Und nochmal, das ist völlig wurscht, wie gut du in der Vergangenheit warst. Du bist immer noch so gut, als wäre dein aktuelles Programm läuft. Wie du deinen Händler aktuell behandelt. Weil an Marken und an Partnern da draußen handelt es den Händlern wirklich nicht.

    Uwe Woell (51:04.207)

    Ja.

    Sissi (51:04.218)

    Also Produktentwicklung nicht nur am Rad, sondern an der gesamten Journey sozusagen. Uwe, du wolltest noch?

    Alex Thusbass (51:07.851)

    an der ganzen Kette. Genau.

    Uwe Woell (51:12.103)

    Ja, es gibt einen Punkt, hattest du dann, der war sozusagen, der war so zwischendrin und da habe ich gedacht, irgendwie so, das ist jetzt der Ansatz, den wir, der uns schon seit fünf Jahren begleitet und Schmerzen macht, weil wir irgendwie wissen, da ist eine der größten Verschwendungen in der ganzen Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Händlern. Jetzt sind wir wieder bei der Vormontage.

    Die Vormontage müsste bei euch und bei uns oder müsste bei uns gar nicht eine Dreiviertelstunde, sondern es reicht eine halbe Stunde. So, weil wir sind ja ein Verkehrbringer. Du hast völlig recht. Wir müssen am Ende die Hand anlegen und müssen die wichtigsten Sachen kontrollieren. Aber wir wüssten ja gerne, welche wir noch machen müssen. im anderen Sinne wissen wir ja, das am Lenker und am vielleicht die Sattel vielleicht noch mal festziehen und so weiter, weil du die Höhe einstellen musst. Ja.

    Aber, und die Pedale musst du vielleicht auch dran machen, wenn das irgendwie doch verpackt kommt, aber du musst doch bitte nicht mehr die Kurbel abbauen und das Tretlager überprüfen und so weiter. Und das ist bei allen nicht beschrieben. Also wir kennen keinen, vielleicht gibt es einen, der das macht oder zwei, das machen, die beschreiben, was sie getan haben und was du als Händler nicht mehr machen musst, weil du hast es schon getan. Und jetzt muss man sich vorstellen, da gibt es bei …

    Auch bei Manufakturen gibt es in der Zwischenzeit wirklich einen sehr, guten Qualitätssicherung. Da gibt es einen Menschen, checkt das Rad nochmal richtig durch. Monteur, Qualitätssicherung, da kommt das Rad im Handel. Der nimmt es erstmal wieder komplett auseinander, es wieder zusammenzubauen, dann für den Kunden fertig zu machen. Wie absurd ist das? Und diese Verschwendung, also…

    Alex Thusbass (52:49.39)

    Das ist

    Uwe Woell (52:53.13)

    Wie lange sind wir schon da dran und stoßen immer wieder gegen Barrieren? Ja, ihr müsst das Ding auseinandernehmen. Wir können euch nicht genau sagen, was wir gemacht haben und so weiter. Das muss mal aufhören. Und da haben wir so viel, da setzen wir so viel Kapazitäten frei, die schon allein an der Stelle in Werkstattleistung oder mehr Produktionskapazitäten sich umwandeln lässt. das ist ein richtiger Pain.

    So, das ist vielleicht das erste, was mir einfällt, wo ich sagen würde, das wäre so leicht. Macht an euren Rädern eine Liste und sagt, das haben wir schon erledigt, da musst du keine Hand mehr anlegen. Wir sind da fertig.

    Alex Thusbass (53:32.11)

    Grundsätzlich so zum Beispiel Motor im richtigen Anzugstreben, also alle sechs Schrauben im richtigen Anzugstreben, wenn ich drauf schreibe, dass wir das schon erledigt haben, würde ich mir das Händler verarscht vorkommen, weil davon gehe ich einfach schlichtweg aus. Man müsste eigentlich sagen, pass auf, das ist zu tun. Und ehrlicherweise der Anspruch muss sein. Ich möchte jetzt eins klar sagen, also Montagequalität, die Konsistenz zu halten, ist eine riesen Aufgabe. Du hast nämlich tatsächlich in der Montage plötzlich irgendjemand, es gab mal eine Zeit,

    Fun Fact, da gab es bei VW immer totale Beschwerden, dass bei manchen Autos ein unangenehmer Geruch war. Bis ich herausgefunden habe, dass es ein Kollege war in der Montage, der immer, wenn er Schicht gehabt hat, ein extrem aggressives DIO drauf gehabt hat. Das heißt, sobald Menschen irgendwas zusammenschrauben, wird es ein Stück weit schwanken. Und ich möchte, das werden wir nicht vertiefen, aber ich bin ganz ehrlich, ich bin jedes Mal wieder total tief schockiert, also zu tief schockiert. Ich bin nicht überwältigt, ich finde das nicht gut.

    wie extrem komplex so ein Fahrrad in der Produktion ist. Es ist wirklich völlig absurd, wie anachronistisch das Ganze noch in der ganzen Montage ist, wie unfassbar aufwendig es ist, einen Aluminiumrahmen zu machen. Übrigens, sind fast alle Rahmen, 90 % sind handgeschweißt, das ist alles Anderarbeit. Schreib keinen Mensch drauf, weil es einfach Standard ist. Das heißt, wir bauen die Fahrräder eigentlich immer noch so, das hat sich seit 50 Jahren kaum weiterentwickelt.

    Und ich bin jetzt auch ganz ehrlich, werden wir ansetzen. Das heißt, ganze Komplexität, diese versteckte Sammelsührungskomplexität an so einem Fahrrad deutlich zu reduzieren, damit es in der Montage einfacher wird, damit man Fehlerqueren viel besser ausschließen kann, damit man auch automatisiert fertigen kann. Das bedeutet nicht, Arbeitskräfte zu sparen, das bedeutet, eine Qualitätskonsistenz und Nachverfolgbarkeit hinzubekommen.

    Und dann auch den Service eher in kompletten Baugruppen zu denken, die man halt einfach schneller austauschen kann, der Service viel reibungsloser wird. Das heißt, du musst ja ganz vorne schon beginnen, damit es hinten für den Händler im Service leichter wird. Das ist nur etwas, das muss man mittel- bis langfristig betrachten. Mittel- bis langfristig, wenn man sagt, die Industrie sagt, ja, okay, das ist der St. Nimmerleins-Takt, das wird sowieso nie kommen. Aber da muss ich ganz ehrlich sagen, das ist so die Aufgabe der Industrie, da sollten wir mal wirklich hart ansetzen.

    Alex Thusbass (55:49.302)

    Weil das ist einzige, wir lösen können, sonst überhaupt nichts und niemand.

    Sissi (55:53.536)

    Ja, ich würde langsam zum Schluss kommen. Wir haben noch ein Thema, das sozusagen hinten rauskommt und vorne wichtiges Futter ist. Das war kein schönes Bild, aber es ist spät am Abend. Uwe, du wolltest noch über Marktmacht sprechen und zwar über die Macht über Daten.

    Alex Thusbass (56:06.19)

    Das ist der Helmut Kohl Satz.

    Sissi (56:19.078)

    Er erinnert sich. Vage.

    Alex Thusbass (56:19.854)

    Hm.

    Uwe Woell (56:22.33)

    Also vielleicht will ich das mal so erklären. Auch da wieder Zusammenarbeit. Wir haben ja mit dem ZDV zusammen die D-Bike gegründet. das ist der Hintergrund, dass wir ja 2005 aus dem VSF heraus, das haben nicht der VSF erfunden, sondern aus dem VSF heraus von Mitgliedern ist Velo Connect entstanden und Velo Connect ist eine Schnittstelle.

    die die Warenwirtschaften der Händler mit den Warenwirtschaften der Lieferanten kommunizieren ließ. So, und das hat den Händlern wirklich das Leben erleichtert. Und zwar richtig fett. Also, die konnten plötzlich aus ihrer Warenwirtschaft heraus Bestellungen abschießen. Und mussten nicht mehr in die Shops der Lieferanten reingehen. Die konnten irgendwie sehen, wo sie Mindermengen haben und konnten das automatisieren. Sie konnten einen Preisvergleich machen und so weiter. Das hat …

    Das hat wirklich bei den Händlern sozusagen das Arbeiten revolutioniert. So, und das hat sich auch durchgesetzt. Das heißt, waren dann irgendwie schon fünf Jahre später waren es irgendwie knapp 100 Lieferanten, die dann angeschlossen waren. Es waren nahezu alle relevanten Warenwirtschaften, die damals ja nicht ganz so zahlreich waren, wie sie heute sind und so weiter. So, und das heißt irgendwie so, das hat auch wirklich eingeschlagen. Es hat gut funktioniert und es ist zum Standard geworden. So, und weil wir

    Weil das Ding kostenlos ist, haben wir es dann auch so laufen lassen und haben irgendwann dann 2015 festgestellt, da ist aber jetzt bisschen Nachholbedarf. Jetzt müssen wir uns bisschen kümmern um das Kind, weil das ist, so langsam ist es irgendwie erwachsen geworden, aber irgendwie sind die Haare nicht geschnitten. So, jetzt wird es höchste Zeit, dass man mal irgendwie guckt, dass man das auf den aktuellen Stand bringt. Und das kostet Geld.

    Dann wurde es schwierig. Dann mussten wir Geld eintreiben und uns darum kümmern. Wir haben selber mit einem Menschen oder einer und halben Menschen dran gearbeitet. Das war eine ganz schwere Zeit, weil wir es nicht konsistent halten konnten und weiterentwickeln konnten, wie das der Markt braucht. Deswegen ist die D-Bike entstanden. Mit der D-Bike haben wir jetzt endlich eine Gesellschaft, die sich darum kümmert, dass

    Uwe Woell (58:43.77)

    wie der Connect weiterentwickelt wird als ein Werkzeug und damit sowohl für den Lieferanten als auch für den Handel sozusagen die Kommunikation immer besser wird, also die digitale Kommunikation. Und der zweite Punkt ist, dass ja beim ZDV jetzt der Marktdatenservice auch installiert wird, das heißt über den ZDV

    gibt es jetzt einen Marktdatenservice, an dem die Händler auch angeschlossen werden sollen und dann da ihre Daten sozusagen in den Marktdatenservice einspeisen. Warum? Weil wir nämlich genau das ein Problem der Corona-Krise, also der Post-Boom-Krise war. Wir wussten zwar, was die Lieferanten in den Handel rein verkauft haben, aber was verkauft wurde, wussten wir nicht. So und genau das ist natürlich ein Fail gewesen, wo

    dann immer wieder reingeschoben wurde und reingeschoben wurde. ich glaube, das ist auch die Datenlage, sozusagen wesentliche Ursache dafür war, dass wir in diese Krise gerutscht sind, in die wir die letzten zwei, drei Jahre hatten. So, und da brauchen wir endlich mal so was wie, wie soll ich sagen, wie ein Überblick über das, was im Markt passiert, ohne jetzt in einzelne Läden reinzugucken, sondern anonymisiert so ein Überblick, was passiert da draußen eigentlich. Und

    Das passiert über den Marktdaten-Service. Deswegen kann ich nur dafür werben, das mitzumachen. Und ich sage mal einen wesentlichen Grund. Sowohl bei Velo Connect als auch bei dem Marktdaten-Service halte ich es für unbedingt wichtig, dass die Verbände die sind, die diese Daten halten. Weil wir haben kein kommerzielles Interesse daran. Wir arbeiten nicht … Also unsere Jobs, die wir machen für die Branche, sind nicht kommerziell. Es ist nicht so, dass wir hier irgendwie …

    in jedem Produkt irgendwie ein Geschäftsfeld sehen, sondern wir sehen Aufgaben, die gelöst werden müssen, damit es der Branche besser geht. Und mit dieser Intention, das kann ich wirklich sagen, hab ich beim letzten Podcastauftritt ja auch schon gesagt, sind die Verbände auch unterwegs. Und das machen sie auch bei der Frage, wie gehe ich mit Daten seriös dass es sinnvoll für die Branche verwendet wird. Und diese Daten sollte besser nicht …

    Uwe Woell (01:01:03.774)

    in private Hände kommen. Also ich hab mich sehr dagegen gewehrt, dass VeloConnect bei einem Privatanbieter landet oder bei einem, der es kommerziell nutzt und der dann, wenn er dann auch, sag ich jetzt mal, zum Standard geworden ist, die Preise rauf und runter regulieren kann, wie er will, weil alle abhängig sind. Also diese Abhängigkeiten möchte ich gar nicht herstellen, sondern ich möchte, dass die Verbände das halten und damit dafür sorgen, ja, dass seriös mit den Daten umgegangen wird und immer …

    Da gibt es eine schöne Formulierung, bronchennützig gearbeitet wird.

    Sissi (01:01:39.868)

    Super schönes Wort. Ein Verbandsplädoyer. Zum Schluss, Alex, noch eine Anmerkung dazu.

    Uwe Woell (01:01:44.346)

    Ja.

    Alex Thusbass (01:01:48.238)

    Ja total. wenn man andere Branchen anschaut, wie die Daten teilen und wie die alle wirklich aktiv mitmachen, weil sie wissen, dass sie mit den Daten einfach bessere Entscheidungen auch für sich selber treffen können und eine Trends erkennen können, dann hilft das allen. Und ja, bin total dabei, dass das in eine neutrale Perspektive, also neutrale Hände gehört. Das wird keiner gerne machen, dass er seine Daten teilt und es immer bisschen Gefahr läuft, dass da ein neues Geschäftsmodell entsteht. Das haben wir ja so bisschen mit.

    Jetzt online schon bisschen gewerkt. Und das ist die einzige Möglichkeit, dass die Daten erteilt werden, weil sonst ist gerade die Farbindustrie, glaube ich, sehr, sehr, doch die geringe Differenzierung hat jeder wahnsinnig Angst, seine Daten zu teilen. Und die hat wirklich herzügemer Angst, dass er damit irgendwie transparent wird, wobei man das ehrlicherweise zum großen Teil auch schon ist. Also ich werde sehr viel davon, wäre gerne ein Nutzenübster von den Daten, würde gerne mitmachen. Wir haben ehrlich gesagt, wir haben die Anfrage schon bekommen, wir haben sie bis jetzt noch nicht bearbeitet, weil wir so viel Thermos haben.

    Arbeit momentan haben, aber wir sind da auf jeden Fall so was dabei. Wir müssen LKW fahren, wir sind ein Fahrerzirkus, wir sind momentan ein Wanderzirkus.

    Sissi (01:02:48.448)

    weil du so viele LKWs bestellen musst.

    Sissi (01:02:56.468)

    Ihr braucht den autonomen Lkw, könnt ihr das auch machen. Ja, super. Vielen Dank für diesen wunderschönen Abend mit euch beiden. Uwe, du bist wirklich jetzt schon Dauergast, glaube ich. Zwei Mal ist man das bei uns. Vielen Dank dafür. Wir trinken immer sehr gerne Wein oder alkoholfreies Bier mit dir. An alle drei draußen natürlich vielen Dank fürs Zuhören. Nehmt fleißig das Rad. Adieu.

    Uwe Woell (01:03:08.422)

    Hahaha!

    Garnet

    Sissi (01:03:25.093)

    Mensch, Jungs, ihr seid toll.

    Transkript:

    1 hr 4 min
  • Podcast mit Oskar Kruse: Dutch Cycling Embassy – Lernen von den Niederlanden

    In der neuesten Nimms Rad-Podcast Episode erfahren wir, wie das niederländische Radkultur-Wissen über die Grenze schwappt. Oskar Kruse, Projektkoordinator bei der Dutch Cycling Embassy, erklärt, wieso die Mongolen nach Utrecht blicken, warum er deutschen Planern zu mehr Pragmatismus rät und er auf seine Heimatstadt Berlin blickt.

    [toc]

    Wir wissen, dass wir von den Niederländern in punkto Radkultur viel lernen können: 18 Millionen Einwohner, die auf 23 Millionen Fahrrädern (exklusive Leihräder) 15 Milliarden Kilometer im Jahr zurücklegen – das sind 370.000 Erdumrundungen. Die tiefe, gesellschaftsübergreifende Verankerung des Rads im Alltag ist historisch gewachsen – und mit ihr eine breite Infrastruktur-Expertise.

    Die Dutch Cycling Embassy ist eine Non-Profit mit Sitz in Utrecht, die eben jenes Wissen und all die Erfahrungswerte nutzen, um Städte und Kommunen weltweit bei der Planung fahrradfreundlicher Infrastruktur zu unterstützen. Dabei greift das neunköpfige DCE-Team wiederum auf ein großes Expertennetzwerk aus Forschung, Regierung und Privatwirtschaft zurück.

    Inspirierender Pragmatismus & Städte-Tipps

    Im Podcast spricht Host Sissi mit Oliver Kruse, Projektkoordinator Deutschland bei der DCE, über länderspezifische Unterschiede, Best Practices und Austauschformate. Es geht um den „Einfach-mal-machen“-Pragmatismus der Niederländer, der sich aber auch in Tübingen zeigt, um Oskars Hoffnung (!) für seine Heimatstadt Berlin und natürlich um die niederländischen Städte samt Tipps.

    Utrecht: Heimat des größten Radparkhauses der Welt mit 12.500 Stellplätzen – und Heimat der „Catharijnesingel“, einer Autobahn, die zum Kanal mit Uferpromenade rückgebaut wurde. Rotterdam: Die multikulturelle Hafenstadt mit cooler Architektur und good vibes – das „Kreuzberg der Niederlande“. Amsterdam: Von den Grachten bis zum neuen Unterwasser-Radparkhaus direkt am Hauptbahnhof. Groningen: Die Studentenstadt im Norden mit autofreier Innenstadt dank smartem „Fünffinger-System“.

    Hier geht’s zur Anmeldung für den Dutch Cycling Embassy Newsletter „Neuigkeiten aus den Niederlanden“.

    Schon reingehört?

     

    Aufklappen

    Transkript:

    Sissi (00:00.341)

    der Podcast. Heute mit

    Oskar (00:02.29)

    Oskar Kruse Projektkoordinator bei der Dutch Cycling Embassy

    Sissi (00:03.781)

    Beruf?

    Sissi (00:08.526)

    Heimatort?

    Oskar (00:10.015)

    Berlin, aber wohne in Amsterdam.

    Sissi (00:12.963)

    Gouda oder Bergkäse?

    Oskar (00:14.67)

    Gauda, aber wenn Alten.

    Sissi (00:18.08)

    wow. Ich komm aus dem Allgäu.

    Oskar (00:21.526)

    Haha

    Sissi (00:23.258)

    Brooklyn oder David Beckham.

    Oskar (00:25.326)

    Ich habe mich damit wirklich nicht auseinandergesetzt, aber David Beckham, weil ich Fußball gucke, also früher geguckt habe und ja, David Beckham eigentlich.

    Sissi (00:28.185)

    Wie kann man nicht?

    Sissi (00:35.178)

    Okay, Bad Bunny oder Green Day?

    Oskar (00:38.19)

    Bad Bunny mag ich, aber ich bevorzuge Green Day, die Musik.

    Sissi (00:46.147)

    Oscar, wohin hast du welches Rad in letzter Zeit gerne genommen?

    Oskar (00:49.422)

    Jeden Tag fahre ich damit zur Arbeit mit einem Fixie, aber wenn ich reisen gehe nehme ich immer das Gravel Bike und gehe auf Radtouren.

    Sissi (01:00.167)

    und du bist in Amsterdam zu Hause.

    Oskar (01:02.503)

    Ich wohne in Amsterdam.

    Sissi (01:03.927)

    Ich dachte, du bist in Utrecht zu Hause.

    Oskar (01:06.323)

    Ne, in Utrecht ist unser Office und ich wohne tatsächlich in Amsterdam.

    Sissi (01:13.357)

    Wir sprechen noch ein bisschen über die holländischen Städte. Die für mich alle, also sie liegen alle sehr nah beieinander, das ist schon so eine kompakte Sache, aber sie haben sicherlich alle so ihren Charakter und da will ich natürlich wissen, wo fahre ich hin, warum. Aber da kommen wir später dazu. Erstmal, Dutch Cycling Embassy klingt ja unglaublich sexy, würde ich jetzt mal sagen. Zumindest für jede Person, die sich so…

    Oskar (01:16.205)

    Ja.

    Genau.

    Oskar (01:24.718)

    Mhm.

    Ja.

    Oskar (01:34.414)

    Mhm.

    Sissi (01:38.595)

    mit Radmobilität auseinandersetze, sich dafür interessiert, wage ich zu behaupten. Wir haben schon so das Gefühl, dass die Niederlande den Masterplan haben und irgendwie so den strahlenden Leitstern darstellen, den man nur zufolgen hat. Aber wie sehr die Niederlande tatsächlich leuchten und

    Oskar (01:44.078)

    Mhm.

    Sissi (02:05.305)

    wie attraktiv die Dutch Cycling Embassy tatsächlich ist, das werden wir herausfinden, als attraktiver Arbeitgeber. Vielleicht. Du kannst wirklich ganz ehrlich sprechen, das hat keine Auswirkungen auf deinen Job.

    Oskar (02:13.998)

    Ja.

    Oskar (02:18.766)

    Das hoffe ich. Nein, also ich kann ja mal ein bisschen erzählen, also die Dutch Cycle.

    Sissi (02:23.17)

    Ja, was ist es denn eigentlich? Was ist die Dutch Cycling Embassy?

    Oskar (02:26.41)

    Also die Dutch Cycling Embassy ist 2011 gegründet worden und es geht im Wesentlichen darum, also Fahrerkultur an jeden irgendwie ranzubringen und die Welt irgendwie zu bringen und wir haben da so ein Slogan, ist Cycling for Everyone Everywhere. Also das bringt so ein bisschen den Kernpunkt von dem Unternehmen irgendwie. Und die Dutch Cycling Embassy ist eigentlich also

    besteht aus einem Netzwerk, aus öffentlichen und privaten Partnerschaften. also das ist von Städten, Ministerien, Instituten bis hin zu Beratungsunternehmen. genau. Also doch, wir sind eine NGO tatsächlich, aber wir haben halt dieses Netzwerk aus diesen Unternehmen, mit denen wir immer zusammenarbeiten und auch wir

    Sissi (03:10.863)

    Dann ist das keine NGO, oder?

    Oskar (03:24.414)

    auf die wir zugreifen können, wenn wir Sachen planen oder wenn Leute halt Wissen aneignen wollen. Und dann bieten wir halt verschiedene, ja, bieten wir verschiedene Sachen an. Also einmal machen wir Wissensaustausch. Dann sind das wie so, wir gehen zu Konferenzen, da kann man dann, dann bringen wir Experten mit. Oder wir haben auch Thinkbike Workshops, da gehen wir dann in andere Länder und

    Da wird dann an einem konkreten Problem gearbeitet. Zum Beispiel sagt die Stadt in Mongolien war eine Kollegin von mir und die Stadt da war interessiert daran, über Kreuzungen zu erfahren. Und dann greifen wir auf unser Netzwerk zu und haben dann fliegen dann mit den Experten von diesen Unternehmen dahin und haben dann ein Dreitagesprogramm, wo die Stadt dann konkret über

    Lösungen erfährt und wie man solche Sachen dann besser planen kann. Also das ist eine Sache. Oder man kann auch in die Niederlande kommen und dann bieten wir sozusagen StudiVisits an, so heißt das. ist dann das, zum Beispiel war die AGFS aus Nordrhein-Westfalen im September bei uns und wollten wir… Arbeitsgemeinschaft für…

    Sissi (04:38.301)

    Für was steht AGFS? Was ist die AGFS?

    Oskar (04:47.698)

    Ich weiß es jetzt auch nicht genau. ist wieder so ein deutsches langes Genau, das sind sind das ist sozusagen eine Gemeinschaft aus verschiedenen Städten, aus Planern, die sich halt für Fahrräder und halt Radmobilität auch interessieren. Und die waren dann halt bei uns und wollten mehr über Radschnellwege erfahren. Und dann waren wir haben wir

    Sissi (04:49.763)

    Aber städtisch oder was? Was ist AGFS?

    Oskar (05:15.086)

    mit zwei Experten, die einen bestimmten Radschnellweg mit geplant haben in den Niederländen und sind dann von Arnhem nach Nijmegen, also Nijmwegen heißt es glaube ich auf Deutsch, gefahren. Und genau, wenn da halt Fragen entstehen, wurden halt in dem Moment diese Fragen aufgegriffen und beantwortet. Genau.

    Sissi (05:35.613)

    Ja, klingt, also wie gesagt, finde Dutch Cycling Embassy klingt wahnsinnig attraktiv, weil natürlich diese Ausstrahlung da ist. Die Niederlande als das Example par excellence ist es dann tatsächlich, baut ihr auf diese Expertise und diese Erfahrungswerte auf, die man in den Niederlanden hat und tragt die sozusagen hinaus über die Niederlande in die Welt? Ist das so, wie man sich vorstellen kann, dass Wissen

    Oskar (05:42.03)

    Mhm.

    Sissi (06:05.409)

    multiplizieren, die Verknüpfung, die Vernetzung mit all den Stakeholdern, mit all den Experten. Wo kommen die Experten her? Sind es dann aus Städten, Kommunen, ist es aus der Wissenschaft, ist es von überall her?

    Oskar (06:18.958)

    Also auf die erste Frage zu beantworten, es ist, genau, es geht im Wesentlichen diesen Wissensaustausch und DINIALALANE ist halt schon extrem lange halt mit der Radmobilität dabei und auch irgendwie führend in dieser Position, würde ich jetzt behaupten, aber mittlerweile ist es ja auch so, dass in Europa mehr und mehr Städte auch

    interessante Sachen bieten. Also geht es dann im Wesentlichen auch den Wissensaustausch. Zum Beispiel Kopenhagen hat interessante Radmobilität, Paris aber auch. Und da beteiligen wir uns natürlich dann auch in dem Austausch mit diesen Städten. Und den zweiten Teil zu beantworten, wer ist das genau? Also es ist im Wesentlichen alle. Also es sind also auch wirklich von dem Ministerium, mit denen haben wir auch viel zu tun, die da in der Radmobilität

    halt die Positionen haben. Aber auch Städte. arbeiten zum Beispiel mit mit Utrecht viel mit den Radbeauftragten. Da würde ich jetzt mal behaupten, mit verschiedenen Kommunen aus ganz aus den ganzen Niederlanden, aber auch mit Universitäten, zum Beispiel mit Windeshain. Die haben Superradprogramm. Das ist zwischen Amsterdam und Utrecht, also ein bisschen noch mehr nördlich.

    Mit denen arbeiten wir auch. Da geht es dann halt ja, was lernen eigentlich Studenten? Und dann aber auch mit Beratungsfirmen und Unternehmen. Also das sind dann große wie HoutApp oder dann gibt es Mobility Label, die machen Datenanalyse. Genau, also es gibt wirklich eine Vielfalt und dann ist es halt uns überlassen, also nicht wirklich überlassen, aber je nachdem.

    Woran wir gerade arbeiten, arbeiten wir dann halt mit bestimmten Einheiten und kombinieren wir es auch gerne. unser Team ist wirklich relativ klein. Wir sind tatsächlich nur neun Leute und dann haben wir ab und zu ja genau noch Interns. Genau.

    Sissi (08:18.147)

    Wie groß ist euer Team?

    Sissi (08:29.661)

    für eine Embassy, Aber ihr habt ja dieses große Netzwerk, das das Ganze ergänzt.

    Oskar (08:38.358)

    Genau, aber die sind dann nicht angestellt, sondern wir arbeiten mit denen dann zusammen und die kriegen ja auch was davon, wenn sie in Europa oder in der Welt halt auch andere Leute in dem Feldrat kennenlernen. Und es ist ja auch für die sehr interessant. Also es ist wirklich ein geben und nehmen, würde ich jetzt behaupten.

    Sissi (09:04.125)

    Und wer wendet sich so an euch? Sind das dann Städte, Kommunen oder sind das auch Unternehmen? Wer kommt auf euch zu?

    Oskar (09:12.702)

    Es sind meistens Städte oder Ministerien, je nachdem welches Land es ist. Zum Beispiel in China ist es das Ministerium, dem im Moment viel gemacht wird. Ein Kollege von mir.

    Sissi (09:27.901)

    Ist es dann für dich irgendwie so bisschen, dass du für Deutschland zuständig bist, denkst du dir dann, ich würde jetzt schon gerne mit dem chinesischen Ministerium mal interagieren?

    Oskar (09:37.606)

    Ja, natürlich. Aber die Sache ist, dass, ähm, ähm, für mich jetzt, ich wurde genau dafür halt, äh, ja, ins Team aufgenommen. Äh, ja, wir haben so eine spezifische, also unsere Finanzierung, das ist ein bisschen schwer zu erklären, aber wir haben von …

    Sissi (09:48.943)

    Für deinen diffisiven Heimatmarkt.

    Oskar (10:01.47)

    dem niederländischen Staat noch ein bisschen extra Finanzierung bekommen für den deutschen Markt, weil für die Niederlande natürlich der deutsche Markt auch immer sehr interessant ist. Und genau deswegen bin ich halt genau für Deutschland zuständig.

    Sissi (10:14.813)

    Verstehe ich, aber warum ist der deutsche Markt für die Niederlanden so spannend? Ist es das Invest in euch? Weil profitieren tut ja Deutschland.

    Oskar (10:29.198)

    Es ist der Austausch tatsächlich zwischen den beiden und der existiert ja auch schon lange. Und ich wohne jetzt schon seit einiger Zeit in den Niederlanden. ja, also die lernen alle. Wir lernen kein Niederländisch in der Schule, vielleicht in ein paar Grenzregionen. Aber die lernen alle tatsächlich Deutsch schon in der Schule. Und das ist, ich, für die ein sehr wichtiger Markt. genau, deswegen wird der Austausch da immer.

    Sissi (10:31.353)

    Mhm.

    Oskar (10:57.966)

    sehr gerne gefördert. Und viele, mit denen ich arbeite in den Unternehmen, die sprechen auch sehr gut Deutsch. Also die Niederländer.

    Sissi (11:05.373)

    Ja, Gott sei Dank, weil mein Niederländisch wäre jetzt dann auch begrenzt. Ich glaube, ich kann Tschüss und Hallo sagen und ich bin so moi, habe ich mal gelernt, als ich sehr jung war. Ja, interessant. Länder klingt sehr, sehr, sehr global. Also wenn wir hier von Asien sprechen, kommt, gibt es Länder, wo du sagst, es ist spannend, was da gerade für Prozesse entstehen.

    Oskar (11:08.575)

    Genau.

    Oskar (11:13.166)

    Ja.

    Sissi (11:32.997)

    dass die sich bei uns melden. Also China hätte ich jetzt zum Beispiel nicht erwartet.

    Oskar (11:36.778)

    Das ist jetzt auch ganz neu, dass China da sehr interessiert ist. Ja, also wir arbeiten wirklich mit der ganzen Welt. Und wir gehen auch ab und zu natürlich dann auch durch die Niederländer, irgendwie Botschaften, die dann interessiert sind in anderen Ländern auf halt diese Länder zu. Aber da ich jetzt für Deutschland zuständig ist, ist es ein bisschen schwierig,

    Sissi (11:38.394)

    Mhm.

    Oskar (12:04.04)

    Genau zu sagen, was jetzt interessant ist in der ganzen Welt.

    Sissi (12:07.453)

    Ja, ihr tauscht euch da auch nicht beim Mittagstisch aus, sondern sitzt da und denkt ja, ich bin jetzt hier, ich muss mich wieder mit Berlin beschäftigen und andere dürfen Chacarta machen und Sao Paulo und fliegen nach Barcelona oder nehmen den Zug nach Barcelona.

    Oskar (12:24.558)

    So sehe ich das gar nicht. Ich finde das super, weil ich halt als Deutscher auch in Deutschland sozusagen dann auch bisschen mithelfen kann, würde ich jetzt behaupten. So halt auch niederländische Ideen genau mitwirken kann dann in Deutschland. Und für mich ist halt interessant, der Grund, wieso ich auch das studiert habe, was ich studiert habe und das, ich mache, ist

    Sissi (12:38.717)

    Mhm.

    Oskar (12:53.088)

    Ich bin in Berlin groß geworden und bin viel Fahrrad gefahren früher und dachte mir immer Mensch, wieso haben die das denn so hier gemacht? Verstehe ich nicht. Wieso, wieso muss das hier so gemacht werden? Das finde ich ja als Jugendlicher. Ich bin dann immer durch Berlin rumgefahren und habe mich dann aufgeregt, halt typisch deutsch aufgeregt. Wieso ist das so und so halt hier gemacht? Genau und.

    Sissi (13:03.897)

    Schon so als Jugendliche?

    Sissi (13:16.413)

    Du bist schon als Jugendlicher da gestanden, hast die Ampelschaltung kritisiert oder was kritisiert man als Jugendlicher Fahrradfahrer in Berlin?

    Oskar (13:27.944)

    Ja, wieso? Genau, ich hab mir zum Beispiel selbst den Arm gebrochen. Okay, das ist auch bisschen selbstverschuldend, würde ich jetzt behaupten. Nee, absolut, das ist selbstverschuldend. Ich bin auf dem Rad gefahren und ich hab so ein Fixie, also nicht ein Fixie, aber so eine Art Fixie. Also man liegt dann relativ auf dem Rad und ich kam halt aus der Schule und hab’s…

    Sissi (13:30.734)

    nicht vorhandene Radwege.

    Sissi (13:41.956)

    Erzähl die Geschichte.

    Oskar (13:55.982)

    kurz freihändig gefahren und das kann ich auch immer eigentlich ganz gut und wollte mir so den Rücken dängen und in dem Moment kam halt eine riesen Wurzel auf dem Radweg und der Radweg war auch vielleicht 50 Zentimeter breit und dann ist halt mein Vorderrad hoch und hat sich gedreht und dann bin ich über den Lenker geflogen und habe halt den Arm gebrochen. genau und sowas passiert halt.

    Sissi (14:11.261)

    Mhm.

    Sissi (14:16.963)

    Was macht man mit sowas zum Beispiel? Darf ich das gleich mal konkret fragen? Weil da habe ich hier in München auch so meine Stellen auf Fahrradwegen, die ich dann tatsächlich fast umfahre oder versuche zu vermeiden, speziell wenn ich mit dem Rennrad unterwegs bin. Was kann man gegen diese schreckliche Natur machen? Gegen diese schrecklichen Wurzeln, die sich da ausbreiten unter dem Teer? Wirklich, ja.

    Oskar (14:26.702)

    Mhm.

    Oskar (14:41.486)

    Das ist schwierig für mich zu beantworten, da ich auch nicht genau in diesem Unternehmen oder in diesem Feld bestimmt tätig bin, also die Sachen, die gebaut werden. Aber ich denke halt, dass in den Niederlanden werden die Sachen breiter gebaut. Und es wird viel darüber ausgelegt, die Sachen auch zu erneuern, wenn die halt…

    Wenn da solche Wurzeln wachsen oder Löcher drin sind, dann sieht man immer Markierungen. Dann ist das Markierung von der Stadt gemacht. Dann wird da auch relativ viel gemacht. Was dann auch wichtig ist, es wird dann auch immer viel … ummarkiert, dass der Radweg halt noch existiert. Das wird nicht einfach gesperrt. Man wird umgeleitet auf die Straße und die bauen eine Rampe auf die Straße, damit das alles sehr flüssig irgendwie hergeht. Aber …

    In Deutschland, ich würde sagen, die Sachen einfach breiter bauen. Es gibt auch Firmen, die arbeiten an so einem bestimmten Asphalt. Also es gibt ja in den Niederlanden diesen roten Asphalt. Die haben sicherlich irgendwelche Innovationen, dafür irgendwie auch zuständig sind, dass halt sowas nicht so schnell kaputt geht. Vor allen Dingen fahren auch die Niederländer extrem viel Rad. Und ich glaube, jede Person gibt es irgendwie zwei Räder.

    Personen. Also es wird hier enorm viel Rad gefahren.

    Sissi (16:12.549)

    Vielleicht haben die Niederlande auch weniger Bäume an Radwegen gestehen. Wir müssten da mal eine Studie in Auftrag geben. Wie funktioniert die Versiegelung hervorragend? Tiefwurzler versus Flachwurzler.

    Oskar (16:20.014)

    Das… Ja, das…

    Kann sein.

    Sissi (16:29.109)

    Nein, also es ist jetzt mehr scherzhaft gemeint, aber sehr interessant, dass man sich damit als Jugendlicher beschäftigt und sich diese Fragen stellt. Warum liege ich jetzt im Krankenhaus? No-hander, no-brainer, wir wissen warum. Aber das hatte ich schon so angetrieben und dann war klar, ich werde das auch zu meiner beruflichen Aufgabe machen.

    Oskar (16:36.054)

    Mhm.

    Oskar (16:43.694)

    Ja.

    Oskar (16:52.974)

    Ne, tatsächlich war ich ein bisschen unentschlossen am Anfang. kam durch… Also, dass ich jetzt gelandet bin, wo ich bin, kam dann auch erst, nachdem ich mein Bachelor studiert hatte, hab ich zwei Jahre Pause gemacht, war Skilehrer und hab im Restaurant gearbeitet, weil ich kochen auch sehr gerne mag. Hab ich gedacht… Ja.

    Sissi (17:13.081)

    Und dann sagst du Gouda statt Bergkäse. Also ich fass es nicht. Sorry.

    Oskar (17:18.708)

    Das ist halt, früher habe ich auch immer Old Amsterdam zu Hause gegessen. Also war es für mich wirklich so, keine Ahnung, Bergkäse war bei uns nicht zu Hause irgendwie so vorhanden. Aber ja.

    Sissi (17:22.392)

    Wahnsinn.

    Sissi (17:27.549)

    Ja, aber als Koch und Skilehrer, also ich meine, da musstest du doch in den Alpen gewesen sein oder warst du in irgendeiner Halle?

    Oskar (17:30.574)

    eigentlich ja nee ich war in der schweiz schiele rattern ja aber genau dann habe ich das zwei jahre gemacht und war unentschlossen weil ich habe kulturenalyse in meinem bachelor studiert und wusste nicht was ich damit anfangen soll also genau und habe mir dann so ein bisschen die frage gestellt was magst du eigentlich was interessiert dich und dann sind diese gedanken halt von früher wieder gekommen ich liebe es

    Sissi (17:36.098)

    Ach, ich fasse es nicht.

    Oskar (18:00.158)

    Also ich liebe Städte, wie die aufgebaut sind, was da genau passiert, wie Menschen dort drin leben. Und dann auch Infrastruktur und Mobilität hat mich immer sehr interessiert. Und dann vor allen Dingen auch das Fahrrad. Und dann habe ich urbane Geografie und Humangeografie an der Universität in Amsterdam studiert als Master und viel auch mit Ungleichheiten in Städten, aber auch viel mit Mobilität.

    zu tun gehabt und studiert und analysiert und viel dazu getan.

    Sissi (18:36.227)

    Was ist das für ein Studiengang? das Geografie klar? Ist das auch sehr soziologisch? Das klingt so ein bisschen.

    Oskar (18:43.038)

    Ja, also Sozialwissenschaften ist also die Hauptwissenschaft da drin, ich jetzt sagen. ich, man befasst sich eigentlich mit Ungleichheiten am meisten in urbaner Geografie. Also das ist dann natürlich städtische Geografie. Und dann gibt es halt so Subthemen wie Infrastruktur und wie Städte eigentlich aufgebaut sind. Zum Beispiel, dass es halt den Kern gibt, wo dann halt

    Die Unternehmen sitzen hier in Amsterdam. Beispiel wird, also wer es kennt, es gibt ja die Grachten. Das sind diese großen Wasserwege in der Mitte. Hier werden die Häuser auch aufgekauft von Riesenunternehmen. Weil Leute, der normale Bewohner in der Stadt kann sich das nicht mehr leisten. Das heißt, die werden auch immer mehr rausgedrängt. Und da gibt es halt super viele interessante Dynamiken in Städten, die für mich halt super interessant sind.

    Und dann dazu kommt halt, wie die Städte aufgebaut sind. Wie kommen denn Menschen, die auch dann mehr rausgedrückt werden? Wie kommen die denn in die Stadt, da wo sie arbeiten? genau, das finde ich halt super interessant. Genau, richtig, absolut. meine Masterarbeit hatte tatsächlich nichts wirklich mit Mobilität zu tun. So viel. Ich habe über Ungleichheiten in Berlin gesprochen.

    Sissi (19:56.059)

    Und das ist wieder diese Mobilitätsfrage. Was war deine Masterarbeit?

    Oskar (20:12.68)

    Es gibt wahnsinnig interessante, ein wahnsinnig interessantes Thema für mich auf jeden Fall vor allen Dingen mit der Wahl zu tun. Und zwar gibt es die Idee, dass es regionale Unterschiede gibt und zwischen Städten, auch nicht außer Ort, außer Ort Regionen, die dann halt populistisch wählen.

    Zum Beispiel in Deutschland ist halt die AfD halt sehr prominent und ich habe halt eine Analyse innerstädtisch dann gemacht und mir Berlin genau mal angeguckt und ob man solche Ideen halt auch übertragen kann auf Städte. Und das war halt relativ neu und ich habe dann halt drüber geschrieben wie ja, Marzahn ist halt bekannt in Berlin als so ein Außerordener.

    am Rande, so ein Randgebiet. Und die haben halt die AfD gewählt. für mich war es halt interessant, wieso kann man diese Ideen, halt dieser regionalen Unterschiede auch damit auffassen. es hat sich so ein bisschen gezeigt. Aber wenn man, ich habe dann Interviews geführt und wenn man dann mit den Leuten spricht, könnte man das behaupten, aber auch nicht, nicht genau. Die fühlen sich halt

    Wir kommen aus Merzahn und dann gibt es die in Berlin. Aber viele sind auch so, nö, also stört mich gar nicht, was da irgendwie in Berlin vorgeht. Für mich ist halt, ich liebe es hier und es ist halt gar nicht so schlimm hier. ja, ist dann, jeder Mensch ist halt anders.

    Sissi (21:53.597)

    Ja, interessant. Natürlich, also diese Fragestellung, weil es impliziert ja immer, wenn man Studien macht, möchte man auch was verändern. Also man möchte herausfinden, was ist der Status quo. Und impliziert wird schon auch immer, wie können wir das ändern, wie können wir Dynamiken mit Dynamiken eben auch umgehen. Die Frage der Gentrifizierung ist ja auch sicherlich prägnanter Punkt.

    Oskar (22:17.422)

    Mhm.

    Sissi (22:23.181)

    Wie können wir sie aufhalten? Also was können wir dagegen tun? Diese Verdrängung ist ja wirklich die Schere reicharm, geht immer weiter auseinander und können Städte diese Last überhaupt noch tragen, diese Last der Schere. Aber ja, das verstehe ich alles. Arbeitet ihr jetzt bei der Dutch Cycling Embassy auch sehr theoretisch? Also kommt ihr so von dem wissenschaftlichen Bereich? Sagt ihr

    Oskar (22:32.822)

    Genau.

    Sissi (22:52.035)

    Wir können diese Analysen machen, können hier Workshops machen, aber die Implementierung liegt bei euch. das dann übergebt ihr oder seid ihr auch aktiv involviert?

    Oskar (23:01.678)

    Also ich finde das so ein bisschen… Also wir machen nicht selbst unbedingt Analyse, aber ich finde dadurch, dass wir extrem viel mit diesen Firmen arbeiten, aber auch mit Universitäten, eignen wir ja ein Wissen selbst an. ich habe jetzt, ich arbeite erst seit September bei der Dutch Cycling Embassy und habe schon extrem viel dazugelernt. Also Thema Radfahren.

    Und dann gibt es halt Kollegen von mir, der arbeitet sein ganzes Leben eigentlich schon bei, also nicht bei der Dutch Hikeling MBC, aber in Radmobilität. Und der hat halt selbst extrem viel Wissen und gibt dann auch Talks bei irgendwelchen Konferenzen, wird dann eingeladen, hier mal eine Präsentation zu geben. Wir geben auch selbst Präsentationen und wir stellen halt auch Kataloge zusammen mit

    also neuem Wissen und neuen Theorien auch dort mit einbezogen. Dann haben wir sowas wie best practices. Das sind dann die Beispiele aus interessanten neuen Ideen aus der ganzen Welt, aber auch aus den Niederlanden. Genau. Und dann werden da halt auch neue Theorien oder Ideen mit einbezogen.

    Sissi (24:25.829)

    Also es bleibt schon eher auf der theoretischen Seite, ihr geht ja nicht hands-on in die Implementierung vor Ort, dann in die Praxis, das liegt dann bei den Stadtplanern, Unternehmen, Kommunen vor Ort. Verstehe. Wenn, ja, also das Interessante bei der Theorie ist ja immer, es gibt keine Blaupause. Speziell bei so was, sorry, einen Schluck trinken.

    Oskar (24:32.671)

    Nein.

    Genau. Genau.

    Sissi (24:55.709)

    Es gibt keine Blaupause speziell bei so Themen wie Mobilität. Jede Stadt ist anders gestaltet, jede Kommune anders gestaltet, jede Kommune, Stadt hat ihre auch länderspezifischen, aber eben auch auf kleinster Ebene besondere Herausforderungen, Befindlichkeiten und so weiter. Wie arbeitet ihr damit? Inspiriert ihr?

    Oskar (25:04.237)

    Das ist gut.

    Sissi (25:19.757)

    Schaut ihr euch das genauer an, was vor Ort die Probleme sind, wenn die an euch herangetragen und ihr adaptiert es dann oder wie läuft das?

    Oskar (25:27.022)

    Also es ist je nachdem natürlich was wir machen. Also wenn wir in eine andere Stadt gehen, informieren wir die Experten natürlich über das genau Problem, also für diese Thinkbike-Workshops und die gucken sich dann natürlich den Ort an und planen halt genau, wie kann man da neue Ideen irgendwie reinbringen und das ein bisschen verbessern und halt die gucken sich die Ansätze genau an.

    Aber wenn jetzt zum Beispiel Leute für ein Study-Visit in die Niederlande planen wir das auch so, dass wir in Städte gehen, die vielleicht vergleichbar sind und wo es Ansatzpunkte für diese deutschen Städte, die jetzt kommen, halt gibt. Zum Beispiel wäre es, ja, was kann ich denn jetzt für ein Beispiel geben?

    Viele wollen natürlich Utrecht sehen und das Radparkhaus. Aber Utrecht ist nicht sehr übertragbar unbedingt für deutsche Städte. Manche Städte sind dann viel zu groß. Für Stuttgart zum Beispiel wäre es interessant, Rotterdam zu sehen, weil Stuttgart halt viel neu gebaut wird. Ist auch relativ breit und groß. Also groß ist vergleichsweise zu den Niederlanden. Und Rotterdam wurde halt viel neu geplant und neu gemacht. Auch in der Nachwuchszeit.

    Rotterdam wurde halt zerbohmt und deswegen haben die alles neu geplant und neu gemacht und da sieht man halt solche Effekte. Wie kann man das übertragen oder die Ideen, die Niederlande da implementiert hat. Wie kann das in Deutschland, in welchen Städten funktioniert das? genau, also da kann man versuchen, irgendwie Sachen zu übertragen. Aber ich gebe dir absolut recht, jede Stadt ist für sich, jede Stadt ist anders.

    Genau, es geht halt im Wesentlichen diesen Wissensaustausch, neue Ideen irgendwie heranzukriegen.

    Sissi (27:22.589)

    Und es gibt sicherlich Erfahrungswerte, die ja fast schon global zählen und helfen den Leuten vor Ort, auch Verständnis zu entwickeln für Entwicklungen. Ja, gibt es Showcases, die du besonders feierst?

    Oskar (27:29.614)

    Ja.

    Oskar (27:41.942)

    In den Niederlanden?

    Sissi (27:43.165)

    Auch global gibt es irgendwas, wo du sagst, boah, das hat mich beeindruckt. Das finde ich sehr cool.

    Oskar (27:49.678)

    Tatsächlich, also jetzt aus dem, was ich schon mitgemacht habe bei der Dutch Cycling MSC, fand ich zum Beispiel, wir haben Tübingen besucht. Ja, das hatte ich auch überhaupt vergessen zu sagen. Das kann ich ja eben noch erklären. Wir machen auch ab und zu so Feats Missis heißen die. Da gehen wir mit Unternehmen in verschiedene Städte. Das ist dann ein bisschen wie so eine Handelsmission, aber auch

    über Austausch. Deswegen sagen wir nicht Handelsmission, sondern eher eine Fahrradmission. Genau, da haben wir halt in Baden-Württemberg drei Schritte besucht und waren dann auch auf dem Radkongress in Heidelberg. Und das war total interessant. Und ich war sehr positiv von der Stadt Tübingen überrascht. Die haben dann eine Brücke gebaut. Die heißt die Blaue Brücke und die haben dann auch so Heizungen da drin.

    Sissi (28:24.347)

    Okay.

    Sissi (28:48.349)

    Mhm. Mhm.

    Oskar (28:48.538)

    den Schnee halt zu schmilzen im Winter, damit Leute auch im Winter Rad fahren können. ja, der erste Gedanke ist natürlich, das muss ja so viel Geld kosten. Und dann waren wir halt mit dem Planer, der das da entwickelt hat und der meinte, wir haben in dem ersten Jahr nur 200 Euro Heizkosten gehabt. Also wirklich minimal. Und das fand ich sehr, sehr beeindruckend. Eine andere Sache, die mich da beeindruckt hat, ist in Deutschland ist es halt immer schwierig, da die

    Sissi (29:06.138)

    Mhm.

    Oskar (29:18.438)

    Planer, also wenn ich das jetzt richtig erkläre, ich meine die Planer sind selbstverschuldend. Also wenn da Sachen geplant sind und dann irgendwas passiert und das richtige Verkehrsschild dann nicht da war, könnte es sein, dass der Planer schuld ist. Und deswegen ist man da immer extrem vorsichtig. Und das ist halt so kritisch in Deutschland. Aber Tübingen hat gesagt,

    Ist mir egal. viele sind da mit ihren S-Pedalics rumgefahren, aber es gab dafür kein Schild. Also wenn da ein Unfall passiert wäre, gäb’s da Probleme. Und dann haben die in der STVO geguckt und das Schild gab’s nicht. Also haben sie es einfach gemacht und da diese Schilder aufgehangen. Und dann haben sie im Nachhinein erst der Straßenverkehrsordnung gesagt, hey, wir haben dieses Schild entwickelt. Wollt ihr das vielleicht aufnehmen? Und dann haben die gesagt, ja, wieso nicht?

    Und ich finde das ein super Beispiel für Deutschland auch mal zu gucken, vielleicht denkt man mal andersrum und sagt, wir machen einfach mal und dann mal sehen, was passiert. genau, erst handeln.

    Sissi (30:26.301)

    Erst handeln, erst tatsächlich umsetzen, als zu warten, bis die Grundlage dafür da ist, dass alles korrekt umgesetzt werden kann.

    Oskar (30:35.464)

    Genau. Ja. Und das ist in den Niederlanden so. Das war auch total interessant. Ich hätte mich mit einem Niederländer unterhalten und der meinte dann zu mir, ja, also, wenn ich mir das mal so angucke in Deutschland und den Niederlanden, ist es so, in Deutschland muss immer alles 100 Prozent sein und dann machen wir. Und in den Niederlanden, wir sagen, okay, bei 80 Prozent sind wir gut, wir machen das jetzt einfach mal. Und dann die anderen 20 Prozent.

    Die holen wir dann noch raus, indem wir das dann noch mal weiter planen oder weiterentwickeln, nachdem es schon implementiert ist. Und ich finde, so ein Ansatz fehlt manchmal in Deutschland. Einfach mal zu machen und zu gucken, ja, dann können wir immer noch weiter schütten.

    Sissi (31:14.659)

    Ist es auch etwas, was man den Menschen mitgeben kann, dieses Mindset? Das wäre auch schon so eine Frage gewesen von mir. Was erkennst du, der jetzt doch einige Jahre schon in den Niederlanden gewohnt oder lebt und auch mit Niederländern in unterschiedlichsten Bereichen zu tun hat, also beruflich in den unterschiedlichsten Bereichen, Universitäten, Städte? Also ihr habt ja wirklich ein breites Netzwerk.

    Oskar (31:34.958)

    Mhm.

    Sissi (31:43.501)

    das deutsche System sehr gut kennt. Wie unterschiedlich ist das Mindset und meinst du, dass sich so etwas übertragen lassen kann? Vielleicht auch mit einem Generationenwechsel in die deutschen Kommunenstädte?

    Oskar (32:00.074)

    Also ich finde die Niederländer immer sehr pragmatisch und die sind auch sehr direkt. ich glaube, wissen viele.

    Sissi (32:03.334)

    Mhm.

    Sissi (32:07.46)

    Ich finde die Berliner auch sehr direkt, muss ich sagen.

    Oskar (32:09.806)

    Absolut. Also gebürtig bin ich gar nicht Berliner. Ich komme nämlich aus Düsseldorf eigentlich. deswegen hängt hier, deswegen hinter mir hängt auch ein Fortuna Düsseldorf-Trikot. Aber ich bin dann mit fünf nach Berlin gezogen und auch in Berlin groß geworden. das war auch am Anfang schwierig, denke ich. Also für meine Eltern dann dieses direkte Berliner, die Berliner Schnauze, sagt man.

    Sissi (32:15.005)

    Daher die Frohnatur.

    Sissi (32:38.429)

    Mhm.

    Oskar (32:39.71)

    Genau, die Berliner sind auch sehr direkt, aber finde die Niederländer, sagen das dann und das wird dem, also der, das dann empfängt, der nimmt das dann auch nicht übel. Man sagt dann, okay, gut, interessant, okay, wie können wir von da aus irgendwie weitergehen? Und ich finde das auch total interessant, wenn dann die Deutschen kommen und dann auch mit den Niederländern irgendwie sich austauschen, die sind dann

    Ach so, ja, die machen ja einfach hier. Ich finde, davon kann man auf jeden Fall was lernen. Und wie der aktuelle Stand und ob das mit dem Generationswechsel, ob sich das verändert, das glaube ich, ist für mich schwierig zu beantworten, finde ich. Ich weiß es nicht genau, wie halt sich das im Moment in Deutschland, also wie sich die Jugend da entwickelt, aber ich finde, Deutschland macht gute Sachen. Ich finde…

    Sissi (33:35.677)

    Ja, ich meinte das auch so in den Städten und Kommunen. habe schon das Gefühl, ich kenne so ein paar, ich kenne jetzt hier München in den Mobilitätsreferaten ein paar Menschen. Ich habe immer wieder Austausch mit Leuten, die in Dresden studiert haben. Und ich habe das Gefühl schon, dass da eine andere Generation kommt, die auch woanders gelehrt wurde, vielleicht auch bisschen internationaler gelehrt wurde und womöglicherweise das Mindset, ob

    Oskar (33:43.918)

    Mhm.

    Oskar (33:54.318)

    Ja.

    Sissi (34:05.749)

    sich das dann tatsächlich einschleifen kann. Man muss ja wirklich viel verändern. Beziehungsweise ist das Beispiel von Tübingen toll. Ich kenne natürlich den Radweg. Aber man muss die Geschichte dann noch weiter erzählen. Das ist ja das Spannende. wie wenn du jetzt erzählst, Mensch, was bleibt denn unter dem Strich? Was haben wir denn für Stromkosten jetzt jährlich? Ich weiß nicht, was die Verbauung der Heizung gekostet hat. …

    Oskar (34:24.834)

    Ja

    Sissi (34:27.985)

    das weiter zu erzählen und von Tübingen, von den Niederlanden diese Inspiration nach außen tragen. Vielleicht ist das gerade, ist dieser Mindset-Gedanke ja das Spannende und tatsächlich das Schräubchen, das man zu drehen hat, Dinge anzugehen.

    Oskar (34:44.358)

    Ja, absolut. ich finde auf jeden Fall, ich finde es falsch zu sagen, ja, Deutschland macht nichts. Also ich finde, es wird extrem viel gemacht für Radmobilität und dieser Mindset ist auf jeden Fall da. Leute wollen das und es kommt auch mehr und mehr. ich habe ja, ich habe vier Jahre nicht in Berlin während meines Bachelors gewohnt.

    Dann war ich ein Jahr in der Schweiz und dann habe ich wieder zwei Jahre in Berlin gewohnt und dann jetzt wieder zwei Jahre in Amsterdam. Und sogar der Unterschied vor drei Jahren in Berlin, den ich jetzt sehe, Thema Rad, ist extrem interessant und es haben sich extrem viele Sachen verändert. Ich wesentlich viel mehr, ja, wie heißen die denn, Fahrradstraßen sich entwickeln und geplant.

    wird auch extrem viel in Berlin und von dem, was ich alles immer höre, wird extrem viel gemacht und ich finde, dieser Mindset ist auf jeden Fall schon da.

    Sissi (35:50.639)

    Also interessant, dass du gerade Berlin ranziehst, weil das ja wirklich bei uns so als das schwarze Schaf unter den weißen Radwegstätten irgendwie, naja, kursiert.

    Oskar (36:01.715)

    Ja, es ist halt für mich, ich verbringe halt auch viel Zeit in Berlin und ja.

    Sissi (36:11.129)

    Aber hast du Hoffnung für Berlin? Ja, also wir kennen Frankfurt, die Entwicklung in Frankfurt. Ich sehe es hier vor Ort in München, wo es sich wahnsinnig viel tut, wo man jetzt irgendwie sieht. Ich wiederhole es immer wieder. Wenn wir so viel Pressure machen und so viel undankbar zeigen und undankbarkeit zeigen. Was hinter den Kulissen passiert bei den Städten, wie viel die für jeden Zentimeter fielten müssen. Und dann kommt es ins Rollen und dann hat man es plötzlich da. Und man müsste eigentlich auch mal.

    Oskar (36:18.701)

    Ja.

    Oskar (36:34.702)

    Mhm.

    Sissi (36:40.285)

    Danke sagen für das, wahrscheinlich in jahrelanger Kleinstarbeit und mühsamer Arbeit passiert ist und wie sich die Menschen für uns einsetzen. Aber du hast Hoffnung für Berlin auch nach der letzten Wahl, nach den Entscheidungen dort?

    Oskar (36:48.407)

    Ja.

    Oskar (36:55.566)

    Ja, ist auch immer die Sache.

    Ja, schon eigentlich. Ich habe es geliebt in Berlin groß zu werden und ich finde es super, wenn da Sachen verändert werden und freue mich immer über kleine Veränderungen auch schon. Also da sehe ich auf jeden Fall das Positive. Und ich finde es auch immer schön durch Berlin durchzufahren. Aber habe ich Hoffnung für Berlin? Ja, muss man ja haben. Also ja.

    Sissi (37:27.441)

    Aber das ist doch ein gutes Mindset, da sind wir dann wieder bei dem Thema. Weil dieses ganze Bashing vielleicht bringt es uns auch nicht weiter. Also wenn du sagst, ich freue mich schon über so kleine Erfolge, ist ja auch schon was.

    Oskar (37:34.022)

    Ja, vielleicht geben dann die Planner irgendwann auch auf. Nein, das glaube ich nicht. Natürlich nicht.

    Sissi (37:40.835)

    wenn ja, aber dieser Strudel, es hat schon viel mit dem Kopf zu tun. Und wir Deutschen sind nicht nur zögerlich, sondern auch sehr negativ eingestellt und sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr selbstkritisch. Und die Dutch Cycling Embassy steht schon im Namen für stolz. Ja, und wie gesagt, für mich klingt es wahnsinnig sexy. Dutch Cycling Embassy. Und so was könnte man sich

    Oskar (37:50.03)

    Und… Und…

    Oskar (38:00.457)

    Ja, absolut.

    Sissi (38:06.135)

    deutschen Bereich immer so schlecht vorstellen. Aber vielleicht brauchen wir da einen Shift und auch ein gewisses Selbstbewusstsein oder einfach mal eine andere Einstellung zu sagen, lass uns doch das mal mehr feiern, was wir hier haben und den Menschen damit die Dinge anstoßen, auch so viel Rückhalt zu geben, dass sie da weitermachen und weiter kämpfen, weil es ist kein einfacher Job.

    Oskar (38:27.006)

    Ja, aber eine Sache muss ich auf jeden Fall noch sagen. Ich finde das…

    In Deutschland ist das so… Du hattest mich ja auch schon gefragt, ja, mit Thema Wahlen in Berlin. Und das ist immer so politisiert, also in Deutschland, das Radfahren überhaupt. Also es kommt ja auch immer die Idee, okay, dann ist das links-grün Radfahren. In den Niederlanden, muss man sagen. Und das finde ich so super. Es ist einfach, es ist gang und gäbe. Egal was, jeder fährt Rad. Das ist halt, das ist gesamtgesellschaftlich gut. Und es kam halt…

    Sissi (38:56.151)

    Gesamtgesellschaftlich, ja.

    Oskar (39:01.018)

    Glücklicherweise, also wer die Geschichte nicht kennt, es kam halt natürlich, gab es die Ölkrise und dann waren extrem viele Leute mit dem Auto unterwegs. Es sollte auch hier in Amsterdam eine riesen, achtspurige Autobahn mitten in die Stadt reingebaut werden. Und dazu kam dann, dass viele Kinder überfahren worden sind.

    Und dann haben sich halt die Mütter zusammengeschlossen und die Eltern und gesagt Nein, so nicht. Und dadurch kam, halt so eine Fahrrad Lobby entstanden. Und das gab halt diesen Mindset Shift. Vielleicht, dass Leute gesagt haben, hey, vielleicht brauchen wir das ja in Städten nicht.

    Sissi (39:48.797)

    Ich verstehe, das ist historisch gewachsen. Und dann hat die Niederlande auch noch einen König, der sich auf dem Fahrrad präsentiert, oder eine Königsfamilie. Und es hat so diese Selbstverständlichkeit, aber wie überträgt man das? Wie schafft man diese Endpolitisierung in Deutschland? Das ist, ich, schon eine große Herausforderung. Und es braucht …

    Oskar (39:51.722)

    Ja.

    Oskar (39:58.626)

    Ja.

    Oskar (40:12.24)

    Das kann ich auch schwer beantworten.

    Sissi (40:14.289)

    Ja, aber natürlich, es braucht vielleicht eben diesen Spirit von etwas positiver und fröhlicher werden und weniger zum einen belehren, zum anderen immer es passiert nichts. Also diese Mühle, das wirkt ja wirklich sehr grinding irgendwie auch an unserer Seele sehr negativ und der Strudel geht eher abwärts. Also diese Inspiration, das nach oben gehen, das vielleicht auch selbstverständlicher werden auch.

    Oskar (40:40.518)

    Ich glaube, ist auch miteinander Leben, dass so ein bisschen die Idee in den Niederlanden, wenn man abbiegt, sage ich jetzt mal. Jeder weiß, okay, da könnte jetzt ein Fahrrad sein. Natürlich, weil viel Fahrrad hier gefahren wird. Aber man denkt auch, das könnte auch ich sein. Und in Deutschland ist es sehr nee, das ist jetzt aber mein Recht hier auf der Straße. ist meine Straße. Was macht der Fahrradfahrer da? Ist doch eigentlich genau absolut.

    Sissi (41:05.583)

    Und umgekehrt auch. ich habe das bei Fahrradfahrern schon auch beobachtet. wenn ich fahre und ausnahmsweise nein, das Auto hält an, mich über den Fahrradweg fahren zu lassen oder es kommt ein Auto aus einer Tiefgarage raus und zieht mich rechtzeitig. Ich bedanke mich immer, obwohl mein absolutes Recht ist, da zu fahren und ich fast Glück hatte, nicht überfahren zu werden. Aber ich bedanke mich immer sehr, sehr, sehr bewusst, weil ich glaube, dass

    Oskar (41:28.174)

    Ja.

    Sissi (41:33.773)

    diese kleine Geste, die Menschen eher inspiriert ist, zu wiederholen oder aufmerksamer zu werden, als vorbei zu rauschen und einen bösen Blick zu schicken. Also es sind schon so Kleinigkeiten, die man auch an sich selbst ändern kann. Aber ich glaube, wir haben noch viel zu tun. Aber es ist sehr spannend irgendwie, wie man vielleicht brauchen wir einfach ganz viele Niederländer in Deutschland. Die diesen Spirit. Vielleicht machen wir mal so eine Wohnwagen Kolonie.

    Oskar (41:39.563)

    Absolut.

    Oskar (41:43.054)

    Mhm.

    Oskar (41:50.262)

    Absolut.

    Oskar (41:56.078)

    Ja.

    Sissi (42:02.477)

    in den Städten drum herum und sagen, hier ist ein Office, wir stellen es euch zur Verfügung, ihr müsst von euren. Nein. Aber ja, ich hoffe sehr, dass es noch nicht zu festgefahren ist und dass ich da auch einen Wandel vollziehen kann, weil die Punkte, die du meintest.

    Oskar (42:03.828)

    Ja, das… genau.

    Oskar (42:13.614)

    Das ist…

    Oskar (42:18.83)

    Ich glaube schon, es ist halt diese Idee, also was ich auch von Planern höre, es ist auch diese Idee, wir planen nicht für Autos oder für Fahrräder oder für Fußgänger. Wenn irgendwas Neues gebaut wird, dann wird es für alle drei gedacht. ja, ich weiß nicht genau, wie der Ansatz in Deutschland ist, aber es ist immer, es wird sehr, ich glaube,

    separat gesehen als verschiedene Einheiten anstatt als ein Ganzes. Ich finde, ist so eine Idee. Es gibt so eine graube niederländische Gelassenheit irgendwie dem Ganzen gegenüber. Wir sind auch mit der Fahrradgruppe, also ich hatte ja über diese Radschnellwege über die Tour erzählt, wir sind da auch mit diesem einen Planer durch eine Fußgängerzone gefahren. Der hat am Anfang der Fußgängerzone gesagt, ja,

    Jetzt mal was ganz interessantes für euch. Zufälligerweise wohnt er auch in Deutschland, direkt über die Grenze von den Niederlanden. Aber er erzählt jetzt mal was ganz Interessantes oder Ungewohntes für euch Deutschen. Wir fahren jetzt mal durch eine Fußgängerzone und ihr werdet sehen, niemand wird irgendwas sagen. Die gucken vielleicht mal so, okay. Ja, und dann geht man aber einfach zur Seite, anstatt sich darüber aufzuregen. Es ist Verschwendete Energie, glaube ich, hat er gesagt.

    Und ich finde, es ist halt einfach ein Miteinanderleben, was die Niederländer halt irgendwie auch gut machen. Und das ist nicht zu sagen, dass die Deutschen das nicht haben. Aber ich finde, wenn es halt ums Rad geht, ist es immer so bisschen politisiert und es ist halt, nee, das ist aber mein Recht und das ist dein Recht und jetzt warst du im Unrecht und eigentlich ist es ja, wenn es jetzt nichts Gravierendes ist oder irgendwas Schlimmes,

    Sissi (44:06.237)

    Mmh.

    Oskar (44:11.47)

    sollte es ja eigentlich, okay, gut, dann geht man halt miteinander dann fährst du halt als erster, dann fahre ich halt als Nächster.

    Sissi (44:17.853)

    Wenn du jetzt die Deutschlandstrategie anschaust, wie sieht die aus? Was hast du jetzt in der nächsten Zeit zu tun? Wo sind deine nächsten Orte, die du anpeilen wirst?

    Oskar (44:32.628)

    Also die Deutschlandstrategie gibt es jetzt seit zweieinhalb Jahren und die läuft auch noch bis August. Und bis dahin haben wir noch ein paar Sachen geplant. Und natürlich heißt es auch nicht, dass es damit dann enden wird. Natürlich werden wir auch weiterhin eng mit Deutschland zusammenarbeiten. Genau. Aber was wir jetzt geplant haben, haben jedes Jahr machen wir vier Webinars.

    Ich weiß jetzt nicht, wann das ausgestrahlt wird, aber wir haben am 4. Februar ein Webinar über Pendelverkehr in den Niederlanden und was man darüber lernen kann, aber auch mit deutschen Beispielen. Also wir haben einmal jemanden von der niederländischen Verkehrsgesellschaft, ne, Bahngesellschaft, also die NS, das ist so wie die Deutsche Bahn, das ist auch staatlich.

    Der erzählt über Door-to-door-Verkehr. kommt man… Ein Beispiel von mir ist, ich fahre mit dem Rad zum Bahnhof, stell das am Fahrradparkhaus ab, steig in die Bahn, fahre nach Utrecht und nehm mir da so ein Leihfahrrad wie Call a Bike. Das heißt dann aber ein OV-Feeds, also ein OV-Bike. Und das läuft alles über eine Karte. Und das ist halt sehr einfach. Das ist direkt an die Bankkarte gekoppelt und das ist sehr flüssig.

    Und in Deutschland ist das immer noch ein bisschen schwierig. Und wie kann man das irgendwie in Deutschland übertragen? Ist da die Idee?

    Sissi (46:08.643)

    Wann finden die Webinars statt? die vierteljährlich oder?

    Oskar (46:12.164)

    Vierteljähr, jedes Quartal, genau.

    Sissi (46:14.135)

    Okay, kann man sich da mit einem Newsletter anmelden? Ist das kostenfrei? Kostet das?

    Oskar (46:16.36)

    Anmeldelink kostenfrei, immer eine Stunde. dann, je nachdem, wir haben dann noch zwei andere Präsentationen, unter anderem auch eine aus Heidelberg. Eine Verkehrsplanerin kommt dann auch. genau, und wir schicken die meistens mit einem Newsletter raus. Die machen wir auch viermal, viermal im Jahr. Dazu kann ich den Link bereitstellen für.

    Deutsche, interessiert sind. Das ist super interessant. wir, der Newsletter heißt Neuigkeiten aus den Niederlanden. Da teilen wir dann interessante developments aus den Niederlanden für Deutsche. Die sind dann auch auf Deutsch geschrieben oder übersetzt von mir oder von meinen Kollegen und dann, genau, tun wir da interessante Events unten immer rein.

    Sissi (47:10.909)

    springen wir in die Show Notes.

    Oskar (47:12.722)

    Ja, dann gibt es, ja, wir haben ein Study-Visit in die Niederlande. Also es kommt wieder ein Teil der AGFS, kommt aus Nordrhein-Westfalen. Da machen wir so ein Zwei-Tages-Tour mit denen. Dann sind wir auf verschiedenen Konferenzen da. Also als die Dutch Cycling Embassy, nicht unbedingt als Deutschlandstrategie, aber auch…

    Ich bin auch anwesend. Also einmal ist das die VeloCity in Rimini werden wir einen Stand haben und an der Eurobike in Frankfurt werden wir auch einen Stand haben und dann mit niederländischen Firmen und Unternehmen auch wieder da sein. Also kommt gerne vorbei, sagt mir gerne Hallo. Und wir machen wahrscheinlich also das ist ziemlich fest, machen wir wieder so eine Feats Missy und diesmal nach Nordrhein-Westfalen.

    Genau und lernen da verschiedene Städte kennen und nehmen dann ein niederländische Organisationen und Unternehmen wieder mit.

    Sissi (48:17.233)

    Cool, sehr gut. Jetzt will ich natürlich zum Schluss noch wissen, Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, du kennst alle Städte. Wo fahre ich hin, wenn ich was will? Welche Stadt hat welchen Charakter und was kann man da alles sehen? Hast du so ein paar Tipps?

    Oskar (48:33.71)

    Ja, also in Amsterdam, wenn man Tradition Niederlande eigentlich sehen will, ist das ein super Anhaltspunkt. Ich finde die Kachten hier wunderschön. Die Architektur ist wunderschön. Also da kann man so traditionell. Man hat das Gefühl, man läuft in Disneyland rum. Ja, Fahrradfahren würde ich hier eher weniger empfehlen. Also vor allen Dingen in den

    in den Karten, also am Wasser ist es relativ eng, da gibt es auch wenig Spielraum, das irgendwie auszubauen. Das ist auch ein Beispiel, wo man, die Niederlande selbst mal gucken muss. Es ist auch nicht alles hier perfekt. Das muss man auch nochmal sagen. Es wird aber auch viel getan, dass es sich verbessert. Utrecht ist auch wunderschön. wurde auch viel gemacht. Da sollte man auf jeden Fall den Katarainen Single mal entlanglaufen oder mit dem Rad fahren. Das war eine Autobahn, die haben sie wieder

    Also komplett abgerissen und einen Kanal daraus gemacht. Wunderschön. Also mit Wasser, so eine Promenade auch entlang, kann man schön langlaufen. Und Rotterdam kann man sich coole neue Architektur angucken. Das ist alles ein bisschen breiter gebaut. Und ich finde es ein bisschen, ja, also wenn man Berlin kennt, ist es so ein bisschen das Kreuzberg der Niederlande, würde ich sagen. Also ein bisschen.

    Sissi (49:53.405)

    Okay, aber ist dann Rotterdam eher so bisschen rough? Amsterdam so Hauptstadt und Utrecht idyllisch oder wie muss man sich so? Ja?

    Oskar (49:57.838)

    rough.

    Ja, also Rotterdam ist sehr, ich finde das sehr industriell, ja genau, da gibt es den Hafen, die Leute, da sagen sogar die Niederländer über Rotterdam, dass die Leute da ein bisschen härter sind und das ist sehr multikulturell da und das gefällt mir persönlich, also als ich da gewohnt habe, hat mir das sehr gut gefallen.

    Sissi (50:06.821)

    Oder industrial vielleicht eher. Ich weiß es nicht. Ich stelle es mir mit dem Hafen.

    Sissi (50:19.805)

    Mhm.

    Oskar (50:30.954)

    Genau gibt es auf jeden Fall sehr viele schöne Sachen zu sehen. da kann man auch, ich finde da die Radinfrastruktur wirklich super. Utrecht ist auch relativ interessant. Da gibt es ja auch die schöne Regenbogenkreuzung. Also da ist ein Zebrastreifen, das ist ein Regenbogen. Und das ist auch eine Ampel, wo alle Ampeln gleichzeitig grün sind für die Radfahrer. Immer ganz schön anzusehen als Radinteressierte.

    wie die das da regeln. Also alle fahren da kreuz und quer. Genau.

    Sissi (51:03.325)

    Und dann natürlich das Parkhaus. Wie viele Parkplätze sind es? 12.500 Stellplätze für Fahrräder waren es.

    Oskar (51:11.304)

    Ja, die haben da sogar ihre eigenen Verkehrsschilder. Es ist riesig, da kann man sich verlieren drin. Super interessant.

    Sissi (51:18.657)

    Wegleitsysteme innerhalb des riesigen Parkhauses. Super.

    Okay, also Radtourismus darf man nicht unterschätzen. Irgendwie hätte ich da sehr, sehr große Lust, tatsächlich einfach mal in die Niederlande alle Städte abzufahren und diese Punkte eben wie die Kreuzung in Utrecht.

    Oskar (51:37.448)

    Genau. Und das kann man auf jeden Fall mit uns immer machen. Gerne mir einfach eine E-Mail schreiben und dann kann man gucken, wie man das zusammen plant. dann können wir euch ja so genau so ein bisschen, auch so genau das kann man dann sozusagen auch spezifisch auf Wünsche anpassen und so.

    Sissi (51:53.261)

    Ihr als Reiseorganisatoren.

    Oskar (52:06.09)

    Und eine Sache will ich noch sagen, in Amsterdam haben wir auch ein super neues Radparkhaus. ist unter Wasser gebaut, also auch mal eine Reise wert. Also wenn man in Amsterdam irgendwie ankommt, ist direkt am Hauptbahnhof, da man sich auch mal schnell angucken. Ist auch super schön gebaut und letztes Jahr fertiggestellt worden.

    Sissi (52:06.429)

    Ja,

    Sissi (52:26.659)

    Alle ab Inzug Richtung Niederlande. Wir kommen. Wenn am besten in den Ferienzeiten, die ganzen Niederländer unterwegs sind, dann werden die Städte leerer und dann haben wir mehr Zeit mit dem Fahrrad auch mal die Grafen zu fahren. Wer weiß. Hey Oskar, vielen Dank für deine Oranje Einblicke. Ich wünsche dir und deinem Team sehr, viel Erfolg, weil wir dann auch wieder davon profitieren werden. Und die Welt.

    Oskar (52:28.078)

    Ja, genau.

    Oskar (52:36.846)

    Ja.

    Oskar (52:46.176)

    Ja.

    Sissi (52:54.605)

    Wenn unsere Städte schöner werden, egal welche Größe, das muss man ja auch dazu sagen. Es geht hier nicht immer nur große, urbane Städte, sondern eben auch Tübingen. Utrecht ist auch nicht riesig. Wie viele Einwohner hat Utrecht?

    Oskar (53:09.742)

    Keine Ahnung, muss ich mal gucken. Ich glaube, ein paar hunderttausend würde ich sagen. Also nicht riesengroß. Aber es gibt auch andere Beispiele, die super interessant sind. Zum Beispiel gibt es auch Houghton oder Groningen. Houghton ist eine Stadt, die Radfahren irgendwie geplant wurde. Groningen erlaubt keine Autos in der Innenstadt.

    Sissi (53:12.157)

    Ist egal. Ein paar haben sie. Okay.

    Oskar (53:34.494)

    Die haben dann so ein Fünffinger-System. Also gibt es eine Ringbahn, da muss man mit dem Auto stehen bleiben und dann kann man mit dem Rad dann halt in die Innenstadt fahren. Also es gibt da super verschiedene Beispiele in den Niederlanden. Also kommt gerne mal vorbei und schaut euch die an.

    Sissi (53:48.842)

    Okay, also mit einem langen Wochenende ist es nicht getan. Muss dann schon eine Woche, zwei Wochen sein.

    Oskar (53:53.23)

    doch, wenn man alles sehen will, dauert es schon ein bisschen. Vielen Dank auch, danke, und vielen Dank, dass ich da sein durfte.

    Sissi (53:58.334)

    Ja, bring mir mit die Zeit. Hey, super, bedankt!

    Sissi (54:07.417)

    Wir sehen uns in den Niederlanden und Dank natürlich auch an alle Zuhörerinnen. Habt keine Hemmungen. Ihr habt das gehört. Man darf direkt sein, euch bei mir zu melden. Nehmt fleißig das Rad. Fiene Dork. Ciao.

    Oskar (54:11.598)

    Ja.

    Oskar (54:19.598)

    Ja. Tschüss.

    Sissi (54:22.013)

    Hey, vielen Dank. Cool.

    Oskar (54:23.923)

    Ja klar.

    36 min
  • Industry Insights Podcast: Wer sind die Big Player von morgen?

    Wenn sich die Fahrradindustrie neu definiert, wie sehen dann die Gewinner von morgen aus? Alex Thusbass und Sissi Pärsch diskutieren im neuesten Industry Insights-Podcast über vertikale Integration, den Gebrauchtrad-Markt als Gamechanger und warum Canyon jetzt schnell eine Entscheidung treffen muss.

    Es bleibt nicht aus: Zum Auftakt der ersten Industry Insights-Folge 2026 geht es kurz um die aktuellen Eurobike-Entwicklungen, um die Hoffnungen und Bedenken zu der Annäherung zwischen Organisator fairnamic und den Verbänden ZIV und Zukunft Fahrrad. Die Scheidungskinder freuen sich noch verhalten…

    Wem gehört die Zukunft?

    Doch dann tauchen die beiden in das Hauptthema ein und Sissi möchte von Alex wissen, wer die großen Player von morgen sein könnten bzw. was diese mitzubringen haben. Welche Kompetenzen werden sie mitbringen? Wie werden sie sich aufstellen?

    Als Rahmen stellt Sissi zwei konträre Unternehmen gegenüber, die aktuell jeweils mit News in den Medien präsent sind: Zum einen Canyon, der „traditionelle“ Hersteller – einst selbst der große Disruptor – der sich nach der Rückkehr von Gründer Roman Arnold deutlich verschlanken und auf Schlüsselbereiche fokussieren wird. Zum anderen Decathlon, die ihre holistische Unternehmensstrategie seit Jahren konsequent verfolgen und nun als neuer Mehrheitseigner von Rebike Mobility und bikeleasing ein geschlossenes System aus In-House-Lösungen schaffen.

    „Diese komplette Integration der gesamten Kette muss die Industrie machen, sonst wird sie einfach völlig aufs Kreuz gelegt.“

    Alex Thusbass

    Was es braucht: Fachhandel. Leasing. Gebrauchtrad.

    Alex und Sissi blicken tiefer in die vertikale Integration, sprechen über die Fahrradleasing-Herausforderungen, über die Entwicklung im Fachhandel und über Refurbishment: Wird die Wiedervermarktung der Leasing-Rückläufer zu neuen Partnerschaften und gemeinsamen Geschäftskonzepten führen? Alex: „Muss. Wer sich das nicht anschaut: good luck.“

    Es geht um Vertrauen und Beziehungen, um die konservative Gen Z und Komplexitätsreduktion, um Riesenchancen und Wettbewerbsvorteile. Viel Spaß beim Zuhören!

    Den Rad-Report von Alteos findet Ihr hier.

    Recht herzlichen Dank fürs Zuhören! Lob und Kritik wie immer an [email protected], danke!

    Aufklappen

    Transkript:

    Sissi (00:01.012)

    Nimm’s Rat, der Podcast heute mit.

    Alex Thusbass (00:03.918)

    Alex, tust Spaß!

    Sissi (00:05.982)

    Überraschung des Monats?x

    Alex Thusbass (00:08.575)

    Überraschungsmonat war, dass Kenyan doch sehr viele Mitarbeiter hat. Die haben ja Stellen gestrichen und das war für mich so, wow, weit über 1000. Ja, das ist groß, weil wir wissen, wie so ein Wahrheitsgeschäft sie rechnen. Also da wundert mich nix mehr. Es war übrigens bei allen eine Überraschung. Ich hab gesagt, what?

    Sissi (00:16.586)

    So viele Leute arbeiten da.

    Sissi (00:27.521)

    Wie viele Angestellte hat HeFA?

    Sissi (00:36.243)

    Mast sie oder machst du des Monats?

    Alex Thusbass (00:40.037)

    Für mich ein Must-Hear, und zwar Streets of Minneapolis von Bruce Springsteen. Einen Samstag geschrieben, Sonntag aufgenommen, Montag veröffentlicht, Protest-Song, also Unterstützung für eine völlig klare Ansage und glaube ich weltweit auf Nummer 1 grad. wirklich. Und das Schöne daran ist, dass ich hoffe, zwei Dinge, dass natürlich inhaltlich bin ich voll dabei und das Zweite ist,

    Sissi (00:44.013)

    Sehr gut.

    Sissi (00:55.184)

    klare Ansage.

    Alex Thusbass (01:06.885)

    dass die Musik ihr revolutionäres Potenzial wiederbekommt und nicht einfach nur so bisschen Berieselung ist. Und es fühlt sich so bisschen an wie die 70er. 60er, 70er.

    Sissi (01:16.75)

    Wow, und danach tanzen wir zu Harry Styles. Good News des Monats.

    Alex Thusbass (01:22.149)

    Ja, man spricht wieder miteinander. Ich glaube, die Good News ist, wir sind ja Scheidungskinder, das haben wir ja festgestellt. Wir alle in der Industrie und Mama und Papa scheinen gerade wieder so bisschen miteinander zu sprechen. Die Scheidungsachse wurde wieder aufgehängt. Es gibt jetzt wahrscheinlich so bisschen eher so Annäherung. Muss man mal schauen, was daraus wird, aber man redet immer gut. Schauen wir mal, wie es dann weitergeht. Also es geht die Eurobike, falls das jetzt zu kryptisch war.

    Sissi (01:48.5)

    Ja, klär mal kurz auf. Vielleicht noch, dass es der Scheidung auch ein kleines, großes Opfer gab. Also Stefan Reisinger, der ehemalige Geschäftsführer von der Fernermeg ist nicht mehr da. Er wurde ersetzt durch Philipp Ferger. Kennst du Philipp Ferger? Eigengewächst, der Messe. 40 Jahre habe ich nachgeschaut und seit 17 Jahren bei der Messe. Also tatsächlich starkes Eigengewächs.

    Alex Thusbass (01:56.101)

    Ja, ja.

    Alex Thusbass (02:11.556)

    Also, da sehe ich eigentlich nichts.

    Sissi (02:14.77)

    Genau, und jetzt kam heraus, dass das gesprochen wird und zwar nicht in Frankfurt, sondern in Brüssel. Am Rande der ECI Launch Reception hieß es. Also ECI ist ja schon eine Zusammenführung von Cycling Industries Europe und Konnebie. Und da kamen die Verbände, also ZIV und Zukunft Fahrrad, mit eben der FANAMIC zusammen und man spricht über einen

    Neustart der Eurobike 2027, aber auch schon über Veränderungen 2026. Wobei heute auch verkündet wurde, dass Shimano sicher nicht dabei ist 2026 auf der Eurobike. Ja, we will see. Ich hoffe auf einen guten Neustart.

    Alex Thusbass (03:00.848)

    Ich finde es ein interessantes Timing nebenbei bemerkt. Ich habe lange überlegt, diese Überraschung des Monats tatsächlich der Rauswurf von Stefan Reisinger Ehrlicherweise war schon klar, das war ja wirklich ein Offensgeheimnis, dass die Verbände ihr Zielkreuz auf dem Stefan hatten und dass das für sie, warum auch immer, eher muss gehen. Und das war…

    Sissi (03:10.67)

    Mhm.

    Sissi (03:14.67)

    Mhm.

    Ja klar.

    Sissi (03:27.209)

    Ja, die Personalien.

    Alex Thusbass (03:29.584)

    tatsächlich, also ich glaube da hätte Fernand mit gar noch mal anders reagieren können als wenn sie überhaupt sprechen wollen, dann war das eine fällig klare Forderung, der muss weg. Da kann man jetzt davon wirklich halten, was man will und ich bin mir jetzt nicht unbedingt sicher, wenn der eine Mensch weg ist, dass dann wird alles gut, aber es war einfach eine Forderung der Verbände offenbar, gut jetzt haben sie sich erfüllt und jetzt spricht man wieder.

    Sissi (03:48.718)

    Ja, ich würde mir halt wünschen, dass man mit weniger Ego miteinander spricht, dass man mit mehr Offenheit miteinander spricht, weniger Eigeninteresse, mehr Weites Interesse auf die ganze Branche legend. Ich verstehe es immer nicht so richtig, wenn man so viele Jahre sehr erfolgreich war, verstehe ich, dass man glaubt, man weiß, wo es lang geht, aber man ist doch im Grunde nur erfolgreich, wenn man viel Neugier mitbringt, viel Offenheit.

    und auch viel Interesse an der Meinung von anderen. und ich glaube, ohne Inklusivität und Vielfalt ist wirklich auch unsere Branche kann dieses Potenzial, das sie hat, nicht ausschöpfen. Das wird nicht passieren.

    Alex Thusbass (04:36.389)

    Ja, also ich bin völlig dabei und es gibt dann anscheinend noch ein Messebeirat. Da bin ich schon sehr gespannt, wer da alles drin sitzt und wie es dann ausschauen wird. Aber letztendlich, glaube, die Bewegung ist jetzt deswegen reinkommen, weil zwei extrem starke verhärtete Fronten mit sehr viel Ego, also wirklich richtig viel Ego, aufeinander trafen und jetzt ist eine Ego-Seite rausgenommen worden. Weil einfach der Schuss schon laut und deutlich war. Jetzt kann man sagen, super Erfandungserfolg der einen Seite. Erinnere ich mich so ein bisschen bis gerade draußen in der Welt.

    Sissi (04:36.511)

    Meine Meinung.

    Alex Thusbass (05:04.325)

    der ganzen Weltgeschehen läuft, schmeißt erstmal eine Handgranate und sagt so, bevor die zweite kommt, jetzt wird verhandelt. Und ja, kann man machen, muss man nicht. Wie gesagt, die Good News, sie reden, es gibt vielleicht sowas wie eine Zukunft. Ehrlicherweise, die Kratzer, die der Eurobike abkriegt hat, bin ich mir nicht sicher, ob man den wirklich noch mal kippen kann. Vielleicht gibt es ein komplett neues Messekonzept für 26, jetzt hat Shimano abgesagt, wirklich einen Tag, nachdem er wieder miteinander spricht.

    Wir haben jetzt, da kann man jetzt sagen, man will, aber die Eurobike ist wirklich zerstört worden und das ist wirklich krass, was momentan passiert. Wir waren jetzt auf Händerschulung, haben die Händler gefragt, wie viel von den fast 200 Händlern, mit denen wir gesprochen haben, waren eh sogar mehr 250, wie viel kommen auf die Eurobike und es war unter 10. Weil sie gesagt haben, naja, macht keinen Sinn mehr, die ganzen Marken sind ja nicht mehr da. Und das ist, hu.

    Sissi (05:36.543)

    Ich habe ja…

    Sissi (05:57.582)

    Mhm.

    Ja, wir werden sehen. Ich habe LinkedIn genommen, dass du beim SRZ Bike Prologue dann Ende Februar auch über die Zukunft der Messe sprechen wirst. Mit noch einem Mann, einem anderen Mann und noch einem Mann.

    Alex Thusbass (06:12.645)

    Das ist auch so Thema. Anscheinend ist Messe nur am Männerthema.

    Sissi (06:16.978)

    Also nur so als Hinweis, man kann wirklich Veranstaltern auch als Teilnehmerdruck machen, indem man sagt, sorry, aber ich nehme nicht an einem All-Mail-Panel teil. Das ist durchaus eine Möglichkeit, die man äußern kann als Mann. Sagen, mir ist dieses Panel zu männlich. Ich wünsche mir mehr Diversität. Es gibt Frauen. Es ist heute am 30. Januar in

    Alex Thusbass (06:28.517)

    Also

    Sissi (06:44.488)

    Wiesbaden, der Women in Cycling Summit mit 100 Frauen. Und wenn ich dann immer wieder sowas lese, fühle ich mich, es ist fast schon eine Unterstellung, dass diese Frauen, in der Branche sind, diese 100 Frauen, die in Wiesbaden sind und die anderen darüber hinaus, alle so inkompetent sind, dass sie auf keinem Panel, in keiner Keynote, in keiner Moderation ja. Wahrscheinlich werdet ihr moderiert von der Frau, weil Frauen kennen ja gut schlichten.

    Es ist so enttäuschend. Aber gut.

    Alex Thusbass (07:16.357)

    Ja, allem vor der Tatsache, das stimmt, also mindestens die Hälfte der Kunden sind Frauen. es zeichnet sich weder der Industrie noch im ganzen Handel, zeichnet sich das wirklich lustigerweise ab. Auch ehrlicherweise ganz viel im Portfolio nicht. Und es stimmt schon, ist ein Thema, das haben wir jetzt vorhin im Vorgespräch schon immer mehr bewusst geworden, dass es eigentlich völlig groteske Sintration ist. Und da geht es jetzt wirklich nicht unbedingt so, wie Sie sagen, so

    Sissi (07:41.375)

    Total grotesk.

    Alex Thusbass (07:46.058)

    so politisch korrekt zum Seishauen, es ist wirklich einfach Blödsinn. Es ist einfach Blödsinn. Ganz ehrlich, haben mindestens die Hälfte der Menschen sind Frauen, die Hälfte der Menschen, die Fahrräder kaufen, sind Frauen. Frauen sind die deutlich intelligenteren Konsumenten, das muss man auch ganz klar sagen. Sie kommen einfach nicht vor.

    Sissi (07:59.822)

    Wir sind treuer. Ich meine, es gibt so viele Argumente, die brauchen wir jetzt gar nicht alle rausziehen. Es ist nur immer wieder so frustrierend, das heutzutage noch tagtäglich so zu erleben. Wirklich tagtäglich. Und ich hab dir im Vorgespräch gesagt, ich bin einfach so müde. Ich bin so müde, ich bin so erschöpft. Und ich hab auch gesagt, als 1,60-Frau kannst du nur so und so oft so und so viel nach oben springen. Und hast vielleicht auch gar keine Lust zu springen, gehört zu werden, gesehen zu werden.

    irgendwann bleibst du einfach stehen und sagst dir, ich setze mich jetzt hier hin und ich schaue nur zu. Aber ich glaube halt immer noch an diese Branche, ich glaube an das Potential und es ist bezeichnend, dass wenn eine Branche in der Krise ist und wahrscheinlich die erste richtig große Krise für diese Branche, dass man dann in dieser Situation auf Verhärtung geht und nicht auf Öffnung und aufeinander zugehen.

    Alex Thusbass (08:36.301)

    Ja, aber vielleicht…

    Sissi (08:58.478)

    vielleicht auch mal einen Schritt zurückgeht und sagt, jetzt ist vielleicht auch mal Zeit für etwas anderes, für jemand anderes Gehör zu bekommen. Aber we will see.

    Alex Thusbass (09:08.619)

    Ja, das führt jetzt in größeren Bogen, aber was grundsätzlich an der ganzen Industrie gerade fehlt, ist, und da muss ich alleweise sagen, dass sie jetzt momentan überhaupt nichts zu niemand, also auch nichts in die Verbände, irgendjemand, zusammenführt, da ist eher so, da ist viel Spaltung drin. Die Eurobike, dann diese ganze Leistungsdiskussion bei E-Bikes und es fehlt so ein Integrator. einzige, das ich tatsächlich momentan sehe, der im Markt

    herrlich unpolitisch unterwegs ist. Und nicht Redezeit und Hut ist tatsächlich die Bike & Co. Mit dem ORDER Festival letztes Jahr, das war Wahnsinn. das erste Mal. Das haben wirklich alle Hersteller gesagt. Wir haben alle wieder miteinander gesprochen. Und die haben nur ein paar Themen jetzt vor, die die ganz, ganz, ganz spannend finden. Und das Ganze immer so bisschen agnostisch. Also nicht das eigene Ego vor sich hertragen oder die komplett eigene Zielsetzung. Das liegt natürlich halt so bisschen im Wesen dieser Vereinigung.

    Sissi (09:46.158)

    Mhm, hat es dir erzählt,

    Alex Thusbass (10:06.725)

    Das finde ich ganz spannend. Das ist mir ehrlich gesagt beim VSF gegangen, das haben wir am Udo gehabt, das sind einfach die Persönlichkeiten her. Wobei die schon ein bisschen politischer sind, ist okay, aber so jemand wie die Baik und Co., die momentan wirklich integrieren, die den Handel in der Hand nehmen, versuchen da wirklich aktiv zu helfen. Und da würde man unglaublich wünschen, dass es davon einfach mehr gibt. Weil wir müssen eines dürfen wir nicht vergessen. Also wir haben jetzt momentan, der draußen läuft schlecht, richtig schlecht im Handel, also es ist wirklich…

    Sissi (10:13.239)

    Mhm.

    Sissi (10:28.439)

    Mhm.

    Alex Thusbass (10:35.949)

    Das wird ein ganz böses, böses Frühjahr. Ganz viele Händler sind wirklich ganz kurz vor Knappindustrie, ganz genauso. Und da gibt es natürlich die Rahmenbedingungen, die draußen sind denkbar schlecht, aber das Problem ist, wir haben in der Branche eine unglaubliche eigene Schwäche. Wir verkaufen seit fünf Jahren das gleiche Produkt. Es gibt kaum Produktinnovationen, also die Kaufimpulse, woher sollen sie denn kommen? Klar, gibt einen Grund, einfach der Overstock, die Lager sind immer noch voll, aber die Händler, das möchte man nicht zusätzlich noch …

    verschärfen durch neue Produkte, verstehe auch, aber es fehlt natürlich ein Sales-Impuls. Und das zweite ist, und das ist tatsächlich ein viel zu großes unterschätzendes Problem, für die Menschen da draußen ist das E-Bike ein Sorgenkind. Genauso wie die deutsche Matribindustrie ist momentan auch ein Sorgenkind und kein Mensch kauft sich gerne Sorgenkinder. Und wenn wir das Narrativ und diese Meinung nicht drehen, dann ist das in Grunde genommen, wir zumindest, können wir uns aus einer Eigenschaft nicht aus dieser Krise.

    Und das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt, dass wir unsere Industrie genau in dieser Krise schon bisschen neu erfinden müssen. Und solche wie Bike und Co. dann ein bisschen rausspinnen.

    Sissi (11:43.758)

    Vielen Dank für den Ball, Hervorragend, den Ball zugespielt. Nein, das ist wirklich sehr gut gemacht. Denn ich habe mir heute als Thema aus Erkoren ausgedacht. Es ist mir aufgefallen, es waren zwei Unternehmen in den Medien in der letzten Zeit und ich dachte mir, ist ja ganz interessant. Man könnte anhand dieser beiden Unternehmen mal schauen, generell, wo geht es denn hin mit der Zukunft der Fahrradindustrie?

    Ist es eine Industrie, die sich neu definieren möchte? Und wenn ja, wie? Beziehungsweise auch wer oder von wem? Das heißt, wer sind die vielleicht auch neuen großen Player von morgen? Wie stellen die sich auf? Welche Kompetenzen braucht man für die Zukunft? Genau, und die zwei Unternehmen, die durch die Presse gingen, den hattest du schon genannt, also zwei ganz unterschiedliche Unternehmen.

    auf der einen Seite Kenyon als traditionelle Fahrradmarke, die aber auch schon mal disruptiert hat durch sein Direktvertriebsmodell. Aktuell, nach Jahren des großen Wachstums, über zwei Meter Wachstum durch Basketballunterstützung, etwas strauchelt Gründer Roman Anno ist wieder operativ am Steuer, sagt, 20 Prozent der Stellen werden gestrichen und sie fokussieren sich auf das, was läuft.

    Das sind zum einen die Performantenlinien bzw. auch e-bike und auf der anderen Seite Decathlon, die mehr oder weniger die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette ausbauen. Ja, eigene Entwicklung, eigener Vertrieb natürlich, eigener Service. Und dazu kommt jetzt die Integration des Leasings-Geschäfts. Also die News war, dass sie von

    Brockhaus Technologies. Dort war Bike Leasing für Ankerlzee 2021. Bike Leasing übernehmen 52 Prozent. Und zwar für 240 Millionen. Und gekauft wurde es von Brockhaus Technologies 2021 für 300 Millionen. Also Decathlon sichert sich die Mehrheit an Bike Leasing und sie sichert sich die Mehrheit an Re-Bike Mobility.

    Sissi (14:09.332)

    Alex, viel Information zum Auftakt. Was sind deine Gedanken zu diesem Duo, das ich jetzt hier mal so positioniert aufgestellt habe?

    Alex Thusbass (14:20.577)

    Also ich glaube, spannend ist, dass du Köln als traditionellen Fahrradhersteller bezeichnest, weil das stimmt total und das stimmt überhaupt nicht. Also gestartet sind sie erst einmal als Disruption, das heißt Direktvertrieb, das war einer der ersten, der tatsächlich sehr sichtbar dieses Thema Direktvertrieb angegangen ist, damals auch mit Preis-Leistungen, also die ganzen Vorteile ausgeschöpft. In einer Zeit, wo die Welt noch in Ordnung war, es gab keine E-Bikes, es gab vor allen Dingen normale Fahrräder und Köln war sehr sp…

    Sissi (14:30.684)

    Ja.

    Alex Thusbass (14:49.765)

    kommt ja aus der Geschichte von Neumann-Allnacht. Sehr sportiv, high involvement Konsumenten, also Konsumenten, die sehr genau wissen, was sie da kaufen, die das da wirklich gerne zusammenbauen, die sich wirklich sehr, sehr stark mit dem Produkt beschäftigen. Das hat dazu geführt, dass das tatsächlich relativ gut funktioniert hat, weil diese Zielgruppe, sehr traumhafte Zielgruppe ist, weil da ist so mit Direktversand und so weiter und wie gesagt Aufbau nicht das große Thema.

    Problematisch wurde es dann, dass plötzlich aus einer Preisalternative ein sehr gestandener Markenhersteller geworden ist, dem der Preis nicht mehr der totale Fokus war, sondern wo plötzlich die Marke Produktinnovation immer stärker in Rolle spielte, was auch gut ist und was sie wirklich verdammt gut gemacht haben, muss man ganz klar sagen. Es hat sich dann bisschen verschoben, hat auch noch wunderbar funktioniert und dann gab es irgendwann den Peak und da hat der Gründer zum richtigen Zeitpunkt

    dann auch das Ding jemand umgegangen, weil zu dem Zeitpunkt war es dann schon klar, dass der Markt wahnsinnig verändert. Das heißt der Zug geht mit voller, völliger Kalottien Richtung E-Bike und das E-Bike ist online nicht verkaufbar. Und damit, ja schwer verkaufbar, gibt, ich komme dann gleich dazu, es gibt eine schöne Studie, die hat mir beinahe vom Mocker gerissen, wo man tatsächlich merkt, dass das E-Bike in der jetzigen Form online

    Sissi (16:04.127)

    schwer verkaufbar.

    Alex Thusbass (16:17.565)

    an der Grenze zu oben Verkauflichkeit ist. also Hifa hat online gestartet. Wir sind jetzt mittlerweile mindestens über 90 % offline, also Händlervertrieb. Wir haben das komplett umgestellt, genau aus dem Wissen heraus. Wir haben viel probiert, viel ausprobiert und haben da auch selber, wirklich kann man wirklich als eigene Erfahrung sprechen. Es gibt einen Preispunkt, der funktioniert online. Es gibt aber einen gewissen Preispunkt, der funktioniert fast nicht mehr. Die Art und Weise, wie du online verkaufst, wirklich, teilweise wirklich grotesk. Also du fährst ein Reden mit Anlassern, weil im Grunde genommen du kaufst da Traffic.

    Sissi (16:18.082)

    Na, cool.

    Alex Thusbass (16:47.191)

    und machst es rein über Statistik. Klar, wenn du zwei sind, schmeißt und drei sind, sie raus oder 2,1 sind, kommen sie raus, dann lohnen sie es noch. Aber es ist verdammt hartes Business. Also von dem her ist dann, dann Canon hat sich stark verändert und ist dann plötzlich so bisschen zwischen Welt und ist plötzlich traditioneller Hersteller geworden auf der einen Seite mit einer Form als innovativen Vertriebssystem. Jetzt ist aber das Problem, das E-Bike ist wesentlich demokratischer, wesentlich weniger spitz.

    Erkennt man schon daran, dass es überhaupt kein Rennformat für das E-Bike gibt. gibt diese Hochspezialisierung nicht. Auch dieses totale extreme High-Involvement. Das gibt es, aber es verschwindet gering. Die restlichen 99,5 % der Menschen wollen in Grunde genommen nur E-Bike fahren. Oder nur Fahrtenpunkt. Und damit beginnt tatsächlich die extreme Herausforderung der ganzen Onliner. Zusätzlich, das haben die letzte Mal schon besprochen, haben die natürlich das Problem…

    dass die ihre ganzen Überbestände, die sie genauso gesammelt haben, nicht einen Händler weiterpresst, das Risiko weitergehen kann. Das ist mir in einem Lager gelegt. Jetzt haben Sie Schwächeln nach Nachfrage gehabt. Sie haben das Problem, dass durch die extremen Discounts draußen Ihr Preisverteil auch weg war. Das führt dazu, dass Kauber praktisch insorvent ist, Whitey insorvent war, Sushi verschwunden ist, Kenyan, ich glaube minus 40 Millionen sind die mittlerweile.

    Da ist momentan richtig feuernd am Dach, sagt die extreme Schwäche dieses aktuellen Vertriebssystems. Von dem her muss nur da bisschen, stimmt es, dass es eine traditionelle Hersteller ist, der eigentlich aber völlig untraditionell ist. Wir müssen ja eigentlich nur einen Dritten dazu nehmen, der wirklich mit Händlern zusammen ins Rennen geht. Den lassen wir jetzt erstmal aus. Und dann gibt es natürlich Decathlon. Und Decathlon ist ein Händler. Ein Händler mit angeschlossener Fahrradfertigung. Er ist ein Händler, der zum Fahrradfertiger wird.

    Das ist tatsächlich der wesentlich nachhaltigere Weg. Es ist der Weg, der tatsächlich funktionieren wird. Warum?

    Sissi (18:40.174)

    Aber Fahrradfertiger auch schon länger als Canyon existiert. Also 1986 das erste Rad aus dem Hause Decathlon.

    Alex Thusbass (18:44.037)

    Ja, ja, das ist ja. Ja, aber muss man ehrlicherweise sagen, also die Geschichte ist, das war meistens White Label, einfach, das hat irgendjemand, man hat einen eingekauft, die Eigenmarke draufgepappt und fertig war der Lack. Das hat dann immer so bescheiden funktioniert. Warum? die waren günstig, aber die ganze Vertriebsstruktur war nicht so wahnsinnig gut drauf ausgelegt. Das ist immer so bisschen ein Side-Business gewesen. Wenn man mal schaut, die ganzen

    Sissi (19:12.0)

    Seit wann nimmst du Decathlon auch als Marke mit einem starken Entwicklungsteam wahr? Also wir als Deutsche sind ja sowieso ein bisschen, wir sind nun mal keine Franzosen, aber seit wann würdest du so grob überschlagen?

    Alex Thusbass (19:19.789)

    Hmm?

    Alex Thusbass (19:28.439)

    Also auf dem Raura ist es tatsächlich so, vor 5, 6 Jahren ist es tatsächlich so auf dem Markenrad auftaucht. Warum? Da haben sie relativ eigene Impulse. Es war wirklich so, kein Follower, kein Cheap Copy. Also Whitelabel ist immer, du bist immer 2 Saisons hinterher, magst es halt günstig und schöne Stangenware, die du halt halblieblos irgendwie fertigst, damit es irgendwie verkauft wird. Also Whitelabel ist immer die günstige Alternative zur A-Ware.

    Sissi (19:31.574)

    Mhm.

    Mhm.

    Alex Thusbass (19:56.994)

    Da passiert im Markt jetzt relativ viel. Thema Eigenmarke beginnt an vielen Stellen jetzt tatsächlich eine andere Rolle zu spielen. Die ganzen Whitelabers haben jetzt vor allen Dingen die letzten fünf Jahre unglaublich schwer gehabt. Warum? Weil der preisliche Vorteil, das war der einzige echte Vorteil, klar die Vertriebsmaschine, weil das ist Eigenmarke, das heißt der Händler hat ein betales Interesse daran und das zweite war einfach immer x % günstiger. Jetzt ist aber durch den ganzen Overstock die Preise so kollabiert.

    dass der preisige Abstand völlig erodiert ist. Und jetzt plötzlich konntest du eine A-Marke teilweise günstiger haben als die No Name White Devil Brand und damit hast natürlich unfassbar unter Druck. Decathlon glaube ich hat

    Sissi (20:39.726)

    Aber nicht im Lastenradbereich. Das finde ich ganz interessant, weil ich habe so das Gefühl, dass Decathlon auch stark im Lastenradbereich, so verankertweise, so in diesem urbanen Segment, noch mal spezialisiert im Lastenradbereich mit sehr, sehr interessanten Preisen. dort die Preise nicht so runtergekommen sind und die Preise einfach sehr, sehr, hoch. Sehr, hoch. Weil viele Spezialisten, viele kleine Marken, abgesehen von den Niederländern.

    Alex Thusbass (20:54.903)

    Ja?

    Sissi (21:07.358)

    aber die auch populär sind. Und dann kam da Decathlon rein. Superspannend, ja.

    Alex Thusbass (21:11.725)

    Aber das ist genau der Punkt. jetzt kurz eine Kommentation. Lastenräder sind deswegen immer deutlich teurer, weil sie in die normale Fertigungslogik überhaupt nicht passen. Also zum Beispiel, ein Fahrrad keinen Sattelrohr hat, dann ist es kaum fertigbar, weil die meisten Produktionen werden über die Sattelrohre, Kopfhühner, also das ist wirklich auf normale Fahrräder ausgelegt. Sobald es spezieller wird, ist es der Montage schon mal schwierig. Das zweite ist ganze Versand ist unfassbar viel teurer. Also unfassbar viel teurer.

    Und das summiert so auf, dass die Lastnähte immer sehr teuer sind. Und klar ist es momentan noch nicht so im harten Volumen angekommen, dass es so wirklich so Ökonomie aufs Geld gibt.

    Sissi (21:45.934)

    Mmh.

    Sissi (21:50.056)

    Absolut und auch noch ein junges Entwicklungsfeld mit viel Innovationsarbeit immer noch viel ausprobieren.

    Alex Thusbass (21:55.206)

    viel Eigenarbeit und viel, weil du doch die extrem hohen Belastungen, du bist ja bei 200 Kilo plus, hast du auch viele Komponenten, deutlich teurer sind, jetzt tatsächlich teilweise, am Anfang hast du ja wirklich nur Bremsen nehmen können, die aus dem Downhill Bereich teilweise kamen. Also ganz am Anfang, mittlerweile ist das schon anders. Und damit wird das natürlich alles teurer. Und genau in dem Punkt hat vor fünf Jahren, circa fünf Jahren würde ich es jetzt mal so ganz grob schätzen, hat’s Decathlon.

    Sissi (22:06.702)

    Sicherheitsfragen.

    Sissi (22:11.438)

    Mmh.

    Alex Thusbass (22:22.145)

    plötzlich so ein eigener Wille entstanden, ein eigenes Zeichen. Das ist immer noch preisig super attraktiv, klar, weil sie natürlich ganz viel Marge rausnehmen, weil sie halt vertikal sind. Aber es ist auch sehr viel eigene Impulse, eben wegzukommen von dieser Logik, von dieser Weitleben-Logik hin zu einer aus sich selbst heraus funktionierenden Logik. So bisschen wie Ikea.

    Die ist preislich attraktiv, aber es hat immer so einen eigenen Spin. Es nimmt immer irgendeine eigene Position ein. Und das hat Decathlon damals schon gezeigt. dann, Weg danach, und dann sind sie auf Einkaufstour gegangen. Da hat man dann schon gemerkt, wo die beteiligt sind, an welchen Antriebsherstellern, dann auch in neuen Antriebssystemen. Super interessante Studien, die ja wirklich gut gemacht waren. Das ist dann deutlich geworden, wir haben einen eigenen Willen.

    Das ist kein White Label Brand mehr, sondern das wird unsere eigene Kernmarke. Für uns war das so wow, sehr ernst zu nehmen. Mittlerweile ist es in der Industrie, zumindest wie bei EFA, Decathlon ist tatsächlich, muss man ehrlich sagen, schon eines der größten Fahrradhersteller in Europa. Wenn die es so weitermachen, wird es der größte werden. Warum? sie das mit Abstand Wichtigste dabei haben.

    Sie haben den gesamten lokalen Handel dabei. Jetzt kommen wir meiner lustigen Studie. Den würde ich jedem empfehlen. Es gibt die Alteos, das ist eine Fahrradversicherung, es nicht kennt. Sie haben jetzt Sivi, das ist eine relativ große Agentur für Umfragen. Marktforschung, war das Wort. Die haben den sogenannten 25-25-Grad-Report. Da sind ein paar Dinge drin, die haben wir wirklich vom Hocker kauen. Also teilweise so, dass das wirklich

    Sissi (23:45.134)

    Mhm.

    Sissi (23:54.862)

    Marktforschung.

    Alex Thusbass (24:07.103)

    die lieben mit den Augen, die ist anscheinend tatsächlich so, dass sie repräsentativ ist. Und da war zum Beispiel für mich eins der härtesten Erkenntnisse in dem, die Frage, wo die Informationsquelle vor dem Kauf bei den Kunden ist, dann war bei fast 60 % persönlich im Geschäft. Und dann dachte ich, ja super, das sind ja die ganzen Silveger.

    Dann war es komplett vorbei, dass die 18- bis 29-Jährigen 55,6 % persönlich im Geschäft. Also 18 bis 29, Generation Z. Also nichts digital, also nichts online. Ich bin jetzt kein Retailer alles Retailer, nee, ganz und gar nicht. Für mich ist die Zukunft irgendwo dazwischen. Die am wenigsten …

    in das Geschäft gehen wollen, sind 47,4 Prozent die 30-39-Jährigen. Klar, steht mit kompletter Latte im Berufsleben und das steigt dann bis zu 63,7. Das sind natürlich die 65 plus. Ist klar, bei denen ist tatsächlich auch so die Zeit, die Unsicherheit technologisch wahrscheinlich am allerhöchsten. Aber man muss es ganz klar sagen, wenn man das so anschaut, also dieses reinen digital, reinen online, gerade Fahrräder und E-Bikes, selbst bei der ganz grunden Generation wird man da weniger als die Hälfte erreichen.

    Das bedeutet aber, Junkerschlussau, hast du keine Probefahrt, keine persönliche Beratung und ergonomische Einstellung, Ergonomie ist ein unfassbar großes Thema, also eine riesen Erwartungseite der Kunden, dann wirst du im Online-Vertrieb unfassbar schwer tun. Das heißt, wenn du 100 Euro setzen müsst, links oder rechts zwischen Kenian und Decathlon, dann wirst du genau wo ich dich hinpartiziere, weil die eben genau dieses Thema dabei haben. Und das Zweite, Decathlon-Verkäufer, ja, was denn?

    kann man jetzt so sehen, wie man will, wenn Sie das in Griff kriegen, und Sie sind schlau genug, dass Sie das in Griff kriegen, dann haben Sie tatsächlich schon mal diesen ganzen Handelsteil mal richtig adressiert. Plus, und jetzt kommt es ich rede mir jetzt ganz weit aus dem Fenster, Dienstrad Leasing stottert wie die Sau. Der Händler hat mir gestern erzählt, haben 57, ausgesprochen 57, unterschiedliche Dienstrad Leasing-Anbieter, die Sie be…

    Alex Thusbass (26:27.973)

    bespielen müssen. Die mittlerweile, man hat’s ja gelernt, also das Jobrad hat die ersten Leute rausstellen müssen, es läuft nimmer so rund, der ganze Motor stottert. Für mich ehrlich gesagt völlig logisch, weil Dienstag hat lang funktioniert, von Mitarbeitern zu halten. Wenn man die Arbeitssituation, die Arbeitswerte draußen ausschaut, dann steht das gar nicht vor so wahnsinnig großem Kurs. Und es gibt noch einen Punkt, der wird uns jetzt bald ziemlich um die Ohren fliegen.

    Sissi (26:50.574)

    Hmm.

    Alex Thusbass (26:54.927)

    Ich mir nicht sicher, wie lange sich der Staat diese Restwertberechnung anschaut, weil die Restwertberechnung beim Leasing, beim Leasing ist ja völlig grotesk. Mit dem echten Leasing wird ja überhaupt nichts gemeinsam. Und ich glaube, dass Decathlon einen sehr richtigen Schritt geht. Ich glaube, dass die das Thema Leasing, tatsächlich eigenes Leasing mit einem geschlossenen Kreislauf anbieten und zwar, dass die ein Second Life Leasing machen. Das heißt,

    Sie produzieren die Produkte so, dass sie zweimal verkaufbar sind, dass die Qualität entsprechend ist, dass sie sehr genau wissen, wie die Kisten sind. Damit werden die Leasing-Raten für den Erstbesitzer deutlich attraktiver, damit haben sie einen extremen Vorteil vor der ganzen Konkurrenz. Sie refurbischen das Ding wieder in den geschlossenen Kreislauf und können es dann ein zweites nochmal entweder nochmal neu verließen oder dann verkaufen. Ist wahnsinnig schlau, geht tatsächlich aber nur, wenn du diesen Kreislauf unter kompletter Kontrolle hast. Und von dem her

    Sissi (27:45.646)

    Ja, das ist das, was Sie tun. Ja, sehe ich auch so, diese vertikale Integration. Und Decathlon beeindruckt mich eben auch schon seit einigen Jahren. Ich werde auch bald mit Decathlon sprechen, weil dieser Kreislauf, den Sie sich aufgezeichnet haben, die verfolgen diese Vision schon sehr zielstrebig und konsequent und auch ganz still irgendwie, klammheimlich fast.

    Alex Thusbass (27:47.679)

    macht es Dekadron tatsächlich sehr schlau.

    Sissi (28:13.582)

    durch all die Krisen, weil von denen hört man überhaupt nichts. Es ist wirklich schwer irgendwie an Decathlon ranzukommen. Ich hab’s jetzt endlich geschafft, auch schon eine Weile dran, rumgebohrt und geschraubt. was wollte ich sagen, dieser Kreislauf, ist schon lange aufgezeichnet und das ist ein ökologischer wie ein ökonomischer Kreislauf. Und das ist schlau gedacht und konsequent durchgeführt.

    Und somit auch wirklich anders als jetzt so eine Marke wie Canyon, wie sie da steht, aber jetzt nochmal zurück auf vielleicht die einzelnen Punkte.

    Fangen wir vielleicht mal mit Leasing an. Ich sehe es genauso. Also die Probleme sind aktuell. Employer Branding ist nicht mehr das Ding, wie es halt noch vor ein paar Jahren war. Also ja, kommt wellenartig, wird vielleicht auch wieder kommen. Wer weiß, in welcher Form. Aber jetzt sind gerade die Personalabteilungen nicht darauf aus, unbedingt, weiß ich, 36 Monatsverträge dir unterzubringen hier, dass du lange gebunden bist, sondern vielleicht eher so …

    kurzfristig wie möglich, weil schwer berechenbar und eher der Stellenabbau im Vordergrund steht als jetzt irgendwie Corporate Benefits. Konjunkturprobleme, sehr viele Leasingfirmen, auf den Markt gekommen sind, ganz, ganz wild. Siehst du da schon irgendwie so eine Bereinigung? Bekommst du damit, dass da schon die ersten kleinen wieder gefallen sind oder Händler sagen, also hier die sortiere ich aus, das ist eine Katastrophe mit denen zusammenzuarbeiten?

    Alex Thusbass (29:46.95)

    Die Händler jammern wahnsinnig drüber, weil sie sagen, zigfach neue Prozesse, bei denen muss man die Versicherung, der braucht das. Also sie müssen sich da drauf einstellen. Aber natürlich, momentan ist der Handel so, wenn jemand reinkommt und genau diesen Nischen-Leasing-Computer hat, wir den wegschicken. Dann machen wir den Vertrag, mein Gott, dann haben wir den halt auch noch. Das heißt, die Händler gehen das mit, weil momentan der Verkauf draußen schwierig ist.

    Sissi (29:49.326)

    Mmh.

    Alex Thusbass (30:14.993)

    Die Hände sind nicht in der Position, dass sie Kunden ablehnen. Die Marktbereinigung da draußen in die Leasinger, bitte. Der Fahrradmarkt ist sowieso lustig. ist der Walking Dead. Ich glaube, es gibt 10.000 tote Marken, die die sind tot, zack, stehen sie wieder da. Und ich weiß nicht, bis heute noch nicht, wer das macht. Und ganz ehrlich, Problem ist ja immer persönlich Schicksale. Von dem her es ja ganz schlimm.

    von der marktstrategischen Seite, also Konsolidierung in diesem Markt auf einer Ebene, in der er bitter notwendig sei. Wir wissen, dass die Corona war, also die Vor-Corona und die Corona-Situation war Steroidspritze, also die Vitaminspritze, die Adrenalinspritze, jetzt habe ich es, die zu manches Schlagen des laumes Herz wieder in den Schwung gebracht hat. Und das Problem ist,

    Sissi (31:07.283)

    Keratin, was auch immer.

    Alex Thusbass (31:12.389)

    ein Markt, so artificiell verzerrt wird, dass er durch frisches Kapital das einfach am Leben erhalten wird, verzerrt den Markt ja brutal. von dem her glaube ich, gilt ja dann genauso für die ganzen Leasing-Gesellschaften. Ich habe gar nicht gewusst, dass es überhaupt so viele Leasing-Gesellschaften gibt. Da gibt es ja teilweise Firmen, eigene Leasing-Gesellschaften schon gegründet das ist völlig absurd und der Markt logisch völlig widersprechend.

    sechs Besten durchsetzen. von einer großen Konsolidierung, zumindest ich, ohne dass ich in den Thema so tief drin stecke, würde ich jetzt momentan noch nichts sehen. glaube, dafür ist es einfach nochmal so, irgendwie der Fahrradbereich, wo stellen Sie alles durch, ein Marken, ein Händler.

    Sissi (31:57.918)

    Ja, aber das muss doch kommen. Also der Handel hat ja auch gar nicht mehr die Kraft und die Kapazität darauf zu reagieren. sie können auch, also ich glaube jetzt in der aktuellen Lage, wenn schon die Großen kämpfen oder was heißt kämpfen, auf jeden Fall mit ersten Rückschlägen kämpfen, dann werden das die Kleinen, die digital auch noch null aufgestellt sind. Also da habe ich auch ganz, ganz schlimme Sachen gehört. Dann wird sich da schon irgendwas aussortieren müssen.

    Bleiben wir vielleicht beim Handel. Also ich kenne die Alteos-Studie recht gut. Disclaimer, ich habe den Ratreport verfasst, dass das nur außen vor ist. Also redaktionell und habe mich natürlich damit beschäftigt. Und mir ging es ähnlich wie dir. Ich wusste jetzt nicht, dass du auf die Studie referenzieren wirst.

    Alex Thusbass (32:36.153)

    Mhm. Okay. Ja, es tut, ja.

    Sissi (32:54.51)

    Ich es sehr beeindruckend und auch sehr beruhigend, dass das Menschliche, Information, diese Interaktion, dieses Erleben des Fahrrads noch so im Vordergrund steht und die Information durchaus digital stattfindet, aber die Kaufbereitschaft tief verankert ist und verbunden ist mit dem Handel. Meine Frage an dich, der du jetzt mit 250 Händlern gesprochen hast.

    Alex Thusbass (33:20.779)

    Also ich glaube, wir voll text.

    Sissi (33:23.214)

    Nachdem du mit 250 Händlern gesprochen hast, die nicht gerne ein. Aber du hast ja sicherlich einen breiten Eindruck bekommen jetzt über die Wochen. Sortiert sich auch der Handel neu? Ist da eine neue Definition? Also wir haben schon immer gesagt, ja, Service spielt schon immer eine wichtige Rolle im Handel. Das hatten wir jetzt schon die letzten Monate, als das Thema immer wieder aufkam. Aber auch die Alteus-Studie, die man übrigens runterladen kann, also die ist frei verfügbar.

    auf der Alteo-Seite einfach nachschauen, kurz googeln. Ist dort so ein Shift hin zu Professionalisierung des Service, Ausbau des Service, Digitalisierung des Service und so weiter da? Oder ist da noch nicht so viel Bewegung drin und ein paar einzelne Player sind sehr gut aufgestellt?

    Alex Thusbass (34:16.693)

    Also das war im Handelsschimmer extrem heterogen. Man muss, glaube ich, verstehen, der deutsche Fahrradfachhandel, vielleicht dass ich mich ein bisschen einordnen kann, wir haben fast 5200 Händler in Deutschland. Und die sind aber extrem unterschiedlich verteilt. Also es ist tatsächlich so, dass ein Prozent der Händler 40 Prozent des Umsatzes

    Es gibt ein paar wenige sehr, sehr große, sehr, sehr professionelle. Also z.B. XXL, die haben den größten Online-Shop für Fahrräder und E-Bikes. Europawald. da war schon immer, die waren immer schon, also auch andere, sehr, sehr digital und sehr professionell unterwegs. Little John, 60 viel Jahren, BOC, Motion, 100 viel Jahren.

    Sissi (35:09.4)

    Ich habe jetzt wieder welche dazugekommen.

    Alex Thusbass (35:11.421)

    Genau, und Werner Robert Pesch ist ein wahnsinnig schlauer Kerl, kommt von Aldi, kennt, wie man so was auch groß macht. Die sind wirklich verdammt gut und die denken natürlich alle wahnsinnig neu. Wobei man vorsichtig sein muss, es gibt ein paar Großhändler, haben es auch jetzt schwer. Grundsätzlich gibt es natürlich ganz viele kleine Händler und fast die Hälfte ist

    Händler mit einem Umsatz unter 500.000 das geht nur im Nebenerwerb. Also ein Fahrergeschäft wirklich einigermaßen davon leben zu können, circa Millionen. Und darunter ist es sehr schwierig. Geht, wenn du eigene Immobilie hast und viele Faktoren zusammenkommen, dann geht das schon. Aber über Millionen geht es dann los, da hast du dann Händler, die dann wirklich davon leben können. Und dann geht es natürlich rauf bis zu den Händlern, da gibt es Händler, machen weit über die dreistelligen Millionen im Bereich.

    Es gibt Häuser, also ein Fahrergeschäft, das einen zweistelligen Millionenbetrag allein Umsatz macht. Also man sieht schon, es ist extrem heterogen. Gerade in ganz großen Mitte, da ist momentan die größte Problematik, weil entweder groß werden, professionell werden oder klein werden in Anführungszeichen und das ist irgendwie so, es ist gesund schrumpfen. Wie immer bei Krisen ist die Mitte am schwersten. Und ich glaube das Wichtigste, was man bei den Händlern jetzt momentan verstehen muss, ist, die sind wahnsinnig erschöpft.

    Sissi (36:36.909)

    Hm.

    Alex Thusbass (36:37.921)

    frustriert und erschöpft und haben Angst. Also ganz viele, die haben wirklich verschuldet oder unverschuldet, wie ja immer, sind in einer sehr, schwierigen Situation. Wir haben das 50 Jahre der Krise, irgendwann geht es einfach, geht es wirklich an die Finanz und vor allen Dingen geht irgendwann richtig an den Geist. da gibt es ganz, ganz viele… Ja, fünf Jahre, also das fünfte Jahr, die wir so richtig… Nein, so schlimm ist nicht. Nein, aber fünf Jahre Krise und ja klar, Corona und vor Corona war teilweise auch schon Krise. Warum?

    Sissi (36:53.576)

    Wie viel Jahre Krise? Was meintest du gerade? Ach, fünf Jahre. Ich habe 50 verstanden. Ich dachte, Gott, was ist denn hier los?

    Alex Thusbass (37:06.885)

    Riesen-Nachfrage, nichts zu liefern, ganz schlecht gelaunte Kunden, dann Corona, dann natürlich Post-Corona mit ganz, ganz schweren Verwerfungen. Also wirklich ein unglaublicher Rollercoaster. Das ist für die Händler wahnsinnig anstrengend. Es gibt ganz viele Händler, die einfach wirklich sagen, ich mag jetzt nämlich, höre jetzt auf. Auch ohne Nachfolge. Und dann hast du natürlich auch noch das Problem, Nachwuchs zu finden, wahnsinnig schwierig. Und die Banken gehen aus dem Fahrradbereich raus. Die lesen natürlich die Zeitung, die haben natürlich auch Heldereports.

    sehen die ganzen Zahlen, vor allen Dingen Fahrrad-Diäbeleite, One-Move-Beleite, richtig schön laut. Die Axel, die wirklich jeden Grund zur Sorge gibt und weiterhin einfach ein völlig schwerer Patient ist. Die sehen die Banken und an Stufen natürlich dann den ganzen Fahrradmarkt als immer größeres Risiko. Die Konditionen werden deutlich schlechter, bis dahinter ist sie einfach überhaupt nicht mehr reingehend und sagen, wir warten jetzt erstmal ab. ihrer Perspektive nicht ganz unverständlich.

    Das bedeutet aber auch, dass manch Händler einfach die Kreditlinie gestrichen wird. Dann können die, Industrie kann es sich nicht mehr leisten, langen Zahlungsziele zu geben. war wie an Corona fast USUs, du bekommst das Bike jetzt, zahlst das 180 Tage, teilweise 200 Tage, teile 300, 300 Tage später. Völlig absurd. Das kann sich die Industrie aktuell nicht mehr leisten, weil momentan jetzt kommt schon langsam wirklich, was das Cashflow betrifft, Banken auch sehr schwierig werden. Jetzt muss man da tatsächlich sehr, sehr vorsichtig sein.

    Die Händler sind verständlicherweise wahnsinnig erschöpft. bleibt mal wieder jeder Warte drauf, dass es ein bisschen besser wird. Wird es dann wieder nicht. Jetzt hofft natürlich jeder, dass das Wetter nicht so doof bleibt, wie es vielleicht letzten Tage war. Also da gibt es ganz, ganz viel erst einmal Survival. Und dann gibt es natürlich einige, das sind vor allem die Großen, bei denen immer schon, und dann so die mittlere Größe, die tatsächlich einigermaßen gut durch die Krise gekommen sind.

    und die das Zeichen der Zeit erkannt haben, wo vielleicht eine neue Generation jetzt hinkommt, weil die ältere Generation sagt, ich kann nicht mag nicht mehr, mach du das. Und da merkt man schon, das muss man ganz klar sagen, unglaubliche Offenheit für Neues. A, die Zusammenarbeit ist mittlerweile, also Datenaustausch ist mittlerweile, Velo Connect usw. Das sind die Fragen, ein guter Händler stellt, er sagt, ist für mich Grundvoraussetzung, weil ich kann, Stunde brauchen wir, und sonst hat er schwierige Händler, der braucht eine Stunde bis in seinen Online-Job.

    Sissi (39:12.718)

    Mmh.

    Alex Thusbass (39:29.133)

    Produkt integriert, weil die Produktdaten so schlecht sind. ist das, die neuen Händler, die neue Generation überhaupt nicht mehr akzeptiert. Und aus der Perspektive ja, auch Click und Collect, wir bieten es mittlerweile an, das nehmen die Händler wirklich sehr gern an. Mittlerweile ist es so ein Konzept, dass wir ihnen die Kunden, also auf unserer Webseite, vorbereiten und ihnen dann die Kunden schicken. Da gibt es die Hälfte, die traditionellen sagen, ich feiche von mir dem an, das muss ich selber machen.

    Sissi (39:41.646)

    Mhm.

    Alex Thusbass (39:56.066)

    Und der Rest, die sagen, wo muss ich unterschreiben, das ist natürlich klar, damit. Da merkt man sofort, wie sie momentan die Kulturen Stück weit teilen. dumme Antwort ist gibt beides. Aber die Händler, die momentan nicht völlig in der Ecke stehen und bei denen so ein bisschen, die spüren, dass jetzt gerade die Volumen neu verteilt werden, bei denen geht der Zug schon richtig ab, dass sie neue Dinge ausprobieren. Und die Großen sind von vornherein dabei. Die Großen sind immer schon …

    Sissi (40:19.847)

    Ja, interessant. Super.

    Alex Thusbass (40:23.691)

    Die sind deswegen groß, weil sie immer schon so gedacht haben.

    Sissi (40:26.702)

    Ja, also was die Alteos-Studie, ich möchte da gar nicht, also eigentlich möchte ich immer so bisschen meine unterschiedlichen Jobrollen auseinanderhalten und schön auseinanderdividiert halten. Aber was in der Studie doch deutlich herauskommt, ist, dass man sich vom Verkäufer als Händler, vom Verkäufer zu einem Art Service-Partner aufbauen sollte.

    durch die die ganze Digitalisierung Dinge vereinfachen und so weiter. du Sorgen hast, wenn du Ängste hast, dann bist du paralysiert, dann wirst du auch noch kein neues Invest machen, dann wirst du dich auch nicht mit Schulungen beschäftigen und so weiter und so fort. ich begleite oder hoste auch die Webinars, die begleitend zu der Altius-Ratstudie laufen. Das waren bisher drei, es kommen jetzt auch wieder drei.

    Und ich kann dir gar nicht sagen, was ich am Anfang erwartet habe und was dann passiert ist. Also das richtet sich an Fachhändlers an diverse Themen mit Handelsgästen sozusagen, Experten aus diesen Reihen, mit Karl Lassommer, mit Karl von Dreis und mit… Boah, das muss ich jetzt nachschauen, weil sonst kriege ich hier die Krise. Wie heißt er denn? jetzt muss ich hier schneiden. Der Lastenra…

    und mit Easycargo in Berlin, die wirklich federführend sind und die ganz, ganz offen ihr Wissen geteilt haben. Und ich dachte, mein Gott, werden vielleicht zehn Leute sich anmelden und zehn Leute dabei sein. Wir hatten bis zu 100 Leute, die von Anfang bis zum Ende dabei waren. Wir haben es danach noch nach einer Stunde offen gehalten, weil die Diskussionen so rege waren, weil die Frage und vor allem auch der Austausch untereinander so gut war. So ein richtiges Community-Gefühl.

    Alex Thusbass (42:04.869)

    Problem,

    Alex Thusbass (42:14.309)

    Ja, ja.

    Sissi (42:15.998)

    Wahnsinnig nett, wahnsinnig supportive von allen Seiten, großes Interesse und auch sehr bunt. Also gar nicht groß von nur Filialen, große Häuser. Superspannendes Thema. War mir gar nicht so bewusst.

    Alex Thusbass (42:26.521)

    Hm?

    Lustig, dass du das sagst, weil wir, ich möchte jetzt auch nicht über Hilfe reden, aber wir waren jetzt einfach unterwegs. Wir waren jetzt unterwegs und haben wirklich, ich glaube, 250 Kennenler waren es insgesamt oder Personen, sagen wir mal so, die da waren. Und da war es genau das Gleiche. Also erst einmal die Schulungen waren voll. Das hat uns total erkundet. Das Interesse war riesengroß. Die Fragen waren super.

    Sissi (42:39.027)

    Jaja, wie immer mit unserer Doppelrolle.

    Alex Thusbass (42:56.261)

    Und vor allen Dingen gab es ganz viel Austausch. Es war total bunt von einem Einmann-Servicebetrieb bis zum Großfühlerlisten, also den ganz Großen. Und was man merkt ist, die, und ich habe das Gefühl gehabt, die waren wahnsinnig offen für neue Themen und die sind total auf der Suche nach Orientierung. Also innerliche Orientierung, auch, wie soll man unsere Zukunft aufstellen. Wir haben viel, dann auch in den anderen Gesprächen, jetzt

    Der neue Handel, schaut das aus, ist online zu offline. war tatsächlich auch so, dass wir uns erst mal gedacht haben, wie langweilig sind die Totore, wenn man über die neuen Daten, Datenaustausch, Velo Connect und dann also das neue Zusammenspiel, haben wir diese neue Partnerschaft. Und zwar, ehrlicherweise nicht so als Verkaufstext, sondern so, wie müssen wir das machen? Was wünscht ihr euch denn? Und dann ein Konzept vorgestellt und das haben wir dann relativ gut besprochen. Was ich gespürt habe, das ist damals ein Kassel-Show,

    Zumindest die Händler rotten sich ein Stück weit zusammen und sagten, da waren Händler, die waren tatsächlich halbnachbar, die hätten sich wahrscheinlich früher mit der Kolle erschlagen. Und ich hab gesagt, nee, das schaffen wir irgendwie alle nur gemeinsam. Ich glaub so ein bissl. Das war bei mir damals in Kassel, also letztes Jahr in Kassel mit der Balkon-Kokora-Messe, der Einster, da hat die ganze Industrie wieder einem angesprochen, da hatten plötzlich alle Händler mit einem angesprochen. Da waren die ganzen Feindschaften, da ist ganz viel.

    Sissi (43:58.702)

    Mhm.

    Sissi (44:10.126)

    Eins, mhm.

    Sissi (44:15.374)

    Mhm.

    Alex Thusbass (44:19.557)

    Unbilder der letzten Jahre, das war plötzlich so bisschen vergessen. ohne dass wir es irgendwie, dass jemand gesagt hat, wir müssen gemeinsam ertragen, irgendwie haben wir das Gefühl, müssen uns gemeinsam da ein bisschen unterstützen. Und das fand ich wahnsinnig spannend. Das war auch bei den Händlern und wir sind jetzt auch bei der Balkonkrieg, bei den Regionalmessen mit dabei gewesen. Da waren andere Industrie-Teilnehmer dabei.

    Ich habe noch nie so viel Offenheit erlebt. Uns ging es immer. ein bisschen anders. Das war so, dass die uns gar nicht mögen. Das ein super Austausch. Das ist das Moment, das ich im Markt spüre. Die gesamte Industrie sucht noch Orientierung. Da wird natürlich ein Kenner angeschaut, wird ein Decathlon angeschaut. Was können wir daraus lernen? Können wir uns was abschauen? Können wir uns da leiten lassen?

    Und deswegen wundert mich nicht, dass das Webinar auch so voll ist. Weil die Händler, es verstanden haben und die es jetzt noch können oder teilweise auch müssen, die orientieren sich jetzt einfach neu. Und das ist, ich, eine Riesenschance im Markt. Muss ich ehrlich sagen.

    Sissi (45:21.678)

    Ja, also toller Geist, nicht nur des Interesses, sondern auch eben diese, wie du meintest, dieses Bedürfnis oder auch Bereitschaft, sich auszutauschen und voneinander zu lernen und ruft mich gerne an, ich habe schon mit XY gearbeitet, ging es beispielsweise Softwareprogramme und so weiter und so fort. Sehr offen und sehr unterstützend und dieses Gefühl.

    Das ist doch schon etwas, das sich dann wiederum gegen das stellt, was wir jetzt am Anfang hatten, dass verhärtete Fronten eigentlich nicht funktionieren. Die bringen uns nicht vorwärts.

    Alex Thusbass (45:57.478)

    Ich glaube, dass die viertesten Fronten ganz oben sind. Das sind die ganz großen Ego-Shooter und unten in der Basis, in Anführungszeichen auf der Arbeitsebene, da geht komplett der andere Post ab. Und ganz ehrlich, wenn, dann machen wir eine Revolution von unten. Punkt.

    Sissi (46:11.218)

    ist wie in der Geschichte bisher immer so passiert. Dann vielleicht noch der allerletzte Punkt in diesem Aufbau. Gebrauchträder, refurbished bike, re-bike, wie siehst du dieses Thema?

    Alex Thusbass (46:13.701)

    Genau.

    Alex Thusbass (46:24.069)

    Riesenthema, wir hatten einmal vor langer Zeit, das ich SvA schon sein, einen der Vorstände von KTM, Hannes Harnschmidt, KTM von der Piragi, super schlauer Kerl, der hat mir damals so bisschen erklärt, wie in der Automotive-Industrie das Thema die Leasing-Raten zustande kommen. Ich habe ehrlich gesagt nicht gewusst, ich habe keine Ahnung gehabt. Und der hat mir das erzählt,

    Ich in das, ich habe es ehrlich gesagt nicht nachgeprüft, aber es sich für mich sehr schlüssig an. Wenn du ein neues Produkt bringst, ob es BMW, Audi oder sonst irgendwas ist, dann gehen die zur Leasing-Bank, es kann ja ja eigene Bank sein, und pitchen dieses Produkt, pitchen insofern, dass es ein neues Deep-Stall-System das heißt wird weniger klaut, Service deutlich vereinfacht, der ganze Preis vereinfacht, bedeutet alles was die laufenden Kosten, damit den Wertverlust reduziert, haben wir auf ein gutes Niveau gebracht. Dann wird das richtig falsch und du bist dann irgendwann in die Bank und sagst, ok.

    Nach unserem statistischen Methon glauben wir, dass das Ding am Wertverfall von X hat, doch das ergibt den Leasing-Faktor. Das heißt, wenn du ein sehr zuverlässiges Produkt hast, mit sehr gutem Diebstahlschutz, das sehr gut zu reparieren ist, dann ist es völlig unerheblich, teuer das Ding ist, weil nur der Wertverlust in die Leasingrate einschlägt. Das heißt, es gab einmal eine Zeit, da der Porsche, hat sogar eine negative Leasingrate theoretisch gehabt, weil die Wertentwicklung positiv war. Die Zeiten sind ziemlich vorbei. Das waren noch Zeiten.

    Sissi (47:44.219)

    Das waren noch Zeiten.

    Alex Thusbass (47:47.842)

    Und daraus entstehen diese ganzen Zweitverwertungen. Das heißt, der Autohersteller verkauft gerne das Auto zwei oder vielleicht sogar dreimal. Und das ist, ich, Thema, das müssen wir uns erfahren, dass die alles sehr deutlich anschauen. Das heißt, wir verkaufen ein Bike ja nur einmal und dann, wenn es bei uns im Lager draußen ist und bei den Händlern ist, dann interessieren uns das ganze Bike nicht mehr. Also, falsche Denken. Die ist nicht besonders nachhaltig, ehrlich zu sein.

    Und die ist vor allen Dingen insofern falsch, weil wir immer nur davon ausgehen, der Fahrradmarkt war klassischerweise ein Komplettkaufgeschäft. Das heißt, du hast einfach gekauft und fertig war es. Echtes Leasing gab es nicht. Es aber ehrlich gesagt die Notwendigkeiten, weil die Produkte relativ günstig waren. Jetzt durchs E-Bike hat sich das total verändert und Dienstag Leasing hat das ganze Stück weit verzerrt. Das Ganze ist natürlich total charmant, weil es staatlich gefördert ist und blablabla.

    Ich habe wahnsinnig Schläge dafür gezogen, weil ich gesagt habe, es ist schon klar, das ist keine gesetzliche Regelung, sondern nur eine Regelung, die sich jederzeit kippen kann. Der Gesetzgeber kann ohne gesetzliche Änderung des Dienstratbriefleges kippen. Kann sein, dass es sich mittlerweile geändert hat, aber es ist relativ …

    Sissi (48:54.355)

    Ich glaube, die Entscheidung steht jetzt dann auch 2026 an, oder? Soweit ich weiß.

    Alex Thusbass (48:58.155)

    Und Gnade uns Gott, wenn das passiert. sind tatsächlich auf die ganze Industrie, 25, ca. 25 % ist Dienstratleasing. Ist das weg, dann fliegt uns mal richtig alles die Ohren. Also wir sind extrem abhängig von diesem Dienstratleasing geworden. Und das halten wir wirklich schwierig. Und daher sind auch wir, ehrlicherweise, dran, dass das völlig andere, also Business-Innovationen, wir schauen mal, wir haben die andere Industrie gemacht, wir könnten mal was anderes machen.

    dass wir das Produkt tatsächlich noch mal deutlich nachhaltiger auslegen, weil du sagst, der Wertverlust ist ja eigentlich das Entscheidende. Und wenn das Produkt einfach 3-mal theoretisch verkaufbar ist, dann wird’s, wir müssen den Kanal nicht freischießen, dann wird man neues Produkt verkaufen, damit es schnell kaputt geht. Gut, machen wir es sowieso nicht und passiert da draußen auch nicht, weil zum Beispiel dieses Thema Akku, dass die Reihenweise kaputt gehen, das gibt es einfach nicht. Die Akkus halten sehr lang.

    Unsere Motoren sind super zuverlässig. Ganz ehrlich, wenn es nach zwei Jahren kaputt ist es einem dritten Jahr erledigt.

    Sissi (50:04.494)

    Deswegen musste der ZDV letztes Jahr auch tatsächlich ihre Kalkulationen, wie viele Räder gibt es denn überhaupt in Deutschland nach oben schrauben, weil die E-Bikes sich viel, länger halten als ursprünglich angenommen und kalkuliert.

    Alex Thusbass (50:15.607)

    Und das ist ja gut so. Das ist ja völlig sinnvoll so. Und damit der ganze wirtschaftliche Kreislauf auch im Handel funktioniert, braucht man da tatsächlich eine andere Denkweise. Das heißt, es ist nicht mehr so sehr, wie viel kostet das Ding, sondern wie lange hält es. Und wie oft kann es so verkaufen, dass das Produkt da frisch bleibt. Das heißt, da beginnt es dann, die Fragestellung völlig andere zu werden, weil einfach nur noch Hardware verkaufen ist es nicht mehr.

    Also jetzt bei den modernen E-Autos oder beim Smartphone, jetzt mit Apple ein neues Update macht, mit dem Liquid Glass, ist plötzlich neues Produkt, obwohl es die alte Hardware ist. Das heißt, wie bleibt das Produkt über seine Lebenszyklen relevant? Und wie baue ich das Ding so, dass es lange Zeit funktioniert, ohne dass ich die wirtschaftliche Logik der Marktwirtschaft völlig aushebe? Weil was Menschen wollen, ist ein gutes Produkt, mit dem sie unterwegs sind.

    Sissi (51:07.198)

    Ja, jetzt haben wir bei Decathlon eben diesen Kreis. Erstens also Produktion, dann Verkauf der eigenen Räder in den eigenen Shops, Leasing. Dann hast du die Leasing-Rückläufer. Dann wirst du die Räder wieder aufbereiten und wieder neu verkaufen. Oder neu leasen, aber wahrscheinlich neu verkaufen, sag mal mal. Ist, oder leasen, ist das ein Modell?

    Alex Thusbass (51:30.181)

    Oder lesen, ist völlig egal.

    Sissi (51:36.944)

    sich in Hersteller anschauen könnte.

    Alex Thusbass (51:40.086)

    Nee, muss.

    Sissi (51:42.308)

    interessant.

    Alex Thusbass (51:44.747)

    Es ist Frage, dass man sich anschauen kann, muss, Punkt. Diese komplette Integration der gesamten Kette muss die Industrie machen, sonst wird sie einfach völlig aufs Kreuz gelegt.

    Sissi (51:55.21)

    Also nicht der Handel oder mit dem Handel zusammenzuarbeiten oder wie arbeitet man dann mit dem Handel zusammen? ist ja…

    Alex Thusbass (51:57.605)

    Werte.

    Alex Thusbass (52:02.753)

    Das ist der Punkt. Du musst auf dem Handel zugehen und musst miteinander ein gemeinsames Geschäftskonzept entwickeln, weil du entweder es komplett vertikal selber machst, Industrie vergiss es. Industrie, die meisten Industrie-Teilnehmer sind Industrie, sie haben Produkt, die verstehen Handel einfach nicht. Handel ist nicht einfach, ganz ehrlich. Andersrum, Händler haben meistens die großen Filialisten, die könnten sowas machen, teilweise auch schon mit Eigenmarken, ja.

    die werden auch vertikalisieren, ist halt einfach so. Und der ganze andere Rest, die Industrie tut sehr gut daran, dass sie die Handelsdenke mal viel stärker draufschafft. Und dann muss es eine neue Partnerschaft mit dem Handel geben, und zwar tief integrierte und eine, bei der man tatsächlich nicht einfach die Hände raus schmeißt nach wie lieb und ganz genauso wenig. Das heißt, es ist ein sehr tief integriertes Konzept, dem man beide seid, wo irgendwann nicht mehr weiß, wo eigentlich genau die Trennlinie ist.

    Vielleicht wächst es dann auch mal zusammen, dass es plötzlich eines wird. Aber dieses klassische Thema, spucken irgendwelche Produkte raus, die wird schon irgendjemand verkaufen und dann ist es uns völlig wurscht. Ich glaube, das wird einfach so nicht mehr funktionieren. Single an der Frage wird werden auch das Fahrrad, E-Bikes werden zum Leasing-Objekt werden. Die Autoindustrie würde ohne Leasing, würde es die Autoindustrie einfach schon nicht mehr geben, weil die Produkte viel zu viel zu teuer geworden sind. Und daher glaube ich, dass dieses Modell auch in Richtung Fahrrad sie entwickeln.

    Muss. Wer sich das nicht anschaut, good luck.

    Sissi (53:34.106)

    Ja, super spannend. I like. I like. Also das bedeutet ja, dass dieser Kreislauf auch übergreifend in der Industrie gedacht werden kann oder muss. Also nicht nur in diesem geschlossenen System Decathlon, sondern eben auch so. Dann können wir jetzt zu der Frage sagen, wer werden die großen Player der Zukunft sein, diejenigen, die das schaffen?

    Alex Thusbass (53:47.173)

    muss.

    Sissi (54:01.282)

    Das ist die Grundvoraussetzung? Okay.

    Alex Thusbass (54:01.286)

    Ja, ich glaube schon. Du weißt, wir leben in einer Welt, bei der sich Dinge so rasend schnell ändern, neue Technologien, da dafür kommt, neue Spieler, wirklich innerhalb von kürzester Zeit die Marktechnik völlig verändern. Von dem her ist es, also vor zehn Jahren habe gesagt, ja, so wird es kommen, In der Gelände mittlerweile wahrscheinlich, also bisschen durch die zunehmende Erfahrung und weniger Radikalität würde sagen, ja, ich glaube, das ist so ein guter Kreislauf.

    Sissi (54:12.302)

    Mhm.

    Sissi (54:19.246)

    Mmh.

    Sissi (54:24.494)

    Mmh.

    Alex Thusbass (54:31.293)

    da ein Riesenrollen spielen wird. Du musst dir mal vorstellen, du hast jetzt ein 5000 Euro E-Bike und du ein E-Bike, das dir 120 oder 80 Euro Monat kostet. Das gleiche E-Bike. Oder eins, bei dem die Batterie noch zusätzlich gelöst wird und die Batterie ist überhaupt nicht mehr dein Problem. Die gehört dir nicht, sondern du benutzt sie nur. Oder du mietest das Ding noch. Wobei, glaub, das wird weniger funktionieren, sondern du hast einfach noch drei Jahre und kriegst ein neues Rad. Dann ist es fast klar, welche Richtung sie in der aktuellen Situation und in zukünftigen Situation

    desentwickeln könnte. Es wird immer Menschen geben, wollen es kaufen, die haben die Kohle, die wollen es einfach haben. Punkt, das wird überhaupt nicht vergehen. Woran ich ehrlich gesagt nicht glaube, ist das ganze Thema Sharing und ich muss es nicht mehr besitzen, es zu nutzen. Ich glaube, wir dürfen nicht vergessen, die jungen Menschen, die Generation Z ist viel, konservativer bei vielen, vielen Dingen. Das zeigt auch diese Alteo-Studie meiner Meinung nach. Also so dieses, müssen, wir lassen alles fahren, alles sausen.

    bin ich schon gespannt, ob das jemals

    Sissi (55:29.418)

    Also ich denke, Sharing hat ja seinen Platz inzwischen fast so in diesem urbanen Raum gefunden, beziehungsweise superbanen Raum auch, hatte ich jetzt mit der Mareike von Nextbike gesprochen. Da wächst es schon sehr stark, aber ich denke, es ist uns allen bewusst geworden in den letzten Jahren, dass der Gedanke, dass Sharing Besitz ablösen wird, egal in welchem Bereich, nicht so passieren wird, wie wir es uns ausmalen hätten können. Ja, jetzt habe ich gerade den Faden verloren.

    Aber ein Punkt, den du gesagt hast und der sich auch so bisschen jetzt in unserem Gespräch herauskristallisiert hat, finde ich noch ganz interessant, das Wort Vertrauen. Dass eine Beziehung besteht, also der Kunde eine Beziehung zu dem Händler aufbauen will, dass da ein Vertrauensaustausch stattfindet. Das ist ja nicht nur Information, das es dort geht, gerade eben bei einem hochpreisigen Produkt.

    Alex Thusbass (56:22.117)

    Hm.

    Sissi (56:25.43)

    Das wird ja nicht nur im Direktvertrieb nicht bestellt, weil man sagt, es ist mir zu teuer, ich will vorher Probe fahren, sondern da ist auch beratungsintensiv, klar, Informationen, aber ich glaube, es geht auch Vertrauen und das Weiterleben eben, Servicecharakter, den man dann als spannendes Geschäftsfeld eben auch aufrollen kann. Und das geht’s ja. Ich habe das Gefühl, dass dieses Vertrauenselement

    jetzt gerade wieder so hochquillt und das vorher auch so ein bisschen runtergespielt wurde. So dieses einfache Konsum, weißte, so ich kaufe, ich benutze, ich verstand dieses Wegwerfgesellschafts-Attitüde, da spielt ja Vertrauen keine Rolle. Ich kauf irgendwas, weiter geht’s. Und diese Bindung, die man ja eigentlich will, auch diese Kundenbindung, scheint ja jetzt hier besonders deutlich herauszukommen. Und eben auch in diesem Kreislauf.

    wo sich der Kunde dann wiederfindet und sich gerne wiederfindet. Ja, da ist jetzt keine Frage dabei,

    Alex Thusbass (57:24.319)

    Ja, ne, ne, aber ich weiß nicht du meinst. Sagen wir mal so, ich glaube…

    Sissi (57:29.578)

    Also wenn ein Invest, dann ist es vielleicht auch ein wichtiger Invest, den man dann sieht. Nicht nur Digitalisierung, sondern eben auch auf einer persönlichen Ebene diese Vertrauensbindung aufbauen.

    Alex Thusbass (57:41.702)

    Der Grund warum Menschen in den Fachhandel gehen und ein Fahrrad kaufen oder E-Bike kaufen, vor allem E-Bike, ist weil sie nicht vorhaben E-Bike Experte zu werden, weil sie völlig überfordert sind mit der Vielzahl der Angeboten, kaum unterscheidbaren Merkmalen. Das Leben ist komplex genug, vor allen Dingen hier in Deutschland. haben so wenig Menschen wie noch nie.

    die wertschöpferisch arbeiten, d.h. die stehen unter unglaublichem Druck, die haben überhaupt keine Zeit. Deswegen ist ganz klar, dass die 30-39-Jährigen einfach sagen, Leute, das muss schnell gehen. Und dann gehen sie in den Fachhandel und delegieren ihr Bedürfnis an jemanden, der ihnen dabei helfen soll, das richtige Bike zu finden und den sie dann ein Stück weit verhaften können, wenn es dann nicht so ist. Das ist erst einmal reine Komplexitätsreduktion, das ist Konvienz. Dann kommt aber das Preisschild.

    Und dann, gerade bei diesem Preisschritt, geht’s dann los. Das ist die einzige Marktstudie, die ein Hersteller jemals machen kann. Jeden Marketing steht dieselben Handler, versucht, ein Rad zu verkaufen. Vergiss den ganzen anderen Scheiß, die ganzen anderen Umfragen, dort kriegst du die tatsächliche, echte, richtige Wahrheit. Aber ganze Produktentwickler, der noch nie ein Fahrrad verkauft hat, kann überhaupt nichts entscheiden. Geh da raus und verkauf. Und wenn du es nicht schaffst

    Dass der Kunde sagt, ich glaub dir tatsächlich, dass du das richtige Rat für mich raussuchst und ich glaub dir alle, dass wenn ich ein Problem hab, dass du mich lösen kannst, dass du auch willens bist, mir ein Rat zu verkaufen, willens dann einen Service zu bieten kannst. Ganz ehrlich, dann ist mir das hier zu blöd, dann geh ich solange das Gefühl habe, ich find jemanden. Das ist übrigens bei allem, was wir tun, wirklich 100%. Es gibt ko-rationale Entscheidungen. Kein Mensch auf dieser Erde hat jemals schon eine rationale Entscheidung. Es ist alles emotional.

    Also selbst wenn du jetzt nach Formeln entscheiden würdest, dann musst du ja schon darauf vertrauen, dass die Datenbasis stimmt und dass die Datenerhebung und und und und Riesen, Riesen, Riesen Riesenlade dahinter. Und von dem her ist es völlig klar, dass gerade die Menschen, das Geld bei weitem nicht mehr so locker sitzt, obwohl das bei Gersibison totals Problemenkind ist, dass die sehr genau schauen, ob der gegenüber, der Händler, ein Stück weit ehrlich mit ihnen meint. Das machen übrigens die Händler bei uns auch. Die schauen uns auch ganz genau an, ob wir es eigentlich meinen, gibt es uns denn noch

    Sissi (59:42.099)

    Natürlich, alles emotional und subjektiv.

    Alex Thusbass (01:00:04.773)

    Die nächsten Glückslitter, hier herlaufen. Und wir andersherum ganz genauso. Das heißt, der Kitzstoff oder fast das Öl der gemeinsamen Zusammenarbeit ist Vertrauen. Und ja, je schwieriger die Zeit ist, desto wichtiger wird das Vertrauen. Weil wenn du eine fällige Nachfrage gemacht hast, dann ist es … Und du brauchst einfach nur das Bike. hast es schon gesucht, und der hat es jetzt da her damit, da spielen die Dinge gar keine Rolle mehr. Weil da wirst du dich einfach nicht harmonisiert. Aber solchen Situationen wie jetzt ist Vertrauen komplett an einen Stellenwert.

    Sissi (01:00:33.678)

    Ja, vor diesem Hintergrund, was gibst du, was schickst du Roman Arnold für eine Message Richtung Koblenz?

    Alex Thusbass (01:00:33.797)

    den es eigentlich immer schon haben sollte.

    Alex Thusbass (01:00:42.977)

    Also ich bin überhaupt nicht der Position, Roman Anhalt einen guten Tipp zu geben. Nee, aber es ist tatsächlich so. Und ganz ehrlich, nee, aber…

    Sissi (01:00:44.754)

    Ich wusste, kommt. Das traut sich auch kein Mensch. Was für eine Legacy, also dieser Mann wirklich und auch sein Bruder.

    Alex Thusbass (01:00:54.133)

    Ja toll, muss man wirklich sagen, brauchen wir nicht diskutieren. Tja, dann muss er vertikalisieren. Entweder ein Handel, da kommen da nicht rein, weil die meisten Händler sagen, gut, Kennen, ihr habt uns so lange echt geärgert. Also da ist der Handel verdammt gut, das auszuglünen. Die haben Aldi niedergespielt, die haben Aldi-Räder einfach alle nicht gemacht. Plötzlich sind die alle beim Hof.

    Sissi (01:00:59.146)

    Aber zukunftsträchtige Aufstellung der Marke. Ist das jetzt ein Thema? Ist diese Integration?

    Alex Thusbass (01:01:21.797)

    alle wieder auf den Hof gelegen und haben gesagt, das machen wir nicht mehr. Und da ist der Handel gut. Vielleicht ändert sich da was. Ansonsten eigene Shops aufmachen, das ist langsam am Anfang, das ist ein sehr schwieriger Weg. Dazu muss er tatsächlich Händler sein. Händler by heart. Marke entsteht immer von oben nach unten, also von innen nach außen. Da der Händler by heart sein. weiß nicht, ob er das genau ist. Ich glaube ja.

    Aber diese Vertikalisierung muss er entweder in die eigene Hände nehmen oder extrem gute Partnerschaft haben, sehr eine große Fläche finden, weil E-Bikes online nicht funktionieren.

    Sissi (01:01:56.334)

    Super. Alex, Januar 2026, der hatte irgendwie 48 Tage gefühlt. Jetzt ist Februar und ich freue mich mit dir, jetzt monatlich zu sprechen, weil es jedes Mal wirklich so spannend ist. Wir sprechen jetzt monatlich und ich würde auch begrüßen, wenn wir ab und zu Gäste, Gästinnen vor allem haben und schreibt uns gerne, vor allem Frauen, in erster Linie Frauen. Ja.

    Vielen Dank fürs Zuhören, immer. wir hören uns, also Alex und ich hören, ne, ihr hört Alex und mich in einem Monat wieder. Und dazwischen kommen die Gespräche wie üblich mit Vertretern aus der Industrie. ja, auf geht’s, nehmt fleißig das Rad. Adieu.

    Alex Thusbass (01:02:49.157)

    dann tschüss!

    Sissi (01:02:50.804)

    Super. Hey, wie hast du so viel gelernt von jetzt?

    1 hr
  • Podcast mit Sven Bernhardt von Comodule: Nach der Elektrifizierung kommt die Digitalisierung

    Ist dein Kühlschrank smarter als dein Bike? Das wäre nämlich eine der Thesen, die Host Sissi mit Sven Bernhardt, Chief Commercial Officer bei Comodule, im Nimms Rad-Podcast diskutiert. Das estnische Tech-Unternehmen entwickelt das Betriebssystem für das vernetzte E‑Bike – vom Dashboard bis zum Diebstahlschutz, von der Fahrzeugdiagnostik bis zur Fernwartung.

    [toc]

    Commodule im Nimms Rad-Podcast

    Comodule wurde 2014 mit dem Ziel gegründet, Mikromobilitätsangebote mit dem Internet zu verbinden. Sprich über ein im Fahrzeug verbautes (und in Estland produziertes) IoT-Modul Daten zu senden und zu empfangen und damit die Steuerung diverser Features via App zu ermöglichen, genauso wie Tracking des Standorts, des Batteriestatus etc.

    Im letzten Jahrzehnt haben die Esten schon einen guten Rollercoaster-Ride hinter sich. Mit Uber hatten sie schnell einen riesigen Player als Partner, dessen Flotte sie global ausrollen konnten. Aber auf die Gold Rush-Jahre unter den Mobilitätsdienstleistern folgte die Konsolidierung und die Fahrradindustrie bremst in der aktuell angespannten Lage jegliche Investitionen – auch die in Digitalisierung ihres Produkts.

    Ortung, Alarm, Blockade.

    So geht es in dem Podcast, um die Frage, wie für Comodule das digitalisierte E‑Bike aussieht. Sven erklärt, wie es als vernetzter Datenknotenpunkt vom Antrieb bis zum Nabenschloss, vom GPS-Tracker bis zur Versicherung alles miteinander verknüpfen kann – und was das für uns Nutzer bedeutet.

    Dass wir zum Beispiel bei einem Diebstahlversuch nicht nur per GPS-Ortung sehen, wohin das E‑Bike bewegt wird. Es kann zudem ein Bewegungsalarm auf unserem Smartphone landen, ein akustischer Alarm losgehen und sowohl die Raddrehung als auch der Antrieb blockiert werden. Das wiederum gefällt den Versicherern, die in dieser Kombination einen kostengünstigeren Tarif anbieten – der wiederum in der App verwaltet wird. Und natürlich haben wir auch unsere Fahr- und Fahrzeugdaten im Blick und könnten unsere Fahrprofile individualisieren.

    Differenzierung über Digitalisierung

    Und für Hersteller? Die können Fahrzeugdaten nutzen, um ihre Produkte zu verbessern bzw. auf das Nutzerverhalten abzustimmen, sie können natürlich Updates aufspielen, aber auch auf Servicetermine hinweisen und den direkten Kanal zu uns Kunden nutzen – eine Community aufbauen, maßgeschneiderte Angebote anbieten, über Gamification incentivieren, Feedback einholen…

    Sissi und Sven sprechen über die Chancen für die Radindustrie und die Herausforderungen in der aktuellen Marktlage. Es geht um Konnektivität als Differenzierungsmerkmal, um das Handling einer fragmentierten Zuliefererlandschaft, um Datensicherheit in Zeiten geopolitischer Spannungen, die konstante Erweiterung des Ökosystems mit jungen Start-ups und die Frage, warum man sich als IoT-Anbieter eher unsichtbar im Hintergrund positioniert.

    Noch nicht reingehört? Dann jetzt aber schnell!

    Aufklappen

    Transkript:

    Sissi (00:00.894)

    Nimms Rad, der Podcast heute mit. Beruf

    Sven Bernhardt (00:04.018)

    Ländler!

    Diplombetriebswirt und aktuell arbeite ich bei CoModule und bin verantwortlich für Marketing und den Vertrieb.

    Sissi (00:15.096)

    Heimatort?

    Sven Bernhardt (00:16.897)

    Ich bin geboren in Frankfurt, aber ansonsten habe ich mehr ein Nomadenleben geführt bisher. Ich habe lange in München und in Berlin gewohnt. Mittlerweile ist meine Wahlheimat Franken und ich wohne in der Region Nürnberg.

    Sissi (00:30.238)

    Mulgi Puder oder Kartoffelsalat.

    Sven Bernhardt (00:33.955)

    Gute Frage. Seit 10 Jahren bin ich regelmäßig in Estland mittlerweile. Ich freue mich jedes Mal noch auf das leckere Essen da drüben. würde sagen, die zwei Gerichte nehmen sich beide nicht viel. Stehen beide oben auf meiner Lieblingsliste.

    Sissi (00:51.348)

    Bike Sharing oder Selbstbesitzen

    Sven Bernhardt (00:54.215)

    Selbstverständlich war das.

    Sissi (00:56.302)

    Bayern oder BVB?

    Sven Bernhardt (00:59.791)

    Dortmund, ganz klar. Die wichtigere Phase im Leben in der Grundschulzeit habe ich in Dortmund verbracht. Da konnten die Bayern anschließend nichts mehr dran ausrichten.

    Sissi (01:01.15)

    Ja, kein Klubberaner auch. Okay, soweit ist noch nicht.

    Sissi (01:14.019)

    Okay. Tracking. Kein Problem oder erst mal AGBs lesen?

    Sven Bernhardt (01:20.019)

    Ich würde sagen, mich erinnert das daran, dass ich erstmal wieder mein Handy aufräumen sollte, weil ich da wahrscheinlich viel mehr offener Themen habe, als vielleicht mein Rad mitbringt, wenn da ein GPS-Tracker mit eingebaut wäre.

    Sissi (01:32.738)

    Sven, welches Rad hast du in der letzten Zeit gerne wohin genommen?

    Sven Bernhardt (01:37.831)

    Ganz viel ich fahre. bin quasi klassisch Berufspendler mit dem Fahrrad. Krieg die 5000 km nur mit von zu Hause und Arbeit zusammen. Und heute morgen bin ich ein riesiger Müller Longtail in die Arbeit gefahren, weil ich am Kindergarten vorbei gefahren bin.

    Sissi (01:58.365)

    Transportlösung.

    Sven, wird heute glaube ich so bisschen komplex, also für mich auf jeden Fall technologiegetrieben wird es, denke ich sehr und deswegen mit einer ganz simplen Frage zum Einstieg, wer oder was ist Commodule?

    Sven Bernhardt (02:17.703)

    Wir sind klassisch würde ich sagen ein Tech-Startup 2014 gegründet, damals in Berlin von 5 Esten. Mittlerweile sind drei davon noch mit an Bord. Hauptsitz hat sich mittlerweile verlagert nach Tallinn zurück. Aber wir sind seitdem im Prinzip ein deutsch-eestisches Tech-Startup. Startup weiß ich nicht ob man das noch sagt nach 10 Jahren, ja junge Firma wie auch immer.

    Sissi (02:46.612)

    Wie viele Mitarbeiter seid ihr heute?

    Sven Bernhardt (02:48.647)

    Mittlerweile sind wir, ich würde mal sagen, die 50, haben auch schon alle viele unterschiedliche Phasen schon durch. Also wir waren schon mal über 300 zwischenzeitlich mit ein paar Zukäufen und so. Mittlerweile halt 50 und ja gesund geschrumpft fokussieren uns mit dem Team ausschließlich IoT für B2B-Lösungen.

    Sissi (03:01.452)

    wow.

    Sissi (03:15.7)

    Und wie viele waren es dann, als du dazugestoßen bist? Also dann auch gleich die Frage, wann bist du dazugestoßen? Du meintest, jetzt bist du schon seit zehn Jahren immer wieder in Estland.

    Sven Bernhardt (03:25.831)

    Ich war damals bei Brose in Berlin. war 2014 bis 2016, da habe ich die Gründe relativ früh kennengelernt und war dann für mich quasi auch ein bisschen Abenteuer, nach Brose solider deutscher Mittelstand zu einem ganz jungen Buda aus Estland zu gehen. Damals waren wir knapp zehn. Also ich war noch einer der ersten Mitarbeiter quasi. Erste Vertriebsmitarbeiter.

    Sissi (03:48.395)

    Ach krass.

    Sissi (03:51.806)

    Ja.

    Sissi (03:55.818)

    Und wie monetarisiert ihr euch? das vielleicht gibt es auch Unterschiede, da kann man dann vielleicht dann direkt nochmal drauf zu. Aber funktioniert eure Lösungsmodell, eure Angebote als Einmalzahlung? Ist es ein Abo-Modell oder sind das Bundles? Wie funktioniert das?

    Sven Bernhardt (04:17.703)

    Stück weit unterschiedlich. Unsere Hauptzielgruppen sind auf der einen Seite Hersteller von Fahrzeugen. Wir fokussieren grundsätzlich nicht nur auf E-Bikes, heutzutage schon hauptsächlich, aber im Prinzip sprechen wir über elektrische Kleinstkraftfahrzeuge. Wir machen auch noch viel Scooter oder drei Räder, vier Räder, im Prinzip alles was kleiner ist als ein Auto und elektrisch betrieben. Die Hersteller von den Fahrzeugen haben in der Regel ja immer noch dieses

    Sell and forget Geschäftsmodell, die brauchen im Prinzip Kosten, die sie halt auf eine Stückliste schreiben und im Prinzip ist das Fahrzeug dann ab dem Verkauf amortisiert. Wohingegen unsere andere Zielgruppe, sind mit Treiber von Flocken viel mehr in Richtung

    für die ganzen englischen Ausdrücke heute da kommen wahrscheinlich noch ein paar total cost of ownership also die im Prinzip die die die Kosten über die gesamte Lebensdauer von dem Fahrzeug berücksichtigen und die zweite Zielgruppe also die Betreiber die haben halt die können viel mehr umgehen mit Software Lizenzkosten mit wiederkehrenden Kosten weil sie aber auch wiederkehrende Gewinne halt generieren und das Geschäftsmodell von denen schon anders aussieht als vom klassischen Hersteller also

    Sissi (05:41.994)

    Da tauchen wir dann vielleicht noch genauer ein und dann kannst du es an Beispielen erklären. Dieses genauer Eintauchen brauchen wir, weil ich bin zwar technikaffin und ich mag auch so Gadgets, aber sie müssen bei mir halt sehr intuitiv funktionieren und sie müssen funktionieren und ich weiß nicht, wie sie funktionieren. Das dahinter, das verstehe ich nicht. Ich bin auch keine, die irgendwie Claude Vibe-Coden lassen würde oder nicht mal eine, die sich irgendwie mit ihrem Fahrwerk-Setup beschäftigen will.

    Und deswegen hoffe ich eigentlich auch, dass ich nicht die einzige Person bin, die etwas Stütze braucht, wenn es darum geht, euer Geschäftsmodell oder euer Tun zu verstehen. Also so von der Hardware bis zur Software die generelle Frage, was ist denn IoT für urbane Mobilität?

    Sven Bernhardt (06:34.503)

    Ich versuche das ein bisschen herzuleiten über den Weg, wir damit gegangen sind und vielleicht kommen wir anschließend darauf, was unser Produkt ist. Also wir sind im Prinzip angetreten ganz am Anfang mit dem Pitch, wir teslaffizieren die E-Bike Welt. Wir bringen so smarte Technologie, das Bike,

    in die Cloud bringt und dem Hersteller eine App, er sieht wie es Fahrzeugen da draußen geht und dass er auf die zugreifen kann, aller Tesla und auf der anderen Seite der Fahrer, der halt dazu eine App bekommt.

    Damals waren wir, das war so 2016 oder so, der Zeit mit dem ganzen Thema ein Stück weit voraus. Da gab es schon innovative Firmen, jeden Fall schon. OneMove war da auch schon aktiv. Da gab es in Deutschland Firmen wie Kobock oder gibt es natürlich immer noch, aber die waren damals noch super progressiv in dem Digitalbereich.

    Aber grundsätzlich so der Massenmarkt für den war das im Prinzip zu früh. Womit wir aber mit diesem Produkt oder mit dieser Lösung halt den ersten Volltreffer gelandet haben oder Product Fit, war im Prinzip dann die Free Floating Sharing Netze. Also im Prinzip, wo du Fahrzeuge in ganzen Stadt verteilt hast, nicht unbedingt stationsbasiert, auch teilweise, aber unser bester Fit waren im Prinzip diese.

    Sissi (07:55.005)

    okay.

    Sven Bernhardt (08:05.159)

    die Flotten, wirklich dezentral überall unterwegs waren und auf der anderen Seite aber gemanagt wurden von jemandem, der vielleicht ganz worden ist. Und da gab es ja einige von. Wir sind dann 2017, 2018 viel nach San Francisco gereist, mit diesen großen Firmen gesprochen, haben Uber als Kunden gewonnen, haben mit Uber über

    über einige Jahre die komplette Kick-Scooter-Flotte vernetzt und da im Prinzip ist das Produkt gewesen oder ist das Produkt. Du hast den Scooter mit einer Telematik eingebaut, die kam von uns. Die haben diese Telematik angesteckt und dann verschickt weltweit und dann wurden die Scooter parametrisiert oder konfiguriert, alles aus Sankt Francisco aus für die verschiedenen Märkte.

    Es gab ganz unterschiedliche Anforderungen in der Schweiz oder in Brasilien für das gleiche Die Schnittstelle für den Fahrer ist immer das gleiche, immer die Uber App. Und die Uber App hat quasi im Backend oder in der Cloud dann mit unserer Cloud kommuniziert. Du hast die App aufgemacht, hast gesucht, ist der nächste Scooter. Die Informationen kamen quasi schon von uns, aber als Kunde hast du den Scooter dir ausgesucht.

    reserviert hingegangen, bezahlt und so weiter. Wir liefen quasi im Hintergrund.

    Sissi (09:34.958)

    Ja, das verstehe ich jetzt ist zum einen das Thema Tracking, also dass ihr GPS-Tracking anbietet oder integriert. Aber das ist ja nur ein ganz kleiner Bestandteil in dem Ganzen, oder? Und ich meine, dieses sich auf ein E-Bike setzen und vor Augen zu haben, wie viele Kilometer ich gefahren bin, was für eine Durchschnittsgeschwindigkeit. Ich einen Blick auf Batterie und so weiter. Das ist ja auch eigentlich etwas, das ist eine Selbstverständlichkeit.

    Sven Bernhardt (09:44.654)

    Ja.

    Sven Bernhardt (09:47.943)

    Das ist Prinzip ein…

    Sissi (10:05.982)

    So far so good. Aber was kommt da noch? ihr habt zum Beispiel oder fangen wir vielleicht mal mit der Hartware an, weil ich gesehen habe, dass ihr auch Hartware anbietet. Das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm. Würde ich jetzt auch nicht so prinzipiell mit IoT in Verbindung bringen. Was für Hartware bietet ihr denn an? Was produziert ihr da? Was ist das für eine Einheit oder wie auch immer? Wie muss man sich das vorstellen? Und wo findet ihr Ihren Platz dann im Rad?

    Sven Bernhardt (10:33.543)

    Mhm.

    Ja, das ist nicht einfach am Fahrrad. Genau, im Prinzip, das kurz fertig zu erzählen, da ich komme auf die Themen, wir haben mit Uber angefangen diese Telematik, also diese Elektronik selber zu fertigen in Estland. Wir haben eine eigene Fabrik aufgebaut und haben angefangen, weil der Markt es damals so nötig hat oder diese Flexibilität war notwendig in diesem Markt, der super dynamisch war.

    Sissi (10:48.96)

    Ja.

    Sven Bernhardt (11:04.711)

    Und die Hardware haben wir im Prinzip in Estland entwickelt. Der ganze Sharing-Markt ist dann aber mit Covid auch ein Stück weit zusammengebrochen. Dann kam der Fahrradmarkt aber wieder ordentlich die… Also da kam der Fahrradmarkt im Prinzip, kamen da die ersten großen Hersteller, die das Thema Connectivity in die Breite gebracht haben. Und wie wir… Das sind im Prinzip dann Beispiele wie…

    Sissi (11:17.39)

    Mhm.

    Sven Bernhardt (11:32.819)

    Für uns ist, einer unserer größten Kunden ist auf jeden Fall die Porn-Gruppe. Für die bauen wir auch im Prinzip ein ähnliches Produkt wie für Uber damals. Das ist im Prinzip die Hardware auch, die eingebaut wird in die Fahrzeuge. Und dann gibt es eine Schnittstelle zu, auf der einen Seite eine App für den Fahrer. Die haben unterschiedliche Marken. Also das kann auf der einen Seite eine App von Gazelle sein, kann eine von Urban Arrow sein,

    von Kalkow sein und so weiter. alle zur PON-Rubber gehören. Und auf der anderen Seite hat PON auch die Möglichkeit zu sehen, wie es den Fahrzeugen da draußen geht über diese Schnittstelle.

    Sissi (12:05.514)

    die alle zur PON-Gruppe gehören.

    Sissi (12:19.406)

    wird es am Fahrrad verbaut?

    Sven Bernhardt (12:21.991)

    Wir haben eine unterschiedliche Formfaktor. Mittlerweile haben einem Produkt mehr oder weniger Maß geschneidet für E-Bikes mit Mittelmotor. Das nennen wir Bonny & Clyde. Da sitzt ein Teil der Elektronik, Hauptteil kann im Aluminienrahmen irgendwo versenkt werden, in der Regel im Sitzrohr. Dann gibt es ein kleineres Bauteil, das die ganzen Antennen umfasst und das sitzt in der Regel unter dem Motorcover.

    Mittelmotorsystem. Aber das ist auf jeden Fall ein Riesenthema für das gesamte Thema Connectivity. Es aktuell immer noch ein Riesenproblem, dass es halt keine stigmatisierten Bauräume gibt. Selbst beim Auto ist es halt am Ende des Tages immer noch ein bisschen schwarze Magie, wie dann tatsächlich halt die Antennen funken.

    Sissi (13:17.966)

    Interessant.

    Sven Bernhardt (13:21.196)

    Rahmen für Rahmen austesten, wie die beste Platzierung im Bike ist.

    Sissi (13:29.16)

    Ja, das ist auch eine Herausforderung. Hat PON versucht, euch zu kaufen?

    Sven Bernhardt (13:35.335)

    Ne, nicht dass ich wüsste. Ich glaube die sind so glücklich wie wir aufgestellt sind. es ist eine gute Partnerschaft schon bald zehn Jahre.

    Sissi (13:48.362)

    Weil die sind ja auch schon durch die Bikeindustrie gelaufen die letzten Jahre und haben, so auf Shopping-Tour. Okay, also dann hat man eine Hardware mit Antennen, das habe ich jetzt schon so bisschen verstanden, die wird verbaut im Fahrzeug selbst und dann…

    Sven Bernhardt (13:56.007)

    Genau.

    Sven Bernhardt (14:02.855)

    Und ein Strom, das ist wichtig, wir brauchen Strom und wir brauchen Kommunikation. Also in der Regel hängen wir am CAN-BUS vom System. Der CAN-BUS ist das Protokoll, das die einzelnen Komponenten sprechen lässt. Also Batterie, Display, Motor, sprechen die CAN-BUS Sprache miteinander.

    Da hängen wir dran, da können wir auf der einen Seite auslesen, aber in manchen Fällen auch quasi mitreden. Also zum Beispiel Konfigurationen verändern oder updaten oder ganze Filme updaten von gewissen Bauteilen. Und Strom bekommen wir eigene Batterie auch zu bestrohlen. Das ist dafür relevant, dass wenn du deine Batterie rausnimmst aus dem Bike, dass du trotzdem noch auf das Bike zugreifen kannst. Also dass du trotzdem noch sehen kannst wo es ist auf der einen Seite.

    auch wenn die Hauptbatterie rausgenommen ist und auf der anderen Seite, ja du kannst halt das Licht blinken lassen, auch wenn die richtige Batterie raus ist oder du kannst zum Beispiel, wenn das Fahrrad abgesperrt ist, dir eine Benachrichtigung geben lassen, wenn es bewegt wird, unbefugt bewegt wird oder einen Alarm betätigen. Also unsere Hardware kann in der Regel nicht nur kommunizieren mit dem Antriebstrang, sondern wir sind auch in der Lage, Drittkomponenten anzusteuern.

    zu bedienen also beispielsweise im schloss zu öffnen oder zu schließen oder ein licht anzusteuern oder eine hupe oder oder wir haben jetzt meistens ein kleines akustisches tools und kleiner lautsprecher mit dem man unterschiedliche gameboy sounds abspielen kann dass das fahrrad halt sich ein nettes geräusch macht wenn du es aufsperrst, zusperrst, warte weh rein.

    Sissi (15:51.39)

    Okay, nicht wenn es gestohlen

    Sven Bernhardt (15:55.591)

    Alarm. Den gibt es schon länger, aber jetzt gibt es dann noch unterschiedliche akustische.

    Sissi (15:56.686)

    Mhm.

    Sven Bernhardt (16:02.823)

    Und dann man, ja.

    Sissi (16:03.758)

    Spannend. Aber wenn ihr Trittkomponenten ansteuert, ist das dann jedes Mal in Zusammenarbeit mit den Herstellern? Weil das kommt ja jetzt nicht von euch. Das heißt, ihr entwickelt Individuallösungen mit einem Hersteller, der sagt, ich möchte, hier das Schloss über die App steuerbar ist. Ich möchte, dass das Licht über die App steuerbar ist und das individualisiert er dann mit dem Kunden jeweils.

    Sven Bernhardt (16:32.871)

    Genau, das ist jetzt so die klassische Herangehensweise, wie das gelaufen ist. In den letzten Jahren hat sich das bisschen gedreht, dass da unterhalb der Zulieferer schon eine gewisse Dynamik entstanden ist, sodass man im Prinzip den Herstellern, den OEMs, schlüsselfertige Lösungen dann übergibt.

    Sissi (16:53.358)

    Kannst du da mal ein Beispiel nennen? Also läuft das dann mit Schlössernsicherheit? Zum Beispiel kommen die dann auf euch zu und sagen, wir haben dieses Produkt, wir würden das gerne im Bundle gleich mit euch anbieten, dass das digitalisiert ist.

    Sven Bernhardt (16:58.537)

    Genau.

    Sven Bernhardt (17:06.167)

    Genau, also ich meine wir hören ja im Prinzip den, wir hören ja den Bedarf quasi von den Herstellern schon ungefiltert und sind dann natürlich auch auf der Suche, wie kriegen wir diese Lösung skalierbar, weil aktuell halt jeder, alle Budgets schon irgendwo ein Stück weit eingelimitiert sind und dann

    geht es uns natürlich auch darum, es eine Lösung ist, die skalierbar ist und bleibt. Ein schönes Beispiel ist eine integrierte Alarmanlage, wo unser Modul, das Connectivity Modul, gleichzeitig mit einem Schloss funktioniert. Mit einem Alarm, mit einem Push.

    Sissi (17:52.106)

    Wo sitzt dann das Schloss? Was ist das für ein Schloss? Wie muss man sich das vorstellen?

    Sven Bernhardt (17:54.631)

    Wir arbeiten mit unterschiedlichen Herstellern, aber beispielsweise Toolog, ein Startup aus Regensburg, hat einen Namensschloss entwickelt.

    Sissi (18:04.65)

    Von denen habe ich jetzt schon mehrfach gehört. Alex Tusper ist auch ein großer Fan, glaube ich.

    Sven Bernhardt (18:06.692)

    Ja.

    Alex, du bist ein Riesenfan. Lohnt sich auf jeden Fall aber auch den Ben mal einzuladen.

    Sissi (18:14.698)

    Okay.

    Sissi (18:20.078)

    Sorry, ich hab dich unterbrochen.

    Sven Bernhardt (18:20.235)

    Genau, und im Prinzip, dass wir halt gemeinsam mit Flaws und Versicherungen und gegebenenfalls einem Recovery-Dienst, vielleicht Leasing-Betreibern eine Lösung entwickeln, die sozusagen von allen Teilnehmern gewertschätzt wird. Ich weiß nicht genau, wie ich das beschreiben soll, aber im Prinzip, dass man

    dass man eine Lösung baut, auf der einen Seite für den Endkunden halt einen riesen Mehrwert bringt und auf der anderen Seite beispielsweise von dem Versicherer auch eine günstigere Versicherungspolis mitbringt. Arbeiten wir beispielsweise mit Hapster zusammen aus Rostock, die dann

    die dann unsere Integration von Toolog uns, dann haben wir noch einen Alarm mit dabei, dann kriegt der Kunde noch eine Push nach, wenn das Bike sich bewegt, dann sind wir in der Lage, teilweise den Motor alarm zu legen. sozusagen, du das Fahrrad abschließt, dass es nicht nur aus ist und wenn du kommst und ein Knopfpult geht es wieder an, sondern dass wir wirklich das komplette Antriebssystem absperren quasi und nur wieder auch durch dich aufgesperrt werden.

    Und all die Themen nimmt die Versicherung mit in Betracht und bietet darauf dann günstige Konditionen an. So dass vielleicht auf den ersten Blick das Fahrrad eine teurere Anschaffungskosten hat, aber dann über zwei, drei Jahre günstiger kommt als wenn du dir zusätzlich ein Schloss kaufst und mit einem Schlüssel und noch eine Versicherung nachträglich zu deinem Fahrrad mit dazu kaufst.

    Sissi (20:08.179)

    Also seid ihr sozusagen fast so eine Schnittstelle oder ein Pool für dieses Ökosystem, das sich ja auch immer weiter ausdifferenziert in diesem Markt. Also der Bereich Versicherung ist ja irgendwie im digitalen Fahrradbereich jetzt auch noch nicht so lange präsent, dass man sagt, das wird auch digital integriert und du hast nicht nur irgendwo so auf dem Ladel, ich zahle hier in meiner Hausratsversicherung dafür, dass mein Fahrrad nicht aus dem Keller gestohlen wird, sondern

    Das sind ja heutzutage auch ganz andere digitale, spezialisierte Angebote. Dann sagst du Schloss, GPS Tracking und so weiter macht Sinn in Verbindung mit Versicherungen, dass sie sagen, sind die, so kalkulieren wir jetzt schon mal ganz anders, weil Sicherheitskomponenten gegeben sind. Aber bleiben wir vielleicht mal beim GPS Tracking, weil das ist ein Punkt, glaube ich, was für euch schon auch wichtig ist im Sinne von E-Bikes.

    teurere Sicherheit ein großes Thema, ein großer Kaufentscheidspunkt. Also wie sicher kann ich mein Fahrrad überhaupt abstellen? Lohnt sich das überhaupt? Wird das dann schnell gestohlen? Und da habe ich es, weil ich es nicht unbedingt in den Keller stellen kann. Vielleicht auch, es zu schwer ist, die ganze Zeit hin und her zu tragen. Habt ihr da Beispiele? Findet ihr tatsächlich mit eurem GPX Tracking, GPS Tracking immer wieder Räder?

    Sven Bernhardt (21:36.231)

    Auf jeden Fall. Also, tu ich mir jetzt schwer mit einer konkreten Rate, aber das ist ein Riesenthema. Also zwei Beispiele zu nennen. der einen Seite im Grunde von uns Christiania aus Kopenhagen. machen Cargo-Bikes, werden in erster Linie in der Stadt benutzt. Die wenigsten Leute haben in der Stadt Platz für so ein Cargo-Bike im Keller bzw. Schleppstätten. Das ist mit Sicherheit nicht ein dritter Stock.

    Und sprich, stehen alle auf der Straße, auf dem Bürgersteig. Und werden halt total viel geklaut. Von daher geht es da Richtung Serien, Serien, Integrierter.

    Connectivity-Lösungen. der einen Seite ist es Tracking, auf der anderen Seite ist es aber wirklich dann auch eine Tiefintegration, sodass der Motor nicht funktioniert, dann kannst du nicht mehr wegkrabbeln. Dann kriegst du eine Push-Nachricht, wenn es sich bewegt und es sich eigentlich nicht bewegen sollte. Also du kannst auch selber noch reagieren und gucken. Wir können Alarm zusätzlich aktivieren, sprich es macht auch noch unangenehme Geräusche und es ist der Wiederverkaufswert, nicht gegeben wird, wenn du ganze Systemprinzip anschließend nicht mehr nutzen kannst.

    gebrickt also wie bei den telefonen auch das keiner glaubt man telefon spricht diese ganze diese ganze reihe ja features sage ich mal formen halt am schluss schon eine richtig schöne alarmanlage wie beim auto auch und ziel ist es auf jeden fall dass man es halt schafft das thema diebstahl

    aus der Welt zu räumen für E-Bikes, dass sich einfach keiner mehr so ein Rad anfasst. Also, Christiania ist ein…

    Sissi (23:22.03)

    Ja, jetzt haben wir aber Autos, schon auch viele unterschiedliche Zulieferer, aber ich glaube jetzt nicht so wie in diesem Bereich. Also könnt ihr jeglichen Motor theoretisch lahmlegen oder sprecht ihr nur mit dem und dem Motorenhersteller oder habt ihr das so übergreifen, dass ihr sagt, wir können das beim Bosch machen, beim Shimano, gar kein Thema, bei Brose damals.

    Sven Bernhardt (23:42.471)

    Ja, also das ist natürlich jetzt in der Fahrradindustrie schon halt ein Thema, dass der Markt halt ziemlich fragmentiert ist, was auch die Zuliefererlandschaft angeht. Aber ich glaube, wir sind schon auf einem guten Weg gerade Richtung Cloud-Lösung, dass wir es halt schaffen dort Standards zu setzen. Also das im Prinzip wir den

    den Antriebssystemhersteller sagen können, okay, das ist jetzt der klassische Prozess, wie beispielsweise ein Firmware-Update funktioniert. Oder das ist jetzt die klassische Art, wie der Motor immobilisiert wird. Das sind die Parameter dafür und diese Schnittstelle müsst ihr uns liefern, damit ihr das in einem klassischen Atem… Also es gibt mehr und mehr… Für mich dreht sich im Prinzip das Bild ein bisschen früher…

    Sissi (24:28.823)

    Okay.

    Sven Bernhardt (24:34.843)

    Also in der ersten großen Transformation im Markt war es im Prinzip das Antriebssystem, sozusagen der, der, der, die Markt, wie sagen wir, Gatekeeper für den Markt war im Prinzip und wenn wir heute mit innovativen Firmen sprechen, dann kommen die in erster Linie erst auf die IoT-Firma zu. Also wir kriegen ganz viele solche Anfragen, die halt erst sagen, hey, wir wollen die API, so wie sie haben.

    Mit wem seid ihr denn kompatibel? Für die ist Prinzip erstmal deren Software wichtig, dass das funktioniert. dann die zweite Frage ist dann, welches Antriebssystem würde denn hier passen, mit wem kann ich denn wie viel machen?

    Sissi (25:08.661)

    Interessant.

    Sissi (25:17.11)

    Ach, spannend. Also gibt es da so progressive Hersteller, die tatsächlich Software first denken? schon. Krass. Okay. Ihr hebt die Hand. Ja, interessant, oder? Also da verschiebt sich ja dann offensichtlich was. Jetzt hast du gemeint Cloud-Anbieter. Dann tummelt sich das alles auf der Cloud. Das ist ja aktuell so das Thema schlechthin.

    Sven Bernhardt (25:23.656)

    Auf jeden Fall,

    Sissi (25:45.268)

    Wir haben Krieg in Europa, haben geopolitische Veränderungen ständig. Seht ihr da auch das Thema Datensicherheit? Kommt das dann auch schon vor bei euch? Wird das auch schon diskutiert? Und wird es vielleicht tatsächlich möglicherweise jetzt aus deiner subjektiven Meinung ein Thema werden bei chinesischen Anbietern möglicherweise?

    Sven Bernhardt (26:08.847)

    Ja, schwer zu sagen, mit chinesischen Herstellern, aber für uns ist das auf jeden Fall ein klarer, es ist kein USP wahrscheinlich, aber für uns ist das auf jeden Fall ein Argument für uns. Das Thema haben wir im Prinzip seit Tag eins, dass man also gerade in Deutschland ist im Prinzip die Datensicherheit eine der erstgestellten Fragen, die man hat und wenn man dann halt da denken kann, ja, wir…

    sind zertifiziert nach ISO-Norm, Datensicherheit und anderen Themen und wir berücksichtigen europäisches Datenschutzrecht. Alle unsere Lösungen dann.

    Also das ist im Prinzip ein Hygienefaktor für uns. Hier in Europa kommst du ohne das nicht mehr rum. Wo man jetzt schon einen Unterschied merkt, kulturell ist jetzt, sagen wir mal, zwischen Deutschland und Holland. Wo in Deutschland wirklich als erstes, wir sind ein Stück weit ängstlich in dem Umfeld so. Wenn man zum Beispiel mit Niederländern spricht, werden schon als erstes, da wird erstmal Richtung Möglichkeiten und Lösungen gedacht. Was könnte man denn damit erreichen, wenn man halt diese Daten zur Verfügung hätte?

    ohne dass man jetzt gleich was böses im Schädelfürtel hat.

    Sissi (27:23.306)

    Ja, ihr habt auch Swapfeeds als Kunde. Bleiben wir vielleicht gerade mal bei den Niederländern. Wo landen denn dann die Daten, die gesammelt werden? Landen die bei euch? Landen die beim Kunden? Landen die bei beiden? Und das Spannende ist ja, was kann man mit diesen Daten alles machen, so wie du gemeint hast.

    Sven Bernhardt (27:43.847)

    Also wir sind kein Banten.

    Sissi (27:51.168)

    Horta?

    Sven Bernhardt (27:52.647)

    Nein, wir sind im Prinzip eine Datenpumpe. sind Prozessor, kein Controller von den Daten. Wir liefern die nur neutral anonymisiert, so wie wir sie zum Bike bekommen, liefern wir sie weiter. Und der Kunde kriegt die anonymisierten Daten von uns, also unser UE Hersteller oder Betreiber von der Flotte.

    Und die, ja, wie beispielsweise bei Swapfeeds, halt, das wird da unterschiedlich genutzt. Ich kann jetzt nicht zu sehr Detail gehen, aber da können zum Beispiel halt relativ einfach sichergestellt werden. Es gibt halt unterschiedliche Tarife, ob jetzt die Fahrzeuge privat nutzt oder gewerblich. Da gibt es halt die gewerblichen Career in …

    in den Großstädten, die E-Bikes aber von ganz anderen 24-7 nutzen, wo am Tag 150 Kilometer auf die Kiste draufgehen und jeder Boardstein mitgenommen wird. Dafür gibt es andere Konditionen. Wenn du deinen Bike 24-7 über jeden Boardstein jagst, dann kann es sein, dass du vielleicht eine Nachricht…

    Sissi (29:03.822)

    Ja, also ich sehe es immer so bisschen aus der Marketingbrille. Man kann die Daten natürlich auch für Marketingarbeit nutzen. Aber natürlich auch im Sinne von Flottenmanagement denke ich, oder? Super spannend und super wichtig.

    Sven Bernhardt (29:16.723)

    Absolut. Da passiert auch eine Menge. Aber natürlich haben die auch ein riesen Diebstahlproblem. Das war damals auch der Ausschreibung das Nummer 1 Kriterium, wie viele Räder dort über die, also wie gut kannst du die Räder wieder beschaffen und sie dabei helfen. Da haben wir auch eine Menge mittlerweile gemacht.

    Sissi (29:27.438)

    Mhm.

    Sven Bernhardt (29:45.223)

    mit eigenen Tools für die DOSHA.

    Sissi (29:46.766)

    Aber haben die dann, also wenn ich die App nutze als E-Bike-Fahrende, habe ich da eine App von Commodule, habe ich eine App vom Hersteller, bietet ihr keine Ahnung so White Paper Lösungen an für die Kunden oder wie läuft das?

    Sven Bernhardt (30:03.335)

    Ja. Also im Prinzip ist es sozusagen die Einstiegsdroge von uns, es eine White Label Lösung und im Idealfall wechselt irgendwann als Marke raus und willst deine eigene. Also ich glaube auch nicht dran, dass das mit einer White Label App du mittelfristig haltest. Da kannst du richtig viele schöne Sachen machen mit. Also mit unserer App kannst du navigieren, hast den digitalen Pass.

    von deinem Bike, siehst deine komplette Historie mit Trip Detection, ohne dass du was einstellen musst, kannst dein Bike sharen mit deiner Familie oder wie auch immer, kannst ganz viele Sachen machen. Aber trotzdem glaube ich, dass sich eine große Marke am Ende des Tages halt

    Diese digitale Schnittstelle ist zu wichtig, als dass du es als Marke nicht selbst in der Hand hast, was da drin passiert. wenn es so ein großer Teil deiner Marke werden, meiner Meinung nach, dass das mit einer White Label Lösung wahrscheinlich nicht ausreicht und du dich halt nicht differenzieren kannst.

    Sissi (31:09.578)

    Ja, für mich als Nutzen ist es natürlich wichtig in erster Linie, dass ich nicht fünf Apps auf meinem Handy habe und der lauter Einzelteile irgendwie zusammengeführt werden müssen, dann auch noch in meinem Kopf und nicht in der App selbst. Aber damit habt ihr dann kein Problem, dass ihr sagt, wir wollen gar nicht so als Commodule unbedingt als App auftauchen und damit ja irgendwie auch eine Art von Kundenbindung haben, also draußen bei den Kunden auftauchen, sondern für euch ist es fein, wenn die Marke

    Sven Bernhardt (31:22.023)

    Ja.

    Sissi (31:37.78)

    mit euer integriertes Produkt bzw. euch als Produktentwickler in der App hat und selbst für die Kunden als Nummer eins auf der App erscheint, auf dem Handy erscheint.

    Sven Bernhardt (31:49.955)

    Also in der Rolle fühlen wir uns am wohlsten. Wir sind auf dem Weg dahin, so einer Ingredient Brand zu werden, die mit erwähnt wird, weil es in der Fahrradindustrie einfach wichtig ist und weil viele Hersteller uns auch sagen, hey, wollt ihr nicht eure Marke mit drauf schreiben? Ist sogar im Handel mittlerweile ein Mehrwert und vielleicht wird auch hier schon irgendwie sich positionierter, wie auch immer.

    daher wir gehen ein Stück weit in diese Richtung, aber grundsätzlich waren wir im Prinzip zumindest immer der romantischen Auffassung mit der romantischen Auffassung unterwegs, dass wir sozusagen im Hintergrund sind und die Marke schön im Vordergrund, aber man muss halt leider auch feststellen, die letzten zwei Jahre waren halt im Bikebereich schwierig und viele Hersteller haben halt einfach

    nicht so gepusht, wir das… Also im Prinzip, wir konnten jetzt nicht dasitzen und warten, bis wir diese Anforderungen, die du am Anfang auch beschrieben hast, auf die können wir nicht warten. Also wir müssen auch ein Stück weit in Vorleistung gehen oder wollen,

    Sonst lohnen sich die Aufwände nicht auf der einen Seite und es wird nicht skalierbar. Es geht ein Stück weit mehr in die Richtung, gerade für den etablierten Fahrradmarkt, dass wir Prinzip Lösungen vorfertigen. Diese ganze App-Integration findet bei uns statt. Die fünf Apps wollen wir auch nicht am Bike. Wir kümmern uns darum, dass du beispielsweise deine Enviolo-Schaltung über unsere App einstellen kannst,

    wie auch immer, deinen Schloss oder deine Lichter über die App warten und ansteuern kannst. Und du musst im Prinzip nicht sieben Apps auf dem Handy haben für Einfache.

    Sissi (33:44.942)

    Ja, aber dann fass doch mal zusammen, auch wenn es für dich selbstverständlich ist, was für Vorteile ich als Nutzerin habe. Also wenn ich E-Bike-Fahrende bin und ich weiß, hier mein Hersteller hat mit Commodule zusammengearbeitet und er hat es maximal ausgenutzt und das ganze Fahrrad bietet maximal Nutzen und ich habe eine Versicherung abgeschlossen. Was könnte sich alles in dieser App wiederfinden? Auf was kann ich zurückgreifen? Was sind da meine Vorteile?

    Sven Bernhardt (34:15.675)

    Ja, zum ersten Mal hast du quasi halt deinen digitalen Compagnon von deinem Bike in der Hosentasche. Du siehst immer wie es deinem Fahrrad geht, wo sich dein Bike befindet. Du hast eine schöne Übersicht über jedenfalls den Wiederverkaufswert, weil die ganzen Daten halt einfach, du hast eine schöne Historie von deinem Bike. Dann kannst du im Prinzip wie beim Auto auch mit dem Fahrzeug halt interagieren, kannst es mal hupen lassen, wenn du auf der Suche bist von dem Rad.

    und kriegst vielleicht zusätzlich noch paar nette Push-Nachrichten über die Zeit hinaus. Nicht nur wenn es bewegt, aber vielleicht kommt auch mal eine Nachricht, hey, es ist die richtig coole Woche, bis fünfmal durcheinander gefahren, durch den Regen und die ganze Woche durchgefahren. im Prinzip, das Bike fängt halt dadurch an, der einen Seite online zu sein, auf der anderen Seite halt auch mit dir zu kommunizieren und halt…

    Sissi (34:52.942)

    Beispiel.

    Sven Bernhardt (35:14.023)

    schlau zu kommunizieren. Also für mich ist es immer noch tragisch, dass ich von Uber-Apps oder Flixbus-Apps emotionalere Nachrichten bekomme auf mein Handy als von meinem eigenen Fahrrad, mit dem ich wirklich eine schöne emotionale Beziehung habe. Und das fällt mir total schwer, dass das noch nicht genutzt wird von den Brands, dass eigentlich da so ein Schatz noch draußen liegt und ich glaube, die könnten…

    Die Kunden halt so viel mehr binden an die Marke, sodass du im Prinzip auch unbedingt das nächste Bike wieder ein Riese und Müller sein musst, weil du alleine halt diese Nachrichten nicht missen möchtest und die dich vielleicht kennen schon mittlerweile.

    Sissi (35:56.81)

    Also du hast heute morgen von Riese und Müller keinen Lob bekommen, weil du bei minus zwei Grad Lücke fahren bist.

    Sven Bernhardt (35:59.239)

    Das ist es.

    Sissi (36:05.558)

    Aber was macht zum Beispiel Riese und Müller? Also nur das mal zu verstehen. Ich glaube, für dich ist das alles selbstverständlich. Ich sehe da noch so vor mir diese klassischen Sie fahren gerade 12 kmh, Sie sind heute 5,7 Kilometer gefahren. So und so viel Batterie ist noch vorhanden. Aber bei euch ist ja wie gesagt, man bekommt wahrscheinlich auch so Nachrichten wie Service wäre mal wieder fällig. Erkennt es denn auch?

    Wenn irgendwo was sein sollte, gerade beim E-Bike, dieser ganzen Technologie, erkennt, kann es da auch erkennen, wo es hakt, wenn es mal hakt, gleich loslegen und sagen, jetzt kommt der ADAC-Pannen-Service in zwei Minuten. Du nix.

    Sven Bernhardt (36:41.281)

    Also so ein Frühwarnsystem.

    Sven Bernhardt (36:47.515)

    Auf jeden Fall. das ist im Prinzip genau das Thema, das Riese und Müller halt auch macht. Du hast halt da die Möglichkeit, zusätzliche Mobilitätsdienstleistungen halt mit abzuschließen. Also dein Bike ist nicht nur normal versichert gegen Diebstahl, sondern auch wegen, weiß nicht, hast da unterschiedliche Optionen. natürlich halt Vandalismus, aber bis hin zu einer Mobilitätsdienstleistung, die du dort vergünstigt.

    abschließen kannst und ja, ich glaube es funktioniert schon super super gut im Sinne von

    Sven Bernhardt (37:29.147)

    Ich versuchte es nicht zu komplex zu dadurch, dass die Fahrräder online gehen, digitalisieren sich, musst du dich als Firma auch digitalisieren. Du musst anfangen, dass dein Vertrieb, dein Produktmanagement, deine Entwicklungsabteilung, dass die alle Bock haben, dich deinen Online-Produkten auch online zu beschäftigen.

    Und sprich, du hast auf einmal halt ein Softwareteam und du hast in jeder Abteilung Softwareleute. bei Riese Müller ist sozusagen die digitale Transformation halt super weit fortgeschritten, nicht nur rund das Bike, sondern halt auch was die Firma angeht. Und da werden beispielsweise halt jetzt schon Daten aufbereitet für ihre Handelspartner, damit die Handelspartner halt auch davon profitieren.

    wie du wie sie teilhaben können an dem dem dem Datenschatz und dann beispielsweise halt sehen können. rund meinen Laden sind das die Hotspots hier. Hier fahren die meisten Ries und Müller Bikes und ja, vielleicht eine Push-Nachricht rausschicken an die an die Fahrer, die dort unterwegs sind, wenn du wenn du eine Kampagne hast.

    Sissi (38:53.78)

    Wenn du Hunger hast, wir haben jetzt auch einen Hotdog Laden aufgemacht hier die Ecke, da kriegst du Prozente. Ich meine grundsätzlich, scheinst ja mehr, Gamification hat immer so einen negativen Unterton, aber sowas doch auch zu wünschen, eine emotionale Bindung aufzustellen. Ich hatte die Diskussion in den letzten Monaten oder Jahren eigentlich immer wieder. Die Frage, braucht es denn jetzt eigentlich noch, dass auch sogar mein Fahrrad, dieses wunderschöne analoge Produkt auch noch digitalisiert wird?

    Sven Bernhardt (38:58.855)

    Ja, ich auch.

    Sven Bernhardt (39:23.431)

    Ja.

    Sissi (39:24.084)

    Und ich sehe das eigentlich gar nicht als entweder oder oder sich kannibalisieren, sondern wie du sagst, so eine Beziehung aufzubauen. hat das Smartphone immer bei sich. Es ist in der Hosentasche, es ist in deiner Hand, es ist vor deinen Augen. Und dort eine App zu haben, die dein Fahrrad, das irgendwo draußen steht, dass du jetzt vielleicht nicht direkt vor Augen hast, wenn du es nicht in deinem Zimmer hängen hast. Dann

    Dann schafft es noch mal, glaube ich, eine zusätzliche Verbindung. Und du weißt, wie es ihm geht, du weißt, wo es steht, du weißt dann, wie der Service fällig ist. Vielleicht kann man direkt dann aus der App heraus Termine bei seinem, keine Ahnung, der Werkstatt seines Vertrauens ausmachen und so was. Und das ist tatsächlich alles möglich in einer App. Und ihr seid verantwortlich für all diese APIs, Schnittstellen, könnt das alles bauen. Das kommt dann alles aus einer Hand.

    Sven Bernhardt (40:07.431)

    Ganz genau,

    Genau.

    Sven Bernhardt (40:19.309)

    Also ich sag mal so, wir das jetzt machen, das ist nochmal die nächste Frage, aber grundsätzlich diese ganzen Lösungen, dass du dein Fahrrad vielleicht irgendwann mal nur beim Händler auf den Hof stellst und das absperrst und ihm deinen Schlüssel teilst, diese ganzen Lösungen, das wird alles digital stattfinden. Und im Prinzip, wir liefern im Prinzip nur die Cloud-Plattform dafür.

    Sissi (40:19.56)

    Oder Teile wieder.

    Sven Bernhardt (40:42.349)

    und die Schnittstelle. Wer am Schluss dann die App baut, damit der Händler auf das Bike oder wie auch immer du den Schlüssel teilst, kann auch per E-Mail funktionieren, aber grundsätzlich…

    Sissi (40:56.04)

    Ja, aber ihr seid ja nicht nur Cloud-Anbieter, dann werdet ihr ja Amazon oder AWS oder Google, sondern ihr seid ja, ihr produziert sogar eure eigene Hardware. ihr seid ja schon viel, mehr.

    Sven Bernhardt (41:08.271)

    Wir stecken ganz tief in diesen Firmware-Sums in dem Fahrrad drin. Das ist im Prinzip unser tägliches Boot, dass wir diese ganze Vielfalt, die es im Fahrradmarkt gibt, integrieren auf Firmware-Ebene im embedded Software und dann die Daten zugänglich machen in einer schlüsselfertigen

    Sissi (41:11.007)

    Ja.

    Sven Bernhardt (41:30.907)

    API Lösung. in einer API und im Prinzip ist es auch wurscht, ob du jetzt ein Shimano, Yamaha oder Bafang System in deinem Bike hast. Du kriegst als Hersteller immer dieselbe API, sprich mit demselben Command kriegst du dieselbe Information aus dem Bike.

    Sissi (41:47.118)

    Ja, also da ist es dann ein offenes System. muss nur, wahrscheinlich bist du völlig verzweifelt, weil du denkst, was, stellt die immer nur für dumme Fragen, die sind so. Auf der anderen Seite kann es ja auch sein, dass Fahrradmarken oder Hersteller durchaus auch diese Fragen haben, weil sie noch nicht so affin sind für dieses Thema. Wieso generell das Bewusstsein bei den Herstellern? Wird das besser? Ist es in den letzten Jahren besser geworden?

    Sven Bernhardt (42:12.779)

    Auf jeden Fall. Also es ist auf jeden Fall besser geworden und wir hatten also mit Covid auf jeden Fall gab es eine Zeit wo es wirklich durch die Decke gegangen ist. was die… Also da wurden einfach Connected Bikes halt war schon…

    super stark am wachsen. Wir sehen aber jetzt auch, halt einfach die letzten zwei Jahre bei den meisten oder bei vielen herrschen halt einfach extrem ja wie gesagt Budgets wurden gekürzt, Team wurde gekürzt, also viele Produktmanagers sind dann zwischenzeitlich irgendwie im Sales gelandet oder haben mittlerweile nicht nur einen Job sondern zwei oder drei parallel und da war halt das Thema digitales bei vielen halt kein Brot- und Buttergeschäft aber sozusagen überlebenskalt.

    Kampf war halt Brot und Butter maßgeblich und da wurde halt hauptsächlich darauf geachtet, einfach, dass man, ja.

    Sissi (43:11.074)

    Aber ist Digitalisierung nicht heutzutage irgendwie so was wie der Weizen, wenn man bei Brot und Butter bleibt? Also so ein Ingredient, den man eben braucht, ein Must-have, das gefordert wird vielleicht auch vom Markt. Und wenn da nebendran der Mitbewerber steht und er bietet diese Lösung noch mit an und der Verkäufer ist gut und kann beides präsentieren und sagt, hier bekommst du aber das mit und denke langfristig und wie digital bist du und

    Da kommen wir jetzt auch hin, dass wir nicht nur die Babyboomer haben und Gen X, sondern vielleicht auch eine neue Generation, die total technikaffin sind und das alles einfordern und das von anderen Produkten kennen. Also du hast zu mir im Vorgespräch sowas gesagt, Sissi, nach der Elektrifizierung kommt nun die Digitalisierung. Das macht ja auch total Sinn. Aber wo hackt es dann von

    Herr Stellerseite, was sind da die großen Herausforderungen auf dem Markt? Du meintest schon finanzieller Natur, aber was sind deine Verkaufsargumente, dass du das durchbrichst?

    Sven Bernhardt (44:20.491)

    Also ich glaube man muss sich nur andere Zweige anschauen, wenn man sich die Autos anschaut, da ist auch Motor und Batterie absoluter Hygienefaktor. Da spricht keiner mehr über die PS, sondern es geht halt mehr und mehr über die digitale

    User Experience, du in dem Auto hast oder wie der Innenraum inszeniert ist. digitale Schnittstelle zum Fahrzeug ist viel wichtiger als die, vielleicht die Größe der Batterie schon noch, aber jetzt halt der Motor wird einfach als Hygienefaktor.

    Angesehen und im fahrradbereich ja hatten wir die erste große transformation mit der elektrifizierung oder vielleicht besser sogar Motorifizierung ist das ein Wort? Weiß ich nicht, aber halt im Prinzip dass das das Motor Dazu kam motoren elektrifizierung ist glaube ich noch nicht ganz durch das läuft ja immer noch weiter wenn jetzt die

    Bio-Bikes quasi elektrifiziert werden und auch mit einem anständigen Batteriespeicher ausgestattet werden, ist mit Sicherheit auch noch riesen spannendes Feld. jetzt erstmal bei den zwei großen Trends zu bleiben, also erstens die Elektrifizierung und das nächste ist jetzt, die große neue Transformation ist halt die Digitalisierung und was die Hersteller oder das viele mit der Elektrifizierung hattest du im Prinzip das erste Mal, dass eine Schere aufgegangen ist von Herstellern, auf der einen Seite gesagt haben, okay, e-Bikes kommen.

    Wir wollen diejenigen sein, die trotzdem weiterhin Hersteller von diesem Fahrzeug sind. Wir wollen in der Lage sein, komplette System zu verstehen und wie ein Autohersteller eben auch in der Lage sein, ganze Bike selber aufzubauen. Also gutes Beispiel hierfür, Specialized, den Antriebsstrang auch.

    Sven Bernhardt (46:25.971)

    komplett inhouse entwickelt haben. Und auf der anderen Seite gab es natürlich auch die Hersteller, die halt klassisch Fahrradproduzenten waren und dann aber sozusagen halt nicht weiter gemacht haben, Weg weiterentwickelt, sondern sich mehr oder weniger von ihrem Zulieferer quasi eine Blackbox gekauft haben, mit der sie im Handumdrehen auf einmal nicht mehr Fahrräder, sondern E-Bikes

    gebaut haben und verkauft haben und wenn dann zusätzlich der Zulieferer sich noch den ganzen Service kümmert und die Roadmap und am Ende des Tages sogar noch ums Marketing zu dem Thema, dann wurden halt viele Hersteller relativ klein gehalten oder halt mehr oder weniger die Rolle ist halt nicht mehr so groß wie vorher.

    Sissi (47:23.018)

    Das sind dann Abhängigkeit dann auch,

    Sven Bernhardt (47:25.095)

    Abhängigkeit. Genau und im Prinzip haben sie nicht mehr die Kontrolle über ihr Produkt. Dieses Thema wurde ja auch dann halt immer teurer, wenn du dieses komplette System dann so gekauft hast. Ja und da ist im Prinzip eine große Schere aufgegangen zwischen Herstellern, würde ich sagen. Und wir stehen halt jetzt im Digitalbereich im Prinzip vor genau der gleichen Frage. Also hast du als Hersteller die Möglichkeit eine eigene

    Digital Strategie zu überlegen und es muss auch nicht der ganze Blumenstrauß sein, sondern eine klare Vision, wo du hin willst, wie du vielleicht mit deinen Kunden kommunizieren möchtest, was für Features du an deinem Bike haben möchtest, die vielleicht unabhängig vom Motor stattfinden. Schaffst du es als Hersteller halt dir diese Strategie zu überlegen oder

    Nutzt du im Prinzip halt wieder die Lösung von deinem Hersteller, von deinem Zulieferer, musst dann aber halt damit rechnen, dass du im Prinzip, glaub ich, im Vergleich zu der ersten Transformation noch krasser abgehängt wirst. Weil du dann halt, Prinzip, bist du ja nur noch Kleiderbügel im Sinne von, du lieferst halt, du bist halt das Vehikel.

    Und dein Kunde, der Fahrer, der E-Bike-Fahrer, kommuniziert, der lädt sich die App von deinem Zulieferer runter und macht sich den Account bei deinem Zulieferer und wird auch die Premiumdienste von deinem Zulieferer nutzen und nicht die von dir. Also im Prinzip als Marke, vielleicht hast du die Möglichkeit noch irgendwie white labelled irgendwo aufzutauchen, aber so wirklich involviert ist man halt einfach nicht in die neuen.

    Geschäftsumwanderung.

    Sissi (49:18.606)

    Und das ist so die Herausforderung, dass diese Erkenntnis auch auf dem Markt durchdringen muss, oder?

    Sven Bernhardt (49:24.639)

    Genau, also ich glaube die Erkenntnis ist da und ich glaube viele Hersteller wissen in was für einer krassen Abhängigkeit sie sich teilweise befinden. Aber natürlich ist es trotzdem jetzt halt die Frage, wer ist mutig genug sich trotzdem jetzt halt dem Thema anzunehmen und zu investieren. du musst ja trotzdem erstmal dir einen Plan machen, du damit umgehst.

    Sissi (49:31.822)

    Mhm.

    Sissi (49:49.87)

    Die chinesischen Anbieter machen es wahrscheinlich. Also, bzw. kommt wahrscheinlich aus China alles aus einer Hand.

    Sven Bernhardt (49:56.903)

    Ganz genau, da ist es auf jeden Fall ein integrierter Bestandteil, da kommt jedes Bike auf jeden Fall wenigstens mal mit einer App. Ob das jetzt eine Bluetooth- Cellular-Verbindung hat, ist nochmal ein anderes Thema, aber grundsätzlich sind die Räder alle vernetzt und haben eine Schnittstelle und eine App. die warten halt nicht, und jetzt ist glaube ich halt wirklich, ja, äh…

    Sissi (50:12.238)

    Mhm.

    Sven Bernhardt (50:22.061)

    Spannende Zeit, wer von den großen Herstellern ist dabei und ist in der Lage sich Gedanken zu machen. Also da ist halt Riesenmüller wirklich ein richtig tolles Beispiel, weil die sich halt auf den Weg gemacht haben und auch wie gesagt, ist nicht nur ein Thema, dass du halt deine Produkte digitalisierst, sondern halt im Prinzip ist es eine Transformation, die auch halt in ganzen Firma passieren muss.

    Sissi (50:47.862)

    Ja, crazy. Also ich glaube, ich habe es jetzt gut durchdrungen, was ihr macht, was ihr alles anbietet. Also alles ist jetzt sicherlich nicht aufgepoppt. Aber, und es kommt sicherlich auch noch einiges, vielleicht können wir da nochmal sprechen zum Abschluss, wenn wir in die Zukunft blicken. Vorher würde ich gerne noch mit dir ein paar Thesen durchgehen, die du mir durchgeschickt hattest. 95 an der Zahl. Nein.

    Sven Bernhardt (51:14.663)

    Nein.

    Sissi (51:15.598)

    Hier geht es nicht die Reformation der Kirche. Du bist nicht Luther. Sven hat sich mit sieben Thesen oder so zufrieden gegeben, aber nur ein paar Sätze, weil ich fand die ganz spannend und es ja klare Statements, klare Aussagen. Und ich möchte gerne zu jedem so einen erklärenden Satz, was du damit meinst. Erstens kam, dein Kühlschrank ist smarter als dein Bike. E-Bike-Sicherheit steckt noch immer in den 90ern fest.

    Sven Bernhardt (51:44.423)

    Ja, glaube es ist einfach nicht wirklich vorstellbar, dass man halt ein mobiles Produkt, das 5000 Euro kostet, mit einer Metallschnur an…

    Sissi (52:04.618)

    den dahergelaufenen Posten heftet.

    Sven Bernhardt (52:06.643)

    Genau, den Mobilen dran hängt und hofft, dass nichts passiert. Wohingegen du permanent siehst, was zu Hause in deinem Kühlschrank gerade los ist.

    Sissi (52:18.874)

    Ja, ich noch nicht. Die Fragmentierung der Branche hält unser Wachstum im Radsektor zurück.

    Sven Bernhardt (52:25.991)

    der kam auch von uns. ist natürlich auch, ist auf jeden Fall halt ein Thema. Ich fürchte, es wird weiter, die Konsolidierung wird weitergehen. Vor allen Dingen auch jetzt unter den Zulieferern. Ich glaube, da ist einfach die, die aktuell noch der Markt viel zu, ja, viel zu.

    Sissi (52:28.513)

    Kann ich auch skippen, aber…

    Sven Bernhardt (52:51.195)

    breit aufgestellt leider. Viele Firmen werden das so wahrscheinlich mit der Kostensstruktur nicht hinbekommen, die Nachfrage nicht da ist.

    Sissi (53:00.712)

    Smarte Räder sind der Motor für die Akzeptanz von E-Bikes in der Masse.

    Sven Bernhardt (53:08.007)

    Ja.

    Sissi (53:11.156)

    Also Luther hat seine Thesen

    Sven Bernhardt (53:14.919)

    Ja, sehe ich auf jeden Fall so. Du hattest über die Generationen gesprochen. Ich glaube auch, der einen Seite neue Challenger, in den Markt reinkommen aus Fernosti, die sind durchdigitalisiert. wirst du kein Rad ohne App finden. Auf der anderen Seite die Generation, die nachkommt, die hat vielleicht auch einen ganz anderen Umgang mit.

    mit ihrem Telefon und Apps als wir das gelernt haben. da ist es auch Hygiene-Faktor, dass du siehst, was dein Bike macht.

    Sissi (53:54.158)

    sind für alle Unternehmen im digitalen Zeitalter entscheidend.

    Sven Bernhardt (54:00.263)

    Daten und der anderen Seite die digitale Strategie. Schön war für uns zu sehen, was beispielsweise passiert, wenn wir unser Produkt in Hände von Softwarefirmen legen. Uber beispielsweise, die haben Millionenfach Firmware Updates auf diese Fahrzeuge gespielt.

    Also die haben wirklich permanent mit den Bikes gearbeitet, mit den Scootern gearbeitet und die Konfiguration verändert. Das ist einfach ein anderes Mindset gewesen, wie die umgegangen sind mit den Fahrzeugen, als wir das jetzt so mit unserer Hardware-Denke vielleicht haben. Daten auf jeden Fall und dann die Strategie dahinter ist glaube ich unheimlich wichtig.

    was du damit erreichen möchtest.

    Sissi (54:53.927)

    Radfahren kann ein digitales Erlebnis sein.

    Sven Bernhardt (54:57.535)

    ist es glaube ich heute schon viele viele viele Routen werden irgendwie erstmal im Handy geplant bevor es losgeht wenn man auf dem Rennrad unterwegs ist in der Gruppe es ist mega wichtig dass überall erstmal Strava läuft und ein Riesenproblem wenn irgendwo ein Strava-Abruch irgendwo passiert ist also ist es auf jeden Fall ich glaube wir sind jetzt schon da und das wird aber noch

    noch integrierter, glaube ich, dass du da gar nicht mehr drüber nachdenken musst und dass du auch froh bist, wenn du halt auf Insta dann deine Tour teilen kannst.

    Sissi (55:38.57)

    Ich freue mich schon auf die Gamification in der urbanen Welt, wenn dann Strecken schneller zurückgelegt werden sollten als den Tag vorher und du eine Belohnung bekommst, weil du drei Leute aus dem Weg geschoben hast. Differenzierung ist entscheidend, weil die Produkte immer einheitlicher werden.

    Sven Bernhardt (55:59.831)

    Genau, im Prinzip haben wir die letzten Jahre gesehen, halt passiert, wenn du dich nicht differenzierst. Angefangen halt, dass erst mal Produktlaunches verschoben wurden oder komplett abgesagt wurden, weil halt einfach der Zeitpunkt ungünstig war, weil die Discounts für diese Gruppe schon so hoch waren, dass du gar nicht lauschen wolltest. Dann kam diese krasse Preisschlacht und auch die

    hat im Prinzip dazu geführt, dass die Hersteller am Ende des Tages in die Insolvenz geschlittert sind, wenn es zu arg war und nur die Großen… Orts nicht unbedingt gesagt, dass die Großen bleiben, Preiskampf führt im Prinzip in so eine Spirale, wenn du dich nicht differenzierst und keine Nische für dich findest, wie du dich positionierst.

    Sissi (56:52.75)

    Zum Abschluss noch ein Gedanke von euch zum Thema Smart City. Man kann keine Smart Cities mit unvernetztem Fahrzeug bauen.

    Sven Bernhardt (57:03.999)

    Ja, fällt mir jetzt keine gute Analogie ein, aber ich auf jeden Fall deutlich wurde uns über die letzten Jahre, dass alles was innovative Ideen angeht, alle wollen die Fahrzeuge in der Cloud sehen und du willst diese, du willst über die Cloud steuern und managen und sehen von deinem Schreibtisch aus, was da draußen los ist und nicht zur

    Station fahren und gucken wie jetzt der Batterieladestand ist oder wie voll der Bus ist. Das muss in der Cloud sein.

    Sissi (57:37.966)

    Ja. Sven, was habt ihr mit Commodule jetzt noch so vor? Was kommt als nächstes? Was ist euer großes Thema, eure großen Themen?

    Sven Bernhardt (57:50.647)

    Also im Prinzip wollen wir das Ökosystem, das wir jetzt aufgebaut haben, weiter wachsen lassen und im Prinzip die Plattform werden, mit der alle Hersteller und Apps da draußen, die vielleicht jetzt auch noch nicht in der Fahrradindustrie angekommen sind, gerne arbeiten wollen. Also im Prinzip eine digitale Plattform für die Fahrradindustrie.

    Sissi (58:15.979)

    und über die Fahrradindustrie hinaus.

    Sven Bernhardt (58:19.495)

    Mobilität grundsätzlich, klar. E-Mobilität weiter fördern. Ich glaube, was neue Apps angeht, wir noch lange nicht da, wo wir hingehören. Es gibt noch keine coole App da draußen für den Fahrradmarkt. Es gibt noch kein Spotify für E-Bikes oder was auch immer. Ich glaube, ist noch ganz viel Musik drin in dem Bereich und kommt mit Sicherheit noch was. Ob das von uns kommt oder nicht, ist gar nicht das Thema.

    Erstmal glaube ich, ist es unglaublich wichtig, dass die Produkte halt in der Cloud sind und online zugänglich sind und dann kommt mit Sicherheit der ein oder andere mit einer schönen App dazu.

    Sissi (59:02.478)

    Wo seht ihr euch in fünf Jahren? Seid ihr dann das Spotify aus Estland für die Fahrradindustrie? Ist bei euch die Musik drin?

    Sven Bernhardt (59:06.823)

    Wäre definitiv ein schönes Ziel. Aber ich glaube, wir würden uns eigentlich schon mit dieser Cloud-Lösung zufrieden geben, wenn wir erst mal im Hintergrund die spannenden Partner zusammenbringen können und solche Ideen und Apps möglich machen.

    Sissi (59:31.032)

    Es ist doch spannend, dass genau dieses Thema der Vernetzung, der Konnektivität wiederbasieren muss einfach auf die menschliche Vernetzung. Also ihr rausgehen, mit Menschen sprechen, erklären, zusammenschließen, verbinden, verknüpfen der unterschiedlichen Menschen, der unterschiedlichen Punkte und daraus dann Schnittstellen im Digitalen zu bauen. Das Digitale ist so menschlich.

    Sven Bernhardt (59:52.831)

    Absolut, ja. Und das Ganze halt irgendwie… Ja, es tut mir leid, dass das teilweise ein bisschen holprig war, auch zu erklären, was wir da so machen, aber ich glaube, du hast das ganz gut formuliert. Es geht Vernetzung, es die Menschen, dahinter sind, geht auch wirklich darum, momentan kulturell in den Firmen zu bisschen was zu bewegen, dass dort auch ein Verständnis kommt, geht jetzt… Also IoT ist kein Tracker und IoT ist kein…

    Kein reiner Diebstahlschutz, sondern es geht im Prinzip darum, dass deine Produkte online sind und dass du halt als Firma nicht mehr analoge Produkte, sondern halt digitale Online-Produkte verkaufst. Und wenn du das machst, dann musst du natürlich auch anders entwickeln und anders ist im Prinzip ein Stück weit wie im dunklen Raum das Licht einschalten.

    Sissi (01:00:46.318)

    Hey, das sind ja Aussagen. Sven, vielen lieben Dank für deine Zeit und auch die Insights. Das ist so ein spannendes Thema und ich glaube, da entwickelt sich in den nächsten Jahren so, so viel, so, so rasant. Und du hast schon recht, wenn du sagst, die Motorisierung war so dieser erste Schritt. Da passiert sicherlich auch noch einiges, ja. Aber da war der Fokus so alleinig darauf.

    Sven Bernhardt (01:00:46.887)

    Dieser Slauerspruch ist nicht von mir.

    Sissi (01:01:14.086)

    Und die Digitalisierung schwimmt so ein bisschen mit und darf ruhig mal auftauchen als wichtiger Punkt und mehr Prominenz gewinnen und auch mehr Aufmerksamkeit.

    Sven Bernhardt (01:01:26.124)

    Danke, dass du mithelfst.

    Sissi (01:01:29.102)

    Naja, sicherlich nicht die technischen Tipps, die ich da einbringen könnte. Aber ich liebe immer alles, was vereinfacht wird und wo Dinge zusammengetragen wird und wo man Komplexitäten reduziert auf einfaches Handling. Das feiere ich immer sehr und ich muss nicht wissen, wie es dahinter funktioniert. Wie gesagt, ich werde auch keine Vibe-Coderin, wenn es einfacher werden sollte.

    Ist dann sowas wie lovable möglicherweise eine Konkurrenz? Nein, Also so dass dann Hersteller sagen, hey, jetzt haben wir lovable und jetzt können wir mit lovable ganz einfach unsere Apps selber bauen.

    Sven Bernhardt (01:02:09.239)

    Mit Sicherheit geht es auch noch weiter. Aber im Prinzip wäre es ja auch cool. Also wäre super cool, wenn halt mehr Apps gebaut werden und neue Ideen halt dazukommen.

    Sissi (01:02:14.37)

    Ja.

    Sissi (01:02:20.35)

    Ja, weil euer Fachwissen ja auch nicht einfach zu übergehen ist.

    Sven Bernhardt (01:02:25.831)

    Die Arbeit, die wir auf dieser Firmware-Ebene noch machen, das ist im Prinzip noch klassischer.

    Sissi (01:02:39.007)

    Eisberg?

    Sven Bernhardt (01:02:40.549)

    Ne, ja, ist ein Handwerk. Also ich weiß nicht, wie schnell die AI das übernehmen wird. Mit Sicherheit auch, auf jeden Fall. Und geht bei uns natürlich auch schon in die Richtung. Aber trotzdem ist das noch ein Stück weit manuelle Arbeit dahinter.

    cool ist auf jeden Fall, wenn auf dem Anwendungsbereich mehr passiert und wenn schneller Apps entwickelt werden und gedreht werden und neue Ideen ausprobiert werden und neue Sachen entwickeln.

    Sissi (01:03:12.93)

    Super. Also ich wünsche Euch, ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg, ob jetzt in Tallinn oder bei Dir in Nürnberg und vor allem auch eben, sich die Erkenntnis auf dem Markt durchsetzt, dass das einfach ein essenzieller Bestandteil ist und welche Mehrwert da drin steckt und dass man dem nicht hinterher hinken sollte. Dann immer noch mehr Arbeit, wenn man später aufspringt, als wenn man es von Anfang an versucht zu durchdringen und damit zu arbeiten.

    Ja und an alle Zuhörenden danke fürs dabei sein. Ihr seid die Besten und die Schönsten. Nehmt fleißig das Rad. Bis zum nächsten Mal. Ciao.

    53 min
  • Podcast CatchUp #35 – Jahresrückblick: Bye-bye 2025 – und bye-bye CatchUp!

    Podcast CatchUp #35: Host Sissi Pärsch bittet Nimms Rad-Chefredakteur Laurenz Utech eine letztes Mal um ein Update zu den spannendsten News und drängendsten Themen des vergangenen Monats – bzw. Jahres.

    [toc]

    In dieser letzten CatchUp-Episode reflektieren Sissi und Laurenz über die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen im Jahr 2025, insbesondere im Bereich der Fahrradindustrie. Sie diskutieren die Überraschungen und Herausforderungen der Eurobike, die beeindruckenden Fortschritte in Städten wie Helsinki und Frankfurt sowie die negativen Aspekte der Radinfrastruktur und der Radverkehrspolitik. Zudem wird das Scheitern des Porsche E-Bike Projekts thematisiert und die Gewinner des Jahres hervorgehoben.

    Abschließend werfen sie einen Blick auf die Trends und Themen, die 2025 an Bedeutung verlieren werden. In dieser Episode diskutieren Sissi und Laurenz außerdem die Herausforderungen und Entwicklungen im Fahrradmarkt, insbesondere im Hinblick auf E-Bikes und Urban Bikes. Sie teilen persönliche Erfahrungen von Radtouren und sportlichen Entdeckungen, reflektieren über Sportler des Jahres und absurde Ereignisse des Jahres. Zudem geben sie Tipps zu Büchern und Filmen für die Winterzeit und äußern ihre Wünsche für das kommende Jahr 2026. Und natürlich wird auch die Frage geklärt, warum dies die letzte CatchUp-Folge vorerst ist.

    Takeaways
    • Der letzte Catch-Up ist auch ein Rückblick auf 2025.
    • Helsinki erreichte ein Jahr ohne Verkehrstote.
    • Die Eurobike hatte einige Überraschungen.
    • Die Cycling World hat sich als neuer Trend etabliert.
    • Die Radinfrastruktur hat in diesem Jahr verloren.
    • Porsche wird kein E-Bike Hersteller.
    • Die Kommunen setzen sich für Radverkehr ein.
    • Frankfurt ist die fahrradfreundlichste Großstadt.
    • Radverkehrspolitik bleibt Kommunensache.
    • Die Industrie bewegt sich in die falsche Richtung.
    • Die Herausforderungen im Fahrradmarkt sind vielfältig.
    • E-Bikes müssen sich in der Zukunft weiterentwickeln.
    • Leichte Urban Bikes sind für den Stadtverkehr wichtig.
    • Persönliche Radtouren können transformierende Erlebnisse sein.
    • Sportliche Entdeckungen sind wichtig für die persönliche Entwicklung.
    • Die Bedeutung von Sportler des Jahres ist subjektiv.
    • Absurde Ereignisse prägen unser Jahr.
    • Bücher und Filme können inspirierend sein.
    • Fahrradlichter sind wichtig für die Sicherheit im Straßenverkehr – und ein schönes Weihnachtsgeschenk.
    • Wünsche und Ziele für 2026 sollten realistisch und positiv sein.
    • Viel Spaß beim Hören, und vergesst nicht, den Podcast zu liken, zu abonnieren und zu verbreiten!

      Musik: Adi Kudos & MaexMusic

      Aufklappen

      Sissi (00:00.852)

      Nimms Rad der Podcast heute mit.

      Laurenz (00:04.524)

      Dem letzten Catch-Up für 2025 und für immer.

      Sissi (00:11.11)

      Deshalb hier und heute keine Entweder oder Fragen, sondern deine Lieblingssektion. Ne, wir zwei Abendsternchen, wir zwei Leuchttraketen nehmen eine ganze Folge voller Fahrradjahrrückblicke auf. Wir schauen auf Hochs und Tiefs, Verlierer und Gewinner, erwartetes und überraschendes und stellen uns als allererstes die Frage, warum ist das unser letzter Catch-Up?

      Laurenz (00:43.365)

      Ähm, weil man aufhören soll, wenn’s am schönsten ist. Sisi, das weißt du doch.

      Sissi (00:48.875)

      Das ist deine Antwort,

      Laurenz (00:51.372)

      Nein, natürlich nicht. Also zum Teil stimmt das natürlich. Wir hatten sehr schöne drei Jahre waren es jetzt, ich. So lange machen wir das. Ja, wievielte wäre das jetzt?

      Sissi (00:54.964)

      So speist er mich ab.

      Sissi (01:04.11)

      Das

      Sissi (01:08.686)

      Ich habe keine Ahnung. Ich habe wirklich keine Ahnung. Ich glaube so in die 40 drüber.

      Laurenz (01:13.548)

      Wahrscheinlich stimmt diese Zahl auch mit der Zeit, stimmte die wahrscheinlich auch irgendwann nicht mehr so richtig. Aber ja, es sind einige gewesen. Der wahre Grund ist, dass ich mich künftig noch mehr auf meine redaktionelle Rolle konzentrieren werde oder was heißt redaktionell.

      Sissi (01:18.937)

      Nee.

      Laurenz (01:41.8)

      auf die Website an auf unsere…

      Sissi (01:44.238)

      Du hast Work overload. Sagst doch, wie es ist. Du hast zwei Kinder und Work overload. Da passt keine Sissy mehr rein. Nein, ist ja auch okay. Ich hoffe, dass wir zumindest einmal im Jahr so einen Ketchup machen werden. Das wäre sehr schön.

      Laurenz (01:57.126)

      Das ist eigentlich immer zu Weihnachten mit dem Weihnachtsbullover.

      Sissi (02:01.994)

      Stimmt, du hast auch einen Weihnachtsprolover an. Ich nicht. Und es wird ausgeglichen durch mehr Industry Insights mit Alex Twispers.

      Laurenz (02:12.236)

      Genau. Wir haben uns halt auch angeschaut, was begeistert die Leute und wo kriegen wir die meisten Zuschriften nach den Folgen, sei es positiv oder negativ. Und das sind natürlich die Interviewfolgen mit vielen spannenden, wechselnden GesprächspartnerInnen und die Industry Insights mit dem Alex. Und genau, das wäre natürlich klasse.

      wenn davon mehr kommen würde.

      Sissi (02:43.592)

      Ja, Alex schaut schon mit den Füßen. Dann starten wir doch rein in den Rückblick auf das Jahr 2025. Was hatte ich in diesem Jahr besonders überrascht, Laurens?

      Laurenz (02:57.132)

      mich besonders überrascht.

      Es gab ja einige Überraschungen, Insolvenzen, solche Dinge.

      Aber die Geschichte mit der Eurobike hat mich schon sehr überrascht. Die Geschichte, die jetzt ja auch noch kein Ende gefunden hat oder nicht. Aber noch davor hat mich eigentlich die Eurobike an sich noch irgendwie mehr überrascht. Ich war ja wieder da, Impressionen, Highlights, auch vor allem Neuheiten und einfach Sensationen einzufangen. das war einfach auf einem

      historischen Tiefstand so angelangt. Dieses sensationelle und auch so generell die Stimmung dort, das hat mich schon sehr, das hat mich erstmal überrascht. Dann hat mich aber trotzdem überrascht, was danach kam. Also das war, ich glaube, da hat kaum jemand mitgerechnet, dass es dann so einen Knall gibt.

      Sissi (04:08.206)

      Ja, steht auch bei mir drauf. Eurobike, klar. Ich habe überlegt, ob das vielleicht daran liegt, dass man das, was jetzt zum Ende des Jahres da ist, noch präsenter im Kopf hat als Dinge, die über das Jahr passiert sind. Das muss man sich ja bei so einem Jahresrückblick immer fragen. Aber ich glaube schon, das war so dieser Moment, wo ich am meisten gestutzt habe und gedacht habe, ist das jetzt hier der erste April-Scherz im Oktober? Und ja,

      It’s not resolved yet. Vielleicht wird das auch nicht mehr passieren. Das wissen wir nicht. Wir sind jetzt eben so ein bisschen im Wagen. ja, was die Eurobike selbst anbelangt, das hat mich eigentlich nicht überrascht, wie es halt so ist, wenn man mal so ein bisschen betrunken ist, kommt die Katerstimmung und die sollte einen eigentlich nicht überraschen, wenn man aufsteht und sagt, poi. Nach den Jahren des Höhenflugs und auch des Verwöhntseins

      Der Fall, ist jetzt schon seit einigen Jahren so angekündigt und das hat nicht nur mit der Messe zu tun, sondern mit der ganzen Industrie. hast es angesprochen mit den Insolvenzen, mit den Problemen, mit der Marktbereinigung, wenn man das so schrecklich ausdrücken möchte. Was hat dich in diesem Jahr besonders beeindruckt?

      Laurenz (05:30.924)

      Magst du mal beginnen?

      Sissi (05:32.174)

      Du musst noch überlegen. Okay, dann beginne ich. Sehr gerne. Also was mich wirklich beeindruckt und gefreut hat, war, als berichtet wurde, dass Helsinki tatsächlich ein Jahr hinter sich hat, der Vision Zero. Also Helsinki hat als Großstadt, als Hauptstadt Vision Zero erreicht. Ein Jahr ohne Verkehrstote. Das ist einfach super.

      Laurenz (05:34.336)

      Nee, nein, Aber wir machen jetzt immer abwechselnd.

      Sissi (05:59.822)

      Das ist das, wo man immer sagt, das ist einfach nicht möglich. ist eine Vision, eine utopische Vision, die niemals erreicht werden kann, aber die man sich als Ziel setzen kann. Und dann kommt diese Stadt daher, hat Zone 30 und eine gewisse Mobilitätspolitik und es funktioniert. Das bedeutet nicht, dass es dauerhaft ist, aber es ist einfach ein Exempel.

      Laurenz (06:17.769)

      Und das meint ja nicht nur…

      Laurenz (06:22.028)

      Gemeint sind da nicht nur keine toten Radfahrende, sondern generell Verkehrstote. Null. Also vom Auto überfahrende zu Fußgehende.

      Sissi (06:28.318)

      Verkehrstote. Vision Zero.

      Vision Zero. Da sind auch Fußgänger dabei. Hunde weiß ich jetzt nicht, aber ja.

      Laurenz (06:36.716)

      Ja, das ist eine Utopie eigentlich. Wahnsinn.

      Sissi (06:43.355)

      Regenwürmer, Schnecken, dafür kann ich mir meine Hand nicht ins Feuer legen.

      Laurenz (06:45.042)

      Und beim Copenhagenize Index nur auf Platz 6. Ein Platz vor Münster. Aber über den sprechen wir vielleicht später.

      Sissi (06:54.67)

      Tatsache, siehste? Ich glaube, man braucht so Exempel, zu sehen, was alles möglich ist. Weil das ist ja wirklich so, wie oft habe ich schon mit einem Bekannten, der bei BMW für den Mobilitätswandel zuständig ist unter anderem, schon darüber gestritten, dass Zone 30 durchaus einen Unterschied machen könnte.

      Laurenz (07:03.238)

      Ja, das ist tatsächlich sehr beeindruckend.

      Sissi (07:21.45)

      weil er behauptet, es macht das ist dann auch geradewurscht ungefähr. Nee, nee es hilft.

      Laurenz (07:29.26)

      230 überall und e-bikes 30 kmh schnell. Das wär’s. Ich glaube dann würde das sehr schnell in greifbare Nähe rücken mit den… naja gut dann gibt es noch die toten Winkel und andere andere Problematiken. Aber wenn sich das so annähern würde, angleichen würde mit den Geschwindigkeiten…

      Sissi (07:44.96)

      Da gibt es

      Digitalisierung.

      Sissi (07:56.372)

      entsprechende Infrastruktur natürlich vorausgesetzt. Cool. Was hat dich denn mehr eindruckt?

      Laurenz (07:58.966)

      Hm.

      Laurenz (08:02.508)

      Mich hat viele Sachen beeindruckt und wie du das auch eben schon sagtest am Ende des Jahres ist es immer schwierig. Aber ich habe tatsächlich eine Sache gefunden, die ziemlich zu Beginn des Jahres doch eigentlich stattfand oder zumindest zu Beginn der Saison. Mich hat die Cycling World beeindruckt. Also wie auch schon im Vorjahr. Da war das jetzt mindestens genauso stark.

      Aber einfach mit dem Vibe, da herrscht, mit der Highlight-Dichte, toller Aussteller, Wetter hat auch wieder gepasst und cooles, cooles, coole Location. Also das hat wieder super Spaß gemacht, dort, also einfach die Messe, die Messe zu erleben, von dort zu berichten, Farida zu testen, fand ich sehr cool. Und jetzt vor allem rückblickend so im Kontrast.

      zu den Eurobike. Ja, habe ich das schon beeindruckt, was aus der Messe geworden ist und bin da auch in einer guten Dinge.

      Sissi (09:13.766)

      Glaubst du, im kommenden Jahr schwuppt ja die Cycling World so ein bisschen in die Stadt hinein und auch in den Bereich B2B wird da die Stimmung erhalten bleiben? Schafft das die Düsseldorfer Gang, die Cycling World größer zu machen und auch in den B2B-Bereich zu tragen? Und kann man im B2B-Bereich auch so eine Stimmung generieren? Also ich kenne die Sales-Leute und ganz ehrlich, die können schon gut Party machen, aber die können auch wahnsinnig gut jammern.

      Laurenz (09:19.468)

      Genau, war jetzt das zuletzt.

      Sissi (09:44.136)

      und sind Excel driven und zahlen driven und sind jetzt nicht leuchtende Augen bekommen, weil hier das und das schaut doch geil aus.

      Laurenz (09:47.628)

      Ja.

      Laurenz (09:53.26)

      Ich weiß es nicht, keine Ahnung, das bleibt halt abzuwarten, ob da jetzt irgendwie zu viel Eurobike reinkommt dadurch.

      Sissi (10:06.318)

      Das klingt schon sehr negativ, wenn da so viel Euro bei rein. Die Euro bei kann schon auch sehr viel Spaß machen. Aber es ist natürlich ein Unterschied, ob eine Messe B2C orientiert ist oder B2B orientiert ist.

      Laurenz (10:17.992)

      Aber also die News, dass sie die… Sie machen in der Stadt einen zweiten kleinen Messe-Standort auf, oder? war das. Was heißt Messe-Standort? Also es jetzt ja nicht… Es bleibt ja auf dem Areal Böhler, oder? Frage. Ich hab das nicht genau… Ja. Ja.

      Sissi (10:33.191)

      Genau, es wird erweitert, Expansion,

      Wir werden sehen. Ende März, glaube ich, 2026. Nicht mehr allzu weit hin.

      Laurenz (10:43.666)

      Die Eureberg hatte das ja auch, dass sie schon im ersten Jahr und auch danach hatte sie ja immer auch Aktionen in der Stadt. Ich habe davon immer eher weniger mitbekommen, also auch im Sinne von, dass mir irgendwie da jemand von erzählt hat, dass er dort gewesen sei oder…

      Sissi (10:57.53)

      kennst zu wenig Frankfurter. Cool. Wer ist denn dein Verlierer des Jahres? Jetzt darfst du wieder beginnen.

      Laurenz (11:08.236)

      Ich fand das jetzt sehr gemein, das an einer Person, aber das war wahrscheinlich auch nicht gefragt, festzumachen. Da natürlich vielleicht auch welche ein. Da habe ich wirklich jetzt lange drüber nachgedacht und bin aber, glaube ich, bin zu einem guten Punkt gekommen, mit dem ich vor allem auch niemanden, niemanden zu nahe trete oder beleidige. Ich glaube, dass die

      Sissi (11:17.065)

      Nene!

      Sissi (11:37.067)

      Hättest du eine Person gehabt?

      Laurenz (11:38.685)

      Nein, nein, nein, aber… Oder Akteure im weitesten Sinne in der Industrie oder sowas. Da fällt einem natürlich viel ein.

      Sissi (11:46.164)

      Anzeigenkunden meinst du? Mit diesem langen Gestöpsel möchtest du sagen, ich möchte keine Anzeigenkunden beleidigen, aber…

      Laurenz (11:52.364)

      Nein, ich finde, die Radinfrastruktur und die Radverkehrspolitik, also auch so das große Thema von unserem Podcast hier von IMSRA, verloren hat in diesem Jahr erneut. Also nachdem es ja 2024 schon einfach eine

      eine Änderung der Prioritäten, der politischen Prioritäten gab und Kürzungen gab und es einfach vielmehr andere Themen, Verteidigung, Energie, ging, hat sich das halt dieses Jahr fortgesetzt und es gab, es wurden Lastenradförderungen gekürzt zum Beispiel, Bauprojekte wurden eingestellt, also infrastrukturelle

      Projekte natürlich also es ist natürlich jetzt auch nicht nichts passiert. Es gibt Leuchtturm. Projekte, es gibt Kommunen, wo nach wie vor. Was passiert, aber. das halt die Frage auch zu nutzen, da ein bisschen ja. Stimmung zu machen, also da das Thema, das hat schon verloren leider wieder.

      Find ich.

      Sissi (13:14.35)

      Worte in das Koalitionsohren. Ich habe da auch noch einen Punkt dazu. Ja, mein Verlierer dieses Jahr ist eigentlich, dachte ich mir, ja, es ist wieder sehr, sehr zeitnah, aber symbolisch für so einiges, was dieses Jahr passiert ist, das aktuelle Scheitern des Branche-E-Bikes. Hast du das mitbekommen?

      Laurenz (13:34.3)

      Ich hab’s mitbekommen. Ja, tatsächlich hab ich’s auch immer so ein bisschen, weil da Bekannte aus der Branche beschäftigt waren. Zwar ja immer so ein bisschen, ähm, man hat nicht super viel mitbekommen, aber man hat schon mitbekommen, okay, der ist jetzt auch dort. Da formiert sich ein Team und ein Büro und so weiter. Genau. ähm, ja, von daher hab ich’s ein bisschen verfolgen können oder wusste halt, dass so was ist, ja, und hab’s dann jetzt natürlich auch direkt

      mitbekommen.

      Sissi (14:04.686)

      Dann erklären wir es vielleicht noch mal ein bisschen. haben ja vor ein paar Jahren berichtet, ich glaube 2022 war das, sehr, sehr sicher war das 2022. Da gab es zwei Joint Ventures zwischen Porsche und Pwnoc. Und Pwnoc ist ein Teil von PON, PON Holding und beziehungsweise PON Holding. Und zu PON Holding gehört unter anderem auch, abgesehen von größte Volkswagen-Importeur seit den glaube ich 40er Jahren in den Niederlanden, auch

      Santa Cruz, Fokus, Kalkhof und so weiter und so fort, Urban Arrow auch. Und es gab eben zwei Joint Ventures und das eine Joint Ventures bezog sich auf Porsche E-Bike Performance. Damals hat ja auch Porsche gerade Fazua gekauft und ist dann in die Fazua-Ecke hier in Ottobrunnen vor den Touren Münchens gezogen und hat eben Porsche E-Bike Performance gelauncht. Und das andere Projekt bzw. Joint Venture war

      P2 E-Bike und die saßen in Stuttgart. Und die sollten eben entsprechend Räder entwickeln. Und ich habe es noch mal rausgesucht, was damals in der Pressemitteilung stand. schläs vor Moment. Das erste Joint Ventures soll eine künftige Generation von hochwertigen Porsche E-Bikes entwickeln, herstellen und vertreiben. Das zweite Unternehmen wird sich auf technologische Lösungen für den schnell wachsenden Markt der Mikromobilität konzentrieren. Also

      P2 E-Bike, P2 E-Bike wurde jetzt eben aufgelöst. heißt, Porsche wird nicht E-Bike Hersteller und das ja, it sums it all up. Die Geduld der Branchenquereinsteiger, die jetzt nicht aus China kommen, muss man klar sagen, ist eben an dem Ende dieses Jahr sehr deutlich. Wobei die chinesischen Quereinsteiger ja auch noch Kapital zu haben scheinen. Und wenn man so auf Porsche blickt,

      Porsches Aktienkurs 2025, to date ist irgendwie 20 Prozent im Minus vom IPO. Der ist ja auch noch nicht so lange her, 40 Prozent. Also da ist der Geduldsfaden dann auch schneller gerissen als bei den Chinesen, muss man dazu sagen. Und ja, interessant. Und ich weiß nicht, wie plötzlich, es wurde ja berichtet, dass es dann doch sehr plötzlich auch für die Beteiligten war, die dort eben hingewechselt sind.

      Sissi (16:27.316)

      und versucht haben, ein Team aufzubauen bzw. ein Produkt zu entwickeln. Es wird kein E-Bike von Porsche geben.

      Laurenz (16:36.332)

      war zumindest.

      Sissi (16:36.746)

      Aber unabhängig von Porsche E-Bike Performance muss man sagen. Also die Motorenentwicklung geht weiter. Porsche Fahrrad, E-Bike nicht.

      Passt. Next. Wer ist dein Gewinner, deine Gewinnerin des Jahres?

      Laurenz (16:48.717)

      …kost… …next…

      Laurenz (16:55.932)

      Ich glaube, ich hatte angefangen eben, ne? Ich glaube, du bist wieder dran.

      Sissi (16:58.996)

      Bin ich wieder dran? Also letztes Jahr hatte ich ja die Frauen so generell im Sport und das ging dann so von Toad de Femme bis zu Rampage mit Robin Goombs und das kann ich natürlich dieses Jahr wieder unterstreichen.

      Laurenz (17:14.169)

      Ja, erste Rampage mit Wertung für die Frauen.

      Sissi (17:18.798)

      Ja, und crazy, also ich schaue die Rampage wirklich nur so hinter vorgehalten in der Hände an und gerne auch erst dann, wenn ich weiß, es ist nicht viel passiert oder ich schaue die Sachen an, wo nicht viel passiert ist.

      Laurenz (17:29.644)

      Ja, das muss ich mir merken, das muss ich auch mal machen. Dieses Jahr gab es da durchaus sehr heikle Situationen. Wir haben sogar ein bisschen mit der Familie geschaut und dann ging es ins Bett und kurz danach stoppte die Übertragung, weil der Adolf Silva nicht mehr aufgestanden ist. Also im Nachhinein gucken ist glaube ich schlau, ist klug.

      Sissi (17:35.284)

      Ich nehme mich zu sehr mit.

      Sissi (17:48.494)

      Mhm.

      Sissi (17:57.198)

      Mache ich bei der Abfahrt auch bei Skialpien, wenn ich es dann noch schaue. Ich habe noch immer Bilder von einem durch die Luft fliegenden, ein Mal aufschlagenden Axel Lunds Winderl im Kopf. Aber wer ist meine Gewinnerin dieses Jahr? Ich habe mich entschlossen, für alle, die nicht jammern, sondern agieren. Und damit meine ich, trotz Kürzung, trotz allem, trotz all dem, was da draußen und dieser

      Laurenz (17:59.481)

      Ja, nee, das war jetzt am Wochenende ganz klar.

      Laurenz (18:18.938)

      trotz Kürzungen.

      Sissi (18:24.872)

      verdammt schlechten Stimmung, die so geschürt wird. Ich habe mit vielen Leuten gesprochen dieses Jahr für unterschiedlichste Projekte, also auch in der Fahrradbranche. Und ich kam über HändlerInnen, die so positiv waren, die gesagt haben, also ich muss sagen, ich habe kein Problem. Ich bin gut aufgestellt. Ich habe eine toll laufende Werkstatt. Ich bin einfach nach vorne orientiert und bei mir läuft es, ja. Und sich überhaupt nicht in dieser allgemeinen Stimmung einreihen konnten.

      Laurenz (18:28.3)

      Hm.

      Sissi (18:54.9)

      Und genauso, und dann komme ich jetzt vielleicht auf das, was du vorhin gemeint hast, möchte ich mal voranstellen, all diejenigen, die eigentlich am meisten geprügelt werden oder sehr, sehr viel geprügelt werden und dabei im Hintergrund jeden Millimeter für uns kämpfen, nämlich die Leute bei der Stadt und bei den Kommunen. Und ich finde schon, dass man jetzt aktuell, also auf Papier ist es gekürzt worden, aber aktuell auf der Straße sieht man, was die letzte Zeit geackert wurde über die Jahre.

      Zumindest in München. Ich sehe wöchentlich die Erfolge und ich bin da sehr, dankbar für. Für mich sind das Heldinnen. Die setzen sich so brutal ein und werden dafür überhaupt nicht gefeiert.

      Laurenz (19:40.364)

      Ja, da gehe ich zu 100 Prozent mit. ich habe es, ich habe tatsächlich auch hier, noch den Gegenpart zu, ja, Verlierer, die Radmobilität an sich oder die Infrastruktur, genau, als Gegenpart dazu habe ich auch genau die Kommunen, in denen nach wie vor es geht. Ich habe

      auch es mal ein bisschen expliziter gemacht. Was mich zum Beispiel sehr beeindruckt hat oder was hängen geblieben ist, dass jetzt halt dieses Jahr zum Beispiel in der Stadt Tübingen, die natürlich eine, ja auch irgendwo eine besondere Position hat durch einen Bürgermeister, der irgendwie auch radverrückt ist und auch sonst ein bisschen verrückt.

      Da wird dieses Jahr die vierte beheizte Radbrücke gebaut. Die befindet sich jetzt gerade noch im Bau, da wurden die Teile gesetzt. Jahr, letztes Jahr wurde eine eröffnet mit auch viel, hat viel Aufmerksamkeit gesorgt, mal explizit Kommunenstädte zu nennen, wo…

      trotzdem was geht. Interessant fand ich auch. In dem Zusammenhang, der ist der Copenhagener ist Index dieses Jahr mal wieder veröffentlicht wurde. Ich glaube nach 2 3 Jahren Pause oder so was. Das wird von einer Agentur, das ist eigentlich nur immer mal wieder erhoben. Verschiedene Kriterien, verschiedene Datenwender ausgewertet und dann geht es halt die Fahrrad.

      freundlichsten Städte weltweit. Da ist Deutschland zum Beispiel mit Münster auf einem starken siebten Platz vertreten, also direkt nach Helsinki, Vision Zero Helsinki. Das ist auch so Beispiel. da wohnt zwar mein Bruder, ich weiß jetzt trotzdem nicht, wie es aktuell mit aktuellen Infrastrukturellen mit dem Fortschritt da ausschaut, aber da lässt es sich schon immer gut ranfahren.

      Laurenz (22:04.358)

      Und da kommen auch kaum… in Helsinki, in Münster. In Münster. In Münster. In Nähe ist der andere, der wohnt in Maries. Genau. mal zwei zu nennen. Ich hab noch eine weitere Stadt, aber die muss ich mir… Ein weiteres positives Beispiel.

      Sissi (22:05.32)

      In Helsinki wohnt dein Bruder. Ich dachte, der wohnt in Paris. Ach, in Münster. Ich dachte, der wohnt in Paris. Ach so, du hast’s. Ja, okay, das ist der Tattoo-Künstler.

      Sissi (22:25.812)

      Ich weiß gar nicht, ob wir unseren nächsten Punkt dann bringen können, weil hätte da ja gab es eine Stadtkommune oder eine Mobilität, Mobilitätspolitische Entwicklung, die dich besonders begeistert oder enttäuscht hat.

      Laurenz (22:37.964)

      Ja, da geht es voll rein und da kommt dann mein drittes positives Beispiel. Nee, kann ich gerne machen. Ist ja auch eine super Überleitung zu unserer gar nicht gescripteten Reihenfolge hier. Und zwar bin ich hier positiv geblieben und ich möchte nur auf die

      Sissi (22:39.553)

      Da geht das ja fast rein.

      Sissi (22:46.73)

      Willst du das gleich ausführen oder soll ich erst den Spannungsbogen?

      Laurenz (23:07.052)

      nicht auf die Enttäuschungen eingehen, sondern es gibt hier ein ganz regionales Beispiel für in der Stadt, in der sich die Investitionen in die Radinfrastruktur der letzten Jahre jetzt aktuell positiv auswirken und das ist tatsächlich Frankfurt. Also in FFM steht auf jeden Fall für Fahrrad Klima. Und zwar wir hatten hier im Podcast auch schon darüber gesprochen.

      Frankfurt als die fahrfreundlichste Großstadt im HDFC Fahrradklimatest ausgezeichnet.

      Sissi (23:46.144)

      Was mich auch gar nicht wundert, muss ich sagen. Ich war jedes Jahr begeistert, wenn ich jetzt in Frankfurt war, was sich da Jahr für Jahr getan hat.

      Laurenz (23:51.41)

      Die Fortschritte sind sehr stark. Es gab zum Beispiel Fahrradstraßen, die extra umgewidmet wurden und wo es jetzt ganz sichtbare Erfolge, messbare Erfolge zu verzeichnen gab. Wir hatten da auch darüber berichtet, der Radverkehr auf dem Grüneburgweg und dem Kettenhofweg hat sich vervierfacht.

      und Autoverkehrs zurückgegangen. das hätte man vor ein paar Jahren wahrscheinlich noch nicht gedacht und sticht für mich auf jeden Fall bei dem Punkt heraus.

      Sissi (24:35.378)

      Und sticht Berlin aus. Das ist nicht so schwer. Ich war schon lange nicht mehr in Berlin. Ich möchte da jetzt gar kein so ein krasses Urteil fällen. Und vielleicht will Berlin auch nicht sexy sein. Weil Fahrrad und diese Art der Infrastruktur macht eine Stadt attraktiv. Vielleicht möchte Berlin nicht attraktiv sein. Weißt du, das hat ja auch was mit Image zu tun. Und so dieses Gegenpositionieren und nee, das wollen wir nicht. Kann ja sein. Lasst uns nicht zu attraktiv werden.

      Laurenz (24:38.668)

      Hm.

      Laurenz (24:54.092)

      Mhm.

      Sissi (25:04.493)

      Ich stelle dir mal vor, da kommen noch mehr. Was wollen wir nicht? Enttäuscht und gleichzeitig auf skurrile Art und Weise begeistert hat mich dieses Jahr die neue Regierung. Also im Koalitionsvertrag war die Radverkehrspolitik ja mit einem Satz vertreten und dann, und das war so bisschen surreal,

      Laurenz (25:04.798)

      Sind ja schon alle da. Kommt noch mehr.

      Sissi (25:33.578)

      kommt es zu diesem Antrittsstatement von Patrick Schnieder, unserem Verkehrsminister. Weißt du noch, wie sein Spitzname lautet?

      Laurenz (25:41.416)

      Ähm, der Eiffelturm.

      Sissi (25:42.95)

      der Eiffelturm, zwei Meter groß und aus der Eifel, Patrick Eiffelturm-Schnieder. Und dann meinte er in diesem Statement und auch auf LinkedIn ganz plakativ irgendwie kommuniziert, dass er den Radverkehr zur Chefsache erklärt. So richtig greifbar, was er damit meinte, wurde es nicht. Alle Erklärungen danach, also ich habe da für mich den Schlussstrich gezogen, dass es bedeutet,

      Die Städte und Kommunen dürfen sich sehr, gerne für den Radverkehr engagieren. Ja, was sie jetzt auch tun und durch die Änderung der Straßenverkehrsordnung auch möglich ist. Aber die Arbeit, die läuft halt wirklich unten. Die läuft wirklich unten und da ist nichts Chefsache. Da ist nicht irgendwie irgendwas ins Rollen bringen und weiter vorantreiben und finanziell bluten nicht nur.

      Laurenz (26:15.348)

      Super!

      Sissi (26:40.183)

      Fahrradfahrenden und ihr Wunsch nach Infrastruktur, sondern ja auch die Bahn und vieles andere. So ist es nun mal. Das von meiner Seite.

      Laurenz (26:50.582)

      Vielleicht wollte er damit einfach nur sagen, dass er auch selber gerne Fahrrad fährt. Ich fahre halt auch selber gerne mal zum Bäcker oder so. Chefsache eben.

      Sissi (26:58.562)

      Das ist dann Chefsache. Das Fahrrad ist bei mir auch Chefsache, weil ich selbst auf dem Fahrrad bin und ich bin der Chef. Das ist so eine Sache ist das. Was war dein Eurobike Highlight 2025? Heureka-Hauro.

      Laurenz (27:04.395)

      Laurenz (27:10.092)
      bei eureka mein highlight auf der eurobike ich habe ich habe zwei sachen die mir oder also auf der eurobike selbst hat mich das neue suv ebike von obär begeistert das muga weil das ein sehr ja das ist sui spezifisches bike ist was sie da gebaut haben also wirklich mit dem

      Fokus auf urbaner Mobilität, auch hohem Freizeitnutzen. Vollgefedertes, komplett ausgestattetes Bosch E-Bike mit Ketten und Riemen Optionen, Antriebsoptionen. Also da ist an alles gedacht worden und sieht auch ziemlich cool aus. Man sieht den Dämpfer nicht, den hinteren, der ist so versteckt und…

      Das war so wirklich auch eine Neuheit, die zu Eurobike präsentiert wurde. Das ist ja sowieso inzwischen eher selten und sie haben das auch gerade so mit Ach und Krach noch geschafft. war alles ein bisschen knapp. Präsentation war auf der Eurobike selbst, hat aber, ja, glaube ich, den gewünschten Effekt erzielt. War ziemlich cool. Eine zweite Sache, die wurde auf der Eurobike präsentiert, glaube ich auch zum ersten Mal.

      habe ich da auch wahrgenommen, wie cool das tatsächlich ist, ich erst später im Test gemerkt und zwar diese Shimano Q-Auto Schaltung, also die automatische Schaltung für muskelbetriebene Fahrräder, die mit einem Dynamo funktioniert, die mit einem Dynamo den Strom für den den Stellmotor generiert, der dann automatisch schaltet.

      Das ist ja auch erstmal so, also wie genial das eigentlich ist, checkt man erst so, wenn man sich das mal so bisschen durch den Kopf hört. wenn man jetzt hört, automatische Schaltung ist jetzt an sehr vielen E-Bikes dran. Aber es ist eben nicht für E-Bikes, es ist für normale Stadträder. Und wir haben das an einem solchen leichten Stadtrad getestet und es super funktioniert und es sehr, sehr komfortabel.

      Laurenz (29:35.068)

      Und das war auch genau auf der Arbeit, habe ich das erste Mal gesehen.

      Sissi (29:38.894)

      Ich gehe genau in die andere Richtung. Das ist ja für mich alles, was zu komplex wird und ich weiß auch nicht, zu anfällig, vielleicht auch zu unnötig. Die Industrie für mich zum größten Teil tatsächlich in die falsche Richtung sich bewegt und dann kommt so was wie die Estner, die Estländer.

      Laurenz (29:50.952)

      Ja.

      Sissi (30:06.478)

      Wissen? So, aber so gut die Essen.

      Laurenz (30:12.278)

      Ist nah.

      Sissi (30:13.71)

      die erst noch. Sorry, wir das bitte raus schneiden?

      Laurenz (30:18.316)

      Da du noch klatschen, sonst seh ich’s nicht.

      Sissi (30:22.686)

      die Estländer von Ampler und sagen, wir bieten hier eine Ladeoption für unser Nova mit USB-C Kabel. Simple. Simple. It takes genius to make it simple. Alter Spruch und die Industrie juckt es null. Simplifizierung.

      Laurenz (30:31.372)

      Ja, das ist der Wahnsinn. Das stimmt. Das ist eigentlich auch…

      Naja ich…

      Es liegt halt so auf der Hand, ne? Also vor allem jedes jedes Gerät hat das jetzt so langsam, aber sicher. Warum die Wechs noch nicht? Also jetzt ist es so. Ich hab das halt auf der Seichenwoll schon bestaunen dürfen. Deswegen hatte ich es jetzt nicht so auf dem Zettel, aber es ist ja groß, großes Highlight.

      Sissi (30:54.472)

      Ja, ob jetzt Eurobike oder irgendwo anders, das ist jetzt einfach…

      Und wie gesagt, ich habe das Gefühl, die Industrie sieht das nicht, dass es sich einfach in eine Richtung bewegt, die auf Komplexität und schwierige Händelbarkeit oder Anfälligkeit ausgerichtet ist und dass das überhaupt nicht die Zielgruppe trifft. Also wenn man die Zielgruppe erweitern möchte, dann nicht damit. ist, damit kann ich nicht kommentieren. Das kommt nicht an, egal bei wem.

      Laurenz (31:18.476)

      Mmh.

      Ja vor allem wenn man so die Zielgruppe dahingehend erweitern möchte, irgendwie so jeder sollte doch ein E-Bike nutzen. Jeder fährt ja auch Auto oder Bahn. Jeder sollte ein E-Bike nutzen. muss ich halt… Dann ist es so schlau das Kabel zu nehmen, was jeder hat und mit dem jeder umgehen kann.

      Sissi (31:42.856)

      Ja und ein leichtes Rad zu bauen. Weißt du, ein leichtes Rad. Es ist doch wurscht, das ist ein E-Bike, das kann ruhig noch ein paar Kilo hier vertragen. Da können wir noch Zeug reinstopfen. Nein, nein, lass das doch einfach. Aber gut, jeder findet sein. Dank Ampler. Das ist schon richtig gut gemacht. Welchen großen Trend konntest du ausmachen in 2025?

      Laurenz (31:51.5)

      Hm.

      Laurenz (32:09.404)

      Da habe ich tatsächlich nichts wirklich Neues ausmachen können. Ich sehe, dass die Automatisierung von Schaltungen und von Motoren weiter voranschreitet, also dass da Hersteller dazu gekommen sind, zum Beispiel jetzt Kürzlich Shimano hat mit Bosch kooperiert oder kooperiert jetzt auch mit Bosch. Es gibt jetzt die, genau, die

      Automatische Schaltung in Kombination mit dem smarten System. Das war vorher den Shimano Motoren vor enthalten. Also, aber das ist eine Entwicklung, die sich jetzt schon über die letzten fünf Jahre so ungefähr vollstreckt. Aber da geht es weiterhin.

      Sissi (32:54.158)

      Ja, habe ich auch.

      Ich habe auch die Digitalisierung als so das Ding, das sich halt einfach weiterentwickelt, glaube ich, fast ein bisschen wieder an Fahrt verloren hat, wie so alles an Fahrt verloren hat, weil man Angst hat, sich zu entwickeln, wenn man zu wenig Kapital hat und da auf die Handbremse steigt. Und ansonsten auch ein Trend, der sich weiter fortgesetzt hat, ist Selbstmitleid.

      Aber was soll ich sagen, wir sprechen hier ja von einer männlich geprägten Branche und da ist das, glaube ich, einfach der unterlegende Grund tun. Das ist einfach, muss man sich damit abfinden. Ja, definitiv. Welches Thema wird 2025 keine große Rolle mehr spielen?

      Laurenz (33:38.617)

      könnte was dran sein.

      Laurenz (33:47.861)

      Sag du!

      Sissi (33:49.897)

      Also ich glaube, dass ein paar Marken 2025 nicht mehr groß Thema sein wird werden. Zum einen Sushi hat Insolvenz angemeldet und zum anderen glaube ich auch, dass YT-Bikes nicht mehr das sein wird, was das einmal war. Das ist jetzt auch schon nicht mehr, aber ich glaube auch, dass da so ein Comebackgedanke…

      Laurenz (34:01.406)

      Die sind ja jetzt schon kein Thema mehr. sind die noch irgendwie… ja, okay.

      Sissi (34:18.432)

      Aber es ist nicht der urbane Bereich, ist Mountainbike Bereich.

      Laurenz (34:20.946)

      Glaubst du wirklich, dass das irgendwie nicht funktionieren wird? Oder? Ich glaube, sie haben jetzt ein neues Rad sogar, glaube ich, schon gezeigt.

      Sissi (34:25.934)

      Also ich habe jetzt da nicht wahnsinnige Hoffnung drin.

      Ja, aber Herr Flossmann ist jetzt, glaube ich, allein. YT USA gibt es nicht mehr. Das Ganze wieder zu lancieren. Ich weiß nicht, wie groß das Team noch ist in der aktuellen Zeit.

      Laurenz (34:37.803)

      Mhm.

      Laurenz (34:43.996)

      glaube ich auch noch ein paar offene, es gibt noch ein offene Rechnungen glaube ich von Herstellern.

      Sissi (34:48.814)

      Ja, also good luck wirklich, das sehe ich jetzt sehr schwer. Was wird für dich 2025 keine große Rolle mehr spielen?

      Laurenz (35:02.142)

      Ja, du bist schlau. hast das jetzt. habe das irgendwie, weil ich bei der Frage davor auf Technologien gegangen bin, habe ich das jetzt irgendwie auch aus dieser Vata aus betrachtet und bin aber eigentlich, ich bin mir jetzt nicht ganz sicher bei dem, was ich sage, aber ich glaube so, ich.

      Sissi (35:04.385)

      Ketchup.

      Laurenz (35:23.02)

      Ich glaube tatsächlich solche Bikes wie das Amplert zum Beispiel, also so ganz leicht Light Support E-Bikes.

      Laurenz (35:34.732)

      weil die stärkeren Motoren jetzt ja auch langsam leichter werden. das ist wahrscheinlich auch… Nee, das ist mit zu heikel für einen Hot Take.

      Sissi (35:45.862)

      Ich glaube, du denkst zu sehr in die irgendwie so eine komplizierte Mountainbike Performance Richtung. Also denk doch an die Menschen, die einfach jetzt hier ein Fahrrad kaufen wollen, für den urbanen Bereich pendeln wollen, die Dinge zu transportieren haben vielleicht, aber auch vielleicht einfach nur mit Rucksack fahren und das Fahrrad irgendwo rauf und runter tragen müssen. Also ich würde mir kein schweres

      Laurenz (35:52.428)

      Hmm, jaaa… Nee, auch…

      Laurenz (35:59.786)

      Laurenz (36:06.604)
      Hmm.

      Sissi (36:15.082)

      Rad irgendwie kaufen für die Stadt, wo ich nicht weiß, wo stelle ich es ab, wie stelle ich es ab. Dann natürlich gibt es jetzt inzwischen die Sicherheitsoptionen, die Lösung mit GPS-Tracking, mit Diebstahlschutz und so weiter und so fort. Das wird sicherlich auch Fahrt aufnehmen. Aber trotzdem ganz generell, wenn ich hier mit Leuten spreche und gerade auch Frauen, ist, also, Cargo-Bikes sind schon schwer genug.

      Laurenz (36:19.626)

      Hmm.

      Laurenz (36:25.877)

      Hm.

      Laurenz (36:31.212)

      Mmh.

      Laurenz (36:38.636)

      Ich grenze das ein. Ich glaube, diese Mitte, also 60 Newtonmeter und doch relativ große Akku und relativ schwer, das wird sich langsam verabschieden. Aber das ist eine Motorsparte, die jetzt im urbanen Bereich noch nicht so weit vertreten war in manchen Trekkingrädern.

      Sissi (36:55.706)

      Ja, aber das braucht auch keiner.

      Laurenz (37:08.084)

      Okay, stimmt. Du hast mich überzeugt. Wir brauchen schon diese Urban Bikes mit einem Nabenmotor vielleicht und so einem Mini Akku reicht da.

      Sissi (37:20.714)

      Wie viele Kilometer fährst du in der Stadt hin und zurück?

      Nur weil die Leit-EMTBs nicht so ziehen, wie man es gedacht hat, weil die draußen mountainbike fahrenden 50 plus, 100 plus Kilo Männer sagen Leit-EMTBs.

      Laurenz (37:38.708)

      Richtig und das sind ja eben diese diese Mittel mittleren Motoren. Also nicht mit nicht mittel Motoren sondern mittel mittel starken Motoren. Stimmt.

      Sissi (37:48.148)

      Wir müssen das auf jeden Fall einmal im Jahr machen, wenn wir so kleine Predictions machen. Müssen wir zurückblicken. Nicht, dass wir es machen würden, aber vielleicht schreibt da jemand von euch da draußen mit. Gerne auch mit eigenen Tipps. Wir greifen das auf. Wir laden auch gerne Leute ein, die sagen, ich habe da ein anderes Wörtchen mitzusprechen. Sport allgemein hatte ich noch so eine Sektion und zwar Was war dein schönster Radride 2025?

      Laurenz (38:17.868)

      Das kann ich ganz genau benennen, denn es gab jetzt auch nicht so super viele. Ja gut, ich fahre täglich Fahrrad und es gab echt viele Kilometer. Unser privates Lastenrad kratzt gerade an den 10.000 Kilometern. Wirklich ein paar 990 und ein paar Quetschte.

      Sissi (38:21.782)

      Ach schön.

      Laurenz (38:45.944)

      Aber ja, mal solche genüsslichen Radtouren. Das wird hoffentlich im nächsten Jahr mehr werden. Da gab es jetzt dieses Jahr nicht so viele, aber eine war ganz, ganz, ganz besonders für mich. zwar mein erster Overnighter alleine. Habe ich im Spätherbst gemacht. Das war dann auch noch Gott sei Dank einer von den noch mal sommerlich warmen Tagen.

      Von daher waren diese Voraussetzungen alles recht einfach. Aber sich so das erste Mal in den dunklen Wald zu legen, das war cool und natürlich auch irgendwo ein bisschen transformierend. Aber auch einfach so lange wieder auf dem Rad zu sein und tatsächlich auch die Strecke muss ich mir auch auf die Schulter klopfen.

      kleine felserwald divide tour sozusagen rausgesucht also die nord-süd-achse bin ich durch den felserwald gefahren das war also ja 90 prozent also im wald sehr hoher trailanteil sowohl bergab als auch bergauf hat super viel spaß gemacht ich hab es mit meinem hardtail gemacht was ich auch erst seit dem jahr jetzt hab mit meinem stahl hardtail

      mit Taschen und so weiter. Das hat super viel Spaß gemacht. so für mich hat irgendwie die reizvollste Form des Bikepackings, weil ich halt dann auch, ich kann Trails fahren. bin viel auf dem Rad. kann Trails fahren. Ich habe das Natur-Elliptnis. Kann unter freiem Himmel schlafen und …

      Sissi (40:20.332)

      Quim

      Laurenz (40:43.154)

      dann ist das Ganze auch irgendwie sehr niedrigschwellig. vom, man kann es von zu Hause aus machen. Ich bin ein bisschen bangefahren vorher noch. Und es war einfach, ja, großartiges Adventure und hat voll gut funktioniert, dafür, dass es so das erste Mal war. Natürlich viele Learning-Sits mitgenommen, aber ich bin nicht gefressen worden oder überfallen worden oder bin auch nachts nicht, Gott.

      Ich bin nachts an irgendwelchen Abgründen noch entlang gelaufen, weil ich meine Schutzhütte nicht sofort gefunden habe, weil es ja doch irgendwie ziemlich dunkel ist im Wald. Also selbst wenn man dann ja, also sehr, sehr, also noch mal dunkler als wenn irgendwo noch Lichtverschmutzung ist. Ja, genau, das war, das war erfolgreich. Das war cool. Was hast du gemacht?

      Sissi (41:24.087)

      Es ist nachts.

      Sissi (41:40.286)

      Ich habe jetzt gerade versucht herauszufinden, wie viele Kilometer ich dieses Jahr gefahren bin, da ich nur mit meiner Apple Watch fahre. Das ist ein bisschen schwierig hier. Ich weiß echt nicht, ob das viel ist. Also das sind jetzt nicht die Stadt-Sachen oder sowas, das zeichne ich jetzt nicht auf. Aber ich zeichne die meisten Rennrad- und Gravel-Sachen auf. So 6.500 ist das viel.

      Laurenz (41:49.428)

      Du bist bestimmt mehr gefahren als ich. Also das hab ich gerade gar nicht gesagt. Diese Kilometer von dem…

      Laurenz (42:05.88)

      Ja, Wahnsinn. Also das ist, ich finde schon, dass das viel ist und das sind ungefähr 2000 Kilometer mehr als ich. Aber ja, ich hab also bestimmt…

      Sissi (42:07.138)

      Ist das?

      Sissi (42:14.798)

      Ja, du hast Kinder, ich nicht. Für jedes Kind 1000 Kilometer abziehen. Aber für mich gab es nicht so diesen besonderen Ride. Ich war sehr enttäuscht von dem August, der war mir viel zu verregnet. hatte ich 20, 24 wunderbaren Erinnerungen und wollte es genauso wieder machen. Das ist nicht passiert. Es fiel ins Wasser. Abgesehen von meinem Wasserrohrbruch dieses Jahr, der sich bis zu dem heutigen Tage streckt. habe noch immer, liebe Bayerische Versicherungskammer, ein Loch in meiner Wand in der Küche. Aber…

      Was ich so bisschen vermisst habe, war eben besondere Radreiseerlebnisse, so was du beschreibst. Ich war auf Mallorca, das war ganz toll, aber auch nicht gewaltig irgendwie lange Gravitage gehabt dort, weil halt beruflich. Und das habe ich mir auf jeden Fall vorgenommen, für 2026 wieder coole Reiseradlgeschichten zu machen. Sportlerin des Jahres allgemein übergreifend.

      Laurenz (43:01.644)

      Hm.

      Laurenz (43:14.302)

      finde ich eine tolle Kategorie, dass du die hier aufgenommen hast, weil irgendwie sind wir in unseren Catch-ups dann doch oft auch bei solchen Ereignissen gelandet. Soll ich sagen?

      Sissi (43:21.302)

      Hm.

      Ja, Gott, ich frag mich, was kommt denn da jetzt? Ein großes Fragezeichen. Nee, es ist fast schon ein gestrecktes schönes Ausrufezeilen.

      Laurenz (43:30.7)

      Ne.

      Laurenz (43:34.822)

      Ja, also die Basketball-Nationalmannschaft hat nach dem WM-Titel dieses Jahr auch noch den EM-Titel. Wegen des Physiotherapeuten, Shoutout, der natürlich der Be… Ja.

      Sissi (43:41.861)

      Wegen wem?

      Matthias Schmidt aus München, der im Januar ganz groß feiert. Ich habe nämlich heute die Einladung bekommen. Schmidt, ich bin dabei. Aber er feiert nicht den deutschen Basketballtitel, sondern seinen Geburtstag. Aber Titel der deutschen Basketballer.

      Laurenz (43:54.727)

      Ne, es war natürlich…

      Laurenz (44:03.398)

      Ja, großer Team-Erfolg mal wieder. Aber natürlich auch herausragende Einzelpersonen, die dieses Team da prägen. vielleicht hier noch eine kleine Anekdote. Mein Sohn hat zum Geburtstag das Kinderbuch, von dem es Schwerder geschenkt bekommen, was wirklich total herzerwärmend ist. wirklich, also er hat das natürlich, er hat das in Zusammenarbeit mit einem Autor.

      geschrieben. Aber wenn man das liest, kann man sich ihn sehr gut vorstellen, wie er das alles erlebt hat und wie er das auch eigentlich in seinen Worten so formuliert. Also super, macht super viel Spaß, das vorzulesen und hat so ganz viel, ganz viel tolle, ja, tolle Werte, die das irgendwie transportiert. Wenn man es dem Kind vorliest und er ist halt auch so, er ist halt schon Dennis-Röder-Fan, weil er das alles mitgeguckt hat.

      und dann hat er dieses Buch bekommen und feiert es einfach nur. ja, großartig. Ja, stimmt, ist mir da gar nicht eingefallen. Aber ganz aktuell fand ich jetzt zum Beispiel auch sehr interessant, man hat es nur leider kaum mitbekommen oder sehr beeindruckend bemerkenswert, dass die Handballerinnen WM-Silber geholt haben. Aber es wurden halt auch irgendwie nur

      Sissi (45:09.024)

      haben wir ja auch schon ein Buch.

      Laurenz (45:30.212)

      gefühlt das Finale im Fernsehen übertragen. Was gleichzeitig wieder ein Riesenaufreger ist. Und vielleicht auch der Grund, es so viel bekommen haben. Genau, und es ist jetzt nicht so, dass die deutschen Handball-Damen schon immer so oben mitgespielt haben, wie das die Herren tun, sondern dass die überhaupt so weit gekommen sind. haben in einem Interview vor dem Spiel hat eine, ich weiß nicht, jemand aus dem Staff schon gesagt, das ist irgendwie die ganze Party schon.

      organisiert sei. das fand ich sehr cool und auch typisch die Handballer und Handballerinnen, die feiern immer gerne.

      Sissi (46:05.379)

      Mh.

      Sissi (46:10.51)

      Ja, ich tue mich ein bisschen schwer mit Sportler, Sportlerinnen des Jahres, weil dieses Jahr nicht so die großen Events waren. Ich nicht so viel geguckt habe, muss ich gestehen. Und dann ist mir wieder was eingefallen, was halt Ende des Jahres passiert ist und was irgendwie bestätigt, wie stark Frauen, die so grob in meiner Altersregion sind, doch noch sein können. Ich bin kein riesiger Lindsay-Von-Fan, aber mit 41 noch die Abfahrt in St. Moritz zu gewinnen und so ein Comeback hinzulegen.

      Holy moly, also das war schon gewaltig. Dein… Also, naja, und dann immer am Tag darauf die Abfahrt. Aber kommen wir zu deiner sportlichen Entdeckung 2025. Auch privat.

      Laurenz (46:42.7)

      Wahnsinn, haben wir uns sehr gefreut.

      Laurenz (46:50.828)

      immer ich ja großartig

      Laurenz (47:00.588)

      Was soll das bitte? Ja, aber fang du mal an. Ich hab ja gerade angefangen.

      Sissi (47:02.286)

      Soll ich anfangen oder wirst du immerhin die Chance, zu wissen, ob du noch ein bisschen… Also für mich ist es ganz klar nicht fliegenfischen. Das habe ich ausprobiert, 2025 für eine Geschichte und es hat sich herausgestellt, ist es nicht. Also ich war auch schon behindert, weil ich musste aufpassen, dass ich den Fotografen nicht mit der Hute oder einfange mit dem Köder.

      Laurenz (47:12.83)

      Hast du es ausprobiert?

      Sissi (47:28.686)

      Also da muss man wirklich gucken, dass man niemanden verletzt. Das hat mich sehr irritiert natürlich, aber ich glaube, ich weiß nicht, wie oft ich ausgeworfen habe, 20, 30 Mal. Und dann habe ich es dem Anglaub übergeben und habe gesagt, tu mir das Handgelenk weh, mach du doch mal. Und dann hat sofort einer angebissen. Und es war sehr frustrierend. Aber ich glaube tatsächlich für mich so sportliche Entdeckungen, es klingt jetzt blöd, aber Pistenskifahren, das habe ich jetzt zum Saisonauftakt.

      Ich habe natürlich das Glück, das a-zyklusch zu machen mit leeren Pisten und ich habe es wieder so genossen. Ich bin da aufgewachsen und ich lieb’s einfach. bin sehr viel Touren gegangen die letzten Jahre und jetzt muss ich auch mal was sagen, weil ich es immer wieder höre. Pisten fahren. Gerade von Skitouren gehe ich das macht man doch nicht, man fährt doch nicht Piste. Und ich finde das fast fatal, weil…

      Pistenskifahren sollte so sehr zum Training eines Skitourengehers dazugehören wie das LVS Training, weil Skitourengehen nicht nur aus dem Auf, sondern auch aus dem Ab besteht und die Fahrlässigkeit, die ich da oft im Gelände sehe, wo dann die Leute sich irgendwie runterkämpfen und da riskierst du nicht nur deinen Kreuzband, sondern noch viel mehr und auch den Einsatz von anderen. Naja, also auf jeden Fall Pistenskifahren. Richtig Spaß gemacht.

      Laurenz (48:46.86)

      Wie weit hast du es zu deiner Piste?

      Sissi (48:51.406)

      Ich bin ein Mensch auf Reisen. Ich habe die Pisten-Saison-Öffnungen beruflich mitgemacht.

      Laurenz (48:57.804)

      Okay.

      Laurenz (49:01.366)

      Okay, aber das hörte sich jetzt eben so an. Du wärst da halt mal eben zu Schiepest.

      Sissi (49:05.936)

      die Ecke. ich glaube, nee, im Bayerischen ist das, als würde ich jetzt nicht den Skiauftakt aussehen in meiner Heimat im Allgäu, als würde ich da leben noch. Und Freunde machen das natürlich auch, sobald da die ersten Flocken fallen, sind die unterwegs. Ich war tatsächlich in Sulden am Ortler zum Skiauftakt für eine Geschichte. Nee, das war am 1. November, also zur Saisoneröffnung. Und da war ich wirklich

      Laurenz (49:24.268)

      Hm, im Sommer. Oder wann?

      Laurenz (49:30.899)

      Am ersten Mal.

      Sissi (49:34.63)

      Das war so, weil ich mag die Tiroler Gletscher nicht wirklich und auch den Andrang und auch dieses Schaulaufen. Und da waren wirklich nur Nationalmannschaften und ich. Die hatten ihren abgesteckten Bereich. Ich bin eben dran gefahren. Es war komplett leer. Es war Sonnenschein. Es waren perfekte Bedingungen. Ich hatte großen Spaß. Und dann war ich noch mal auf der Saisalm zu deren Saisonauftakt zum 1. November oder 5. November. Vollmond.

      Laurenz (50:03.04)

      Tschüss!

      Sissi (50:03.442)

      Leere Pisten, traumhaft. Aber egal, wir sind ja ein Fahrrad Podcast. Springen wir zu ganz allgemein gehalten.

      Laurenz (50:13.318)

      Ich habe meine sportliche Entdeckung noch nicht kundgetan. Es gibt ja keine. Es gibt keine, weil tatsächlich, ja, also ich könnte dir jetzt sagen, was meine Ziele und Wünsche für das kommende Jahr sind, in sportlicher Hinsicht. Die gibt es natürlich schon, die Pläne. Nee, einfach.

      Sissi (50:15.68)

      Tja, du hast noch eine sportliche Entdeckung. Sag nicht angeln. Ach, du hast gar keine?

      Sissi (50:33.774)

      Darts Billiard Alt werden

      Laurenz (50:38.028)

      Bewegung. Einmal die Woche joggen, eine alternative Sportart noch und auch einmal die Woche nicht Lastenrad, sondern irgendein anderes Fahrrad bewegen. Das sind so die Pläne. Aber ich hatte trotzdem eine Entdeckung, jetzt ganz kürzlich. Und zwar waren wir Lasertag spielen, unter anderem. Wir waren, ja, und das ist ja der Wahnsinn, wie anstrengend das ist.

      Das ist unfassbar. also wenn ich das dann einmal so packt und irgendwie packt das ein ziemlich schnell, also es ist auch so bisschen absurd, ne? Also man ist da total im Ballermodus und dann in der Hocke und robbend über den Boden und Wahnsinn. Mir hat danach alles weh getan. Gut, wir sind danach auch noch Kartfahren gewesen und in der Trampolinhalle wahrscheinlich.

      Sissi (51:08.397)

      Mh.

      Sissi (51:28.33)

      Mhm.

      Sissi (51:35.192)

      Hast du das mit den Kindern gemacht oder war das mit Erwachsenen? So was machen wir mit Erwachsenen, Gott sei Dank.

      Laurenz (51:37.216)

      Ne. So, das macht man mit Erwachsenen. Das macht man bei der Redaktionsklassenfahrt.

      Sissi (51:43.54)

      War das die MTV News? Ich habe es mir fast gedacht.

      Da war ich übrigens nicht eingeladen, aber das nur so nebenbei.

      Laurenz (51:54.28)

      Schade, ich hätte dich gerne ein paar mal abgeschossen im Laser Tag.

      Sissi (51:58.446)

      Ja, da hätte ich gerade irgendwie eine Verletzung vorgeträuscht. Da wäre ich glaube ich nicht dabei. Das kann ich nicht. Ich würde nur die Menschen aufheben und verarzten. Ich würde mich die ganze Zeit vor Menschen werfen. Ach Gott, ganz schrecklich. Ich bin nicht gemacht für diese Welt. Trotzdem springen wir, also ich hoffe das war eine einmalige Geschichte und ist nicht dein großes Ziel 2026.

      Laurenz (52:28.258)

      Nee, dafür war’s mir zu anstrengend.

      Sissi (52:29.01)

      einmal in der Woche. Genau deshalb. Eine berühmte Person, die du vermissen wirst, weil sie verstorben ist oder weil sie sich aus ihrem Bereich Verabschiede zurückgezogen hat. Bitte keine Politiker, aber sonst breit.

      Laurenz (52:45.26)

      Thomas Gottschalk ist es nicht. Mir ist da nicht wirklich was eingefallen. Also nur solche, wo ich mir so denke, schade.

      Sissi (53:03.47)

      Nur solche sind dir eingefallen. Ich habe internationaler gedacht und wer tatsächlich an seinen vielen Zigaretten gestorben ist und ich bin ein ganz ganz großer Twin Peaks Fan. Ich hatte wirklich ganz krasse Erinnerungen an diese Twin Peaks Serien. Also der Willinches ist gestorben, der verrückte Kerl, dann der Papst. Hat mich jetzt nicht so berührt, aber trotzdem ist auch so ein Ereignis. Es war Papstwahl.

      Laurenz (53:21.676)

      Mmh.

      Laurenz (53:32.875)

      Hm.

      Sissi (53:33.398)

      hat man vielleicht schon vergessen, der ganzen amerikanischen US-amerikanischen Ereignisse und was uns natürlich auch so im süddeutschen Raum und in dieser Outdoor-Bubble, in der ich mich ja auch sehr stark bewege oder zumindest etwas bewege, Laura Dahlheimer, ähm, Dahlmeier, das möchte ich auch bitte gerne nochmal sagen. Und was uns in der süddeutschen Bubble bzw. auch in dieser Outdoor-Bubble, in der ich mich ja auch ein wenig bewege,

      Laurenz (53:48.844)

      Dahlmeyer Dahlheimer Pro Domo

      Sissi (54:02.126)

      natürlich beschäftigt hat, der Tod von Laura Dahlmeier. Das war sehr tragisch. Sehr, sehr tragisch.

      Laurenz (54:10.13)

      Jo, das war heftig, weil wie sich das zugetragen hat, ja auch irgendwie, man hatte ja davon erfahren und zu dem Zeitpunkt, wo noch nicht klar war, ob sie noch lebt, so ungefähr war das, oder zumindest hat sich das für mich so zugetragen. Ich hab das halt gelesen und dann…

      Ähm, genau.

      Sissi (54:32.882)

      Ja, in diesem Bereich sehr viele Diskussionen und da möchte man jetzt nicht drauf eingehen. Der nächste Bereich ist so auf diesen persönlichen Rahmen gespielt. nicht zu persönlich, aber doch so ein bisschen. Was war für dich ein einprägsam absurdes Ereignis dieses Jahr? Für dich privat?

      Laurenz (54:57.206)

      Ähm… Ich glaub du bist wieder dran, Sissi.

      Sissi (55:00.434)

      also was mich sehr überrascht hat an mir selbst ist, dass ich wieder Anglophil geworden bin. Und ich höre britische Podcasts rauf und runter. Und ich BBC-Serien. VPN, BBC-Serien, das ist mein Ding dieses Jahr. Ganz schlimm. Absurd. Bei dir?

      Laurenz (55:31.172)

      Ein prägsames absurdes Ereignis ist mir jetzt leider nicht eingefallen.

      Laurenz (55:39.462)

      Wahrscheinlich liegt es daran, dass viele absurde Dinge täglich Sowohl in den Nachrichten als auch wenn man hier so einen 5-jährigen und eine 1-jährige rumlaufen hat. Passieren lustige Sachen jeden Tag oder denkwürdige. Ich da also nicht wirklich was.

      Was mir irgendwie so direkt eingefallen ist, aber das ist nicht wirklich persönlich, ich fand es so absurd, als ich das gelesen habe, dass diese kurzzeitige Absetzung von Jimmy Kimmel, also wirklich, das ist auch politisch, aber das hast du hier gar nicht geschrieben.

      Sissi (56:20.846)

      Ja, aber jetzt im politischen Bereich, da wollen wir nicht rein. Ja, ja, da lasse uns… Und wir haben jetzt schon fast eine Stunde, jetzt müssen wir auch mal bisschen Gas geben, da lassen wir so etwas extra weg. Also vielleicht springen wir mal zu den letzten drei Fragen. Denn dies sind so ein paar Tipps. Welches Buch sollen wir jetzt so über die Zeit, die wir noch haben, bis es im Januar so richtig wieder losgeht, welches Buch sollen wir lesen, welchen Film schauen und was ausprobieren?

      Laurenz (56:52.716)

      Erst probieren sollte man jetzt in dieser Zeit auf jeden Fall mal mit dem Fahrrad eine Fahrradtour zu machen, die kein Ziel hat. Also einfach mal so durch die Gegend fahren, rumfahren, einfach mal wieder diese maximale Freiheit genießen, die einem das Fahrrad ja seit man gelernt hat ohne Stützräder zu fahren einfach besorgt.

      ist so mein, das möchte ich machen. Aber ich glaube auch, das, dass ich glaube, dass es hier auch reinpasst, dass das, also weil das sind wir einfach nicht gewohnt so. Gerade wir, die wieviel pendeln, da gibt es immer ein Ziel und immer ein Zweck hinter der Fahrt. Und wenn man jetzt Touren plant, Bikeworking Touren oder Mountainbike Touren oder Gravel-Ausfahrten oder so, dann ist das auch immer

      minutiös geplant meistens, aber einfach mal so rumfahren kann glaube ich, kann sehr entschleunigen und das ist ja das was wir gerade so oder was man jetzt momentan suchen kann.

      Sissi (58:09.036)

      Okay, welchen Film schauen? Ich bin nicht entschleunigt, man merkt

      Laurenz (58:13.336)

      Ja, die wenigsten sind das, aber naja. Filme und Serien habe ich kaum welche geguckt, also zumindest keine, ich jetzt empfehlen könnte. Ich gucke nur noch so viel Gutkram, weil ich abends ansonsten nicht einschlafen kann und dann auch noch irgendwas …

      Sissi (58:18.174)

      Welchen Film schauen?

      Sissi (58:25.098)

      Okay.

      Sissi (58:34.6)

      Ja, kann es, das kann ich empfehlen. Aber hast du noch ein Buch vielleicht? Buchtipp?

      Laurenz (58:40.744)

      Ich hab das Kinderbuch von Dennis Schröder eben gehabt. Ich hab eine Podcast-Empfehlung tatsächlich. Also das ist das, was ich immer noch irgendwie rein krieg zum Einschlafen oder zum Wäscheaufhängen oder wie auch immer Podcast hören. Und da höre ich momentan sehr gerne Outside is Magic. Das ist ein Podcast, sich in der

      Sissi (58:44.03)

      Ja stimmt, vom Dennis.

      Laurenz (59:09.644)

      Jetzt muss ich kurz gedanklich übersetzen. bin leider nicht so anglofil wie du. Intersection between design and the outdoors. Da geht es darum. Also Interviewgäste aus der Outdoor-Branche aus den kreativen Bereichen. Und das ist total cool und es ist total lustig. Die merken immer irgendwann am Ende, dass sie ja, also

      dass sie eigentlich schon immer ADHS hatten oder haben, die Interviewgäste und der Interviewer. Ich fühle mich da immer ganz gut abgeholt. sind auch natürlich jetzt nicht mehr so die jüngsten Leute.

      Sissi (59:56.084)

      Also alte Menschen mit ADHS, die es nach draußen treibt, sich zu entschleunigen. Spannend. Outside is magic. Okay.

      Laurenz (01:00:00.524)

      die das aber eigentlich gar nicht machen können und deswegen das als ihren Job wenigstens machen, weil sonst das gar nicht mehr ist.

      Sissi (01:00:08.043)

      Okay.

      Also ich habe einen Buchtipp. Verena Rossbacher. Monscherie und unsere demolierten Seelen. Super Buch. Tolles Buch, tolle Autorin. Ursprünglich aus Vorarlberg, Herz in Berlin, Leben super Humor. Lest es, vor allem wenn ihr eine Frau meines Alters seid. Serientipp. Wie gesagt, BBC. Wer braucht Netflix, wenn es BBC gibt? Verstehe ich überhaupt nicht, könnte nur BBC schauen die ganze Zeit. Ludwig.

      Super Serie. Sehr skurril, spannend, witzig, richtig gut. Und mein Tipp, was man ausprobieren sollte, man sollte jemanden kontaktieren und wieder treffen, den man schon lange nicht mehr gesehen hat und vielleicht auch mag.

      Laurenz (01:00:55.87)

      ja, das finde ich gut. und da fällt mir tatsächlich noch ein Serientipp ein. Also einen, ich jetzt hier nennen kann, dass er völlig peinlich ist für mich. Obwohl er auch aus den öffentlich-rechtlichen Mediatheken ist. So wie alles, ich hier angeguckt habe. Und zwar die Serie Chabos. Warum sie Chabos heißt, weiß ich nicht, denn das ist für mich eigentlich ein Begriff. Jetzt weiß ich nicht, aus den 2000ern oder… Ne, eben nicht aus den 2000ern.

      Da geht es eine Coming-of-age-Serie oder eigentlich ist es eher so ein Rückblick von einem Mit-30er, der wird zum 20-jährigen Klassentreffen eingeladen und möchte daraufhin ein paar Dinge aufarbeiten aus seiner Jugend in den 2000ern. Also das ist so exakt, wenn du mehr wissen möchtest, wie ich aufgewachsen bin. Das spielt auch noch in Ruhrgebiet.

      Sissi (01:01:52.862)

      Also wer in Laurens Leben eintauchen möchte, noch mehr, der sollte JABU anschauen. In Öffentlich-Rechthlichen. Sehr schön. Cool, also ich schaue am liebsten öffentlich-rechtlich. Ich weiß nicht wo man sonst, also. Vielleicht ganz kurz, dein Ratgeschenk Weihnachtstipp.

      Laurenz (01:01:55.908)

      guckt die Serie Chavos, der es nicht Chavos geht, sondern Ich auch.

      Laurenz (01:02:12.94)

      Mein Ratgeschenk-Wannachtstipp…

      Sissi (01:02:15.784)

      Ich fange an, Licht. Ich möchte, dass ihr allen, allen in eurem Umfeld Fahrradlichter schenkt. Also ich meine, Weihnachten ist ja jetzt auch schon vorbei, da sind Schmarrn. Aber nehmt das Geld, was ihr zu Weihnachten bekommen habt und schenkt damit allen Menschen euch herum Fahrradlichter. Weil wenn die dann schon Fahrradlichter haben, dann verschenken sie es weiter an Menschen, die noch keine Fahrradlichter haben. Und irgendwann sind diese 80 Prozent der Menschen, ohne Fahrradlichter rumfahren, auch mal mit Fahrradlichtern bestückt. Das ist echt gefährlich, Kids.

      Laurenz (01:02:45.62)

      Sehr guter Wunsch, sehr guter Tipp, meine ich. Ich mag das Radsport-Legendenquartett sehr. Ich nicht, ob du kennst. Ich weiß auch leider gar nicht, von wem es ist. Ja, okay, scheiße. Schon durchge… Meine Hoffnung. Frieden auf Erden.

      Sissi (01:02:53.294)

      Cool, gibt’s da Frauen dabei?

      Sissi (01:02:59.662)

      Gut, deine Hoffnung für 2026.

      Sissi (01:03:12.522)

      Ja, das habe ich auch. Frieden für die Menschheit?

      Sissi (01:03:18.732)

      Und dann habe ich noch, dass ich wieder mehr auf dem MTB sitze.

      Laurenz (01:03:22.254)

      ja, das möchte ich auch. Also auf dem MTB zum Berg abfahren. Mal wieder ein bisschen wild. Nicht mehr nur so touren durch die Landschaft. Ja, das möchte ich auch. Da habe ich jetzt… Ja, genau, nicht alleine. Ja. Ja.

      Sissi (01:03:36.518)

      Mit Freunden. Am liebsten am Kronplatz. Aber das nur so nebenbei. Das muss ich so spezifisch sein. Ich möchte einfach mehr auf dem MTB sitzen.

      Laurenz (01:03:46.604)

      Ja, aber da können wir uns gerne verabreden am Kronplatz. Da bin ich nämlich auch noch nicht gefahren. und ich habe es tatsächlich geschafft im Herbst oder jetzt späthär. ist eigentlich fast eng. Anfang November habe ich mein Mountainbike verkauft, mein Fully. War natürlich ein bisschen Schmerzgrenze, aber ich habe es geschafft. Es ist weg und ich kann jetzt wieder investieren in ein neues Fully und dann können wir gerne da schritten.

      Sissi (01:03:48.692)

      Ach so, hervorragend, das wär doch mal was.

      Sissi (01:04:13.78)

      Also meins ist jetzt glaube ich auch schon 10 Jahre alt, so 7, 8, 9 Jahre. Aber das hält schon noch so wenig wie ich fahre. Ich bin ja nicht so technisch fokussiert.

      Laurenz (01:04:19.144)

      Ja.

      Das finde ich sehr gut. stimmt. Das habe ich mir auch immer gesagt, komm, du fährst nicht so viel. Aber ich wollte das jetzt irgendwie. Und außerdem, ich werde mir einen Fahrrad, einen Mountainbike kaufen, was wirklich dann sehr lange bei mir bleiben wird. Das ja, ja, ja, ja, ja.

      Sissi (01:04:35.854)

      Ja, da bin ich mir sicher. Ja. Right. This is it. 2025 und ja, drei Jahre Catch-Up. Laurens, es war mir ein großes Pläsier. Ich habe schon ein kleines Trädchen im Auge. Dieses regelmäßige Catch-Uppen. Wie gesagt, vielleicht schaust du hier und da mal wieder vorbei im Pod oder wir machen das einmal zum Ende des Jahres und gucken so, wie es uns geht und wie es uns gehen wird im kommenden Jahr mit Vars.

      Laurenz (01:04:49.073)

      Mir auch.

      Laurenz (01:05:05.982)

      Das fände ich großartig, diese Tradition des Jahresrückblickes und vielleicht zu besonderen Anlässen auch so nochmal.

      Sissi (01:05:05.992)

      und

      Sissi (01:05:14.85)

      Gerne. Liebe Zuhörenden von uns beiden ein Kniefall mit gefalteter Dankeshand. Man kann ruhig mal pathetisch werden, gerade so in dieser Zwischenjahreszeit. Hey euch wirklich vielen vielen Dank fürs Zuhören. Happy 2026 und nehmt fleißig das Rad. Adieu.

      Laurenz (01:05:36.414)

      Macht’s gut!

       

      1 hr 2 min
    • Die Professionalisierung des Bike-Sharings: Paris, Wien, Bad Honnef: So wandelt sich der Mobilitätsstandard

      Mareike Rauchhaus, Director of Communications and Public Policy bei nextbike, ist zurück im Podcast – als erste Wiederholungsgästin. Mit Host Sissi spricht sie über frische Zahlen, Professionalisierung, exponentielle Wachstumschancen und die Wiener Poesie- und Partyfähigkeiten.

      [toc]

      nextbike hat sich 20 Jahre nach der Gründung fast schon unauffällig zu einem der großen Player (und großen Arbeitgeber) der europäischen Fahrradbranche entwickelt: Die Leipziger beschäftigen inzwischen über 1.000 Mitarbeitende (!), sind in 23 Ländern und über 400 Städten präsent und gelten als Bike-Sharing-Marktführer in Europa. Bis zu 200 Fahrräder können die neue, 8.000 Quadratmeter große Fertigungsstätte bei Warschau täglich verlassen.

      Vom Nischenprodukt zum Mobilitätsstandard

      Im Podcast spricht Sissi mit Mareike Rauchhaus (Mitarbeiterin Nummer 5) über die Professionalisierung des Bike-Sharings auf allen Ebenen: vonseiten der Kommunen und Städte, die mit ihren europaweiten Ausschreibungen, Service Level-Agreements, Vertragslaufzeiten etc. klare Standards vorgeben. Seitens der Verkehrsverbünde, die einst das Bike-Sharing noch als Konkurrenten beäugten und heute als wichtigen Bestandteil nicht mehr missen wollen – im Gegenteil: Die Integration wandert mehr und mehr in die suburbanen und ländlichen Bereiche hinaus. Und auch vonseiten der Anbieter, die vom Rad bis zum Algorithmus stetig an der Produktoptimierung arbeiten.

      Zum Verständnis: Während B2C-Anbieter wie Lime und Dott ihr Geschäftsmodell auf die Nutzungsgebühren stützen, fokussiert sich nextbike auf die Integration in den ÖPNV, auf Partnerschaften mit Kommunen, Städten und Hochschulen (integriert in das Semesterticket).

      Paris, Wien und Studien

      Mareike und Sissi wandern von Paris nach Wien, Mareikes aktueller Lieblings-nextbike-Stadt, „weil sie zeigt, wie moderne Verkehrsintegration geht“. 10 % der Wiener Linie-Radflotte ist zum Beispiel mit Kindersitzen gerüstet. Die Diversifizierung mit Cargobikes, Anhängern und Trikes ist neben der Elektrifizierung und der Expansion in suburbane Räume generell ein Trend der Branche.

      Zum Schluss diskutieren die beiden noch eine im Oktober veröffentlichte Studie zum gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzen von Bike-Sharing, die im Auftrag von Cycling Industries Europe (CIE) und EIT Urban Mobility durchgeführt wurde. Wie häufig wird ein Leihrad im Schnitt genutzt und wie viel Kilometer legt es zurück? Wie oft wird es mit dem ÖPNV kombiniert und welche Effekte hat Bike-Sharing auf Ökonomie, Gesundheit und Nachhaltigkeit?

      Die Antworten und noch viel mehr gibt’s im Podcast – jetzt reinhören!

      1 hr 3 min
    • Industry Insights Podcast zum Messe-Bruch: Das steckt hinter dem Eurobike-Eklat

      In der dunklen Jahreszeit und in einer Zeit der Unsicherheit über die Zukunft der Messe Eurobike braucht es dringend einen Lichtschalter. Der taucht in der neuesten Industry Insights-Episode in Form von Uwe Wöll auf. Der Geschäftsführer des Verbund Service Fahrrad (VSF) kennt die Seite der Verbände, die Seite des Messeveranstalters fairnamic und er kennt die Hintergründe des Bruchs. Von ihnen erzählt er im Podcast.

      [toc]

      Nach der Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der Eurobike seitens der Interessensverbände Zukunft Fahrrad und Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) Ende Oktober wird fleißig spekuliert – über die Zukunft der Leitmesse wie über die Gründe, die zum Bruch führten. Unsere Sonderfolge dazu findest du hier: Podcast-Sonderfolge zur Eurobike-Krise: Ist das das Ende der Eurobike?

      Im Industry Insights ist mit dem Geschäftsführer des Verbund Service Fahrrad (VSF) Uwe Wöll nun ein Insider zu Gast, der tiefe Einblicke hat und mit beiden Parteien gesprochen hat. Er erklärt Alex Thusbass und Sissi Pärsch die Vorgeschichte, Begebenheiten, wo das Miteinander offensichtlich so unterschiedlich interpretiert wurde, dass Verletzungen passiert sind, die schwer zu heilen sind. Es geht um mangelnde Wertschätzung, um die Frage der Kooperation, aber auch um die Frage der Kommunikation.

      Im Podcast wird diskutiert, ob es denn noch eine Leitmesse bräuchte – und falls ja, warum und wie könnte sie aussehen? Die Themen wandern von kleinen Herstellern zu großen Medienhäusern, vom Timing von Parlamentssitzungen bis zu den nächsten Entwicklungsstufen des E-Bike-Marktes.

      Als Grundtenor kann man festhalten: Die Branche wünscht sich und bräuchte dringend einen Schulterschluss und ein Miteinander, ein Zusammenspiel aller Player, um sich erfolgreich durch diese unruhigen Zeiten zu navigieren. Alex wünscht sich gar einen Uwe Wöll als Paartherapeuten…

      Noch nicht reingehört? Dann jetzt aber schnell! Und nicht vergessen, den Podcast fleißig zu liken und weiterzuempfehlen – danke!

      1 hr 20 min

    About Nimms Rad

    From the publisher's feed

    Nimms Rad – Der Podcast begrüßt Menschen, die sich mit der Zukunft urbaner Radmobilität beschäftigen – Expert:innen aus Forschung und Industrie, aus Verbänden und Politik. Dazu gibt es mit CatchUp…

    More shows like Nimms Rad

    Antritt – Der Fahrradpodcast by detektor.fm – Das Podcast-Radio

    Antritt – Der Fahrradpodcast

    7 Listeners

    CyclingMagazine | Der Radsport-Podcast by CyclingMagazine Podcast

    CyclingMagazine | Der Radsport-Podcast

    0 Listeners

    Besenwagen - der Radsport Podcast by Bastian Marks, Andreas Stauff, Paul Voß

    Besenwagen - der Radsport Podcast

    5 Listeners

    ENJOYYOURBIKE! Cycling-Lifestyle / Gravel- & Roadbike-Talk + Bike-Technik by Ingo Quendler, André Werk

    ENJOYYOURBIKE! Cycling-Lifestyle / Gravel- & Roadbike-Talk + Bike-Technik

    7 Listeners

    Ulle & Rick by Rick Zabel und Jan Ullrich

    Ulle & Rick

    11 Listeners

    Faszination Rennrad - der ROADBIKE-Podcast by ROADBIKE Magazin

    Faszination Rennrad - der ROADBIKE-Podcast

    7 Listeners

    ARD Klima Update by ARD

    ARD Klima Update

    9 Listeners

    Apokalypse & Filterkaffee by Micky Beisenherz & Studio Bummens

    Apokalypse & Filterkaffee

    71 Listeners

    Sitzfleisch by Christoph Strasser, Florian Kraschitzer & Podcastwerkstatt

    Sitzfleisch

    3 Listeners

    Fahrrad, immer ein Teil der Lösung by Rad & Tour Cuxhaven

    Fahrrad, immer ein Teil der Lösung

    1 Listeners

    Die Lage international mit Christian Mölling by stern / Steffen Gassel, Moritz Gathmann, Christian Mölling

    Die Lage international mit Christian Mölling

    8 Listeners

    Autsaid - Gravel Podcast by Paul Voß

    Autsaid - Gravel Podcast

    2 Listeners

    SCYENCE Podcast by Lennart & Lukas

    SCYENCE Podcast

    1 Listeners

    Radio RTW by Richard Weinzheimer, Tobias Knaup, Max Walscheid

    Radio RTW

    5 Listeners