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Eine Folge, VIELE Themen: Branchen-Insider Alex Thusbass spricht mit Host Sissi Pärsch über frische Zahlen, mögliche Accell-Entwicklungen, Mike Sinyards Comeback, die Simplon-Insolvenz und die neuen Messe-Konzepte aus Frankfurt und Köln.
Es waren Wochen vollgepackt mit News aus der Fahrradbranche und entsprechend dicht mit Themen gefüllt ist diese Industry Insights-Folge. Es geht um frische Q2-Zahlen aus den Niederlanden und vom ZIV, die eine Bodenbildung versprechen und sogar einen vorsichtigen Aufwärtstrend, aber vor allem auch um Einschätzungen zu den neuen Bewegungen am Markt:
Accell: Mehr Krimi geht kaum
Was passiert mit Marken wie Ghost, Haibike, Lapierre und E. Wiener Bike Parts? Kommt es womöglich zu einer Aufsplittung in einzelne Assets? Sichert sich Dutech nun einen klaren Neustart oder werden gar ehemalige Eigentümer auf dem Spielfeld auftauchen? Und wieso war die Stimmung von Accell-Vertretern auf der Bike&Co-Ordermesse so gut?
Simplon: Goodbye Vorarlberg, Hello Rumänien?
Specialized: Der 76-jährige Fels in der Brandung
Messekonzepte: Wie unterscheiden sich Frankfurt und Köln?
Beide werden ab 2027 jährlich über 3 Tage in 3 Hallen stattfinden und sich rein an ein Fachpublikum wenden. Die Eurobike allerdings wieder zu einem Sommertermin (30. Juni bis 2. Juli 2027), towards tomorrow wie geplant vom 6. bis 8. September. Während Frankfurt einen Fokus auf Neuheiten und Innovationen legen will – und das auch im Feld der Mikromobilität, betont die Koelnmesse die Bedeutung von zentralen Marken und dem Fachhandel. Das Ökosystem Fahrrad steht hier im Zentrum mit Sonderflächen u.a. für Werkstatt/Service, Digitalisierung, Logistik und Spezialräder.
Das alles – und noch einiges mehr – hört Ihr im Podcast.
Vom Kofferraum-Showroom ins Heidelberger Kult-Quartier. Von der Praktikantin zur ZIV-Vorständin. Wir sprechen im Podcast mit Annalena Horsch, Geschäftsführerin von Coboc, über die Anfänge als Purismus-Pionier, eigene Wege, chinesische Wettbewerbsverzerrung und die Zukunft einer Leitmesse.
Physiker, die wissen, wie sexy geht
Händlerakquise mit altem Audi
Die Rolle im ZIV-Vorstand
All das erfahrt ihr im Podcast.
Faltrad, Tandem, Dreirad – all made in Germany: In der aktuellen Podcast-Folge erklären Michaela Buchholz und Thomas Bernds, wie (und warum) sie seit 35 Jahren am Bodensee Falträder, Tandems und Kompakträder entwickeln, konstruieren, schweißen und montieren.
Thomas Bernds schweißte als Grundschüler mit dem Dorfschlosser zwei Räder zu einem Tandem, später baute er als Schulprojekt ein Dreirad. Und weil ihn die Zweiradleidenschaft nicht los ließ, gründete er – kaum volljährig – seinen ersten Laden für Liegeräder, den er „nach einer phänomenalen Eröffnungsparty“ bald wieder schloss. Die Fahrradindustrie sollte dennoch über die nächsten Jahrzehnte seine Heimat werden – und viel von ihm lernen.
Vom Schul-Dreirad zum Nischen-Player
Schweißen, pulverbeschichten, anpassen – alles in Deutschland
Der Markt forscht nach Bernds
Viel Spaß beim Zuhören.
Deutschland hat einen neuen Verkehrsminister und die Accell-Gruppe einen neuen Besitzer. Brompton hat zwei neue Investoren und einige Marken Concept Bikes mit eCTV-Motoren. Warum das alles? Wohin führt uns das alles? Das besprechen wir in der neuesten Industry Insights-Folge.
Wo Politik drauf steht, stecken meist hitzige Debatten drin – und so wird auch der eigentlich harmlose Auftakt zur Abdankung von Verkehrsminister Patrick Schnieder und seinem Nachfolger zur Diskussionsgrundlage zwischen Host Sissi Pärsch und Branchen-Insider Alex Thusbass. Wieviel politischen Rückenwind braucht die Fahrradindustrie überhaupt? Alex verzichtet auf das Lüftchen, Sissi fordert zumindest einen guten Hauch ein.
Accell in chinesischen Händen
Decathlon holt sich 10 % an Brompton
eCVT: Darauf hat die Welt gewartet?!
Alls das erfahrt Ihr in der neuesten Industry Insights-Folge.
Eine neue Studie prognostiziert für den Fahrradmarkt eine Stagnation bis zum Jahr 2030 – und gleichzeitig ein großes Wachstumspotenzial in neuen Zielgruppen, allen voran in der weiblichen Käuferschaft.
Auf der Eurobike 2026 präsentierte das Team von Women in Cycling Germany eine Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IFH Köln durchgeführt wurde. Ziel war es, das Potenzial zu quantifizieren, das für die Fahrradindustrie in der weiblichen Bevölkerung schlummert. Doch auf den 70 (!) Seiten werden darüber hinaus Expert:innen befragt, Wachstumshebel identifiziert und erste Impulse gesetzt, wie man diese auch bedienen könnte.
In dieser Nimms Rad Podcast-Folge analysiert Host Sissi Pärsch die Studie mit Dominique Lellek, einer der Initiatorinnen.
Das bisherige Wachstum innerhalb der Branche – das haben wir die vergangenen Jahre leidvoll erleben müssen – ist nicht mehr selbstverständlich. Die IFH-Prognose erkennt bis zum Jahr 2030 praktisch kein Wachstum für den Gesamtmarkt (Fahrräder plus Zubehör, Bekleidung, Service etc.). Entsprechend gilt es für die Industrie, aktiv neue Zielgruppen zu erschließen.
Zu häufig gehen wir davon aus, dass unsere Sicht auf Mobilität, Produkte und Kaufentscheidungen die Norm ist. Damit sprechen wir vor allem Menschen an, die uns ohnehin schon ähnlich sind – und übersehen viele andere. Doch genau hier entsteht Wachstum: wenn wir neue Zielgruppen für das Fahrrad begeistern und bestehende Barrieren abbauen.
Frauen machen 51 % der Bevölkerung aus, erwirtschaften bisher allerdings nur 38 % des Fahrradumsatzes. Erschließt man mehr Radfahrerinnen, könnten bis 2030 zusätzliche Einnahmen von 520 bis 950 Mio. Euro generiert werden. Bei einer vollständigen Angleichung des Kaufverhaltens von Frauen an das von Männern ergäbe sich rechnerisch sogar ein Potenzial von rund 3,3 Mrd. Euro. Was aber braucht es dafür?
Frauen nutzen das Fahrrad laut Studie deutlich stärker alltagsbezogen als Männer. Die sportliche Nutzung spielt hingegen noch eine eher untergeordnete Rolle. Entsprechend dominieren bei den Fahrradtypen City-Bikes und E-City-Bikes klar vor Mountain-, Trekking- oder Rennrädern. Die Studie zeigt außerdem, dass Sicherheit bei Frauen eine entscheidende Rolle spielt und sie weniger technikgetrieben und stärker vertrauens-, beratungs- und erlebnisorientiert sind:
Die Studie identifiziert fünf unterschiedliche Typen von Fahrradfahrerinnen, die sich vor allem in ihrer Motivation, Nutzung und den jeweiligen Barrieren unterscheiden:
Die Safety-Seeking und Service-Oriented Rider machen zusammen fast die Hälfte aller Frauen aus und tragen bislang nur unterproportional zum Marktvolumen bei.
Die befragten Expert:innen aus Industrie und Handel (u.a. von Riese & Müller, Giant, Lucky Bike, i:SY, HEPHA, JobRad, Bikeleasing und e-motion) bringen ähnliche Stoßrichtungen vor – und die verweisen in erster Linie auf eine neue Ansprache, Beratung und Produktgestaltung:
Women in Cycling Germany und die IFH Köln machen mit ihrer Studie deutlich, dass es keineswegs an Interesse mangelt. Was hingegen fehlt, sind Sicherheit, Vertrauen, passende Angebote und vor allem eine entsprechende Neuausrichtung der Kommunikation.
Die vollständige Studie „Frauen – der unterschätzte Wachstumshebel“ steht unter https://www.velostiftung.de/women-in-cycling/ zum Download bereit.
Der ZIV verkündet am Tag vor dem Eurobike-Auftakt den Start der eigenen European Bike Show 2027 in Köln. Und überlagert damit die eigentlich wichtigen Themen in den Messehallen. Die Branche kommt nicht zur Ruhe…
Quo vadis, Fahrradbranche? Köln, Frankfurt oder Kassel – Hauptsache Messe. Fast schon nostalgisch mag man sich an die Orientierungslosigkeit erinnern, die in den ersten Frankfurt-Jahren der Eurobike herrschte. Damals musst man sich in den vielen, dicht gefüllten Hallen mit ihren zwei Ebenen erst einmal zurechtfinden.
Die Orientierungslosigkeit 2026 ist hingegen sicher nicht einer überwältigenden Größe geschuldet. Im Gegenteil. Beschränkt auf ein paar wenige Hallen und eine überschaubare Außenfläche, schrumpfte die Eurobike einmal mehr. Kein Gedränge, kein Gesuche. Doch die Branche selbst fragt sich geschlossen: Wohin?
towards tomorrow hat der Zweirad-Industrie-Verband sein neues Messe-Kind mit der Koelnmesse getauft: das vom 06. bis 08. September 2027 Premiere feiern wird – und somit direkt im Anschluss zum angesetzten Eurobike-Termin am 01. bis 03. September. Auch die Ankündigung hätte kaum provokanter getimed werden können. Einen Tag vor Messebeginn wurde in Berlin eine Pressekonferenz anberaumt. Speziell der Kommunikationszeitpunkt sorgte auf der Messe für Kopfschütteln.
Und so kreisten die Gespräche einmal mehr nicht um Innovationen, Aufbruch und Transformation, sondern um Grabenkämpfe, Zersplitterung und Streitereien. Bei Temperaturen von bis zu 40°C spricht die Medienwelt nicht von der Bedeutung des Fahrrads für den Wandel der urbanen Mobilität. Sie spricht von hitzigen Debatten in einer Industrie, die nicht weiß, wohin sie steuert.
Und darum muss es dann auch in der ersten Live-Podcast-Aufnahme des Industry Insights gehen. Alex Thusbass und Host Sissi Pärsch sprechen mit Gast Isabel Eglseder, Gründerin der Kommunikationsagentur Crystal Communications, über das potenzielle Ende der Eurobike, über schwache Kommunikation, den Frust einer gesamten Branche und die Frage, ob eine neue Weltleitmesse von europäischem Protektionismus geprägt sein kann – und wenn ja, wie dieser aussehen könnte und welche Konsequenzen das haben mag.
Allerdings zeigte sich an den Ständen – neben dem dominanten China Duell Goboa-Avinox – durchaus mutige neue Konzepte und spannende Innovationen. Auch darüber soll es im ersten Industry Insight vor Publikum gehen.
Auf der Cyclingworld in Düsseldorf wurde Iumentum 2026 in der Kategorie Cargobike mit dem Product of the Year Award ausgezeichnet. Im Podcast erzählt Gründer Clemens Kircher, wie er vom Sharing Bike-Entwicklungschef zum Lastenrad-Szeneliebling wurde.
Long Johns mit geringem Gewicht und hoher Steifigkeit, mit sportlichem Fahrverhalten und ungewöhnlicher Seilzuglenkung, mit eigenständigem Rahmendesign und hohem Individualisierungsgrad – die kleine Lastenrad-Marke Iumentum sorgt seit einigen Jahren nicht mehr nur in den Szene-Foren für Furore. Gegründet wurde sie 2022 in Kriebethal zwischen Leipzig und Chemnitz von Clemens Kircher – und dessen Fahrradhistorie hat es in sich.
Zwischen Spitzensport und Sharing Bike
Clemens Hintergrund ist spannend, denn er ging als Schrauber-Nerd zum Leipziger Sharing Bike-Anbieter nextbike, wo er die Hardware-Entwicklungsabteilung aufbaute und leitete. Der Wirtschaftsingenieur erzählt Host Sissi, wie ihm der Spagat gelang, vom Performance-getriebenen Spitzensport in die Entwicklung von Rädern für eine maximal breite Zielgruppe – Rädern, die so robust und unkompliziert wie nur möglich sein sollten.
Kommt das Zugpferd als S-Pedelec?
Clemens erklärt seine spezielle Rahmenkonstruktion, die Seilzuglenkung und warum er auf seinen chinesischen Rahmenlieferanten zählt, aber beim Mittelmotor auf einen deutschen Hersteller setzt. Und dann gibt es auch noch einen Ausblick in die Zukunft: Wird das 2026 von der Cycling World Düsseldorf als Product of the Year ausgezeichnete Lastenrad tatsächlich auch als S-Pedelec Modell kommen?
Viel Spaß beim Hören!
Avinox zieht an, Bosch schießt hinterher und die EMTB-Szene scheint die weitere Zuspitzung ihres Sports zu feiern. In der Industry Insights-Folge hingegen geht es darum, welche Konsequenzen das Watt-Wettrüsten abseits dem Trail haben könnte.
1.500 Watt Leistung und bis zu 150 Nm Drehmoment – die EMTB-Medien sehen das frische Spitzenmodell von Avinox als neue Leistungsmesslatte. Doch welche Auswirkung wird die Potenz am Berg mit sich bringen? Host Sissi Pärsch und Branchen-Experte Alex Thusbass blicken auf den Mountainbike-Sport, der ja heute bereits ein schon ausreichend fragiles und belastetes Image hat. Aber vor allem beschäftigen sie sich mit den Konsequenzen für die Radbranche gesamt und die urbane Mobilität im Speziellen.
Es geht um:
Das womöglich geopolitisch motivierte Re-Branding des Unternehmens
Der Mutterkonzern DJI verabschiedet sich aus dem Markennamen. Avinox operiert strategisch als Eigenmarke. Ist das eine markenstrategische Entscheidung oder auch ein Schritt, der im globalen Kontext Sinn macht. Schließlich sieht sich DJI bereits seit Jahren US-Spionagevorwürfen und entsprechenden Sanktionen ausgesetzt.
The bigger the better – und desto demokratischer?
Sissi und Alex hinterfragen die Zielgruppe, die Avinox mit seinem neuen Antrieb erreichen wird und in welcher Relation die Reaktionswelle dazu steht. Ist das die Innovation, die die Branche voranbringt oder eine Speerspitze, die an den Bedürfnissen von 99 % der eBike-Fahrenden vorbeigeht? Was erreicht Avinox mit seinen extremen Leistungswerten und ist es womöglich in erster Linie ein Marketingtool, um sich auf dem Markt zu etablieren, bevor es in die breite Masse geht?
Sissi möchte Alex Meinung zu dem reaktiven Software-Update von Bosch auf bis zu 120 Nm hören. Steht man in diesem Fall unter Zugzwang? Kann man sich einem Wettrüsten entziehen – und wie vorbereitet war Bosch hardware-seitig bereits, wenn es nur eine Software-Einstellung benötigte?
Und natürlich blicken die beiden im Zuge dessen auch auf das Statement von Avinox Avinox Pursues Power with Purpose. Darin betont die Marke, dass die Systeme alle geltenden Gesetze und die 25-km/h-Grenze strikt einhalten. Der Motor soll den Fahrer keineswegs schneller machen, sondern vielmehr den MTB-Sport demokratisieren („Mountain biking should be accessible to more people, regardless of fitness level, body type, age, or physical limitations.“). Als Teaser: Das Demokratisierungsargument sieht Alex als Feigenblatt – und erklärt, wo Avinox System im Grunde Sinn machen würde (und in Zukunft womöglich Sinn machen wird).
Strenge Regulierung – und
Dass eine fortlaufenden Extremisierung der Leistung folgen wird, kann man annehmen, doch wo das Limit liegt, um die Balance zwischen Mensch und Maschine weiterhin zu erhalten, ist die Frage, die Alex umtreibt. Genauso wie die potenzielle strengere staatliche Regulierung. Sissi und Alex blicken entsprechend auch auf die Argumentation des Sachverständigen für Mikromobilität (und ehemalige ZIV-Geschäftsführers) Ernst Brust, der in der Leistungsbegrenzung den falschen Ansatz sieht. Für sinnvoller erachtet er vielmehr die dynamische Begrenzung der reinen Beschleunigung.
Der nächste Schritt: Urbane Mobilität
Den spitzen EMTB-Bereich verlassen die beiden recht schnell und landen bei dem in seiner Breite deutlich „potenterem“ Bereich der urbanen Mobilitätslösungen. Es geht einmal mehr um die Forderung nach maximale Benutzerfreundlichkeit und intelligenten Systemintegrationen.
Im Nimms Rad Podcast erklärt Aventon Global Brand Director Malte Homeyer seine Formel für die Brand: kalifornische Gelassenheit kombiniert mit chinesischer Produktions-DNA und deutschem Tech-Anspruch.
Für den deutschen Markt mag Aventon noch ein Unbekannter sein, in den USA allerdings zählt die Brand zu einen der drei größten eBike-Playern. Die Wurzeln von Gründer Jianwei „JW“ Zhang liegen in der Fixie-Szene. 2013 startete er als Student in Kalifornien Aventon als szenige Crit-Marke. Die Wurzeln von JW liegen allerdings auch in China – in einer Familie mit Industriebezug und Expertise im E-Motoren-Bereich. So kam 2018 der Richtungswechsel: Aventon wurde zum reinen eBike-Hersteller und somit einem der eVorreiter auf dem US-Markt.
Neuer Markt, neue Aufstellung
Aventon hat südlich von Shanghai eine eigene Produktionsstätte inklusive Engineering und Software-Entwicklung mit 350 Mitarbeitenden. Die vertikale Integration und das chinesische Mindset ermöglichen es, so Malte, eine ganz andere Taktung in der Entwicklung anzuschlagen. Generell liegt für ihn die Aventon-Formel in der Kombination der kulturellen Prägungen: Das Beste aus drei Welten mit kalifornischer Leichtigkeit, chinesischer Produktionsexpertise und deutschem Tech-Design.
Worauf Aventon seinen Fokus legt, wie der gute Preis zustande kommt, wie die Vertriebsstruktur aussieht und wie gut Emotionen mit Technik zu verbinden sind, hört ihr in der Podcast-Folge.
Das Start-up 2Lock aus Regensburg möchte den Diebstahl von eBikes mit einem integrativen Schloss ausbremsen. Wie die Schließmechanismen funktionieren und wie die Industrie darauf reagiert, erklärt Co-Gründer Ben Bäuml in der neuesten Industry Insights-Folge.
In der Gründerszene räumen sie Preise ab, Versicherungen feiern die Lösung und jetzt kommen die ersten eBikes mit 2Lock-Nabe auf den Markt – aber wird das Oberpfälzer Start-up tatsächlich den einen neuen Standard für eBike-Sicherheit etablieren können?
Darüber diskutieren Sissi und Alex in dieser Industry Insight-Folge mit Ben Bäuml, der gemeinsam mit seinem Bruder Simon (Maschinenbauer) und Martin Scherl (Wirtschaftsinformatiker) 2023 2Lock gegründet hat. Das Trio hat ein Schließsystem für eBikes entwickelt, das wie beim Automobil nicht über externe, sondern integrierte Sicherung funktioniert.
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Das Schloss sitzt in der vorderen Nabe des eBikes und nutzt zwei Schließmechanismen: Der erste blockiert die Rotation des Laufrads. Das eBike kann nicht mehr bewegt werden. Der zweite Mechanismus macht den Ausbau des Laufrads unmöglich. Und eine dritte Abschreckung kommt über eine Alarmanlage, die bei dem Versuch, das eBike wegzutragen ertönt – und das nicht nur in Form eines Sirenentons, sondern auch in Form einer individuellen menschlichen Stimme. Wegfahrsperre + Ausbausperre + Alarm = Diebstahlschutz per Click über die eBike-App – ohne Schloss und ohne Anketten an einen fixen Gegenstand.
Alex ist einer der ersten 2Lock-Fürsprecher aus der Industrie. Das System wird aktuell in einem der urbanen Hepha-Modelle eingeführt. Doch wie blickt der Rest der Branche auf die Neuerung? Wer zeigt Interesse, wer hat Vorbehalte – und wenn ja welche? Wie offen sind die Hersteller für eine Systemintegration und wie reagieren die Versicherer auf diese Art des Diebstahlschutzes? Und generell: Wie gehen Raddiebe denn eigentlich vor?
All die Fragen werden in diesem Rekordfolge (der längste Nimms Rad-Pod ever…) geklärt. Aber es geht auch um die These, die Alex und Sissi in der Vor-Episode aufgestellt hat: Die Fahrradindustrie dreht sich zu sehr um sich selbst, zeigt sich wenig innovativ und vor allem auch wenig offen für die tatsächlichen Bedürfnisse der Radfahrenden. So geht es auch um externe Disruption. Und schließlich erzählt Ben noch von den Herausforderungen und Hürden am Gründer-Standort Deutschland und von den Vorteilen und Nachteilen des Fremdkapitals.
War’s das mit eBike-Diebstahl? In dieser Industry Insights-Folge sprechen Alex und Sissi mit Ben Bäuml, Co-Gründer des Regensburger Start-ups 2Lock, das womöglich gerade den neuen Standard für eBike-Sicherheit erfindet. In der Gründerszene räumen sie Preise ab, Versicherungen feiern die Lösung und jetzt kommen die ersten eBikes mit 2Lock-Nabe auf den Markt.
Das Schließsystem für eBikes funktioniert wie beim Automobil nicht über externe, sondern integrierte Sicherung: Das Schloss sitzt in der vorderen Nabe des eBikes und blockiert sowohl die Rotation des Laufrads und macht zugleich dessen Ausbau unmöglich. Und eine dritte Abschreckung kommt über eine Alarmanlage, die bei dem Versuch, das eBike wegzutragen ertönt – und das in Form einer menschlichen Stimme. Wegfahrsperre + Ausbausperre + Alarm = Diebstahlschutz per Click über die eBike-App – ohne Schloss und ohne Anketten an einen fixen Gegenstand.
Wegfahrsperre + Ausbausperre + Alarm = Diebstahlschutz per Click über die eBike-App – ohne Schloss und ohne Anketten an einen fixen Gegenstand. Klingt perfekt.
Doch wie blickt die Branche auf die Neuerung? Wer zeigt Interesse, wer hat Vorbehalte – und wenn ja welche? Wie offen sind die Hersteller für eine Systemintegration und wie reagieren die Versicherer auf diese Art des Diebstahlschutzes? Und generell: Wie gehen Raddiebe denn eigentlich vor? Fragen mit 100 Minuten Erklärungsbedarf…
https://www.2lock.de
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