Nimms Rad

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Nimms Rad episodes

  • Industry Insights Podcast: Accell-Krimi, Sinyard-Comeback und zwei Messen im Duell

    Eine Folge, VIELE Themen: Branchen-Insider Alex Thusbass spricht mit Host Sissi Pärsch über frische Zahlen, mögliche Accell-Entwicklungen, Mike Sinyards Comeback, die Simplon-Insolvenz und die neuen Messe-Konzepte aus Frankfurt und Köln.

    Es waren Wochen vollgepackt mit News aus der Fahrradbranche und entsprechend dicht mit Themen gefüllt ist diese Industry Insights-Folge. Es geht um frische Q2-Zahlen aus den Niederlanden und vom ZIV, die eine Bodenbildung versprechen und sogar einen vorsichtigen Aufwärtstrend, aber vor allem auch um Einschätzungen zu den neuen Bewegungen am Markt:

    Accell: Mehr Krimi geht kaum

    In der letzten Folge hieß es noch: Die Kartellbehörden stimmen zu und die Marken der Accell Group können von der Dutech-Gruppe übernommen werden – bis Tage später der Deal gescheitert schien, denn am 5. August 2026 beantragte Accell Deutschland beim Amtsgericht Schweinfurt die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung. Alex und Sissi diskutieren das Geschehene und spekulieren über mögliche Szenarien.

    Was passiert mit Marken wie Ghost, Haibike, Lapierre und E. Wiener Bike Parts? Kommt es womöglich zu einer Aufsplittung in einzelne Assets? Sichert sich Dutech nun einen klaren Neustart oder werden gar ehemalige Eigentümer auf dem Spielfeld auftauchen? Und wieso war die Stimmung von Accell-Vertretern auf der Bike&Co-Ordermesse so gut?

    Simplon: Goodbye Vorarlberg, Hello Rumänien?

    Ebenfalls erneut insolvent ist die 2Rad Produktions GmbH (bis vor kurzem noch: Simplon Fahrrad GmbH), die Produktion hinter Simplon in Vorarlberg. Schulden in Höhe von 33,4 Millionen Euro sind es beim jetzt zweiten Sanierungsversuch in zwei Jahren. In den vergangenen Monaten hatte die Marke bereits angekündigt, auch in Rumänien bei der IKO Sportartikel GmbH, der Corratec-Muttergesellschaft, zu fertigen.

    Specialized: Der 76-jährige Fels in der Brandung

    Dann kam noch die Meldung aus den USA, dass nach Roman Arnold bei Canyon nun auch Mike Sinyard wieder das Ruder übernehmen wird: Das Comeback der Gründer ist für Alex und Sissi wunderbar exemplarisch für die letztjährigen Entwicklungen in der Radbranche. Bei rauer See wird der Kapitän aufs Deck zurückgeordert, um nach drei Führungswechseln in vier Jahren die Wogen zu glätten.

    Messekonzepte: Wie unterscheiden sich Frankfurt und Köln?

    Nun ist es endlich soweit: Sowohl die Messe Frankfurt / fairnamic wie auch die Koelnmesse / ZIV haben ihre neuen Konzepte für die Eurobike bzw. towards tomorrow – European Bike Show vorgestellt. Im Podcast versuchen Alex und Sissi die jeweiligen Profile herauszuarbeiten.

    Beide werden ab 2027 jährlich über 3 Tage in 3 Hallen stattfinden und sich rein an ein Fachpublikum wenden. Die Eurobike allerdings wieder zu einem Sommertermin (30. Juni bis 2. Juli 2027), towards tomorrow wie geplant vom 6. bis 8. September. Während Frankfurt einen Fokus auf Neuheiten und Innovationen legen will – und das auch im Feld der Mikromobilität, betont die Koelnmesse die Bedeutung von zentralen Marken und dem Fachhandel. Das Ökosystem Fahrrad steht hier im Zentrum mit Sonderflächen u.a. für Werkstatt/Service, Digitalisierung, Logistik und Spezialräder.

    Das alles – und noch einiges mehr – hört Ihr im Podcast.

    55 min
  • Slim. Sexy. Urban – der Purismus-Pionier Coboc: Coboc-Chefin Annalena Horsch im Nimms Rad-Podcast

    Vom Kofferraum-Showroom ins Heidelberger Kult-Quartier. Von der Praktikantin zur ZIV-Vorständin. Wir sprechen im Podcast mit Annalena Horsch, Geschäftsführerin von Coboc, über die Anfänge als Purismus-Pionier, eigene Wege, chinesische Wettbewerbsverzerrung und die Zukunft einer Leitmesse.

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    Annalena Horsch und David Horsch

    Physiker, die wissen, wie sexy geht

    Vor 15 Jahren erschien den Freunden Pius Warken und David Horsch nach dem Abschluss des Physik-Studiums ein Angestellten-Dasein als äußerst unattraktiv. Deutlich spannender fanden sie hingegen die Fahrrad-Konstruktion – die neue E-Bike-Entwicklung im Speziellen. Die beiden waren in der Fahrradkurier-Szene verankert und weigerten sich zu akzeptieren, dass E-Bikes nicht auch schlank, agil und sexy sein könnten. 2013 holte sich Coboc mit seinem ersten puristischen E-Bike mit vollintegriertem Antrieb und 13,5 Kilogramm auf der Eurobike den Gold Award – und das war der finale Startschuss für Coboc.

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    Style für die Stadt von Coboc
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    Das Skye mit Bosch-Antrieb

    Händlerakquise mit altem Audi

    Im Podcast zeichnet Geschäftsführerin, Mitinhaberin und Firmengründer-Nichte Annalena Horsch die Geschichte der Heidelberger Marke nach. Wie sie als Betriebswirtschaftlerin in der Branche umdenken musste und die Sales-Funnel-Theorie gegen den Kofferraum eines alten Audis eintauschte, um Händlerakquise zu betreiben – heute findet man Coboc bei 130 Händlern. Wie die Marke ihre Ästhetik dank eigenem Antriebssystem durchsetzen konnte. Wie es zur eigenen Dependance in Taiwan kam. Und wo heute die Wachstumschancen für eine Premium-Marke – inzwischen mit Sitz im historischen Bahnbetriebswerk in Heidelberg – liegen.

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    Das Skye im Einsatz

    Die Rolle im ZIV-Vorstand

    Annalena ist zudem seit April 2026 die zweite Frau im Vorstand des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV). Deshalb geht es natürlich auch um die großen aktuellen Industriethemen: Warum glaubt Annalena an das neue Messeformat in Köln, die towards tomorrow – European Bike Show, das 2027 in Konkurrenz zur Eurobike antreten wird? Wie gewinnt man die Relevanz einer Leitmesse? Und wie stellt man sich der Wettbewerbsverzerrung durch die chinesischen Hersteller entgegen?

    All das erfahrt ihr im Podcast.

    58 min
  • Faltrad, Tandem, Dreirad – all made in Germany: Bernds im Nimms Rad-Podcast

    Faltrad, Tandem, Dreirad – all made in Germany: In der aktuellen Podcast-Folge erklären Michaela Buchholz und Thomas Bernds, wie (und warum) sie seit 35 Jahren am Bodensee Falträder, Tandems und Kompakträder entwickeln, konstruieren, schweißen und montieren.

    Thomas Bernds schweißte als Grundschüler mit dem Dorfschlosser zwei Räder zu einem Tandem, später baute er als Schulprojekt ein Dreirad. Und weil ihn die Zweiradleidenschaft nicht los ließ, gründete er – kaum volljährig – seinen ersten Laden für Liegeräder, den er „nach einer phänomenalen Eröffnungsparty“ bald wieder schloss. Die Fahrradindustrie sollte dennoch über die nächsten Jahrzehnte seine Heimat werden – und viel von ihm lernen.

    Vom Schul-Dreirad zum Nischen-Player

    In dieser Podcast-Folge spricht Host Sissi Pärsch mit Thomas Bernds über das Unternehmen, das er 1991 gegründet hat, und seine Bernds-Geschäftsleitung Michaela Buchholz erklärt, wie sie es zu einem wichtigen Nischen-Player aufgebaut haben. Es geht

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    Bernds CEOs
    • um die Ursprungsmotivation hinter den 20-Zoll-Rädern,
    • um die Erfindung eines Faltmechanismus, der zugleich noch eine Individualisierung auf Größe und Körperproportionen zuließ,
    • um die Entwicklung des Riemenantriebs
    • und darum, wie Bernds im Kult-Katalog von Manufactum landete.
    • Schweißen, pulverbeschichten, anpassen – alles in Deutschland

      Die Drei sprechen über die Vorteile eines „kleinen, zähen Fahrradherstellers“, der konsequent in Deutschland entwickelt, aber auch produziert. In-House schweißt, wenige Kilometer weiter pulverbeschichtet – und dann alles individuell auf den Kunden, die Kundin abstimmt.

      Der Markt forscht nach Bernds

      Dabei stellt Bernds im Grunde das Marketing auf den Kopf: Nicht Bernds betreibt Marktforschung, der Markt forscht nach Bernds – und er findet das kleine Team am Bodensee, äußert Wünsche, sucht das Gespräch, bekommt individuelle Anpassungen. So formt sich die Marke mit den Bedürfnissen und Wünschen der Käuferschaft weiter und inzwischen gibt es neben den Falträdern, den faltbaren Tandems und Lastenrädern inzwischen auch Bernds Dreiräder, die speziell auch von Menschen mit Handicap geschätzt werden.

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      Viel Spaß beim Zuhören.

      43 min
    • Industry Insights Podcast: Das Ende der Schaltung? Warum eCVT die Branche umkrempelt

      Deutschland hat einen neuen Verkehrsminister und die Accell-Gruppe einen neuen Besitzer. Brompton hat zwei neue Investoren und einige Marken Concept Bikes mit eCTV-Motoren. Warum das alles? Wohin führt uns das alles? Das besprechen wir in der neuesten Industry Insights-Folge.

      Wo Politik drauf steht, stecken meist hitzige Debatten drin – und so wird auch der eigentlich harmlose Auftakt zur Abdankung von Verkehrsminister Patrick Schnieder und seinem Nachfolger zur Diskussionsgrundlage zwischen Host Sissi Pärsch und Branchen-Insider Alex Thusbass. Wieviel politischen Rückenwind braucht die Fahrradindustrie überhaupt? Alex verzichtet auf das Lüftchen, Sissi fordert zumindest einen guten Hauch ein.

      Accell in chinesischen Händen

      Dann besprechen die beiden noch die Übernahme der Accell Group mit Marken wie Babboe, Lapierre, Haibike und Ghost durch die Dutech Holdings. Nach dem Scheitern durch KKR, versucht sich nun also die Unternehmensgruppe mit Rechtssitz in Singapur und HQs in Shanghai. Alex und Sissi erklärt, was die neuen Besitzer besser machen müssten, um die Marken wieder zu einer alten Stärke zu führen.

      Decathlon holt sich 10 % an Brompton

      Dann hat Brompton zwei neue Investoren an Bord geholt: Decathlon hat über seinen Investment-Arm wohl einen zehnprozentigen Anteil an den Londonern erworben und die chinesische BA Capital Venture (die auch Anteile an Tenways hält) 5 %. Was ist die jeweilige Motivation und wie kann Brompton langfristig von dem Einstieg profitieren?

      eCVT: Darauf hat die Welt gewartet?!

      Und dann geht es noch ausführlich um die neue Antriebsgeneration, mit der (die sich gegenüberstehenden Marken) Avinox und Gobao die Eurobike beherrscht haben. Alex erklärt Sissi die Funktionsweise des schaltungs- und getriebelosen Antriebs, der über zwei E-Motoren gesteuert werden. Wo liegen die Vorteile, wo die Herausforderungen? Welche Auswirkungen werden die eCVTs auf die Nutzung des Fahrrads haben, auf den Fahrradfachhandel beziehungsweise seine Werkstattkultur, auf die Mitbewerber wie Bosch – und unser Bremsverhalten?

      Alls das erfahrt Ihr in der neuesten Industry Insights-Folge.

      1 hr 19 min
    • Bis zu 950 Millionen Euro Potenzial: was die Fahrradbranche bei Frauen liegen lässt

      Eine neue Studie prognostiziert für den Fahrradmarkt eine Stagnation bis zum Jahr 2030 – und gleichzeitig ein großes Wachstumspotenzial in neuen Zielgruppen, allen voran in der weiblichen Käuferschaft.

      Auf der Eurobike 2026 präsentierte das Team von Women in Cycling Germany eine Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IFH Köln durchgeführt wurde. Ziel war es, das Potenzial zu quantifizieren, das für die Fahrradindustrie in der weiblichen Bevölkerung schlummert. Doch auf den 70 (!) Seiten werden darüber hinaus Expert:innen befragt, Wachstumshebel identifiziert und erste Impulse gesetzt, wie man diese auch bedienen könnte.

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      Women in Cycling auf der Eurobike 2026

      In dieser Nimms Rad Podcast-Folge analysiert Host Sissi Pärsch die Studie mit Dominique Lellek, einer der Initiatorinnen.

      Drohende Stagnation bis 2030

      Das bisherige Wachstum innerhalb der Branche – das haben wir die vergangenen Jahre leidvoll erleben müssen – ist nicht mehr selbstverständlich. Die IFH-Prognose erkennt bis zum Jahr 2030 praktisch kein Wachstum für den Gesamtmarkt (Fahrräder plus Zubehör, Bekleidung, Service etc.). Entsprechend gilt es für die Industrie, aktiv neue Zielgruppen zu erschließen.

      Zu häufig gehen wir davon aus, dass unsere Sicht auf Mobilität, Produkte und Kaufentscheidungen die Norm ist. Damit sprechen wir vor allem Menschen an, die uns ohnehin schon ähnlich sind – und übersehen viele andere. Doch genau hier entsteht Wachstum: wenn wir neue Zielgruppen für das Fahrrad begeistern und bestehende Barrieren abbauen.

      „Frauen, der unterschätzte Wachstumshebel“ Women in Cycling
      Frauen als Wachstumstreiber

      Frauen machen 51 % der Bevölkerung aus, erwirtschaften bisher allerdings nur 38 % des Fahrradumsatzes. Erschließt man mehr Radfahrerinnen, könnten bis 2030 zusätzliche Einnahmen von 520 bis 950 Mio. Euro generiert werden. Bei einer vollständigen Angleichung des Kaufverhaltens von Frauen an das von Männern ergäbe sich rechnerisch sogar ein Potenzial von rund 3,3 Mrd. Euro. Was aber braucht es dafür?

      Alltag und Sicherheit

      Frauen nutzen das Fahrrad laut Studie deutlich stärker alltagsbezogen als Männer. Die sportliche Nutzung spielt hingegen noch eine eher untergeordnete Rolle. Entsprechend dominieren bei den Fahrradtypen City-Bikes und E-City-Bikes klar vor Mountain-, Trekking- oder Rennrädern. Die Studie zeigt außerdem, dass Sicherheit bei Frauen eine entscheidende Rolle spielt und sie weniger technikgetrieben und stärker vertrauens-, beratungs- und erlebnisorientiert sind:

      • 49 % der Frauen (gegenüber 33 % der Männer) fühlen sich im Straßenverkehr unsicher.
      • 56 % der Frauen (gegenüber 37 % der Männer) geben an, dass Sicherheit ein wichtiges Kaufkriterium ist.
      • Die Ergonomie spielt ebenfalls eine überdurchschnittlich große Rolle: 48 % der Frauen legen Wert auf eine optimale Anpassung des Rads.
      • 58 % informieren sich persönlich im Geschäft, 51 % zusätzlich im privaten Umfeld.
      • Frauen stehen einem Gebrauchtradkauf offener gegenüber (64 % gegenüber 56 % bei Männern).
      • Beim Dienstrad-Leasing sind Frauen bislang unterrepräsentiert: Nur 0,2 Mio. Frauen haben 2025 ein Rad geleast, gegenüber 0,5 Mio. Männern. Auch auf diese Diskrepanz gehen Sissi und Dominique ein.
      • 5 Radfahrerinnen-Typen

        Die Studie identifiziert fünf unterschiedliche Typen von Fahrradfahrerinnen, die sich vor allem in ihrer Motivation, Nutzung und den jeweiligen Barrieren unterscheiden:

        • Passion Driven Rider (18 %): stark involvierte Vielfahrerinnen mit hoher Technik- und Markenaffinität.
        • Safety-Seeking Rider (26 %): hohe Motivation, aber ausgebremst durch Sicherheitsbedenken und Infrastruktur. Wachstumspotenzial: sehr hoch.
        • Service-Oriented Rider (23 %): aktive Alltagsfahrerinnen, stark abhängig von Beratung und Unterstützung. Wachstumspotenzial: sehr hoch.
        • Inconsistent Rider (9 %) nutzen das Rad situativ, aber ohne feste Priorisierung.
        • Low-Involvement Rider (24 %) zeigen ein geringes Interesse und kaum emotionale Bindung.
        • Die Safety-Seeking und Service-Oriented Rider machen zusammen fast die Hälfte aller Frauen aus und tragen bislang nur unterproportional zum Marktvolumen bei.

          Ansatzpunkte für die Branche

          Die befragten Expert:innen aus Industrie und Handel (u.a. von Riese & Müller, Giant, Lucky Bike, i:SY, HEPHA, JobRad, Bikeleasing und e-motion) bringen ähnliche Stoßrichtungen vor – und die verweisen in erster Linie auf eine neue Ansprache, Beratung und Produktgestaltung:

          • Bei Produkten und in der Ansprache die Komplexität reduzieren: Angebote aus der Nutzungsperspektive statt aus der Technikperspektive denken.
          • Sicherheitsaspekte aktiv kommunizieren.
          • Den Fachhandel als Vertrauensanker stärken – durch Beratung, Probefahrten und langfristige Kundenbeziehungen statt reinem Produktverkauf.
          • Zubehör und Service als integralen Bestandteil des Angebots wahrnehmen
          • Zielgruppen differenziert statt pauschal ansprechen – über passende Kanäle, Kooperationen und ohne Klischees.
          • Women in Cycling Germany und die IFH Köln machen mit ihrer Studie deutlich, dass es keineswegs an Interesse mangelt. Was hingegen fehlt, sind Sicherheit, Vertrauen, passende Angebote und vor allem eine entsprechende Neuausrichtung der Kommunikation.

            Die vollständige Studie „Frauen – der unterschätzte Wachstumshebel“ steht unter https://www.velostiftung.de/women-in-cycling/ zum Download bereit.

            44 min
          • Messe-Krieg statt Aufbruch: Wie der ZIV die Eurobike überlagert

            Der ZIV verkündet am Tag vor dem Eurobike-Auftakt den Start der eigenen European Bike Show 2027 in Köln. Und überlagert damit die eigentlich wichtigen Themen in den Messehallen. Die Branche kommt nicht zur Ruhe…

            Quo vadis, Fahrradbranche? Köln, Frankfurt oder Kassel – Hauptsache Messe. Fast schon nostalgisch mag man sich an die Orientierungslosigkeit erinnern, die in den ersten Frankfurt-Jahren der Eurobike herrschte. Damals musst man sich in den vielen, dicht gefüllten Hallen mit ihren zwei Ebenen erst einmal zurechtfinden.

            Die Orientierungslosigkeit 2026 ist hingegen sicher nicht einer überwältigenden Größe geschuldet. Im Gegenteil. Beschränkt auf ein paar wenige Hallen und eine überschaubare Außenfläche, schrumpfte die Eurobike einmal mehr. Kein Gedränge, kein Gesuche. Doch die Branche selbst fragt sich geschlossen: Wohin?

            Das Bild einer Branche: Provokation und Zerrissenheit

            towards tomorrow hat der Zweirad-Industrie-Verband sein neues Messe-Kind mit der Koelnmesse getauft: das vom 06. bis 08. September 2027 Premiere feiern wird – und somit direkt im Anschluss zum angesetzten Eurobike-Termin am 01. bis 03. September. Auch die Ankündigung hätte kaum provokanter getimed werden können. Einen Tag vor Messebeginn wurde in Berlin eine Pressekonferenz anberaumt. Speziell der Kommunikationszeitpunkt sorgte auf der Messe für Kopfschütteln.

            Und so kreisten die Gespräche einmal mehr nicht um Innovationen, Aufbruch und Transformation, sondern um Grabenkämpfe, Zersplitterung und Streitereien. Bei Temperaturen von bis zu 40°C spricht die Medienwelt nicht von der Bedeutung des Fahrrads für den Wandel der urbanen Mobilität. Sie spricht von hitzigen Debatten in einer Industrie, die nicht weiß, wohin sie steuert.

            Schwache Kommunikation. Spannende Innovationen.

            Und darum muss es dann auch in der ersten Live-Podcast-Aufnahme des Industry Insights gehen. Alex Thusbass und Host Sissi Pärsch sprechen mit Gast Isabel Eglseder, Gründerin der Kommunikationsagentur Crystal Communications, über das potenzielle Ende der Eurobike, über schwache Kommunikation, den Frust einer gesamten Branche und die Frage, ob eine neue Weltleitmesse von europäischem Protektionismus geprägt sein kann – und wenn ja, wie dieser aussehen könnte und welche Konsequenzen das haben mag.

            Allerdings zeigte sich an den Ständen – neben dem dominanten China Duell Goboa-Avinox – durchaus mutige neue Konzepte und spannende Innovationen. Auch darüber soll es im ersten Industry Insight vor Publikum gehen.

            58 min
          • Vom nextbike-Entwickler zum Lastenrad-Szeneliebling: Clemens Kircher von Iumentum im Podcast

            Auf der Cyclingworld in Düsseldorf wurde Iumentum 2026 in der Kategorie Cargobike mit dem Product of the Year Award ausgezeichnet. Im Podcast erzählt Gründer Clemens Kircher, wie er vom Sharing Bike-Entwicklungschef zum Lastenrad-Szeneliebling wurde.

            Long Johns mit geringem Gewicht und hoher Steifigkeit, mit sportlichem Fahrverhalten und ungewöhnlicher Seilzuglenkung, mit eigenständigem Rahmendesign und hohem Individualisierungsgrad – die kleine Lastenrad-Marke Iumentum sorgt seit einigen Jahren nicht mehr nur in den Szene-Foren für Furore. Gegründet wurde sie 2022 in Kriebethal zwischen Leipzig und Chemnitz von Clemens Kircher – und dessen Fahrradhistorie hat es in sich.

            Zwischen Spitzensport und Sharing Bike

            Im Nimms Rad-Podcast erzählt Clemens, wer ihn zum Rennradsport brachte, was er tat, als er keinen Blumentopf mehr gewann und welche Komponenten er in Studienzeiten erfunden, die sich später im olympischen Einsatz wiederfanden.

            Clemens Hintergrund ist spannend, denn er ging als Schrauber-Nerd zum Leipziger Sharing Bike-Anbieter nextbike, wo er die Hardware-Entwicklungsabteilung aufbaute und leitete. Der Wirtschaftsingenieur erzählt Host Sissi, wie ihm der Spagat gelang, vom Performance-getriebenen Spitzensport in die Entwicklung von Rädern für eine maximal breite Zielgruppe – Rädern, die so robust und unkompliziert wie nur möglich sein sollten.

            Kommt das Zugpferd als S-Pedelec?

            Schließlich ging Clemens zurück in die Selbständigkeit und entwickelte ein Lastenrad, das seinem Wunsch nach Agilität, Leichtigkeit und Handling entsprach. Dass sich daraus die Marke Iumentum (Latein für Zugpferd, Lastentier) entwickeln sollte, ahnte er noch nicht.

            Clemens erklärt seine spezielle Rahmenkonstruktion, die Seilzuglenkung und warum er auf seinen chinesischen Rahmenlieferanten zählt, aber beim Mittelmotor auf einen deutschen Hersteller setzt. Und dann gibt es auch noch einen Ausblick in die Zukunft: Wird das 2026 von der Cycling World Düsseldorf als Product of the Year ausgezeichnete Lastenrad tatsächlich auch als S-Pedelec Modell kommen?

            Viel Spaß beim Hören!

            47 min
          • Industry Insights Podcast: Welche Dynamik entfacht das Watt-Wettrüsten?

            Avinox zieht an, Bosch schießt hinterher und die EMTB-Szene scheint die weitere Zuspitzung ihres Sports zu feiern. In der Industry Insights-Folge hingegen geht es darum, welche Konsequenzen das Watt-Wettrüsten abseits dem Trail haben könnte.

            1.500 Watt Leistung und bis zu 150 Nm Drehmoment – die EMTB-Medien sehen das frische Spitzenmodell von Avinox als neue Leistungsmesslatte. Doch welche Auswirkung wird die Potenz am Berg mit sich bringen? Host Sissi Pärsch und Branchen-Experte Alex Thusbass blicken auf den Mountainbike-Sport, der ja heute bereits ein schon ausreichend fragiles und belastetes Image hat. Aber vor allem beschäftigen sie sich mit den Konsequenzen für die Radbranche gesamt und die urbane Mobilität im Speziellen.

            Es geht um:

            Das womöglich geopolitisch motivierte Re-Branding des Unternehmens

            Der Mutterkonzern DJI verabschiedet sich aus dem Markennamen. Avinox operiert strategisch als Eigenmarke. Ist das eine markenstrategische Entscheidung oder auch ein Schritt, der im globalen Kontext Sinn macht. Schließlich sieht sich DJI bereits seit Jahren US-Spionagevorwürfen und entsprechenden Sanktionen ausgesetzt.

            The bigger the better – und desto demokratischer?

            Sissi und Alex hinterfragen die Zielgruppe, die Avinox mit seinem neuen Antrieb erreichen wird und in welcher Relation die Reaktionswelle dazu steht. Ist das die Innovation, die die Branche voranbringt oder eine Speerspitze, die an den Bedürfnissen von 99 % der eBike-Fahrenden vorbeigeht? Was erreicht Avinox mit seinen extremen Leistungswerten und ist es womöglich in erster Linie ein Marketingtool, um sich auf dem Markt zu etablieren, bevor es in die breite Masse geht?

            Sissi möchte Alex Meinung zu dem reaktiven Software-Update von Bosch auf bis zu 120 Nm hören. Steht man in diesem Fall unter Zugzwang? Kann man sich einem Wettrüsten entziehen – und wie vorbereitet war Bosch hardware-seitig bereits, wenn es nur eine Software-Einstellung benötigte?

            Und natürlich blicken die beiden im Zuge dessen auch auf das Statement von Avinox Avinox Pursues Power with Purpose. Darin betont die Marke, dass die Systeme alle geltenden Gesetze und die 25-km/h-Grenze strikt einhalten. Der Motor soll den Fahrer keineswegs schneller machen, sondern vielmehr den MTB-Sport demokratisieren („Mountain biking should be accessible to more people, regardless of fitness level, body type, age, or physical limitations.“). Als Teaser: Das Demokratisierungsargument sieht Alex als Feigenblatt – und erklärt, wo Avinox System im Grunde Sinn machen würde (und in Zukunft womöglich Sinn machen wird).

            Strenge Regulierung – und

            Dass eine fortlaufenden Extremisierung der Leistung folgen wird, kann man annehmen, doch wo das Limit liegt, um die Balance zwischen Mensch und Maschine weiterhin zu erhalten, ist die Frage, die Alex umtreibt. Genauso wie die potenzielle strengere staatliche Regulierung. Sissi und Alex blicken entsprechend auch auf die Argumentation des Sachverständigen für Mikromobilität (und ehemalige ZIV-Geschäftsführers) Ernst Brust, der in der Leistungsbegrenzung den falschen Ansatz sieht. Für sinnvoller erachtet er vielmehr die dynamische Begrenzung der reinen Beschleunigung.

            Der nächste Schritt: Urbane Mobilität

            Den spitzen EMTB-Bereich verlassen die beiden recht schnell und landen bei dem in seiner Breite deutlich „potenterem“ Bereich der urbanen Mobilitätslösungen. Es geht einmal mehr um die Forderung nach maximale Benutzerfreundlichkeit und intelligenten Systemintegrationen.

             

            56 min
          • Aventon kommt nach Deutschland: Wie der US-Riese den E-Bike-Markt aufmischen will

            Im Nimms Rad Podcast erklärt Aventon Global Brand Director Malte Homeyer seine Formel für die Brand: kalifornische Gelassenheit kombiniert mit chinesischer Produktions-DNA und deutschem Tech-Anspruch.

            Für den deutschen Markt mag Aventon noch ein Unbekannter sein, in den USA allerdings zählt die Brand zu einen der drei größten eBike-Playern. Die Wurzeln von Gründer Jianwei „JW“ Zhang liegen in der Fixie-Szene. 2013 startete er als Student in Kalifornien Aventon als szenige Crit-Marke. Die Wurzeln von JW liegen allerdings auch in China – in einer Familie mit Industriebezug und Expertise im E-Motoren-Bereich. So kam 2018 der Richtungswechsel: Aventon wurde zum reinen eBike-Hersteller und somit einem der eVorreiter auf dem US-Markt.

            Neuer Markt, neue Aufstellung

            Seit März 2026 ist es an Global Brand Director Malte Homeyer und seinem Team aus München heraus, auch den deutschen Markt zu überzeugen. Im Podcast erklärt Malte die strategische Aufstellung mit einem auf zwei Kategorien reduziertem und spezifisch für den deutschen Markt entwickelten Produktportfolio: dem Trekkingmodell Trava (hier bei uns im Test) und dem E-MTB Current, das wir ebenfalls bereits getestet haben. Beide kommen mit einem starken Mittelmotor des chinesischen Herstellers Gobao (der soeben für die Eurobike einen Super Charger in Aussicht gestellt hat).

            Aventon hat südlich von Shanghai eine eigene Produktionsstätte inklusive Engineering und Software-Entwicklung mit 350 Mitarbeitenden. Die vertikale Integration und das chinesische Mindset ermöglichen es, so Malte, eine ganz andere Taktung in der Entwicklung anzuschlagen. Generell liegt für ihn die Aventon-Formel in der Kombination der kulturellen Prägungen: Das Beste aus drei Welten mit kalifornischer Leichtigkeit, chinesischer Produktionsexpertise und deutschem Tech-Design.

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            Aventon Trava WEB-100131

            Worauf Aventon seinen Fokus legt, wie der gute Preis zustande kommt, wie die Vertriebsstruktur aussieht und wie gut Emotionen mit Technik zu verbinden sind, hört ihr in der Podcast-Folge.

            53 min
          • Industry Insights Podcast mit 2Lock: Wie 2Lock den E-Bike-Diebstahl beenden will

            Das Start-up 2Lock aus Regensburg möchte den Diebstahl von eBikes mit einem integrativen Schloss ausbremsen. Wie die Schließmechanismen funktionieren und wie die Industrie darauf reagiert, erklärt Co-Gründer Ben Bäuml in der neuesten Industry Insights-Folge.

            In der Gründerszene räumen sie Preise ab, Versicherungen feiern die Lösung und jetzt kommen die ersten eBikes mit 2Lock-Nabe auf den Markt – aber wird das Oberpfälzer Start-up tatsächlich den einen neuen Standard für eBike-Sicherheit etablieren können?

            Darüber diskutieren Sissi und Alex in dieser Industry Insight-Folge mit Ben Bäuml, der gemeinsam mit seinem Bruder Simon (Maschinenbauer) und Martin Scherl (Wirtschaftsinformatiker) 2023 2Lock gegründet hat. Das Trio hat ein Schließsystem für eBikes entwickelt, das wie beim Automobil nicht über externe, sondern integrierte Sicherung funktioniert.

            [toc]

            Abschließen ohne Schloss. Die Zukunft?

            Das Schloss sitzt in der vorderen Nabe des eBikes und nutzt zwei Schließmechanismen: Der erste blockiert die Rotation des Laufrads. Das eBike kann nicht mehr bewegt werden. Der zweite Mechanismus macht den Ausbau des Laufrads unmöglich. Und eine dritte Abschreckung kommt über eine Alarmanlage, die bei dem Versuch, das eBike wegzutragen ertönt – und das nicht nur in Form eines Sirenentons, sondern auch in Form einer individuellen menschlichen Stimme. Wegfahrsperre + Ausbausperre + Alarm = Diebstahlschutz per Click über die eBike-App – ohne Schloss und ohne Anketten an einen fixen Gegenstand.

            Start-up Kultur in der deutschen Radindustrie

            Alex ist einer der ersten 2Lock-Fürsprecher aus der Industrie. Das System wird aktuell in einem der urbanen Hepha-Modelle eingeführt. Doch wie blickt der Rest der Branche auf die Neuerung? Wer zeigt Interesse, wer hat Vorbehalte – und wenn ja welche? Wie offen sind die Hersteller für eine Systemintegration und wie reagieren die Versicherer auf diese Art des Diebstahlschutzes? Und generell: Wie gehen Raddiebe denn eigentlich vor?

            All die Fragen werden in diesem Rekordfolge (der längste Nimms Rad-Pod ever…) geklärt. Aber es geht auch um die These, die Alex und Sissi in der Vor-Episode aufgestellt hat: Die Fahrradindustrie dreht sich zu sehr um sich selbst, zeigt sich wenig innovativ und vor allem auch wenig offen für die tatsächlichen Bedürfnisse der Radfahrenden. So geht es auch um externe Disruption. Und schließlich erzählt Ben noch von den Herausforderungen und Hürden am Gründer-Standort Deutschland und von den Vorteilen und Nachteilen des Fremdkapitals.

            Shownotes

            War’s das mit eBike-Diebstahl? In dieser Industry Insights-Folge sprechen Alex und Sissi mit Ben Bäuml, Co-Gründer des Regensburger Start-ups 2Lock, das womöglich gerade den neuen Standard für eBike-Sicherheit erfindet. In der Gründerszene räumen sie Preise ab, Versicherungen feiern die Lösung und jetzt kommen die ersten eBikes mit 2Lock-Nabe auf den Markt.

            Das Schließsystem für eBikes funktioniert wie beim Automobil nicht über externe, sondern integrierte Sicherung: Das Schloss sitzt in der vorderen Nabe des eBikes und blockiert sowohl die Rotation des Laufrads und macht zugleich dessen Ausbau unmöglich. Und eine dritte Abschreckung kommt über eine Alarmanlage, die bei dem Versuch, das eBike wegzutragen ertönt – und das in Form einer menschlichen Stimme. Wegfahrsperre + Ausbausperre + Alarm = Diebstahlschutz per Click über die eBike-App – ohne Schloss und ohne Anketten an einen fixen Gegenstand.

            Wegfahrsperre + Ausbausperre + Alarm = Diebstahlschutz per Click über die eBike-App – ohne Schloss und ohne Anketten an einen fixen Gegenstand. Klingt perfekt.

            Doch wie blickt die Branche auf die Neuerung? Wer zeigt Interesse, wer hat Vorbehalte – und wenn ja welche? Wie offen sind die Hersteller für eine Systemintegration und wie reagieren die Versicherer auf diese Art des Diebstahlschutzes? Und generell: Wie gehen Raddiebe denn eigentlich vor? Fragen mit 100 Minuten Erklärungsbedarf…

            https://www.2lock.de

            1 hr 40 min

          About Nimms Rad

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          Nimms Rad – Der Podcast begrüßt Menschen, die sich mit der Zukunft urbaner Radmobilität beschäftigen – Expert:innen aus Forschung und Industrie, aus Verbänden und Politik. Dazu gibt es mit CatchUp…

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